Los Angeles Lakers, Orlando Magic, Portland Trail Blazers

Welches NBA-Team hatte die schlechteste Offseason?

3-on-1 Fastbreak #14

Wir haben die Mitte der NBA-Saison überschritten. Grund genug für uns, auf unsere Prognosen zu Saisonbeginn zu schauen. Wir schauen also zurück zu unserer Bewertung der Offseasons. Welche Teams haben laut der Redaktion denn bisher die schlechteste Offseason gehabt?

Dennis Spillmann: Zugegeben, die Los Angeles Lakers machen es einem leicht. Als wir noch weit vor der Saison das erste Mal überlegten, welche Teams die schlechteste Offseason absolviert hatten, wurden sie genannt. In der Preview zu den Lakers wurde sich abermals kritisch geäußert. Dann begann die Saison und die Lakers kamen hervorragend aus den Startlöchern: von den ersten 20 Spielen konnte man zehn für sich entscheiden. Hätten wir zu diesem Zeitpunkt versucht ein Resümee zu ziehen, wäre vor allem Coach Walton gelobt worden, der aus einer Mischung aus vielen, jungen Spielern und Veteranen ein scheinbar ordentliches NBA-Team formen konnte. Nick Young sieht aus wie ein richtiger NBA-Spieler und verteidigt; Clarkson von der Bank zu bringen, erweist sich als gute Entscheidung; Ingram kann sich in aller Ruhe entwickeln.

Von den nächsten 25 Spielen konnten die Lakers gerade einmal fünf für sich entscheiden und wir reden wieder über Deng, Mozgov Gehältern, Verantwortung und Spielzeit. Die Lakers haben nicht nur das Problem, dass sie nicht erfolgreich sind, sondern sehen sich vor allem vor die Herausforderung gestellt, dass sie in den nächsten Jahren ohne signifikanten Cap Space arbeiten müssen. Dabei waren die Voraussetzungen vor der letzten Saison sehr gut: Der Vertrag von Kobe Bryant würde in einem Jahr auslaufen und man hatte mit Randle, Russell und Clarkson bereits junge Spieler im Kader, die man austesten konnte. Aufgrund der Abschiedstournee Bryants fand dies aber de facto nicht statt. Dementsprechend musste man – ohne genug getestet zu haben – Clarkson verlängern und gleichzeitig den singulären Fall des riesigen Cap Sprungs nutzen. Da man aber kein Gerüst für die Post-Kobe-Ära besaß, da es

wichtiger war, seinen Franchise Player mit Würfen zufrieden zu stimmen, entschied man sich, Teamfits zu signen, die die offensichtlichen Schwächen bisher aller junger Spieler kompensieren sollten: die Defense. Weder Russell noch Clarkson oder Randle hatten zu diesem Zeitpunkt gezeigt, dass sie in der NBA anständig verteidigen konnten. Unter diesem Blickwinkel waren die Signings von Mozgov und Deng sinnvoll, da mit beiden assoziiert wird, dass sie eine Defensive ankern bzw. mittragen können. Zum jetzigen Zeitpunkt stellen die Lakers die schlechteste Defense der Liga, obwohl man auf Mozgov und Deng setzt und diese viel Spielzeit bekommen.

Was im Vorfeld noch nicht prognostizierbar war, war die Wurfverteilung und damit die Verantwortung auf dem Feld. Intuitiv hätte man sich gewünscht, dass Walton Lineups mit dem jungen Kern um Russell, Clarkson, Randle und Ingram ausprobiert. Dies könnte man mit Mozgov oder Deng als fünftem (primär verteidigenden) Mann füllen, um zu testen, ob es Möglichkeiten gibt, die Young Guns zusammen aufs Feld zu schicken. Das ist in der gesamten Saison in 90 Minuten passiert. Prozentual nimmt Lou Williams die meisten Würfe in einem Team, das spätestens jetzt nur noch entwickeln sollte. Auch Nick Young darf (zu) viele Würfe nehmen, während Brandon Ingram zwar viele Minuten, aber kaum Würfe bekommt.

Die Offseason der Lakers ist deshalb bisher die schlechteste aller Franchises, weil sie zum einen Spieler ins Team brachte, die in ihrem Aufgabenfeld keinerlei Unterstützung brachten, und zudem Spieler nicht getradet wurden, die nun zu viele Würfe nehmen, obwohl der junge Kern – vor allem Ingram – diese Erfahrung benötigt. Zum anderen war man sich darüber einig, dass die getätigten Verpflichtungen am ehesten in dieser Saison sportlich noch helfen könnten, aber mit jeder weiteren Saison das Salary Cap noch mehr belasten. Das Fenster für smarte Moves betrug zwei Jahre, weil ab dann jährlich Vertragsverlängerungen der Rookie-Verträge (2018 Randle, ’19 Russell, ’20 Ingram) anstehen werden. Stand heute sind die Lakers nahezu manövrierunfähig, da man sehr wahrscheinlich seine Erstrundenpicks 2017 und 2019 abgeben muss.

Julian Lage: Meyers Leonard: 41 Millionen über vier Jahre. Evan Turner: 70 Millionen, ebenfalls über vier Jahre. Allen Crabbe: Knapp 75 Millionen, wiederum über vier Jahre, als Bonus aber noch mit 15% Trade Kicker. Allein diese drei Verträge sind an sich Argumente genug, die Offseason der Portland Trail Blazers als die mieseste einzustufen. Insbesondere die Verpflichtung von Turner war von Anfang an unerklärlich. Mit jetzt 28 Jahren geht der Wing sicher nicht mehr als junges Talent durch, der für seine Upside verpflichtet wurde. Allerdings würde man bei durchschnittlich gut 17 Millionen Dollar im Jahr einen wirklich produktiven Win Now-Spieler erwarten – stattdessen kann Turner keine Saison mit überdurchschnittlichem Offensivrating vorweisen, dafür diverse Jahre mit miserablen Wertungen in praktisch allen Plus-Minus-basierten Statistikmodellen. Im Fall Crabbes lässt sich immerhin noch das Offer Sheet der Nets als Entschuldigung anführen, außerdem ist er wie auch Leonard immerhin erst 24. Trotzdem können auch die deutlich besser wirkenden Verträge von Mo Harkless (40 Millionen über vier Jahre) und C. J. McCollum (4-Jahres-Extension über etwa 106 Millionen Dollar) die Blazers-Offseason nicht viel besser aussehen lassen: Rein isoliert betrachtet sind die drei oben genannten Verträge schlicht so schlecht, dass sie jede Franchise auf Jahre massiv einschränken würden.

Die Situation der Blazers macht die Entscheidung von GM Neil Olshey etwas verständlicher, sorgt aber gleichzeitig für noch mehr Probleme. Ziel im Sommer war es offensichtlich, den Salary Cap so gut wie möglich auszunutzen, bevor die eigenen Restricted Free Agents mit ihren niedrigen Cap Holds gehalten wurden. Mit brauchbaren Verträgen ist dieses Vorgehen sinnvoll, wie etwa die Spurs mit Kawhi Leonard demonstriert hatten. Die Blazers banden sich so allerdings auf Jahre praktisch an den aktuellen Kader: Free Agency-Verpflichtungen sind aufgrund des überstiegenen Salary Caps nur über Exceptions möglich. Trades lassen sich schwer durchzuführen, wenn fast alle Spieler entweder wichtiger Teil des Teams oder überbezahlt sind. Hohe Draft-Picks kann man ebenfalls nicht erwarten – und dürften auch kaum das Ziel solcher Investitionen darstellen. Diese Situation ist mehr oder weniger bis 2020 (!) festgezurrt: Selbst für die Saison 2019/20 sind bereits ungefähr 116 Millionen Dollar an Gehältern garantiert. Aktuell übertrifft nur eine Franchise, die Cavs, überhaupt diese Summe, was trotz steigendem Cap die Problematik verdeutlichen dürfte. Die Blazers selbst sind diese Saison mit gut 113 bereits das Team mit der dritthöchsten Payroll.

Ein Blick auf die derzeitige Bilanz des Teams verrät, dass dieses Versprechen von Kontinuität unter aktuellen Bedingungen eher ein Problem ist. Ein echter Contender würde sicherlich gerne das eigene Team halten – davon sind die Blazers mit einer Bilanz klar unterhalb der 50% aber weit entfernt. Selbst der 8. Platz müsste derzeit fast schon als Erfolg verbucht werden. Rückblickend wird so deutlich, was schon zeitgleich die Euphorie um die Blazers bremste: Die Erfolge der letzten Saison lassen sich auf eine Verkettung überraschender Faktoren zurückführen. Dass Portland überhaupt den 5. Platz erreichte, verdankten sie auch der schwächelnden Konkurrenz: Die Mavs waren durch das DeAndre Jordan-Debakel nur begrenzt wettbewerbsfähig, während die Grizzlies und Rockets mit massiven Verletzungsproblemen beziehungsweise Unruhen im Team zu kämpfen hatten. 2014/15 hätte eine 44-38-Bilanz im Westen nicht einmal für die Playoffs gereicht. Der fünfte Platz 2015/16 bedeutete für Damian Lillard und Co. dann das Matchup gegen die Clippers, das die Blazers vor allem dank der Ausfälle von Chris Paul und Blake Griffin gewannen. Anschließend gegen die Warriors sah Portland wohl auch wegen Steph Currys Verletzungsproblemen besser aus als erwartet.

Somit wirkt die Offseason wie eine Überreaktion auf die überraschenden Erfolge eines gar nicht mehr so jungen Teams – Harkless ist derzeit mit 23 der jüngste Rotationsspieler. Noch gar nicht erwähnt wäre dann allerdings, dass die Verpflichtungen gleichzeitig noch Team-Fit-Probleme aufweisen: Wozu in Turner einen Spieler mit Stärken quasi ausschließlich im Ballhandling, wenn in Lillard und McCollum zwei hervorragende Playmaking-Optionen zur Verfügung stehen? Wieso insgesamt vier Verträge mit 15 bis 30 (!) Millionen Dollar pro Jahr nur für die kleinen Positionen? Wieso praktisch nur Verpflichtungen mit Schwächen in der Defense, nachdem das Team schon letztes Jahr nur Rang 20 im DRtg erreichte (aktuell: 28.)? Letztendlich über die ‚Konkurrenten‘ in diesem fragwürdigen Award hebt sie allerdings der Punkt, dass die Blazers vor der letzten Offseason in einer eigentlich sehr komfortablen Lage waren: Keiner der eigenen Free Agents musste unbedingt bezahlt werden, keine Position zwingend verstärkt – aus diesen Bedingungen hat Olshey das wohl schlechteste realistisch mögliche Ergebnis hervorgeholt.

Marc Petri: Spätestens mit der Verpflichtung von Serge Ibaka während der Draft 2016 wurde die Marschroute der Orlando Magic für die Spielzeit 2016-17 deutlich. Zum ersten Mal seit dem Abgang von Dwight Howard wollten die Orlando Magic in der laufenden Spielzeit in die Playoffs einziehen. Aktuell steht man mit einer Bilanz von 17 Siegen und 27 Niederlagen 4.5 Spiele hinter den Playoff-Rängen und der aktuelle Trend sollte allen Anhängern der Magic wenig Hoffnungen bereiten, dass sich der Abstand in den kommenden Wochen verringern könnte. Zwar ist Ibaka in dieser Spielzeit in Summe der beste Spieler der Orlando Magic, da man aber die Zielsetzung, welche mit seiner Verpflichtung verknüpft war, vermutlich nicht erreichen wird, kann man in der Retroperspektive von einem Trade sprechen, der nicht den erwünschten Effekt hatte. Da sein Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, besteht nun die Gefahr ihn im Sommer zu verlieren, daher wäre es nicht verwunderlich, wenn die Orlando Magic in den kommenden Wochen aktiv werden und Ibaka zum höchstmöglichen Gegenwert wieder abgeben. Vermutlich werden die Orlando Magic keinen Spieler der Qualität eines Victor Oladipos und einem Lottery-Pick bekommen.

Nachdem Bismack Biyombo in den vergangenen Playoffs für die Toronto Raptors – vor allem in den Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers – groß auftrumpfte, bezahlten die Orlando Magic einen hohen Preis um den vermutlich 24 Jahre alten Centers aus der Demokratischen Republik Kongo nach Central Florida zu lotsen. Ganze 72 Mio. USD  wird Biyombo in den kommenden vier Spielzeiten verdienen. Der sportliche Output ist bisher jedoch desaströs. Weder offensiv noch defensiv funktionieren die Kombinationen mit ihm und Ibaka oder Vucevic und zur großen Überraschung sieht die Defensive der Magic am besten aus, wenn Biyombo auf der Bank sitzt.  Auch wenn es nicht das erste Mal wäre, dass ein Spieler mehrere Monate benötigt um sich an ein neues Spielsystem und eine neue Umgebung zu gewöhnen, scheint es aktuell so, als hätte der neue Vertrag von Biyombo das Potential, einer der schlechtesten der Liga zu sein. Besonders bitter für die Magic ist, dass man freiwillig auf die Dienste von Dewayne Dedmon verzichtete (die Magic zogen nach der Verpflichtung von Biyombo die Qualifying Offer zurück; Dedmon unterschrieb für 6/2 bei den Spurs) und jener in dieser Spielzeit genau die Leistungen zeigt, welche man sich von Biyombo erwünscht hätte.

Auch Jeff Green (15/1) und DJ Augustin (29/4) haben Ihren Anteil an dem bisher enttäuschenden Abschneiden der Magic und konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Da auch Evan Fournier (85/4) eine schlechtere Spielzeit spielt als in der Saison 2015-16 bleibt die Suche nach einem positiven Effekt des vergangenen Sommers erfolglos. In Anbetracht der Tatsache, dass man schon vor der vergangenen Offseason den Rebuild abbrach und jetzt noch immer weit von den sportlichen Ansprüchen entfernt ist und man zudem nun finanziell nicht mehr flexibel ist, war die Offseason der Orlando Magic die schlechteste aller NBA-Teams.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

41 comments


  1. Avatar

    Simon

    Schöner Überblick, danke :tup:

    Ich denke ihr habt das überzeugend bewertet und die richtigen Kandidaten ausgewählt. Chicago wäre für mich auch noch einer gewesen, auch die Offseason der Pelicans war sicher nicht besonders toll (wobei ich z.B. Solomon Hill nicht so schrecklich finde wie die meisten, er sollte einfach nur nicht auf der 3 eingesetzt werden, und Hield hat ja inzwischen auch einigermaßen die Kurve gekriegt).

    Die Offseason der Lakers finde ich inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr so schlimm. Deng spielt zwar keine gute Saison, auf der 4 ist er aber immer noch effektiv und hat abseits des Platzes sicherlich einen positiven Einfluss auf Randle, Ingram & Co. Und man könnte argumentieren, dass der Mozgov-Deal nicht einmal mehr zu den 3 oder 4 schlechtesten Center-Verträgern des Sommers gehört (Noah, Biyombo, Miles Plumlee, Whiteside, Mahinmi, Ezeli (auch wenn der keinen Schaden anrichtet) sind alles schreckliche Verträge). Zubac zeigt m.E. vielversprechende Ansätze, mit ihm und Nance haben die Lakers evtl. schon ihre zukünftigen Center im Kader. Mozgov sollte also möglichst bald in eine Mentoren-Rolle mit höchstens 10-15 Minuten pro Spiel rutschen. Klar ist er dafür viel zu teuer, aber ich sehe den Schaden für die Lakers als nicht so groß an.

    Wenn Young aus seinem Vertrag aussteigt (die Chancen stehen ja inzwischen ganz gut), hat man im Sommer knapp 77 Millionen an garantierten Gehältern, also ca. 26 Millionen Capspace. Für 2018/19 sind es 62 Millionen (wenn man die Optionen für Russel, Ingram und Nance zieht). Dann steht auch die Verlängerung von Randle an. In der Saison 2019/20 sind die jungen Spieler dann frühestens in der Lage, im Westen so langsam wieder ein Wörtchen mitzureden, 2020 ist man Mozgov und Deng los.

    Besser wäre es, die beiden schon ein Jahr früher aus den Büchern zu haben, da man im Sommer 2019 zum letzten mal die niedrigen Capholds von Russel, Nance und Zubac nutzen kann (falls alle drei danach gehalten werden sollen. Ich denke aber, dass man Mozgovs und/oder Dengs dann auslaufenden Vertrag vielleicht im Paket mit Picks gegen etwas jüngere Rollenspieler traden kann. Und spätestens dann können die Lakers wieder problemlos auf den einen oder anderen Pick verzichten.

    Positiv ist für die Lakers außerdem, dass sie aktuell auf bestem Wege sind, ihren Top3-Pick zu behalten. Das wäre natürlich grandios.

    Nicht falsch verstehen, ich finde die Verträge von Deng und Mozgov natürlich auch schlecht und vor allem 1 bis 2 Jahre zu lang. Aber sie zerstören die Zukunft der Franchise m.E. weit weniger als die Deals der Blazers und Magic.

    Am schlimmsten finde ich inzwischen eigentlich die Offseason der Magic. Portland hatte wenig Handlungsspielraum und musste den Capspace irgendwie nutzen. Deswegen finde ich den Crabbe-Deal nicht ganz so schlimm. Turners Vertrag (und Turner im Allgemeinen :roll: ) ist grauenvoll, aber ich finde das ist der einzig wirklich schlimme Deal.

    Bei den Magic dagegen reihen sich seit längerem schlimme Entscheidungen aneinander. Ich hatte es im Teamthread schon geschrieben (und zunächst sogar noch Dedmon vergessen, danke für die Korrektur!): Die Magic könnten heute mit dem Team

    Payton / Watson
    Oladipo / Fournier
    Fournier / Harris / Hezonja
    Gordon / Sabonis / Harris
    Vucevic / Dedmon

    dastehen. Das wären im Sommer dann inkl. der neuen Gehälter von Oladipo, Harris, Dedmon und Sabonis ca. 81 Millionen an garantierten Gehältern (also ca. 22 Millionen Capspace), ein junges und talentiertes Team und wahrscheinlich noch ein 2017er Lottery-Pick. Außerdem wären praktisch alle Verträge tradebar, falls man z.B. noch einen der vielen jungen Forwards gegen einen PG eintauschen wollte. Dieses Team fände ich extrem spannend, gerade aufgrund der guten Leistungen von Dedmon, Oladipo und Sabonis in dieser Saison. Die beiden letzteren würden auch für genug Shooting rund um Payton und Gordon sorgen.

    Für mich sollte Hennigan besser heute als morgen entlassen werden und ein neuer GM versuchen, irgendwie Ibaka, Biyombo, Green und/oder Augustin für einen akzeptablen Gegenwert loszuwerden. In der 2017er Draft kann man mit einem Pick zwischen 6 und 10 möglicherweise noch ein wirklich ordentliches Talent einsammeln.

  2. Avatar

    STAT

    Ich weiß es ist ziemlich langweilig aber ich würde noch die Kings erwähnen. Im Thread zum Preview-Pod hatte ich mich damals sehr negativ über die Offseason geäußert und letztendlich kam es genauso. Man steht mit der Truppe wieder einmal im Nirgendwo. Die individuelle Leistung von Cousins ist zwar beeindruckend, aber ich finde nach wie vor das er Teil des Problems ist und das er die Kings niemals in die Playoffs führen kann.

    Diese Ansammlung an durchschnittlichen Spielern wie z.B. Afflalo, Barnes oder Temple ist eben der verzweifelte Versuch irgendwie auf Platz 8 zu kommen bzw. langfristig im Niemandsland stecken zu bleiben. Auch Joerger den ich als positive Verpflichtung gesehen habe und nach wie vor sehe, kann aus Cousins keinen Anführer und aus dieser Truppe kein Playoffteam machen.

    Ich hätte im Sommer einen klaren Cut gemacht und ich bin nach wie vor der Ansicht das sich die Kings von Cousins schnellstmöglich trennen sollten. Er wird die Kings nicht in die Playoffs führen und behindert zudem die Entwicklung der jungen Talente, von deren Verpflichtungen ich auch nicht begeistert war. Aber was hat man für eine Alternative?

    Die nächsten 5-6 Jahre mit Cousins sportlich so weiter machen und mit seinen Aussetzern vollkommen zur Lachnummer werden? Welcher große Free Agent kommt nach Sacramento?
    Welche Spieler die wirklich weiter helfen schließen sich Cousins an? Wo kommt Talent nach?
    Ziemlich traurig das Ganze…aber eigentlich gehören die Kings schon gar nicht mehr in eine Diskussion. Man ist ja gewöhnt.

  3. Sebastian Hansen

    Ich halte den Trade der Magic für Ibaka immer noch für einen der katastrophalsten seit dem KG/Pierce-Trade zu den Nets. Einen jungen 3&D-Guard plus (!!!) Sabonis für einen auslaufenden Vertrag, dessen Inhaber im Sommer entweder weg ist oder krass überbezahlt werden muss. Allein deswegen haben die Magic das Prädikat schlechteste Offseason verdient.

  4. Avatar

    Simon

    >
    Bei den Kings ist man tatsächlich irgendwie abgehärtet. Aber ich würde außerdem noch sagen: wenn die Versager unter den 2016er Verpflichtungen (v.a. Afflalo und Barnes) dafür sorgen, dass die Kings ihren Top10-Pick behalten, war die Offseason im weitesten Sinne ein Erfolg ;) Ärgerlich ist natürlich, dass das alles (Afflalo, Temple, Tolliver, Barnes) keine Einjahresverträge sind. Aber Tolliver und Temple rechtfertigen ihr Bankspieler-Gehalt eigentlich und können auch nächste Saison noch brauchbar sein. Der größte Fehler der Offseason war also, wie du schon sagst, Cousins nicht für Picks und Guard/Wing-Talente abzugeben. Ich finde es aber nicht komplett schlimm, die ersten Monate der Saison noch ein letztes Mal zu testen, ob das Team plötzlich einigermaßen funktioniert und Cousins auf einmal glücklicher und reifer ist. Dieser Test war nicht erfolgreich, die größeren Fehler kommen also jetzt (kein Cousins-Trade) und im Sommer (Cousins-Verlängerung). Vielleicht ist ja aber schon mit Cousins verabredet, ihn 2018 (oh, nach der Verlängerung kann er erst 2019 getradet werden, oder?) abzugeben. Dann könnten die Kings vielleicht schon irgendwann zwischen 2022 und 2027 wieder um Platz 8 mitspielen… Ist doch super :tup:

  5. Avatar

    STAT

    >
    :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

    Das mit dem letzten Versuch kann ich schon nachvollziehen. Aber es geht ja nicht nur um die Rookies, die Signings und Cousins das sowieso alles in Frage gestellt werden sollte, sondern auch um Gay.
    Die Zeit von Rudy war doch offensichtlich abgelaufen. Vor der Saison hatte er noch einen gewissen Wert. Die Kings sind das Risiko eingegangen und sind jetzt mal wieder auf die Schnauze geflogen. Sie haben doch so gut wie keine Assets mit denen man das Team ernsthaft konkurrenzfähig machen könnte. Gay wäre noch so eine Option gewesen irgendwie etwas an brauchbarem Gegenwert zu bekommen. Stattdessen hält man an einem Spieler fest der laut eigenen Aussagen und vielen Gerüchten gar nicht mehr da sein möchte.

    Nun hat man den Salat mit der Verletzung von Gay. Im schlimmsten Fall zieht er noch seine Player Option falls ihn niemand nach dieser Verletzung nimmt oder ihm gar mehr bezahlt und dann geht das Spiel munter so weiter.

    Das sieht echt übel aus sofern niemand sein Tafelsilber für Cousins opfert und genau danach sieht es auch aus. Das einige GM’s vermutlich von einem Trade von Cousins absehen und/oder nicht viel bezahlen wollen sagt ja alles dazu. Ich würde z.B. den Nets-Pick auch nicht für ihn abgeben, auf keinen Fall.

    Ich sehe echt überhaupt keinen Weg wie die Kings in irgendeiner Form in naher Zukunft erfolgreich sein sollten.

  6. Avatar

    Marc Petri

    >

    Ich war von Beginn an kein großer Fan von dem Trade, vor allem aber weil ich der Meinung bin, dass der zusätzliche Pick (aus unserer Sicht wahrscheinlich ungleich Sabonis – der wurde schon für OKC gezogen) überflüssig war.

    Und nun? Der Trade war sogar noch das Beste an der Offseason – auch wenn ich weiterhin kein Fan von ihm bin. :D Die Intention der Magic war klar: Nach den guten Leistungen von Ibaka in den Playoffs war man der Meinung, dass er eher dabei helfen kann genau diese zu erreichen als es Oladipo könnte. Wegen dem durchaus guten Fit (Kombination mit Vucevic, Smallball mit Gordon) war auch eine Gewisse Logik zu erkennen.

    Und wenn man so will lagen die Magic in ihrer Einschätzung zu Ibaka gar nicht so falsch, denn er ist in dieser Saison der bessere Spieler als Oladipo (sicherlich schwer vergleichbar, aber für mich ist es eindeutig, wobei das auch daran liegt dass Dipo seine Rolle in OKC noch nicht gefunden hat bzw. sie bisher nicht optimal für ihn ist).

    Nur hat man nach dem Ibaka-Trade einfach so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte und daher ist man nun weit von den Playoffs entfernt und ist an einem Punkt angekommen, an dem man sich Fragen muss, ob ein zweiter Ibaka-Trade nicht die beste Lösung wäre. Tortono, Boston, Sacramento… einen Ibaka in der Form dieser Saison können sicherlich viele benötigen.

    Ergo: Wir hätten einen Pick bekommen müssen, nicht OKC, aber in einer Kategorie wie die von dir erwähnte würde ich den Trade dann doch nicht packen. Die großen Fehler wurden nach dem Trade gemacht.

  7. Avatar

    Bluejazz

    Ich sehe die Blazers, sogar sehr weit vorne, was die schlechteste Offseasonleistung angeht. Die Verplichtung von Turner war ja schon von vielen Experten angezweifelt worden. Dazu das Gleichziehen mit dem Crabbecontract, der deutlich überbezahlt ist und Leonards Contract. Ezeli war der totale Flop. Plumlee dürfte diesen Sommer richtig abkassieren und Portlands Cap noch weiter nach oben treiben. Die enttäuschende Saisonleistung bisher tut ihr übriges. Wie Julian schon sagt: Platz 8 dürfte schon das Maximalziel sein.

    Bei den Lakers sehe ich die Verpflichtungen nicht so schlimm. Diese waren ehe risikoarm, da sowieso nichts für die nächsten Jahre zu erwarten sein dürfte. Man sehe diese als Unterstützung für die Young Guns oder spätere Trademasse. Die Magic haben sich mit Biyombo selbst ins Auge geschoßen, nur das jeder Blinde sehen kann, dass Biyombo die Playoffleistungen nie und nimmer auf eine ganze Saison übertragen können würde. Gut, dass man wenigsten Jeff Green nur für ein Jahr geholt hat. Bei den Magic enttäuscht eher die Entwicklung der Talente, auch wenn bei Gordon und Payton es langsam nach oben geht, so ist aber gerade Hezonja bisher eine Enttäuschung.

  8. Avatar

    Julian Lage

    Auch wenn ich ja für die Blazers argumentiert habe, kann ich die Lakers-Verteidiger hier nicht so ganz verstehen. Rein konzeptionell halte ich die Verträge für Mozgov und Deng für das seltsamste, was in den letzten Jahren in der NBA passiert ist… Selbst der Garnett-Pierce-Trade war da noch schlüssiger. Beide Verträge waren im Prinzip von Anfang an Lose-Lose, wenn man den Pick dieses Jahr anschaut. Entweder das Team funktioniert, dann verlieren sie den Pick ziemlich sicher. Oder man spielt richtig schlecht, dann sind die Verträge eindeutig katastrophal (besser: noch katastrophaler). Wenn das best-case-Szenario ist, dass die Lakers gerade nur so mies sind, den Pick zu halten, dann ist etwas richtig schief gelaufen…

  9. kdurant35

    Ich bin da ehrlich gesagt auch bei den Lakers. Obwohl der Vertrag von Clarkson und der Draft einiges kaschiert.
    Isoliert betrachtet gibt es sicher viele Verträge in dieser Kategorie. Viele andere Teams haben jedoch nicht die zukünftige Flexibilität und die geographischen Vorteile der Lakers im Hintergrund. Auch wenn der Big Market allein nicht mehr reicht wäre das langfristig (also bei sportlicher Rehabilitation) immer noch ein großer Vorteil. Denn wenn die sportliche Perspektive vergleichenbar ist zieht LA im Vergleich zu Portland, Indiana oder Denver immer noch.

    Ich schmeiß jetzt noch die Wizards in den Ring. Da Mahimi noch verletzt ist ist dies zwar schwer zu bewerten. Aber mmn hatten die Wizards die leichteste Aufgabe aller genannten Teams. Großes Problem war vor allem die Bank. Es musste nicht ein spezielles Loch im Kader gestopft werden für die es kaum Alternativen gab. Trotz der finanziellen Flexibilität dank Besls Caphold wurde dies mmn sehr schlecht umgesetzt.

  10. Avatar

    Dennis Spillmann

    Danke für die rege Teilnahme! Das Feedback tut immer wieder gut. :tup:

    Bei den Lakers sehe ich vor allem das Problem, dass man noch überhaupt keinen Franchise Player in Sicht hat. Die Blazers-Offseason war katastrophal, aber man hat mit Lillard und McCollum zwei Offensivoptionen gefunden, um die man aufbauen kann. Optimal ist es wegen ihrer defensiven Probleme nicht, aber man hat etwas.
    Wen haben die Lakers getestet und für unantastbar befunden? Die beiden besten Spieler im Kader sind momentan Lou Williams und Nick Young, was das Scoring angeht. Wir sind uns einig, dass die vier prädestinierten Kern-Spieler Russell, Clarkson, Randle und Ingram (noch) keinen defensiven Impact haben. Daraus resultiert die schlechteste Defense der Liga. Alles soweit okay – aber wieso bekommen irgendwelche Combo-Veteranen die Würfe? Stand jetzt haben die Lakers vier NBA-Rollenspieler gedraftet. Alle weiterhin ineffizient (ist bei jungen Spielern normal) bei recht geringem Volumen (das ist untypisch). Das Free Agent-Fenster schließt sich mit der Verlängerung von Randle in der übernächsten Offseason. Dann ist man auf diesen (weiterhin unerprobten) Core angewiesen. Lou Wiliams hätte man traden müssen, Nick Young sogar dumpen (dass er noch mal ein Rollenspieler wird, war nicht abzusehen).
    Es gibt momentan sportlich, finanziell und aus Draftsicht keine Perspektive. Das ist ein klassisches an die Wand fahren. Portland braucht ein gutes defensives Signing in der nächsten Saison und spielt locker um die Playoffs mit. Orlando ist aber ähnlich katastrophal wie Los Angeles.

  11. Avatar

    Pillendreher

    Ich denke man sieht auf jeden Fall, dass das eingetreten ist, wovor schon vor Jahren gewarnt wurde. Bisher ging es ganz gut, Spieler krass überzubezahlen, da es jedes Jahr einen großen Capsprung gab und zudem immer auf die zukünftigen Capsprünge verwiesen werden konnte (“Aber das entspricht ja nur xx Millionen unter dem alten Cap…”). Jetzt bleiben die extremen Capsprünge aber aus und so langsam wird jeder Spieler nach dem neuen Cap bezahlt. Plötzlich werden diese ganzen bekloppten Verträge gefährlich. Gibt man Plumlee 20 Millionen p.a., könnte Portland ab nächster Saison 150 (!!!!!!!) Millionen an Gehaltskosten haben. Das ist völlig bekloppt.

    Deswegen bin ich auch der Auffassung, dass auslaufende Verträge spätestens ab nächster Saison unglaublich wertvoll sein werden.

  12. Avatar

    Dennis Spillmann

    Das bisher einzige Problem war die letzte Offseason, weil da der riesige Capsprung kam und bis auf fünf Teams alle natürlich den Cap vollgeknallt haben, noch “clever” waren, dass man mit RFAs danach verlängert hat und jetzt bis auf Weiteres unflexibel ist, weil weitere Verlängerungen einsetzen.

    Die letzte Offseason war für viele Teams ein Genickbruch, wenn sie keine Abnehmer für die teuren Rollenspieler finden. Die Rechtfertigung, dass auch nur zweite oder dritte Optionen das damalige max bekommen haben, zieht ja. Niemand würde noch sagen, dass der Vertrag von Kenneth Faried vollkommen übertrieben ist. Dass man so kurzfristig denkt, ist aber schon wahnsinnig.

    Gerade deshalb verurteile ich die Lakers auch so. 2018: Randle 20 Mio, 2019: Russell Max, 2020: Ingram wahrscheinlich Max. Damit machst du in der Offseason sonst nichts. Die Spieler MÜSSEN sich zu Stars entwickeln oder die Lakers sind weiterhin nicht konkurrenzfähig. Stand heute haben sie die zweitmeisten Spiele aller NBA-Teams verloren.

  13. Sebastian Hansen

    >

    Meinst du, dass die Spieler zwangsläufig den Maximalvertrag bekommen werden? Der Markt bestimmt ja das Gehalt und in den letzten beiden Saisons gab es halt diesen Markt, weil so viele Teams so viel Geld hatten. Viele Spieler bekamen extrem hohe Verträge, auch unter dem neuen Cap deutlich mehr als ihr nomineller Marktwert, siehe eben zum Beispiel Portland. Diese Verträge werden sich bis 2020 nicht in Luft auflösen. Zudem werden bis dahin auch viele weitere Spieler bezahlt werden: wahrscheinlich nach Marktwert, aber das sind dann für einen durchschnittlichen Starter eben keine 8-10 Millionen mehr, sondern eher 15-18 Millionen. Das wird die Payrolls der Teams auch belasten. Ich glaube deswegen nicht, dass für Ingram und Russell zwangsläufig eine Maximal-Vertrags-Markt da sein wird. Außer natürlich, sie spielen wie Max-Spieler, aber dann ist das für die Lakers natürlich umso besser.

  14. Avatar

    Julian Lage

    Bei den Problemen mit den Verträgen stimme ich euch einerseits zu, klar, das war einfach teilweise extrem kurzsichtig und die Cap-Sprünge der letzten Jahre haben sicher dazu beigetragen. Andererseits sind die problematischen Verträge ja nicht die (fast-)Max-Contracts die Spieler der 2. bis 3. Reihe wie z.B. Horford, Batum, Barnes bekommen haben.
    Mein Punkt ist: Die Cap-Umgebung ist völlig egal, wenn man Leute überbezahlt, die weder Upside noch positiven Impact haben. Das war bei Mozgov und Turner vorherzusehen, bei Noah ist es jetzt nicht ganz so dramatisch, aber dafür ist er ziemlich verletzungsanfällig. In alten Cap-Dimensionen wären diese Verträge auch vom ersten Moment an schlecht gewesen.
    Deswegen sehe ich auch diese Verträge als deutlich größere Fehler an als die z.B. für Biyombo, Plumlee (Bucks jetzt, nicht Blazers) oder Leonard. Auch wenn die schon etwas älter sind, konnte (und kann man immer noch einigermaßen) realistisch hoffen, dass sie noch Luft nach oben haben. Ok, auch einige Veteranen haben ihre hohen Verträge etwas überraschend bestätigt, allen vorran Eric Gordon und Ryan Anderson. Aber bei Turner, Mozgov und Noah war das denke ich von Anfang an praktisch auszuschließen.

  15. Avatar

    Pillendreher

    >

    Das Problem ist doch dahingehend auch ganz oft, dass es “den Markt” so gar nicht gibt, aber es am Ende nur einen Trottel braucht, der den Geldbeutel öffnet. Plötzlich stehst du dann wie wir mit Kanter da und musst ihm etwas hinterherwerfen, was du gar nicht willst. Im Endeffekt braucht es nur ein einziges Angebot und das Team ist dazu gezwungen, überzubezahlen. Irgendein Kack-Team mit Capspace wird es immer geben.

  16. Avatar

    Dennis Spillmann

    Manchmal braucht es auch gar kein Angebot. Schaut euch die Rookie-Extensions in den letzten Jahren an. Welcher wirklich gute Rookie ging in die RFA? Alleine in dieser Saison haben mit McCollum, Adams, Antetokounmpo, Gobert, Oladipo, Schröder und Zeller (Dieng) Extensions unterschrieben, ohne dass der Markt sie überhaupt gesehen hat. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass überhaupt zwei der vier Spieler in die RFA gehen werden.

  17. Sebastian Hansen

    Auch bei den Rookie-Extensions gibt es einen Markt, auch wenn er nur virtuell ist. Roberson wollte zum Beispiel zu viel und dann hat er halt keinen neuen Vertrag bekommen. Zudem gab es viele dieser Extensions imo vor allem deswegen, weil die Teams aufgrund der Cap-Lage befürchteten, dass es im Sommer wieder Mega-Angebote regnet. Das wird demnächst nicht mehr so sein.

  18. kdurant35

    Bei den Lakers sehe ich vor allem das Problem, dass man noch überhaupt keinen Franchise Player in Sicht hat

    @dennis

    Das seh ich ebenfalls so. Seit das neue CBA raus ist die Offseason dann aber nicht mehr ganz so fatal wie zuvor. Die DPE sorgt vermutlich dafür das deutlich weniger FPs auf den Free Agent Markt kommen als zuvor. Heißt fertige Spieler gibt es eher per Trade. Entweder wenn die nicht bleiben wollen vor der Free Agency oder nach der Sperrfrist nach der Vertragsverlängerung. Hier wird Erfahrungsgemäß nicht FP gegen FP sondern eher gegen mehrere junge Spieler und Picks getradet. Letzteres ist in LA etwas eingeschränkt, aber ersteres hat LA ggenug. Und gerade wenn z.B. ein Cousins nach der Vertragsverlängerung getradet werden sollte muss man 36 Mio Gehalt aufnehmen. Das wird in einer Saison schwer mit Capspace. Da könnte ein Vertrag von Deng dies vielleicht sogar vvereinfachen (auch wenn wohl ein Assett mehr kostet das die Kings den Vertrag aufnehmen müssen).

    Das macht die Offseason jetzt nicht viel besser. Denn mit dem Geld könnte man jüngere und besser passende Spieler holen. Nur im Bereich FP finden seh ich das nicht so dramatisch.

  19. Avatar

    Dennis Spillmann

    >
    Ja, weil Roberson ein absoluter Spezialist ist. Die Lakers-Jungs sollten ja zumindest Zahlen auf den Statistikbogen bringen. Schröder als eher unbewiesener Starter ist auch schon verlängert worden. Meinetwegen muss es aber auch nicht Max werden. Durch Deng/Mozgov/Clarkson hat man eh schon 60 Mio die nächsten drei Jahre gebunden. Da kommen dann eben jedes Jahr noch 20 drauf. Man hat nach der Randle-Verlängerung keinen Space mehr.

  20. Avatar

    Simon

    Ich zitiere mich einfach mal selbst :oops: Einfach nur, weil mir noch niemand konkret widersprochen hat, die Meinungen hier aber doch genau in die andere Richtung gehen. Also, nutzt die Chance, mir zu zeigen, dass ich völlig daneben liege ;)
    >
    Habe ich mich da völlig verrechnet? Das sieht für mich nicht so schlimm aus. Dazu kommt, wie kdurant sagt, dass z.B. 2019 die dann auslaufenden Verträge von Deng oder Mozgov möglicherweise in Trades genutzt werden können. Vieles hängt einfach vom diesjährigen Pick ab. Wenn die Lakers ihren Top3-Pick behalten, könnte vielleicht sogar das FP-Problem gelöst sein. Außerdem sehe ich es noch nicht als gesichert an, dass Russel/Ingram nicht das bessere Duo als Lillard/McCollum sein können. Das wäre natürlich der Best-Case, aber möglich ist es. Setzt man dann noch einen 2017er Top3-Rookie und einen oder zwei Spieler aus dem Trio Zubac/Randle/Clarkson daneben, ist das für mich ein besserer Kern, als ihn die Blazers haben/hatten. Ich sehe da nicht so schwarz für die Lakers. Ein Paket aus Randle (wenn er z.B. 20 Millionen bekommt), Mozgov/Deng und Clarkson entspricht z.B. ziemlich genau dem Gehalt eines DPE-Max-Spielers. Zusammen mit Picks, einem weiteren Rookie oder einem jüngeren Spieler statt Clarkson (dessen Vertrag läuft ja auch schon 2020 aus) könnte man da attraktive Pakete schnüren.

  21. kdurant35

    Dürften 2017 sogar nur ca 70 Mio an Gehalt sein. Bekommt man Lou getradet (was sicher möglich ist) noch weniger.

    Was den FP angeht stört mich wie geschrieben die fehlende Flexibilität nicht so sehr. Trotzdem stören mich die Verträge ebenfalls. Gerade da man zwei solche vergibt. Ich hätte das Geld eher in Spieler wie z.B Noel, KCP (ja, rFA sind schwer zu bekommen) oder andere junge die mit dem Team wachsen können investiert. Da wäre man deutlich besser aufgestellt.

  22. Avatar

    Simon

    >
    Absolut. Das war keine gute Offseason und diese Verträge waren und sind schlecht. Aber nach aktuellem Stand macht das die Lakers-Offseason m.E. nicht zur schlechtesten der Liga, ganz einfach weil sie deutlich weniger kurz- und auch langfristigen Schaden für die Franchise zur Folge hat, als z.B. die Deals der Blazers und Magic. Das ist für mich entscheidender als das Preis-/Leistungsverhältnis der einzelnen Verträge in einem Vakuum.

  23. kdurant35

    Ich finde es halt sehr schwer eine Offseason jetzt schon zu bewerten. Viele Teams sind ja noch nicht fertig und die Offseason war eine Zwischenstation. Was die genau vorhaben und ob das klappt wissen wir nicht.

    Ich selbst gehöre beispielsweise nicht zu den Kritikern der Blazers Offseason. Isoliert betrachtet war sie Mist. Die Verträge gefallen mir da gar nicht. Und das Geld füe Turner hätte man vielleicht besser anlegen können. Deshalb find ich die Offseason auch nicht gut.

    Bisher wurde mir bei aller Kritik keine gute Alternative vorgestellt. Alle ziehen lassen, McC nicht vorzeitig verlängern und mit 35-40 Mio in die nächste Offseason zu gehen seh ich ebenfalls nicht als vielversprechender an. Historisch gesehen hat Portland einfach große Probleme mit FAs. Die letzten Jahre ist man an Monroe, Parsons und Whiteside gescheitert. Jahrelang war die einzige Möglichkeit gute FAs zu signen rFAs überzubezahlen (neben Kanter hatte man es ha auch bei Hibbert, Millsap und Matthews versucht). Und nur Bei Wes hatts ggeklappt. Crabbe und Turner sind zwar schwer tradebar. Andere aber schon. Und wenn man größere Pakete schnürt geht das oft zu lasten der Tiefe. Zumindest das ist durch das volle ausnutzen der Capholds dann etwas unproblematischer. Deshalb kann man auch genug Argumente finden um deren Offseason deutlich besser zu bewerten als die der Lakers. Denn bei LA find ich es einfach bessere Szenarien zu finden als Deng und Mozgov holen.

  24. Avatar

    Simon

    Ok, das überzeugt mich. Wobei ich den Turner-Vertrag für den schädlichsten Deal dieser beiden Teams halte. Aber die grundsätzliche Strategie, den Cap voll auszunutzen, fand ich richtig. Ezeli war eben ein Risiko, schadet aber nicht langfristig. Und Crabbe und Leonard können ihren Verträgen durchaus noch gerecht werden. Turner sicherlich nicht, allerdings fällt mir auch kein 2016er FA ein, der Turners Gehalt hätte bekommen können und perfekt zu den Blazers gepasst hätte. Klar, mit einem Teil des Ezeli/Turner-Geldes hätte man eher Dedmon oder Aldrich (oder evtl. Biyombo) holen sollen, dann stünde man jetzt besser da. Naja. Hätte man Turner nur 40/4 gegeben, sähe der Vertrag isoliert betrachtet sehr viel besser aus, die Situation der Blazers würde das aber praktisch überhaupt nicht verändern.

    Mein Favorit auf den Titel “schlechteste Offseason” sind nach aktuellem Stand sowieso die Magic.

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben