Draftprofile 2020

Isaiah Joe

Arkansas Razorbacks
Quelle: Youtube

Datenblatt

Name: Isaiah Joe

Geburtsdatum: 02.07.1999

Größe: 6’5’’

Gewicht: 170 lbs.

Spannweite: 6’8’’?

Position: Wing

Team: Arkansas Razorbacks

 

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Wurf

+ IQ

+ Defensive Einstellung

– Statur

– Self-Creation

– Handling

Preseason-Scouting – 20.10.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Ist ein sehr flinker und agiler Spieler, der sich mich Leichtigkeit durch enge Räume und Screens bewegt.

+ Bringt für einen Flügelspieler mit 6‘5‘‘ Körpergröße solide Länge mit. Aktuell gibt es keine offizielle Wingspan für ihn. Ich würde aber seine Armspannweite schon auf einen klar positiven Wert (ca. 6‘8‘‘) schätzen. Besonders in der Defense ist seine Reichweite spürbar.

+ Seine Stopping Ability und seine aus gutter Körperbeherrschung resultierende Balance sind bemerkenswert.

* Die Höchstgeschwindigkeit, die Joe in Transition-Situationen erreichen kann, ist beachtlich. Es fehlt ihm aber gänzlich an Explosivität. Weder sein erster Schritt noch seine Sprungkraft genügen allerhöchsten Ansprüchen.

– Der Sophomore ist ein absolutes Leichtgewicht. Teilweise wird er unter 170 lbs. angegeben. Das ist leichter als der sechs Inches kleinere Isaiah Thomas. Insgesamt erinnert Joe mit seiner Statur stark an Patrick McCaw. Gewichtszunahme ist für den Returnee unabdingbar für das kommende Level, da ihm mehr Masse und Corestrength in mehreren Facetten seines Spiels enorm helfen würde.

 

OFFENSE:

+ Der Razorback war in der abgelaufenen Saison als Freshman einer der besten Schützen des Landes. In verwandelten Dreiern landete er mit seinen 113 3PM auf Rang 15 aller NCAA-Athleten, hatte dabei aber auch die wenigsten Versuche aller Schützen an der Spitze dieser Liste (3,3 3PMpG, 41,4 3P%).

+ Joe konnte in vierzehn Spiel vier oder mehr Distanzwürfe im Korb unterbringen. In 32 seiner 34 Partien traf er wenigstens einen Dreier. Absolutes Highlight war eine Begegnung gegen Florida International, in der der Arkansas-Flügel 10-13 3P verwandelte.

+ Seine Wurfbewegung ist kompakt und sehr schnell im Release. Er braucht kaum Platz, um seinen Schuss anzubringen. Auffällig ist zusätzlich seine hohe Konstanz. Die Shootingmotion sieht durch seine starke Körperbalance in nahezu jeder Lage konstant gleichgut aus – ein wichtiges Merkmal für elitäre Schützen.

+ Der Sprungwurf des Flügelspielers ist sehr vielfältig. Für Arkansas traf Joe sowohl Dreier aus stationären Spotups, nach Offball-Movement oder aber auch aus dem Dribbling als Pullup. Dabei stellen auch Sidestep- und Stepbackbewegungen kein Problem für ihn dar.

+ In der Offensive der Razorbacks wurde er als sehr bewegliches, spacinggebendes Piece eingebaut. Der Sophomore läuft sich ständig auf der Weakside frei und erlaubt seinem direkten Gegenspieler kaum Pausen. Mit seinem guten Gefühl für freie Räume und Spacingkonzepte steuert Joe mit dieser Offball-Arbeit viel Wert bei, auch wenn er nicht den Ball führt.

* Seine Freiwurfquote war in der abgelaufenen Saison mit 75,6 FT% mehr als in Ordnung. In Anbetracht seines grandiosen Shooting-Touches von hinter der Dreierlinie hätte ich aber wenigstens eine niedrige 80er Quote von der Charity Stripe erwartet, wie sie Elite-Shooter historisch oft aufweisen.

* Verfügt über gute Vision und solide Passfähigkeiten, auch wenn er kaum in der Situation war, diese abseits von Transition-Plays zeigen zu können. Erst gegen Ende der Saison traten erste, zaghafte Versuche auf das PnR als Ballhandler zu laufen. Teilweise konnte Joe dann mit Alley Oop-Anspielen auf Bulls-Big Gafford etwas Passing-Touch zeigen.

– Muss dringend an seinem Handling arbeiten. Zum aktuellen Zeitpunkt kann er zwar den Ball teilweise auf den Boden setzen, ist aber mit enger Defense leicht unter Druck zu setzen. Neben fehlender Souveränität mangelt es ihm besonders an Dribblemoves, die ihm einfacher Platz für eigene Würfe oder Möglichkeiten für Drives kreieren. Ist zu diesem Zeitpunkt ein klarer Rollenspieler und damit sehr abhängig von seinen Mitspielern, ob, wie und wann ihm Bälle serviert werden.

– Dementsprechend kann Joe bisher als totaler Ausfall im Slashing-Department gelten. Von selbst kommt er nur als Downhill-Driver aus dem Handoff verlässlich zum Korb. Sowohl als Cutter als auch als PnR-Driver trat er kaum in Erscheinung.

– Nur 8,1% seiner Abschlüsse nahm er am Ring. Seine Quote fiel dort mit 55 FG%@Rim wegen fehlender Muskelmasse nicht rosig aus. Im Zuge dessen stand er in 34 Spielen auch nur 82mal an der Freiwurflinie.

 

DEFENSE:

+ Joe ein engagierter Verteidiger. Zumeist ist er in einem guten Stance zu finden und kann besonders kleineren Spielern als PoA-Defender mit seiner Länge zusetzen.

+ Zog in den bisher gesehenen Spielen übermäßig viele Charges und bewies damit ein tolles Verständnis für Helprotationen und Posioning.

+ Teilweise bewies er ein gutes Näschen für Steals ohne übermäßig durch risikoreiche Aktionen Teamprinzipien zu verletzten. Spielt mit viel Einsatz und wirft sich oft nach Loose-Balls.

* Wurde schemabedingt in der PnR-Coverage oft auf Bigs geswitcht und zeigte gute Ansätze im Fronting und bei Boxouts.

* Allein am Perimeter wäre mit seiner Länge etwas Switchability gegeben.

– Kann teilweise vor direkten Gegenspielern bleiben. Es fehlt am Ende aber oft an Masse, um Würfe effektiv beeinflussen zu können. Oft prallt Joe einfach an Gegenspielern ab.

– Hat keine gute Closeout-Technique.

– Wird in der NBA ohne Muskelaufbau noch lange attackierbar sein, da selbst die kleinsten Guards schwerer als er sind.

 

Overall

Isaiah Joe hat sich schon in seinem Freshman-Jahr als elitärer Schütze präsentiert. Deshalb wäre es verwunderlich, wenn der Arkansas-Wing am Ende seiner Sophomore-Saison nicht als einer der besten Werfer der kommenden Draftklasse gilt. Dass ein solcher Spieler auf dem Draftradar jeder Franchise auftaucht, sollte nicht erst seit Kirk Goldberrys Sprawlball klar sein. Die Liga lechzt nach Spielern, die Spacing bieten und Joe sollte seinem künftigen Arbeitgeber auf dem nächsten Level wenigstens das bieten können. Abseits seines Sprungwurfs weist das Game des jungen Returnees noch einige Lücken auf. Besonders die Fragen zu seinem Gewicht und seinem Handling sollte der Razorback in seinem zweiten NCAA-Jahr klären. Dennoch scheint eine Eintrittskarte in die Liga mit seinem wunderschönen Distanzwurf schon gelöst. Und dass allein dieser gepaart mit etwas Basketball-IQ trotz nicht optimaler körperlicher Voraussetzungen sehr schnell zu Minuten führen kann, bewies zuletzt Landry Shamet.

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