
Die Überlegungen der Kings
Aus Sicht der Sacramento Kings darf die Verpflichtung von Hayes durchaus als Gewinn betrachtet werden. Dalembert brachte in der Saison 2010/2011 zwar den Schnitt an Rebounds und Blocks, den man von ihm erwarten konnte, vermochte es jedoch nicht, entscheidend dazu beizutragen, dass die Kings ein defensiv signifikant besseres Team wurden. Zudem nahm er regelmäßig mehr Würfe, als für ihn und sein Team gut waren – die fehlende Einsicht in sein limitiertes Offensivspiel zieht sich durch Dalemberts gesamte Karriere.
Chuck Hayes hingegen braucht offensiv (zieht man die letzte Saison der beiden Spieler als Vergleichspunkt heran) weniger Touches und punktet zudem effizienter. Seiner Offensivfähigkeiten wegen ist er freilich ohnehin nicht geholt worden, sondern weil er einer der besten Postdefender der Liga ist. In Sacramento erhofft man sich zweifelsohne, dass er die Defensive der Mannschaft nicht nur individuell, sondern auch auf die Spielkultur des ganzen Teams bezogen verbessern wird. Kings-Trainer Paul Westphal hatte nach Hayes’ erstem Auftritt Folgendes zu sagen: “Chuck Hayes is the glue of this team. We knew he would be the glue when we signed him and he shows it every day.” Auch wenn Lobpreisungen neuer Spieler natürlich keine Seltenheit sind, so steckte in Westphals Worten doch einiges an Wahrheit: Chuck Hayes machte einem Star wie Pau Gasol das Leben schwer und schwor seine Mannschaftskollegen während eines Timeouts auf ihre defensiven Aufgaben ein. Es bleibt für die Sacramento Kings zu hoffen, dass Hayes ein wichtiger Baustein dafür werden wird, endlich aus dem Verteidigungskeller herauszukommen, in dem sie sich schon allzu lange befinden.




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