Draftprofile 2020

Isaiah Stewart

Washington Huskies
Quelle:Youtube

Washington Huskies

Datenblatt

Name: Isaiah Stewart

Geburtsdatum: 22.05.2001 

Größe: 6’9”

Gewicht: 250 lbs.

Spannweite: 7’4

Position: Big 

Team: Washington Huskies

 

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Motor

+ Physis

 

– Körpergröße/Länge

– Offensive Versatilität

 

 

Basisprofil – 16.01.2020

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Besitzt eine deutlich positive Wingspan von 7’4” und kann dadurch seine fehlende Körpergröße recht gut kaschieren. 

– Als Vertikal-Athlet ist Stewart bislang selten in Erscheinung getreten. Es fehlt ihm an Explosivität aus dem Stand.  

~ Die Verteilung seiner Muskulatur ist etwas unausgeglichen, er hat eine deutlich ausgeprägtere Oberkörpermuskulatur. Grade im Brustbereich besitzt er viel Volumen. Seine Bewegungen wirken auch dadurch etwas kopflastig. Seine Körpermitte und seine Beine können dies nicht genügend kompensieren. Seine Reaktionsfähigkeit wird hiervon besonders negativ beeinflusst. 

 

OFFENSE:

+ Er verfügt über eine solide bis gute Wurfauswahl. Seine Abschlüsse erfolgen bislang fast ausschließlich in Korbnähe, wenn er eine gute Möglichkeit zum scoren sieht. Er nimmt bislang etwas mehr als die Hälfte seiner Abschlüsse in Post-Situationen (140 Posessions, 1.164 PPP, 94th Percentile). 

+ Mit dem Ball in der Hand zeigt er sich nicht als schwarzes Loch. Er bringt immer wieder einfache Durchstecker oder Pässe auf offene Schützen an den Mann. Erweiterte Passing-Reads kann er hierbei eher nicht zeigen, deutet aber generell Potenzial an.  

+ Attackiert regelmäßig das offensive Brett und kann dort eine starke OREB% von 12.6 aufweisen

* Leichte Zweifel an der Fähigkeit gute Picks zu stellen. Er “slippet” gefühlt nahezu jeden Pick und stellt selten Kontakt zum Verteidiger her. Ob dies schematisch bedingt oder fehlendes Verständnis in diesen Situationen zeigt, ist noch nicht genau zu beurteilen. Bei EYBL gefiel er mir in diesem Aspekt deutlich besser. 

* Einen verlässlichen Wurf kann Stewart bislang nicht sein Eigen nennen. Seine Freiwurfquoten sind aber ein erster Indikator, der ihm in dieser Facette noch etwas Potenzial unterstellbar macht (EYBL 2018: 67/92 – 73% und 26/36 – 72% für die La Lumiere High School). Einigen verlässlichen Berichten zufolge, nutzt er im Training regelmäßig und erfolgreich den Dreier sowie die lange Midrange. Aufs Spiel übertragen, hat er diesen Skill bislang jedoch nicht. Nach 17 Spielen stehen lediglich 8 3PA zu Buche (0-8). 

– Seine Palette an Moves ist sehr beschränkt. Im Post nutzt er überwiegend seine Kraft, um sich in Korbnähe zu bringen. Facettenreiche Konter-Bewegungen und ausgeprägte Fußarbeit sucht man bei ihm vergeblich. 

– Trotz seiner imposanten Physis auf College Level ist Stewart fast ausschließlich jemand, der unter Ringniveau agiert. Vertikales Spacing im Pick’n’Roll gehört daher nicht zu seinen Stärken. 

 

DEFENSE:

+ Kann im Post mit die meisten Gegenspielern mithalten und nutzt seine Länge um vertikal zu verteidigen.  

+ Seine Rotationen sind durchaus solide. Er zeigt sich aufmerksam und ist auf jeden Fall gewillt, defensiv beizutragen. Einzig seine Reaktionszeit ist, wie oben beschrieben, momentan etwas hinderlich.

+ Er zeigt sich als solider, wenn auch nicht überragender Shotblocker (6,7 BLK% an der Uni). Seine Blocks beschränken sich zumeist eher auf Help-Defense Aktionen als auf On-Ball Blocks. Seine mangelnde Explosivität aus dem Stand zeigt sich hier als einschränkend.

* In Washingtons Pick’n’Roll Schema konnte Stewart in der Pre-Season bereits sein Potenzial als Switch-Defender unter Beweis stellen. In der regulären Saison hingegen vertraut Coach Hopkins weiterhin eher seiner Zonendefense mit Stewart als Mittelpunkt. Eine Einschätzung bezüglich seiner Fähigkeit verlässlich zu switchen fällt deshalb schwer.  

– Trotz seiner für seine Größe imposanten Wingspan von 7’4′ hat er Probleme Würfe zu verändern. Seine Reaktionsfähigkeit wird von seinen muskulären Defiziten negativ beeinflusst. Grade in Closeout-Situationen werfen Gegenspieler zu häufig einfach über ihn drüber.

 

Overall

Isaiah Stewart spielt eine gute Freshman-Saison und zeigt sich sehr produktiv. Er glänzt am College durch sein effizientes Post-Game und lässt durch sein Energie-Level Vergleiche mit dem Louisville Montrezl Harrell aufkommen. Dieser erschien mir in seiner letzten College-Saison jedoch als besserer Roll-Man und etwas agiler als sein Konterpart aus Washington. An beiden Enden des Feldes sehe ich Stewart als Spieler, der nur eine Position spielen kann. Offensiv fehlt ihm der Wurf und defensiv die Agilität, um vor kleineres Bigs oder Flügelspielern zu bleiben. Mir stellt sich die Frage, wie viele seiner Vorzügen sich auf die NBA übertragen lassen. Sein Inside-Spiel basiert zu sehr auf seinen körperlichen Vorteilen, um ein ernstzunehmender Faktor zu bleiben. Sein Wurf ist noch in der Entwicklung und bislang kein verlässlicher Part seines Fähigkeitenpakets. Er ist damit sowohl offensiv als auch defensiv eher beschränkt in seinem Skillset. 

In der NBA sehe ich ihn vorerst als Bigman für bestimmte Matchups und als Energizer von der Bank. Sollte er besser als gedacht in verschiedenen Pick’n’Roll-Schemata funktionieren und den Ring beschützen können, kann er durchaus für die meisten Teams zum Starter avoncieren und meine jetzigen Erwartungen etwas übertreffen. Allerdings ist hierfür, ähnlich wie bei Montrezl Harrell nach dem College, der richtige Teamfit und eine gute Entwicklung einigen Bereichen seinerseits erforderlich.

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