3-on-1 Fastbreak, Chicago Bulls, Los Angeles Clippers, New York Knicks

Die Verlierer der NBA Offseason 2017

3-on-1 Fastbreak #16

Wie jedes Jahr gibt es einige Teams mit sehr fragwürdigen Entscheidungen in der Offseason. Ob es ein schlechter Draft, verlorene Trades oder zu teure Verträge sind: Es kann viel schief laufen, und oft kommen auch mehrere Fehlschläge zusammen. Ein Blick auf unsere Kandidaten:

New York Knicks

Julian Lage: Die New York Knicks haben diese Offseason wohl den schlechtesten Eindruck aller Franchises hinterlassen – was angesichts der ‚Konkurrenz‘ in dieser Disziplin in den letzten Jahren durchaus beeindruckend ist. Wer planloser wirkt als die ebenfalls GM-losen Cavs und sich in Sachen Kompetenz von Nets und Kings abhängen lässt, muss sich einige Fragen gefallen lassen.

Aber erst ein Blick zurück: Wie kam es dazu, dass bei den Knicks zwischenzeitlich niemand mehr wirklich das Ruder in der Hand zu haben schien? Noch vor wenigen Wochen sah es so aus, als könnte Phil Jackson trotz der durch die Joakim Noah-Verpflichtung äußerst fragwürdigen letzten Offseason weiter die Geschicke der Franchise bestimmen. Wie in schon in der abgelaufenen Saison versuchte er auch in den letzten Monaten, Carmelo Anthony zum Waiven seiner No-Trade-Clause zu bewegen, um den vermeintlichen Franchise Player abzugeben. Auch sein Beharren auf der Triangle Offense spiegelte sich möglicherweise noch in der Draft-Entscheidung für Frank Ntilikina wieder. Auch wenn es vor dem ersten Saisonspiel klar zu früh ist, die Wahl zu beurteilen, wird hier das erste Problem deutlich: Der offensichtlich nicht mehr mit dem vollen Vertrauen von Besitzer James Dolan ausgestatte President of Basketball Operations durfte sechs Tage vor seinem Abschied Ende Juni noch eine wichtige Entscheidung fällen, die das Team auf Jahre beeinflussen wird. Wäre schon unmittelbar nach Saisonende eine Trennung von Jackson erfolgt, hätten die Knicks in aller Ruhe nach einem Nachfolger suchen können. Trotzdem hätte der neue GM möglicherweise noch die Zeit gehabt, einen für seine Pläne besser passenden Spieler zu ziehen.

So gingen die Knicks ohne klare Managementstrukturen in die Free Agency, wonach das Ergebnis gewissermaßen auch aussieht. Die ersten Tage verbrachte die Franchise mit der Suche nach einem Jackson-Nachfolger; David Griffin verzichtete aber beispielsweise von sich aus, wohl aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über seine Entscheidungsfreiheit. Somit blieb die Free Agency-Gerüchteküche vorerst weitgehend ruhig, was an sich kein Fehler hätte sein müssen. Teure Veteranen-Verpflichtungen – etwa ein neuer Vertrag für Derrick Rose – oder ein Trade für Win-Now-Spieler hätten sicher nicht weitergeholfen. Stattdessen vorzuziehen wären jüngere Spieler, die in ihrer weiteren Entwicklung zu Kristaps Porzings. Das passierte mehr oder weniger, die Knicks gaben einem 24- und einem 25-jährigen praktisch ihren gesamten Cap Space. Das Problem: Keiner der beiden war für diese Summen gehandelt worden. Die letztjährige Rookie-Überraschung Ron Baker musste etwa seine Einigung mit den Knicks selbst verkünden, erhielt aber entgegen aller Erwartungen die volle Room-MLE (knapp 9 Millionen Dollar) mit einer Player Option im zweiten Jahr. Noch gravierender war das Offer Sheet für Tim Hardaway Jr., den die Knicks erst zwei Jahre zuvor nach Atlanta abgegeben hatten. Jetzt bot das Team THJ knapp 71 Millionen Dollar über vier Jahre, was die Hawks wie allgemein erwartet nicht mitgingen. Besonders gravierend ist, dass die Knicks somit einen Großteil ihres Gehalts und ihres Talents in relativ ähnliche Spielertypen investiert haben: Ntililkina könnte wie Hardaway und Courney Lee seine Stärken eher als Off-Ball-Guard ausspielen. Zudem stehen in Noah, Porzingis und dem letzte Saison positiv überraschenden Willy Hernangomez weiterhin drei Spieler im Kader, die vermutlich am besten als Center eingesetzt werden sollten.

Immerhin ist einer derjenigen, die das Team in den kommenden Jahren managen sollen, auch schon für den Aufbau verantwortlich gewesen: Der bisherige Stellvertreter Steve Mills wurde zum neuen President of Basketball Operations befördert. Dazu gaben die Knicks noch einen Zweitrundenpick an die Kings (!) ab, um deren gerade von den Magic (!) kommenden Scott Perry als GM einzusetzen. Beide Adressen waren in den letzten Jahren nicht gerade Modell-Franchises, trotzdem soll Perry jetzt Stabilität und Erfolg zurück in den Big Apple bringen. Auch wenn wie für Ntilikina auch für das neue Management noch kein Urteil gefällt werden sollte, wirkt diese Entscheidung wie die zweifelhafte Krönung einer planlosen Offseason.

Chicago Bulls

Dennis Spillmann: Man sollte eigentlich nicht auf Franchises eintreten, die schon am Boden liegen, aber die Chicago Bulls machen es einem wirklich schwer, die Füße still zu halten. Nicht nur dass diese Offseason katastrophal mit dem Trade von Jimmy Butler für einen underperformenden Rookie, einen langzeitverletzten Flügel und einem Nikola-Mirotic-Klon begann und sich mit dem zu hohen Cristiano Felicio-Signing fortsetzte; wenn man den Blick zurück wagt und schaut, wo die Bulls vor genau 12 Monaten standen, ist es noch viel haarsträubender, in welcher Situation die Franchise sich jetzt befindet.
Als die Bulls 2016 in die Offseason gingen, hatten sie einen der besseren Trades direkt vor der Draft durchgeführt und Derrick Rose für Robin Lopez, Jerian Grant und Jose Calderon eingetauscht. Der Trade war deswegen so gut, weil er den Kader der Bulls neu strukturierte und man Jimmy Butler endlich vollkommen vertraute. Robin Lopez als solider Big war ein guter Gegenwert für Derrick Rose. Taj Gibson und Nikola Mirotic waren gute Komplementärspieler auf der anderen Big-Position, Felicio könnte die restlichen Minuten abgreifen. Die Bulls hatten mit Valentine und Zipser solide gedraftet. Es fehlten Shooter und Flügel im Team, um das Ball Handling von Jimmy Butler zu maximieren. Die Bulls hatten – wie fast jedes Team – Cap Space zur Verfügung, ungefähr 40 Millionen. Und ab diesem Zeitpunkt beginnt das große Scheitern in Chicago. Statt Shooter, Verteidiger und Flügel zu verpflichten, entscheiden sich die Bulls mit Rajon Rondo und Dwyane Wade für mittelmäßiges Ball Handling und Non-Shooting. Im Laufe der Saison verschenkte man Gibson und McDermott für essentiell nichts. Cameron Payne sieht immer noch nicht wie ein NBA-Spieler aus, Morrow und Lauvergne wurden in dieser Offseason Free Agents.

Die Bulls erreichten trotzdem die Playoffs! Wie stände diese Franchise da, wenn sie ein smartes Management besäße? Man hatte einen Top-10-NBA-Spieler in seiner Prime, eine solide Big-Rotation und lediglich Rollenspieler-Lücken mit einer Unmenge an Cap Space – und blickt 2017/18 in den totalen Rebuild, weil man sich selbst zu Boden beförderte. Das alleine reicht eigentlich schon, um ein Verlierer der Offseason zu sein, OHNE auch nur einen weiteren Move vollzogen zu haben.

Aber die Fehler von 16/17 wirken auch jetzt noch nach. Dwyane Wade zog seine Spieleroption, verdient knapp ein Viertel der Payroll und hat in diesem Team eigentlich nichts mehr verloren. Rajon Rondo waivte man und zahlt ihm nun 3 Millionen dafür, damit er bei den Pelicans spielen kann. Die 32 Millionen für 4 Jahre für Felicio sind – angesichts des momentanen Marktes – absolut unverständlich. Ansonsten haben die Bulls nichts von Wert getan. Stand jetzt bestehen sie aus Wade (überbezahlt), Lopez, Felicio (überbezahlt) und Spielern in ihren Rookieverträgen, von denen keiner auch nur angedeutet hat, dass er eine größere Rolle in der NBA spielen könnte. Das Team ist jung, aber trotzdem nicht mit viel NBA-Talent gespickt. Eine traurige Kombination. Nach dieser Saison darf man dann übrigens Zach LaVine verlängern.

Dafür, dass die Bulls innerhalb von 12 Monaten die gesamte Franchise an die Wand gefahren haben, gebührt ihnen auch der Titel der schlechtesten Offseason 17/18. Hier reicht eigentlich schon der Jimmy Butler-Trade für aus, aber die Bulls sind mit dem Felicio-Signing auf Nummer sicher gegangen.

Los Angeles Clippers

Julian Wolf: Die Los Angeles Clippers haben Chris Paul verloren. Ein Team, das seinen Franchise- und Top-10-Spieler verliert, hat per se keine gute Offseason erlebt. Aber was macht die der Clippers in meinen Augen schlechter als die der Pacers oder Bulls? Der Weg ins Mittelmaß!

Verliert man einen seiner besten Spieler bleiben grob gesagt zwei Wege: Ein sauberer Rebuild oder der Versuch, mit anderen Spielern weiter anzugreifen. Mit dem Paket um Patrick Beverley, Lou Williams, Montrezl Harrell und Sam Decker, spätestens aber nach den Verpflichtungen von Milos Teodosic und Danilo Gallinari, entschieden sich die Clippers für Letzteres. Damit hätte ich kein Problem, wenn die neuen Clippers ein Team wären, das eventuell am Heimvorteil im Westen kratzen könnte; es können nicht alle Team gleichzeitig rebuilden und sportlichen Erfolg sollte man nicht verschenken. Die spannende Frage ist daher: Wie gut ist dieses Clippers-Team?

Für mich bleiben einige riesige Fragezeichen, gerade die Neuzugänge betreffend. Gallinari ist verletzungsanfällig und mit steigendem Alter besser auf der Vier aufgehoben, die jedoch vom frisch verlängerten Griffin blockiert wird. Letzterer muss sowieso noch zeigen, ob ein Tandem mit ihm und DeAndre Jordan als Frontcourt-Partner wirklich die Ideal-Besetzung ist. Und gerade die Teodosic-Verpflichtung verstehe ich nur bedingt: Er hilft den Clippers sportlich weder kurz- noch langfristig weiter. Berechnet man eine gewisse Umstellungszeit am Anfang und die Rookie-Wall am Ende mit ein, muss man in meinen Augen zu dem Schluss kommen, dass er in der kommenden Saison zu den schlechtesten Starting-Point-Guards der Liga gehören wird. Letztes Jahr hat Teodosic insgesamt nur 50 Spiele bei 25 Minuten/Spiel für CSKA gemacht und das gegen Gegenspieler, die mindestens ein bis zwei Klassen schlechter sind als der durchschnittliche NBA-Point-Guard. Seine Defense ist katastrophal und auch effizientes Scoring darf man von ihm nicht erwarten – gut, dafür lebt Lob City weiter…

Die Defense der Clippers dürfte kommende Saison zu den schlechtesten der Liga gehören, da mit Teodosic, Williams, Gallinari und Griffin vier Rotationsspieler klare Minusverteidiger sind. Dazu fehlt es mir an verlässlichen Playmakern im Backcourt: Teodosic, Williams, Beverley und Rivers sind in meinen Augen keine geeigneten 2. Ballhandling-Optionen eines guten Playoff-Teams. Und ob Griffin und Gallinari das alles auffangen können? Was passiert, wenn sich die beiden verletzen, bzw. wenn Griffin den Saisonstart verpasst? Die Clippers sind für mich Top-Kandidat für einen Fehlstart.

Nicht falsch verstehen: In einer perfekten Welt bleibt das Team verletzungsfrei, Teodosic und Gallinari schlagen ein und das Team stürmt dank einer der besten Offensiven der Liga furios in die Playoffs. Das Team hat soweit jetzt bereits erkennbar ein recht hohes Ceiling – aber eben auch einen sehr niedrigen Floor. Stand jetzt sind die Clippers ein Borderline-Playoff-Team ohne junge Talente, das wieder einmal einen Erstrundenpick für alternde Starter abgegeben hat. Und wohin das führt, wissen wir alle: Ins Mittelmaß. So paradox es klingen mag: Die Bulls und Pacers haben das Glück, jung und schlecht zu sein und somit einen einigermaßen vernünftigen Rebuild auf die Beine stellen zu können.

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26 comments

  1. kdurant35

    NY und Chicago sind aus meiner Sicht ebenfalls legitime Kandidaten für den “Titel”. Wobei gerade die Knicks vor der großen Agenda Melo schwer zu bewerten sind. Das ist wohl die richtungsweisendste Personalie des Sommers. Um da aus der Schusslinie zu kommen braucht es jedoch ein Wunder :-).

    Die Clippers seh ich persönlich nicht ganz unten. Schwer zu sagen ob der Verlust von CP3 oder dessen Maxvertrag das größere Übel wäre.
    Ansonsten wurde bei den Clippers klargestellt das aufgrunde des Franchise Images und des potenziellen Umzugs ein Rebuild keine Priorität hatte. Clippers wollten weiterhin sportlich relevant bleiben. Über die Höhe der beiden großen Verträge lässt sich sicher streiten. Doch bei dieser Zielsetzung hat man aus der Ausgangslage viel rausgeholt.

  2. Patrick96

    Die Clippers seh ich persönlich nicht ganz unten

    Seh ich genauso, hätte Pacers und Cavalier “vor” den Clippers.
    Pacers “Jugend” sehe ich halt echt nicht gut, Ausnahme Myles Turner, bei dem gilt Sky is the limit
    Cavaliers Chaos macht keinen guten Eindruck & Verbesserungen sehe ich in dem Roster halt nur für die regular season, in den FInals ist man weiterhin unterlegen. Und dann noch die Sache mit Irving.

  3. Julian Lage

    |Author

    Ich war auch etwas skeptisch, als Julian Wolf hier was zu den Clippers machen wollte, aber das Mittelmaß-Argument überzeugt mich zumindest teilweise. Klar haben sie, wie kdurant sagt, immerhin einen Plan, aber der kann gerade im so starken Westen auch sehr schnell nach hinten losgehen. Ich bin nicht mal sicher, dass sie besser als z.B. Utah sind. Wenn die Saison mit z.B. mit nem Sweep durch die Warriors endet, überlegt sich DAJ das vielleicht nochmal mit dem Umzug.
    Wenn man nur Titel als Maßstab nimmt, sind die Clippers-Chancen in den nächsten 10-15 Jahren vermutlich wirklich geringer als die vieler Konkurrenten um die schlechteste Offseason. Bei allen anderen in Frage kommenden Teams besteht immerhin die Möglichkeit, dass sie in den nächsten Drafts abräumen.

  4. Benchplayer

    Grundsätzlich find ich die Offseason der Bulls von den Gedanken her gar nicht so schlecht. Zumindest was die Ideen vom FO her angehen. Dass das FO aber keine gute Arbeit leistet weiß aber mittlerweile jeder.

    1. Butler zu traden um jetzt in den Rebuild zu gehen ist absolut richtig. Nächstes Jahr gibt es ein paar richtig starke Kandidaten im Draft, sodass man da schon einen guten Draften kann. Wie das FO den Trade natürlich gemacht hat, ist natürlich was anderes. Da haben sie sich schön über den Tisch ziehen lassen. Dies ist meiner Meinung nach der einzige Grund warum sie dieses Jahr zu den Verlierern der Offseason zählen sollten.

    2. Sie haben jetzt noch keinen großen Vertrag abgegeben, außer den für Felicio, aber da sie sonst kaum hohe Verträge haben, fällt der jetzt erstmal noch nicht ins Gewicht. Die Bulls haben jetzt ca. 73 Mio an garantierten Gehältern. Wenn sie jetzt Mirotic keinen hohen Vertrag geben, könnten sie also auch noch während der Saison einen Vertrag aufnehmen um noch ein Asset abzugreifen. Was ja auch nicht mehr viele Teams können.

    Den größten Fehler den die Bulls meiner Meinung nach gemacht haben, ist das sie das FO nicht gewechselt haben, denn da läuft im Moment einiges falsch. Das fängt mit den Verträgen für Wade und Rondo an, dann mit dem viel zu geringen Gegenwert für Butler.

    Was aber auch positiv für die Bulls gelaufen ist, dass sie jetzt endgültig den Rebuild eingeleitet haben, solange LeBron spielt, wären sie sowieso nie dran vorbeigekommen.

  5. Dennis Spillmann

    Danke fürs Feedback Benchplayer.

    Ich finde bei den Bulls, dass sie – im Gegensatz zum Rebuilding-Beginn der Sixers – hier Einiges falsch gemacht haben bzw. absolut desaströs geführt wurden. Mit einem guten Mangement wäre man Stand jetzt wahrscheinlich das dritt- oder viertbeste Team im Osten. Recht eindeutig sogar. Stattdessen ist man ein klares Tankingteam.
    Es wurde den Tankteams immer vorgeworfen, dass Abreißen ja einfach wäre, indem man einfach alle guten Spieler verschenkt und verliert. Die Sixers haben aber für jeden Spieler, den sie abgaben (MCW, Turner, Young, Hawes) Gegenwert in Form von Picks erhalten und hatten einfach gar keine andere Wahl. Man wollte um Andrew Bynum aufbauen, der aber kein einziges Spiel für die Sixers absolvierte. Die Bulls waren in einer völlig anderen Situation: Top-10-Spieler, gute Big-Rotation, fehlende Schützen/Verteidiger, viel Cap Space. Das ist die Basis für Home Court Advantage im Osten.
    In der Offseason haben sie ihren Top-10-Spieler (aus meiner Sicht klar besser als George und Hayward bspw.) für viel zu wenig Gegenwert abgegeben. Zu wenig, weil LaVine verletzt ist, verlängert werden muss, man ihn aber kaum adäquat evaluieren kann. Zu wenig, weil Dunn done ist. Okay, der war flach – wie die zu erwartende Entwicklungskurve eines schon 23-Jährigen, der einfach verloren auf dem Feld wirkte. Zu wenig, weil Markkanen im absoluten best case jemand wie … Ryan Anderson wird?
    Ich sehe nicht einen Spieler, der eine Entwicklung zu einem Star durchlaufen könnte. Die T’Wolves haben Andrew Wiggins für Kevin Love zurückbekommen. Das ist auch nicht optimal gelaufen, weil Wiggins nicht der Superstar wurde, aber den konnte man ausprobieren. Was machen die Bulls denn jetzt? Mit welchem Spieler werben sie?

    Was ich als viel schlimmer erachte, ist folgender Umstand: Die letzte Saison war furchtbar, aber man hatte hier WIEDER die Chance, Puzzleteile zu suchen. Mit Butler statt der Verträge von Dunn, LaVine, Markkanen, Holiday und Felicio, hätte man WIEDER ~30 Mio Cap Space gehabt. Man hätte für George Hill bieten können. Man hätte Wings wie JJ Redick oder CJ Miles verpflichten können – und wäre auch trotz Wades Vertrag ein richtig, richtig gutes Team im Osten. Stattdessen hat man einen Rollenspieler-Scherbenhaufen vor sich.

  6. kdurant35

    Ich war auch etwas skeptisch, als Julian Wolf hier was zu den Clippers machen wollte, aber das Mittelmaß-Argument überzeugt mich zumindest teilweise. Klar haben sie, wie kdurant sagt, immerhin einen Plan, aber der kann gerade im so starken Westen auch sehr schnell nach hinten losgehen. Ich bin nicht mal sicher, dass sie besser als z.B. Utah sind. Wenn die Saison mit z.B. mit nem Sweep durch die Warriors endet, überlegt sich DAJ das vielleicht nochmal mit dem Umzug.
    Wenn man nur Titel als Maßstab nimmt, sind die Clippers-Chancen in den nächsten 10-15 Jahren vermutlich wirklich geringer als die vieler Konkurrenten um die schlechteste Offseason. Bei allen anderen in Frage kommenden Teams besteht immerhin die Möglichkeit, dass sie in den nächsten Drafts abräumen.

    Nur Titel ist für mich halt kein realistischer Maßstab. Teams haben daneben halt auch andere Prioritäten, die man nicht außer acht lassen darf. Diese sollte bei den Bewertungen berücksichtigt werden. Denn die GMs haben ja auch diese Maßgaben.
    Ich bin jetzt auch kein Fan der Offseason. Gerade mit der Verletzungshistorie sehe ich durchaus bustpotenzial. Aber es ging ja um DEN Verlierer.
    Da wären ein Kandidat wenn eigene schlecht geschützte Picks verwendet worden wären. So lässt sich auch später problemlos in den Rebuild Modus schalten bzw eine verletzungsgebeutelte Saison abschenken.

  7. Julian Lage

    |Author

    Nur Titel ist für mich halt kein realistischer Maßstab. Teams haben daneben halt auch andere Prioritäten, die man nicht außer acht lassen darf. Diese sollte bei den Bewertungen berücksichtigt werden. Denn die GMs haben ja auch diese Maßgaben.
    Ich bin jetzt auch kein Fan der Offseason. Gerade mit der Verletzungshistorie sehe ich durchaus bustpotenzial. Aber es ging ja um DEN Verlierer.
    Da wären ein Kandidat wenn eigene schlecht geschützte Picks verwendet worden wären. So lässt sich auch später problemlos in den Rebuild Modus schalten bzw eine verletzungsgebeutelte Saison abschenken.

    Ich bin auch nicht unbedingt dafür, Meisterschaften als alleinigen bzw. alles andere überragenden Maßstab anzulegen. Es ist aber trotzdem legitim, sich nicht für die finanziellen Interessen der Besitzer zu interessieren und deswegen alles außer Contender-Status oder auf dem Weg dahin abzulehnen. Die Logik dahinter halte ich für absolut schlüssig, womit die Clippers ein realistischer Kandidat für die hier diskutierte ‘Auszeichnung’ sind.
    Einen eigenen (wenn auch gut geschützten) Pick haben die Clippers ja sowieso noch nach Boston gehen, der einzige einigermaßen sinnvolle Spieler für nen Rebuild ist Sam Dekker. Wenn Griffin und Gallinari irgendwann mal nicht mehr tradebar sein sollten, wäre das ein ziemlich steiniger Rebuild trotz Picks.

  8. kdurant35

    Beverlys Vertrag wäre bis Feb 19 auch interessant als Tradeassett. Gerade Teams mit starkem Point Flügelspieler wären sicher sehr interesiert. Vor allem zu dem Preis plus dessen minimalen Caphold. Für einen abwanderungswiligen FA wären das schon zwei interessante Spieler.

  9. Benchplayer

    Danke fürs Feedback Benchplayer.

    Ich finde bei den Bulls, dass sie – im Gegensatz zum Rebuilding-Beginn der Sixers – hier Einiges falsch gemacht haben bzw. absolut desaströs geführt wurden. Mit einem guten Mangement wäre man Stand jetzt wahrscheinlich das dritt- oder viertbeste Team im Osten. Recht eindeutig sogar. Stattdessen ist man ein klares Tankingteam.
    Es wurde den Tankteams immer vorgeworfen, dass Abreißen ja einfach wäre, indem man einfach alle guten Spieler verschenkt und verliert. Die Sixers haben aber für jeden Spieler, den sie abgaben (MCW, Turner, Young, Hawes) Gegenwert in Form von Picks erhalten und hatten einfach gar keine andere Wahl. Man wollte um Andrew Bynum aufbauen, der aber kein einziges Spiel für die Sixers absolvierte. Die Bulls waren in einer völlig anderen Situation: Top-10-Spieler, gute Big-Rotation, fehlende Schützen/Verteidiger, viel Cap Space. Das ist die Basis für Home Court Advantage im Osten.
    In der Offseason haben sie ihren Top-10-Spieler (aus meiner Sicht klar besser als George und Hayward bspw.) für viel zu wenig Gegenwert abgegeben. Zu wenig, weil LaVine verletzt ist, verlängert werden muss, man ihn aber kaum adäquat evaluieren kann. Zu wenig, weil Dunn done ist. Okay, der war flach – wie die zu erwartende Entwicklungskurve eines schon 23-Jährigen, der einfach verloren auf dem Feld wirkte. Zu wenig, weil Markkanen im absoluten best case jemand wie … Ryan Anderson wird?
    Ich sehe nicht einen Spieler, der eine Entwicklung zu einem Star durchlaufen könnte. Die T’Wolves haben Andrew Wiggins für Kevin Love zurückbekommen. Das ist auch nicht optimal gelaufen, weil Wiggins nicht der Superstar wurde, aber den konnte man ausprobieren. Was machen die Bulls denn jetzt? Mit welchem Spieler werben sie?

    Was ich als viel schlimmer erachte, ist folgender Umstand: Die letzte Saison war furchtbar, aber man hatte hier WIEDER die Chance, Puzzleteile zu suchen. Mit Butler statt der Verträge von Dunn, LaVine, Markkanen, Holiday und Felicio, hätte man WIEDER ~30 Mio Cap Space gehabt. Man hätte für George Hill bieten können. Man hätte Wings wie JJ Redick oder CJ Miles verpflichten können – und wäre auch trotz Wades Vertrag ein richtig, richtig gutes Team im Osten. Stattdessen hat man einen Rollenspieler-Scherbenhaufen vor sich.

    Da stimme ich dir zu. Den Rebuild eingeleitet haben sie wirklich nicht besonders sinnvoll. Die letzten beiden Jahre haben bei den Bulls aber gezeigt, dass man es nicht geschafft hat ein Team auf die Beine zu stellen, welches in der Lage war im Osten um die Conference-Finals zu spielen und das obwohl man letzte Saison Capspace hatte. Dazu hat man dem Coach dann aber noch ein Team zusammengestellt was so gar nicht den Vorstellungen des Coaches entspricht.

    Der Trade für Butler war wirklich schlecht. Gerade bei einem Spieler wie LaVine hätten die Bulls viel mehr vorsichtig agieren sollen, man denke nur mal an die Entwicklung von Rose. Dunn und Markkanen könnten denke ich gute Starter werden, wenn sie ihr Potenzial ausschöpfen können, aber halt auch erst in ein paar Jahren.
    Ich persönlich hätte aber auch lieber einen Trade mit den Celtics mir gewünscht wo sie als gegenwert den diesjährigen dritten Pick + den Nets-Pick aus dem nächsten Jahr bekommen hätten. Dann hätten sie dieses Jahr Tatum holen können und im Tankingmodus nächstes Jahr gleich zwei Top 5 Picks haben können.

    Für mich als Bulls-Fan ist es aber schön zu sehen, dass die Bulls jetzt einen Rebuild einleiten. Die letzten beiden Jahre waren schwer zu ertragen und haben die Bulls überhaupt nicht weiter gebracht. Solange LeBron spielt wäre man sowieso nicht an Cleveland vorbeigekommen.

    Aber selbst wenn das FO Hill oder Reddick geholt hätte, wer weiß was die wieder für einen Mist fabriziert hätten. Letzte Saison haben sie ja auch schon den besten Shooter für nichts getradet.

  10. Avatar

    Pillendreher

    Wen man zumindest unter der Kategorie “seltsame” einsortieren könnte sind die Spurs. Mit Gay einen Spieler verpflichtet, der eigentlich so gar nicht zu den Spurs passt. Der Deal für Mills geht iO (wobei auch das so ein Kandidat für “Spurs System hui, ansonsten pfui” ist), aber man hat nicht wirklich eine Lösung für die PG Position gefunden. Der Gasol Deal ist für mich völlig unverständlich, auch wenn das 3.Jahr teilweise ungarantiert ist.

    Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr wieder das absolute Maximum aus dem Team holen, oder ob es (endlich) mal soweit ist, dass sich die Probleme und Zweifel auch im Teamerfolg niederschlagen. Was sie da letztes Jahr geschafft haben, war ja schon Wahnsinn. Mit exakt denselben Spielern hätte wohl nahezu jedes andere Team keinen Heimvorteil in der 1.Runde gehabt.

  11. D41

    Ich halte die Spurs dieses Jahr auch für große Verlierer. Im Prinzip haben sie mit Dedmond einen gut passenden Big verloren. Gasol, Aldrige, Parker und Ginobili sind wieder ein Jahr älter und alle teilweise deutlich über ihrem Zenit. Da wird Leonard etwas allein gelassen und das finde ich schon sehr schade, weil der Westen nochmal stärker geworden ist, sehe ich die Spurs nicht mehr auf dem absoluten Top-Niveau trotz Leonard-Prime.

  12. Julian Lage

    |Author

    Ich fand die Spurs-Offseason absolut gelungen – bis auf den Gasol-Deal, den ich überhaupt nicht verstehe. Meine Annahme spätestens mit dem Mills-Resigning war, dass sie sich auf kommende Offseason konzentrieren, was extrem naheliegend ist. Dann ist Parkers Vertrag ausgelaufen, Aldridge, Green und Gay werden vermutlich aus ihren aussteigen, Ginobili wird wohl aufhören. Damit hätten die Spurs ein fast leeres Cap Sheet und könnten die diversen höchst interessanten FAs anlocken.
    Genau deswegen war mir der Gasol-Vertrag so ein extremes Rätsel. Hätte er nicht für 18+18 (TO) oder so wieder unterschrieben? Es gab ja auch keine anderen Bieter mehr, nehme ich ganz stark an. Natürlich hätten die Spurs mit den Opt-Outs trotzdem noch Max Cap Space, aber der Gasol-Vertrag ist dann auch einfach nicht mehr gut.

  13. D41

    Wer will nächstes jahr denn zu den spurs. Bis auf leonard zieht keiner. Pop ist alt und damit auch seine Dynastie mehr oder weniger am Ende. Die Saison drauf kann KL gehen. Das wären mir als Superstar zu viele Gegenargumente zu mal der Markt klein ist.

  14. kdurant35

    Wer will nächstes jahr denn zu den spurs. Bis auf leonard zieht keiner. Pop ist alt und damit auch seine Dynastie mehr oder weniger am Ende. Die Saison drauf kann KL gehen. Das wären mir als Superstar zu viele Gegenargumente zu mal der Markt klein ist.

    Da bin ich vollkommen anderer Meinung. Vor allem da mit der Argumentation der verlorene Capspace des Gasol Deals wenig negative Auswirkung hätte.
    Die letzten Jahre hat jeweils das Team mit der besten sportlichen Perspektive die too FAs bekommen, die nicht verlängert haben. Da alle anderen Top4 Teams jeder Conference vorraussichtlich keinen Capspace (oder bei OKC dann nur mit schweren Verlusten) haben werden dürfte SA gute Chancen auf die beste FA Position besitzen. Das ist zwar keine Garantie, aber unglaublich wertvoll. Gerade mit deren Ruf passende Rollenspieler aus dem nichts zu finden.
    Dazu dürfte KL ein sehr begehrter Mitspieler sein. Wenn 18 ein Topspieler kommt kann man sicher optimistisch sein, dass er bleibt. Außerdem besitzt er kein Ego das zu Problemen mit Costars führt.
    Zu Pop: die Struktur der Spurs besteht mmn nicht nur aus ihm. Da wird im FO und Trainerstab als Kollektiv zusammengearbeitet. Selbst ein Rücktritt von Pop sollte die Organisation jetzt nicht zusammenbrechen lassen.

  15. D41

    Wer will nächstes jahr denn zu den spurs. Bis auf leonard zieht keiner. Pop ist alt und damit auch seine Dynastie mehr oder weniger am Ende. Die Saison drauf kann KL gehen. Das wären mir als Superstar zu viele Gegenargumente zu mal der Markt klein ist.

    Da bin ich vollkommen anderer Meinung. Vor allem da mit der Argumentation der verlorene Capspace des Gasol Deals wenig negative Auswirkung hätte.
    Die letzten Jahre hat jeweils das Team mit der besten sportlichen Perspektive die too FAs bekommen, die nicht verlängert haben. Da alle anderen Top4 Teams jeder Conference vorraussichtlich keinen Capspace (oder bei OKC dann nur mit schweren Verlusten) haben werden dürfte SA gute Chancen auf die beste FA Position besitzen. Das ist zwar keine Garantie, aber unglaublich wertvoll. Gerade mit deren Ruf passende Rollenspieler aus dem nichts zu finden.
    Dazu dürfte KL ein sehr begehrter Mitspieler sein. Wenn 18 ein Topspieler kommt kann man sicher optimistisch sein, dass er bleibt. Außerdem besitzt er kein Ego das zu Problemen mit Costars führt.
    Zu Pop: die Struktur der Spurs besteht mmn nicht nur aus ihm. Da wird im FO und Trainerstab als Kollektiv zusammengearbeitet. Selbst ein Rücktritt von Pop sollte die Organisation jetzt nicht zusammenbrechen lassen.

    Ich bin dann mal gespannt, wie das nächste Offseason bei den Spurs laufen wird. Würde mich sehr stark überraschen, wenn sie einen Top10 FA erhalten.
    So stabil ein System aussieht, so abhängig ist es auch von den Hauptfiguren und Entscheidern. Ein Cuban hat mit bestehendem Personal in Dallas extrem viel bewirkt. Und bei den Spurs haben Duncan und Pop die Strahlkraft gezeigt und diesen Sommer konnten man sich schon nicht verstärken. Warum sollten die Spurs jetzt ein besseres FA-Ziel sein als OKC, die seit Jahren schon Probleme haben sich über die FA zu verstärken? Selbst wenn Cap-Space da ist, haben dies andere auch und dann kommt es auf die Perspektive und andere Faktoren an. Und da sind die Spurs eben nicht mehr so attraktiv, weil eben kein Jahrhunderttalent wie Duncan mehr da ist.

    EDIT: Noch ein Punkt, ist Cap-Space wirklich so wichtig? KD, CP3 und andere konnten ja auch zu Teams wechseln, obwohl kein Cap-Space vorhanden war. Da sind S&T und andere Spielereien möglich.

  16. kdurant35

    KD kam mit Capspace. Trade gabs nur für CP3.
    Besonderheit war hier jedoch das Paul seine Option für kommende Saison und damit weniger Geld genommen hat. Ein S&T fürs Max wäre unglaublich schwerer gewesen und hätte in der Tiefe zu großen Aderlässen geführt. Ohne Capspace ist man sicher nicht alternativlos, jedoch viel abhängiger vom anderen Team. Wenn der GM weiß, dass SA kein Capspace für ein FA signing besitzt werden die Forderungen steigen.

    Capspace allein führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Hätte man diesen z.B. für einen überdurchschnittlichen Wing in der Prime reduziert fänd ich das weniger problematisch. Gasol ist mmn vom Spielertyp und Alter eher grenzwertig. Käm kein Top-FA hätte man ihm 2018 ja immer noch 16 Mio geben können. Ich glaube kaum das er anderweitig mehr bekommen hätte.

  17. Sebastian Hansen

    KD kam mit Capspace.

    Ich glaube, D41 meint, dass vorher erst Bogut getraded werden musste.

    Ansonsten glaube ich, dass die Spurs-Offseason wirklich nicht die beste war, vor allem in der Relation. Die Spurs haben nach Zu- und Abgängen maximal eine schwarze Null gemacht. Dedmon und Simmons weg, Gay her. Das Problem ist aber zweierlei:

    1. Wären die Spurs ein junges, aufstrebendes Team wäre das kein Problem. Die Leistungsträger sind jedoch alle auf dem absteigenden Ast, mit Ausnahme von Leonard. Der ist auch der Einzige, der sich noch realistisch gut verbessern kann. Alle anderen Rotationsspieler sind schon in ihrer Prime oder drüber hinaus. Andere Playoff-Teams wie OKC (Adams, Roberson, Abrines), die Wolves (Towns, Wiggins), Denver (Murray, Jokic, Harris) oder die Jazz (die halbe Mannschaft) haben mehrere Rotationsspieler im Kader, die nächstes Jahr besser sein werden als das vorherige.

    2. Im Westen haben sich einige Teams zum Teil massiv verstärkt. OKC (George, Patterson) und Houston (Paul) werden die Spurs ganz sicher im Kampf um Platz zwei herausfordern. Und von unten drängen einige junge Teams nach. Wenns doof läuft, werden die Spurs nur vierter oder fünfter, was keine tolle Ausgangsposition ist.

    Klar, man kann mal eine Übergangssaison einplanen, aber irgendwie überzeugt mich das, was die Spurs grade machen, nicht so unbedingt.

  18. D41

    Für KD wurde Barnes ziehen lassen und Bogut wurde verscherbelt. Diese Option bleibt vielen Teams und so wird SAS oft ausgestochen.

    Ein für mich realistisches Szenario, dass die Spurs nächste Saison keine großen Verstärkungen zu heute bekommen und Leonard die Saison in jedem Fall aus seinem Vertrag aussteigen wird. Dann steht man auf dem Niveau von OKC heute und ist denkbar unglücklich, weil Pop Rentner wird und man mit Leonard Mittelmaß ist und sich kaum bewegen kann. Einzige Lösung, man draftet einen Spieler der Klasse Leonard. Das traue ich den Spurs zu, allerdings ist da sehr viel Glück dabei.

    Besser wäre es, man hätte versucht Butler/George zu bekommen. Dazu einen jüngeren Center, da Dedmond auch weg ist. Die Preise waren ja nicht besonders hoch und Assets hat man genug.

  19. Coach K

    Die Spurs haben wie schon angesprochen sich wahrscheinlich nicht stark verbessert, aber auch nicht sehr viel verschlechtert.
    Ja Dedmon hat zum Beispiel bei den Spurs gezeigt das er besser war als sein Ruf, aber die Spurs haben aus dieser Kategoire Spieler schon öfters passable Spieler gemacht.
    Ein Simmons ist auch nicht mehr der jüngste. Er wird seinen Wurf vielleicht noch verbessern, aber sich so steigern wie vielleicht andere Rollenspieler wird er nicht tun.

    Genauso sehe ich aber bei Kawhi noch Potenzial sich langsam zu entwickeln! Erst ist schon weit oben aber es gibt weiterhin noch Facetten in seinem Spiel die es gilt zu verbessern.

    Pop = Spurs, so denkt er nicht. Es gibt viele Interviews wo er sagt das Buford genauso großen Anteil an den Spielern hat, die San Antonio bekommen hat, wie Pop. Buford hat Pop damals ja auch überzeugt das Kawhi der Spieler ist den Sie für Hill holen sollen.
    So werden die beiden weiter den ein oder anderen Spieler aus dem Hut zaubern. Und wenn es nur am Ende der nächsten Saison so sein sollte das alle meinen das Sie gewusst haben das Gay ein so toller Spieler ist.

  20. Coach K

    Aber FA denken so. Wenn Pop weg ist, wird SAS unattraktiver.

    Es kommt ja immer drauf an wer als Cheftrainer übernimmt, aber das sind alles Mutmaßungen. Vielleicht macht Pop auch weiter.
    Ich bin gespannt was die kommende Saison bringt.

  21. Sebastian Hansen

    Ich halte es angesichts der Bewegungen im Westen für durchaus problematisch, dass sich die Spurs nicht verbessert haben. Interne Verbesserungen in nützlichem Ausmaß wird es kaum geben. Ich glaube kaum, dass die Spurs Platz 2 halten können.

  22. Marc Petri

    Interne Verbesserungen in nützlichem Ausmaß wird es kaum geben.

    Ich würde das gar nicht ausschließen. Murray hat angedeutet. dass er durchaus ein brauchbarer Spieler werden kann und auch Kyle Anderson hat sich im Laufe der Saison sehr positiv entwickelt (jetzt mal seine ganz starken Leistungen gegen die Warrriors außen vor gelassen – vier Spiele machen noch lange keinen Frühling). Ich glaube er ist der Hauptgrund, warum man kein Interesse hatte Simmons zu halten.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn die beiden schon in der kommenden Saison zu soliden bzw. starken Rotationsspielern werden und vielleicht braucht Pop nicht wirklich mehr um wieder Top-2 im Westen zu sein.

  23. Flashmaster

    Ich bin da bei Julian und Marc. Das Front Office hat sich ein wenig verkalkuliert, der Gasol-Deal ist mindestens diskutabel, die Spurs stehen gut da. Alle drei Dinge sind wahr. Der Mills-Vertrag ist sehr zufriedenstellend, das Gay-Signing sehe ich auch als guten Deal an. Lauvergne hat garantiert das Potential ein solider Rotationsbig zu werden. Er wäre nicht der erste Spieler, der in San Antonio trotz wenig produktiver Vergangenheit überzeugt. Mir kommt hier immer noch zu kurz, dass eine Franchise, die seit 1999 jede Saison mindestens 50 Spiele gewonnen hat und vor einem Jahr ihre tragende Figur in Tim Duncan verloren hat, noch immer den Status eines Top-Contenders geniesst. Die Spurs befinden sich aktuell, genau wie im letzten Jahr, im Rebuild. Dass das so flüssig funktioniert kann dem Front Office und Popovich nicht hoch genug angerechnet werden. Was können die Spurs dafür, dass sie trotz der Umstrukturierung 60+ Spiele gewinnen? ;)
    In diesem Sommer war der Handlungsspielraum wenig bis gar nicht vorhanden. Da ist es nur folgerichtig, wenn man sich auf die kommende Off Season konzentriert. Auch mit Gasol’s garantiertem Vertrag ist im nächsten Sommer einiges an Cap Space vorhanden.
    Schlecht sind die Spurs nach jeder Off Season schon mindestens seit 2009 :mrgreen: Immer nach dem Motto “jetzt aber wirklich”.
    Wie Marc schon sagt, erhoffe ich mir von Anderson jetzt den Sprung, den er eigentlich schon letzte Saison hätte machen sollen. Dejounte Murray besitzt grosses Potential und auch Spieler wie Davis Bertans oder Bryn Forbes besitzen Qualitäten und die in San Antonio gut gebraucht werden können. Dazu ist sicherlich auch gewisses Upside-Potential vorhanden. Ich bin als Fan nicht begeistert aber im grossen Ganzen doch mehr als zufrieden mit der Situation in der man sich jetzt befindet.

    Sebastian Hansen
    Was hättest du an Stelle von Buford in diesem Sommer besser gemacht? Der Gasol-Deal ist schlecht, ja. Insgesamt gab es aber doch keinen Spielraum für Verpflichtungen ausserhalb der MLE (selbst dafür musste Gasol seine PO declinen). Natürlich haben die Konkurrenten im Westen mächtig aufgerüstet, aber das ist auch eigentlich gar nicht das Niveau an dem die Spurs sich in ihrer aktuellen Phase orientieren müssen. Da muss sich der Rest der Liga selber an die Nase fassen, wenn die Spurs mit einem Star+Rollenspielern Platz 2 im Westen erreichen. ;)
    In vergleichbaren Rebuilding-Phasen spielen andere Teams noch nicht mal um die Playoffs.

  24. Sebastian Hansen

    Was hättest du an Stelle von Buford in diesem Sommer besser gemacht? Der Gasol-Deal ist schlecht, ja. Insgesamt gab es aber doch keinen Spielraum für Verpflichtungen ausserhalb der MLE (selbst dafür musste Gasol seine PO declinen). Natürlich haben die Konkurrenten im Westen mächtig aufgerüstet, aber das ist auch eigentlich gar nicht das Niveau an dem die Spurs sich in ihrer aktuellen Phase orientieren müssen. Da muss sich der Rest der Liga selber an die Nase fassen, wenn die Spurs mit einem Star+Rollenspielern Platz 2 im Westen erreichen.

    Ich weiß nicht, was im Hintergrund lief, aber man hätte sich finde ich schon um Leute wie Lowry oder so bemühen können. Oder jetzt – statt Gasol Geld nachzuwerfen – versuchen Leute, die kein Geld bekommen haben bisher, zu verpflichten. JaMychael Green, Noel oder so. Einfach ein paar smarte Moves. Und ja, es ist wahrscheinlich unfair gegenüber den Spurs, zu sagen, sie hätten eine miese Offseason gehabt, weil sie wenig Spielraum hatten. Da gebe ich dir recht. Dennoch stehen die Spurs im Vergleich meiner Meinung nach schlechter da als zuvor.

  25. Coach K

    Ich bin da bei Julian und Marc. Das Front Office hat sich ein wenig verkalkuliert, der Gasol-Deal ist mindestens diskutabel, die Spurs stehen gut da. Alle drei Dinge sind wahr. Der Mills-Vertrag ist sehr zufriedenstellend, das Gay-Signing sehe ich auch als guten Deal an. Lauvergne hat garantiert das Potential ein solider Rotationsbig zu werden. Er wäre nicht der erste Spieler, der in San Antonio trotz wenig produktiver Vergangenheit überzeugt. Mir kommt hier immer noch zu kurz, dass eine Franchise, die seit 1999 jede Saison mindestens 50 Spiele gewonnen hat und vor einem Jahr ihre tragende Figur in Tim Duncan verloren hat, noch immer den Status eines Top-Contenders geniesst. Die Spurs befinden sich aktuell, genau wie im letzten Jahr, im Rebuild. Dass das so flüssig funktioniert kann dem Front Office und Popovich nicht hoch genug angerechnet werden. Was können die Spurs dafür, dass sie trotz der Umstrukturierung 60+ Spiele gewinnen? ;)
    In diesem Sommer war der Handlungsspielraum wenig bis gar nicht vorhanden. Da ist es nur folgerichtig, wenn man sich auf die kommende Off Season konzentriert. Auch mit Gasol’s garantiertem Vertrag ist im nächsten Sommer einiges an Cap Space vorhanden.
    Schlecht sind die Spurs nach jeder Off Season schon mindestens seit 2009 :mrgreen: Immer nach dem Motto “jetzt aber wirklich”.
    Wie Marc schon sagt, erhoffe ich mir von Anderson jetzt den Sprung, den er eigentlich schon letzte Saison hätte machen sollen. Dejounte Murray besitzt grosses Potential und auch Spieler wie Davis Bertans oder Bryn Forbes besitzen Qualitäten und die in San Antonio gut gebraucht werden können. Dazu ist sicherlich auch gewisses Upside-Potential vorhanden. Ich bin als Fan nicht begeistert aber im grossen Ganzen doch mehr als zufrieden mit der Situation in der man sich jetzt befindet.

    @Sebastian Hansen
    Was hättest du an Stelle von Buford in diesem Sommer besser gemacht? Der Gasol-Deal ist schlecht, ja. Insgesamt gab es aber doch keinen Spielraum für Verpflichtungen ausserhalb der MLE (selbst dafür musste Gasol seine PO declinen). Natürlich haben die Konkurrenten im Westen mächtig aufgerüstet, aber das ist auch eigentlich gar nicht das Niveau an dem die Spurs sich in ihrer aktuellen Phase orientieren müssen. Da muss sich der Rest der Liga selber an die Nase fassen, wenn die Spurs mit einem Star+Rollenspielern Platz 2 im Westen erreichen. ;)
    In vergleichbaren Rebuilding-Phasen spielen andere Teams noch nicht mal um die Playoffs.

    Das Problem ist eigentlich das seit Jahren ein Abgesang auf die Spurs gibt diese Saison sind Sie wieder schlechter, so wie Flash es schon gesagt hat, passiert dies seit 2009 regelmäßig. Man sagt das Frontoffice hat sich verkalkuliert Spieler geholt die niemand haben wollte und trotzdem haben Sie dann immer noch über 50 Siege geholt.
    Bertans und Forbes kommen beide aus der “Spurs Schule”, genauso ein Kyle Anderson. Pop und Co wissen am besten wie weit die Jungs sind.

    Lauvergne ist so ein Spieler der in die Kategorie Boris Diaw für mich gehört, er könnte mit seinem Skillset unglaublich gut bei den Spurs reinpassen.

    Ich denke die Wahrheit liegt wie immer auf dem Platz


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