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Das große NCAA-Update – Part I

AAC, ACC, PAC-12

ACC

Liga-Update:

Die ACC hat als Ganzes enttäuscht. Als potentiell stärkste Conference startete die Liga in das Jahr. Mittlerweile muss man ihr diesen Titel klar absprechen. Lediglich Syracuse, Pittsburgh und Virginia konnten unsere in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllen. Duke, welches seine Schwächephase in der Saisonmitte zu überstanden haben scheint, könnte im März zu alter Stärke gelangen. Aber gerade die Traditionsteams North Carolina (PJ Hairston) und Notre Dame (Jerian Grant) verkrafteten signifikante Spielerverluste nicht und schaden mit ihren schlechten Leistungen dem Gesamtbild der Liga erheblich. Hinter den vier Topteams präsentiert sich eine stark verwässerte Mittelschicht mit einer Menge Team, für deren feste Tournament-Teilnahme wohl niemand seine Hand in das Feuer legen würde. (tb)

IN*:

Syracuse Orange
Duke Blue Devils
Virginia Cavaliers
Pittsburgh Panthers

ON THE BUBBLE*:

North Carolina Tar Heels
Florida State Seminoles
Clemson Tigers 

OUT*:

Wake Forest Demon Deacons
North Carolina State Wolfpack
Maryland Terrapins
Notre Dame Fighting Irish
Boston College Eagles
Georgia Tech Yellow Jackets
Miami Hurricanes
Virginia Tech Hokies

Und die Schlagzeilen?

DUKE – Jabari Parker – Mann im Schatten

Es ist doch recht amüsant, wenn man sich zurückerinnert und einem auffällt, dass Jabari Parker – Top-Rekrut der Duke Blue Devils – zu Beginn der Saison noch im Schatten von Andrew Wiggins stand. Dem Forward wurde eine genze Ecke weniger Hype zuteil als seinem Jayhawks-Gegenstück. Doch vielleicht hat ihm auch gerade das zu seinen unglaublich konstanten Leistungen in der ersten Hälfte der Spielzeit verholfen. In seinen ersten sieben Partien legte er mindestens 21 Punkte auf und verhalf den Blue Devils zu einem sehr soliden Start. Doch mit wachsender Aufmerksamkeit kam dann auch der Druck und die sogenannte Freshman-Wall. Beginnend mit dem Conference Play verlor der 18-Jährige etwas den Fokus und wurde inkonstanter. Seine Quoten aus dem Feld und von der Dreierlinie wurden schwächer (38 FG% und 26 3P% im ACC-Play). Allerdings entwickelte er sich immer mehr zum Big Man im kleinen Lineup von Coach K, was in starken Reboundzahlen resultierte (8,2 RpG). Trotz der Leistungsschwankungen hat sich Parker aus dem Schatten heraus zum Top-Freshman gespielt und seine Rolle als Führungsspieler angenommen. Duke wird nur so weit kommen, wie er sie tragen kann. Und dies kann weit sein. (jb)

SYRACUSE – Tyler Ennis und die Canadian Invasion

jimboeheimTyler Ennis überzeugt. Genauer gesagt: Er hat die Erwartungen um Meilen übertroffen! Auch wenn die Zahlen im Gegensatz zu einem Jabari Parker oder Andrew Wiggins nicht so spektakulär aussehen (12,1 PpG, 5,6 ApG), gilt der kanadische Point Guard als eine der größten Sensationen des College Basketballs. Trotz vermeintlich schwerwiegender Abgänge stehen die Orange bei 22-0, der besten Bilanz in der Schulgeschichte.

Sicherlich, C.J. Fair spielt, wie erwartet, eine tolle Saison. Doch ohne den Freshman-Guard wäre die Mannschaft von Jim Boeheim wahrscheinlich nicht einmal ein Tournament-Team. Es ist beeindruckend, welche Rolle er als Freshman am Ende eines Spiels einnimmt. Bereits mehrmals hat er beweisen können, dass er dem Druck standhalten kann (1,5 TOpG, 39 3P%, 2,3 SpG). Genau das sind Eigenschaften, die ein erfolgreiches Team benötigt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Ennis nichts gezeigt, was auf ein frühes Ausscheiden der Orange im März hinweist. Parker, Wiggins, Randle & Co. liefern statistisch gesehen eine bessere Saison, doch im NCAA Tournament sollte man eher auf den unscheinbaren Mann aus Brampton, Ontario setzen. (jb)

NORTH CAROLINA – Wie präsentiert sich die Mannschaft nach der PJ Hairston-Saga?

P.J. Hairston und die North Carolina Tar Heels haben momentan so viel miteinander zu tun wie die Milwaukee Bucks mit einem Playoffteam. Hairston spielt mittlerweile in der D-League für die Texas Legends. Nach all den Eskapaden um seine Person wurde ein Schlussstrich unter die Akte Hairston gezogen. Er wird nicht mehr nach Chapel Hill zurückkehren. Ironischerweise passt dies sehr gut zu der Saison der Tar Heels. Während man Teams wie Louisville, Michigan State und Kentucky besiegen konnte, hagelte es Niederlagen gegen Belmont, UAB, Wake Forrest und Miami. Man wird aus der Mannschaft von Roy Williams nicht schlau und zu diesem Zeitpunkt steht es noch in den Sternen, ob wir North Carolina im NCAA Tournament sehen werden. Es stehen mit Pittsburgh und zweimal Duke noch wahre Brocken auf dem Spielplan, diegute Wins ermöglichen. Reißen sich McAdoo (14,8 PpG, 6,8 RpG) und Marcus Paige (17,1 PpG, 4,5 ApG) wie in den Spielen gegen Louisville und Co noch einmal zusammen könnte mit einem guten Finish und einem Sieg aus den drei genannten Partien das Ticket dennoch sicher gelöst werden. (jb)

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