Draftprofile 2011

Klay Thompson

Datenblatt

Name: Klay Thompson

Position: Shooting Guard

[xrr rating=1/4] (Rollenspieler)

College: Washington State University

College-Erfahrung: Junior

Obwohl es letztendlich nicht für einen tieferen Run im Pac-10 Tournament gereicht hat, konnte Klay Thompson sein Können auf der großen Bühne eindeutig unter Beweis stellen. Im Duell gegen die Rivalen der Washington Huskies stellte der Shooting Guard einen neuen Tournament Scoring Rekord auf. Am Ende hatte der Junior 43 Punkte (8 – 14 3P) auf seinem Konto und stellte somit den bis dato geltenden Rekord von Leon Powe (41 Punkte, 2006) ein. Mit 21.6 Punkten pro Spiel war Thompson einer der besten Scorer des Landes und wurde verdient mit einem Platz im First-Pac-10 Team geehrt.

Skills

Ein herausragender Shooter, der jedoch relativ eindimensional ist. Das beschreibt das Spiel von Klay Thompson ziemlich gut. Allerdings muss der Begriff Shooter auch nicht mehr begrenzt werden. Der Kalifornier trifft sowohl den Dreier als auch den Midrange-Jumper sehr sicher. Dabei kann er all seine Varianten ausspielen, nach einem Off-Screen oder auch per Catch-and-Shoot punkten. Auch der Step-back Jumper gehört zu seinem Arsenal. Besonders auffällig ist seine Balance. Zumeist stellt es keine Schwierigkeit dar, Würfe aus schwierigen Lagen oder Situationen zu treffen. Natürlich ist seine Quote höher, sobald seine Würfe „uncontested“ sind (50 Prozent), dennoch fällt der Wurf auch am Mann. Durch die ausgezeichnete Wurftechnik mit einem hohen Release bleiben auch keine Zweifel, dass er seinen Wurf nicht auf das nächste Level übertragen könnte.

Neben seiner Scoring-Fähigkeit, versteht er es, seinen Mitspieler einzusetzen, was 3.7 Assists pro Spiel unterstreichen. Dies ist ein vergleichsweise guter Wert für einen College-Zweier. Die Defense lesen und die richtige Entscheidung treffen. Darauf beschränkt sich sein Können als Playmaker dann aber auch. Der 21-Jährige gehört nicht zu den Akteuren, die explosiv zum Korb ziehen und die Mitspieler per Kick-Out finden. Viel mehr zieht er durch seine Gefahr aus der Distanz Verteidiger auf sich und passt geschickt zu dem freien Shooter, der ebenfalls am Perimeter positioniert ist.

Zwei Schwächen wurden bereits angesprochen, denn sowohl sein Ballhandling als auch seine Athletik lässt teilweise zu Wünschen übrig. Gerade beim Zug zum Korb verliert der zwei Meter-Mann des Öfteren den Ball, da er gegen zu viele Kontrahenten den Wurf erzwingen will. Allerdings wirkt er auch beim Ballvortrag teilweise sehr unsicher, eine Tatsache, die auf dem nächsten Level unbedingt verbessert werden muss.

Zwar gehört Thompson nicht zu den Spielern, die am Boden festkleben, die Athletik gehört trotz alledem nicht zum Besten, was diese Draft zu bieten hat. Dies erschwert auch den Drive und das Finish in Ringnähe, ebenfalls keine seiner Stärken. Hier muss er jedoch vor allem konstanter werden, da es teilweise auch schon gute Anzeichen gab.

Schlussendlich muss erwähnt werden, dass auch Thompson’s Defense nicht zur Elite gehört. Dazu passiert es zu oft, dass ein einfacher Pump-Fake reicht, um ihn täuschen zu können. Gerade hier muss der ehemalige Washington State Cougar in Zusammenarbeit mit seinen zukünftigen Coaches noch viel Zeit investieren.

Charakter

Klay Thompson übernimmt Verantwortung, jedoch ist seine Leistung in wichtigen Spielen unkonstant. Während der Flügel in Spielen gegen Butler (31 Punkte), UCLA (26), Washington (25 und 43) oder Arizona (30) ein eminent wichtiger Faktor für sein Team war, konnte er wiederum gegen Kansas State (16 Punkte, 5-15 FG und 1-7 3P), Oregon State (6, 2-7 FG) und Arizona (9, 4-16 FG) nicht überzeugen. Außerdem verpasste ihnen Wichita State im NIT eine derbe Klatsche (75-44), wobei Thompson ebenfalls nicht gut spielte (6, 1-10 FG). Er beendete eine herausragende Unizeit mit einem unbefriedigenden Ergebnis.

Draftaussichten

Es ist berechtigt, sich Hoffnung auf die Lottery zu machen. Von Pick 10 bis 15 ist alles möglich. In anderen Draftklassen wäre dies nicht realistisch, davon wird Thompson dieses Jahr jedoch profitieren. Als Rollenspieler wird er sich in naher Zukunft erst etablieren müssen, zu viel mehr wird es aber nicht reichen.

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