Draftprofile 2020

Isaac Okoro

Auburn Tigers
Quelle: Youtube

Datenblatt

Name: Isaac Okoro

Geburtsdatum: 26.01.2001

Größe: 6’6”

Gewicht: 225 lbs.

Spannweite: 6’9”

Position: Wing

Team: Auburn Tigers

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Defense

+ Frame und Strength

+ Passing/Playmaking

– Self-Creation

– Wurf

Preseason-Scouting – 06.12.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Isaac Okoro ist ein unglaubliches Kraftpaket mit breiten Schultern. Der 6‘6‘‘ Flügel wird aktuell mit knapp 225 Pfund geführt. Auf diese Masse kommt der Wing fast ausschließlich durch einen schon sehr ausdefinierten Muskelpanzer.

+ Sein breiter Frame und seine vergleichsweise sehr starken Beine verleihen ihm ungemein viel Core-Strength und Balance.

+ Gerade in Anbetracht, dass Okoro erst im kommenden X 19 Jahre alt wird und damit eines der jüngeren Talente der kommenden Draft ist, ist es erstaunlich, was für eine physische Erscheinung er bereits jetzt ohne NBA-Conditioning ist.

+ Der Tiger verfügt über eine gute Spungkraft, die es ihm erlaubt sowohl offensiv als auch defensiv über Ringniveau zu spielen.

* Seine Agilität und Explosivität wirken durch seinen schwereren Körperbau oft nicht so stark, sind aber tendenziell etwas unterbewertet. Okoro kann sich trotz seiner Masse oft als sehr leichtfüßig zeigen und in Transition mit tollen Top-Speed aufblitzen.

* Spielte für U-Mannschaften des Team USA und konnte 2018 Gold bei der U17-WM in Argentinien gewinnen.

* Blieb in seiner Senior-Season an der HS ungeschlagen (32-0) und führte sein Team als bester Spieler zum State-Titel in Georgia.

* Erhielt in der laufenden Saison schon einen SEC-Freshman-of-the-Week-Titel.

– Wenn Okoro eine körperliche Schwäche in Bezug auf Basketball unterstellt werden muss, dann wäre dies seine fehlende Länge. Seine Armspannweite ist „nur“ 6‘9‘‘. Zusätzlich sind flexible Elite-Wings in der NBA zumeist noch ein, zwei Inches größer als seine 6‘6‘‘.

 

OFFENSE:

+ Aktuell kann Okoro nur als One-Level-Scorer bezeichnet werden. Allerdings ist er in dieser einen Dimension bisher elitär gewesen. Der Flügel nimmt knapp 72 Prozent seiner Abschlüsse am Korb und verwandelt davon wahnwitzige 76 FG%@Rim. Er profitiert ungemein von seiner Statur, durch die er viel Kontakt wegstecken kann und zusätzlich viele Freiwürfe zieht. Gleichzeitig weiß der Flügel auch seine Offhand zu nutzen.

+ Der Freshman kommt durch einen soliden ersten Schritt und einen funktionieren Head-Fake sehr gut zum Korb und ist dabei nicht unbedingt auf die Hilfe von seinen Mitspielern angewiesen (nur 34 Prozent seiner Treffer am Ring sind assistiert). Gern und erfolgreich attackiert er Close-Outs.

+ Zusätzlich spielen aber auch seine guten Cutter-Fähigkeiten und seine Aggressivität im Fastbreak in seine tollen Quoten am Korb.

+ Okoros zweite große offensive Stärke ist sein Passing, welches er immer wieder als Highpost-Playmaker gegen Zonenverteidigungen oder aber als Shortroll-Guy anbringen kann. Seine Vision und Passing sind überdurchschnittlich. Zusätzlich ist sein Wille zum Einsetzen der Mitspieler zu loben. Gerade Corner-Shooter hat er bei eigenen Drive immer im Blick und findet sie regelmäßig.

* Der Postup gegen  Guards ist für den bulligen Wing oft eine Situation, die er gewinnbringend für sich nutzen kann, weil sein Touch am Korb gut ist. Letztlich wird diese Facette seines Spiels bei den Profis wohl nur eine situative Scoringmöglichkeit sein.

* Das Handling des Freshman geht über reine Straight-Line-Drive-Fähigkeiten hinaus. Gerade den eigenen Zug zum Korb kann er sich mit einigen Moves schon verlässlich vorbereiten. Allerdings ist es ihm nicht möglich konstant als verkappter Playmaker viel den Ball zu führen oder aber Raum für eigene Sprungwürfe zu schaffen.

– Zu diesem Zeitpunkt muss sein Wurf als große Schwäche gelten. In den ersten acht Spielen verwandelte Okoro lediglich 3-17 Dreiern (17,6 3P%) und wirkte an der Freiwurf-Linie nicht richtig sicher (20-31 FTs, 64 FT%). Leider können seine bisher getroffenen Distanzwürfe Scouts etwas träumen lassen. Seine Dreier traf er aktuell als Stepback, Jab-Step-Pullup und als Transition-Spotup, was die Tür für Biases offen lässt, weil er schwere Würfe verwandelt hat.

 

DEFENSE:

+ Okoro ist ein absolut elitäres Verteidigungstalent, der mit seiner Mixtur aus körperlichen Voraussetzungen, defensivem Verständnis und guter Einstellung schon als Freshman starken Impact auf dieser Seite des Spiels hat.

+ Der Wing wird im Auburn-System vornehmlich als erste Drucklinie in einer Fullcourt-Press eingesetzt und geht aus dieser Rolle zumeist in die Funktion des Point-of-Attack-Defenders über. Allerdings ist er gerade als PnR-Verteidiger sehr flexibel einsetzbar. Switching ist sowohl auf Guards als auch Bigs möglich.

+ Onball kann der Tiger mit guter Mirroring-Fähigkeit durch seine solide Fußarbeit, konstantes Stance-Verhalten und Mut zum physischen Spiel viel Druck auf Ballhandler ausüben. Zusätzlich wirkt Okoro sehr diszipliniert und kommt oft ohne Foul aus (3,9 PF/100 Poss).

+ Offball überzeugt er durch guten IQ. Rotationen und Help-Möglichkeiten erfasst der Freshman gut und schnell.

* Sein defensives Playmaking wird hohen Ansprüchen gerecht, da er auf gute Stock-Zahlen ohne übermäßiges Gamblen kommt (1,6 STL%, 3,4 BLK%).

* Gemessen an seinen körperlichen Voraussetzungen ist sein defensives Rebounding bisher nur als durchschnittlich zu bezeichnen (10,4 DREB%).

*Am College kann Okoro durch sein physisches Talent an machen Abenden fünf Positionen verteidigen. In der NBA ist davon auszugehen, dass er eher ein 3,5-Positionen-Defender wird und etwas von seiner aktuell ungemein starken Switchability verliert.

– Gegen schnelle Guards spekuliert Okoro zu oft auf Recovery-Blocks konstant vor ihnen zu bleiben. Diese schlechte Angewohnheit wird er sich auf dem nächsten Level nicht mehr in der Form erlauben können.

 

Overall

Isaac Okoro wird als außergewöhnliches Defensiv-Prospect in die Draft gehen. In einer Liga, die von Ballhandling-Swingmen dominiert wird, ist er eine wertvolle Verteidigungsoption, nach der sich viele Coaches die Finger lecken werden. In dieser Hinsicht erinnert er durch seine Statur und Physis an OG Anunoby oder College-„Maninal“-Stanley Johnson. Die Offensiv-Skills des Tigers sind auch nicht zu verachten. Slashing auf hohem Niveau kann auch jedes Team gebrauchen. Interessant wird, wieviel seines Playmakings er auf das kommende Level übertragen kann. Seine unterbewertete Vision gepaart mit Core-Strength und Short-Roll-Passing lassen oft an Neu-Celtic Grant Williams denken. Letztlich wird es aber für Okoro wie für so viele Defensiv-Spezialisten auf die Entwicklung seines Wurfes ankommen, um mehr Wert als ein reiner, situativer Rollenspieler generieren zu können. Mit Eckendreier, wäre der Tiger aber direkt eines der spannenderen Talente des aktuellen Jahrgangs.

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