MHP Riesen Ludwigsburg, Telekom Baskets Bonn

Ein schlafender Riese und einschläfernde Riesen

Analyse zu den Siegen von Bonn und Ludwigsburg in Spiel Eins

Die ersten vier Spiele der diesjährigen BBL-Playoffs boten den Fans an diesem Wochenende schon so einiges. Ganze drei tiefer gesetzte Teams konnten das Auswärtsspiel gewinnen und damit den Heimvorteil auf ihre Seite ziehen. Lediglich dem FC Bayern Basketball gelang es, diesen gegen ALBA Berlin (deutlich) zu verteidigen. Im Folgenden wollen wir auf die zwei packenden Spiele vom Samstagnachmittag schauen, als die beiden Top-Seeds, ratiopharm Ulm und Brose Bamberg, sich ihren Gegnern aus Ludwigsburg respektive Bonn knapp geschlagen geben mussten.

Bamberg-Bonn, Spiel 1: 92:93

Die Vorzeichen vor dem Start dieser Serie waren eindeutig. Brose Bamberg, amtierender Meister und Euroleague-Teilnehmer, ist mehr als nur klarer Favorit gegen die unberechenbaren Telekom Baskets Bonn, die in der Saison zwar München und Bayreuth schlugen, aber auch zwei Mal gegen Braunschweig verloren. Genauso war klar, dass die Rheinländer wohl nur eine Chance haben, wenn sie ihr Heil in der Flucht nach vorne, sprich in der Offensive, suchen. Denn bereits bei den zwei starken Siegen über Top4-Teams konnte erkannt werden, wie schwer die Bonner Offensive zu stoppen ist, wenn sie in Fahrt kommt. Selbst die beste Defensive der Liga, nämlich die des FC Bayern, schluckte im Telekom Dome 95 Punkte und musste aus diesem Grund eine Niederlage hinnehmen.

Genau das bestätigte sich nun auch im ersten Playoff-Duell zwischen Bamberg und Bonn. Zwar stellen die Oberfranken ebenfalls eine sehr gute Verteidigung, allerdings war auch zu erkennen, dass diese bei weitem noch nicht im Playoff-Modus und damit sehr anfällig für eine gut funktionierende Bonner Offensive war.

Denn wie häufig sieht man es bei der normalerweise so gut eingestellten Bamberger Defensive, dass solche Backdoor-Cuts möglich sind und sofort zu einfachen Punkten führen? Fabien Causeur ist hier (zu) sehr auf das Pick&Roll der Bonner fokussiert und verliert seinen Gegenspieler, Yorman Polas Bartolo, komplett aus den Augen, der sich mit zwei Zählern bedankt.

www.telekombasketball.de

www.telekombasketball.de

Etwas ganz Ähnliches fiel auch bei der Verteidigung gegen Josh Mayo auf. Der flinke Aufbauspieler der Bonner verfehlte seine ersten drei Würfe, kam dann aber langsam in seinen Rhythmus und schenkt den Bambergern am Ende 25 Punkte ein. Ein Grund dafür war auch, dass es dem Tabellenzweiten nicht gelang, den so gefürchteten Wurf von Mayo zu stoppen. Immerhin sollte es sich normalerweise mittlerweile bis zu Jerel McNeal rumgesprochen haben, dass es eine schlechte Idee ist, gegen Mayo unter dem Block herzugehen. Der Point Guard bestraft das in diesem Fall sofort mit einem Treffer von „Downtown“.

www.telekombasketball.de

Auch beim wichtigsten Bonner Offensivspielzug, nämlich dem Pick&Roll mit Julian Gamble, offenbarte die Bamberger Defensive mehr Lücken, als man es hätte erwarten können. Ein um das andere Mal konnten sich die Telekom Baskets dadurch leichte Würfe in Korbnähe erspielen, die Gamble mit seiner Physis entsprechend verwertete. Die Mannschaft von Andrea Trincheri schickte nur wenig Hilfe in die Zone und so waren Leon Radosevic oder Daniel Theis im Eins-gegen-Eins direkt am Korb gegen Gamble häufig überfordert. Der US-Amerikaner brachte es so auf starke 16 Punkte und wurde von Coach Predrag Krunic dementsprechend auch 32 Minuten auf dem Parkett gelassen.

Ein Grund für die wenige Hilfe in der Zone war mit Sicherheit auch der Respekt der Bamberger vor den Bonner Schützen. Mit Ken Horton, Ojars Silins oder Ryan Thompson haben die Rheinländer genug Spieler, die abseits des Balls viel Gefahr ausstrahlen. Dies hinderte die Bamberger in der Verteidigung des Pick&Rolls häufiger daran, intensiv gegen Gamble auszuhelfen.

www.telekombasketball.de

Denn wenn das Aushelfen dann mal so aktiv passiert wie im nächsten Fall von Causeur, besitzen die Bonner die Firepower, um das eiskalt auszunutzen. Hier reicht ein Pass von Thompson auf Silins, um dem Letten einen offenen Dreipunktwurf zu ermöglichen. Causeur steht im Niemandsland und Janis Strelnieks versucht unter dem Korb den Pass auf Gamble zu verhindern.

www.telekombasketball.de


Insgesamt kann gesagt werden, dass die Matchups den Bonnern gestern auch entgegenkamen. Es war von Beginn an zu sehen, dass Yorman Polas Bartolo wohl Causeur stoppen sollte.  Ab der ersten Possession war der Deutsch-Kubaner an dem Linkshänder dran und versuchte Anspiele auf ihn zu stoppen. So gelang es Causeur fast überhaupt nicht über seine linke Hand zum Korb zu ziehen oder für Bamberg zu Kreieren.

Die Verteidigung von Bartolo gegen Causeur ging sogar so weit, dass es ein Mal für Verwirrungen in der Bonner Defense sorgte. Nachdem der Franzose abseits des Balls zum Korb cuttete, wurde er wie immer sofort von Bartolo verfolgt. Thompson, der unter dem Korb postiert war, wollte Causeur allerdings übernehmen, womit Bartolo nun Darius Miller hätte verteidigen müssen. Doch Bartolo war so auf Causeur fokussiert, dass dieser Switch misslang und Miller einen komplett offenen Dreier erhielt.

www.telekombasketball.de

Dass Bartolo Causeur verteidigt, bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Die Bonner können so Josh Mayo bei Janis Strelnieks parken. Der Lette ist eher ein Schütze, der aus dem Fluss der Offensive agiert und weniger Eins-gegen-Eins zum Korb zieht. Dies kann Mayo trotz seiner Statur einigermaßen verteidigen und seine defensiven Schwächen somit etwas verstecken. Für Strelnieks bedeutet das für Spiel Zwei, dass er offensiv noch deutlich aktiver werden und vermehrt den Zug zum Korb suchen sollte. Insbesondere wenn Mayo wieder über die vollen 40 Minuten auf dem Parkett stehen sollte, muss der deutsche Meister versuchen ihn häufig zu attackieren.

Bereits am Samstag war zu erkennen, dass Mayo im Eins-gegen-Eins Nachteile hat und Strelnieks auf dem Weg zum Korb nur schwer stoppen kann.

www.telekombasketball.de

Auf der anderen Seite ergab sich allerdings ebenfalls ein Matchup-Vorteil. So hatte Fabien Causeur ganz deutlich einige Probleme mit den offensiven Qualitäten von Ryan Thompson. Der US-Amerikaner konnte sich immer wieder mit seinem starken Drive durchsetzen und zu Punkten kommen. Genauso wurde Thompson auch viel im Pick&Roll eingesetzt und hatte nach dem Block eines Big Man genug Platz, um seine Fähigkeiten auszuspielen.

www.telekombasketball.de

Es wird interessant zu sehen sein, ob Brose Bamberg da in Spiel Zwei eine Veränderung vornimmt oder ob es schon ausreicht, wenn die Defensive ihr normales Niveau erreicht. 


Die Telekom Baskets sind zwar das schwächste Defensivteam der Playoffs und haben auch wieder 92 Punkte kassiert, allerdings war auffällig, dass die Bonner defensiv sehr aktiv sein wollten. Insbesondere in der Verteidigung des Blocken und Abrollens halfen die Rheinländer gleich mit mehreren Spielern aus und wollten einfache Punkte im bemalten Bereich verhindern. Natürlich gelang das nicht über die vollen 40 Minuten, allerdings wäre das gegen eine der besten Offenses Europas auch nicht zu erwarten gewesen.

Trotzdem bleibt aus Spiel Eins positiv in Erinnerung, dass abseits von Bartolo auch die restlichen Spieler defensiv aktiv waren und sich gegenseitig halfen. 

Bei diesem Pick&Roll von Janis Strelnieks und Leon Kratzer stürmen gleich zwei Bonner auf den abrollenden Bamberger Big, um diesen daran zu hindern den Pass zu empfangen. Dies gelingt hier auch und sie können den Fastbreak einleiten.

www.telekombasketball.de

Auch in der folgende Szene wird nochmal deutlich, wie tief die Bonner teilweise in die Zone sanken, um keine Drives zum Korb oder Anspiele auf den abrollenden Spieler zu erlauben. Eine große Rolle in dieser Defensivstrategie spielte natürlich auch wieder Yorman Polas Bartolo.

www.telekombasketball.de

Allerdings sollte natürlich klar sein, dass sie so auch immer die guten Schützen des Gastgebers freilassen und offene Dreier riskieren, wenn sie nicht schnell genug rotieren. Hier ist die Frage, ob sie Bamberg weiter lieber diese Dreipunktwürfe geben und stattdessen eher die Zone verdichten.

www.telekombasketball.de


Es lässt sich also festhalten, dass die Bonner in diesem ersten Spiel offensiv viel richtig machten und die Matchups sehr gut zu ihren Gunsten ausgenutzt haben. Nur so konnten sie dem zweitbesten Defensivteam der Liga, das natürlich auch noch nicht in Normalform verteidigt hat, 93 Punkte einschenken. Etwa genau so viele wird es auch am Mittwoch wieder brauchen, um dem amtierenden Meister nochmals gefährlich zu werden. Denn es sollte auch klar sein, dass wenn Bamberg defensiv wieder auf Top-Niveau agiert und sich die Partie eher zu einem Low-Scoring-Game entwickelt, die Chancen für die Telekom Baskets schwinden werden. Dazu muss Bamberg aber vor allem Josh Mayo und das Blocken und Abrollen rund um Julian Gamble in den Griff bekommen. 

Ulm-Ludwigsburg, Spiel 1: 93:96 n.V.

Auch die zweite Partie am Samstagnachmittag sollte ein High-Scoring-Game und ähnlich spannend werden. ratiopharm Ulm und die MHP Riesen Ludwigsburg lieferten sich ein teilweise wildes Spiel, welches sich nach hohen Führungen für beide Seiten in die Overtime bewegte, wo dann letztendlich der überragende Rocky Trice den Gamewinner-Dreier 0,6 Sekunden vor Schluss traf. Es war der siebte Dreier für Trice im achten Versuch an diesem Tag.

Nicht nur deswegen war der Dreipunktwurf das große Thema in diesem Spiel. Denn die Ludwigsburger netzten in den 45 Minuten insgesamt 14 ihrer 27 geworfenen Dreier (52%) ein. Damit lagen sie fast 20 Prozentpunkte über ihrem Saisonschnitt in diesem Gebiet. Neben Trice waren es Cliff Hammonds und Chad Toppert, die einige wirklich toughe Dreier trafen und die Riesen so im Spiel hielten beziehungsweise in Führung brachten. 

So muss hier die Frage gestellt werden, ob die Ludwigsburger dieses Niveau halten können. Immerhin haben sie mit 14 getroffenen Dreiern trotzdem “nur” einen Overtime-Sieg feiern können. Die Herausforderung für die Männer von John Patrick wird es nun sein bei sinkender Quote von Außen trotzdem offensiv ähnlich präsent zu agieren. Denn es ist eher davon auszugehen, dass sich die Trefferquote wieder an die 34,1% aus der regulären Saison annähert. Besonders wenn man bedenkt, welche Art von Dreier Hammonds & Co. am Samstag alle trafen.

www.telekombasketball.de

www.telekombasketball.de

www.telekombasketball.de

Doch den Sieg der Ludwigsburger nur auf die Dreipunktwürfe zu reduzieren, würde der Leistung des Tabellenachten nicht gerecht werden. Denn den Riesen gelang es, vor allem in der zweiten Halbzeit, ihr wichtigstes Ziel zu erreichen: die Pace zu reduzieren. Vor allem in eigener Halle ist es die große Stärke von Ulm, schnell ins Laufen zu kommen und durch frühe Würfe (von Außen) heiß zu laufen. In der ersten Hälfte gegen Ludwigsburg gelang dies auch teilweise, sodass sich die Spatzen einen Vorsprung erspielen konnten. Ende des zweiten Viertels und nach der Pause konnten die MHP Riesen dann aber das Spiel verlangsamen.

Dies lag vor allem auch daran, dass sie selbst offensiv treffsicherer wurden. Schließlich gibt es kaum ein besseres Mittel gegen schnell spielende Teams als einfach selbst regelmäßig zu punkten. So muss der Gegner den Ball immer einwerfen und man kann sich in der Zeit defensiv positionieren. Forciert man zu viele Würfe, vor allem von Außen, nimmt Ulm sofort mit dem Rebound Tempo auf und innerhalb weniger Sekunden ist der Ball bereits im eigenen Korb.

Als weiteres Mittel setzten die Ludwigsburger auch immer wieder Fouls ein, ohne allerdings unfair zu werden. So konnten lediglich schnelle und einfache Zähler für den Spitzenreiter verhindert werden. Außerdem war den Barockstädtern anzumerken, dass sie gerne die 24-Sekunden-Uhr ausspielten und erst spät in der Shotclock ihre Würfe suchten. 

Dazu wollten sie dann auch die Ulmer immer mehr zwingen und nutzten dafür ihre “Hard Hedge”-Defense gegen das Pick&Roll. Insbesondere Johannes Thiemann trat in der Verteidigung des Blocken und Abrollens immer sehr weit heraus, was den Ulmer Ballhandler häufig bis an die Mittellinie heraus zwang. Dadurch verlangsamte sich die Ballbewegung der Gastgeber und sie brauchten einige Zeit, um sich gute Würfe zu erspielen.

www.telekombasketball.de

www.telekombasketball.de

www.telekombasketball.de


Des Weiteren waren auch die Lineups, die in diesem Spiel aufeinandertrafen, interessant zu beobachten. So starteten beide Teams genauso wie am letzten Wochenende, was bedeutet, dass die ohnehin schon kleinen Ulmer auf ein noch kleineres Ludwigsburg trafen. Denn die Riesen spielen mit Drew Crawford und D.J. Kennedy, die beide nicht mal die zwei Meter erreichen, auf den beiden Forward-Positionen. Unter den Körben bedeutet das, dass Ludwigsburg sogar noch ein Stück beweglicher ist als die ohnehin schon mobilen Ulmer.

Um dem gerecht zu werden tauschten Raymar Morgan und Augustine Rubit in der Verteidigung ihre Rollen. So übernahm der diesjährige MVP immer den nominellen Power Forward der Ludwigsburger. Rubit hingegen kämpfte unter den Körben gegen die Center des Tabellenachten. Dieser Tausch würde zum einen aus der Sicht Sinn machen, dass Morgan einfach noch etwas schneller auf den Beinen ist als Rubit und somit die flinken Forwards der Riesen besser verteidigen kann. 

Außerdem wird ihm so defensiv etwas die Last von den Schultern genommen, in dem er nicht ständig gegen Cooley oder Thiemann verteidigen muss. Damit sollte der US-Amerikaner mehr Energie für die Offensive haben, wo er eine größere Rolle einnimmt als Rubit.

Als Morgan dann im ersten Viertel das Feld erstmals verließ, wurde Karsten Tadda für ihn eingewechselt und die Ulmer gingen in ihre, mittlerweile schon klassische, 4-Guard-Lineup über. Damit spielte Chris Babb nun auf der Vier und Rubit auf der Fünf. So war man defensiv nun fast noch besser aufgestellt, da Ludwigsburg ebenfalls so klein spielte und Babb keine Probleme hatte mit Crawford oder Kennedy mitzuhalten.

Am offensiven Ende des Feldes kann Ulm durch diese Umstellung noch kreativer werden. So können beispielsweise Per Günther und Chris Babb ein Pick&Pop laufen, welches wohl höchstens mit einem schnellen Switch zu verteidigen ist. Doch da in diesem Moment bei Ludwigsburg der etwas unbeweglicherere Martin Breunig auf dem Parkett stand, ging dieser Switch direkt schief und Babb hatte Platz zum Kreieren.

www.telekombasketball.de

Des Weiteren konnte Breunig auch nicht die so gefürchteten weiten Dreier von Babb verhindern. Wenn der Ludwigsburger Big bereits etwas absank, fehlte ihm die Schnelligkeit, um noch rechtzeitig bei Babb zu sein und dessen Wurf zu verhindern.

www.telekombasketball.de

So war es kein Wunder, dass Breunig am Ende nicht mal fünf Minuten auf dem Parkett stand. Stattdessen bekam Scharfschütze Chad Toppert 24 Minuten, in denen er die Rolle von Babb praktisch kopierte. Auch er brachte viel Beweglichkeit und vor allem Firepower mit, wodurch er mindestens genauso gut für das Pick&Pop zu gebrauchen war.

www.telekombasketball.de

Mit diesen Small Ball-Lineups auf beiden Seiten verschwammen praktisch jegliche Positionen und jeder Akteur hatte in fast jeder Possession einen neuen Gegenspieler. Insbesondere die Ludwigsburger, die sonst eher für ihre Inside-Power bekannt waren, machten das Spielfeld mit den kleinen Lineups extrem breit, forcierten viele Switches und kamen so immer wieder zu guten Würfen.

www.telekombasketball.de

Für brettnahe Center wie Jonas Wohlfarth-Bottermann war in diesem Spiel nicht wirklich Platz.

www.telekombasketball.de


Wenn die MHP Riesen Ludwigsburg auch weiterhin eine solch gute Mischung zwischen Inside- und Outside-Game finden, sind sie selbst für ratiopharm Ulm nur schwer zu schlagen. WENN. Immerhin hat es einen Grund, warum die Barockstädter die zweitschlechteste Dreierquote der Liga haben. Es würde doch sehr überraschen, wenn sie es wirklich schaffen sollten so weiter zu treffen. 

Außerdem wird es eine Rolle spielen, wie Ludwigsburg die Fouls in den kommenden Spielen verteilen kann und welche Lineups sich dann daraus ergeben. Raymar Morgan und Augustine Rubit in der Zone zu stoppen bleibt eine schwierige Aufgabe für die Riesen, die sie nur mit sehr viel Aufwand und Menpower meistern können. Um das wirklich erfolgreich zu tun, müssen sie gleichzeitig hoffen, dass Ulm von Außen weiterhin nicht hochprozentig trifft und so in einen Lauf kommt.

Es war der erste Schritt für Ludwigsburg in einer intensiven Viertelfinalserie. Trotzdem muss man sich vor Augen führen, dass der wahrscheinlich beste Shooting-Tag der Riesen sie am Ende “nur” zu einem knappen Sieg in der Verlänergung geführt hat. Um die ganze Serie wirklich für sich entscheiden zu können, braucht Ludwigsburg noch mehr. Was das ist, wissen wir vielleicht am Mittwoch. 

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

1 comment

  1. B.A.R.

    Super Analyse! Ich denke nur, dass man die letzte These “Lubu hat mit überragendem shooting nur nach OT gewonnen” einfach mal umdrehen könnte. Lubu hat im Pokal und in der Rückrunde Ulm schon zweimal geschlagen, mit 3er-Quoten von 25% und 36%. Außerdem war hat man in Ulm gewonnen, die auch viel stärker aufgespielt haben, als in den verlorenen Spielen, allerdings hat es für Ulm wieder nicht gereicht…
    und wie man in den letzte Jahren schon sehen konnte ist es in Lubu in den Playoffs noch härter für den Gegner als sonst (siehe zB letztes Jahr vs Bayern)
    Lubu hat im Gegensatz zu Ulm auch gar nichts zu verlieren… weniger Druck. Die Köpfe könnten daher vor allem in Spiel 2 bei Lubu freier seien und zudem spielen sie mit dem 1:0 im Rücken zu Hause.

    Bin gespannt, wie es weiter geht, wird noch eine spannende Serie und ich glaube jedes einzelne Spiel (wie viele auch immer) werden sehr knapp und hart umkämpft sein.


Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben