Denver Nuggets, NBA, Previews 17/18, Wired

Denver Nuggets | NBA Previews 2017-18

Go-to-Guys Wired #207

Wir beschäftigen uns in der 207. Ausgabe von Go-to-Guys Wired weiter mit den Previews zur neuen NBA-Saison. Als siebtes Team bespricht Host Jonathan Walker mit den Redakteuren Julian Lage und David Krout die Denver Nuggets. War die Offseason allein wegen der Addition Millsaps schon ein Erfolg? Oder muss man Plumlee unbedingt noch halten? Kann die Defense besser werden und gleichzeitig die Top-Offense gehalten werden? Wer startet auf der Eins? Ist Jokic überbewertet oder eigentlich das bessere Talent als Towns und Prozingis? Das und vieles mehr erfahrt ihr im Pod.

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2 comments

  1. Poohdini

    Ich fand eure Diskussion um Jokic sehr spannend und insgesamt auch hervorragend herausgearbeitet. Auch seltsam, dass ausgerechnet Julian der Optimist ist.

    Dennoch wäre ich insgesamt eher bei David. Unabhängig davon, inwieweit wir den Defense-Anteil bei Bigs bemessen (ich würde sagen, Center sind in erster Linie defensive Positionen, andere sehen den O-Anteil höher), so lässt sich doch festhalten, dass wir uns bei den Nuggets defensiv nicht in einem durchschnittlichen Bereich bewegen. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Denver bei den Dreiern Regression erfährt (sie lassen eher weniger Versuche zu, die Gegner treffen aber besonders gut), waren sie dennoch eines der schlechtesten Defensivteams der Liga.

    Beim Mangel an defensiven Metriken gibt es letztlich wahrscheinlich nur eine Metrik, die etwas darüber (indirekt) aussagt, wie gut der Defensivanker eines Teams ist: Das Team-D-Rating. Was ich damit sagen will: Richtige gute Defender bewiesen in der Vergangenheit, dass sie ihre Teams unter die Top Defensiven führen können, der Impact war indirekt erkennbar (Dwight bei den Magic, Gobert, mit Abstrichen Embiid etc). Richtig schlechte Defensivteams sind wahrscheinlich auch deshalb so schlecht, weil der Defensivanker nicht nur keinen positiven Impact hat (ausbügeln der Fehler der Mitspieler), sondern auch selbst eine massive Schwachstelle ist.
    Um so mies im DRtg abzuschließen, reicht mit die Erklärung, dass die Mitspieler auf dem Flügel defensiv scheiße seien, einfach nicht. Jokic selbst ist ein großes Problem. Er ist lateral zu langsam, körperlich zu wenig imposant und kann, wie David auch dankbarerweise erwähnt hat, in jedem PnR angegriffen werden.

    Hätten die Nuggets letzte Saison im DRtg im Mittelfeld abgeschlossen, wäre ich viel optimistischer, weil sich Spieler dort viel mehr in einer “Grauzone” befinden. Die Kausalitäten sind dort viel schwieriger zuzuordnen.

    Umgekehrt finde ich es auch nicht so offensichtlich wie Julian, dass er offensiv quasi eine Gefahr darstellt wie Nowitzki oder Curry. Trotz seiner Effizienz ist Jokic trotzdem eher noch ein Spieler, der im Vergleich zu den elitären Offensivspielern, mit geringer Usage. Auch hier muss er beweisen, dass er auch bei größerem Volumen effizient sein kann. Ich halte dies zwar für wahrscheinlich, aber er wäre nicht der erste Spieler, der da Schwierigkeiten hat.

    Wie wahrscheinlich ist es darüber hinaus, dass die absurden % FG in den MR-Bereichen fluky waren und sich wieder dem Ligaschnitt annähern?

  2. Julian Lage

    Danke für den Kommentar, ich hab ja schon damit gerechnet, dass du da nicht meiner Meinung bist. Ich geh mal auf die einzelnen Punkte getrennt ein, sorry fürs auseinandernehmen deines Beitrags…

    Ich fand eure Diskussion um Jokic sehr spannend und insgesamt auch hervorragend herausgearbeitet. Auch seltsam, dass ausgerechnet Julian der Optimist ist.

    Ich bin ja selten optimistisch, vor allem wenn die Spieler noch ziemlich jung sind… letztes mal war bei einem gewissen Buck.

    Dennoch wäre ich insgesamt eher bei David. Unabhängig davon, inwieweit wir den Defense-Anteil bei Bigs bemessen (ich würde sagen, Center sind in erster Linie defensive Positionen, andere sehen den O-Anteil höher)

    Das sehe ich im Prinzip ähnlich, zumindest Volume-Scoring von den großen Positionen war in den letzten Jahren nicht mehr wirklich effizient. Wobei ich einschränken würde, dass die letzte paar Meister die Center-Position praktisch ausschließlich mit Spielern besetzt haben, die undersized (Dray, TT) oder extem billig sind. Deswegen sehe ich nicht wirklich, warum man defensive Center unbedingt offensiven vorziehen sollte.

    , so lässt sich doch festhalten, dass wir uns bei den Nuggets defensiv nicht in einem durchschnittlichen Bereich bewegen. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Denver bei den Dreiern Regression erfährt (sie lassen eher weniger Versuche zu, die Gegner treffen aber besonders gut), waren sie dennoch eines der schlechtesten Defensivteams der Liga.

    Beim Mangel an defensiven Metriken gibt es letztlich wahrscheinlich nur eine Metrik, die etwas darüber (indirekt) aussagt, wie gut der Defensivanker eines Teams ist: Das Team-D-Rating. Was ich damit sagen will: Richtige gute Defender bewiesen in der Vergangenheit, dass sie ihre Teams unter die Top Defensiven führen können, der Impact war indirekt erkennbar (Dwight bei den Magic, Gobert, mit Abstrichen Embiid etc). Richtig schlechte Defensivteams sind wahrscheinlich auch deshalb so schlecht, weil der Defensivanker nicht nur keinen positiven Impact hat (ausbügeln der Fehler der Mitspieler), sondern auch selbst eine massive Schwachstelle ist.
    Um so mies im DRtg abzuschließen, reicht mit die Erklärung, dass die Mitspieler auf dem Flügel defensiv scheiße seien, einfach nicht. Jokic selbst ist ein großes Problem. Er ist lateral zu langsam, körperlich zu wenig imposant und kann, wie David auch dankbarerweise erwähnt hat, in jedem PnR angegriffen werden.

    Hätten die Nuggets letzte Saison im DRtg im Mittelfeld abgeschlossen, wäre ich viel optimistischer, weil sich Spieler dort viel mehr in einer “Grauzone” befinden. Die Kausalitäten sind dort viel schwieriger zuzuordnen.

    Grundsätzlich kein Widerspruch, wir waren uns im Pod ja auch einig, dass sie nächstes Jahr bestenfalls mittelmäßig in der Defense sein werden. Jokic wird vermutlich nie auf Gasol-Level oder so verteidigen. Tendenziell denke ich aber, dass er individuell zumindest gut genug sein kann, um nicht das Team komplett runterzuziehen. Aber, wie schon gesagt, er muss einfach offensiv richtig gut sein…

    Umgekehrt finde ich es auch nicht so offensichtlich wie Julian, dass er offensiv quasi eine Gefahr darstellt wie Nowitzki oder Curry. Trotz seiner Effizienz ist Jokic trotzdem eher noch ein Spieler, der im Vergleich zu den elitären Offensivspielern, mit geringer Usage. Auch hier muss er beweisen, dass er auch bei größerem Volumen effizient sein kann. Ich halte dies zwar für wahrscheinlich, aber er wäre nicht der erste Spieler, der da Schwierigkeiten hat.

    Wie wahrscheinlich ist es darüber hinaus, dass die absurden % FG in den MR-Bereichen fluky waren und sich wieder dem Ligaschnitt annähern?

    Der letzte Punkt zuerst: Dass er sie auf den absurden 60% halten kann, würde ich nicht erwarten, gerade bei höherem Volumen. Ein paar Punkte sprechen aber klar für ihn: Er war schon im ersten Jahr ziemlich gut und hatte gar nicht so wenige Versuche in der Zeit. Außerdem muss man bei kaum einem Big so viele andere Optionen auch im Blick behalten… Es ist ja nicht so, als lebt er nur von der Midrange.
    Meine Argumentation war ja auch nicht, dass er als individueller Scorer so gut wird wie Nowitzki und Curry, sondern dass er das Verständnis von effizienter NBA-Offense in einem ähnlichen Maß umgestaltet. Das kann nicht nur durch Midrange funktionieren, sondern durch die Kombi aus Midrange, Passing für Layups/3s und eigenen Moves in Richtung Korb. Da sehe ich aber die realistische Chance, dass er Inside-Out/Big Man-Scoring wiederbelebt. Das kann übrigens auch eintreffen, wenn seine Teams defensiv bestenfalls durchschnittlich sind.


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