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Stretch 4 Success?

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Auch wenn es der Titel suggerieren mag, dieser Artikel behandelt nicht die Wichtigkeit des Aufwärmprogramms im Basketball. „Stretch“ steht für einen Typus von Big Man, der immer häufiger zu finden ist, der durch seine Wurffähigkeiten das Feld in die Breite ziehen soll. Die stetige Entwicklung der Wurffähigkeit der großen Spieler über Jahrzehnte hinweg hinterlässt die Frage, ob eine solche Ausrichtung erfolgversprechender ist als die klassische, die die Big Men am Korb punkten sehen will.

Dabei soll es ausdrücklich nicht nur um den speziellen Typ Rollenspieler gehen, der als „Stretch Four“ bezeichnet wird. Alle Big Men, die Spielzeit als Center oder Power Forward kriegen und das Spiel ihrer Mannschaft durch Eigenschaften im Midrange und/oder Longrange Game beeinflussen dürfen, sind angesprochen, wenn hier von „Stretch-Spieler“ die Rede ist.

Vergangene Entwicklungen

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Über die ursprüngliche Rolle der Innenspieler wurde schon ausreichend informiert. Die großen Spieler galten schon in den Anfängen des Sports als wertvoll. In der Defense konnten sie mit ihrer Größe den Korb verteidigen, in der Offense wurden sie möglichst nah am Korb postiert, denn Würfe aus kurzer Distanz sind einfachst möglichen, und große Spieler haben die besseren Voraussetzungen sich durchzusetzen. Center spielten traditionell mit dem Rücken zum Korb, die etwas kleineren Power Forwards eigneten sich ein Face-Up Game an, welches aber, ebenso wie das Spiel der Center, in unmittelbarer Korbnähe praktiziert wurde. In der Anfangszeit der Liga zwang das dominante Offensivspiel der Center zu einigen Regeländerungen wie der Goal Tending-Regel, der Einführung der Zone und des Verbots des Dunks (zumindest in der NCAA), nur um mal deutlich zu machen, welch große Bedeutung große Spieler in der Nähe des Korbes geschichtlich haben. Mit der Dreierlinie, die in der Saison 1979/80 eingeführt wurde, bekamen Außenspieler erstmals die realistische Chance, ähnlich effizient zu Punkten zu kommen, wie es die Innenspieler schafften. In den 80ern hatte dies kaum Einfluss auf das Offensiv-Spiel der Big Men, das immer noch unterm Korb stattfand. Erst gegen Ende des Jahrzehnts fanden sich vereinzelt Spieler, die eher zufällig, aber konstant von Außen warfen. Spieler wie Jack Sikma, Bill Laimbeer oder Sam Perkins besaßen zwar ein gutes Händchen, bekamen lange Würfe aber eher aus Zufall oder Not.

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Richtig Fahrt nahm die Entwicklung erst in den 90ern auf, als Spieler wie Robert Horry oder Clifford Robinson vermehrt in größerer Entfernung zum Korb spielten. Es folgten weitere Regelerweiterungen, wie den Hand-Checking-Rule, die es den Verteidigern schwerer machte, ihre Gegenspieler auf dem Weg zum Korb zu verteidigen, wodurch sich das Spiel veränderte. Zum Vorteil wurde es für athletische Guards und Forwards, während sich die Dominanz der Big Men, auch aufgrund ausgefeilter Raumverteidigungen, verringerte. Um den Raum für die Penetrations der Guards zu vergrößern, suchten Mannschaften nun in der Teamzusammenstellung nach Frontcourt-Spielern mit Wurffähigkeiten. Im Zuge dessen fanden Spieler wie Donyell Marshall, Austin Croshere, Pat Garrity, aber auch Rasheed Wallace, Tom Gugliotta bis hin zu Dirk Nowitzki den Weg in die NBA. Die Entwicklung des Deutschen zu einem der besten Offensivspieler der Liga setze weitere Räder in Bewegung. Als Teil der effizientesten Offensive der frühen 2000er Jahre entwickelte sich ein Hype um Stretch-Big Men. Groß, guter Wurf und vorzugsweise Europäer – ein Etikett, nach dem in der Vergangenheit selten gesucht wurde, begann nun auch in den Drafts eine Rolle zu spielen.

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Die Entwicklung und Etablierung dieses Spielertyps scheint bis heute noch nicht abgeschlossen zu sein. In den ersten zehn Jahren seit Einsetzung der Dreierlinie 79/80 gab es neben Larry Bird, der nicht als Big Man gilt, mit Tom Chambers nur einen Spieler, der über 2,06m groß war und über 500 Dreier warf. Die 90er, die zweiten zehn Jahre, beinhaltete in der Spitze mit Sam Perkins und Clifford Robinson schon zwei echte Big Men, die über 2000 Dreierversuche zu verbuchen hatten, während es in der Tiefe nur noch wenig Spieler gaben, die es regelmäßig versuchten. Im letzten Jahrzehnt fällt auf, dass die Wurfversuche in der Spitze nicht mehr steigen, dafür aber in der Breite mehr geworden sind. Außerdem stehen vermehrt „Tweener“ in der Statistik, die sowohl als SF aber auch als PF eingesetzt werden, die diesen Vergleich, der ohnehin nur als grobe Übersicht betrachtet werden soll, etwas verfälschen.

Verschiedene Typen

Die oben verlinkten Statistiken haben noch eine weitere Schwäche, sie beinhalten nur Drei-Punkte-Würfe. Der Mangel an Statistiken soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Big Men gibt, die aus der Mitteldistanz agieren und ebenfalls zum Spacing des Teams beitragen. Ein werfender „Big Man“ ist eben nicht immer gleich ein werfender Big Man, vielleicht kann eine Einteilung helfen:

Power Forwards: Neben den (ehemaligen) Allstars Dirk Nowitzki, Rasheed Wallace und Chris Bosh gibt es mittlerweile kaum noch einen offensiv überdurchschnittlichen Power Forward, der kein Midrange Game mitbringt. Selbst Spieler wie Amare Stoudemire oder Carlos Boozer, die oft unter dem Korb zu finden sind, nehmen jeden vierten Wurf von mehr als ca. 5 Meter Entfernung zum Korb. Ligaweit bilden die Power Forwards die größte Gruppe an „Stretch Big Men“.

16-23 feet3PtsWurfverteilung %
Dirk Nowitzki310-67051-12152,9
Matt Bonner18-4190-23173,1
Antonio McDyess118-2710-263,7
LaMarcus Aldridge165-4035-1635,9
Channing Frye70-169172-39279,8
David West162-3637-2731,8
Udonis Haslem143-3150-049,8

 

Center: Echte Sevenfooter, die mit einem Wurf gesegnet sind, gibt es selten. Bis auf Hawes und Miller (wenngleich Brad Miller und Mehmet Okur ein paar Zentimeter zum Sevenfooter fehlen) sind diejenigen, die auch konstante Einsatzzeit bekommen, Europäer. Im Gegensatz zu den Power Forwards sind die meisten auf Pässe angewiesen und können, sobald der Gegenspieler geclosed hat, kaum aus dem Dribbling agieren (die Ausnahme bildet Andrea Bargnani).

16-23 feet3PtsWurfverteilung %
Zydrunas Ilgauskas74-20911-2353,2
Brad Miller68-17737-13236,0
Nenad Krstic126-2881-552,4
Spencer Hawes61-15226-8735,9
Andrea Bargnani124-306121-32555,2
Mehmet Okur63-16682-21349,0

 

Small Forward – Tweener: Spieler, die von ihrer Spielanlage her Small Forwards sind, werden nach Teambedarf oft als „Stretch Big Men“ missbraucht. Das kommt häufig vor, wenn die Qualität des Small Forwards, selbst wenn er „Out-of-position“ spielen muss, die Qualität der Konkurrenz der großen Jungs übersteigt. Ein anderer Grund kann sein, dass der Trainer einen schnelleren Basketballstil spielen will, wofür kleinere Spieler besser geeignet sind.

16-23 feet3PtsWurfverteilung %
Rashard Lewis35-89169-42363,6
Charlie Villanueva48-12999-28250,0
Jeff Green67-201104-31248,0
Antawn Jamison90-23685-24745,2
Boris Diaw62-14766-20645,7

Einflüsse auf die Mannschaft

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Matt Bonner ist Bestandteil der Rotation des letztjährigen Western Conference Semi-Finalisten. In rund 20 Minuten pro Spiel darf er beweisen, weshalb er in dieser Rolle in der NBA spielen darf. Gut, weshalb eigentlich? Sein Rebounding ist allenfalls mittelmäßig, die Verteidigung ebenso. Dennoch ist er (in der abgelaufenen Saison) der Big Man der Spurs gewesen, der nach Duncan den positivsten Einfluss auf das Team zu haben scheint, zumindest wenn man den Statistiken trauen will. Demnach ist die Spurs Offensive um 5,2 Punkte je 100 Possessions besser, wenn der Rotschopf auf dem Feld steht (während die Verteidigung um 1,6 Punkte schlechter dasteht). Die Wurfquote des Teams geht mit ihm auf dem Platz um 2,3 Prozentpunkte nach oben, obwohl er nur eine richtige Stärke hat: seinen Wurf (40% Dreierquote über die Karriere). Zum Vergleich: Die Konkurrenz um die Spielzeit Antonio McDyess und DeJuan Blair hatten, trotz möglicherweise individuell mehr Basketballtalent, weniger gute Werte vorzuweisen. In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, welchen Einfluss genau Spieler wie Bonner auf die Offensive ihres Teams haben.

Um das gewissenhaft machen zu können, sollte man mit Statistiken arbeiten. Die Grundüberlegung meines Vorgehens war, zunächst eine Wertung der Teams zu erstellen, die darstellen soll, inwiefern die eigenen Big Men das Feld öffnen. Die Beispiel-Saison ist die vergangene, 2009/2010. Dafür habe ich geprüft, welche Spieler der jeweiligen Teams Einsatzzeit als Power Forward oder Center bekommen haben und deren Werte für erfolgreiche Würfe aus der Entfernung 16-23 feet und hinter der Dreierlinie zu einer Team-Statistik zusammenaddiert. Da es häufig vorkommt, dass Spieler, die den Großteil ihrer Spielzeit auf einer anderen Position spielen, auch auf den großen Positionen eingesetzt werden, und diese für diese Statistik nicht brauchbar sind*, fehlen im Endresultat der Mannschaften Prozentpunkte zur 100% Spielzeit-Abdeckung beider Positionen. Um eine faire Vergleichsmöglichkeit zu schaffen, wird die zur Verfügung stehende Prozentzahl auf diese 100% erweitert und bei allen Teams auf 100 Possessions normiert. Pro getroffenen Wurf aus dem Bereich 16-23feet erhält das Team zwei Punkte, bei jedem Erfolg von der Dreierlinie erhält das Team drei Punkte. Das ganze zusammenaddiert nennen wir „Stretch-Faktor“.

*Leider sind ihm Zuge dieses Problems die Werte von fünf Mannschaften unbrauchbar, da sie die Untergrenze von 80% Spielzeit auf den großen Positionen nicht erfüllen kann. Dazu gehören Golden State, Miami, New York, Oklahoma City und Philadelphia. Als Beispiel, wieso diese Mannschaften die Untergrenze nicht überschreiten konnten, kann ich Oklahoma aufführen. Mit 61% Spielzeit als PF und 2% Spielzeit als Center nimmt Jeff Green zwar ca. 31,5% der Spielzeit ein, die Oklahoma City für ihre Big Men zur Verfügung hat, allerdings spielte er auch 12% seiner Spielzeit als SF. Durch hoopdata.com lässt sich leider nicht differenzieren, wie die Wurfauswahl des Spielers auf bestimmten Positionen aussieht. Da 12% auch keine Kleinigkeit sind und 16% der allgemeinen Spielzeit von Green entsprechen, würde ein reines  Kürzen, in Form von „Anzahl der Würfe minus 12%“ zu Ungenauigkeiten führen, die ich – so gut es geht – vermeiden will.

Die Ergebnisse der Rechnerei sind eigentlich weniger überraschend. An vorderster Front stehen die Mavericks, Suns, Raptors und Magic, wobei Dallas und Toronto jeweils einen All-Star Big Man besitzen, der von außen wirft, während die Suns und Magic eher von Rollenspielern, wie Channing Frye und Rashard Lewis, profitieren. Interessant ist die Tatsache, dass die Top 12 des Offensive Rating entweder recht weit oben positioniert ist, oder ganz weit unten.

Fünf der Top 12 sind unter den letzten sechs Teams, darunter der Meister Los Angeles Lakers, sowie die beste Truppe der Regular Season, die Cleveland Cavaliers. Die durchschnittlichen, wie unterdurchschnittlichen Mannschaften sind fast geschlossen im Mittelfeld anzufinden.

StretchORtg<10f*16-23f*3Pts*TO/ROReb%TS%InsPts**FTA/G
Dallas1201,110.20.1.5.3.26.9.27.24.
Phoenix1142,21.5.3.1.17.10.1.11.9.
Toronto1122,75.6.2.6.6.24.6.10.8.
Orlando999,14.8.10.4.18.25.3.22.7.
Indiana996,326.
San Antonio916,39.18.11.11.11.14.10.8.18.
Boston858,615.
Utah 853,98.3.6.7.26.13.5.2.2.
Portland837,77.12.13.13.2.4.12.26.12.
Detroit784,621.
Sacramento772,322.
Charlotte706,724.
New Orleans700,318.
New Jersey692,230.
Washington691,325.
Milwaukee679,123.
Houston666,917.
Chicago624,127.
Minnesota556,629.
Atlanta511,22.16.17.9.1.5.15.3.22.
LA Lakers479,711.22.14.24.5.7.18.12.17.
Cleveland479,26.2.23.2.16.21.4.4.6.
Memphis464,312.19.20.26.22.1.22.1.4.
LA Clippers459,528.
Denver388,33.14.15.10.8.19.2.13.1

*Quoten aus der Entfernung
**Punkte “Inside” pro 100 Possessions

Nebenan sind Kategorien aufgelistet, die zur genaueren Betrachtung des Effekts des „Stretch Faktors“ genutzt werden können. Die Zahlen geben an, welchen Platz dasjenige Team im Ligadurchschnitt in der jeweiligen Kategorie erzielt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit habe ich darauf verzichtet, die Platzierungen aller Teams zu notieren. Da sich schon eine Tendenz aus den effizientesten zwölf Offensivteams der Saison ablesen lässt, halte ich die restlichen Werte für überflüssig. Deshalb werde ich im Folgenden auch ausschließlich mit den aufgeführten Daten arbeiten.

Vorteile:

Schon nach kurzem Betrachten fallen gewisse Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Parteien (gute Stretch-Teams, schlechte Stretch-Teams) auf. Ein positiver Effekt eines Frontcourt mit Spacing ist, dass die Wurfeffizienz des Teams höher wird. Offensichtlich weiß die Mannschaft die entstandenen Räume auszunutzen und kann von nahezu jeder Entfernung bessere Wurfquoten aufweisen als die Mannschaft, dessen Frontcourt in Korbnähe agiert. Das gilt sowohl für kurze Entfernungen als auch für weite Entfernung. Während im True Shooting keine der Mannschaften mit gutem Stretch Faktor schlechter als Platz 12 ist, müssen sich drei der fünf Teams mit schlechtem Stretch Faktor mit einer schlechteren Platzierung abfinden. Auf Platz 15,18 und 22 (Atlanta, Los Angeles Lakers und Memphis) – stehen wohlgemerkt Teams, die in der offensiven Effizienz überdurchschnittlich sind.

Nachteile:

Das offensichtliche sind die Offensiv Rebounds (bzw. OReb%). Auch wenn Cleveland und Denver darin nicht glänzen können, fast alle „Stretch“ – Teams schneiden mittelmäßig oder schlecht ab. Auch das ist einleuchtend, schließlich stehen diejenigen Spieler, die den Rebound holen sollen, in weiterer Entfernung zum Korb. Schlechte Arbeit am offensiven Brett bedeutet eine weniger effiziente Offensive. Dass Teams mit höherem Stretch-Faktor weniger Punkte allgemein in der Zone machen, sollte auch nicht allzu überraschend sein. Der Nachteil dadurch ist aber nicht allzu schwerwiegend, wenn wir uns daran erinnern, dass diese Mannschaften insgesamt effizienter scoren können.

Gibt es DIE richtige Big Men-Struktur für ein Team?

Die Vergangenheit zeigt, dass es nicht verkehrt sein kann, einen Big Man im Team zu haben, der in Korbnähe punkten kann. Die letzten dominanten Big Men waren Hakeem Olajuwon, Shaquille O`Neal und Tim Duncan, allesamt Spieler, die gerne mit Hookshots und Dunks ihre Offensive abschlossen. Eine weitere Gemeinsamkeit der drei Spieler war ihr Frontcourt Partner – Robert Horry. Der womöglich erste, wirkliche Stretch Four der Liga, spielte sowohl an Olajuwons Seite, als er zwei Titel erringen konnte, half Shaq und Kobe mit wichtigen Würfen zu drei Ringen und war auch zur Stelle, als Duncan seine letzten zwei Championships gewann. Ein Zufall, oder klare Kaderkonstruktion? Eigentlich irrelevant, schließlich entwickelte er sich in seinen Rollen neben den Centern zum perfekten Partner.

Ein Stretch-Big Man konnte als Go-to-Guy bisher noch keinen Titel vorweisen, wobei die Anzahl derer auch recht gering ist. Allerdings gilt auch hier, wie beim Beispiel des dominanten Innenspielers: Die perfekte Abstimmung ist wichtig. Dirk Nowitzki kam in den Jahren 2005/06 sowie 2006/07 dem Titel ganz nahe, obwohl er keine zweite Option als Hilfe hatte. Der Grund? Seine Frontcourt-Partner konnten die „Nachteile“, die er als Stretch-Spieler mit sich brachte, gut abdecken. Sowohl Erick Dampier und Desagana Diop, als auch Josh Howard waren starke Offensivrebounder und steuerten dazu bei, dass das Team nicht nur die Stärken von Nowitzki ausnutzen konnte (starke Wurfeffizienz der Mannschaft), sondern auch noch unter den Top-Mannschaften beim Offensiv-Rebounding war. Über den Zeitraum 05-07 hatte man damit die effizienteste Offensivmannschaft der Liga, wobei im Prinzip nichts anderes gemacht wurde, als Duncan Horry an die Seite zu stellen, nämlich seine Schwächen auszugleichen.

Ein Vorteil, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der in der Crunchtime. Wenn das Spiel in die letzten Minuten geht, sind offensiv Spieler gefragt, die von überall auf dem Feld Würfe treffen können, siehe Go-to-Guys Artikel “Einen von Vier”. Letztes Jahr waren die Big Man, die in der entscheidenden Phase des Spiels am besten punkten konnten, Dirk Nowitzki und Chris Bosh. Auch den Vorteil, dass sie ihre Freiwürfe besser treffen und weniger Turnover anfällig sind, spricht ganz klar für sie. Zusammengefasst bieten sie ihrer Mannschaft eine weitere Option, etwas, was Big Men, die in Korbnähe spielen, schwerer fällt. Wenn am Ende die Nervenstärke gefragt ist, sollten schließlich auch die besten Spieler Verantwortung übernehmen können.

Fazit

Der Ruf der Big Men, die von außen werfen, ist schlechter als die Spieler selbst. Viele Vorurteile kommen daher, weil Trainer viel zu oft kleinere Spieler missbrauchen, um dem Spacing im Frontcourt nachzuhelfen. Dabei sind diese Spieler verloren, wenn es ums Rebounden oder Verteidigen geht. In Wirklichkeit zeigt der Trend, dass immer mehr Trainer Wert auf Spacing auf den großen Positionen legen. Vermutlich wird die Zukunft in der Breite noch mehr Big Men mit Wurffähigkeiten hervorbringen, die allerdings immer noch darauf angewiesen sein werden, dass ihre Frontcourt-Partner in der Zone für sie mitarbeiten.

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