3-on-1 Fastbreak, Indiana Pacers, Portland Trail Blazers, Sacramento Kings

Welches Team hatte die schlechteste Offseason?

3-on-1 Fastbreak #2

In der ersten Ausgabe unseres neuen Redaktions-Roundup „3-on-1-Fastbreak“ beschäftigten wir uns in der vergangenen Woche mit den Franchises, die nach der Meinung unserer Redakteure nach den San Antonio Spurs die beste Offseason hingelegt haben.

Wo es Gewinner gibt, sind Verlierer oft nicht weit. Daher beschäftigen sich unsere Redakteure Philipp Rück, Sebastian Hansen und Marc Petri heute mit den Teams, die ihrer Meinung nach in diesem Sommer die fragwürdigsten Entscheidungen getroffen haben oder bei ihren Versuchen, selbstgesteckte sportliche Ziele erreichen zu können, besonders glücklos agierten. In anderen Worten: Welches Team hatte die schlechteste Offseason 2015?

Philipp Rück: Eigentlich sollten die Sacramento Kings in Diskussionen über die schlechteste Offseason, Schrägstrich „das schlechteste Management“, außer Konkurrenz laufen, so viele Fehler, wie dort seit Jahren begangen werden. Aber der vergangene Sommer des Front Offices von Teameigner Vivek Ranadivé kann und darf nicht unkommentiert bleiben.

Um dies hier nicht in einem Massaker enden zu lassen, sollen zuerst auch die nicht ganz so miesen Transaktionen genannt werden. Omri Casspi und Caron Butler wurden jeweils mit günstigen Zweijahresverträgen ausgestattet. Beide bringen einen durchschnittlichen bis guten Dreier mit und schaffen somit dringend benötigtes Spacing. Einen echten Coup (für Kings-Verhältnisse) stellt die Verpflichtung von Marco Belinelli dar. Der Italiener war in San Antonio ein starker Schütze und die Kings hoffen, dass dies in Kalifornien genau so weitergeht. Für ein Jahresgehalt (bei bald ansteigendem Cap) von nur 6,3 Mio. Dollar ist er eigentlich sogar ein Schnäppchen.

Das war es aber auch an guten Aktionen. Zumindest diskutabel sind aus meiner Sicht die Einberufung von Willie Cauley-Stein an Position 6 in der Draft und der Vierjahresvertrag für Kosta Koufos. „WCS“ war an dieser Stelle bestimmt nicht der „Best Player Available“, zumal noch der potentielle Franchise-Point Guard Emmanuel Mudiay verfügbar war (und der Starter Darren Collison heißt!). Zudem verschärft man mit einem reinen Defensivcenter weiter seine Spacing-Problematik, nur um dem Wunsch von DeMarcus Cousins zu entsprechen. Cousins will wohl vermehrt neben einem Big spielen, der sich statt seiner um die Hauptlast in der Defensive kümmern soll. Eine mögliche Lineup aus Rondo-McLemore-Gay-Cousins-WCS sieht hinsichtlich des Spacings und Feuerkraft von Downtown horrend aus.

Was hinsichtlich dieser angesprochenen Problematik die Addition von Koufos soll, erschließt sich mir noch nicht. Der Vertrag ist für einen 26-jährigen defensiv äußerst beschlagenen Backup-Big zwar sehr gelungen (4 Jahre, im Schnitt 8,2 Mio.), aber redundant ist die Position hinter Cousins nun allemal. Versauert hier erneut ein junger Draftee hinter einem erfahreneren Backup auf der Bank?

Aber es wird noch besser! Nachdem quasi alle namhaften Free Agents einen großen Bogen um die Kings machten, obwohl sie dort besser dotierte Verträge bekommen hätten, stattete man Rondo mit einem Einjahresvertrag (10 Mio.) aus. Ja genau, der Rondo, der in seiner Karriere fast noch nie eine effiziente Offense laufen konnte. Rajon Rondo hat nach wie vor keinen Wurf aus dem Dreipunkteland, trifft seine Freiwürfe nicht und gilt als äußerst schwieriger Charakter. Chaotischer, anstrengender Typ? Eigentlich passt Rondo perfekt in diese Chaos-Franchise, würde der Zyniker meinen.

Neben all jenen Entscheidungen in der Kaderzusammenstellung blamierte man sich in der NBA-Welt auch bis auf die Knochen durch das in die Öffentlichkeit getragene Verhalten zwischen Front Office und Coach. George Karl soll so mehrfach einen Trade von Franchiseplayer „Boogie“ Cousins gefordert haben, wohingegen die Verantwortlichen (Vlade Divac) dies sofort ablehnten. Man muss davon ausgehen, dass es hier im Laufe der Saison zu weiteren Streitigkeiten kommt.

Die Krönung dieser fantastischen (Achtung: Ironie!) Offseason war aber dieser unfassbare Trade mit den 76ers. Nur weil man Cap Space für Free Agents schaffen wollte, die dann sowieso nicht unterschreiben sollten, fädelte man einen der miesesten Trades der jüngeren Ligageschichte ein. Ein Jahr nach dem hoffnungsvollen „For me, Stauskas“ verscherbelte man den talentierten Erstrundenpick Nik Stauskas für einen Spottpreis nach Philadelphia. Im Gegenzug erhielt Sacramento fast nichts: zwei Zweitrundenpicks, die ihre Sneaker wahrscheinlich nie für die Kings schnüren werden. Motivation für den Trade waren Cap-Gründe. Die Sixers absorbierten die Verträge von Jason Thompson und Carl Landry, die Sacramento unbedingt loswerden wollte. Um dies Sixers-GM Sam Hinkie schmackhaft zu machen, versüßte man das Geschäft durch grandiose Zugaben: Neben Stauskas erhielt Philadelphia einen Erstrundenpick (ab 2018) sowie die Möglichkeit, die eigenen Picks mit denen der Kings zu tauschen. Praktisch bedeutet dies: Sollten die Kings in der kommenden Lottery vor die 76ers gelost werden, so  kann Sam Hinkie die Positionen tauschen und somit den höheren Pick der beiden abstauben.

Der gedealte First Rounder ist ab 2019 ungeschützt, also ein Jahr, nach dem Cousins Free Agent wird!

Thompson und Landry sind darüber hinaus keine nutzlosen Spieler. Sie hätten durchaus noch einen sportlichen Wert. Nach diesem Fiasko steht man aber ohne sie, ohne Stauskas, ohne einen eventuell sehr wichtigen First Rounder, aber dafür mit Rajon Rondo da. Heureka!

Alleine dieser letztgenannte Trade wäre ein Grund, die vollzogene Offseason mit einem deutlichen Kopfschütteln zu quittieren. In Kombination mit der Rondo-Verpflichtung und den Problemen mit dem Coach qualifizieren sich die Sacramento Kings für die mieseste Offseason der NBA 2015.

Sebastian Hansen: Zugegeben, die Sacramento Kings haben die Messlatte in Sachen Fehlentscheidungen extrem hoch gelegt. Unfass- und reißbar hoch. Bei der Betrachtung einer Offseason kann jedoch noch eine andere Kenngröße herangezogen werden: die der größten Verschlechterung einer Franchise. Natürlich ist das nun etwas unfair für die Kings, da bei ihnen kaum mehr eine Verschlechterung möglich war, aber beim reinen Talent- und Schlagkräftigkeitsverlust liegen die Portland Trailblazers fast genauso unhaltbar vorn wie ihre Kollegen aus Sacramento bei den Fehlentscheidungen.
Man erinnere sich: Zu Beginn des Kalenderjahres hatten die Blazers 30 der ersten 40 Spiele gewonnen, waren unangefochten Führende der Northwest-Divison. Die Starting-Five des Teams bestand aus einer gesunden Mischung aus Star-Power (LaMarcus Aldridge und Damian Lillard), aufstrebenden Spielern (Lillard und Wesley Matthews) und erfahrenen Spielern auf Starter-Niveau (Nic Batum, Robin Lopez). Auf der Bank nahmen mit Chris Kaman, Steve Blake, CJ McCollum, Myers Leonard oder ab der Trading-Deadline Arron Afflalo ebenfalls starke Rollenspieler Platz. 

In der nächsten Saison werden von den genannten nur noch Lillard, McCollum, Kaman und Leonard im Team stehen. Der Rest verließ Oregon mit den unterschiedlichsten Zielen. Aldridge zog es nach San Antonio, Afflalo und Lopez heuerten im Big Apple an, Matthews verschlug es in der Free Agency nach Texas zu den Mavs. Batum schließlich tradeten die Verantwortlichen noch vor der Draft gegen Noah Vonleh und Gerald Henderson zu den Hornets, ebenso wie Blake, der einen Tag später im Tausch für Mason Plumlee in Brooklyn landete. 

Geht man bei den aktiven Deals des Managements, das zudem noch Al-Farouq Aminu sowie Ed Davis in der Free Agency verpflichtete, etwas mehr in die Tiefe, zeigt sich, dass hier eigentlich kaum handwerkliche Fehler gemacht wurden. Das gilt auch für die mit 129 Millionen $ über fünf Jahre zwar teure, aber absolut richtige vorzeitige Vertragsverlängerung von Damian Lillard. Ebenfalls war es ein smarter Move mit dem talentierten Sophomore Vonleh direkt einen Ersatz für den abgewanderten Aldridge zu verpflichten.
Trotzdem war der Aderlass enorm. Dies lag vor allem an der Tatsache, dass die vertragsfreien Spieler des Teams, Aldridge allen voran, keine Perspektive mehr in Portland sahen. Das Management hatte über die Jahre zwar immer ein solides Playoffteam stellen können, für mehr als die zweite Runde hatte es jedoch nie gereicht. Entwicklungen, die diesen Zustand hätten ändern können, waren auch nicht unbedingt in Sicht. In der Vergangenheit waren natürlich auch die Verletzungen von Brandon Roy und Greg Oden nicht unbedingt hilfreich und das Management um Neil Olshey machte auch Vieles richtig, beispielsweise beim Draft Lillards. Trotzdem konnte Olshey Aldrigde konkret nichts anbieten und den Exodus seiner fast kompletten Starting-Five nicht verhindern.

Somit bleibt unterm Strich zunächst ein verlorener Sommer. Ob die kommende Saison auch einfach nur daneben gehen wird, oder das Team im Gegenteil befreit aufspielen und die Neuzugänge Aldridge und Co. schnell vergessen machen, wird sich zeigen. 

Marc Petri: In diesem Sommer gab es kaum ein Thema, welches allgegenwärtiger war als die rasant steigenden Gehälter in der NBA infolge des Cap-Anstiegs. Reggie Jackson bekommt von den Pistons 80 Mio. USD für 5 Jahre, Enes Kanter lässt sich seine fragwürdige Defense in den kommenden 4 Jahren für knapp 70 Mio. USD entlohnen. Ein Spieler, der gegen diesen Trend agierte, ist David West. Der ehemalige All-Star aus New Jersey verzichtete auf sichere 12.5 Mio. USD, welche er durch die Player-Option in seinem letzten Vertragsjahr bei den Indiana Pacers hätte verdienen können, und unterzeichnete stattdessen einen Minimum-Vertrag bei den San Antonio Spurs. Laut seiner Aussage wollte er im Herbst seiner Karriere unbedingt für einen Contender spielen; auf der anderen Seite ist diese Entscheidung durchaus ein Zeichen von Zweifel an die zukünftige Ausrichtung der Pacers.

Die Offseason in Indiana begann mit einer Draft, die man als riskant aber durchaus gelungen bezeichnen kann; man entschied sich an 11. Stelle für Big Man Myles Turner von den Texas Longhorns und an Position 43 pickte man Point Guard Joseph Young von der University of Oregon. Gerade Myles Turner hat das Potential, sich zu einem der Hauptgewinne der diesjährigen Draft zu entwickeln. Für die Longhorns konnte er als Freshman in 22.2 Minuten knapp über 10 Punkte, 6.5 Rebounds und starke 2.6 Blocks pro Spiel einfahren. Mit einer vielversprechenden Kombination aus Rim-Protection und der Fähigkeit auch Würfe außerhalb der Zone zu treffen, überzeugte Myles Turner schließlich in der Orlando Summer League – 18.7 Punkte, 8.0 Rebounds und 4.3 Blocks pro Spiel standen in seinen drei Spielen am Ende auf der Haben-Seite.

Kann man die Draft noch als durchaus vielversprechend bezeichnen, begann danach die schlechte Phase der Offseason. Nachdem David West sich gegen ein weiteres Jahr bei den Pacers entschied, entschlossen sich in der Free Agency mit C.J. Watson und Luis Scola zwei weitere wichtige Rollenspieler gegen einen Verbleib in Indianapolis.

Watson entwickelte sich in der vergangenen Spielzeit zu einem der besten Back-up-Point Guards der NBA; bei Spielen, in denen er von der Bank kam, sprang für ihn ein NetRating von + 4.9 Punkten heraus. Er konnte somit für die Pacers, vor allem durch seinen starken Distanzschuss (40 Prozent bei 3.1 Versuchen pro Spiel), den er besonders im Pick and Roll und im Spot-up zu seinen Gunsten nutzen konnte, immer wieder neue Impulse setzen. In der Free Agency entschied sich Watson für einen Wechsel zu den Orlando Magic, bei denen er in den nächsten drei Jahren 15 Mio USD verdienen wird. Da davon auszugehen ist, dass er in Central Florida als Back-up hinter Sophomore Elfrid Payton eingeplant ist und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Pacers ihm durchaus das gleiche Gehalt hätten anbieten können (Early Bird Free Agents dürften, auch wenn sich das Team über der Capgrenze befindet, zu 104.5 Prozent des NBA-Durchschnittsgehalt der Vorsaison verlängert werden), erscheint klar: Man hat sich seitens der Pacers bewusst gegen eine gemeinsame Zukunft entschieden. Bei Luis Scola dagegen bleibt viel Spielraum für Spekulation, aber es kommt der Verdacht auf, dass der Routinier aus Argentinien die sportlichen Perspektiven in Toronto besser einschätzt.

Direkt nach Ende der Free Agency schickte man Center Roy Hibbert via Trade zu den Los Angeles Lakers. Als Gegenwert erhielt man einen 2nd Round Pick – es handelt sich somit um einen reinen Salary Dump. Zwar spielte Hibbert zuletzt zwei für seine Verhältnisse eher dürftige Spielzeiten, aber trotz allem war er immer noch einer der besten Defensiv-Center der NBA. Bei 25.3 Minuten Spielzeit blockte er im Schnitt 1.6 Würfe, zudem konnten seine Gegenspieler nur 42.7 Prozent ihrer Versuche am Korb verwandeln (nur Rudy Gobert und Andrew Bogut waren stärker). Da sein Vertrag nach der Saison 2015/2016 ausläuft, hätte man durchaus abwarten können, ob Hibbert auch offensiv wieder besser agiert und hätte, durch den Besitz der Bird-Rechte, die besten Karten auf eine gemeinsame Zukunft gehabt.

In der Free Agency sicherte man sich die Rechte an Combo-Guard Monta Ellis (43.9 Mio / 4 Jahre), und Jordan Hil (4 Mio. USD / 1 Jahr), zudem konnte man mit Rodney Stuckey (21 Mio. USD / 3 Jahre) und Lavoy Allen (8 Mio. USD / 2 Jahre) zwei Rollenspieler halten. Zusätzlich kam via Trade Chase Budinger von den Minnesota Timberwolves. Die einzig signifikante Verstärkung ist somit Monta Ellis, der von den Dallas Mavericks kam und in der vergangenen Spielzeit für diese im Schnitt 18.9 Punkte erzielen konnte. Er gilt als einer der besseren Scorer der NBA und wird den Pacers sicherlich helfen können. Durch die Abgänge von West und Hibbert stellt sich die Frage, ob die Verpflichtung eines Big Man nicht sinnvoller gewesen wäre. Das Trio aus George Hill, Monta Ellis und dem wiedergenesenden Paul George klingt vielversprechend und hat Potential höhere Ziele anzustreben; im Frontcourt vertraut man aber sehr auf die positive Entwicklung von Ian Mahinmi und Rookie Myles Turner. Zudem hat man ohne große Not die Bank entscheidend geschwächt. Die Zweifel von David West haben sich daher bestätigt, denn die Pacers sind, selbst im noch immer relativ schwachen Osten, nach der diesjährigen Offseason kein sicherer Play-Off-Kandidat.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

9 comments

  1. Coach K

    Bei den Kings kann ich zu fast allem zustimmen, zu einem Satz habe ich aber eine Frage an Philip:

    Ja genau, der Rondo, der in seiner Karriere fast noch nie eine effiziente Offense laufen konnte

    Wie viele seiner 9 Saisons fandest du als ineffzient als der die Offensive gelenkt hat?

    ___________________________________________________

    Ich persönlich hätte noch die Celtics genommen, die für mich weder Fisch noch Fleisch sind im Osten, die Trailblazers haben für mich das einzig richtige Zeichen gesetzt und zwar auf Rebuild.

    _____________________________________________________________

    Und die Geschichte mit David West, ich denke das er bei jedem Team im Osten außer den Cavs aus seinem Vertrag ausgestiegen wäre. Wenn man bedenkt das für ihn nur zwei Teams in Betracht kamen nämlich die Warriors oder Spurs sieht man wie sehr er einen Ring will

  2. kdurant35

    MMn sind die Kings hier nicht zu schlagen. Und das, obwohl sie ein stärkeres Team haben könnten wie in den letzten Jahren. Das ist schon eine Leistung.
    Das Chaos bei den Verantwortlichen und der Trade ist einfach nicht zu schlagen. Nicht, dass man solch einen Trade nicht machen kann. GS hat dies 2013 ebenfalls gemacht, um Iggy zu holen (2 ungeschützte Firstrounder um Biedrins und Jefferson zu verscherbeln). Aber die hatten ja schon die Zusage von Iggy. Als ich mitbekam, dass man erst nach der Tradezusage den Cap anbot bin ich doch aus allen Wolken gefallen :-).
    Wenn man dann noch bdenkt, dass GS damals nah dran war den späteren Finalisten SA aus den POs zu kicken war dieses Upgrade vertretbar. Die Kings spielen aber selbst jetzt maximal um die POs. Das ist doch keine Position für solch einen All-In-Move. Das kann ich mir nur mit dem neuen Stadion erklären. Da steht der kurzfristige Erfolg und die Tiketverkäufe wohl über dem langfristigen Erfolg.

    Portland und Indy kann ich ebenfalls verstehen. Portland wird sicherlich den größten Rückschlag erleiden.
    Bin auch nicht so überzeugt von Indy wie viele anderen. MMn kein PO-Team. Trotzdem fand ich den Schritt in Ordnung. Größte Kritik ist das Timing. Vor einem Jahr hatten Hibbert und West noch einen gewissen Wert. Dazu wäre eine Saison ohne PG optimal gewesen, um das Team umzustrukturieren und dazu einen hohen Pick zu holen. Würde aber die Offseason der Mavs und auch die Lakers als deutlich schlechter einstufen.
    Gerade die Mavs haben neben Jordans Absage dann auch noch Matthews (mit der Verletzung) und Barea überbezahlt. Beide wären ja sonst für weniger gekommen. Da seh ich keine klare Linie für die Zukunft.

  3. kdurant35

    @Coach K

    Boston seh ich da nicht. Dank der Brooklyn-Picks können sie diesen Weg gehen. Leicht ist er nicht, aber es gibt keinen leichten Weg um einen Franchise Player zu bekommen. Sicher hätte es besser laufen können. Aber die Tradekandidaten, die Ainge sucht, sind sehr selten. Das kann man nicht erzwingen. Da braucht man Geduld.
    Celtics sind mMn besser geworden ohne die Flexibilität zu verlieren. Solide Offseason. Nicht mehr, nicht weniger.

  4. Poohdini

    @Coach K:

    Zugegeben, ich habe bei Rondo bewusst etwas überspitzt formuliert, weil ich einen Standpunkt klarmachen wollte. Unrecht habe ich dennoch nicht. Die Celtics hatten mit Rondo genau zwei Saisons effiziente Offensiven: 07/08 und 08/09. Alle anderen Saisons waren eben maximal durchschnittlich, was die Team Offensive angeht. Auch bei den Mavs wurde der Angriff nach der Rondo-Verpflichtung schlechter.

    Mavs waren aber bei uns auch in der Verlosung, ich kann die Wahl nachvollziehen.

  5. Coach K

    Ich bin kein Rondo Fan, aber seine Rookie Saison kann man streichen da kein Rookie der Welt eine Offensive effizient führen kann.
    Ich denke das er für die Bedrüfnisse der Celtics dann aber perfekt war, da er ja erst Option Nr. 4 war.

    Sein großes Problem ist das er keinen Wurf hat, das wird ihm umso Älter er wird umso mehr schaden.

  6. Coach K

    @Coach K

    Boston seh ich da nicht. Dank der Brooklyn-Picks können sie diesen Weg gehen. Leicht ist er nicht, aber es gibt keinen leichten Weg um einen Franchise Player zu bekommen. Sicher hätte es besser laufen können. Aber die Tradekandidaten, die Ainge sucht, sind sehr selten. Das kann man nicht erzwingen. Da braucht man Geduld.
    Celtics sind mMn besser geworden ohne die Flexibilität zu verlieren. Solide Offseason. Nicht mehr, nicht weniger.

    Klar wenn Ainge Glück hat kann er durch die Spieler die er hat wieder einen Franchise Player verpflichten falls nicht wird er im Mittelfeld stecken und das vielleicht sogar über Jahre.
    Kein Weg ist leicht aber ich sehe Boston als ein Team das sich im Osten nicht wirklich verbessert als auch nicht wirklich verschlechtert hat. (Und das im schwachen Osten)

  7. Sebastian Hansen

    die Trailblazers haben für mich das einzig richtige Zeichen gesetzt und zwar auf Rebuild.

    Das ist richtig und ich hab ja auch geschrieben, dass das Management akut keine Fehler gemacht hat. Aber wenn du 4 Starter und deinen 6th Man verlierst, dann ist das ein schlechter Sommer, auch wenn du vielleicht nix oder wenig dafür kannst.

  8. kdurant35

    Klar wenn Ainge Glück hat kann er durch die Spieler die er hat wieder einen Franchise Player verpflichten falls nicht wird er im Mittelfeld stecken und das vielleicht sogar über Jahr.

    Da bin ich nicht bei dir. Boston hat keinen Kader a la Brooklyn Nets oder Dallas Mavericks. Da sind viele junge Spieler mit Entwicklungspotenzial und billigen Verträgen. Dies ermöglicht es mMn in beide Richtungen zu gehen. Natürlich ist es möglich, dass das Konzept von Ainge nicht aufgeht und man nicht vorwärts kommt. Dann kann man aber ohne Probleme noch zurück gehen. Der Marktwert vieler Spieler wurde im letzten Jahr deutlich gesteigert. Wenn er sich zwei/drei Rollenspieler aussucht und den Rest höchbietend (heißt gegen Picks oder junge rohe Talente) tradet, ist dies doch ein Musterbeispiel eines Rebuilts. Gibt doch nichts besseres, als diesen aus der Position der Stärke und ohne Druck einzuleiten. Dann hätte man gute eigene sowie die Brooklyn Picks , weiterhin den Pick der Mavs und Grizzlies sowie das, was man aus dem Ausverkauf erhalten würde.
    Ich bin ein großer Fan davon flexibel zu sein und in beide Richtungen agieren zu können.
    Denn was passiert wenn ein Team im Rebuilt nicht das gewünschte Lotteryglück hat, keine Starspieler im Draft zu haben sind oder die Talente nicht wie erwartet einschlagen (denn selbst mit gutem Scoutig ist das schwer zu prognostizieren). Dann fehlt meist der Plan B und es endet wie bei den Kings (trotz Cousins), den Wolves (trotz Love), den Clippers Anfang des Jahrhunderts oder den Bulls in der post-Jordan-Ära. Keines der Teams kam über das hintere Mittelfeld hinaus trotz jahrelanger guter Picks. Rebuilt ist für mich kein Allheilmittel, sondern oft nur eine Notlösung.


Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben