3-on-1 Fastbreak, Charlotte Hornets, Los Angeles Clippers, Miami Heat, NBA

Welches Team hatte die beste Offseason?

3-on-1 Fastbreak #1

Es ist Anfang Oktober und die Offseason findet langsam ihr Ende. Spieler, Coaches und Funktionsteams treffen sich zu den ersten offiziellen Trainingseinheiten, es beginnt der Kampf um die letzten Roster-Plätze. Der große Gewinner des Sommers sind für die annähernd alle Experten die San Antonio Spurs. Man konnte mit den Leistungsträgern Tim Duncan, Danny Green und Manu Ginobili verlängern, All-Star LaMarcus Aldridge verpflichten und zusätzlich David West dazu bewegen, für verhältnismäßig kleines Geld seine Sneaker in Zukunft in Texas zu schnüren.

Wir fragen uns daher gemeinsam, welches Team neben den Spurs in diesem Sommer durch besonders gute Arbeit hervorstach. Welche Franchise konnte den richtigen Weg zur Erfüllung der sportlichen Ziele einschlagen? Wer hat aus finanziellen Gesichtspunkten besonders sinnvoll agiert? Welches Team hat die Weichen auf eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Kurz: Welches Team hatte die beste Offseason 2015?

Marc Petri: Dwyane Wade dürfte dieser Tage einer der glücklicheren Spieler der NBA sein. Nicht nur, dass er das erste Mal seit Jahren einen neuen Vertrag unterzeichnete, der keinen signifikanten Paycut enthält, seine Miami Heat um General Manager Pat Riley haben es zudem geschafft, ein Roster zusammenzustellen, welches ein ernstes Wort um die vorderen Plätze im Osten mitreden kann.

Der Beginn einer gelungenen Offseason stellte die diesjährige Draft dar, in der man sich überraschenderweise die Rechte an dem zuvor hoch gehandelten Justise Winslow sichern konnte. Der junge Wing, der in seiner ersten Saison bei Duke im Durchschnitt 12.6 Punkte erzielen konnte und für seine Position starke 6.5 Rebounds und 2.1 Assists im Durchschnitt sammelte, gilt als einer der Spieler, den man relativ schnell den Sprung in der NBA zutraut. Vor allem seine Defense und sein Drive zum Korb zeichnen ihn in seinem Freshman-Jahr aus, aber auch den Dreier traf er überraschend gut (41.8 Prozent bei 2.8 Versuchen pro Spiel).

Wenige Tage nach der Draft ereilte Pat Riley eine unerwartete, gute Nachricht. Luol Deng, der aus seinen Vertrag hätte aussteigen können und als Free Agent bei den liga-weit steigenden Gehältern ziemlich sicher ein höheres Salär erhalten hätte, ließ diese Option verstreichen und bleibt den Heat somit mindestens eine weitere Saison (Gehalt: 10.151.612 USD) treu.

Die Free Agency begann mit der großen Ungewissheit bezüglich Dwyane Wades Zukunft, denn dieser deutete frühzeitig an, dass er nicht gewillt ist einen weiteren Paycut zu akzeptieren. Auf der anderen Seite spielte das Gesicht der Miami Heat in der Saison 2014/15 das schlechteste Jahr seiner Karriere (beispielsweise hatte er nur in seiner Rookie-Saison schlechtere Werte als ein True Shooting von 53.4 Prozent und auch einem NetRating von -1.4 Punkten). Gemeinsam mit den vielen körperlichen Fragezeichen, die sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher bemerkbar machten (Wade spielte in den letzten drei Spielzeiten nur insgesamt 75 Prozent aller möglichen Spiele) hatte man daher keine gute Voraussetzungen für eine, für beide Seiten akzeptablen Lösung. Mit dem neuen Vertrag, der Wade 20 Millionen USD für bei einer Laufzeit von einer Saison garantiert, hat man diese Situation jedoch für alle Parteien zufriedenstellend lösen können.

Die Weiterverpflichtung von Goran Dragic war im Gegensatz zur Hängepartie mit Wade dagegen nur Formsache. Der slowenische Point-Guard, der zur Trading Deadline aus Phoenix kam, deutete bereits bei seiner Vorstellung in Miami an, langfristig bei den Heat bleiben zu wollen. Verstärkt wurde dieses Vorhaben dadurch, dass er in Süd-Florida wieder gemäß seiner Stärken eingesetzt wurde und er darum, nach der schlechten Anfangsphase der Saison 14/15, als primärerer Ballhandler wieder stark verbessert wirkte. 85 Mio USD bei einer Vertragslaufzeit von 5 Jahren (das letzte Vertragsjahr ist hier eine Player-Option) ist ein angemessener Betrag für einen der besten offensiven Point Guards der Liga. Vor allem wenn Chris Bosh zurück zu alter Stärke findet, dürfte dieses Tandem eines der stärksten Pick-and-Roll- / Pick-and-Pop-Duos der Liga bilden.

Im weiteren Verlauf der Free Agency konnte man mit Gerald Green und Amar‘e Stoudemire zwei Veteranen zum Mimimum (1.356.146 USD und 1.499.187 USD) für eine Saison verpflichten, welche zwar seit Jahren (gerade defensiv) keine großen Leistungen auf das Parkett brachten, aber – gerade zu dem Preis – als sinnvolle Verpflichtungen für entsprechend kleine Rollen angesehen werden dürfen. Green agierte schon in Phoenix besonders dann effektiv, wenn er neben dem Duo Dragic-Frye agierte und für diese im Pick-and-Roll den Court breit machte, um stets eine Gefahr vom Perimeter darzustellen. Eine ähnliche Rolle soll er – für Dywane Wade von der Bank kommend – auch bei den Heat übernehmen. Amar’e Stoudemire dagegen ist als offensiv-potente Alternative zu Chris Andersen für die Back-up-Rolle hinter Hassan Whiteside eingeplant.

Mit diesen Verpflichtungen haben die Miami Heat ein Roster beisammen, welches gut abgestimmt wirkt und im Osten potentiell nach den Cavs das meiste Talent aufweist; wie erfolgreich man aber tatsächlich sein kann ist von vielen Fragen abhängig, die nicht im Zuständigkeitsbereich von General Manager Pat Riley fallen. Wie fit werden Dwyane Wade, Chris Bosh und Josh McRoberts sein? Kann Hassan Whiteside, der überraschenderweise in der letzten Saison einer der besten Defensiv-Center der Liga war, die gezeigten Leistungen bestätigen? Funktioniert das auf dem Papier beste Pick-and-Roll Duo der Liga wie erhofft? Das Front-Office hat jedenfalls im Rahmen ihrer begrenzten, finanziellen Möglichkeiten ein Team zusammengestellt, welches nach einem Jahr Abstinenz wieder in die Play-Offs einziehen sollte.

In Kombination mit der Tatsache, dass durch die Abgänge von Zoran Dragic und Shabazz Napier (beide wurden unter Zugabe eines 2nd Round Picks nach Boston bzw. Orlando getradet) in der kommenden Saison keine Luxury Tax bezahlt werden muss und man im nächsten Sommer die Flexibilität hat, um Hassan Whiteside (da er Early Bird Free Agent ist, kann dieser nur zu 175 Prozent seines aktuellen Vertrags oder aber mit Capspace gehalten werden) zu verlängern und im Rennen um Kevin Durant ein Wort mitzureden, hatten die Miami Heat aus sportlichen und finanziellen Gesichtspunkten die beste Offseason nach den San Antonio Spurs.

 

Sebastian Seidel: Manchmal sind es die kleinen Moves, welche die Struktur eines Kaders verändern.  So auch bei den Charlotte Hornets in dieser Offseason. In den letzten zwei Jahren war der Hauptfokus des Teams von Steve Clifford eindeutig die Defensive. In beiden Jahren unter Clifford stellten die Hornets eine Top-10-Defensive (6. 2013/14 – 9. 2014/15).
Die drei Hauptprinzipien in der Defensive der Hornets sind:

  • keine Offensivrebounds (Rang 29 OREB%), dafür aber eine gute Transition-Defense
  • Keine einfachen Punkte direkt am Korb (Opp FG% unter 5ft – 2. / OPP FGA unter 5ft – 1.)
  • kein Doppeln von Spielern im Post oder am Perimeter

Selbst mit einem Frontcourt aus Al Jefferson und Marvin Williams, welcher auf dem Papier sicherlich zu den defensiv Schwächsten der Liga gehört, schafften die Hornets es dank dieser Prinzipien eine exzellente Defensive zu stellen.

Die Probleme von Charlotte lagen also eindeutig in der Offensive. Nur die Knicks und die Sixers wiesen in der vergangenen Saison ein noch schlechteres Offensivrating als die Hornets auf. Der Hauptgrund dafür war das schwache Spacing.  Weder Walker, noch Stephenson, noch Henderson trafen den Dreipunktewurf auf einem anständigen Niveau. Hinzu kommt Michael Kidd-Gilchrist welcher über keinen Dreipunktewurf verfügt.  Kein Wunder also, dass die Hornets mit 31.8 Prozent die schwächste Dreierquote der Liga aufwiesen.
Fast alle Offseason-Transaktionen stoßen in diese Schwachstelle hinein. Schon im Draft wurde mit Frank Kaminsky ein Senior gezogen, der den Charlottes sofort weiterhelfen soll. Seine offensive Vielseitigkeit dürfte die Offense der Hornets bereichern und defensive Schwächen sollten im Defensivkonzept der Hornets aufgefangen werden können.
Mit Lance Stephenson wurde dann das wohl größte Problem der vergangenen Saison abgegeben. Nie in Charlotte wirklich angekommen, warf er miserable Quoten, vorallem von der Dreierlinie (17%!!!). Im Gegenzug konnte mit Spencer Hawes ein Stretch-Big  verpflichtet werden, der in Los Angeles zwar enttäuschte, aber durchaus schon bewiesen hat, dass er ein brauchbarer Rollenspieler sein kann. Findet er zu ähnlich starker Form wie 2013/14 zurück, dann kann er als Strech Big viel Platz für die Drives von Walker und die Post-ups von Jefferson schaffen.
Auch der Trade von Nicolas Batum gegen Noah Vonleh und Gerald Henderson sollte die Offensive der Hornets bereichern Der Franzose absolvierte statistisch gesehen die schwächste Saison seit seinem Rookie-Jahr, sollte mit 26 Jahren seinen leistungsmäßigen Zenit aber eigentlich noch nicht überschritten haben. Auch er kann das Spacing der Hornets deutlich verbessern. Über seine Karriere nahm er auf 36 Minuten gerechnet stolze 5 Dreier und traf davon solide 36 Prozent. In der letzen Saison hatte er allerdings oft Probleme mit dem Distanzwurf. Doch auch seine anderen Fähigkeiten wie sein Spielübersicht und Playmaker-Qualitäten auf dem Flügel, seine Drives zum Korb, sein gutes Rebounding und seine zumindest solide Verteidigung werden den Hornets enorm weiterhelfen.
Mit Jeremy Lamb verpflichteten die Hornets für einen Zweitrundenpick einen weiteren Spieler, der noch etwas zu beweisen hat. Der 22-jährige deutete sein Potential als Scorer und Shooter in Oklahoma immer wieder an, doch so richtig durchsetzen konnte er sich nie. In Charlotte hat er nun die Chance auf einen Neuanfang.
In der Free Agency musste Charlotte dann Bismack Biyombo ziehen lassen, der als Backup-Center zumindest defensiv einen durchaus anständigen Job gemacht hatte. Als Ersatz wurde Tyler Hansbrough verpflichtet. Hansbrough ist in seiner Karriere prädestiniert für die Rolle des Backup-Big. Er ist sehr aktiv an den Brettern, spielt in der Defensive mit einer gewissen Härte, welche häufig auch zu vielen Fouls führt, und ist offensiv auf Abschlüsse in der Zone beschränkt. Den Abgang von Mo Williams konnte Charlotte mit der Verpflichtung von Jeremy Lin ebenfalls gut auffangen. Lin zeichnet sich hauptsächlich durch seinen Zug zum Korb aus dem Pick&Roll und im Fastbreak aus, kann aber als durchschnittlicher Spot-up-Shooter auch abseits des Balles agieren. Auch die vorzeitige Vertragsverlängerung von Michael Kidd-Gilchrist kann als voller Erfolg betrachtet werden. In den nächsten vier Jahren wird der Flügelspieler 13 Millionen Dollar jährlich verdienen. Für einen der besten Verteidiger der Liga ist das mit Blick auf sein Alter (22) und den steigenden Salary Cap ein exzellenter Vertrag.

Keine Transaktion der Hornets sieht unglaublich spektakulär aus, doch durch die Verpflichtung von guten Schützen und vielseitigeren Offensivspielern sollten sich Charlotte im kommenden Jahr vor allem offensiv stark verbessern. Mit Nicolas Batum, Spencer Hawes und Jeremy Lamb wurden drei Spieler geholt, welche nach einer schwächeren Saison sicherlich auch noch etwas zu beweisen haben. Gerade Lamb und Batum werden durch ihren auslaufenden Vertrag sicherlich noch etwas mehr Motivation mitbringen. Auch Al Jefferson geht in sein letztes Vertragsjahr bevor er im Sommer 2016 mit 31 Jahren dann seinen vermutlich letzten größeren Vertrag unterschreibt.

Die Mischung aus motivierten Spielern, einer verbesserten Kaderstruktur und mehr offensiven Möglichkeiten wird die Hornets im schwachen Osten zurück in die Playoffs bringen.

 

Dennis Spillmann: Während mit Miami und Charlotte Teams gute Offseasons hatten, die in der abgelaufenen Spielzeit (zumindest auf dem Papier) Lotteryteams waren, sieht dies bei den Los Angeles Clippers anders aus.

Das Team schien in der letzten Spielzeit prädestiniert für einen tiefen Playoffrun zu sein, nachdem man den Meister aus San Antonio in der ersten Runde schlagen konnte. Einen epischen Zusammenbruch später gegen die Rockets stand man wieder mit leeren Händen da. Der bisher eher gescholtene GM Doc Rivers stand vor der wichtigsten Offseason seit Jahren, weil Center DeAndre Jordan Free Agent wurde.

Am 5. Juli schien GM Rivers kurz davor zu stehen, eine der schlechtesten Offseasons der Liga abzuliefern: Jordan hatte sich verbal mit den Dallas Mavericks geeinigt. Die Clippers schienen handlungsunfähig zu sein, weil Rivers fast das gesamte Talent getradet hatte und man sich oberhalb des Caps befand. So turbulent, wie die Clippers gemeinsam verhinderten, dass Jordan zu den Mavs ging, so radikal veränderte sich auch die Wahrnehmung der Offseason-Leistung von Doc Rivers.

Plötzlich hatte man den Starting Center gehalten, für Matt Barnes und den miesen Vertrag von Spencer Hawes mit Lance Stephenson einen Spieler erhalten, der einen zumindest niedrigeren Vertrag als Hawes innehat – und Barnes mit Paul Pierce ersetzt. Wäre die Offseason der Clippers hier schon beendet gewesen, wäre man auf demselben Niveau wie im letzten Jahr gewesen. Dies wäre eine ordentliche Offseason gewesen.

Doch damit noch nicht genug: Man verschaffte sich das erste Mal seit Jahren wieder Tiefe im Kader. In der Folge konnte man Josh Smith für das Minimum an sich binden. Die Signings von Pierce und Smith alleine machen die Clippers sehr viel variabler als noch in der letzten Saison, wo Spencer Hawes eigentlich für mehr Spacing sorgen sollte, aber nie in Form kam. Nun hat Coach Rivers die Möglichkeit, sowohl mit Pierce als auch mit Smith auf der Vier small zu gehen und dem Team ein ganz anderes Aussehn zu verleihen.

Doch Smith bleib nicht das letzte Signing der Clippers. Man rundete den Kader weiter ab und verpflichtete mit Pablo Prigioni und Austin Rivers weitere Ballhandler, mit Wes Johnson eine Alternative auf dem Flügel sowie mit Cole Aldrich und Chuck Hayes Bigs. 

Die Clippers haben jede Position mindestens doppelt besetzt. Fragezeichen stehen eigentlich nur noch ein wenig hinter der besten Lösung, wenn Chris Paul als primärer Ballhandler auf der Bank sitzt. Im letzten Jahr hatte man dies schon mit einer Mischung aus Jamal Crawford und Austin Rivers versucht zu lösen; Prigioni ist in diesem Jahr eine weitere Option. Dennoch ist hier der momentan einzige Ansatzpunkt, wenn man den Kader kritisieren möchte. Ein klarer Backup mit nachgewiesenen, mehrdimensionalen Spielgestalter-Qualitäten wäre das absolute Optimum gewesen.

Los Angeles verfügt aber über exzellentes Shooting bis hin zu einem Small-Ball-Vierer in Paul Pierce, war im letzten Jahr schon ungemein athletisch auf den großen Positionen und bekam hier noch Josh Smith dazu – und man hat das erste Mal wirkliche Alternativen auf der Bank. Die Clippers gingen im letzten Jahr schon als Western Conference-Dritter in die Playoffs. Mit der – nach den Spurs – besten Offseason des Jahres dürfte es für Los Angeles in dieser Saison nur ein Ziel geben, da man zum absoluten Contender aufgestiegen ist.

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19 comments

  1. Poohdini

    Sehr interessante Wahl von euch Jungs, manches überrascht mich echt. Die Heat sehe ich auch als Gewinner, v.a. die kleinen Moves rund um G. Green etc sind typische Riley-Steals. Winslow an 10 ist ein echtes Geschenk.
    Dass Deng aber nicht aus dem Vertrag ausgestiegen ist, ist meines Erachtens nach aber nichts positives, eher im Gegenteil.

    Hornets sehe ich eher als Verlierer, insb. wenn man den Gerüchten glauben mag, was man von den Celtics für ein Angebot bekommen hat. Boston soll ja mehrere Picks geboten haben, um auf Platz 9 zu kommen. Die Hornets lehnen ab (!!), um dann Frank Kaminky (!!!) zu draften.
    Er mag zwar auf den ersten Blick gut dazu passen, aber er war an 9 ein Reach IMO. Nach einem möglichen Celtics Trade hätten sie ihn vllt trotzdem gekriegt.
    Vonleh abzugeben ist IMO auch ein Fehler, weil man bei Batum ja überhaupt nicht mehr weiß, was man bekommt. Ich sehe da große Fragezeichen.

    Clippers sind ok, auch wenn ich nicht sehe, warum sie so verbessert sein sollten. Die Moves waren gut, aber bringt sie das nach vorne bei dieser Konkurrenz?

  2. Dennis Spillmann

    Danke für das Feedback.

    Zu den Clippers: Es ist immer schwer, für ein Team zu argumentieren, das im letzten Jahr Dritter im Westen war. Im letzten Jahr hat EIN weiterer Rollenspieler gefehlt, um in die Western Conference Finals einzuziehen. Dort hätte ich sie sehr gerne gegen die Warriors gesehen. Ein Final gegen Cleveland hätten sie wohl aufgrund der Verletzungsprobleme gewonnen. Das waren jetzt zu viele Konjunktive.

    Was ist in dieser Offseason passiert?

    Abgegebene Rotationsspieler:
    Matt Barnes
    Spencer Hawes
    Glen Davis

    Verpflichtete Rotationsspieler:
    Paul Pierce
    Josh Smith
    Lance Stephenson
    Wes Johnson
    Cole Aldrich
    Chuck Hayes

    Zudem waren die Clippers recht statisch. Matt Barnes hat 6% seiner Spielzeit auf der Vier gesehen. Es war klar, dass man mit 3 Schützen auf den kleinen Positionen aufläuft (irgendwer aus Paul/Redick/Crawford/Barnes – oder Austin Rivers …) und dann mit Griffin/Jordan/Davis in Korbnähe agiert – oder mit Hawes, den niemand von außen respektiert hat.
    Nun bekommt man ganz andere Dimensionen. Der Kader ist viel flexibler als im Vorjahr. Man kann mit Pierce einen Stretch-Four anbieten und kann noch mehr Spacing schaffen. Man kann mit Josh Smith weitere Athletik und weiteres Passing aufs Feld bringen. Wes Johnson kann nichts, außer Eckendreier schießen. Genau das wird er in dieser Offense machen müssen.
    Man hat mit Aldrich und Hayes klassischere Bigs, die für ein paar Minuten Erholung sorgen kann. Dazu kommt Stephenson als Joker. Das ist das bei Weitem beste offensive Team, in dem er nun agiert mit dem – wieder – bei Weitem besten Spacing. Das ist zudem nur die spielerische Seite.
    Rivers hat auch den Trade von Stephenson gegen Barnes/Hawes schon jetzt gewonnen. Barnes ist sicherlich ein guter Rollenspieler, aber auch schon 35. Hawes’ Vertrag ist schlechter als Stephensons. Pierce für 10/3, Smith fürs Minimum, Johnson, Hayes, Aldrich fürs Minimum. Das waren alles richtig gute Signings.

    Fragezeichen stehen hinter der Integration von Stephenson und Smith, klar. Beide sind im letzten Vertragsjahr (Stephensons letztes Jahr ist ne Team Option). Man hat langfristig nur Paul/Griffin/Jordan gebunden. Das ist auch aus Roster-Buildingsicht stark.

    Wenn die Clippers ihr Talent aufs Parkett bekommen, sind sie so talentiert wie jedes andere Team der Liga – vielleicht sogar das talentierteste.

  3. Julian Lage

    Hornets sehe ich eher als Verlierer, insb. wenn man den Gerüchten glauben mag, was man von den Celtics für ein Angebot bekommen hat. Boston soll ja mehrere Picks geboten haben, um auf Platz 9 zu kommen. Die Hornets lehnen ab (!!), um dann Frank Kaminky (!!!) zu draften.
    Er mag zwar auf den ersten Blick gut dazu passen, aber er war an 9 ein Reach IMO. Nach einem möglichen Celtics Trade hätten sie ihn vllt trotzdem gekriegt.
    Vonleh abzugeben ist IMO auch ein Fehler, weil man bei Batum ja überhaupt nicht mehr weiß, was man bekommt. Ich sehe da große Fragezeichen.

    Clippers sind ok, auch wenn ich nicht sehe, warum sie so verbessert sein sollten. Die Moves waren gut, aber bringt sie das nach vorne bei dieser Konkurrenz?

    Zwei Punkte, die ich ähnlich sehe. Was mir vor allem aufgefallen ist: Ihr habt die beiden Teams auf Seiten des Hawes-Stephenson-Deals genommen – den ich tendenziell für Clippers und Hornets nicht berauschend fand. Wenn man sich die Clippers jetzt anschaut, wäre ein brauchbarer Big mit Wurf noch ganz nett, während die Hornets eigentlich zuviele davon haben. Würdet ihr den Trade – abgesehen von der psychologischen Seite angesichts der miserablen Jahre der beiden Spieler – als Win-Win oder als Vorteil für das jeweilige Team sehen?

  4. Dennis Spillmann

    Was mir vor allem aufgefallen ist: Ihr habt die beiden Teams auf Seiten des Hawes-Stephenson-Deals genommen – den ich tendenziell für Clippers und Hornets nicht berauschend fand. Wenn man sich die Clippers jetzt anschaut, wäre ein brauchbarer Big mit Wurf noch ganz nett, während die Hornets eigentlich zuviele davon haben. Würdet ihr den Trade – abgesehen von der psychologischen Seite angesichts der miserablen Jahre der beiden Spieler – als Win-Win oder als Vorteil für das jeweilige Team sehen?

    Ich habe ja schon versucht zu betonen, dass es mir spielerisch gar nicht so sehr um Stephenson geht. Dass man Hawes’ Vertragslänge wegtradet, ist aus Building-Sicht eher ein Plus für die Clippers.

    Spielerisch hat man übrigens im letzten Jahr gesehen, dass Hawes eben null Gravity hat und demnach auch nicht passender als Josh Smith in der Offensive wäre. Ich finde, dass man mit Griffin/Pierce/Smith eigentlich genug Möglichkeiten hat, auch wenn Griffins Midrange-Shot noch besser fallen könnte und Smith keinen Wurf hat, aber ein guter Allrounder auf der 4/5 sein kann (auch zusammen mit Griffin). Smith kann als Vierer oder Fünfer eben auch einfach seine Gegenspieler im Dribbling schlagen, falls sie nicht meterweise absinken. Das sind drei Viertel der Big-Rotation. Sollte ausreichend sein.

  5. Sebastian Seidel

    Hornets sehe ich eher als Verlierer, insb. wenn man den Gerüchten glauben mag, was man von den Celtics für ein Angebot bekommen hat. Boston soll ja mehrere Picks geboten haben, um auf Platz 9 zu kommen. Die Hornets lehnen ab (!!), um dann Frank Kaminky (!!!) zu draften.
    Er mag zwar auf den ersten Blick gut dazu passen, aber er war an 9 ein Reach IMO. Nach einem möglichen Celtics Trade hätten sie ihn vllt trotzdem gekriegt.
    Vonleh abzugeben ist IMO auch ein Fehler, weil man bei Batum ja überhaupt nicht mehr weiß, was man bekommt. Ich sehe da große Fragezeichen.

    Ich weiß das die Hornets eine recht polarisierende Wahl sind. Im Endeffekt wird aber in meinen Augen die Offseason viel zu oft einfach nach der Qualität der Spieler bewertet und wenig darauf geguckt ob Schwächen eines Teams behoben wurden.
    So wurde in der letzten Saison die Offseason der Hornets über den grünen Klee gelobt, obwohl durchaus Probleme wie, zu viele Spieler welche den Ball in der Hand brauchen (Walker, Henderson, Stephenson, Jefferson), schlechtes Spacing, schon vor der Saison erkennbar waren.
    In dieser Saison haben sie viele Moves gemacht, welche die Schwächen des Kaders ausbessern, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht unbedingt grandios aussehen.
    Dass man von Batum nicht weiß was man bekommt, seh ich gar nicht so als Minuspunkt an. Sowohl er (26) als auch Hawes (27) sind noch nicht so alt, dass ihre Leistungskurve schon rückläufig sein dürfte. Manchmal tut ein Franchisewechsel einem Spieler nach einer schwachen Saison auch gut.
    Ist aufjedenfall eine Risikowahl gewesen. Aber da ich bis auf Spurs/Heat keine Offseason so wirklich überzeugend fand, wollte ich gerne auch ein polarisierendes Team nehmen.

    Zu den Clippers:
    Hier tritt in meinen Augen der oben angesprochene Fall auf: Von der reinen Qualität der Spieler welche addiert wurden sieht die Offseason grandios aus.
    Allerdings sehe ich auch hier einige Probleme:

    Der Abgang von Matt Barnes wird härter wiegen als es auf den ersten Blick scheint. Redick, Crawford, Pierce – keinem dieser drei Spieler trau ich es auch nur annährend zu den besten Flügelspieler des Gegners zu verteidigen. Wer soll in wichtigen Playoffserien im Westen Spieler wie Durant, Harden, Thompson oder Leonard verteidigen? Will ich mich dort wirklich auf Lance Stephenson oder Wes Johnson verlassen?
    Die Offensive war in der letzten Saison schon die Beste der Liga, die Defensive nur im Mittelfeld (15.). Ich bezweifle, dass man die Defensive in dieser Offseason wirklich weit vorrangebracht hat.

    Stephenson, Smith, Rivers – sie alle sind am effektivsten und effezientesten wenn sie selber mit dem Ball in der Hand agieren. Auch Crawford möchte seine Touches haben, auch wenn er mit Sicherheit deutlich besser offball agieren kann, als die drei oben genannten. Ich hab noch meine Zweifel inwiefern die Bankspieler miteinander harmonieren werden.
    Eigentlich muss Doc Rivers die Lineups deutlich mehr durchmischen und kann nicht wie in der letzten Saison die Starting Five über 20 Minuten pro Spiel (meist genutze Lineup der Liga) zusammenspielen lassen.

  6. Marc Petri

    |Author

    Dass Deng aber nicht aus dem Vertrag ausgestiegen ist, ist meines Erachtens nach aber nichts positives, eher im Gegenteil.

    Inwiefern? Ich finde diese Entscheidung von Deng ist für die Heat aus sportlichen Gesichtspunkten aber auch captechnisch ein Glücksfall.

    Sportlich ist Deng für mich noch immer einer der besten Rollenspieler unter den Small Forwards und ich bin eigentlich schon ziemlich sicher, dass Deng mehr hätte verdienen können und die Heat waren nicht in der Lage mehr zu bieten, da er Non-Bird-FA war.

    In der nächsten Saison (sofern die Heat fit bleiben) wird er auch wieder vermehrt seinen eigentlichen Stiefel spielen (weniger offensive Abschlüsse) und sich wieder mehr auf die Defensive fokussieren. Und in dieser Rolle beeinflusst kaum ein Flügelspieler die Offensive des Gegners mehr als Luol Deng.

  7. Poohdini

    Sportlich ist Deng für mich noch immer einer der besten Rollenspieler unter den Small Forwards und ich bin eigentlich schon ziemlich sicher, dass Deng mehr hätte verdienen können und die Heat waren nicht in der Lage mehr zu bieten, da er Non-Bird-FA war.

    In der nächsten Saison (sofern die Heat fit bleiben) wird er auch wieder vermehrt seinen eigentlichen Stiefel spielen (weniger offensive Abschlüsse) und sich wieder mehr auf die Defensive fokussieren. Und in dieser Rolle beeinflusst kaum ein Flügelspieler die Offensive des Gegners mehr als Luol Deng.

    Wenn du dich schon in Positionen verrennen musst, um Argumente für dich zu finden, spricht das nicht gerade für Deng. ;-)

    Deng ist einfach abgenutzt. Er wurde von Thibodeau so ausgeleiert, dass ich bezweifle, dass er jemals wieder an das Niveau heran kommt. Da bin ich übrigens nicht der einzige, der so denkt.
    Zweitens: Die Zeiten in denen Deng ein Elite-Defender war, sind längst vorbei. Nicht nur, weil andere vorbeigezogen sind. Auf dem Pass ist er zwar erst 30, aber er wird sich älter fühlen und auch so spielen.
    Drittens: Er hat in den letzten Jahren den Dreier immer schlechter getroffen und liefert eigentlich null Spacing. Selbst damals mit den Bulls gegen die Heat beachtete man seinen Schuss kaum.

    Summa Summarum sind 10 Mio daher deutlich zu viel. Ich fand schon immer, dass Deng irgendwie vieles ganz gut kann, aber nichts richtig. Die Heat bräuchten aber vom Flügel dringend Shooting, v.a. mit Wade.

  8. Julian Lage

    Summa Summarum sind 10 Mio daher deutlich zu viel. Ich fand schon immer, dass Deng irgendwie vieles ganz gut kann, aber nichts richtig. Die Heat bräuchten aber vom Flügel dringend Shooting, v.a. mit Wade.

    Ich würde Deng irgendwo in der Mitte zwischen euch beiden einschätzen… Er ist schon noch brauchbar als Starter, der von allem ein bisschen was mitbringt. Passt eigentlich ganz gut zum Rest der Heat-Starting 5.
    Das wichtigste ist aber: Die Heat hätten keine realistische Möglichkeit gehabt, Deng zu ersetzen. Was hilft es, wenn man theoretisch einen besseren 8-Mio-Spieler hätte verpflichten können, aber nicht den Cap Space dazu? Auch mit den Cap Holds von und Dragic und Wade oder irgendelchen anderen Cap-Tricks hätte das meines Wissens nie gereicht, also wäre die Alternative zu Deng nicht ein bessere Spieler, sondern jemand für die Mini MLE.

  9. Marc Petri

    |Author

    Wenn du dich schon in Positionen verrennen musst, um Argumente für dich zu finden, spricht das nicht gerade für Deng. ;-)

    Deng ist einfach abgenutzt. Er wurde von Thibodeau so ausgeleiert, dass ich bezweifle, dass er jemals wieder an das Niveau heran kommt. Da bin ich übrigens nicht der einzige, der so denkt.
    Zweitens: Die Zeiten in denen Deng ein Elite-Defender war, sind längst vorbei. Nicht nur, weil andere vorbeigezogen sind. Auf dem Pass ist er zwar erst 30, aber er wird sich älter fühlen und auch so spielen.
    Drittens: Er hat in den letzten Jahren den Dreier immer schlechter getroffen und liefert eigentlich null Spacing. Selbst damals mit den Bulls gegen die Heat beachtete man seinen Schuss kaum.

    Summa Summarum sind 10 Mio daher deutlich zu viel. Ich fand schon immer, dass Deng irgendwie vieles ganz gut kann, aber nichts richtig. Die Heat bräuchten aber vom Flügel dringend Shooting, v.a. mit Wade.

    Das ich meinen Gedankengang auf die Position des SF herunterbrach hat viel mehr an der großen Menge der produktiven Rollenspieler zu tun ;) Was bringt es uns wenn ich sage, dass Deng für mich einer der besten 25 Rollenspieler der NBA ist? Auf seiner Position ist er jedenfalls meiner Meinung nach ganz (gaaaaaanz! ;) ) oben mit dabei.

    Deng schießt aus beiden Ecken hochprozentig für drei und erfüllt daher offensiv eine der Hauptanforderungen, die ich an einem Flügelspieler neben dem potentiell besten Pick-and-Roll-Duo der Liga habe. 43,5 Prozent waren es übrigens in der vergangenen Saison.

    Defensiv hat er mir in den Spielen die ich sah in der Tat im letzten Jahr schlechter gefallen, das aber weniger weil er träger und langsamer wurde, sondern weil mein persönliches Gefühl war, dass er sich um zu viele andere Dinge kümmern musste Die Jahre davor war Dengs Einfluss in der Defensive immens. Nicht unbedingt als Shutdown-Defender (ob er dies noch auf höchstem Niveau über die volle Spielzeit drauf hat? Keine Ahnung), sondern als Glue-Guy. Der Spieler der Fehler anderer ausbadet und den Gegner dazu bringt offensiv kurzfristig umdenken zu müssen.

    Und dann kommt halt der Punkt den Julian ansprach:

    Die Alternative zu Deng lautete nicht DeMarre Carroll (der ich übrigens NICHT pauschal als besseren Spieler sehe) oder ähnlich, sondern “kein Deng und Ersatz für ganz kleines Geld”.

    Selbst wenn man Deng also eher nicht so stark einschätzt ist der Vertrag über eine Spielzeit doch quasi ideal. Oder glaubst du gar, dass Rookie Winslow direkt bessere Leistungen als Deng bringen wird? Also quasi dass man besser fahren würde, wenn man Winslow und Green alle Minuten auf der drei geben würde?

  10. kdurant35

    Bei Deng kann ich mich dem Marc nur anschließen. Seine Verlängerung war top für Miami. Wie angesprochen liegt Miami eh über dem Cap und kann den frei werdenden Cap nicht nutzen. Und ganz so nutzlos ist er doch nicht.
    Dazu ist er ein Idealer Tradebaustein während der Saison. Gerade wenn man z.B. befürchtet, dass ein bestimmtes Team in der Offseason einen Max-Deal anbieten könnte und Riley da nicht mitziehen will/kann (da er andere Pläne in der FA hat) könnte er die Situation per Trade lösen. Whiteside verdient aber nicht einmal 1 Mio. Da kann man kaum ein vernünftiges Tradepaket schnüren. Kombiniert man ihn jedoch mit dem auslaufenden Vertrag von Deng sieht dies anders aus.

    Sonst bin ich bei den Clippers und Heat bei euch. Beide Offseasons waren spitze. Gerade wenn man die fehlenden finanziellen Möglichkeiten der beiden Teams berücksichtigt.
    Charlotte seh ich ebenfalls anders. Batum gefällt mir. Trotzdem ein hohes Risiko, da sein Vertrag 2016 ausläuft. Deshalb mMn kein Topdeal. Lance-Deal gefällt mir gar nicht. Den Vertrag von Hawes wollte ich nicht haben. Lin und Lamb sind nicht schlecht. Kaminiski bin ich nicht begeistert. Er hat sicher seine Qualitäten. Aber defensiv zusammen mit Big Al tue ich mich schwer. Gerade gegen Small Ball 4er seh ich beide mit großen Problemen.
    Hätte den Trade doch bevorzugt oder an 9 Winslow gepickt. Ganz egal wie er zu MKG und Batum passte.

  11. Marc Petri

    |Author

    Herzlich willkommen kdurant35 :!: :!: :!:

    Der Punkt mit dem Trade klingt zwar valide, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Riley ihn traden würde (es sei denn es wäre ein ganz dicker Fisch zu haben). Deng ist zufrieden in Miami und tat aus diesem Grund dem Front Office mit dem Verzicht aus seinem Vertrag auszusteigen einen großen Gefallen. Es ist vielleicht nicht so, dass er woanders 48/4 oder ähnliches hätte verdienen können, aber tiefgestapelte 32/4 wären sicherlich für ihn drin gewesen.

    Bezüglich der Hornets finde ich persönlich die Offseason… ähm… komisch. Es wirkt als würde man nicht danach streben Contender zu sein / werden, sondern man einfach damit zufrieden wäre in Zukunft ein Playoff-Team zu sein. Vielleicht nicht der falsche Ansatz, das “Contender-oder-Rebuild-Denken” ist für mich ohnehin ein Denken aus Fansicht, finanziell (also aus Sicht der Owner) kann es auch andere Zielsetzungen geben. Ist die Offseason der Hornets also schlecht weil man ein Team sieht, welchem man nicht zutraut irgendwann ganz oben mitzuspielen? Ich finde nicht. Müsste ich jetzt ein “Beste-Offseason-Ranking” erstellen würde Charlotte irgendwo zwischen Rang 8 und Rang 14 abschneiden.

  12. kdurant35

    Danke

    MMn will Riley 2016 ein Big Player sein. Da kennt er dann keine Gefanfenen. Da Miami für Whiteside keine vollen Birdrechte besitzt könnte er für die Heat zum Problem werden. Denn Whiteside wird vorraussichtlich erstmals in seiner Karriere den großen Zahltag haben und alles mitnehmen was er kann.
    Bietet ihm ein Team einen Max muss Miami ihn ziehen lassen oder ist raus bei den guten FAs. Dann würden sie Bosh, Dragic, Whiteside, McRob und Winslow bereits ca. 70 Mio. zahlen. Bleiben rund 20. Wade wurde da aber noch nicht gehalten und der Kader muss aufgefüllt werden. Da wird dann wohl nahezu nichts mehr übrig sein.
    Bin mir nicht sicher ob Riley dermaßen überzeugt ist von Whiteside. Heißt nicht, dass es so passieren wird. Aber in der NBA ist mMn allein die Option sehr viel wert, da man nie weiß was für Möglichkeiten sich einem präsentieren.

    8-14 klingt doch ganz gut für die Hornets. In dem Bereich wäre ich auch. Was mich etwas schockte war die Begründung, weshalb der Draftdeal der Celtics abgelehnt wurde. Das man nur 5 Minuten Zeit für eine Entscheidung hätte und nicht so fit sein was die Spieler auf den hinteren Drafträngen beträfe. Wenn das wahr wäre und Cho damit nicht nur einen lästigen Reporter loswerden wollte, fänd ich das sehr bedenklich. Ist ja nichts ungewöhnliches, dass ein Tradeangebot für einen Top10 Pick kommt. Darauf sollte man vorbereitet sein.

  13. Marc Petri

    |Author

    Volle Zustimmung bei dem Part über die Heat. Wenn Whiteside seine Form aus der Vorsaison bestätigt kann ich mir trotz allem einen Trade sehr gut vorstellen. Dann aber vielleicht eher in Kombination mit Andersen.

    Bezüglich der Begründung, warum die Hornets das Angebot der Celtics abgelehnt haben, wüsste ich ganz gerne, woher sie stammt? Ich habe nichts in dieser Richtung gehört. Wenn man es tatsächlich auf die begrenzte Reaktionszeit geschoben hat würde ich das in der Tat ebenfalls als sehr schwach bezeichnen.

  14. kdurant35

    Ok, es war Polk, nicht Cho. Macht das ganze aber nicht besser.

    http://grantland.com/the-triangle/good-charlotte-the-hornets-and-the-sliding-scale-of-nba-mediocrity/

    “You have two minutes to decide: ‘Do I want to do this trade?’” says Polk, one of five men atop Charlotte’s decision tree.2 “You don’t have a day. You don’t have hours. After all the intelligence we’d done, we were comfortable with Frank. But now you have two minutes to decide if you make this trade, who you’re gonna take at no. 16, or maybe no. 20, and we haven’t been focusing on that range. In fantasy basketball, it sounds great: ‘Oh my god, they could have gotten all those picks.’ But in the real world, I’m not sure it makes us better.”

  15. Poohdini

    Meine Fresse, ey.
    Die Begründung schlüge dem Fass den Boden aus.

    Den Deal abzulehnen ist so oder so krass. Aber mit der Motivation? Wow.

  16. Marc Petri

    |Author

    Absolute Zustimmung.

    Ich meine, so agiere ich bei einer Teilnahme an einer Fantasy-Draft, kurz vor Ablauf meiner Frist, wenn ich gerade in Papua-Neuguinea verweile und zum ersten Mal ein offenes W-Lan-Netz finde. Aber wenn dem wirklich so war muss man alleine dafür entscheidende Abzüge bei der Bewertung der Hornets-Offseason machen.

    Das klingt ja fast so, als hätten die Hornets eine Prioritäten-Liste gehabt, auf der exakt 9 Namen standen :D :stupid:

  17. Avatar

    Coach K

    :stupid:

    Das klingt ja fast so, als hätten die Hornets eine Prioritäten-Liste gehabt, auf der exakt 9 Namen standen :D :stupid:

    Das mit den 9 Namen ist zuviel, maximal 5 Namen.
    Wetten das Winslow auch nicht drauf stand, sondern die Verantwortlichen der Hornets dachten das er schon weg war, deswegen nahmen sie ihn nicht.

    Jetzt mal Spaß bei Seite, wenn das wirklich so passiert ist, dann sollte ich meine Scoutingabteilung auswechseln. Jeder von uns der bei GM-A-Team mitgemacht hat, scheint mehr Ahnung von den Spielern gehabt zu haben als die Hornets.

  18. Sebastian Hansen

    Wir wissen ja alle, dass Charlotte nicht draften kann, aber das? Das ist echt peinlich. Nur peinlich.

  19. Poohdini

    Ich meine, so agiere ich bei einer Teilnahme an einer Fantasy-Draft, kurz vor Ablauf meiner Frist, wenn ich gerade in Papua-Neuguinea verweile und zum ersten Mal ein offenes W-Lan-Netz finde.

    Schöner Vergleich :lol: :lol:


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