Gießen 46ers, MHP Riesen Ludwigsburg, Scouting

The New One: Dwayne Evans

Die Saison von Dwayne Evans in der Analyse

Dwayne Evans gehörte in der abgelaufenen BBL-Saison zweifelsohne zu den interessantesten Akteuren der Liga. So spielte der Alumni der Saint Louis University zur Saison 2015/2016 noch in Diensten der Gladiators Trier in der Pro A und stellte als einer der besten Akteure der Liga (15,7 PPG,8,1 RPG und 1,9 APG in 27:50 MPG) einen wichtigen Faktor im Spiel des Traditionsstandortes dar. Folglich war er mitverantwortlich für das Erreichen des Halbfinales, in welchem man schließlich dem späteren Meister und Aufsteiger aus Jena unterlag.

In Folge seiner starken Rookie-Saison wagte Evans den Sprung in die deutsche Beletage und schloss sich dort den Giessen 46ers an. Zweifel darüber, inwiefern er sein Spiel auf das Parkett der besten Liga Deutschlands übertragen könne, räumte der Big Man dabei schnell aus. So legte er in 24:00 MPG überzeugende Werte auf (11,8 PPG, 7,1 RPG und 1,1 APG) und reihte sich damit in eine ganze Folge von Spielern ein, die nach einer guten Saison in der Pro A im System der Hessen auch in der BBL überzeugen konnten. Dabei glänzte er vor allem in der Rückrunde mit durchschnittlichen Werten von 14,4 PPG und 9,2 RPG sowie sechs Double-Doubles. Somit konnte Evans im Team von Dennis Wucherer seinen Teil dazu beitragen, dass es den Hessen nach der überraschend starken Saison 2015/2016 erneut gelang die allgemeinen Erwartungen zu übertreffen und bis zu einer Niederlagenserie am Ende der Saison stets in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen zu verbleiben.

Ähnlich wie im Vorjahr war es somit diesen Sommer erneut absehbar, dass es den 46ers wohl nicht gelingen würde, sämtliche Leistungsträger der abgelaufenen Saison zu halten. So zog es auch Evans von der Lahn in die Neckarregion, wo er bei den MHP Riesen Ludwigsburg einen Vertrag für die nächsten zwei Jahre unterschrieb und somit zum ersten Neuzugang des diesjährigen Playoff-Teilnehmers wurde. Grund genug sein Spiel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen um festzustellen, welche Skills er in das Team von Coach John Patrick einbringt und was sich aus seiner Verpflichtung für die weitere Kaderplanung der Riesen ableiten lässt.

Ein Mann für gewisse Zonen

Obwohl Evans in der Offense der Gießener immer wieder als Scorer auffiel, ist seine wohl herausragendste Fähigkeit doch sein Rebounding. So gehörte er 2016/17 in diesem Aspekt des Spiels zu den herausragenden Akteuren der Liga, seine 10,7 Rebounds/36 Minuten reichen für einen Platz auf dem Treppchen der besten Glasputzer und wurden nur noch von Bayreuths Assem Marai sowie Ludwigsburgs Jack Cooley übertroffen. Dabei überzeugte er gerade beim defensiven Rebound, wo er 29% der verfügbaren Abpraller einsammelte – Ligabestwert. Am offensiven Brett reichte es mit einer Reboundrate von 12,3% immerhin noch für den 15. Platz, insgesamt kam Evans auf eine totale Reboundrate von 20,5%, was für ihn gleichbedeutend mit Platz 4 in der Ligahierarchie war. Diese beeindruckenden Zahlen beruhen dabei vor allem auf konsequenter Arbeit und einem gewissen Gespür für den Abpraller. Evans ist kein überragender Athlet in dem Sinne, als das er Rebounds mit schierer Vertikalität einsammelt. Vielmehr sucht er frühzeitig seine Position sowie den Kontakt zum Gegenspieler und boxt konsequent aus. Hiervon profitieren oftmals auch seine Mitspieler, Evans ist keinesfalls ein „gieriger“ Rebounder. Steht ein Mitspieler in besserer Position zum Ball, so hält er sein Boxout und gibt seinem Team damit die Möglichkeit den Ball zu sichern.

Hat er den Rebound selber eingesammelt, so ist Evans durchaus in der Lage, diesen nach vorne zu dribbeln und einfache Pässe zu spielen. Coast to Coast-Szenen, wie manche Bigs vom Schlage eines Nicolo Melli oder Maximilian Kleber sie teilweise zeigen, sollte man von ihm jedoch nicht erwarten. Generell scheint sein Playmaking ein Skill zu sein, welcher dem Schritt in die erste Liga zum Opfer gefallen ist. So sank seine Assist Percentage von 16,43% in der Saison 2015/2016 auf 8,39% in der abgelaufenen Spielzeit. Gleichzeitig ist zu konstatieren, dass er bereits in Trier mit 3,0 TO durchaus anfällig für Ballverluste war, ein Eindruck, welcher von den 1,97 TO in Gießen bestätigt wird. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass Evans diesen eher ineffizienten Teil seines Spiels schlichtweg aufgegeben hat, um seinem Team auf dem höheren Niveau der BBL nicht zu schaden.

Ein ungleich größerer Faktor ist der 25-Jährige dagegen im eigenen Abschluss. Eine Usage Percentage von 23,5 sowie 17,6PPG/36 Minuten unterstreichen seine prominente Rolle im Angriff der 46ers. Dabei geht in der heutigen Zeit der Blick schnell auf die Quote beim Wurf von jenseits der 6,75m. Mag Evans‘ Quote von 36,4% 3P auf den ersten Blick durchaus positiv stimmen, stellen 44 versuchte Dreier in 30 Spielen jedoch kein Volumen dar, welches es rechtfertigen würde, ihn als legitimen Stretch Big zu bezeichnen. Neben der Tatsache, dass er nur 19 Prozent seiner Wurfversuche aus diesem Bereich nimmt, ist beim Rechtshänder eine gewisse „Linksschwäche“ erkennbar: So nimmt seine Trefferquote je weiter man an der Dreierlinie nach links wandert deutlich ab (siehe Shotchart).

Shot Chart via korbrechnung.de

Ähnlich wie beim Playmaking scheint Evans auch hier darauf aus zu sein, für ihn ineffiziente Aktionen aus seinem Spiel zu streichen. So verringerte er seine Dreierversuche von 71 Abschlüssen in der Vorsaison auf besagte 44 und konnte seine Trefferquote von 32,4% 3P auf 36,4% 3P steigern. Folglich bleibt für diesen Teil seiner Offense festzustellen, dass er zwar nicht als vollwertiger Stretch Big gesehen werden, jedoch vereinzelte Dreier durchaus treffen kann.

Da auch nur knapp jeder zehnte Abschluss aus der Mitteldistanz erfolgte, wird deutlich, wo Evans den Hauptteil seiner offensiven Arbeit verrichtet: 71,5% seiner Abschlüsse erfolgen auf lackiertem Parkett, dazu geht er auf 36 Minuten hochgerechnet 6,8 Mal an die Freiwurflinie (Platz 11 im Ligavergleich). Traf er diese allgemein als einfache Punkte angesehenen Würfe in Trier noch mit unterdurchschnittlichen 68,7%, so konnte er seine Trefferquote auf 80,3 % steigern, eine mit Blick auf sein zonenlastiges Spiel nicht zu unterschätzende Entwicklung.

Die meisten seiner Abschlüsse in der Zone erarbeitet Evans sich dabei aus dem Postup. Dabei weist er eine deutliche Präferenz für den linken Zonenrand auf. Während er sich auf der rechten Hälfte des Spielfeldes fast ausschließlich für vereinzelte Spot Ups oder Pick&Roll/Pop-Aktionen aufhält, sucht er bei Anspiel in der linken Zone bevorzugt den eigenen Abschluss. Dabei besetzt er diese Position gerne aus dem Abrollen nach dem Screen für den Ballhandler. Auch in Fastbreak-Situationen, in denen er dank seiner Geschwindigkeit seinem Verteidiger oftmals enteilen kann, sucht er teilweise früh den Weg zum Zonenrand und dient somit als Option in der Early Offense. Hat er einmal den Ball mit Rücken zum Gegenspieler erhalten, so ist sein bevorzugter Abschluss der Hookshot mit der rechten Hand, häufig aus dem Dribbling in Richtung Zone. Spielt sein Verteidiger diese Option deny, kann Evans mit einem kurzen Spinmove oder Dropstep über die rechte Schulter den Weg entlang der Baseline suchen. Auffällig ist dabei, dass Evans nur selten mit seiner linken Hand abschließt. Neben dem Postup schließt er auch vereinzelt im Fastbreaks nach Sprint in die Zone sowie nach eigenen Offensivrebounds ab. Sucht er nach dem Pick&Roll wie bereits erwähnt bevorzugt des tiefe Postup, so nutzt er Anspiele aus dem Pick&Pop zumeist für den anschließenden Drive gegen den Close Out des Verteidigers. Auch hier nutzt er fast ausschließlich den Weg über seine rechte Hand und ist somit auf Situtationen mit relativ offenen Driving Lanes beschränkt, fortgeschrittene Bewegungen im Dribbling zeigt er kaum.

Generell variiert Evans seine Abschlüsse kaum, Wurffinten und Counter Moves sind bei ihm Mangelware. Dies hat zum Ergebnis, dass Verteidiger mit Länge und Athletik sowie Helpdefense ihn teilweise zu schlechten Würfen verleiten. Statt in diesen Situationen den Pass zum besser postierten Mitspieler zu suchen, forciert Evans den Abschluss. Im Verbund mit seiner unterdurchschnittlichen Größe von 2,01m und begrenzter Sprungkraft erklärt dies auch seine nur durchschnittliche Wurfquote in der Zone. So fanden lediglich 54,4% seiner Abschlüsse in diesem Bereich den Weg durch den Ring, für einen Spieler, der den Großteil seiner offensiven Arbeit in der Zone verrichtet, ein zu niedriger Wert. Dies äußert sich auch in seiner Effective Fieldgoal Percentage von 53%, welche ihn im ligaweiten Vergleich lediglich auf Platz 74 einsortiert.

Frühlingsblüher

Hervorzuheben ist allerdings die Entwicklung, die Evans‘ Spiel nach der Verletzung von Thomas Scrubb Anfang Januar durchmachte. Der variabel einsetzbare Forward hatte sich während der Hinrunde zum absoluten Leistungsträger (11,8 PPG, 5,2 RPG, 1,7 APG und 1,8 SPG in 27:35 MPG) im Spiel der Gießener entwickelt. Da er jedoch ebenfalls einen großen Teil seiner Abschlüsse innerhalb der Zone nahm (50,3%), gestaltete sich das Offensivspiel der Hessen mit Scrubb und Evans gleichzeitig auf dem Feld als schwierig. Evans war in diesen Possessions oftmals auf eine Rolle abseits des Balls beschränkt, konnte seine Stärken in der Zone nicht vollumfänglich einbringen und wurde als Ergebnis dieser Entwicklung schließlich immer öfter von der Bank gebracht. Nachdem Scrubb aufgrund seiner Fußverletzung am 18. Spieltag für die restliche Saison ausfiel, wandelte sich Evans‘ Rolle jedoch wieder. So lief er von nun an als gesetzter Starter im Frontcourt auf, auch wurde durch Lineups mit teilweise drei Guards das Spacing deutlich verbessert, sodass er seine Offense in die Zone verlagern konnte. Folgender Überblick soll den Unterschied zwischen seinem offensiven Output innerhalb dieser beiden Zeiträume noch einmal verdeutlichen:

Der Vergleich zeigt, dass Evans in der Rückrunde bei relativ gleichbleibender Spielzeit und Wurfversuchen seine Quote aus dem Feld und demzufolge auch seine Punkteausbeute deutlich steigern konnte und unterstreicht, wie sehr Evans vom besseren Spacing und seiner neuen Rolle in der Offense der 46ers profitieren konnte. War er bereits vorher schon kein wirklicher Stretch Big, so strich er den Dreier nun praktisch vollständig aus seinem offensiven Repertoire und zeigte deutlich, dass er seine besten Leistungen in der Zone bringen kann.

Dennoch wäre es falsch, ihn deshalb als reinen Brettspieler zu verstehen, zeigt er doch eine Beweglichkeit und Geschwindigkeit, die eben jenen Spielern zumeist abgeht. Besonders gut lässt sich dieser Umstand am defensiven Ende des Feldes erkennen. Hier erlauben diese Attribute es ihm schnell größere Strecken zurückzulegen und die verschiedensten Spielertypen zu verteidigen. So verteidigte er beispielsweise im Spiel gegen Ratiopharm Ulm zuerst mit Raymar Morgan den MVP der abgelaufenen Saison, nur um dann nach dessen Auswechslung Taylor Braun in der Defense zu übernehmen. Auch wurde er von Coach Dennis Wucherer immer wieder in Matchups gegen klassische Stretch Bigs geschickt, wie es etwa im Spiel gegen Bremerhaven mit Ivan Elliott der Fall war. Dabei ist bei Evans gegen letzteren Spielertyp die Tendenz zu erkennen, dass er sich immer wieder gen eigener Zone absinken lässt und sich für eventuell nötige Close Outs auf seine Geschwindigkeit verlässt. Grund hierzu ist weniger die Absicht Helpdefense zu spielen, als vielmehr sich frühzeitig eine gute Position beim Rebound zu sichern. So ist er weder als Rim Protector (1,44 BLK% – Platz 53 in der Liga) noch als Balldieb (1,16 STL% – Platz 119) ein wirklicher Faktor. Beide Aspekte scheinen hierbei seinem „Aufstieg“ in die BBL zum Opfer gefallen zu sein und haben sich im Vergleich zum Vorjahr teilweise mehr als halbiert (2015/16: 3,91 BLK%/2,44 STL%). Hier zeigt sich, dass Evans in Sachen Vertikalität auf BBL-Level nur noch Durchschnitt ist. Als Ergebnis dessen verzichtet er größtenteils darauf in den Passwegen zu lauern beziehungsweise auf den Block zu spekulieren und erschwert stattdessen lieber mit erhobenen Armen den Wurf.

Trotz dieser Limitationen kann Evans mit seiner Beweglichkeit und Vielseitigkeit einen wertvollen Beitrag innerhalb einer Defense leisten. So ist er stets in der Lage schnell genug von Offense in Defense umzuschalten und erlaubte es Gießen mit seiner Fähigkeit, auch kleinere Gegenspieler zumindest teilweise verteidigen zu können, bei Bedarf Screens zu switchen. Auch in Defensivkonzepten wie Ganzfeldpressen konnte Coach Wucherer ihn einsetzen, so sah er sich teilweise als Speerspitze der Defense im Zuge einer Zonenpresse wieder. Folglich ist Evans sicherlich nicht als überragender Individualverteidiger zu verstehen, der eine komplette Defensive verankern kann, wohl aber als intelligenter Spieler, der seine Rolle im Defensivverbund versteht und gut ausfüllt. Belegt wird dies durch sein solides Defensivrating von 104,7, welches ihn nach Teamkollege Scrubb zum statistisch zweitwichtigsten Akteur der sechstbesten Defense der Liga macht.

 

Kleine Riesen?

Dwayne Evans stellt sich somit als ein Spieler dar, dessen Skillset von elitär (Rebounding) über gut (Scoring in der Zone/Teamdefense) bis hin zu limitiert (Wurf, Playmaking, Shotblocking) variiert. Als junger Spieler mit erst zwei Jahren Profierfahrung birgt zumindest der Wurf sowie die mangelnde Variabilität seiner Abschlüsse in der Zone noch ein gewisses Verbesserungspotenzial. Mit diesem Wissen soll nun abschließend versucht werden, eine Vorhersage darüber zu treffen, wie er sich in sein neues Team in Ludwigsburg einfügen wird und was seine Verpflichtung für weitere Personalentscheidungen der Ludwigsburger bedeuten könnte.

Coach John Patrick bezeichnete Evans bei dessen Verpflichtung als „vielseitigen Spieler“, welcher „verschiedene Rollen ausfüllen“ kann. Blickt man auf die bevorzugten Lineups Patricks in der abgelaufenen Saison, so fällt auf, dass diese zumeist nur einen Big Man enthielten. Lediglich zu Saisonbeginn startete Ludwigsburg mit Cooley und Thiemann mit einer großen Startformation ins Spiel. Schnell entwickelte diese sich dahingehend, dass Thiemann als Starter entweder mit einer Drei Guard-Lineup oder aber zwei Combo-Forwards (zumeist Crawford und Martin, später auch Kennedy) kombiniert wurde und die Spielzeit zwischen ihm und Cooley so verteilt wurde, dass beide nur selten zeitgleich auf dem Feld standen. Diese kleinen und beweglichen Aufstellungen waren ausgezeichnet dazu geeignet, Patricks typische aggressive Verteidigung mit hohem Laufaufwand und regelmäßigem Anpressen umzusetzen. Infolgedessen stellte Ludwigsburg erneut eine der besten Abwehrreihen der BBL (DRtg: 106,9 – Platz 5) und konnte als Achter der Hauptrunde in die Playoffs einziehen, wo man sich Ulm erst nach fünf Spielen geschlagen geben musste.

Betrachtet man diese durchaus erfolgreiche Saison der Ludwigsburger, so ist anzunehmen, dass diese taktische Marschroute weiterhin verfolgt wird. Zwar reiht sich Evans als starker Rebounder und beweglicher Verteidiger mit Präferenz für das Zonenspiel gut ins Anforderungsprofil John Patricks ein. So gehörten sowohl Thiemann (19 TRB%) als auch Cooley (23,2 TRB%) zu den statistisch besten Reboundern der Liga und schlossen offensiv praktisch ausschließlich in der Zone ab (90,6% bzw. 85,9%). Gleichzeitig wären im Ludwigsburger System drei Big Men dieses Typs wohl einer zu viel. Lineups, welche stets zwei der drei Genannten beinhalten, würden die eh traditionell unterdurchschnittliche Offense der Riesen (ORtg 2016/17: 107,6 – Platz 11) wohl nur noch stärker hemmen. Versuche Evans als Stretch Big einzusetzen, wie es in Patricks System bereits früher mit Spielern wie Adam Waleskowsi der Fall war, erscheinen aufgrund Evans Schwächen beim Dreier wenig vielversprechend. Da Thiemann noch für die kommende Saison in Ludwigsburg unter Vertrag steht und als deutscher Spieler mit Blick auf die 6+6-Regelung wohl nicht abgegeben wird, scheint es mit der Verpflichtung von Evans wahrscheinlich, dass Jack Cooley kommende Saison nicht mehr für die Riesen auflaufen wird. Vielmehr muss der Fokus in Ludwigsburg nun darauf liegen, durch die Verpflichtung potenter Schützen das für die Offense dringend benötigte Spacing zu liefern. Nachdem man in der Saison 2016/17 beim Wurf von außen erneut auf den hinteren Rängen der Liga landete (Platz 14 bei den Versuchen und der Trefferquote), sollte dieser Aspekt des Spiels mit Blick auf Spieler wie Evans und Thiemann, die ohne genügend Raum in der Zone deutlich an Effektivität verlieren, erst recht hohe Priorität haben. Kann das Ludwigsburger Management hier ansetzen, so hätte Evans die Chance an seine starke Rückrunde anzuschließen und sich sowohl im Ludwigsburger System als auch als einer der besseren Big Men der Liga etablieren.

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