Wer sollte MVP 2015...
 
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Wer sollte MVP 2015 werden?  

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Julian Lage
(@yul)
Moderator

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Steph Curry ist der beste Spieler im besten Team der Liga. Natürlich gehört er in die MVP-Konversation. Neben dem Ballhandler der Golden State Warriors haben unsere Redakteure und Gast Torben Siemer von NBA News Deutschland und dem NBAchef aber weitere würdige Kandidaten auf die folgende Frage gefunden: 

Torben Siemer (NBA News Deutschland): 26.0 Punkte, 5.7 Rebounds, 7.3 Assists und 1.6 Steals pro Spiel. Wurfquoten von 48.8 Prozent aus dem Feld, knapp 34 Prozent bei fünf Versuchen von jenseits der 7.24m-Linie und 71.5 Prozent von der Freiwurflinie bei durchschnittlich 8.1 Versuchen. Das Team dieses Spielers steht auf einem Top drei-Platz in seiner Conference, die Playoffs sind laut der Berechnungen von Stats-Guru John Hollinger gesichert.

Das All-Star-Break ist Geschichte, die NBA macht sich bereit für den Schlussspurt um gute Ausgangspositionen für die Postseason. 20 Spiele sind pro Franchise noch zu absolvieren. Die begehrten Regular Season-Awards werden immer öfter diskutiert, vor allem der Maurice-Podoloff-Award wird stark umworben. Es geht hier um den MVP, den Most Valuable Player.

Die Kriterien für die Auszeichnung als wertvollster Spieler werden oft und ausführlich diskutiert, bleiben am Ende aber dennoch zu einem guten Teil unklar: Geht es um den besten Spieler der Liga? Den besten Spieler des besten Teams? Den Spieler, der für sein Team unverzichtbar ist? Die Vergangenheit zeigt – außerhalb der Playoffs hat kein Spieler eine Chance auf die Auszeichnung, ein Top 5-Seed muss schon mindestens her.

Der oben durch seine Stats beschriebene Spieler legt laut Basketball-reference in dieser Saison ein Offensiv-Rating von 111 auf. Seine Usage-Rate liegt bei 33.5 Prozent und gehört damit zur Ligaspitze. Ich habe mir mal, ebenfalls bei bball-ref, die On-Off-Stats angesehen: In 1922 Minuten dieser Saison stand er auf dem Feld, in 1160 Minuten musste sein Team ohne ihn auskommen. Die dabei auftretenden Unterschiede sind eklatant – mit ihm gehört das Team in der Offensive zur Elite der NBA, 115 Punkte erzielen sie dort auf 100 Angriffe gerechnet. Ohne? 103.7. Mit ihm erzielt man ein Defensivrating von 104.7. Ohne? 110.2. Daraus ergibt sich ein Umschwung des Net-Ratings von 10.5 auf -6.4, insgesamt also eine Veränderung von 16.9 Punkten. Die vielleicht entscheidende Statistik aber ist eine für viele recht simple. Mit ihm steht das Team bei einer Bilanz von 38-16 oder eine Erfolgsquote von 70.7 Prozent. Auf 82 Spiele gerechnet wären das knapp 58 Siege. Ohne ihn verlor man neun von elf Spielen. Die Siegquote läge dort bei 18.1 Prozent, knapp 15 Siege bei 82 Spielen. Klar, die Sample Size hier ist klein und dennoch aussagekräftig – ohne LeBron James läuft es bei den Cavaliers nicht.

Mutig ist die Aussage nicht, die Rede ist hier immer vom aktuell besten Spieler der Post-Jordan-Ära, vom insgesamt wohl immer noch dominantesten Spieler der Welt. Dennoch tauchen in den MVP-Diskussionen zumeist die Namen Stephen Curry, James Harden und Russell Westbrook auf.

Warum? LeBron James hat den Award vier Mal in fünf Jahren gewonnen, auch die fünfte Trophäe hätte er verdient gehabt. Im Vorjahr wurde hinter Kevin Durant Zweiter in der Abstimmung, mit der Wahl beider hätte man wenig falsch gemacht. LeBron James gehört auch in diesem Jahr ohne Zweifel in die Diskussion um den MVP-Award, warum also wird sein Name dort ungewöhnlich selten genannt? Er spielt eine im Vergleich mit seinen letzten Jahren schwache Saison. Und gehört in meinen Augen dennoch jährlich ins MVP-Race. Weil er die Messlatte in den vergangenen Spielzeiten schlicht unfassbar hoch gelegt hat.

Julian Lage: Der MVP-Award ist der Wortbedeutung zufolge keine Auszeichnung für den besten, sondern für den ‚wertvollsten‘ Spieler der Liga. Daher ist es naheliegend, zu fragen, wie die Teams ohne die jeweiligen MVP-Kandidaten wohl aussähen. Wie schon letzte Woche in einem anderen Zusammenhang beleuchtet, sind die Rockets so abhängig von ihrem Star James Harden wie kein vergleichbares Team. Der beste Punktesammler der Liga hat nicht nur den vergleichsweise größten Anteil an den Teampunkten. Aauch in diversen anderen Statistiken führt Harden sein Team klar an: Mit 60,8 % TS steht er fast 3% vor dem nächstbesten Dwight Howard (58,2%), im ORtg sind es 5 Punkte vor Terrence Jones (114) – wobei Howard und Jones jeweils nur etwa die Hälfte der bisherigen Spiele absolviert haben. Harden ist auch gleichzeitig der primäre Spielmacher der Rockets, was 35,6 % Assist-Rate gut zeigen: Jedem dritten Korb, den seine Kollegen erzielen, geht ein Harden-Assist voraus.

Besonders auffällig wird die Bedeutung von Harden durch die diversen Stats, die versuchen, das ganze Spiel in eine Zahl zu packen: Von PER über Win Shares und VORP bis zu BPM/RPM liegt Harden mannschaftsintern mit teilweise absurden Abständen an der Spitze. Während für den Mann mit Bart all diese Zahlen Superstar-Werte aufweisen, bleibt der Rest des Teams auf Durchschnittsspieler-Niveau. Zwei Beispiele: In BPM ist der Unterschied 8,8 zu 1,4, in RPM 7,8 zu 1,47 (basketball-reference.com bzw. espn.com – siehe auch hier). Wie kürzlich angesprochen, sind diese Daten durch ihre Undurchschaubarkeit mit Vorsicht zu genießen. Die Summe sehr ähnlicher Ergebnisse bestärkt hier aber den Eindruck, den schon die Namen im Roster hinterlassen: Außer Harden und dem verletzungsgeplagten Dwight Howard stehen praktisch nur Rollenspieler im Kader der Rockets.

Bei keinem anderen MVP-Kandidaten ist der Unterschied zum Rest des Teams vergleichbar groß. So schlecht damit Houstons Aussichten für die Playoffs trotz Platz 3 im Westen und 43 zu 20 Siegen sind – Harden trägt ein schlechtes Team und sollte damit stand heute zum wertvollsten Spieler der Regular Season gewählt werden.

Sebastian Hansen: Wenn es um die MVP-Wahl geht, wird oft gefordert, dem besten Spieler des besten Teams den Titel zu geben. Doch warum eigentlich? Basketball ist immer noch ein Teamsport und Russell Westbrook kann nichts dafür, dass die Oklahoma City Thunder in dieser Saison auf eigentlich fast jeden ihrer wichtigen Spieler mehr oder weniger lange verzichten mussten und sich deswegen zur Zeit nur auf Platz 8 im Westen wiederfinden. Auch Westbrook selbst fehlte einige Partien. Doch das, was er zeigte, wenn er denn spielte, kann man getrost als die besten individuelle Leistung der Saison bezeichnen. 27,4 Punkte, 8,1 Assists und 7,0 Rebounds liefert der athletische Guard Abend für Abend ab. Einzig das ORtg von 111 ist nicht ganz auf dem Niveau der anderen Anwärter, doch Westbrooks Effizienz wird durch seine absurd hohe USG% von 38,4 % gedrückt. Fast jeder Angriff der Thunder läuft über ihn, Westbrook ist im Dauerattacke-Modus. Diese Zahlen sehen an sich schon nicht schlecht aus - doch das war noch lange nicht alles. Denn im Februar lief Westbrook in Abwesenheit von Kevin Durant erst so richtig heiß: 31,2 Punkte, 10,3 Assists, 9,1 Rebounds, ORtg 121 bei einer USG% von 37,7%. Einen solchen Monat hat in der langen Geschichte der NBA bisher nur Oscar Robertson abliefern können. Dazu kamen noch 4 Triple Doubles in Folge, die meisten seit einem gewissen Michael Jordan. Die Offense der Thunder mit Westbrook trennen Welten von der ohne. Westbrook schafft es, sowohl sich, als auch seinen Mitspielern durch seine Drives immer wieder Räume zu verschaffen, die dann direkt zum Punkten genutzt werden können. Beispielsweise assistiert der oft als Egoist verschriene Guard fast 48 % der Treffer seiner Mitspieler, wenn er auf dem Feld steht. Allein daran kann man erkennen, wie enorm wichtig Westbrook gerade ohne Durant für die Thunder ist - und wie gut. Aber auch auf die anderen Würfe hat er oftmals durch das Schaffen von Platz maßgeblichen Einfluss. Seine Mitspieler werden durch ihn besser, wie schon einmal im Dezember analysiert. 

Natürlich, Russ hat seine Schwächen. Er ist recht turnoveranfällig und der Dreier sitzt nicht immer so, wie er soll. Niemand ist allerdings perfekt und besser als seine Konkurrenz spielt Russ trotzdem; dazu kommt seine Unersetzbarkeit für OKC. Einzig die Bilanz der Thunder spricht nach der allgemeinen Lesart gegen ihn. Blendet man dies aufgrund der Verletzungen jedoch aus, ist Westbrook ein ganz heißer Kandidat für die wichtigste persönliche Auszeichnung der NBA. 

Zitat
Veröffentlicht : 10/03/2015 2:00 pm
Dennis Spillmann
(@denniss)
Admin

Da jeder von euch ja nur eine Stimme hatte, sind Curry als offensichtlicher Kandidat und Anthony Davis ausgeschlossen worden. Wie weit ist für euch Chris Paul von den fünf Spielern entfernt?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21/03/2015 3:24 pm

Ich habe hier mal eine Umfrage mit den 6 bisher auch von Dennis ergänzten Kandidaten gemacht.
Die Gasol-Brüder, ein Hawk oder Aldridge und Lillard hätte man sicherlich auch noch nennen können, aber ich denke die haben so gut wie keine Chance.

Obwohl es ja auch mal ziemlich lustig wäre wenn die gesamte Hawks Starting Five MVP wird, sowie sie ja auch schon Player of the Month im Januar geworden ist. Das wäre doch mal ein schönes Zeichen für den Teambasketball. :mrgreen:

Wird aber wohl in der starpromotenden NBA nicht passieren. 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21/03/2015 4:16 pm
Julian Lage
(@yul)
Moderator

Da jeder von euch ja nur eine Stimme hatte, sind Curry als offensichtlicher Kandidat und Anthony Davis ausgeschlossen worden. Wie weit ist für euch Chris Paul von den fünf Spielern entfernt?

Er ist Chris Paul und spielt bei den Clippers, also aus Prinzip gaaanz weit 😉
Mal etwas neutraler: Als MVP sehe ich ihn eindeutig nicht, weil Harden, James oder Curry jeweils die eine Argumentationsschiene (am wichtigsten fürs Team, bester Spieler der Liga bzw. beste Bilanz/Einzelsaison etc.) belegen. Paul hängt in allem nicht weit hinterher, aber das reicht halt nicht für MVP...

Davis oder Westbrook fände ich noch deutlich besser, wenn das jeweilige Team in die Playoffs kommt - wobei das auch etwas unfair ist, weil beide Teams die Playoffs in erster Linie wegen absurder Conferences, Verletzungen und v.a. schlechtem Management verpassen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21/03/2015 6:42 pm

Also an der MVP-Diskussion stört mich schon ein wenig, dass Curry's Leistung teilweise wegen der besseren Teammates runtergeredet wird oder zu wenig Beachtung findet.

Natürlich muss man aufgrund der besseren Teammates den größeren Teamerfolg bei Curry relativ sehen, aber zugleich muss man auch sehen wieviel besser die Warriors sind als z.B. die Rockets (7 Pkt mehr im Net-Rating bei 11 Wins mehr). Diese 7 Punkte im Net-Rating sind auch der Unterschied zwischen den Rockets und den Kings, die aber 22 Wins auseinanderliegen. Curry hat die wesentlich besseren Teammates, aber sein Team performt auch dementsprechend wesentlich besser als das der Rockets.

Genauso finde ich die Argumentation, die in die entgegengesetzte Richtung geht, dass nämlich Harden oder Westbrook viel unverzichtbarer sind für ihre Teams, was sich ja auf die schlechteren Teammates stützt, auch nicht zielführend. Ein Curry würde in einem schlechteren Team sicherlich auch wesentlich unverzichtbarer erscheinen als jetzt bei den Warriors. Und für die Titelträume der Warriors ist Curry sicherlich genauso unverzichtbar wie die anderen Kandidaten für die Ziele ihrer Teams.

Auch die Argumentation mit Boxscore-Stats finde ich fragwürdig, denn dann könnte man den Award direkt Most Productive Player nennen.

Letztendlich kommt es doch darauf an, welcher Spieler für sein Team den größten Unterschied ausmacht, egal ob er nun aus einem Playoffteam einen absoluten Contender macht oder aus einem Non-Playoffteam ein Playoffteam. Dahingehend überschätzt man mMn aber letzteres gerne, wenn die jeweiligen Teams ohne ihre Stars scheinbar ins Bodenlose (keine Playoffs) fallen würden, während die Warriors ohne Curry auch noch Chancen auf die Playoffs hätten, obwohl die Fallhöhe, in Wins oder Net-Rating oder wie auch immer gemessen, eine ähnliche sein könnte.

Eine höhere Usage und schlechtere Teammates sorgen dann auch gerne mal für den Eindruck das ein Spieler "wertvoller" ist, weil er aus seinem Team mehr heraussticht. Das muss dann aber nicht zwangsmäßig heissen das er mehr Impact hat.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/03/2015 7:41 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Also an der MVP-Diskussion stört mich schon ein wenig, dass Curry's Leistung teilweise wegen der besseren Teammates runtergeredet wird oder zu wenig Beachtung findet.

Zu wenig Beachtung? Bis vor einer Woche war er noch Platz 1 auf nba.com. Er wird ganz klar als bester Spieler seines Teams herausgestellt und natürlich kriegt man eine solche Bilanz im Westen nicht ohne ein Topteam hin. Sowas schafft höchstens Pre-Prime LeBron - im Osten. 😆
Eine höhere Usage und schlechtere Teammates sorgen dann auch gerne mal für den Eindruck das ein Spieler "wertvoller" ist, weil er aus seinem Team mehr heraussticht. Das muss dann aber nicht zwangsmäßig heissen das er mehr Impact hat.

Stimmt schon. Es sieht halt lediglich nach mehr Impact aus. Da sind wir dann wieder bei der Vergleichbarkeit der Spieler, wenn sie unterschiedliche Aufgaben haben.
Also ich finde ja gerade das was ihr bemängelt habt [im Pod], dass es keine festen Kriterien gibt, macht die Vergabe und die Diskussion um die Awards um einiges spannender als wenn es da feste Anhaltspunkte gäbe, anhand welcher die Awards vergeben werden.

Das mag für die Diskussion und die Gegenwart richtig sein und wir hätten weniger zu diskutieren. Aber, wie es schon im Pod zu Chris Paul angesprochen wurde, werden zu oft "Legacies" über die MVP Awards definiert. Unter diesem Gesichtspunkt ist es dann schon fragwürdig, dass es keine festeren Kriterien gibt. Wobei man natürlich sagen muss, dass es solche festen Kriterien auch nicht gibt und auch in anderen Sportarten lässt man sich gerne von Namen/Stories (Messi WM) leiten. In der NBA finde ich es fast noch einen Zacken härter, wenn dann tatsächlich direkte Duelle in der Endphase der RS als "Entscheidungsspiele" um den MVP Award verkauft werden.
Letztendlich kommt es doch darauf an, welcher Spieler für sein Team den größten Unterschied ausmacht, egal ob er nun aus einem Playoffteam einen absoluten Contender macht oder aus einem Non-Playoffteam ein Playoffteam.

Dann wären wir tatsächlich nah an der ursprünglichen Wortbedeutung von MVP. Mir hat eigentlich Dennis Ansatz aus dem Pod gefallen, dass der MVP quasi in einem Fantasy Draft als erstes gezogen werden würde - basierend auf der erbrachten Leistung während der Saison. Im Endeffekt hilft das aber auch nicht weiter, denn eine klare Nummer Eins hätte ich dann trotzdem nicht. :mrgreen:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/03/2015 10:03 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Ich denke Curry wird in diesem Jahr MVP. Bester Spieler im besten Team…
Meine Wahl würde wie folgt aussehen:

1. LeBron
2. Harden
3. Curry

Hätte sich LeBron während der Saison nicht verletzt, würde er bei mir nicht einmal unter den Top sein. Irgendwie fliegt er in dieser Saison völlig unter dem Radar und das ist das was mich mittlerweile so fasziniert. Seine absurd starken Leistungen sind zur absoluten Normalität geworden. Als er verletzt war, brach bei den Cavs förmlich alles auseinander. Nachdem er fit war, lief der Laden wieder. Keine Frage, die Trades um Mozgov und Co. haben sicher einen Anteil daran. Das ändert allerdings nichts daran das LeBron einen gigantischen Einfluss auf sein(e) Team(s) hat.
Ich würde es grundsätzlich gut finden, wenn in diesem Jahr mal ein anderer Spieler MVP wird. Curry, Harden und meinetwegen auch Westbrook haben es mindestens genauso verdient. Aber LeBron ist für mich der wichtigste Spieler in seinem Team.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/04/2015 8:15 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Hätte sich LeBron während der Saison nicht verletzt, würde er bei mir nicht einmal unter den Top sein. Irgendwie fliegt er in dieser Saison völlig unter dem Radar und das ist das was mich mittlerweile so fasziniert. Seine absurd starken Leistungen sind zur absoluten Normalität geworden.

Dem stimme ich uneingeschränkt zu.
Als er verletzt war, brach bei den Cavs förmlich alles auseinander. Nachdem er fit war, lief der Laden wieder. Keine Frage, die Trades um Mozgov und Co. haben sicher einen Anteil daran. Das ändert allerdings nichts daran das LeBron einen gigantischen Einfluss auf sein(e) Team(s) hat.

Die Trades spielen eine immense Rolle, aber natürlich ein fitter LeBron eine noch größere. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man mit Mozgov, J.R. und Shumpert besser in der LeBron-losen Zeit abgeschnitten hätte, als die 1-7 Serie Ede Dezember/ Anfang Januar. Die drei machten erst kurz vor LeBrons Rückkehr (13.1) ihre ersten Spiele für die Cavs (Mozgov 7.1, J.R. 9.1 und Shumpert erst Mitte Januar).

Ich würde es grundsätzlich gut finden, wenn in diesem Jahr mal ein anderer Spieler MVP wird. Curry, Harden und meinetwegen auch Westbrook haben es mindestens genauso verdient. Aber LeBron ist für mich der wichtigste Spieler in seinem Team.

Verstehe es nicht so ganz, was du mit der Schlußfolgerung sagen möchtest. Harden ist auch der wichtigste Spieler seines Teams. LeBron ist natürlich der potentiell beste Spieler der NBA für mich. Denke mittlerweile, dass Westbrooks Chancen extrem gesunken sind und die Top 3 aus Curry, Harden und LeBron bestehen werden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 05/04/2015 4:29 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Verstehe es nicht so ganz, was du mit der Schlußfolgerung sagen möchtest. Harden ist auch der wichtigste Spieler seines Teams. LeBron ist natürlich der potentiell beste Spieler der NBA für mich. Denke mittlerweile, dass Westbrooks Chancen extrem gesunken sind und die Top 3 aus Curry, Harden und LeBron bestehen werden.
Bitte um Entschuldigung! Ich habe das unglücklich formuliert. Ich meinte das im Bezug zu Harden, Curry und Westbrook (ohne KD) in ihren Teams. LeBron hat für mich immer noch den größten „Impact“ der vier Kandidaten für die jeweilige Franchise. => wichtigster Spieler. Dazu liefert er wieder mega starke Stats.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 05/04/2015 5:27 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Bitte um Entschuldigung! Ich habe das unglücklich formuliert. Ich meinte das im Bezug zu Harden, Curry und Westbrook (ohne KD) in ihren Teams. LeBron hat für mich immer noch den größten „Impact“ der vier Kandidaten für die jeweilige Franchise. => wichtigster Spieler. Dazu liefert er wieder mega starke Stats.
Habe schon gedacht, dass du es so meinst. Da bin ich mir in diesem Jahr nicht ganz so sicher. Ich versuche gerade im Kopf durchzugehen wie weit die Rockets ohne Harden und die Cavs ohne LeBron fallen würden und insbesondere bei den Rockets (im Westen!) kann ich mir nicht vorstellen, dass man überhaupt ansatzweise konkurrenzfähig gewesen wäre. Hingegen sehe ich die Cavs ohne James im Osten zumindest auf Miwaukee Niveau.

Ich will keineswegs ein LeBron-Bashing eröffnen und sehen ihn klar in der MVP-Diskussion und der Titel wäre nicht verkehrt. Es geht mir hier bei der folgenden "Kritik" um den Vergleich mit Harden.
Insgesamt waren in über 58% von James Spielzeit auch Irving und Love auf dem Platz. Mit Love oder Irving teilt sich James 75% der Spielzeit. Dagegen stand Harden mehr Minuten mit Jason Terry als Dwight Howard auf dem Feld, wenn auch knapp. 😉
Wobei man natürlich auch sagen muss, dass ein Duo aus Beverley/Ariza (meiste Spielzeit) schon sehr gut zu Harden passen. Dennoch würde ein Ausfall Hardens die Rockets meiner Meinung nach mehr Schaden als den Cavs der Wegfall von James.

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Veröffentlicht : 05/04/2015 5:54 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Wobei man natürlich auch sagen muss, dass ein Duo aus Beverley/Ariza (meiste Spielzeit) schon sehr gut zu Harden passen.

Genau deswegen sehe ich LeBron minimal vor Harden. Beverly und Ariza übernehmen viele defensive Aufgaben und dadurch kann Harden das tun was er am besten kann. Die Defense ist ja bekanntlich nicht seine große Stärke. Howard, Smith und Co. kommen auch noch dazu.

Bei den Cavs sieht das ein bisschen anders aus. Über Irving und Love müssen wir wenn es um die Defense kaum reden. LeBron ist da einfach der Allrounder schlecht hin und gleicht da einiges aus.
Das macht für mich den Unterschied aus. Offense und Defense! Ob das Harden auch könnte? Würde Harden neben Irving und Love funktionieren? Das wage ich zu bezweifeln.
Dennoch würde ein Ausfall Hardens die Rockets meiner Meinung nach mehr Schaden als den Cavs der Wegfall von James.

Aufgrund der beiden Conferences ein klares Ja! Das Argument mit dem starken Westen zieht natürlich richtig gut und das zu Recht. Was Harden in dieser Saison leistet ist wahnsinnig stark. Ich finde allerdings den Kader der Rockets etwas besser zusammengestellt. Die Balance zwischen Offense und Defense ist einfach gut. Harden profitiert m.M.n. von seinen Mitspielern insgesamt ein bisschen mehr wie LeBron. Das ist aber eine reine subjektive Sicht die ich nicht belegen kann.

Ach die NBA soll einfach Harden, LeBron und Curry den MVP Award geben. Falsch wäre es sicherlich nicht! :mrgreen:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 05/04/2015 7:08 pm

Für mich ist es eigentlich nur noch ein Zweikampf zwischen Curry und Harden.

Westbrook und Davis haben beide schon 15 Spiele gefehlt und LeBron fast 10 Spiele. LeBron hatte zudem einen eher schlechten Saisonstart für seine Verhältnisse und spielt erst seit der Rückkehr von der Verletzung eine MVP-Saison. Westbrook ist auch erst seit Februar im Triple-Double-Modus, der ihn ja erst in die MVP-Konversation gebracht hat. Und bei Anthony Davis ist der mangelnde Teamerfolg als vermeintliches non-Playoffteam dann vermutlich nicht tragbar, zumal er mMn auch von der Individualleistung nicht aus dem Kandidatenkreis herraussticht.

Bei der Wahl bin ich dann doch sehr gespannt ob der größere Teamerfolg den Ausschlag gibt oder die vermeintliche höhere Production, für die sich Harden wohl gerade ein Momentum aufbauen will (heute 4tes 40+ Pts Game in den letzten 10 Spielen).

Vermeintlich höher deswegen weil es eig. nur eine Frage der Quanität ist: Harden spielt 4 Minuten mehr pro Spiel. Auf 100 possessions gerechnet macht Harden 2 Pkt mehr und Curry dafür 2 Assists mehr. Und das obwohl Harden länger den Ball in der Hand hält (16,3% seiner Spielzeit > 15,5% bei Curry). Trotz Moreyball und etlichen Freiwürfen ist die Effizienz auch auf Curry's Seite (Curry TS% .631 > Harden .605).

Die Frage ist nur wieviel von diesem Effizienzvorsprung ist durch die besseren Teammates zu erklären? Das würden wir wohl nur erfahren wenn beide ein ähnlich starkes Team das ähnlich gut auf sie zugeschnitten wäre hätten.

Ich kann bei den beiden diese Saison jedenfalls nicht den besseren Spieler bestimmen wenn ich beide versuche von ihrem Team zu lösen und wüsste nicht wen ich rein von der Qualität her in einem Fantasy-Draft (Spillmann-Definition 😉 ) an #1 picken würde. Von der Spielweise her wüsste ich es schon, aber das ist ja dann Geschmackssache.

Und bei so einem Coinflip würde ich schlussendlich doch wieder vom Vakuum zur Teamleistung zurückgehen und das zählen worauf es beim Basketball letztendlich ankommt: Wins.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2015 12:52 am
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Im fantasygame würde ich Curry nehmen. Warum? Das teambuilding ist deutlich leichter.

Ansonsten sehe ich es fast wie du. Ich persönlich würde den award an Russ geben, aber in der Realität werden harden oder Curry ihn bekommen. In diesem Fall bin ich aus Sympathiegründen pro Curry.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2015 1:53 am
Philipp Rück
(@poohdini)

Ich sehe mittlerweile auch Russ vorne. Das Argument des Teamerfolgs kann man hier ja nicht miteinbeziehen, das ein Großteil der Niederlagen ja zu der Zeit kamen als er nicht gespielt hat.

Aber sein Impact ist sehr groß, er muss bisweilen mit einem kaputten/neuen Roster spielen und ist bei absolut absurd hoher Usage immer noch effizient.

Vllt haben seine ganze TDs auch Einfluss auf die Wähler.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2015 2:50 pm
Julian Lage
(@yul)
Moderator

Ich sehe mittlerweile auch Russ vorne. Das Argument des Teamerfolgs kann man hier ja nicht miteinbeziehen, das ein Großteil der Niederlagen ja zu der Zeit kamen als er nicht gespielt hat.

Westbrook hat mehr Spiele verloren diese Saison als Harden: 62 gespielt, dabei 37:25. Harden individuell ist bei 53:23 (hat eine Niederlage suspendiert verpasst). Dabei wirft WB 53% TS, Harden über 60. Die Rockets haben teilweise Dorsey oder Tarik Black starten lassen.

Meiner Meinung nach spricht für Westbrook nicht viel mehr als die puren Boxscore-Stats. Wenn man die Bilanz wegen Verletzungen usw. ignorieren will, wäre meiner Meinung nach immer noch Anthony Davis die naheliegendere Wahl. Ähnliches Output-Volumen bei höherer Effizienz...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2015 3:14 pm
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