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Free Agency Updates

Go-to-Guys Wired #194

So langsam verliert die heiße Phase der Free Agency an Fahrt, doch heute gab es noch einige interessante Deals zu besprechen. Host Jonathan Walker hat sich die Redakteure David Krout und Julian Lage dazu geholt, um die letzten Moves einiger Teams zu analysieren: Pacers, Raptors, Nets, Heat, Celtics, Knicks, Hawks, Wolves, Thunder, Spurs, Clippers, Magic, Suns, Mavs und Warriors. 

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5 comments

  1. kdurant35

    Guter Pod

    Für mich ist die Situation in Miami recht interessant. Bin da persönlich nicht so kritisch wie ihr. Auch wenn ich die Verträge einzelnt betrachtet nicht gut ffinde. Auch die Laufzeit seh ich nicht als Problem.

    Mit dem Tyler Johnson Vertrag ist der Capspace 18 und 19 sehr limitiert. Man stand halt vor dem Problem den Cap jetzt zu verbrauchen oder ihn nicht mehr zu haben. Zwei statt drei Verpflichtungen hätte captechnisch nicht geholfen.
    Die Probleme sind bereits früher entstanden. Gerade ohne die zwei Erstrundenpicks macht auch ein Rebuild keinen Sinn. Wenns mal nicht läuft oder sich wichtige Spieler verletzen hat Miami oft genug bewiesen, dass man dann auch punktuell abschenkt.
    Mit den ganzen Vierjahresverträgen ist man ansonsten genau auf der Timeline, wo die Picks wieder den Heat gehören. Danach kann man mit Maxspace aud FA Jagd oder in den Rebuild gehen. Bis dahin überbrückungsjahre.

    Speziell bei den Heat ist noch interessant, dass sie viele ihrer Spieler deutlich besser machen. Allein deshalb ist man nicht so unflexibel wie auf dem Papier. Die Chance das der Tradewert der Spieler steigt ist höher als bei anderen Teams. Dazu findet Riley immer wieder gute Spieler mit Minimalverträgen. Dadurch lässt sich weiterhin etwas bewegen.

  2. Julian Lage

    Ich hab ja nicht jetzt erst angefangen, am Heat-Teambuilding zu zweifeln, sondern schon beim Dragic-Trade. Deswegen sehe ich die aktuellen Verpflichtungen als den recht typischen Versuch, einen älteren Fehler zu beheben und dabei die Situation zu verschlechtern. Außerdem reduziert dieses Vorgehen die Chance auf günstige Spieler eher, weil jetzt einfach keine Minuten mehr übrig sind. Mal ganz abgesehen davon, dass die günstigen Deals ihren Wert größtenteils verlieren, wenn man sie im Jahr danach überbezahlen muss.

  3. kdurant35

    Keine Frage. Die Entscheidungen in der Vergangenheit sind entscheident dafür, dass die Optionen in dieses Offseason eingeschränkt sind. Die sehe ich teils ebenfalls kritisch.

    Wobei die Umstände auch gegen die Heat sprachen. Ich war bei Dragic eigentlich nicht so negativ eingestellt wie du. Klar, zwei hochwertige Picks für einen auslaufenden Vertrag abgeben war grenzwertig. Da die Heat aber kein Capspace im kommenden Sommer hatten und es einige Mitbewerber gab, auch nicht einfach darauf zu verzichten. Denn sportlich fand ich den Deal eigentlich sehr interessant. Dragic war ein Jahr zuvor gerade mit Frye als C sehr gut. Das P&P der beiden war großartig (zumindest bei den paar Spielen die ich gesehen habe bzw. was ich gehört habe; Suns Fans können dazu sicher mehr sagen). Mit einem Bosh als C sah och ein potenziell sehr starkes Duo. Dank reichlich Capspace 2016 (darauf war der Plan von Riley ja ausgerichtet) war ich eigentlich überzeugt, dass Miami wieder ein wirklich starkes Team aufbauen kann. Nach einem FA Abgang von LBJ wäre da in so kurzer Zeit erstaunlich gewesen. Dann kam die Krankheit von Bosh, so dass wir nicht wissen, was Riley aus dieser Ausgangssituation gemacht hätte.

    Deutlich kritischer fand ich die letztjährige Offseason. Dank des matchen von Tyler Johnson und die Einjahresverträge gab es eigentlich kaum eine sinnvolle Alternative zur FA 2017. Da wurde sehr viel auf eine Karte gesetzt. Und selbst wenn ein hochkarätiger FA gekommen wäre, hätten die Spieler mit dem Einjahresvertrag aufgrunde fehlender Birdrechte nicht erhalten werden können. Keine Ahnung ob das wirklich eine Top Lösung gewesen wäre. Doch auch hier muss man den Heat zu Gute halten, dass unter dem alten CBA ein realistisches Szenario war, das Gehalt von Bosh nur 2017 vom Cap zu bekommen. Auch wenn ich wohl anders gehandelt hätte, war man auch hier sehr eingeschränkt.

    Nach dem historischen Comeback in der zweiten Saisonhälfte kann ich gut verstehen, dass man an dem Kern festhält und schaut was in einem schwachen Osten möglich ist. Deshalb bin ich jetzt kein Fan von der Offseason, finde die Alternativen aber auch nicht berauschend. Es wird sicher interessant sein, welche Saisonhälfte eher dem Leistungsvermögen entspricht.

  4. Julian Lage

    Das Problem am Dragic-Trade war meiner Meinung nach nicht der Gegenwert von 2 Picks, sondern dass es zwei praktisch ungeschützte sind. Für 2021 war von Anfang an völlig unabsehbar, wie das Team da aussieht. Diese Einschätzung wäre deswegen auch ohne Boshs gesundheitliche Probleme die gleiche. Hätten sie z.B. das letzte Jahr jeweils Top 5-Protected (dann direkt zum 2nd), wären sie jetzt nicht so auf einen Weg festgelegt.

    Die Kritik am Fokus auf 2017 kann ich nachvollziehen. Ich es aber immer vorziehen, eine Offseason anzupeilen als irgendwie von Jahr zu Jahr zu schwimmen und Verträge ohne Plan auszugeben. So ist immerhin noch ne Timeline erkennbar, auch wenn sie nicht richtig überzeugt.

    In dieser Offseason hätten sie außerdem noch Alternativen dazu gehabt, dem 30-Jährigen James Johnson 60 Mio zu zahlen. Das ist m.E. der kritischste Vertrag, vor allem wegen des Alters. Außerdem frage ich mich bei dem Vertrag mal wieder, gegen wen sie eigentlich geboten haben. Waren ja kaum noch Teams mit Cap Space übrig, erst recht nicht Playoffkandidaten mit Interesse an Spielern in dem Alter.

  5. kdurant35

    Natürlich wäre ein geschützer Pick besser. Aber den muss die Gegenseite ja auch akzeptieren. GS musste ja z.B. auch zwei ungeschützte für Iggy opfern. Da hat sich das Risiko gelohnt. Hätte das Duo Bosh / Dragic funktioniert und Riley hätte den erhofften FA an Land gezogen stört das keinen wirklich. Spielt man vorne mit wird auch gern vergessen welchen Preis das zukünftig hat. So ist der Deal sehr kritisch.
    Wie gesagt, es ist kein unumstrittener und billiger Deal gewesen. Wenn aber nur dieser Deal oder gar keiner zur Auswahl stand ist er aus meiner Sicht vertretbar gewesen. Wer nach solch einem FA Verlust wie LBJ wieder angreifen will muss halt gewisse Risiken eingehen. Ob es das gewesen wäre was ich selbst gemacht hätte ist dann eine andere Frage.

    Johnson find ich was Mitbieter angeht schwer zu beurteilen. Utah war nach Haywards Abgang im Gespräch. Und die hatten 12-13 Mio pro Jahr. Haben Konkurrenten gefehlt wäre ein solcher Deal natürlich fragwürdiger.


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