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Philadelphia 76ers  

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Limit
(@takittothu-limit)

Die Sixers sind mMn nur angreifbar weil sie eine gehörige Portion Pech gehabt haben mit Kugeln und Verletzungen.

Und weil es jemand schrieb, über den Embiid -Pick kann man nicht diskutieren. Hindsight-Bias ist eine schöne Sache.
Selbst wenn man Embiid nur eine 30-Prozentige Chance gibt am Drafttag gesund zu werden/bleiben(und das ist tief gestapelt): 30% Chance auf einen Top 3 Center (Je nach Entwicklung auch TopCenter) in der Liga > deutlich besserer Expected Value > 80 % (auch dieser kann sich verletzen/headcase/faul sein) Chance auf guten Rollenspieler. Jedenfalls wenn man wirklich auf die Ringe schielt.
Und Giannis ist genauso hindsight is 20/20. Das kann man heute jeder Franchise vorwerfen, die ihn nicht gepickt hat, würde man einen Redraft machen.


Zum durchspielen:

Was passiert denn wenn die Sixers dieses Jahr mal kein Pech haben, vielleicht sogar etwas Glück?

Sie selbst behalten den 1. Pick. Die Lakers landen zwischen 2-4. schlechtesten Record. In den drei Fällen sind die Chancen, dass die Lakers ihren Pick behalten basically ein Coinflip (range von ca. 45%-65% Pickverlust-Chance). Das wird von der Lakers-Community teilweise völlig verkannt, dass selbst wenn sie "für den Pick" tanken, sie ihn höchstens per Münzwurf behalten können.

Also picken die Sixers theoretisch Ben Simmons an 1. Stelle meinetwegen und an 4/5 Jamal Murray oder Kris Dunn. Mit dem Heatpick (Mitte 1.Runde/Späte 1. Runde) nehmen sie einen Dwayne Bacon/Denzel Valentine/Caris Levert. Dazu kommt noch der OKC-Pick (Späte 1. Runde) für die Tiefe entweder auf PG Melo Trimble/Monte Morris/Isaiah Briscoe oder SF/PF Troy Williams/Sabonis falls einer von denen noch verfügbar ist etc. Vielleicht schnüren sie aber auch ein Pickpaket aus den späteren Firstroundern und etlichen 2nd-Roundern um upzutraden und/oder einen guten Veteranen ins Team zu holen.

Dazu kommt ein Dario Saric im Sommer rüber und vielleicht - auch nur ganz vielleicht - wird ein Embiid gesund. Zusätzlich der eine oder andere Minimum-Vet, der die Young Guns anleitet (Minnesota-Modell).

Yo, dann zähle ich nochmal bis drei und ausnahmslos alle media-outlets hängen die Fahne in den Wind und dabei sowas von an Hinkies Arsch. Das wäre dann die aufregendste junge Truppe neben den Bucks / Wolves mit dem mit Abstand höchsten Ceiling überhaupt. Genau das ist dann ein Team, dass in 3-4 Jahren wenn Lebron den Osten vielleicht nicht mehr blockiert erstmals contenden könnte.

Dafür bräuchte es nur etwas Lotterieglück (als Ausgleich zum bisherigen Pech) und geschickte Picks. Die Jungs kann man über RFA langfristig binden und Philly ist der place to be.

Und dann kommt der kleine Gnom Sam Hinkie aus seinem Keller und fragt: "Mit welcher Alternativstrategie hättet ihr denn in unserer Ausgangslage Philly in 6-7 Jahren zum Contender gemacht?"

Mal als Lesetip - bin mir fast sicher, dass die Philly-Enthusiasten den schonmal verlinkt haben, doppelt hält besser :tup: :

Pablo Torre zum Thema: neben Zach Lowe der mit Abstand smarteste Schreiberling auf ESPN
http://espn.go.com/nba/story/_/id/12318808/the-philadelphia-76ers-radical-guide-winning

Edit: Der MCW-Trade ist ein Traum. Wer glaubt MCW ist die Antwort stellt ganz sicher die falsche Frage.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/12/2015 10:07 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Was die miserable Ausgangslage angeht habt ihr vollkommen recht. Der Trade für Bynum war sehr teuer und entpuppte sich als Desaster. Die Ausgangslage der Magic bzw. Wolves mit den Trades von DH und Love fehlte.

Nicht nachvollziehen kann ich, dass hier von Lotterypech die Rede ist. Philly hatte nie die schlechteste Bilanz und durfte zweimal an 3 ziehen. Ich seh da kein Pech. Ein Team wie Charlotte fiel von den potenziellen Plätzen 1 (2012) bzw 2 (2013) auf 2 und 4. Da kann man eher von Lotterypech sprechen.

Genau die Tatsache ist mein Hauptkretikpunkt an der Strategie allgemein. Setzt man alles auf den Draft ist der Faktor Glück sehr entscheidend. Es ist kaum planbar, zur richtigen Zeit den richtigen Pick zu haben. Dazu muss sich der Spieler auch noch wie erwartet entwickeln. Sehr viele Komponenten, die passen müssen. Bedenkt man die Situation, in der Philly sich befand, ist dies sicher nachvollziehbar. MMn aber kein Allheilmittel. Zu oft wird mMn gefordert, dass jedes Team das derzeit etwas auf der Stelle tritt in den Rebuild soll. Davon halte ich recht wenig.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 7:21 am
Philipp Rück
(@poohdini)

Nicht nachvollziehen kann ich, dass hier von Lotterypech die Rede ist. Philly hatte nie die schlechteste Bilanz und durfte zweimal an 3 ziehen. Ich seh da kein Pech. Ein Team wie Charlotte fiel von den potenziellen Plätzen 1 (2012) bzw 2 (2013) auf 2 und 4. Da kann man eher von Lotterypech sprechen.

Sehe ich auch so. Ich würde nicht von Pech, sondern vom fehlenden Glück reden, es gibt hierbei ja mehr als zwei Seiten einer Medaille.
Genau die Tatsache ist mein Hauptkretikpunkt an der Strategie allgemein. Setzt man alles auf den Draft ist der Faktor Glück sehr entscheidend. Es ist kaum planbar, zur richtigen Zeit den richtigen Pick zu haben. Dazu muss sich der Spieler auch noch wie erwartet entwickeln. Sehr viele Komponenten, die passen müssen. Bedenkt man die Situation, in der Philly sich befand, ist dies sicher nachvollziehbar. MMn aber kein Allheilmittel. Zu oft wird mMn gefordert, dass jedes Team das derzeit etwas auf der Stelle tritt in den Rebuild soll. Davon halte ich recht wenig.

Zu deinem letzten Satz: Das sehe ich nicht so, wo dies andauernd gefordert werden soll. Wenn man einen Spieler hat, um den sich es einigermaßen bauen lässt, ist der radikale Rebuild der falsche Weg. Ein softer Rebuild kann da besser sein.

Aber warum es ein Kritikpunkt ist, auf die Draft zu setzen, verstehe ich absolut nicht. Welches sind denn die alternativen Möglichkeiten für ein Team? Den Wert der Draft erkennt man alleine schon daran, wenn man sich die Champions der letzten x Jahre anschaut. Sebastian Hansen hatte dazu mal einen Artikel geschrieben.
Man braucht für einen gelungenen Rebuild Glück, ohne Frage (siehe Minny). Man kann es bei viel Glück auch mit miesen Entscheidungen schaffen (siehe Minny). Aber, ich wiederhole mich da, es geht um die maximale Erhöhung der Möglichkeiten...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 11:47 am
kdurant35
(@kdurant35)

@Poohdini

Ich hab den Artikel von Sebastian zwar nicht gelesen. Aber ich geh einfach mal davon aus, dass seit Jahrzehnten nur die Pistons einen Titel gewannen ohne das einer ihrer 3 besten Spieler ein eigener Pick war 😉 Und klar, Draftpicks sind sehr wertvoll. Das wollte ich damit nicht anzweifeln.

Wenn wir aber schon bei historischen Tatsachen sind. Wenn die 76ers einen Titel gewinnen wollen, muss Hinkie schnell handeln. Denn seit Einführung der Lottery gewann meines wissens auch noch kein Team einen NBA-Titel, das drei einstellige Picks in Folge hatte 😀

Aber ernsthaft: gut draften find ich wichtig. Seinen Rebuilt jahrelang überwiegend auf Toppicks zu stützen halte ich jedoch für sehr riskant. Und wenn man sich so umhört, wird dies von vielen für x Teams gefordert. Charlotte wurde dafür kritisiert nicht wieder in den Rebuilt zu gehen, Denver teils hart kritisiert, dass die Verlängerung von Gallo und Chandler ihnen einige Niederlagen kosten könnte. Boston gab einen Pick für Thomas her und bekam dafür von einigen von vielen Rebuiltfanatikern (und ich meine nicht dich) ihr Fett weg. "Wäre man nicht in die POs gekommen hätte man Miles Turner bekommen können etc."
Manchmal könnte dies sicher eine Alternative sein, aber mir wird, wie geschrieben, diese Lösung viel zuoft als Allheilmittel vorgeschlagen.

Viele Draftpicks mögen ja die Chancen maximieren. Schaut man sich die besten Spieler an, entwickeln sich aber auch viele anfänglichen "no-names" zu sehr guten Spielern, teils gar zu Top10 Leuten. Um ein Topteam zu formen muss man nicht zwingend jahrelang zu den schwächsten Teams gehören. GS, Indy, Houston, Dallas etc. sind sehr gute Teams geworden, ohne jemals einen Top5 Pick zu haben (hoffe mein Gedächnis lässt mich hier nicht im Stich 🙂 ). Hier wurde gut gepickt, getradet, verpflichtet und entwickelt. Es gibt viele Wege, die zum Erfolg führen können. Für alle braucht man natürlich etwas Glück. Oft wird dort aber auch einfach jahrelang gute Arbeit geleistet, die sich irgendwann einmal auszahlt. Und auch Kobe und Leonard wären nicht in LA oder SA gelandet, wenn die nötigen Assetts (in diesem Fall Spieler, keine Picks) für einen Trade für diese Picks gefehlt hätten. Mir persönlich gefallen die Alternativen zum radikalen Rebuilt besser, da es mMn bessere Ausstiegsmöglichkeiten gibt, falls Plan A nicht funktioniert.
Nehmen wir z.B. die Raptors. Einge meinen, dass der Erfolg zu früh kam. Und ob das so geplant war ist auch unklar. Glaubt man den Gerüchten, sollte Lowry ja nach NY getradet werden bevor Dolan Albträume vor einem Trade mit Ujiri bekam. Jetzt fehlt der echte Star, das Team ist jedoch breit und flexibel aufgestellt. Gut möglich, dass es scheitern wird. Und wenn Ujiri der Meinung sein sollte, dass dies nicht klappt, ist der switch auf einen Rebuilt leichter. Mit Lowry, JV, Carroll und Co hätte man sehr gute Tradeassetts um viele junge Talente oder Picks zu bekommen. Hätte Toronto gleich auf Rebuilt geschaltet ist eine Planänderung viel schwerer. Sinnvolle Alternativen fehlen oft. Denn dann sind die Picks oft nicht eingeschlagen und es fehlen die wertvollen Spieler. Deshalb nicht meine Lieblingsvariante.

Das dies im spezielle Fall für Philly eine sinnvolle Alternative war, ist eine andere Sache. Du hattest es ja schon geschrieben. Mit Vuc, dem Pick der Harkless wurde und dem 2017ner Pick ging man mit einer Hypothek ins Rennen. Ein mehrgleisiger Rebuilt ist hier schwerer umsetzbar. Aber das trifft ja nicht für alle Teams zu, die sich die Frage stellen werden, wies zukünftig weiter gehen soll.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 5:25 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Den Artikel gibts hier: https://go-to-guys.de/2014/04/06/winning-by-losing/

Ansonsten: Ja, viele Teams sind gut geworden, weil sie "organisch" gewachsen sind. Allerdings: Richtig gut sind die Teams dann geworden, wenn sie einen Superstar hatten. Und wo ist die Wahrscheinlichkeit am größten, einen zu erwischen? Richtig, weit oben in der Lottery. Die Beispiele mit z.B. Leonard, Kobe oder George sind zwar schön, aber sich darauf verlassen, dass irgendjemand übersehen wird sollte man nicht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 6:43 pm
kdurant35
(@kdurant35)

@Sebastian

Geb dir da vollkommen recht. Diese Bsp sind selten. Aber das sind Teams, die sowohl einen Superstar gezogen haben und um ihn herum ein Topteam gebaut haben auch. Viele Teams sind auch mit solchen Spielern gescheitert und mussten ihn nach einigen Jahren ziehen lassen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 7:37 pm
Limit
(@takittothu-limit)

Es gibt sicher unterschiedliche Wege zum Ziel und Philly kann nunmal keinen competitive edge realisieren wenn sie es genauso wie 10 andere Franchises mit einem schattierten Mittelweg versuchen.

Im Kampf um die besten Free Agents mit dem Ziel Contention hatten sie keine Chance also fällt die Komponente schonmal weg - dieselbe ist übrigens die Standardstrategie der Dallas Mavs, Top -Free Agents hoffentlich bekommen und waiver claims abgrasen. Dallas ist ein denkbar schlechtes Beispiel für Methodenkombination weil sie - so scheint es als Unternehmensphilosophie - sehr sehr wenig aus den Draftpicks machen. Der letzte "sehr gute" Pick, der deutlich über Erwartung performte war J. Howard 2003, das ist mehr als ein Jahrzehnt her. Dazu gibt es unter RC auch kein herausragendes Player Development. Dafür eben klasse Ingame-Coaching und Veteranen-Management und spielerfreundliche Franchise + Steuervorteil.

Diese Anführungen mit den einstelligen Picks etc.: Das ist insofern verzerrt weil die Franchises, die bisher regelmäßig nacheinander einstellig Picken eben auch ziemlich schlecht geführte sind (Sacramento/Pre-Griffin Cleveland) und es auch nicht verstehen den Draft entsprechend zu nutzen. Üblicherweise, wenn es nicht wie in Philly drauf angelegt wird, verbessert sich eine gut geführte Franchise und pickt nicht enlos wiederholt einstellig. Philly ist insofern auch der erste echte Fall mit dem intendierten wiederholt einstellig picken und kann deswegen nur schwer mit "Zufalls"-Pickern verglichen werden.

Toronto ist für mich auch kein gutes Beispiel, ja sie spielen mit und haben auch den Kaderwert erhöht. Wenn es nicht für die Finals reicht dann haben sie ne Menge Assets, die sie dann aber auch nur zu Picks oder Projects machen(siehe Philly).Ich würde Haus und Hof verwetten, dass sie mittelfristig keine Finals erreichen.

Genau das ist aber Sam Hinkies Endziel - Boom or Bust(wo er sowieso gefeuert wird) - aber ganz sicher nicht stuck in the middle wie die Atlanta Hawks zu Joe Johnson Zeiten.
Ihm geht es eben nicht darum, ganz gut auszusehen und mal 50 Wins und eine zweite Playoff-Runde zu erreichen ohne wirkliche Chance auf Ringe.
Er will mit absoluten Superstars - die, wenn die Organisation nicht gerade herausragend arbeitet - immernoch unabdingbar sind für die wirkliche Musik, den Homerun landen. Idealerweise gleich mehrere.

Bekommt er diese Superstars per Free Agency nach Philly? Auf keinen Fall!

Bekommt er sie im Draft? Nicht wirklich sicher - vielleicht sogar unsicher(die Chance wird natürlich unfassbar gesteigert je öfter man hoch pickt, in der Regel sind die Superstaranwärter eben oben im Draft) - aber immerhin wahrscheinlicher.

Die "vielen" späten Picks, die richtig einschlagen sind auch eine Mär. Die überwiegende Masse an späten Picks landen einfach in Europa oder der D-League. Die markanten Fälle, die dann so gerne als Beispiele herangezogen werden sind genauer betrachtet extrem seltene Kombinationen aus a) gutem Draftscouting b) hervorragendem Player Development c) top-coaching d) starken Organisationen mit einem Plan für den Spieler und e) am wichtigsten einer ganz speziellen Persönlichkeitsstruktur der jeweiligen Projects. Man nehme mal die herausragenden Beispiele Kawhi Leonard (15), Jimmy Butler (30) und Draymond Green (34). Aus dem AAU-Zirkus kommen so viele Spieler, die wesentlich talentierter sind als die genannten, früh ein gewisses entitlement zeigen und im Leben nicht den Antrieb und echte toughness im Geist mitbringen/entwickeln wie die drei. Das zu erkennen im Draftscouting wird in Zukunft immer wichtiger werden denke ich.

Bisschen abgeschweift:

Völlig bei dir bin ich bei:

a) Pech/Glück der Sixerskugeln, da hatte ich ne falsche Erinnerung, sorry. Ich sag mal: Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu 😉

b) Es ist ein riskanter Plan A ohne Absicherung und Rückfalloptionen (kann zum Beispiel an der Gesundheit eines Top-Picks schon scheitern). Die Geschichte in Philly kann nur auf zwei Arten ausgehen: Entweder es klickt, Glück, Gesundheit, Entwicklung und in 4 Jahren Contender. Oder Sam Hinkie ist gefeuert und Philly probiert mal eine weniger polarisierende Strategie. Ein Owner muss schon ne Menge Vertrauen in den GM haben um das mitzutragen.

Andererseits wäre aus Organisationsicht in Philly nach der Entlassung von Hinkie vielleicht der worst case Brooklyn mit den eigenen Picks.

c) Alles einreißen wird tatsächlich häufig zu schnell gefordert. Vor allem wenn die Franchise noch Assets hat, die man im sanften Rebuild nutzen kann (Topcoach/ guter Free Agent pitch/ Player Development/ 2-3 entwicklungsfähige Spieler)

Eine Top-Organisation - hier als Best Practice Beispiel die Spurs/Warriors -nutzt alle Säulen zur Verbesserung:

Interne Faktoren: Coaching(Pop) - Player Development - Unternehmenskultur

Akquisition: Trades - Free Agents - Waiver Claims/Cap Zauberei - Draft/Internationales Scouting

Die Spurs haben trotz eines starken Veteranenkaders immer auch die Augen in jedem Draft, selbst wenn sie einen schlechten Pick haben und traden notfalls auch teuer höher rein wenn sie einen Diamanten wie Kawhi finden. Das macht Dallas zum Beispiel nicht. Wieder andere Franchises haben schwache Coaches, entwickeln kein Talent, stehen für Skandale und Medienleaks oder stinken von der Spitze des Kopfes. Dann gibt es noch Sacramento, die lassen sich auch noch kontinuierlich bei Trades abziehen und draften so schlecht wie nur irgendwas (Owner-übergreifend).

Jetzt versetzt man sich in Sam Hinkies Pitch für den Owner: "Wir nehmen uns gerne die Spurs/Warriors zum Vorbild. Allerdings müssen wir festhalten dass wir im Konkurrenzkampf unendlich weit entfernt sind von den beiden und auch keinen realisitischen Weg haben, zu den beiden mit herkömmlichen Methoden aufzuschließen. Wir haben aber einen kleinen Vorteil, eine einzige Chance sie auszustechen: Wir picken so hoch, da können die beiden Franchises nur von träumen. Wir spielen im Pool der Megatalente."

Ob das dann reicht, wird man sehen. Spannender neuer Weg alle mal.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 8:06 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Angeblich beneiden viele GMs auch Sam Hinkie. So heißt es, dass viele gerne diesselbe Möglichkeit hätten, weil es der wohl beste Weg ist, um einen Rebuild einzuleiten. Nur das Vertrauen haben die wenigsten Owner.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 9:44 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Geb dir da vollkommen recht. Diese Bsp sind selten. Aber das sind Teams, die sowohl einen Superstar gezogen haben und um ihn herum ein Topteam gebaut haben auch. Viele Teams sind auch mit solchen Spielern gescheitert und mussten ihn nach einigen Jahren ziehen lassen.

Ich bin ja Naturwissenschaftler. Wenn also von sagen wir 50 ausgeglichenen Teams eins zum Titel führt und von 50 Superstarzentrierten vielleicht 10-15: welche Methode nehme ich dann? Und wenn ich meinen Superstar zu vielleicht 5% in der Free Agency oder per Trade bekomme aber zu 50% per Draft, welche Methode wähle ich dann?
(Und ja, dabei muss man berücksichtigen, dass man für die Draft schlecht sein muss. Aber: auch das Hoffen auf einen Superstar per FA kann böse ins Auge gehen. Siehe Dallas die letzten Jahre.)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/12/2015 11:35 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Auch wenn es sich vielleicht so anhört, wir sind wohl nicht so weit auseinander wie es den anschein hat 😉

@Takittothu' Limit

Geb dir eigentlich in allen Punkten recht.

- viele Bsp. passen z.B. nicht direkt zu. Das ich die grundsätzliche Strategie für Philly nicht anzweifle hab ich ja mehrfach geschrieben.
- Toronto ist hier mit drin, da nach den letztjährigen POs viele Zweifler kamen.
- und als Dallasfan wollte ich ebenfalls lieber die Situation wie in Philly haben, als die der Mavs. Doch die Situation der Mavs hatte mir auch 2010 schon nicht sonderlich gefallen. Und irgendwie hat man es doch geschafft den Titel zu holen. Mit einem Topstar, der beim Draft keiner zu sein schien und einem homogenen Team. Deshalb hatte ich sie als Bsp. drin, wie es z.B. auch anders geht.
- du sagst es ja selbst, Philly hat eine boom or bust Strategie. Was man bezweckt ist vollkommen klar. Aber genau das ist es ja auch, was mir nicht gefällt. Zumindest wenn es alternativen gibt. Wird eine Franchise über Jahre gut geführt kann man auch ohne diese radikale Lösung in eine Position kommen einen Titel zu holen. Vielleicht muss man mehrfach einen Schritt zurück gehen. Und ja, man braucht auch etwas Glück. Wer sich jedoch entwickelt und flexibel aufgestellt ist hat ebenfalls irgendwann eine Chance. Ob mit Draftglück, per FA, einem genialen Trade oder einem Spieler der plötzlich durch die Decke geht. Die Chance wird kommen. Eine Garantie gibts ja eh nie. Auch Philly braucht mit der Strategie das nötige Glück. Die Frage ist immer. Um wie viel größere ist die Chance auf dem radikalen Weg? Und ist es das wert die Jahre und den Plan B für diesen Prozentsatz zu opfern. Diese Frage habe ich für mich mit nein beantwortet. Zumindest WENN es sinnvolle alternativen gibt. NOCHMAL: für Philly sah ich die ebenfalls nicht. Für andere Teams schon. Aber das hast du ja auch geschrieben.
- das Argument mit den drei Jahren einstellig war eine rein historische Erhebung. Was das Managment der Franchises anging hast du vollkommen recht. Mit OKC, Orlando in den 90ern und den jetzigen Cavs gibts auch bsp, wie es hätte funktionieren können. Mir gings in erster Linie darum, dass es kein leichtes Unterfangen ist. Viele Teams sind an unterschiedlichsten Hürden gescheitert. Selbstverständlich kann und wird dies auch einmal funktionieren.

@poohdini
Keine Frage. Der Rückhalt für Hinkie ist top. Ansonsten würde es den Bach runter gehen. Man sieht bei genug Franchises, dass der GM nicht seinen Plan verfolgen kann weil der/die Owner was anderes wollen (Gruß an die Kings 👿 ). Das beneiden sicher viele GMs. Heißt aber auch nicht, dass man dann unbedingt den gleichen Weg einschlägt. Nur vielleicht einen anderen als es der Owner möchte.

@Sebastian
Wenn du so fragst ist das ja klar. Hier muss man aber auch klar sagen, dass dies in der Praxis mit den Verhältnissen so ja bei weitem nicht stimmt. Dieses Jahrhundert wurde z.B von drei Teams geprägt. Und ja, die Superstars spielten bei allen eine sehr wichtige Rolle. Aber eins haben alle drei gemeinsam. Weder LA, SA noch Miami setzten auf einen harten Rebuilt. Ergab sich in einzelnen Jahren die Möglichkeit haben SA und Miami hart getankt. Aber grundsätzlich setzte man auf ständigen Fortschritt. Riley ging z.B. von einer "Ära" in die andere und nahm einzelne schlechte Jahre gern mit (auch wenns bei beasley schief ging). LA konnte nur Bynum per Draft holen. Shaq, Gasol, Kobe, Odom etc. kamen alle per FA oder Trade (war bei Kobe defakto der Fall), wobei LA sicher eine Sondersituation ist (oder besser war). Und auch das Modell der Spurs ist einfach nicht zu kopieren. Contenderteam, das sich zum richtigen Zeitpunkt verletzt und den ersten Pick bekommt. Dazu Parker und Manu an den Positionen geholt und einen Spieler gehabt, der interessant genug war um damit Leonard zu holen. Wer das Managment von SA in den letzten Jahren miterlebt hat weiß, dass dies nicht NUR Glück ist. Aber doch verdammt viel.
Und auch wenn GS die nächste Dynastie werden sollte sind die einen sehr unkonventionellen Weg ohne Top5 Pick, den klassische Rebuildingteams ja immer haben, gegangen.

Egal ob man über den Draft, organisch etc aufbaut. Teams die einen guten Job leisten werden langfristig immer eine Chance haben. Wenn auch das nötige Glück hinzukommt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 7:41 am
d41
 d41
(@d41)

Okafor nun für zwei Spiele suspendiert wegen zu schnellem Fahren und mit falschem Ausweis Alkohol besorgen wollen.

Philly hat nicht wirklich viel Glück mit ihren Picks. Sollte man jetzt nicht zu hoch hängen aber doof, dass der Junge sich nicht beherrschen kann.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 11:45 am
Philipp Rück
(@poohdini)

Und auch wenn GS die nächste Dynastie werden sollte sind die einen sehr unkonventionellen Weg ohne Top5 Pick, den klassische Rebuildingteams ja immer haben, gegangen.

Du nennst Golden State, aber wir wollen nicht vergessen, woher Thompson, Green, Curry und Barnes kommen: aus der Draft, waren eigene Draft Picks. Natürlich sind seit der Draft viele Dinge geschehen und vieles musste auf mehreren Ebenen richtig laufen, aber der Grundstein wurde in der Draft gelegt.

Du meinst, bei einem Rebuild setze man auf Glück, so auch Philly. Völlig richtig. Aber um Spieler wie George/Curry/Leonard/Green NICHT in den Top 5 zu bekommen, braucht man doch viel, viel mehr Glück als man benötigt, um in den Top 5 einen Star zu ziehen. Je weiter weg man von den Top 5 Pickt, desto mehr Glück braucht man. Insbesondere in einer Zeit, in der das Scouting immer besser wird. Wie gesagt, gilt nicht nur für Philly.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 11:55 am
kdurant35
(@kdurant35)

Das gutes Scouting und draften sehr wichtig sind ist unbestritten. Egal an welcher Position. Jedes Jahr gibts Sleeper die fallen. Teams, die einen guten Job machen finden diesen eher.
Es ist immer wieder verwunderlich wie unterschiedlich da die Qualität im FO ist.

lar steigt die Chance mit jeder Position. Keine Frage. Oft laufen aber zwei Dinge entgegengesetzt. Viele Teams, die jahrelang schlecht sind/waren haben Defizite im eignen Kader. Da stagniert meist die Entwicklung des vorhandenen Kaders. Das verschlechtert die Position bei Trades oder in der FA. Es ist eine Abwägung der Chancen. Ich bevorzuge es auf mehrere Karten zu setzten, nicht "nur" auf die Draft.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 12:42 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Das stimmt natürlich. Manche Team picken jahrelang relativ hoch ohne dass sie dies wollen und wo grundsätzlich schlecht gearbeitet wird, dass man da irgendwie nie raus kommt.

Aber wir müssen einfach mal abwarten, die die Spielerentwicklung vonstatten geht. Wenn ich sehe, wie RoCo, Hollis oder Noel sich individuell verbessern, bin ich optimistisch.

Mal davon abgesehen. Ich neige ja zu der These, dass es in gewissem Maße völlig egal ist, in welcher Franchise ein Spieler groß wird, wer die Trainer sind etc. Ich kann da mittlerweile kein Muster erkennen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 1:18 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Beispiel Curry: der war 7ter Pick und vor ihm wurden Thabeet und Flynn gedraftet. Das war einfach Glück für GS. Green war der Sleeper a la Manu Ginobili oder Gilbert Arenas, das kommt alle paar Jahre mal vor. Gut für GS, gut gescoutet, aber deswegen gleich das Modell Aufbau durch hohe Picks in Frage stellen? Naja...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 03/12/2015 1:58 pm
Seite 17 / 47
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