Draftprofile 2013

Dario Saric

KK Cibona

KK Cibona

Datenblatt

Name: Dario Saric

Position: Wing/Big

[xrr rating=2/4] (Starter)

Verein: KK Cibona

Internationale Erfahrung: Euroleague

Goldmedaillen inklusive Turnier-MVP-Ehrungen mit der U16 und der U18 Nationalmannschaft, Einladungen zum Nike Hoop Summit, mehrere Profistationen, Spielzeit in der Euroleague als 17 Jähriger und zuletzt ein zweiter Platz bei der Wahl zu Europas Jungbasketballer des Jahres, bei der ihn nur Raptors Center Jonas Valanciunas schlug. Der junge Kroate Dario Saric hat in seinem Basketballerleben schon einiges erreicht. In der vergangenen Saison lief es nicht mehr so rosig. Transfer-Hick-Hack hinderte ihn bis zum November daran Ligaspiele zu bestreiten. Seine Statistiken lesen sich seitdem eher bescheiden. Dennoch fühlt sich der Wunderknabe aus Sibenik bereit für den nächsten Schritt und hat sich für die NBA Draft 2013 angemeldet.

Skills

Ähnlich wie Timberwolves-Aufbau Ricky Rubio gilt Dario Saric seit seinen Teenagerjahren als einer der talentiertesten Jungspieler in Europa. Der Spanier sorgte mit einem 51P./24R./11A.-Spiel im U16 Europameisterschaftsfinale 2006 für sein spielerisches Ausrufezeichen, das ihn sofort auf die Zettel aller Scouts brachte. Der Kroate Saric setze vier Jahre später auf der gleichen Bühne eine ähnlich markante Duftmarke und sicherte mit einer Statline von 35P./11R./11A. seinem Land die Goldmedaille. Seitdem wird der nun 19 Jährige genau beäugt und gilt für viele NBA-Verantwortliche als bester Europäer dieses Draftjahrgangs.

Der 2,06m große Saric ist ein extrem vielseitiger Forward, der mit seinem großen Arsenal an spielerisches Fähigkeiten nahezu überall auf dem Feld gewinnbringend eingesetzt werden kann. Er zeichnet sich vor allem in der Offensive durch seinen hohen Basketball-IQ, einen tollen Blick für das gesamte Spielfeld und sein für seine Größe tolles Handling aus. Diese Fähigkeitenansammlung erlaubt es ihm als Point-Foward zu agieren und sowohl im Halbfeld als auch im Schnellangriff selbst Angriffe zu initiieren. Mit Vorliebe für den spektakulären Pass hält der Kroate dabei ständig Ausschau nach offenen Mitspielern. Ergibt sich hier keine gute Option kann er sich über seinen guten Zug zum Korb selbst einen Wurf kreieren. Sowohl im High- als auch und Lowpost stellt Saric eine gute Option dar und kann auch hier besonders als Passstation oft sein gutes Gefühl für das Spiel beweisen oder aber sich mit einer Vielzahl von Bewegungen genug Raum verschaffen, um in Korbnähe via Floater oder Hakenwurf abzuschließen. Dabei fühlt er sich im Face-Up wohler als in Post-Up-Situationen. Allerdings ist Saric nicht nur ein körperloser Schön-Spieler. In seinen Profistationen in Zagreb und Cibona hat älteren, größeren und erfahreneren  Basketballern gelernt, was es bedeutet mit Härte und Durchsetzungsvermögen zu agieren. In seien vielen Jahren als Kopf von Kroations Jugendnationalmannschaften hat er Führungsqualitäten und einen mitreißenden Siegeswillen entwickelt. Dies setzt der junge Kroate mit guter 2,10m-Armspannweite besonders beim Rebounding gut um. Sowohl am offensiven Brett als auch unter dem eigenen Korb greift der jüngste Teilnehmer des Hoop Summit 2010 durch diese Einstellung und geschickte Positionierung viele Abpraller ab.

Allerdings hat Saric auch noch einige Löcher in seinem Spiel. Wie so viele Europäer vor ihm, ist auch er athletisch nicht auf gehobenen NBA-Level. Auch ihm würden 10 Kilogramm mehr Muskelmasse sehr gut tun. Zudem ist er nicht der flinkste Spieler. Dies beeinträchtigt ihn in der Verteidigung erheblich. Bullige, schwerere Spieler werden sich gern ins Post-Up gegen ihn begeben, während er Probleme haben wird die vielen schnellen Flügelspieler vor sich zu halten. Sein Wurf ist zwar von der Form her nicht komplett verloren, aber muss definitiv mehr als einen Feinschliff bekommen, um seinem Verteidiger nicht den Luxus zu bieten komplett absinken zu können (30 3P%). Zum anderen spielt Saric in der Offensive gern riskant und verursacht so viele leichte Ballverluste. Sein Post-Up-Game sowie sein Spiel abseits des Bales zeigen noch starken Entwicklungsbedarf.

All diese Punkte summieren sich zu seinem größten Manko: Er hat noch keine feste NBA-Position. Saric selbst ist ein großer Fan von Magic Johnson und liebt es den Point Guard zu geben. Dies wird ihm kein Team erlauben. So bleibt er bisher der klassische Tweener, der für die Vier zu dünn und für die Drei zu wurfschwach ist, bis er sich Dreier oder Masse antrainiert hat.

Spielervergleich

Die Liga verändert sich und die klassischen Positionsbeschreibungen verschwinden zunehmend. Besonders auf den Forwardspots wird nun viel experimentiert und multiple Ballhandler sind bei immer mehr Teams gern gesehen. Dies könnte für einen talentierten Spieler wie Saric eine große Chance bedeuten. Dass große Spieler mit Passingskills Wert besitzen bewiesen in der letztjährigen Draft Royce White und Draymond Greene. Saric ist mobiler als beide und auf kann in nahezu jedem Spielsystem effektiv eigesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie sein Wurf und sein Körper auf die neue Umgebung reagieren. Um sein volles Potential auszuschöpfen, ist ein verlässlicher Schuss als neue Facette seines Spiels und Entwicklung hin zum kompletten Small Forward unerlässlich. Schafft er dies, könnte er zu einer Art Rick Barry ohne Scoring-Gen werden. Bis dahin bleibt er eine unathletische Version von Lamar Odom oder ein Hedo Turkoglu ohne ernstzunehmenden Wurf, die ohne diese Next-Level-Skills nie ernstzunehmende NBA-Spieler geworden wären.

Draftaussichten

In einem Interview äußerte Saric schon, dass er ohne Erstrundenversprechen seinen Namen aus der Draft zurückziehen würde. Somit sollte er als sicherer Firstrounder gelten. Durch gute Workouts kann sich der Kroate in die Lotteryränge vorschieben. Grundsätzlich sollte er als High-Risk-High-Reward Spieler gelten, da er je nach Position und Situation beim draftenden Team sowohl zum Bust als auch zum Sleeper avancieren könnte.    

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