Draft, Draftprofile 2019

Grant Williams

Tennessee Volunteers

Tennessee Volunteers

Datenblatt

Name: Grant Williams

Geburtsdatum: 30.11.1998

Größe: 6’7”

Gewicht: 235 lbs.

Spannweite: 6’9”

Position: Wing

Team: Tennessee Volunteers

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Basketball-IQ

+ Positional Strength

+ Teamdefense

– Dreier

– Agilität

 

Basisnotizen – 26.05.2019

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Grant Williams ist mit seinen 235 Pfund Körpergewicht ein sehr bulliger Combo-Forward. Ist durch seine Masse ein sehr starker Spieler mit guter Balance und Core-Strength.

+ Wird erst Ende November 21 Jahre alt. Ist damit für einen Junior ungemein jung.

+ Scheint über eine gute Arbeitseinstellung zu verfügen. Zeigte in jedem seiner Collegejahre Verbesserungen und war gerade auch auf individueller Ebene sehr erfolgreich (All American- First Team, 2x SEC-PotY).

* Mit 6‘7‘‘ Körpergröße und einer Wingspan von 6‘9‘‘ bringt der Volunteer für einen NBA-Flügel nur durchschnittliche Länge mit.

* Kennt sich, seinen Körper und seine Limitationen sehr gut und agiert stets innerhalb dieser Grenzen.

– Auch wenn sein erster Schritt nicht zu unterschätzen ist, dürfte Williams auf NBA-Level in den Kategorien Agilität, Sprungkraft und Top-Speed nur zum unteren Durchschnitt der Athleten gehören.

 

OFFENSE:

+ Toller Touch am Ring. Kann durch seine Statur viel Kontakt absorbieren und vor allem auch beidhändig finishen (72,3 FG%@Rim).

+ Ist ein spannender Shortroll-Decisionmaker. Kann nach einem schnellen, physischen Screen den Ball bekommen und trifft nahezu immer die richtige Entscheidung zwischen Drive und Pass.

+ Kommt nach Belieben an die Linie. Scheut nie vor Kontakt zurück. Ist ein Meister darin über Finten Gegenspieler in die Luft zu bekommen (62,7 FTr).

+ Starker Cutter. Bewegt sich ohne Ball sehr überlegt und hat ein gutes Gefühl für sich ergebende Räume.

+ Hervorragender Passer für seine Position. Beweist in vielen Situationen hohen Basketball IQ und überdurchschnittliche Vision. Bewegt den Ball immer richtig. Bleibt auch unter Druck ruhig und findet aus Double/Triple Teams offene Shooter (18,5 AST%).

* Ungemein smarter Collegespieler, der trotz viel offensiver Verantwortung extrem effizient agierte (128,7 ORtg, 26,4 USG%).

* Körperlicher Screener, der seinem Ballhandler immer Platz verschafft. Am College dann eher als Rollman tätig gewesen. In der NBA sollte er mehr PnP-Actions suchen.

* War einer der gefährlichsten Postupspieler der CBB-Saison. Gleichgroße Spieler überpowerte Williams gern. Gegen größere Verteidiger hatte er Geschwindigkeitsvorteile und weitentwickelte Moves. Der Wert dieser Fähigkeit wird aber sinken, wenn er nicht mehr als Vierer oder teilweise Fünfer seines Teams aufläuft.

* Ähnliches gilt für sein Spiel in der Midrange insgesamt: Der Junior war aus der Mitteldistanz ungemein effizient und bewies bei einer Vielzahl von Abschlussarten Shootingtouch (51,5 FG%2PJ). Die Frage wird sein, wie gut sich eine solche Stärke übertragen lässt.

* Sammelte als physisch starker und häufig am Korb agierender Spieler auch oft eigene Fehlwürfe und andere Offensivrebounds ein (Career: 9,7 ORB%). Bei guter Entwicklung wird er in der NBA aber weiter vom Ring entfernt eingesetzt werden.

* Sein Handling reichte am College locker aus um Bigs aus dem Faceup oder Closeouts zu attackieren. Auch in Shotroll-Situationen kann Williams den Ball öfter auf den Boden setzen. Allerdings halten sich seine Dribble-Moves in Grenzen, was ihn als Fulltime-Wing nur noch zu einem durchschnittlichen Handler werden lassen wird. Konnte am College allein mit Power und erstem Schritt viel erreichen.

– Williams nahm in seinen drei Jahren am College nur 100 Dreier und traf unterdurchschnittliche 29 dieser Versuche. Sowohl Quote als auch Volumen müssen unbedingt gesteigert werden, damit der Volts-Wing in der NBA wenigstens ausgeglichenes Spacing liefert. Allerdings bauen wir auf eine Entwicklung in diesem Bereich, da die Bewegung gut aussieht, wenn Williams Zeit hat und er seine Freiwurfquote in jedem seiner Jahre in Tennessee auf nunmehr starke 81,8 FT% angehoben hat. Shooting-Touch ist vorhanden. Es gilt an der Range zu arbeiten.

 

DEFENSE:

+ Spielte oft als Safety/Roamer-Option unter dem Korb. Ist mit seinen defensiven Rotationen und Instinkten ungemein präzise. Findet nötige Help-Situationen sowohl am Korb als auch am Perimeter via Closeout. Ist dadurch ein kluger und verlässlicher Teamverteidiger.

+ Ist durch seine Masse und Balance ein ungemein starker Spieler. Ist im Drive nicht einfach zu überpowern und auch als Postup-Defender nicht zu unterschätzen.

* Lieferte durch seine Kombination aus Positioning und Instinkten beachtliche Weakside-Rimprotection. Auch am Perimeter kann er für defensive Events sorgen (Career: 6,0 BLK%, 1,7 STL%).

* Sollte die Möglichkeit haben, gegen die meisten Flügelspielertypen switchen zu können. Dürfte gegen größere Forwards und Bigmen ein unterbewertet guter Postup-Verteidiger werden.

* Ist für seine Position ein solider Defensivrebounder (17,4 DREB%).

– Es fehlt teilweise an Agilität, um vor explosiven Guards bleiben zu können.

 

Overall

Grant Williams ist aktuell ein klassischer Tweener. In der NCAA konnte der Forward gegnerische Defenses noch über kluges Spiel in der Zone dominieren. In der NBA wird es dem Volunteer nicht mehr möglich sein, seine Gegenspieler in Ringnähe zu überpowern. Dafür ist er mit seinen 6‘7‘‘ Körpergröße einfach zu klein. Der Junior wird sein Spiel nach Außen verlagern müssen, um basketballerische Relevanz zu behalten. Den meisten Athleten dieses Spielertypen gelingt eine solche Umstellung aus den verschiedensten Gründen nicht. Auch bei Grant Williams besteht deshalb natürlich die Gefahr, dass er sich als negativer Spacer nie an das nächste Level gewöhnt und ggf. sogar recht schnell aus der Liga gespült wird. Sein Floor ist damit ungemein niedrig. Allerdings bringt der Mann aus Tennessee mit seiner Kombination aus positionaler Stärke, Basketball IQ, Teamdefense, wohl vorhandenem Shooting-Touch und hochgelobter Arbeitseinstellung genug Vorzüge mit, um uns doch auf ihn als potentiellen Rotationsspieler wetten zu lassen. Meistert er durch einen guten Shotdoctor seinen Swing-Skill “Wurf”, wird der Junior sehr schnell zu einem ungemein variablen und nützlichen Rollenspieler. Immer wieder mit PJ Tucker verglichen, erinnert uns Grant Williams an einen etwas weniger sprungstarken Miles Bridges.

Synergy-Stats

 

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