Draftprofile 2020

Cole Anthony

North Carolina Tar Heels
Quelle: Youtube

North Carolina Tar Heels

Datenblatt

Name: Cole Anthony

Geburtsdatum: 15.05.2000

Größe: 6’3”

Wingspan: 6’3.5”

Gewicht: 185 lbs.

Team: North Carolina Tar Heels

Position: Playmaker

Überblick

Stärken/Schwächen | Overall | Scouting-Logbuch | Videos

Stärken

Schwächen

+ Ballhandling

+ Explosivität & Agilität

+ Vielseitiges offensives Arsenal

+ Potential als Three-Level-Scorer

 

– Decisionmaking/Shot Selection

– Abschluss gegen Kontakt

– Defensive Limitationen

 

 

Overall

Cole Anthony ist nach Coby White der zweite Freshman in Folge dem UNC-Coach Roy Williams die Zügel der Tar Heels-Offense anvertraute. Dabei nahm Anthonys Draftstock, im Laufe der Saison eine im Vergleich zu seinem Vorgänger entgegengesetzte Entwicklung. Während Coby White an der Herausforderung wuchs und sich bis in die Lottery des NBA-Drafts spielte, erlebte Cole Anthony, mit reichlich Vorschusslorbeeren und dem Hype als potentieller Nr.1-Pick im NBA-Draft nach Chapel Hill gekommen, eine “season from hell”. Anthony agierte in einer balldominanten Rolle als primärer Ballhandler zwar effektiv (18.5 Points/G bei 30% USG), aber sensationell ineffizient (45.1 eFG%) als Teil eines desaströsen Tar Heels-Team, das vor dessen Absage im Begriff war, zum ersten Mal seit 2010 die Qualifikation für das NCAA-Tournament zu verpassen. Und mit den Tournament-Hoffnungen seines Teams verschwand über die Saison hinweg auch der Toppick-Hype um Anthony. Allerdings lassen sich auch externe Gründe für dessen Schwierigkeiten auf dem Feld finden: Zum einen eine Meniskusverletzung, infolge dessen er sechs Wochen aussetzen musste und so lediglich 22 Spiele absolvierte.

Zum anderen ein offensiv desolates Tar Heels-Team ohne jegliches Spacing und offensive Playmaker jenseits von Anthony, was den jeweiligen Gegnern erlaubte, sich größtenteils auf ihn zu fokussieren und gegen seine Drives die Zone zu besetzen, was seine dahingehenden Probleme sicherlich weiter verstärkte. Aus diesen Gründen fällt es relativ leicht über Anthonys sehr mäßigen Dreierquoten hinwegzusehen, und auch seine Wurfauswahl wird mit dem Mangel an alternativen Offensivoptionen zumindest etwas verzeihlicher. Deutlich kritischer sind jedoch seine Probleme am Korb abzuschließen: Während für diese, wie erwähnt, die selben mildernden Umstände geltend gemacht werden können, vermag dies nicht darüber hinwegzutäuschen, dass Cole Anthony seinen Abschluss am Korb, der Pre-College als eine seiner Calling-Cards galt, nicht im selben Maße auf das allgemein athletischere Collegelevel übertragen konnte. Das gibt Anlass zur Sorge, stellt die NBA doch einen nochmals um einigen größeren Schritt dar, und ist auch einer der Hauptgründe dafür warum Anthonys Draftstock einbrach.

Zwar erweisen sich seine Größe und Spannweite als ihm inhärente Defizite, wenn es darum geht in der NBA direkt am Korb gegen längere Gegenspieler abzuschließen. Allerdings kann Anthony diese relativieren, indem er es zum einen gar nicht zu dieser Situation kommen lässt: Er verfügt über ein vielseitiges Arsenal an Floatern und anderen Moves, mit denen er über Verteidiger hinweg abschließen kann sowie ein solides Midrange-Game. Für seine offensive Effizienz wäre viel gewonnen, wenn Anthony sorgfältiger seine Optionen abwägen würde, statt als “default” in die vollgepackte Zone zu ziehen. Wenn er hierbei besseres Decisionmaking zeigt und er umgeben von mehr Spacing und offensiv besseren Mitspielern auch seinen Distanzwurf hochprozentiger trifft, kann sich Anthony im besten Fall auch in der NBA als vielseitiger und aus jeder Distanz gefährlicher Scorer etablieren.

Für sein overall Value wird dies entscheidend sein, da er defensiv, auch wenn er bewiesen hat, dass er ein williger Team- und nominell begabter One-on-one-Defender ist, aufgrund seiner geringen Größe kaum switchable und damit insgesamt stets eine potentielle Schwachstelle sein wird.

GTG SHORT

Scouting-Logbuch

UPDATE  (20.09.2020) – Fabian Ballweg:

ATHLETIK/INTANGIBLES:

+ Schneller Antritt und hohe Agilität.

+ Spielt offensiv konstant mit enorm hoher Intensität, übt stets Druck auf die Defense aus.

+ Zeigt auf dem Feld vorbildlichen Einsatz, scheint auch abseits durch gute Arbeitseinstellung und mit Führungsqualitäten zu bestechen.

* Hohes Selbstbewusstsein, traut sich viel zu und ist auf dem Feld stets bereit, Verantwortung zu übernehmen. Kehrseite: ausgeprägte Tendenz zu “Hero-Ball”. Wobei an dieser Stelle auch die Teamsituation zu hinterfragen ist. UNC schickte in diesem Jahr weniger Talent auf das Parkett, als man dies in der Vergangenheit gewohnt war.

* Solide, aber keine elitäre Geschwindigkeit und Sprungkraft. Hat auch daher Probleme über Ring-Niveau abzuschließen.

– Zwar gute Core-Strenght, aber mit 185 Pounds relativ schmächtig für die NBA. Muss hier zulegen, ohne seine Explosivität zu verlieren.

– Aufgrund seiner Statur kaum defensive Variabilität gegeben. Schwer vorstellbar, dass er auf NBA-Level mehr als eine Position verteidigen kann.

– Wird beim Draft im November bereits 20.5 Jahre alt sein. Ist damit älter als einige Sophomores.

OFFENSE:

+ Schlägt dank seinem tighten Ballhandling und schnellen ersten Schritt regelmäßig seine Gegenspieler am Perimeter.

+ Aggressiver und williger Driver. Zieht so viele Fouls (9.5 FTAs/100 Possessions).

+ Breites Arsenal an Midrange-Würfen: Kann sowohl mit diversen Floatern als auch Pull-up-Shots über Gegenspieler hinweg abschließen, auch wenn er besonders erstere zu selten und zu spät (heißt: post-contact) nimmt.

+ Etwas später Release, aber konstante und flüssiger Wurfbewegung. Zeigt große Varianz hinsichtlich verschiedener Wurftypen, auch Step-Back und Pullup-Würfe sehen sehr fließend aus.

+ Kam mit dem Ruf eines Plus-Shooters ans College. Nahm den Dreier dort, auch aus NBA-Range, häufig (10.4 3PAs/100 Poss) aber ineffizient (34.8 3P%). Auch seine Freiwurfquote fiel auf CBB-Niveau signifikant ab (z.B. 87.5 FT% bei der U18-Amerikameisterschaft vs. 75% für UNC). Hat aber in einem Team mit besseren Spacing und bei intelligenterer Wurfauswahl wohl dennoch das Potential zu einem überdurchschnittlichen Pull-Up und Catch-and-Shoot-Schützen zu werden.

* Klarer Score-First-Point Guard, beweist aber trotzdem die Vision und Passing-Ability, um grundlegende Reads aus dem Halbfeld zu machen. Hin und wieder fehlt allerdings auch bei einfachen Pässen die Präzision.

* Weist mit seiner Explosivität und Aggressivität sowie seinen defensiven Reboundingskills alle Anlagen auf, um effizient aus der Transition zu punkten. Pusht tatsächlich gern und häufig den Ball bei Fastbreaks. Agiert dann allerdings zu hastig und ist eher zu fokussiert auf den schnellen eigenen Abschluss. Zudem wird seine Tendenz, schlechte Entscheidungen zu treffen, in hektischen Transitionssituationen noch verstärkt, sodass er sein theoretisches Potential in der Transitionoffense bisher allenfalls partiell in der Praxis zeigen konnte.

– Hat auf College-Ebene Schwierigkeiten gegen Kontakt am Korb zu finishen, vor allem gegen längere Verteidiger. Eine Problematik, die sich in der NBA gegen größere und athletischere Gegenspieler noch verstärken wird.

– Will bei Drives zu häufig mit dem Kopf durch die Wand: Zieht oft gegen eine etablierte Defense in die Zone, wo dann der Helper wenig Probleme hat, den erfolgreichen Abschluss zu verhindern. Nimmt zudem oft offene Mitspieler am Perimeter als potentielle Targets für Kickout-Pässe nicht wahr, was das Einrücken als simple Helpdefense noch effektiver gegen ihn macht.

– Anthonys Tendenz ,sich selbst in ausweglose Situationen zu bringen, schlägt sich in einer hohen Turnoveranfälligkeit nieder (15.9 TOV%). Begeht nach Drives in eine besetzte Zone  häufig Schrittfehler oder spielt aussichtslose, leicht abfangbare Pässe.

– Äußerst fragwürdige Shot-Selection. Nimmt zu viele schwierige Distanzwürfe früh in der Shotclock. Zusammen mit den erwähnten Problemen am Korb resultiert dies in einer schaurigen Wurfquote von 38%.

DEFENSE:

+ Aggressiver On-Ball-Defender. Setzt seinen ballführenden Gegenspieler dadurch oft unter Druck und erzwingt Fehler (2.1 Steals/100 Poss).

+ Beweist grundlegendes Verständnis für defensive Schemes und Rotationen. Wurde in seiner AAU-Liga zum DPOY gekürt (allerdings in einer Zonenverteidigung).

+ Gutes Positioning in der Helpdefense. Kann seine Explosivität in der Defense oft in Blocks oder “Strong Contests” von der Weak Side ummünzen.

– Zeigt die in der Offensive stets vorhandene hohe Intensität in der Defense nur phasenweise. Zumeist nur, wenn er die Chance auf einen Block oder Steal sieht. Muss hier konstanter werden, um die ihm aufgrund seiner Größe inhärenten zumindest ansatzweise Nachteile auszugleichen.

– Schwierigkeiten bei der Navigation um on- und off-ball Screens. Anfällig im Pick’n’Roll, antizipiert bei Switches oft das Abrollen seines neuen Gegenspielers zu spät.

– Aufgrund seiner geringen Größe und Schmächtigkeit bleiben, sobald er am Perimeter geschlagen wird, seine Shootcontests oft wirkungslos, selbst wenn er den Gegenspieler eng trailt.

SPIELERVERGLEICH:

Der Vergleich mit seinem Vorgänger Coby White liegt zunächst auf der Hand: Beide präsentieren sich als Score-First-Leadguards mit Schwierigkeiten am Korb gegen Kontakt zu finishen. Auch sein Outlook ist ungefähr derselbe: Im Worst Case bleibt Cole Anthony ein semieffizienter Microwave-Scorer von der Bank. Gelingt es ihm allerdings seine Defizite beim Finishing zu beheben oder zu umgehen und verbessert er seine Präzision bei Pässen, ist als Ceiling eine Rolle als offensive Nr.1-Option denkbar und vielleicht wahrscheinlicher als bei seinem unmittelbaren Vorgänger.

13.10.2019 – Tobias Berger

ATHLETIK / INTANGIBLES:

+ Anthony ist ein sehr flinker Guard mit grandiosem erstem Schritt.

+ Wirkt sehr selbstbewusst als Playmaker. Scheint gern Verantwortung zu schultern.

+ Spielte in seiner Karriere schon viel Basketball auf höchstem Level. Lief sowohl für das berühmte Oak Hill-HS Programm als auch für die Jugendnationalmannschaft der USA auf und gewann dabei Gold bei den FIBA Americas 2018. Wurde zu diversen HS-All Star-Veranstaltungen eingeladen und wurde der MVP des McD-Games und des Jordan Brand Classic.

* Sohn von CBB- und NBA-Größe Greg Anthony und sollte deswegen wissen, was ein Leben als erfolgreicher Profibasketballer fordert und mit sich bringt.

* Wirkt noch recht dünn (190 lbs.). Sollte deswegen unbedingt noch an Muskeln zulegen. Seine eher schmalen Schultern lassen aber nicht zu viel Platz für Masseaufbau. Scheint aber gute Core-Strength zu haben.

– Ist in Bezug auf seine Sprungkraft oder seinen Top -Speed kein Elite-Athlet vom Kaliber eines Wall/Westbrook/Rose. Bringt kein verlässliches Above-the-Rim-Game mit.

– Verfügt nur über durchschnittliche Länge. 6‘3‘‘ Körpergröße lässt keinen GM mit der Zunge schnalzen, wäre aber bei der richtigen Wingspan zu verschmerzen. Leider wird seine Armspannweite derzeit als nur knapp positiv (6‘3.5‘‘) angegeben.

– Wird zur Draft im kommenden Juni schon 20,1 Jahre als sein und ist damit einer der älteren Freshmen der aktuellen Klasse. Der aus unserer Sicht schärfste #1 Pick-Konkurrent Anthony Edwards ist über ein Jahr jünger als der Tar Heel.

OFFENSE:

+ Fühlt sich in der Rolle des primären Ballhandlers sehr wohl und interpretiert diese sehr modern, indem er besonders über sein Scoring Druck auf die Defense ausübt. Ist dabei als klarer Three-Level-Scorer zu bezeichnen.

+ Verfügt über ein starkes Handling, welches ihm erlaubt, sich seine Spots jederzeit aussuchen zu können.

+ Kann seine Gegenspieler mühelos über seine Kombination aus wirkungsvollem Crossover, effektiven Geschwindigkeitswechseln und explosiven ersten Schritt schlagen.

+ Am Korb kann er variantenreich finishen und wirkt sehr beidhändig. Kann sich mit seiner guten Fußarbeit auch via Eurostep durch mehrere Gegner schlängeln.

+ In der Midrange stehen Anthony auch mehrere Waffen zur Verfügung. Er beherrscht sowohl den Pullup als auch mehrere Floater-Typen aus dieser Distanz sicher.

+ Sein Sprungwurf aus der Distanz scheint eine große Stärke zu sein. Seine Release ist etwas langsam, dafür wirkt seine Bewegung insgesamt allerdings sehr kompakt und konstant. Bringt locker NBA-Range mit. Die Freiwurfquote unterstreicht sein Wurf-Gefühl (87,5 FT% beim letzten FIBA-Event).

+ Ist für seine Wurf-Diversität zu loben. Kann sich seinen Abschluss aus dem Dribbling beidseitig selbst vorbereiten, egal ob er den Ball nur ein, zwei oder auch mehrmals aufsetzen kann. Steigt auch gern aus dem PnR hoch, wenn der Verteidiger unter dem Screen durchgeht.

+ Spielte in den bisher gescouteten Spielen zumeist als Onball-Playmaker, konnte aber in einigen Szenen auch schon Wert abseits des Balles generieren. Hatte als stationärer Spotup-Option und Movement-Schütze Erfolg.

+ Besitzt durch sein variantenreiches Spiel ungemeines Potential als PnR-Ballhandler. Stellt in diesen Situationen Verteidigungen mit seiner Kombination aus Handling, Shooting und Geduld regelmäßig vor sehr schwierige Entscheidungen.

* Wird oft für seine Score-First-Mentalität kritisiert. Teilweise wird ihm seine Playmaking-Fähigkeit komplett abgesprochen. Diese Einschätzung teile ich nicht. Anthony verfügt durchaus über eine gute Vision und etwas Passing-Touch. Nur High Level-Reads in die Weakside-Corner konnte er mir (noch) nicht konstant zeigen.

* Sein Spiel könnte recht turnoverlastig sein, weil er nicht alle Zuspiele an den Mitspieler bringt und bei Drives gegen sich auf ihn konzentrierte Defenses öfter mal den Ball verliert. Diese Facette seines Spiels gilt es im Auge zu behalten.

* Ist eher als williger Werfer als aggressiver Driver. Trat deshalb bisher in den gesehenen Spielen der Nationalmannschaft noch nicht als Spieler in Erscheinung, der sich über unermüdlichen Zug zum Korb viele Freiwürfe erarbeitet (2,7 FTA/G). Gerade bei seiner wohl sehr guten Quote von der Linie, sollte er sich in dieser Hinsicht verbessern, um seine Effizienz nach oben zu schrauben. (Vom Kollegen Dennis Janßen kam aber schon der Hinweis, dass CA in der High School ein besserer Driver war. Für Oak Hill und sein EYBL-Team lassen sich 305 FTA in 47 Spielen verzeichnen.)

– Anthony zeigte vor allem für Team USA einige starke Hangtime-Finishes. Er kann also auf dem Weg zum Korb Kontakt durchaus wegstecken. Ebenso offenbarte er aber teilweise Probleme beim Abschließen gegen Länge und wirkte nicht immer wie ein sicherer Finisher am Ring. Seine kurze Wingspan gibt ihm oft nur kleine Abschlussfenster. Sorgt dies auf CBB-Level tatsächlich für Probleme, drückt dies die Effizienz seines Spiels gehörig.

– Brachte bisher keinen Wert als Cutter/Slasher-Type, der über diese Play-Typen einfache Punkte generiert.

DEFENSE:

+ Hat grundsätzlich Interesse an defensiver Arbeit und versteht Systeme sowie Rotationen.

* Konnte durch gutes Positioning teilweise Steals/gegnerische Turnover forcieren. Allerdings ist er weit davon entfernt als defensiver Playmaker betitelt werden zu können.

* Schafft es durch seine solide Agilität und starke Fußarbeit oft vor dem eigenen Gegenspieler zu bleiben. Seine Wirkung auf Würfe ist dennoch begrenzt. Gegen robuste Driver prallt er teilweise ab. Seine Contests sind wegen fehlender Länge nicht sonderlich effektiv.

– Sein defensives Ceiling ist ziemlich niedrig. Selbst wenn er sich am College als ambitionierter Verteidiger herausstellen sollte, wird er in der NBA wegen fehlender Länge sowie seinem dünnen Frame zu jeder Zeit viel Angriffsfläche bieten und wohl zu jeder Zeit mit einem größeren, verteidigungsstarken Flügel als Backcourtpartner auf dem Parkett stehen müssen. Dies beschneidet potentiell die Lineup-Flexibilität seiner Teams.

OVERALL:

In einem Jahrgang ohne klares Ausnahmetalent geht Cole Anthony als Playmaker mit grandiosem Pullup-Wurf, guter Vision und viel PnR-Gefühl als aussichtsreicher Kandidat für den #1-Spot in die CBB-Saison. In seinem Recruiting schob er seine Entscheidung sehr lang hinaus, um sich die Rosterbewegungen seiner Zieldestinationen genau anzusehen. Seine Wahl North Carolina hat er dann sehr bewusst getroffen. Das System von Roy Williams, mit einem eher schnellen und sehr freien Spielstil, hat in der Vergangenheit schon einige Playmaker von geringerem Kaliber brillieren lassen (Felton, Marshall, Lawson, Paige). Es ist zu erwarten, dass er schnell die Schlüssel zur Offense in die Hände bekommt und die Tar Heels direkt als erste Option anführt. Dabei sollte er diese Verantwortung noch besser nutzen können als Coby White in der abgelaufenen Saison. Anthony wirkt viel talentierter und weiter als der Bulls-Rookie zum gleichen Zeitpunkt. Es wird aber davon abhängen, wie effizient und klug sich CA als Decisionmaker präsentiert und wie viele unserer an sein Game gestellten Fragen er in seiner College-Spielzeit beantworten wird, ob er wirklich kommenden Juni als erstes Drafttalent seinen Namen hört.

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