Wer sollte MVP 2015...
 
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Wer sollte MVP 2015 werden?  

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Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Ja, leider. Wie sähe deine Reihenfolge nach subjektiven Kriterien bei einem Ranking mit Curry, Paul und Harden aus?

Puuuh du stellst fragen. 😳
Aber zunächst mal ist für mich folgender Satz von dir von zentraler Bedeutung:
Chris Paul ist mit seinen gezeigten Leistungen deutlich näher an den beiden dran, als es die breite Öffentlichkeit vorgeben möchte.

Wenn die breite Öffentlichkeit dies wahrnehmen würde, dann wäre ich schon zufrieden, aber Paul hat halt einfach (teils selbstgemachte) Probleme damit. Sein öffentlichkeitswirksames Rumgeflope, fehlender PO-Erfolg und die Feel-Good-Story fehlt halt komplett bei ihm, wofür er natürlich nichts kann. Er hat es geschafft das Team ohne Blake und ohne Bank auf Kurs zu halten (9-6) und dabei viele gute Teams geschlagen. Die Offense ohne ihn bricht quasi ein bei den Clippers, was selbstverständlich auch an der fehlenden Bank liegt, aber zeigt auch deutlich seinen Wert.

Meine Top 3? Kann mich nicht wirklich entscheiden und am Ende könnte Chris dann tatsächlich auf 3 landen. Daher gibt es von mir erstmal nur den Sieger: Harden. 😯

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Veröffentlicht : 15/04/2015 3:43 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Ich weiß nicht ob über folgenden Punkt schonmal gesprochen wurde, daher werfe ich ihn mal ein in die Runde:

Ich würde James Harden zum MVP 2014/2015 wählen. Eigentlich sehe ich ihn und Curry praktisch gleichauf in Sachen Impact pro Ballbesitz, aber Harden hat durchnittlich ca. 4 Minuten pro Spiel länger gespielt. Insgesamt entspricht das ca. 10 Spiele (!) in der RS a 36 Minuten. Er hat also seinem Team umgerechnet ca. 10 Spiele mehr geholfen. Da der Impact pro Ballbesitz bei wachsender Spielzeit eigentlich sinkt (zumindest wenn man viele Minuten abreißt) und das bei Harden offenbar nicht der Fall war, besteht am Ende aus meiner Sicht dadurch ein Plus gegenüber Curry. Daher meine Stimme für Harden. :tup:

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Veröffentlicht : 17/04/2015 6:47 pm
HaSchu
(@haschu-2)

Die Sache bei diesen Minuten ist doch aber auch die: Curry hat unfassbar viele vierte Viertel auf der Bank verbracht, weil die Warriors oder (wenn man pro Curry argumentiert) er den Sack schon früher zugemacht haben. Wenn Curry nur 28 Minuten dazu braucht ein Spiel zu entscheiden, kann man ihm da ja schwer was ankreiden, oder?

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Veröffentlicht : 18/04/2015 12:53 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Die Sache bei diesen Minuten ist doch aber auch die: Curry hat unfassbar viele vierte Viertel auf der Bank verbracht, weil die Warriors oder (wenn man pro Curry argumentiert) er den Sack schon früher zugemacht haben. Wenn Curry nur 28 Minuten dazu braucht ein Spiel zu entscheiden, kann man ihm da ja schwer was ankreiden, oder?

Sehe ich ähnlich, wobei man vielleicht sagen kann, dass es generell am besseren Team liegt. Dennoch finde ich die Rechnung mit den 10 Spielen extrem irreführend. Einzig die Tatsache, dass die höhere Spielzeit von Harden seinem Impact nicht schadet, ist erwähnenswert, aber Curry kann halt wenig dafür, dass er halt nicht länger auf dem Platz stehen musste. Denn ich sehe bei Curry (theoretisch) auch keinen Impact-Einbruch, wenn er 4 Minuten mehr Spielzeit gesehen hätte.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 12:59 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Die Sache bei diesen Minuten ist doch aber auch die: Curry hat unfassbar viele vierte Viertel auf der Bank verbracht, weil die Warriors oder (wenn man pro Curry argumentiert) er den Sack schon früher zugemacht haben. Wenn Curry nur 28 Minuten dazu braucht ein Spiel zu entscheiden, kann man ihm da ja schwer was ankreiden, oder?

Sehe ich ähnlich, wobei man vielleicht sagen kann, dass es generell am besseren Team liegt. Dennoch finde ich die Rechnung mit den 10 Spielen extrem irreführend. Einzig die Tatsache, dass die höhere Spielzeit von Harden seinem Impact nicht schadet, ist erwähnenswert, aber Curry kann halt wenig dafür, dass er halt nicht länger auf dem Platz stehen musste. Denn ich sehe bei Curry (theoretisch) auch keinen Impact-Einbruch, wenn er 4 Minuten mehr Spielzeit gesehen hätte.

Es ist doch gar nicht sicher, dass Currys Impact pro Ballbsitz bei signifikant mehr Minuten gleichbleibend wäre. Bei James Harden hat man jedoch die Gewissheit, dass es so ist.
Wenn ein Spieler einem Team umgerechnet 10 Spiele (mit 36 mpg) mehr hilft (oder meinetwegen >360 Minuten), ist das etwas, was faktisch zu Buche steht. Jetzt einfach zu unterstellen, dass dies bei Curry ähnlich wäre, ist aus meiner Sicht unfair gegenüber James Harden. Der MVP Award ist kein "was wäre wenn"- oder "unter der Annahme, dass..."-AWARD, sondern eine Auszeichnung für die auf dem Feld gezeigte faktisch vorhandene (und eben keine hypothetische!) Leistung.

Falls man die Spielzeit aus acht lässt, würde man Curry Leistungen hinzurechnen, die er gar nicht gebracht hat. Also von einem imaginären MVP-Award habe ich noch nichts gehört. :mrgreen:

Also ich stütze meine Entscheidung ehrlich gesagt lieber auf Daten und Leistungen, die vorhanden sind, als auf Daten und Leistungen, die nicht vorhanden sind. Überspitzt formuliert.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 3:15 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Es ist doch gar nicht sicher, dass Currys Impact pro Ballbsitz bei signifikant mehr Minuten gleichbleibend wäre. Bei James Harden hat man jedoch die Gewissheit, dass es so ist.
Wenn ein Spieler einem Team umgerechnet 10 Spiele (mit 36 mpg) mehr hilft (oder meinetwegen >360 Minuten), ist das etwas, was faktisch zu Buche steht. Jetzt einfach zu unterstellen, dass dies bei Curry ähnlich wäre, ist aus meiner Sicht unfair gegenüber James Harden. Der MVP Award ist kein "was wäre wenn"- oder "unter der Annahme, dass..."-AWARD, sondern eine Auszeichnung für die auf dem Feld gezeigte faktisch vorhandene (und eben keine hypothetische!) Leistung.

Falls man die Spielzeit aus acht lässt, würde man Curry Leistungen hinzurechnen, die er gar nicht gebracht hat. Also von einem imaginären MVP-Award habe ich noch nichts gehört. :mrgreen:

Natürlich ist es nicht sicher wie Curry mit 4 Minuten mehr abliefern würde, allerdings fällt mir jetzt auch kein wirkliches Argument ein, weshalb er signifikant schlechter spielen sollte. Aber das sollte auch nicht der Hauptpunkt der Kritik an deiner Rechnung sein.

Du "bestrafst" Curry in deiner Bewertung für die wenigen Minuten. Das könnte ich verstehen, wenn man konditionell argumentieren würde, aber die wenigeren Minute sind ja klar mit dem Teamerfolg zu begründen. Man könnte halt höchstens anführen, dass Harden halt das schwächere Team hatte, dafür haben die Warriors aber auch 11 Siege mehr geholt.

Ich würde Harden den Titel geben, weil ich es für außerordentlich halte, dass er dieses Team zu dem Record verholfen hat. Die Minuten als pro Argument heranzuziehen, finde ich jedoch fragwürdig.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 3:26 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Natürlich ist es nicht sicher wie Curry mit 4 Minuten mehr abliefern würde, allerdings fällt mir jetzt auch kein wirkliches Argument ein, weshalb er signifikant schlechter spielen sollte. Aber das sollte auch nicht der Hauptpunkt der Kritik an deiner Rechnung sein.

Du "bestrafst" Curry in deiner Bewertung für die wenigen Minuten. Das könnte ich verstehen, wenn man konditionell argumentieren würde, aber die wenigeren Minute sind ja klar mit dem Teamerfolg zu begründen. Man könnte halt höchstens anführen, dass Harden halt das schwächere Team hatte, dafür haben die Warriors aber auch 11 Siege mehr geholt.

Ich würde Harden den Titel geben, weil ich es für außerordentlich halte, dass er dieses Team zu dem Record verholfen hat. Die Minuten als pro Argument heranzuziehen, finde ich jedoch fragwürdig.

Ich bestrafe Curry nicht. Wie kann meine Argumentation eine Bestrafung sein, wenn ich nur das bewerte, was auf dem Feld passiert, wenn der Spieler spielt. Ganz im Gegenteil: wenn man Currys Gesamtimpact einfach hochrechnet, verlässt man den Boden der faktisch gezeigten Leistung. Für mich zählt einfach der Impact auf dem Feld. Nicht der hypothetische Impact eines Spielers, der nicht auf dem Feld ist.

Im übrigen hast du doch eine Sache schon selbst genannt: die Kondition.

Im Übrigen sind durchschnittlich 4 Minuten pro Spiel aus Konditionssicht signifikant. Jede Minute, die ein Spieler nicht auf dem Feld spielen muss, kann sich im Laufe der Saison - gerade in Hinblick auf die Playoffs - als Vorteil erweisen. Das ist doch gerade der Grund, wieso ein Dirk Nowitzki in der RS der 2010/2011 4-5 Minuten weniger gespielt hat als danach in den Playoffs, wo er dann mehr glänzen konnte. Auch bei Curry können sich in Vergleich zu Harden diese 32 mpg als Vorteil für die Playoffs erweisen. Oder bist du der Ansicht, dass sich die Trainer bei der Begrenzung von Minuten nichts denken? Sie sehen den langfristigen Vorteil sowie die kurz/mittelfristige Möglichkeit den Spieler in der geringeren Spielzeit mehr und effektvoller agieren zu lassen und dabei zugleich die körperliche Verfassung leichter unter Kontrolle zu behalten.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 3:50 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Ich habe das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Oder ich drücke mich nicht klar genug aus.

Ich bestrafe Curry nicht. Wie kann meine Argumentation eine Bestrafung sein, wenn ich nur das bewerte, was auf dem Feld passiert, wenn der Spieler spielt. Ganz im Gegenteil: wenn man Currys Gesamtimpact einfach hochrechnet, verlässt man den Boden der faktisch gezeigten Leistung. Für mich zählt einfach der Impact auf dem Feld. Nicht der hypothetische Impact eines Spielers, der nicht auf dem Feld ist.

Gut, dann lassen wir das Hochrechnen mal kurz weg.

Im Übrigen sind durchschnittlich 4 Minuten pro Spiel aus Konditionssicht signifikant. Jede Minute, die ein Spieler nicht auf dem Feld spielen muss, kann sich im Laufe der Saison - gerade in Hinblick auf die Playoffs - als Vorteil erweisen. Das ist doch gerade der Grund, wieso ein Dirk Nowitzki in der RS der 2010/2011 4-5 Minuten weniger gespielt hat als danach in den Playoffs, wo er dann mehr glänzen konnte. Auch bei Curry können sich in Vergleich zu Harden diese 32 mpg als Vorteil für die Playoffs erweisen.

Natürlich kann es von Vorteil sein, wobei der Nowitzki Vergleich nicht wirklich taugt. Dirk ging auf die 33 zu, Curry ist 27.
Oder bist du der Ansicht, dass sich die Trainer bei der Begrenzung von Minuten nichts denken? Sie sehen den langfristigen Vorteil sowie die kurz/mittelfristige Möglichkeit den Spieler in der geringeren Spielzeit mehr und effektvoller agieren zu lassen und dabei zugleich die körperliche Verfassung leichter unter Kontrolle zu behalten.

Ich bin der Meinung, dass Kerr natürlich seinen Star so oft es geht geschont hat, aber dahinter stand nicht die Idee, dass er in geringerer Spielzeit effektiver agieren kann, sondern schlichtweg der Luxus, dass man zig Blowouts verzeichnen und Curry einfach deutlich öfter aufgrund des Spielverlaufs pausieren konnte.

Das zeigt sich sehr deutlich an folgender Statistik:
Games decided by 10 Points or more
GSW 45-9
HOU 31-14

Den Effekt, dass er dann fitter in die PO gehen kann, stelle ich nicht in Frage und ist natürlich der Gedanke hinter dem Schonen. Aber es kam halt dazu, weil man so unglaublich gut war.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 4:02 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Natürlich kann es von Vorteil sein, wobei der Nowitzki Vergleich nicht wirklich taugt. Dirk ging auf die 33 zu, Curry ist 27.

Die eine Saison von mir war doch nur ein Beispiel, Nimm ruhig eine frühere Saison. Auch da hat er in der RS weniger Minuten gesehen als in den Playoffs. Das ist bei anderen Franchiseplayers genauso der Fall.

Mir geht es einfach darum, dass es deiner Ansicht nach völlig selbstverständlich ist, dass ein Spieler mehr Minuten spielen muss und der Impact pro Minute gleichbleibt. Wie begründest du das, wenn es doch ziemlich einleuchtend ist, dass mehr Minuten eine größere Anstrengung bedeuten. Das heißt der Spieler hat schwierigere Ausgangsbedinungen und soll trotzdem zwangsweise (!) den gleichen Impact pro Ballbesitz erzeugen? An dieses hypothetische Konstrukt glaube ich nicht. Es mag sein, dass es bei Curry ähnlich wie bei Harden der Fall sein könnte. Das wissen wir aber nicht. Deswegen verlasse ich mich lieber auf das was ich weiß und nicht das, was ich nicht weiß.

Ich bin der Meinung, dass Kerr natürlich seinen Star so oft es geht geschont hat, aber dahinter stand nicht die Idee, dass er in geringerer Spielzeit effektiver agieren kann, sondern schlichtweg der Luxus, dass man zig Blowouts verzeichnen und Curry einfach deutlich öfter aufgrund des Spielverlaufs pausieren konnte.

Das zeigt sich sehr deutlich an folgender Statistik:
Games decided by 10 Points or more
GSW 45-9
HOU 31-14

Den Effekt, dass er dann fitter in die PO gehen kann, stelle ich nicht in Frage und ist natürlich der Gedanke hinter dem Schonen. Aber es kam halt dazu, weil man so unglaublich gut war.

Mein Ausgangspunkt war der, dass Curry Impact pro Ballbesitz genauso hoch ist wie der von Harden. Wenn du jetzt der Ansicht bist, dass Currys Impact pro Ballbesitz größer ist als der von Harden, könnte er Harden überholen, trotz geringerer Minuten. Das ist aber wie gesagt nicht mein Ausgangspunkt. Für mich sind beim Impact pro Ballbesitz diese Saison beide gleichauf gewesen.

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Veröffentlicht : 18/04/2015 4:20 pm

Îch komme da auf keinen grünen Zweig bei der Entscheidung zwischen Curry und Harden.

Das Quantitätsargument mit der Spielzeit finde ich letztendlich auch nicht überzeugend genug, weil man auch nicht weiß wieviel das letztendlich genau ausmacht wenn man jetzt 4 Minuten weniger oder mehr spielen muss, also in Bezug auf Gewinne/Einbußen beim qualitativen Impact. Und der reine Quantitätsvorteil, ohne den Qualitätseinfluss, der hat für mich nichts mit dem Spieler zu tun, weil es ja nichts mit der "stay on the court"-ability zu tun hat, sondern einfach mit dem Team, das mehr garbage time hat. Aufgrund der 4 MPG mehr dann zu urteilen, dass Harden für die Rockets wertvoller war als Curry für die Warriors, ist mMn falsch, denn ohne Curry hätten die Warriors erst gar nicht soviel Garbage Time und damit mehr Chancen ihren Star zu schonen bekommen.

Auch in Bezug auf die Rolle habe ich hin und her überlegt. Einerseits kann Harden - theoretisch gedacht (praktisch nicht wirklich belegbar) - nicht von soviel spielerischer Qualität unter seinen Mitspielern profitieren wie Curry und hat es dadurch vl. eher etwas schwieriger seine individuelle Klasse an den Tag zu legen. Andererseits hat Harden durch mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse pro 100 possessions es einfacher offensiven Impact zu genieren, weil das halt mit Ball einfacher ist.

Also ich könnte da jetzt nicht wirklich entscheiden wer es von den beiden schwerer gehabt hat diesen ähnlichen Impact den die beiden haben zu genieren.

Deswegen bin ich mittlerweile der Meinung, dass eigentlich beide MVP werden sollten, denn beide hätten es verdient und der der letztendlich nur 2ter im Voting wird, dem wird eine Ehrung verwehrt, die er eigentlich auch verdient hätte. Aber ein Tie im Voting ist ja glaube ich leider sehr unwahrscheinlich.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 6:30 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

Die eine Saison von mir war doch nur ein Beispiel, Nimm ruhig eine frühere Saison. Auch da hat er in der RS weniger Minuten gesehen als in den Playoffs. Das ist bei anderen Franchiseplayers genauso der Fall.

Mir geht es einfach darum, dass es deiner Ansicht nach völlig selbstverständlich ist, dass ein Spieler mehr Minuten spielen muss und der Impact pro Minute gleichbleibt. Wie begründest du das, wenn es doch ziemlich einleuchtend ist, dass mehr Minuten eine größere Anstrengung bedeuten.

Natürlich ist es nicht selbstverständlich, wo habe ich das geschrieben? Ich habe gemutmaßt, dass er bei 4 Minuten mehr seinen Impact aufrecht erhalten könnte. Und davon gehe ich unter anderem bei Curry aus, weil er so wenige Minuten spielen musste. Es ist ja nicht so, dass er in früheren Jahren (Saison 12/13 38,5 MPG, Saison 13/14 36,5 MPG) nicht schon mehr Minuten gespielt hätte. Seine Entwicklung zum MVP Kandidaten in diesem Jahre führe ich halt nicht darauf zurück, dass er weniger Minuten spielen muss. Aber natürlich ist es spekulativ von meiner Seite, aber die Spielzeit ist halt ein Totschlagargument gegen das man nun mal nur auf theoretischer Basis argumentieren kann.

Das heißt der Spieler hat schwierigere Ausgangsbedinungen und soll trotzdem zwangsweise (!) den gleichen Impact pro Ballbesitz erzeugen? An dieses hypothetische Konstrukt glaube ich nicht. Es mag sein, dass es bei Curry ähnlich wie bei Harden der Fall sein könnte. Das wissen wir aber nicht. Deswegen verlasse ich mich lieber auf das was ich weiß und nicht das, was ich nicht weiß.

Das einzige was ich für die MVP-Diskussion aus dem Minutenvergleich ziehen kann, ist die Tatsache, dass Houston mehr Spielzeit von Harden brauchte, um siegreich zu sein. Dafür hat aber Curry halt mehr Siege auf der Habenseite. Da können wir dann drüber diskutieren, was man höher gewichtet und wie ich schon sagte, würde meine Stimme an Harden gehen.

Mein Ausgangspunkt war der, dass Curry Impact pro Ballbesitz genauso hoch ist wie der von Harden. Wenn du jetzt der Ansicht bist, dass Currys Impact pro Ballbesitz größer ist als der von Harden, könnte er Harden überholen, trotz geringerer Minuten. Das ist aber wie gesagt nicht mein Ausgangspunkt. Für mich sind beim Impact pro Ballbesitz diese Saison beide gleichauf gewesen.

Ich finde es halt fast unmöglich wirklich den Impact zu vergleichen. Und es sprechen weniger die Minuten für Harden, als vielmehr das schwächere Team, welches dafür verantwortlich ist, dass er mehr Minuten sehen muss. Wohingegen die Siege für Curry sprechen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 6:52 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Ich denke wir würden uns jetzt nur noch im Kreis drehen. Ich verstehe deine Argumentation, aber für mich ist es eben auch eine Qualität mehr Spielzeit als die Konkurrenz zu sehen und nachweislich impactmäßig nicht nachzulassen. zeigt aber vielleicht auch, wie schwierig es ist die Kriterien für die MVP-Wahl in den Griff zu bekommen. Und da du deine Stimme ja auch Harden geben würdest... 😈

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 7:36 pm
Martin Sobczyk
(@martin-sobczyk)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18/04/2015 8:21 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Andererseits hat Harden durch mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse pro 100 possessions es einfacher offensiven Impact zu genieren, weil das halt mit Ball einfacher ist.

Fabian hat doch absolut Recht. Es ist doch normalerweise genau umgekehrt. Es ist bei zunehmender Minutenanzahl & steigender Usage eher so, dass die Effizienz SINKT. Zu behaupten, Curry würde dann immer noch die gleiche Effiienz an den Tag lagen, ist schlicht und ergreifend Spekulation.
Und deshalb verstehe ich auch Fabians Argumentation: Man kann nur das bewerten, was faktisch vorliegt. Bei einem solch knappen MVP Rennen machen Nuancen wohl den Unterschied aus. Eine dieser Nuancen kann eben dann die Minutenanzahl oder die Usage sein.

Fabian bestraft nicht Curry, sondern vergoldet quasi Hardens Impact anhand dessen Usage.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19/04/2015 1:56 pm

Andererseits hat Harden durch mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse pro 100 possessions es einfacher offensiven Impact zu genieren, weil das halt mit Ball einfacher ist.

Fabian hat doch absolut Recht. Es ist doch normalerweise genau umgekehrt. Es ist bei zunehmender Minutenanzahl & steigender Usage eher so, dass die Effizienz SINKT. Zu behaupten, Curry würde dann immer noch die gleiche Effiienz an den Tag lagen, ist schlicht und ergreifend Spekulation.
Und deshalb verstehe ich auch Fabians Argumentation: Man kann nur das bewerten, was faktisch vorliegt. Bei einem solch knappen MVP Rennen machen Nuancen wohl den Unterschied aus. Eine dieser Nuancen kann eben dann die Minutenanzahl oder die Usage sein.

Fabian bestraft nicht Curry, sondern vergoldet quasi Hardens Impact anhand dessen Usage.

Du hast schon recht damit das bei steigender Usage und Spieldauer die Effizienz wahrscheinlich sinkt. Aber weder Effizienz noch Usage sind 1 zu 1 Impact.
Impact ist für mich der Einfluss auf das Spielergebnis während der gesamten Spielzeit und da ist die Effizienz beim Abschluss und die Usage nur ein Teil davon. Bei Harden z.B. der eine Usage von ca. 30% hat, hat man ca. 15% der Angriffe und Gegenangriffe bewertet, wenn man nach Usage und Abschlusseffizienz guckt.

Und ja die Effizienz sinkt normalerweise je höher die Usage ist, aber nicht zwangsweise der Impact. Wenn gute Scorer wie Harden weniger Usage hätten würde wahrscheinlich auch ihr Impact sinken, weil sie trotz hohen Volumens immernoch besser abschließen als ihre Teamkollegen. Darum ist es für Spieler wie Harden leichter Impact zu generieren wenn sie mehr Usage haben. Deswegen aber anhand der Usage den Impact von verschiedenen Spieler zu vergleichen ist ein Fehler, weil nicht jeder MVP-Kandidat mit und ohne Ball den gleichen Impact erzeugt.

Unser bisheriger Konsens (also auf jeden Fall der von Fabian) ist ja der, dass Curry und Harden pro 100 Team-Ballbesitze ungefähr den gleichen Impact erzeugen. So ist es zumindest laut RPM ungefähr.
Harden hat aber eben diesen ähnlichen Impact mit mehr Ballbesitz und Usage erzeugt.... da kann man sich jetzt natürlich drüber streiten ob es jetzt nicht die größere Kunst ist das mit weniger Ballbesitz und Usage zu schaffen, weil das mMn tendenziell schwieriger ist.

Und das Spielzeit-Argument verstehe ich in dem Sinne, dass Harden aufgrund der Quantität mehr geleistet hat als Curry, wenn man annimmt das die Qualität die selbe ist.
Da das aber nicht an Curry liegt, ist es mMn fragwürdig dadurch darauf zu schließen das Curry weniger wertvoll wäre, weil man eben nicht genau sagen kann wieviel das nun ausmachen würde wenn beide die selbe Spielzeit hätten.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19/04/2015 4:04 pm
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