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Das große NCAA-Update – Part II

Big Ten, Big 12, Big East, SEC

SEC

Liga-Update:

Für einen tiefen Tournament-Run hatten wir in diesem Jahr vor der Saison nur Kentucky und Florida auf dem Zettel. Dass diese beiden Team aber auch die einzigen sicheren Tournamentteams aus dieser Liga sein würden, war in der Form nicht abzusehen. Die SEC ist extrem schwach, da keines der restlichen Team im Non-Conference-Schedule etwas reißen konnte. Derzeit scheinen auch nur LSU und Ole Miss als weitere Mannschaften in das Tournament zu wollen. Vielleicht sollte man den Spielern des Rests erklären, dass selbst im SEC-Country, der traditionellen Football-Conference, neben Touchdowns auch Körbe von den Fans gewürdigt werden würden. (tb)

IN:

Florida Gators
Kentucky Wildcats 

ON THE BUBBLE:

LSU Tigers
Missouri Tigers
Ole Miss Rebels 

OUT:

Tennessee Volunteers
Georgia Bulldogs
Mississippi State Bulldogs
Arkansas Razorbacks
Texas A&M Aggies
Vanderbilt Commodores
Alabama Crimson Tide
Auburn Tigers
South Carolina Gamecocks

Und die Schlagzeilen?

KENTUCKY – Electric Twins als Wiederbelebungskur

Trotz hochgelobter Recruiting-class scheinen die Wildcats weiter vom Final Four entfernt zu sein, als anfangs angenommen. Calipari scheint seine Rekruten wohl doch etwas falsch eingeschätzt zu haben. Neben konstanten Leistungen der Spieler mangelt es vor allem an einem echten Spielmacher. Andrew Harrison konnte als etatmäßiger Point Guard bisher mit 3,5 Assists bei 2,4 Tournovers nicht als Floor General überzeugen.  Und auch James Young, der sich manchmal im Spielaufbau versuchen darf, scheint keine Lösung zu sein. Seit Beginn des Conference-Play sieht sogar Senior Jarrod Polson Minuten und darf immer öfter in die Spielmacherrolle schlüpfen. Der Fakt, dass Polson in seinen ersten Jahren kaum Minuten sah und erst seit der letztjährigen Seuchensaison über zehn Minuten ran darf, zeigt klar wo der Schuh drückt. Ob es nun Caliparis Schuld ist, da er Andrew Harrison schlichtweg falsch eingeschätzt hat oder es keinen passenden Aufbauspieler nach Lexington gezogen hat, sei jetzt mal dahingestellt. Es ist jedoch sicher, dass ein zusätzlicher Aufbauspieler der außergewöhnlich talentierten Freshman-Klasse, gutgestanden hätte.

Daneben hat die junge Truppe vor allem immer wieder mit schwankenden Leistungen zu kämpfen. Dies ist allerdings auch auf die mangelnde Erfahrung zurückzuführen, denn die Spieler aus Kentucky hatten vor dieser Saison im Schnitt gerade einmal 0,31 Jahre Collegeerfahrung pro Kopf. Willie Cauley-Stein ist ein Beispiel dafür, wie extrem die Leistungen noch schwanken können.  So legte er gegen Missouri keinen Punkt und Rebound auf, verursachte dabei jedoch vier Fouls in sieben Minuten, um dann drei Tage Später gegen Ole Miss neben seinem Season-High bei den Punkten (18), auch noch 11 Rebounds und 6 Blocks aufzulegen. Mehr Erfahrung würde den Wildcats also gut tun. Dennoch ist die Wiederbelebung des Programms nach dem Ausbleiben einer Teilnahme am NCAA-Tournament im vergangenen Jahr durchaus als geglückt anzusehen. Zwar läuft noch nicht alles perfekt, allerdings sollte man im Normalfall nichts mit dem NIT zu tun haben. Allerdings fällt es aktuell auch schwer daran zu glauben, dass das Team das Final Four erreichen wird. Dennoch kann man so viel geballtes Talent natürlich nie ganz abschreiben. (ps)

FLORIDA – Bissige Gators als Wildcats’ Gegengift?

Florida präsentiert sich in der laufenden Saison sehr gut. Und das obwohl Freshman Chris Walker sogar bis Anfang Februar auf seine Spielberechtigung warten musste. Aktuell scheint kein Weg an den Gators vorbeizuführen, weswegen es auch für Kentucky schwer sein sollte im Kampf um die Conference-Krone an ihnen vorbeizuziehen. Insgesamt überzeugt das Team aus Florida mit einer geschlossenen Teamleistung. Sieben Spieler stehen im Schnitt mehr als 20 Minuten auf dem Feld und leisten so ihren Beitrag zum Mannschaftserfolg. Zudem sollte mit Chris Walker dort bald ein weiterer talentierter Mann hinzukommen. Der ehemalige Fünf-Sterne-Recruit konnte bereits in seiner ersten Partie mit vier Punkten und jeweils zwei Rebounds und Blocks in nur sieben Minuten, sein Potential andeuten. Sobald er sich an die Spielweise in der NCAA gewöhnt hat, könnte er die Gators ein weiteres Stück nach vorne bringen und sein Team noch unberechenbarer machen. Zusammen mit Patric Young dürfte der Freshman eines der dominantesten Bigman-Duos der Landes bilden. Die Mischung aus den Big Men und talentierten Backcourt-Spielern, wie Scharfschütze Michael Fraizer (42,5 3P%), Kasey Hill (3,4 ApG in 24 MpG) oder Scottie Wilbekin (12,4 PpG bei 38 3P%) machen eine gefährliche Mischung aus. Wie stark das Team nach der Verstärkung durch Walker dann letztlich wirklich ist, muss sich noch zeigen.  Allerdings wäre dem Team von Coach Billy Donavan durchaus ein tiefer Tournament-Run zuzutrauen. Der Erfolgscoach könnte in diesem Jahr sein viertes Elite Eight in Folge erreichen.(ps)

OLE MISS – Was macht eigentlich Marshall Henderson?

secbasketballEs ist überraschend ruhig geworden um Marshall Henderson. Außerhalb des Feldes sorgte er seit seinem positiven Drogentest im Sommer für keine nennenswerten Schlagzeilen. Auf dem Court bleiben seine Leistungen dabei auf einem guten Level. Dabei hat er es doch tatsächlich geschafft, noch mehr Dreier als im letzten Jahr zu nehmen (11,8 3PA im Vergleich zu 10,9 in der vergangenen Saison). Dennoch sieht es für die Rebels nicht ganz so rosig aus. Zwar ist man aktuell auf dem dritten Platz der schwachen Southeastern Conference zu finden, doch was das Tournament angeht steht man auf der Kippe. Der Supporting Caste für Henderson vor allem auf den großen Positionen ist einfach zu schwach! So scort neben ihm, nur noch Junior Guard Jarvis Summers zweistellig. Aufgrund eines guten Marshall Henderson bleiben dennoch die Hoffnungen auf eine Tournament-Teilnahme inklusive einer potenziellen Erstrunden-Überraschung erhalten. (ps)

* Diese Einschätzungen bilden die Teams im Hinblick auf ihre potentielle Leistungsfähigkeit im NCAA Tournament ab. Dabei gehen sowohl bisherige Siege und Niederlagen im Non-Conference- und Conference-Schedule als auch durch den eye-test gesammelte Meinungen des Autors ein.

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