Advanced Stats, Wired

Was bringen uns Statistiken? (Audio)

Go-to-Guys Wired #47

Go-to-Guys Wired beschäftigt sich in der 47. Ausgabe mit Advanced Stats. Philipp Rück, Jonathan Walker und Dennis Spillmann besprechen das Für und Wider von Statistiken.

Themen in diesem Podcast sind:

  • Nutzen von Stats? (01:13)
  • Probleme von Stats (13:30)
  • Welche Stats sollte man (nicht) nutzen? (20:15)
  • Was ist advanced? (50:10)

Artikel zu Statistiken findet ihr in unserer Statistik-Kategorie.

Vielen Dank an Miko Infantado für das Intro! 
Wer keine Folge des Podcasts verpassen will, abonniert diesen einfach auf itunes.

Ihr könnt den Podcast entweder über unseren youtube-Channel oder direkt unter diesem Post hören. Die Soundqualität ist bei youtube etwas besser.

 “Go-to-Guys Wired – Hör das Spiel” ist der Basketballpodcast der Webseite Go-to-Guys.de. Die Redakteure nehmen zu aktuellen und zeitlosen Themen der NBA und NCAA Stellung und analysieren Entwicklungen auf und neben dem Parkett, das die Welt bedeutet.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

6 comments

  1. Sebastian Seidel

    Sehr guter Pod.

    Ich hab nur immer ein Problem mit der Usage-Rate.

    Beispiel:
    Grundlage:
    Spieler A zieht zum Korb zieht einen zweiten Verteidiger, spielt den Kickout.

    Option 1:
    Spieler B nimmt den Wurf und trifft ihn. Spieler A bekommt den Assist, das wirkt sich positiv auf seine Usage aus.

    Option 2:
    Spieler B spielt den Extrapass zu dem noch offener stehenden Spieler C, dieser nimmt den Wurf und trifft ihn.
    Kein positiver Einfluss auf die Usage von Spieler A, obwohl er durch den Drive den offenen Wurf ermöglicht hat.

    Nimmt Spieler A jetzt also eine kleinere Rolle ein, nur weil sein Mitspieler einen guten Pass spielt?

    Spieler, die eine größere Rolle bei Teams spielen bei denen der Ball gut bewegt wird, haben dadurch in der Regel eine vergleichsweise kleinere Usage-Rate.

    Spielt Reggie Jackson (USG 29.5) wenn er auf dem Feld steht also eine größere Rolle für seine beiden Teams als es z.B. Stephen Curry für die Golden State Warriors tut?
    Ist Thomas Robinson (USG 26.7) bei durchaus solider Sample Size, also eine richtige Offensivoption?

    Ich finde nicht, dass sich die Usage gut eignet um die Größe einer Rolle wirklich gut darzustellen. Dafür spielen Teams auch einfach zu unterschiedlich.

  2. Dennis Spillmann

    Danke für das Feedback.

    Die Usage Rate musst du hierbei auf die wirkliche Minutenzahl beziehen, denn sie bildet nur ab, wie oft ein Spieler einen Angriff abschließt, wenn er auf dem Feld steht.
    Reggie Jackson schließt in SEINER Spielzeit mehr Plays ab als Steph Curry, richtig. Aber in die Usage rate gehen überhaupt keine Assists ein. Es ist eine pure Possession-Ending-Statistik und hat auch gar keinen qualitativen Wert. Sie kann nur sehr gut sagen, wer am häufigsten den Wurf am Ende der Possession nimmt, nicht, wie der Wurf zu stande kam. Deshalb kann man an ihr sehr gut erkennen, wer die primären Scorer eines Teams sind, aber nicht, wie gut sie sind.
    Jackson feuert in Detroit aus allen Rohren (häufiger als Curry), aber ist eben auch gnadenlos ineffizient dabei. Beide haben aber klar die Rolle der ersten Scoring-Option inne.

    Bei Thomas Robinson musst du die Minutenanzahl beachten. In den 16 Minuten, in denen er auf dem Feld steht, nimmt er fast jeden dritten Wurf, den es in dieser Zeit gibt. Er ist also in dieser begrenzten Zeit wahrscheinlich der Go-to-Scorer. Er nimmt ja auch alle 2 Minuten einen Wurf und begeht Turnover im Stile eines Ballhandlers (2,8 auf 36 Minuten!). Er ist natürlich ineffizient, aber die Usage Rate stimmt da schon und sagt auch das richtige aus: 30% aller Posssessions schließt Robinson direkt ab, das ist in seiner Spielzeit so hoch wie Jackson oder Curry.

  3. Artur Kowis

    Hier noch die Formel für USG%:

    100 * ((FGA + 0.44 * FTA + TOV) * (Tm MP / 5)) / (MP * (Tm FGA + 0.44 * Tm FTA + Tm TOV))

    Wie Dennis sagt fließen hier eben nur Aktionen ein, die Ballbesitze beenden und nicht etwa weiterführen oder erhalten.
    Auf NylonCalculus gibt es weitere Varianten wie etwa Shot Usage oder Assisst Usage: http://nyloncalculus.com/stats/true-usage/

  4. Artur Kowis

    Ach ja, super Pod! Hoffentlich hören denn sich auch Viele an. Könnte man eigentlich als “Alltimer” verwenden.

  5. Sebastian Seidel

    Danke für das Feedback.

    Die Usage Rate musst du hierbei auf die wirkliche Minutenzahl beziehen, denn sie bildet nur ab, wie oft ein Spieler einen Angriff abschließt, wenn er auf dem Feld steht.
    Reggie Jackson schließt in SEINER Spielzeit mehr Plays ab als Steph Curry, richtig. Aber in die Usage rate gehen überhaupt keine Assists ein. Es ist eine pure Possession-Ending-Statistik und hat auch gar keinen qualitativen Wert.

    Gut dann liegt das grundlegende Problem bei unterschiedlichen Formeln.
    Ich kenne/kannte nur diese Formel von ESPN bei der Assists mit einberechnet werden:

    USG: Usage Rate – the number of possessions a player uses per 40 minutes. Usage Rate = {[FGA + (FT Att. x 0.44) + (Ast x 0.33) + TO] x 40 x League Pace} divided by (Minutes x Team Pace)

    http://insider.espn.go.com/nba/hollinger/statistics/_/sort/usageRate

    Sie kann nur sehr gut sagen, wer am häufigsten den Wurf am Ende der Possession nimmt, nicht, wie der Wurf zu stande kam. Deshalb kann man an ihr sehr gut erkennen, wer die primären Scorer eines Teams sind, aber nicht, wie gut sie sind.
    Jackson feuert in Detroit aus allen Rohren (häufiger als Curry), aber ist eben auch gnadenlos ineffizient dabei. Beide haben aber klar die Rolle der ersten Scoring-Option inne.

    Das sie nichts über Effizienz aussagt ist mir bewusst. Der Minutenunterschied zwischen Curry und Jackson ist zwar existent, mit 5 Minuten Unterschied allerdings auch nicht der Riesenfaktor.
    Die Zahl bezieht sich sowohl auf die Zeit in Detroit als auch in Oklahoma.
    Er hat vier Spiele für Detroit absolviert und 48 für die Thunder. Der Einfluss von der Zeit in Detroit auf die gesamte Saison also knapp unter 8%.
    Am Anfang der Saison war er ohne Westbrook und Durant sicherlich auch kurzfristig die erste Option, dennoch ist seine Rolle über die ganze Saison gesehen nicht mit der von Curry auch nur annährend zu vergleichen.

    Bei Thomas Robinson musst du die Minutenanzahl beachten. In den 16 Minuten, in denen er auf dem Feld steht, nimmt er fast jeden dritten Wurf, den es in dieser Zeit gibt. Er ist also in dieser begrenzten Zeit wahrscheinlich der Go-to-Scorer. Er nimmt ja auch alle 2 Minuten einen Wurf und begeht Turnover im Stile eines Ballhandlers (2,8 auf 36 Minuten!). Er ist natürlich ineffizient, aber die Usage Rate stimmt da schon und sagt auch das richtige aus: 30% aller Posssessions schließt Robinson direkt ab, das ist in seiner Spielzeit so hoch wie Jackson oder Curry.

    Auch hier wieder ist die Zahl auf Portland und Philly bezogen.
    Nimmt dann alle 4 minuten einen Wurf, auf 36 Minuten 9.7 Würfe. Das sind für mich nicht Zahlen einer Go-to-Option.

    Wo kann man die Zahlen zu der USG% einsehen von der Formel die Artur genannt hat? Vielleicht kann ich mit dieser eher anfreunden ;)

  6. Dennis Spillmann

    Ich habe mich bei Jackson und Robinson lediglich auf die neuen Rollen gestützt. Die Werte bei ihren alten Teams sind niedriger.

    Du kannst die USG bei jedem Spielerprofil unter advanced einsehen. Schön ist hier, dass es direkt einen Split bei den Teamwechseln gibt.

    Ich dachte bisher, dass du dich auf die erhöhte USG bei den neuen Teams beziehst. Für die ESPN-USG-Rate müsste ich zuerst errechnen, was der Grenzwert für erste Optionen ist. Der dürfte höher sein als beim bkref-USG.


Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben