Previews 17/18, Sacramento Kings, Wired

Sacramento Kings | NBA Previews 2017-18

Go-to-Guys Wired #215

In der 215. Ausgabe geht es weiter mit den NBA-Previews. Heute bespricht Host Jonathan Walker mit Redakteur Philipp Rück das andere Team aus Nordkalifornien. In der ersten Offseason post-Cousins haben die Kings zum einen drei verdiente Veteranen mit Geld zugeschüttet, zum anderen sehr viele junge Spieler im Kader versammelt. Wie passt das zusammen? Was ist von Hill, Randolph und Carter zu erwarten – und was soll das Sacramento bringen? Was kann der junge Kern um Hield, Fox, Labissiere und Papa G? Was ist Bogdanovics Rolle in seiner Rookiesaison? Wohin geht es mit den Kings? Das und vieles mehr erfahrt ihr im Pod.

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22 comments

  1. Avatar

    STAT

    Spitze das hat heute Morgen bei mir perfekt gepasst. :tup:

    Die Kings sind mir nach wie vor ein Rätsel. Es gab in den letzten Jahren zwei Franchises die ich mit den Kings verglichen hatte. Lakers und Suns.

    Bei allen drei ging es teilweise drunter und drüber. Fragwürdige Entscheidungen gab es in der Pacific Division mehr als genug. Den Lakers war Kobe’s Abschiedstour wichtiger als die Evaluierung der eigenen Talente. Die Suns und Kings hechelten den Playoffs hinterher. So weit so gut. Mir geht es jetzt nicht um richtig oder falsch. Stand heute gehen die Lakers mit Ball und Ingram aggressiv in den Win-Now-Modus. Alle Augen sind auf die Free Agency 2018 gerichtet. Das ist eine Richtung. Es ist wenigstens ein Plan.

    Die Suns gehen jetzt voll in Rebuild und vertrauen auf die jungen Spieler. Außerdem kann man jene Spieler endlich evaluieren und weitere strategische Schritte einleiten. Das ist eine Richtung. Es ist wenigstens ein Plan.

    Was machen die Kings? Sie holen Hill, Carter und Randolph. Ich bin ein klarer Befürworter Veteranen im Team zu haben, aber doch nicht so.

    Der Großteil (alle?) der NBA-Experten behauptet die Kings hätten kein Starpotential im Kader. Ich würde da tendenziell mitgehen, aber ich finde eine Sache ist noch viel schlimmer. Man weiß gar nicht welches Potential man im Kader hat. Die Trainingshalle genügt einfach nicht.

    Koufus, Carter, Randolph, Temple und Hill sind mir 2-3 Veteranen zu viel. Wenn man einen Ronnie Price für’s Minimum hinten dran hängt interessieren mich auch 5 Veteranen nicht. Aber die 12 Mio für Randolph bedeuten das er spielt und spielen möchte. Es gab nie eine bessere Möglichkeit den Kader zu evaluieren und den Talenten Spielzeit zu geben als jetzt.

    Welches Team benötigt dingender einen Neustart und Talent als die Kings? Mir fallen nicht viele ein. Stattdessen macht man in der Art und Weise genau gleich weiter nur diesmal ohne Cousins. Unter der Annahme das ich dachte bei den Kings hätte es auch endlich „Klick“ gemacht ist die Offseason für mich nahezu schon wieder total unbefriedigend.

    Harry Giles finde ich wegen seines Upsides grundsätzlich interessant, aber nicht um Malik Monk zu verschlafen und deshalb das hohe Risiko mit den Verletzungen von Giles einzugehen. Wenn man sich an #5 für Fox entscheidet geht das so weit klar. Ntilikina hätte ich für die Kings auch sehr gut gefunden.

    Fox + Monk würde ich Stand heute als besser und weniger risikoreich als Fox + Jackson + Giles einschätzen.

    Eine Lineup aus Fox, Monk, Bogdanovic, Labissière und WCS hätte mir am besten gefallen. Dann könnte man Hield als 6th Man von der Bank bringen und die Backup Minuten bekommen die restlichen Talente und die 2-3 Veteranen.

    Der Top3 Pick der dringend notwendig ist, ist dazu deutlich realistischer. Man fährt eine klare Linie und muss sich die Kritik von Tanking gar nicht anhören. Wenn man dann zum ASB Randolph und Co. nach Hause schickt trägt das zur Imageverbesserung der Kings auch nicht bei und ausgerechnet das dürfte neben der Mentorenrolle der einzige Grund sein warum die Veteranen überhaupt geholt wurden. Ich verstehe die Moves nicht.

    Ganz ehrlich: 5,0 maximal.

  2. kdurant35

    Ich hab den Pod noch nicht gehört und kann daher nur auf Verdacht loben (erfahrungsgemäß wird es darauf hinaus laufen :-) ).

    Wie schon mal vor ein paar Wochen woanders geschrieben bin ich nicht so negativ wie du Stat.

    Im Vakuum geb ich dir ja recht. Aber wenn bei einem Team von 2008 bis 2014 (ab 15 noch zu früh für eine Bewertung) trotz vieler hoher Picks nur Cousins länger als sein Rookievertrag übersteht, hat man mmn ein strukturelles Problem. Mich dann einfach nur auf einen weiteren hohen Pick zu verlassen ist mir zu dürftig.
    Da wurde bei der Talentauswahl und der Entwicklung massive Fehler gemacht. Das abzustellen muss oberste Priorität haben. Über die genauen Gründe hierfür können wir nur spekulieren. Aber der Lockerroom und die fehlende Harmonie bzw das Vertrauen in die Jungen wurde von Experten wie Lowe und Lock sehr oft als äußerst problematisch angesehen.

    Deshalb kann ich verstehen, dass die Franchise solch einen eher unkonventionellen Weg geht. Da der Coach seine Ex-Grizzlis gut kennt und ich George grundsätzlich immer als gute Option in einem solchen Fall halten würde, find ich den Schritt grundsätzlich richtig. Auch wenn ich einen billigeren a la T.Allen oder David West Z-Bo vorzogen hätte.

    Trotzdem bin ich auch kritisch, da es die Kings sind. Die Erfahrung zeigt dort, dass die Führung eher ungeduldig ist. Denn Grundvoraussetzung für eine gute Offseason ist, dass die Vets mit Bedacht eingesetzt werden. Wenns bei den Jungen aus dem Ruder läuft können die das etwas stabilisieren. Gerade ein Hill find ich hierbei wichtig. Denn junge Bigs sind für ihre Entwicklung auf clevere PGs besonders angewiesen. Ob Fox das als Rookie über die ganze Saison leisten kann? Wenn man Hill (und auch die anderen Vets) aufgrund der Verletzungshistorie einige Spiele raus nimmt und Fox eine gute Mischung aus “Fehler machen ” und Hilfestellung bietet, könnte die Offseason als gut bewertet werden.

    Beim richtigen Fingerspitzengefühl hab ich allerdings auch meine größten Bedenken. Denn bei den Kings kann man sich auch vorstellen, dass zu viele Vets Lineups gespielt werden. Das wäre aus meiner Sicht fatal. Denn der Schwerpunkt muss auf entwicken, nicht gewinnen, liegen. Dafür muss mmn die Balance zwischen Spielzeit mit und ohne Vets stimmen.

    Gant gut gefällt mir auch die Vertragsgestaltung von Hill und Carter. Gerade wenn Fox sich im Saisonverlauf besser zurecht findet, kann er in der kommenden Offseason oder zur Deadline 19 ein wertvolles Tradeassett sein. Denn er hat quasi einen 19 auslaufenden Vertrag und bringt ambitionierten Teams noch Impact. Ohne eigenen Pick lässt sich da vielleicht ein fremder in 2019 abstauben.

    Meine Gesamtbilanz fällt daher eher durchschnittlich aus. Richtig eingesetzt kann die Taktik recht erfolgreich sein. Aber grundsätzlich muss mir dieser Besitzer und GM erstmal beweisen, dass man das in die Praxis umsetzt.

  3. Avatar

    STAT

    @ kdurant35

    Auf einen hohen Pick würde ich mich nicht verlassen. Aber hohe Picks haben zur Zeit enormen Tradewert. Damit könnte man arbeiten wenn man einen schnellen Rebuild möchte. Vielleicht kommt jemand auf den Markt der zu Bogdanovic und Co. ganz gut passt. Ohne richtig gute Assets wird dies halt schwer.

    Hmmm ich habe vor einem Jahr exakt das Gleiche wie du geschrieben nachdem die Suns Dudley und Barbosa verpflichteten. Das Problem war die Suns haben das mit dem Fingerspitzengefühl nicht hinbekommen. Mit Chandler und Tucker waren es zu viele Veteranen. Dann hat man es bis zum ASB versucht und es hat nicht sonderlich gut geklappt. Es war kein sportlicher Erfolg da und einige Spieler aus dem Nachwuchs durften zu spät ran. Man hat dann getankt weil es nötig wurde und schau wie Liga/Fans auf sie drauf gehauen haben. Das könnte man umgehen wenn man auf Randolph von Anfang an verzichtet.

    Ich glaube auch das es möglich sein kann diese von dir angesprochene Mischung zu finden, aber das dürfte sehr schwer sein, speziell in Sacramento. Ich hätte aus dem Trio vermutlich auch Hill geholt. Du hast das toll argumentiert. Aber dann schließe ich die Offseason ab.

    Wie viel % Wahrscheinlichkeit gibst du den Kings das sie die richtige Mischung aus Spielerentwicklung, Kultur aufbauen und Assets ansammeln mit ihrem Weg hinbekommen? Mehr als 50%?

  4. kdurant35

    @ kdurant35

    Auf einen hohen Pick würde ich mich nicht verlassen. Aber hohe Picks haben zur Zeit enormen Tradewert. Damit könnte man arbeiten wenn man einen schnellen Rebuild möchte. Vielleicht kommt jemand auf den Markt der zu Bogdanovic und Co. ganz gut passt. Ohne richtig gute Assets wird dies halt schwer.

    Hmmm ich habe vor einem Jahr exakt das Gleiche wie du geschrieben nachdem die Suns Dudley und Barbosa verpflichteten. Das Problem war die Suns haben das mit dem Fingerspitzengefühl nicht hinbekommen. Mit Chandler und Tucker waren es zu viele Veteranen. Dann hat man es bis zum ASB versucht und es hat nicht sonderlich gut geklappt. Es war kein sportlicher Erfolg da und einige Spieler aus dem Nachwuchs durften zu spät ran. Man hat dann getankt weil es nötig wurde und schau wie Liga/Fans auf sie drauf gehauen haben. Das könnte man umgehen wenn man auf Randolph von Anfang an verzichtet.

    Ich glaube auch das es möglich sein kann diese von dir angesprochene Mischung zu finden, aber das dürfte sehr schwer sein, speziell in Sacramento. Ich hätte aus dem Trio vermutlich auch Hill geholt. Du hast das toll argumentiert. Aber dann schließe ich die Offseason ab.

    Wie viel % Wahrscheinlichkeit gibst du den Kings das sie die richtige Mischung aus Spielerentwicklung, Kultur aufbauen und Assets ansammeln mit ihrem Weg hinbekommen? Mehr als 50%?

    Gegenfrage. Wie groß ist dieWahrscheinlichkeit einer diskunktionalen Franchise auf egal welchem Weg was aufzubauen :twisted:
    Grundsätzlich müssen mir die Kings in allen Bereichen ersteinmal beweisen, dass sie sich ändern können. Derzeit habe ich deshalb wenig vertrauen in das Team an sich.
    Der einzige von dem ich etwas halte ist der Coach. Nicht ganz unwichtig finde ich, dass er einen ähnliche Entwicklung in Memphis miterlebt hat. Er war soweit ich mich erinnere noch zu P.Gasol Zeiten als Assistant Coach in Memphis. Die waren sicher nicht so eine Baustelle wie die Kings. Es gab aber ähnliche Probleme. Trotz eines Topspielers kein/kaum Erfolg, Rookies sind nicht wirklich eingeschlagen etc. Gemeinsam mit Z-Bo (der ja vor Memphis auch viel Sch…. miterlebt/mitgestaltet hat) hat er den Umbruch hautnah miterlebt. Eins zu eins ist das sicher nicht zu kopieren. Aber in Erfahrung ist er seinem GM da um einiges vorraus. Auch wenn ich wie du das Z-Bo signing ebenfalls fragwürdig finde, ist die Anhäufung von “seinen” Ex-Spielern wohl ein Zeichen, dass er zumindest gefragt wird.
    Carter seh ich dagegen absolut nicht kritisch. Abseits des Feldes ein Musterprofi. Und auf dem Feld bringt er zumindest Spacing. Das ist für mich bei den ganzen Bigs und einem Fox für deren Entwicklung nicht unwichtig. Dazu halte ich spätestens seit dem neuen CBA einen Einjahresvertrag für wertvoller als Capspace.

  5. Avatar

    STAT

    Gegenfrage. Wie groß ist dieWahrscheinlichkeit einer diskunktionalen Franchise auf egal welchem Weg was aufzubauen :twisted:
    Grundsätzlich müssen mir die Kings in allen Bereichen ersteinmal beweisen, dass sie sich ändern können. Derzeit habe ich deshalb wenig vertrauen in das Team an sich.

    Puh 85%? :lol:

    Der einzige von dem ich etwas halte ist der Coach. Nicht ganz unwichtig finde ich, dass er einen ähnliche Entwicklung in Memphis miterlebt hat. Er war soweit ich mich erinnere noch zu P.Gasol Zeiten als Assistant Coach in Memphis. Die waren sicher nicht so eine Baustelle wie die Kings. Es gab aber ähnliche Probleme. Trotz eines Topspielers kein/kaum Erfolg, Rookies sind nicht wirklich eingeschlagen etc. Gemeinsam mit Z-Bo (der ja vor Memphis auch viel Sch…. miterlebt/mitgestaltet hat) hat er den Umbruch hautnah miterlebt. Eins zu eins ist das sicher nicht zu kopieren. Aber in Erfahrung ist er seinem GM da um einiges vorraus. Auch wenn ich wie du das Z-Bo signing ebenfalls fragwürdig finde, ist die Anhäufung von “seinen” Ex-Spielern wohl ein Zeichen, dass er zumindest gefragt wird.

    Sollten sich Owner/Frontoffice und Coach absprechen und tatsächlich in einem Boot sitzen, ist das grundsätzlich gut. Wenn allerdings der Owner keine Ahnung hat und der Coach gewinnen möchte kann auch ein Signing wie das von Z-Bo dabei raus kommen? Gewinnen ist ja auch grundsätzlich gut, aber wie wir wissen wäre Spielerentwicklung in der aktuellen Situation vermutlich sinnvoller. Es ist jetzt Spekulation, aber es könnte in so einem Fall auch mehr Fluch als Segen sein wenn der Coach “zu viel” Einfluss hat. Ich halte von Joerger grundsätzlich auch viel. Aber mir ist das etwas zu verdächtig mit Z-Bo.

    Carter seh ich dagegen absolut nicht kritisch. Abseits des Feldes ein Musterprofi. Und auf dem Feld bringt er zumindest Spacing. Das ist für mich bei den ganzen Bigs und einem Fox für deren Entwicklung nicht unwichtig. Dazu halte ich spätestens seit dem neuen CBA einen Einjahresvertrag für wertvoller als Capspace.

    Damit hast du mich jetzt rumgekriegt. Ich finde Spacing für die Rookies auch sehr wichtig. Gut dann ist mir in der Summe nicht Carter im Weg, sondern Temple.

    Hill und Carter wären meine zwei Veteranen. Der Rest ist imo überflüssig. Für Z-Bo hätte ich lieber ein schlechten Vertrag mit Assets aufgenommen um damit vielleicht die Lücke 2019 etwas schließen zu können. (oder eben per Trade wieder rauszuhauen)
    Vielleicht für einen Gamechanger wie Brandon Knight? :mrgreen:

  6. kdurant35

    STAT

    Mit Z-Bo tue ich mich ja auch am schwersten. Hätte man mit dem Gehalt plus dem restlichen Capspace Carroll plus die beiden Picks aufgenommen, hätte mir dies auch besser gefallen.
    Zwei Dinge find ich derzeit schwer zu bewerten: Vet ist für mich nicht gleich Vet. Einige stechen da mMn heraus. Pierce in Washington oder KG nach dem Wechsel zurück zu den Wolves stechen da in den letzten Jahren z.B. herraus. Die Entwicklung im PP Jahr in Washington war mMn enorm. Und obwohl KG nur wenig aufs Feld konnte war Towns in den Wochen mit KG mMn ein deutlich besserer Verteidiger als zuletzt.
    Ich frag mich halt was Z-Bo da ist und kann es nicht einschätzen. Joerger weiß dies sicher deutlich besser und kann ihn gut einschätzen. Das ist aus meiner Sicht einer der wenigen Punkte, die pro Z-Bo sprechen.
    Zweite Frage ist, was man mit Z-Bo im kommenden Jahr macht. Teams werden in den kommenden Jahren noch mehr mit Luxussteuerproblemen zu kämpfen haben, als bisher. Vielleicht ist dieser auslaufende Vertrag im kommenden Sommer auch nicht wertlos (oder zumindest wertvoller als Knight plus Kleinkram ;) ). Könnte mir z.B. vorstellen, dass ein Team wie Washington ihn im Gegenzug für Mahimi und den Pick 2019 aufnehmen könnte. Denn wenn Z-BOs Vertrag 19 ausläuft, startet das Supermax von Wall. Dann wirds bitter. Bei einem solch kurzen Zweijahresvertrag ist so etwas durchaus möglich und würde den Deal verbessern.

    Ich weiß, hier unsterstelle ich den Kings viel weitsicht. Das ist gefährlich :mrgreen: . Aber man hat auch die ganzen Verträge diesmal Frontloeded gestaltet. Das hätte ich den Kings auch nicht zugetraut :tup:

  7. Eisenheart

    so, als Kings Fan muss ich mich hier auch mal einmischen. ich finde den Pod viel zu negativ. was mir ein bisschen sauer aufstößt ist die immer häufiger verbreitete Meinung, man müsse jetzt unbedingt wie Philly tanken, damit eine Franchise ein gutes Team aufbauen kann. die Kings haben innerhalb eines Jahres aus einem untalentierten und überalterten Team ein junges Team zusammengestellt, das Perspektive hat und in 1-2 Jahren auch einen flexiblen Cap haben wird, sollte man sich jetzt keine dämlichen Verträge ans Bein binden. das Problem der Kings ist seit Jahren ein unprofessionelles Umfeld mit schlechter Teamchemie und Planlosigkeit im Management. man ist seit kp 15 Jahren oder so ohne PO Einzug. im letzten Jahr ist man all dies angegangen, hat den Kader umgekrempelt, neuen Coaching Staff und eine neue Strategie im FO. klar weiß man, dass man mit dem Team jetzt nicht in die Playoffs kommt, aber man möchte die Talente eben nicht weiter planlos in dieser Umgebung alleine lassen, sondern ihnen erfahrene Veteranen an die Hand geben, die das Klima der Franchise positiv verändern. zudem möchte Joerger eben nicht, dass die Rookies sofort ihren Spot for free haben, sondern um diesen kämpfen müssen. anders als ein Chriss bei den Suns, der da auf dem Feld jetzt schon immer den Gockel markiert, weil er denkt, er wäre schon sonst wer. ich sehe bisher nicht, dass sich die andere Strategie bei Philly oder den Suns bisher sonderlich ausgezahlt hätte. man muss das mal abwarten. und die Kings haben eine neue Halle, eine Aufbruchstimmung. man will jetzt einfach nicht noch 3 Jahre abgeschlachtet werden und all die positiven Entwicklungen wieder zerstören. und die Lottery hat ja gezeigt, dass Hardcore Tanking sich nicht immer positiv auszahlt bei den Kugeln. ich bin zufrieden mit den Veteranen mit guten Verträgen. es wird ja teilwis so getan, als hätte man All In Moves ala Pelicans gemacht. die Entwicklung der Talente muss man auch mal abwarten. finde das viel zu früh, die jetzt schon zu bewerten und da aufs Alter zu gucken und zu sagen, das war es mit deren Entwicklung. klar, wahrscheinlich hat man keinen Superstar im Kader und ich bin jetzt auch nicht der riesen Buddy Fan und hätte mir auch jemand anderen als J. Jackson gewünscht. aber Monk ergibt halt keinen Sinn, da man mit Hield, Malachi und Bogdan eben schon 3 Talente auf der Position. Mitchell hätte mir gefallen, aber halt auch ein Guard und im Endeffekt muss man die Entwicklung der Spieler erst mal abwarten, bevor man den Trade kritisiert. vllt. ist Giles halt auch the next big thing. und Joerger weß schon, worum es geht. die Spieler, die Talent zeigen und hart arbeiten, werden auch ihre Chancen bekommen und genug Spielzeit. sie müssen sich halt aufdrängen und durchsetzen, genau der richtige Weg und mit WCS, Skal, Fox, Bogdan, Buddy und den anderen hat man mMn schon auch genügend Potenzial, um in 2-3 Jahren ein gutes Team zu sein. kein Championship Team, aber ein gutes, was für die Kings schon sehr viel wert wäre

  8. kdurant35

    Nachdem ich den Pod nun auch gehört habe :tup:

    Gebe meinem Vorschreiber sicher recht. Grundstimmung war eher negativ. Die Bewertung jedoch erstaunlicher weiße mit 3 und 3- neutral. Hatte also eher das Gefühl, dass meine eigenen Befürchtungen geteilt werden und ihr an der Umsetzung was das Minutenmanagment angeht zweifelt. Daher auch der pessimistische Ton.

    Wie schon zuvor geschrieben, stehen die Kings da mmn erst einmal in der Bringschuld. Die Moves der vergangenen Jahre waren teils dermaßen desaströs, dass hier eine Skepsis durchaus angebracht ist.

    PS: Als einer der pro Vets ist zur Frage von Philipp. Ich find sie auch abseits des Lockerrooms und als Mentor wichtig. Wenns die richtigen Sinn.
    Spiele ich im Training gegen und im Spiel mit solchen Spielern kann man mmn so viel lernen. Da macht dich als junger athletischer Spieler so ein “alter Knacker” immer wieder dank cleverness nass. So etwas mitzuerleben ist doch eindrucksvoller, als wenn der Trainer davon spricht.
    Im Spiel ist die Erfahrung mmn wichtig. Solche Spieler können die Defense z.B. auf dem Feld viel besser lenken als nur der Coach an der Seitenlinie (zitiere hier auch Jonathan aus dem Wolves Pod über die Hilfloskeit eines laut schreienden Thibs). Auch clevere Screens und gutes Timeing bei Laufwegen macht es Mitspielern viel einfacher. Für mich ist Horford und Smart da ein perfektes Beispiel. Smart hatte zu Saisonbeginn riesige Probleme im P&R als Ballhandler in der zweiten 5. Dann lies Stevens Horford immer häufiger mit der zweiten 5 auflaufen und Smart sah plötzlich wie ein solider P&R Ballhandler aus. Das waren welten an Unterschied. Da gibts sicher noch unzählige Beispiele.
    Ich gehöre grundsätzlich zu den Befürwortern von Vorleben (nicht nur im Sport). Wenn mir mein Chef nur erzählt wies theoretisch klappt ist das nur halb so effektiv, wie wenn er es praktisch zeigt. Das können due Coaches jedoch nur sehr eingeschränkt. Daher binbich klar pro Aufgabenverteilung von Coachingstaff und Vets. Aber auch das muss gekonnt sein und heißt mehr als nur alte Spieler holen.

  9. Avatar

    STAT

    Bei meinem Fazit kommt es darauf an wie stark ich Spielzeit, Coach und Veteranen-Leadership im Kontext mit Spielerentwicklung gewichte.

    Ich kenne ziemlich viele Profisportler und wenn ich mich selbst auch mit ins Boot hole gehen die Meinung fast einheitlich in die gleiche Richtung.

    1. Spielzeit
    2. Coach
    3. Veteranen-Leadership/Kultur

    Wenn man das ähnlich gewichtet kommt automatisch bei den Kings ein negativeres Fazit dabei heraus. Um erfolgreich zu sein benötigt es alle 3 Faktoren und selbstverständlich gehören noch sehr viel weitere Faktoren dazu.

    Das Argument das ein junger Spieler um Spielzeit kämpfen muss ist ein gutes Argument. Das Leistungsprinzip muss immer eine Rolle spielen. Aber in NBA darf man nicht den Fehler machen dieses Prinzip zu stark zu gewichten. Der Basketball in den USA ist nämlich mit anderen Sportarten kaum bis überhaupt nicht zu vergleichen. Während im Fussball 17-jährige bei den Besten mitspielen können ist das z.B. aufgrund der körperlichen Voraussetzungen oder vom Skillset her in der NBA so gut wie nicht möglich.

    Wenn man das Leistungssprinzip in der NBA zu stark gewichtet macht man es den Rookies fast schon zu unfair weil sie gar nicht die Tools haben um in den ersten Jahren viel Impact zu liefern. Spieler wie Jokic sind da die Ausnahme. Die Tools erarbeiten sie sich durch Spielzeit in dem sie sich akklimatisieren und sich z.B. an das Tempo anpassen können. Coach und Veteranen können helfen, aber spielen müssen die Grünschnäbel selbst.

    Es ist eine Frage der Philosophie. Deshalb habe ich geschrieben mir geht es nicht um richtig oder falsch. Ich weiß nämlich nicht was richtig oder falsch ist.

    Niemand hat gesagt die Kings müssten wie Philly tanken. Rebuild ist nicht gleich alles einreißen. Das ist übrigens auch eine weit verbreitete Meinung die nicht stimmt. Man kann nämlich auch mal ein Jahr mit den jungen Spielern auf Tauchstation gehen und schauen wie sich alles entwickelt. Dann kann man den Kader immer noch mit Veteranen vollstopfen.

  10. kdurant35

    Bei meinem Fazit kommt es darauf an wie stark ich Spielzeit, Coach und Veteranen-Leadership im Kontext mit Spielerentwicklung gewichte.

    Ich kenne ziemlich viele Profisportler und wenn ich mich selbst auch mit ins Boot hole gehen die Meinung fast einheitlich in die gleiche Richtung.

    1. Spielzeit
    2. Coach
    3. Veteranen-Leadership/Kultur

    Wenn man das ähnlich gewichtet kommt automatisch bei den Kings ein negativeres Fazit dabei heraus. Um erfolgreich zu sein benötigt es alle 3 Faktoren und selbstverständlich gehören noch sehr viel weitere Faktoren dazu.

    Das Argument das ein junger Spieler um Spielzeit kämpfen muss ist ein gutes Argument. Das Leistungsprinzip muss immer eine Rolle spielen. Aber in NBA darf man nicht den Fehler machen dieses Prinzip zu stark zu gewichten. Der Basketball in den USA ist nämlich mit anderen Sportarten kaum bis überhaupt nicht zu vergleichen. Während im Fussball 17-jährige bei den Besten mitspielen können ist das z.B. aufgrund der körperlichen Voraussetzungen oder vom Skillset her in der NBA so gut wie nicht möglich.

    Wenn man das Leistungssprinzip in der NBA zu stark gewichtet macht man es den Rookies fast schon zu unfair weil sie gar nicht die Tools haben um in den ersten Jahren viel Impact zu liefern. Spieler wie Jokic sind da die Ausnahme. Die Tools erarbeiten sie sich durch Spielzeit in dem sie sich akklimatisieren und sich z.B. an das Tempo anpassen können. Coach und Veteranen können helfen, aber spielen müssen die Grünschnäbel selbst.

    Es ist eine Frage der Philosophie. Deshalb habe ich geschrieben mir geht es nicht um richtig oder falsch. Ich weiß nämlich nicht was richtig oder falsch ist.

    Niemand hat gesagt die Kings müssten wie Philly tanken. Rebuild ist nicht gleich alles einreißen. Das ist übrigens auch eine weit verbreitete Meinung die nicht stimmt. Man kann nämlich auch mal ein Jahr mit den jungen Spielern auf Tauchstation gehen und schauen wie sich alles entwickelt. Dann kann man den Kader immer noch mit Veteranen vollstopfen.

    Wir mögen uns bei den Kings nicht ganz einig werden. Bei dem Teil stimm ich dir zu :mrgreen:

  11. Poohdini

    Das Argument das ein junger Spieler um Spielzeit kämpfen muss ist ein gutes Argument. Das Leistungsprinzip muss immer eine Rolle spielen.

    Darum geht es uns auch in erster Linie nicht. Es geht auch nicht darum, was Eisenhart sagt, dass wir wissen, dass sich Spieler besser entwickeln, wenn sie mehr Spielzeit bekommen. Spielerentwicklung ist eine Black Box, bei der es so viele gegenläufige Tendenzen gibt, dass ich mir nicht anmaßen will, zu beurteilen, welches Prinzip besser funktioniert. Spielzeit verdienen oder Spielzeit erhalten? Keine Ahnung. Meine Tendenz ist klar, dass so viel Spielzeit wie möglich hilft, besser zu werden. Auch weil ich glaube, dass in einer RS durch den Mangel an Training Reps im Spiel bitter nötig sind. Aber wirklich beweisen kann man es ja eh nicht. Und es gibt wohl gerade bei jungen Spielern nichts wichtigeres als Matchpraxis.

    Mein Punkt war ein völlig anderer. Man muss die Jungen deshalb spielen lassen, weil man sie evaluieren muss. Je mehr man einen Spieler testet, desto mehr weiß man tatsächlich über seine Stärken und Schwächen und v.a. ob mehrere junge Spieler nebeneinander funktionieren. Informationen, die den Lakers z.B. gefehlt haben. Wie genau kann man wissen, ob man mit einem gewissen Spieler X so weiter machen kann, wenn man ihn nicht richtig evaluieren kann? Nur das war der Grund, warum die Sixers sicher waren, MCW zu traden. Man hatte annähernd genügend vom ihm gesehen, um eine Entscheidung zu treffen. Teams, die zu lange an Spielern festhalten, tun dies u.a. auch, weil sie nicht genügend Informationen gesammelt haben.

    Niemand hat gesagt die Kings müssten wie Philly tanken. Rebuild ist nicht gleich alles einreißen. Das ist übrigens auch eine weit verbreitete Meinung die nicht stimmt.

    This. Erstens hat das niemand gesagt und zweitens gehörte auch bei Philly viel mehr dazu.
    Wir hatten doch erst im Frühjahr oder so einen Podcast zum Thema “Supertalent, was dann?” oder so, mit mir, Jonathan und noch jemandem (Julian? Dennis?). Wir konnten anhand mehrerer Franchises zeigen, dass der fehlende Erfolg genau darauf zurückzuführen ist, dass die Franchises zu ungeduldig sind. Und genau das war jetzt auch im Pod mein Argument. Warum nicht noch mehr gedulden? Wäre eh nur für ein Jahr, weil der Pick 2019 eh weg ist. Warum nicht noch ein Jahr hardcore tanken? Was spricht dagegen? Was hat man zu verlieren? Gibt es EIN (!) sinnvolles Argument, warum nicht noch ein Jahr warten kann? Warum man nicht kurzfristig ein miserables sportliches Produkt in Kauf nimmt, um auf lange Sicht vllt ein wenig besser zu werden? Wenn es das sportliche Ziel der Kings ist, nie in die Playoffs zu kommen und im Niemandsland herum zu dümpeln, dann haben sie ne 1+ verdient für ihre Offseason. Das nehme ich alles zurück.
    Wie gesagt, ich will damit nicht sagen, dass die Kings durch ihre Moves Tanking in diesem Jahr verhindert haben. Ich plädiere nur für Geduld, wenn man einen Rebuild eingeht.

    Wenn die Organisation wirklich so im Argen liegt und so vieles kaputt ist, wie es Eisen in seinem Beitrag klar macht, dann geht eine Änderung dessen eh nicht in einem Sommer und dann bringen auch die Vets nichts. Selbst in einem Tanking Jahr kann man viel an den Strukturen innerhalb der Franchise arbeiten, wie es die Nets und die Sixers gemacht haben.

    Nun könnte man argumentieren, dass die Kings schon so lange schlecht sind und die Geduld aufgebraucht ist. Aber das ist eine Milchmädchenrechnung. Die neue Führung ist wie lange am Werk? Wie viel Zeit gibt man einem Team, das gerade den Franchise Cornerstone verloren hat? Nicht einmal ein Jahr? Das ist einfach nicht durchdacht.

  12. Eisenheart

    dieses Argument des Evaluierens würde ich gerne erklärt bekommen. die Trainer sehen die Spieler doch in jeder Trainingseinheit und man kann Spieler auch in 10min Spielzeit einschätzen. läuft doch bei einem Pop oder so auch nicht anders. Spieler erkämpfen sich ein paar Minuten Spielzeit im Training, spielen ein paar Minuten und ein Coach erkennt dann die Schwächen etc. daran arbeitet der Spieler und verbessert sich hoffentlich und verdient sich dadurch weitere Minuten. das funktioniert seit Jahren so in den meisten Franchises. als ob der Coaching Staff Spieler nur evaluieren kann, wenn die Rookies 25min Spielzeit bekommen. sorry, aber das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. zumal ihr mir das mit den Minuten eh zu kritisch seht. ein Hill wird vermutlich sehr viel Spielzeit erhalten, ok, kann ich die Kritik sogar ein bisschen nachvollziehen bei den ganzen BC Talenten. dass da 30min Spielzeit für einen reinen Mentor eventuell zu viel sind. aber Z-Bo und Carter werden mMn keine 20min erhalten.
    Des Weiteren verstehe ich auch das Ungedulds Argument nicht. die Verpflichtungen sind doch keine Win Now Moves, die die Frachise Cap mäßig oder so blockieren. das sind klare Mentorship Moves. die Verträge zeigen doch, dass sie keine langfristige Rolle spielen und man glaubt, mit ihnen erfolgreich die Zukunft gestalten zu können, wie es die Pelicans mit Holiday machten oder die Blazers mit Turner etc.

    “Warum nicht noch mehr gedulden? Wäre eh nur für ein Jahr, weil der Pick 2019 eh weg ist. Warum nicht noch ein Jahr hardcore tanken? Was spricht dagegen? Was hat man zu verlieren? Gibt es EIN (!) sinnvolles Argument, warum nicht noch ein Jahr warten kann? Warum man nicht kurzfristig ein miserables sportliches Produkt in Kauf nimmt, um auf lange Sicht vllt ein wenig besser zu werden?”

    ihr prognostiziert doch nur 20-28 Siege. das ist doch im Endffekt Tanking oder nicht? mal ernsthaft, Z-Bo, Carter und ein 30 Spiele verletzter Hill als GtG gewinnen einem doch keine Spiele mehr. wie gesagt, man hat die ganze Organisation umgekrempelt, man beginnt vollkommen neu und das will man halt, indem man eine neue Identität schafft. ich weiß, dieses Wort “Verlierermentalität” wenn es ums Tanken geht, nervt mich auch und ich glaube nicht so recht dran. aber ich kann vollkommen nachvollziehen, dass man an Kings Stelle es jetzt anders angeht als Philly zum Beispiel. es sind halt ganz andere Umstände.

    wirklich nachvollziehen kann ich Kritik im Endeffekt nur in dem Teil, dass die Vets mit ihrer langsamen Spielweise nicht zu den Rookies passen. das kann ich ehrlich gesagt auch nicht so recht verstehen, aber ich hoffe mal, dass Jorger sich was bei denkt. und klar, ich hätte es auch geil gefunden, nur die Talente zu sehen. hätte ich wirklich gut mit leben können und ich werde mich hier revidieren und zu Kreuze kriechen, wenn Joerger nur die Opis spielen lässt. aber so wird es nicht kommen ;)

  13. Eisenheart

    hier mal eine Aussage von Hill aus dieser Offseason:
    “That’s the biggest thing, you don’t look at it as competing for minutes, you look at what’s the best opportunity for us to win the game. If front office and coaches or whatever thinks that it’s best that he plays more minutes, then he plays more minutes. At the end of the day we have to develop him and I know that. My job here is to be here to help develop him, be in a situation where I can learn from him and he can learn from me at the same time and try to do it together. But there’s no such thing as we’re going to compete for minutes. We’re going to do what we can to win that game and if that’s him playing 40 minutes that’s him playing 40 minutes and I play eight. That winning mentality has to come, it doesn’t matter about, you know, how many minuts I play or how many minutes he plays, what puts us in the best position.”

    die Jungs wissen schon, wofür sie geholt wurden

  14. Avatar

    abcd12

    Ich kann beide Seiten nachvollziehen und fand jetzt den Pod auch nicht zwingend zu negativ.

    Die Evaluation der jungen Spieler ist generell schwierig, selbst wenn sie ausreichend PT sehen, da ihre Performance i.d.R. auch maßgeblich von System, Mitspielern, Coach etc. abhängt. Insofern kann ich die Entscheidung der Kings für Randolph und Carter in gew. Weise nachvollziehen, da sie vermutlich helfen sollen das System Joergers an die jungen Spieler zu vermitteln. Die Dauer der Verträge ist kurz und man muss eben überbezahlen, um überhaupt Spieler nach Sacramento zu bekommen.

    George Hill andererseits ist zwar ein super Spieler, passt aber imho hinten und vorne nicht in das Konzept. Wenn die Kings aber nach relativ kurzer Zeit Hill für ein Asset traden könnten, wäre das durchaus ein cleverer Move gewesen. Allerdings verdient er dafür mMn schon zu viel.

    Generell, und das fand ich im Pod gut herausgearbeitet, kranken die Kings an der Abwesenheit eines Toptalents und solange das nicht auf der Bildfläche auftaucht macht es imho generell relativ wenig Sinn Spieler zu evaluieren, da man gar nicht weiß für welche Situation man dies tut. Man kann aber natürlich solide NBA Spieler mit Upside entwickeln und versammeln, um für den Fall der Fälle bereit zu sein, oder einfach eine größere Anzahl mittlerer Assets zu haben und als Tradepartner interessant zu werden und ich glaube das machen die Kings gerade.

    Ich merke aber auch gerade wie kdurant35 , dass ich dem Kings FO einen Plan und eine gewisse Weitsicht unterstelle und da bin ich nicht sicher, ob das gerechtfertigt ist. Die Zeit wird es zeigen.

  15. Avatar

    STAT

    dieses Argument des Evaluierens würde ich gerne erklärt bekommen. die Trainer sehen die Spieler doch in jeder Trainingseinheit und man kann Spieler auch in 10min Spielzeit einschätzen. läuft doch bei einem Pop oder so auch nicht anders. Spieler erkämpfen sich ein paar Minuten Spielzeit im Training, spielen ein paar Minuten und ein Coach erkennt dann die Schwächen etc. daran arbeitet der Spieler und verbessert sich hoffentlich und verdient sich dadurch weitere Minuten. das funktioniert seit Jahren so in den meisten Franchises. als ob der Coaching Staff Spieler nur evaluieren kann, wenn die Rookies 25min Spielzeit bekommen. sorry, aber das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. zumal ihr mir das mit den Minuten eh zu kritisch seht. ein Hill wird vermutlich sehr viel Spielzeit erhalten, ok, kann ich die Kritik sogar ein bisschen nachvollziehen bei den ganzen BC Talenten. dass da 30min Spielzeit für einen reinen Mentor eventuell zu viel sind. aber Z-Bo und Carter werden mMn keine 20min erhalten.

    Menschen sind keine Maschinen. Wenn das so wäre, ist die Draft für alle Scouts einfach. Es würde keine Busts geben und es würde niemanden wie Dray oder Giannis geben. Entwicklung ist ein Prozess der Zeit benötigt. Theorie/Training und Praxis sind zwei komplett verschiedene Sachen. Nur auf dem Court zeigt sich letztendlich wer sich durchsetzt und wer nicht.

    Je mehr Zeit ein Spieler bekommt um zu zeigen wer er ist, umso höher ist die Chance das er den Prozess der Entwicklung erfahren kann. In der Trainigshalle fehlt der Druck. Diese Situationen können überhaupt nicht miteinander verglichen werden. Wenn du deine Fahrstunden nimmst, machst du 100 Mal das Gleiche und es klappt. Wenn dann der Prüfer hinten drin sitzt vermasselst du es weil du mit dem Druck nicht klar kommst.

    Wir sprechen von ausschließlich jungen Spielern die 18-23 Jahre alt sind. Hier sind wir noch in diesem Punkt an dem Entwicklung sehr stark stattfindet. Das betrifft sowohl die Persönlichkeit als auch das sportliche Talent.

    Selbst Pop/Kerr und all die Scouts machen haufenweise Fehler. Niemand kann in einen Menschen hineinschauen. Diese Fehler kann man statistisch minimieren wenn man testet. Je mehr Daten von Spielern vorhanden sind, desto genauer wird das Ergebnis des Testes sein.

    Es spielt einen großen Unterschied ob ein Spieler 10 Minuten oder 30 Minuten getestet wird. Hier kommen zudem unendliche psychologische Gründe dazu und das betrifft direkt ebenfalls die sportliche Entwicklung eines Menschen die vorallem in diesem Alter stattfindet.

    Deshalb ist z.B. statistisch von einem 28-jährigen Spieler keine “große” Entwicklung mehr zu erwarten. Skal Labissière ist jetzt 21. In diesen Momenten entscheidet sich ob er eine NBA-Karriere haben wird oder nicht. Labissière kann trainieren bis er grün und blau wird wenn er seine Skills und sein Talent nicht in die Praxis umgesetzt bekommt. Wenn man sowieso nichts zu gewinnen hat ist jetzt die Zeit ihn zu testen um möglichst viel über diesen jungen Mann herauszufinden. Das was gestern war und der Scout gesehen hat interessiert nun nicht mehr. Labissière muss jetzt liefern.

    Junge Menschen liefern dann am besten wenn man ihnen vertraut und sie Fehler machen lässt. Rückschläge hat jeder Mensch, jeder Spieler. Aber das ist vollkommen egal. Entscheidend ist die Reaktion auf den Rückschlag. Große Spieler (NBA-Spieler) kommen nach einem Rückschlag stärker zurück. Fehler machen gehört zu diesem Prozess des Lernens! Wenn du in der Trainingshalle einen Fehler machst hat das komplett andere Auswirkungen auf dich und dein Umfeld als in der Situation in der es richtig darauf ankommt.

    Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Was glaubst du welches ungalublich hohe Maß an Konzentration nötig ist um in der NBA spielen können? Du musst immer voll da sein. Für 10 Minuten schafft das ein Spieler vielleicht. 30 Minuten schafft er vielleicht nicht. Das muss getestet werden wenn man möglichst viele Daten möchte.

    Liefert mir ein Spieler über 30 Minuten den gleichen Impact wie über 10? Wie reagiert ein Spieler auf den Stress wenn er hauptverantwortlich für Sieg oder Niederlage ist? Wie kommt er mit den vielen Spielen innerhalb kurzer Zeit klar? Wie ist die Anbindung zu seinen Teammitgliedern über eine längere Zeit? (in diesem Fall 30 Minuten) Wie reagiert der Spieler wenn es im Spiel schwierig wird? Welchen Einfluss hat er auf das Spiel und auf seine Mates?

    Diese Fragen kann ich bis morgen früh weiter führen.

    Vergleiche zu Win-Now-Teams sind legitim, man will auch Win-Now sein. Aber da ist die Struktur eine komplett andere. Wer soll bei GSW Durant den Platz streitig machen und warum sollen die Warriors 30 Minuten einen Rookie testen wenn man jetzt gewinnen will?

    Aber auch diese Teams können aus späten Firstroundern oder Secondroundern Gold machen. Es spielen so viele Ursachen eine Rolle. Aber die Kings haben jetzt das Zepter in der Hand den jungen Spielern ein gutes Umfeld zu schaffen sodass sie Leistung bringen könnten und dazu gehört Vertrauen und Spielzeit. Das garantiert nicht das ein junger Spieler sehr gut wird, aber es erhöht die Chancen.

    Das betrifft übrigens auch die Kultur. Das ist Nachhaltigkeit. Ein paar Vets verpflichten ändert nichts am Image. Du musst eine klare Linie haben und authentisch arbeiten. Das ist ebenfalls ein Prozess der Zeit benötigt. Das schafft man z.B. auch mit Öffentlichkeitsarbeit und kompletter Transparenz.

  16. Coach K

    Je mehr Zeit ein Spieler bekommt um zu zeigen wer er ist, umso höher ist die Chance das er den Prozess der Entwicklung erfahren kann. In der Trainigshalle fehlt der Druck. Diese Situationen können überhaupt nicht miteinander verglichen werden. Wenn du deine Fahrstunden nimmst, machst du 100 Mal das Gleiche und es klappt. Wenn dann der Prüfer hinten drin sitzt vermasselst du es weil du mit dem Druck nicht klar kommst.

    Eine sehr interessante Diskussion die hier entbrannt ist. Ich stehe in der Woche ca. 9 – 10 Stunden in der Halle und trainiere Spieler.
    Und Druck im Training und Druck im Spiel sind zwei völlige unterschiedliche Situationen so wie es STAT beschrieben hat.

    Die Dynamik im Training ändert sich komplett ob ich 1 vs 1 spiele oder 2 gegen 2.
    Ab dem Moment wenn ich 3 gegen 3 kommen wieder neue Komponenten hinzu die alles deutlich komplexer machen.
    Entsteht hier aber Druck, sicherlich.
    Ein Coach hat Druck über den Faktor Zeit oder die Komplexität aufbauen im Training um nur mal Beispiele zu nennen.

    Genauso ist es anders wenn ich Systeme über 5 gegen 0 oder 5 gegen 3.

    Aber wenn ich in einem Spiel stehe muss ich die Entscheidungen die ich vorher im Training getroffen haben wahrscheinlich deutlich schneller treffen als vor. Da gegen mich ganz anders verteidigt wird. Besonders wenn es um etwas geht.
    Man darf die Spielzeit auf dem Feld und damit auch die Möglichkeit Fehler machen zu dürfen nicht unterschätzen.

  17. kdurant35

    Stimme euch bei der Spielzeit grundsätzlich zu. Aber mmn muss es deshalb nicht zwingend 35 Minuten und 82 Spiele sein. Wenn ein Rookie z.B.durchschnittlich ca 20-25 Minuten spielt find ich das OK. Da können gern mal 30+ Minuten Spiele dabei sein. Muss aber nicht regelmäßig. Als Trainer wollte ich auch mal sehen wie er reagiert wenn er in ein paar Minuten Spielzeit mal sofort liefern muss. Da kann die Intensität an beiden Enden auch mal höher sein als bei mehr Minuten.
    Wenn z.B. Giles, PapaG oder Richardson auch zwischendurch G League spielen find ich das auch OK. Da lässt es sich gegen schwächere Gegner etwas Selbstvertrauen tanken oder man kann offensiv mal mehr Verantwortung übernehmen als dies sonst üblich ist.
    Was da der beste Weg ist find ich schwierig. Gleiche Fragestellungen ergibt sich auch immer, ob sich junge Spieler besser in schlechten oder guten Teams entwickeln. Gab schon genug Bsp für verschiedene erfolgreiche Methoden.

  18. Avatar

    STAT

    @ kdurant35

    Das ist dann Schritt 2. Wir führen hier eine sehr oberflächliche Diskussion. Viel mehr ist auch nicht möglich.

    Wenn wir dann auf das Individuum schauen gelten pauschale Aussagen sowieso nicht mehr. Ich bin auch kein Fan davon einen 18-jährigen 30 Minunten rein zu werfen damit er gegen die Stars kein Land sieht und er dann 3 x bei Shaq in der Woche zu sehen ist. Das kommt auch darauf an ob der Spieler bereit dazu ist und wie er es verkraftet.

    Spieler A benötigt mehr Spielzeit als Spieler B.
    Spieler C benötigt mehr Vertrauen vom Coach als Spieler D.
    Spieler E benötigt mehr Chancen als Spieler F.
    Spieler G ist hoffnungslos und das beste Umfeld bringt ihm nichts, ………….

    Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg und das betrifft schließlich nicht nur den Basketball.

  19. Eisenheart

    “Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg und das betrifft schließlich nicht nur den Basketball.”

    mehr sage ich doch nicht. ich behaupte ja nicht, dass Spielzeit irrelevant ist. letztes Jahr hat es Skal zum Beispiel gut getan, sich erst in der D League einzuspielen und zu finden. als er dann Vertrauen und Spielzeit in guten Matchups in der NBA bekam, hat er diese nutzen können. WCS wurde in seiner Entwicklung durch die geringe Spielzeit hingegen eher behindert, weil man im Win Now war. aber man muss ja jetzt nicht so tun, als sei man das mit Z-Bo und Carter. das sind mittlerweile max. durchschnittliche Spieler, wenn überhaupt. von daher sollte es guten Talenten schon möglich sein, da gute Minuten abzugreifen. und von solchen Spielern kann man im Training halt auch viel lernen. jeden Tag mit solch erfahrenen Spielern zu trainieren und zu lernen, kann doch nur hilfreich sein. ich denke, wir sind insgesamt nicht weit auseinander. ich kotze, wenn Talente auf der Strecke bleiben, nur weil Joerger den Vets 30+ Minuten gibt. aber wenn es gut umgesetzt wird, sehe ich die Verpflichtung von Veteranen nicht negativ. ins kalte Wasser geworfen werden und jeden Tag auf die Mütze zu bekommen, birgt auch Risiken. man muss es abwarten, es gibt für beide Varianten positive und negative Beispiele. Butler ist zum Beispiel jemand, der sich anfangs alles hart erarbeiten musste und jetzt ein Star der Liga ist. man muss es abwarten. auf Z-Bo hätte ich zum Beispiel auch gut verzichten können. aber ich glaube auch, dass die Kings zeigen wollen, dass man zu ihnen kommen kann als FA, man ein gutes Umfeld bietet und so den Ruf innerhalb der Liga wieder aufpolieren wollen. deshalb kann ich mit den Verpflichtungen gut leben. ich bin wahrlich kein Fan, der alles durch die rosarote Brille sieht, aber insgesamt sehe ich die Moves des letzten Jahres doch recht positiv und erkenne einen Plan. ob der dann so aufgeht, oder Vivek und Vlade wieder Dummheiten machen, muss man abwarten. bisher ergibt alles für mich aber einen Sinn. ob man nun den Rookie oder nen anderen draftet, darüber kann man Stand jetzt halt immer streiten

  20. Mr. Finger-Roll

    Ich sehe, das Thema bewegt auch andere. :) Ohne sämtliche Postings gelesen zu haben (@STAT: deinen habe ich gelesen :tup:), danke für die vielen kritischen Töne im Pod gegenüber der Kings-Offseason. Diese Arien des Lobes in diversen Medien waren nicht zum Aushalten.

    keine optimale Draft + miese FA-Signings = Note 4-5

  21. Poohdini

    Im Grunde genommen sind wir alle gar nicht so weit weg. Wir haben ja auch im Pod darauf hingewiesen, dass die Offseason dann als mies zu bezeichnen wäre, wenn die Vets wirklich nachher zu viel spielen. Wir haben da ja noch ein wenig Raum gelassen, dass es letztlich in der Saison zu sehen ist….
    Es wird sich einfach noch zeigen.

    Manche empfinden es als besser, manche als schlechter. Ich bin eher auf der Seite, dass es zu viele Vets zu früh sind. Ein Jahr später hätte ich damit deutlich weniger Probleme gehabt. Aber es sind ja schon Jungs wie Temple und Koufos im Team, einfach zu viele jetzt. Isoliert wäre die einzelnen Vets auch nicht schlimm, nur in der Summe dann eben.

    Wie gesagt, letzten Endes waren Aufregung und Skepsis dann vielleicht doch unnötig, wenn die Vets doch eher eine Randnotiz darstellen. Allgemein sehe ich nur nicht, warum die Offseason wirklich gut gewesen sein soll, dafür fehlen mir die Argumente. Gerade im Hinblick darauf, dass man Vlade jetzt verlängert hat.

  22. willis

    Welches Team benötigt dingender einen Neustart und Talent als die Kings? Mir fallen nicht viele ein. Stattdessen macht man in der Art und Weise genau gleich weiter nur diesmal ohne Cousins. Unter der Annahme das ich dachte bei den Kings hätte es auch endlich „Klick“ gemacht ist die Offseason für mich nahezu schon wieder total unbefriedigend.

    Und wer kriegt eine Vertragsverlängerung? Richtig, Vlade Divac. :)


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