Draft, Gedanken

UConn gewinnt 5 in 5

Photo: gtalan (Lizenz)

Nach fünf Siegen in fünf Tagen hatten sie es endlich geschafft! Die Connecticut Huskies gewannen mit dem Big East Tournament das bestbesetzte Conference Turnier des gesamten Landes. Gegen die Louisville Cardinals hieß es am Ende 69:66. In einem packenden Spiel konnte sich UConn nach einer ausgeglichenen Anfangsphase durch einen Run auf zwischenzeitlich zwölf Punkte absetzen. Ein überragender Kemba Walker übernahm die Partie und zeigte, warum er ein so großer Faktor für den Erfolg dieses Teams ist. Jedoch musste der 20-Jährige nach einem Offensivfoul für den Rest der Halbzeit Platz auf der Bank nehmen. Sichtlich geschwächt ließen die Huskies um Freshman Jeremy Lamb zwei Distanzwürfe von Preston Knowles zu, die den Halbzeitstand von 38:32 herstellten.

Die Cardinals kamen überraschend stark aus der Kabine und führten nach knapp fünf Minuten wieder. Im Folgenden war keine Mannschaft in der Lage sich abzusetzen, und eine spannende Schlussphase sollte dem diesjährigen Big East Tournament ein passendes Ende bescheren. Kurz vor Spielende und einer Connecticut-Führung von drei Punkten foulte Kemba Walker Mike Marra unglücklich beim Dreipunktwurf, sodass dieser die Chance hatte, ein Unentschieden herzustellen. Allerdings traf der Sophomore nur zwei Freiwürfe, was den Sieg für Jim Calhoun & Co. bedeuten sollte. Der Head Coach der Huskies sagte gegenüber ESPN, wie stolz er auf die Entwicklung dieses Teams sei. Er hielt es nicht für möglich, dass sie alle fünf Spiele gegen DePaul, Georgetown, Pittsburgh, Syracuse und Louisville gewinnen können, doch sie sind an ihren Aufgaben gewachsen.

Der Hype um Walker kam nach dem Gamewinner gegen Pittsburgh erst richtig in Schwung. Mit 130 Punkten stellte er einen neuen Big East-Rekord für Punkte im Conference Tournament auf. Außerdem spielte der Point Guard 190 von 205 möglichen Minuten in der berühmtesten Halle der Welt in New York City, seiner Heimat. Überall werden jetzt Stimmen laut, dass Walker nach diesen Auftritten auch ein Star in der NBA sein kann. Dem würde ich aber mit Vorsicht gegenüber treten. In der diesjährigen Draft kann er sicherlich ein interessanter Spieler sein, allerdings ist das eher auf den schwachen Jahrgang bezogen. Ich denke, es ist sehr realistisch, dass Walker ein sechster Mann, der Instant Offense von der Bank bringt, werden kann. Mit seiner Fähigkeit zu scoren und das Spiel an sich zu reißen, ist eine Verpflichtung für viele NBA Teams äußerst vielversprechend.

Doch was bedeutet der Sieg jetzt für die Huskies?

Auch wenn sie nicht für einen #1 Seed in Betracht gezogen werden, hat Connecticut gute Chancen auf einen verbesserten Platz. Ein dritter oder vierter ist doch sehr wahrscheinlich und würde Calhoun & Co. eine gute Ausgangsposition für die March Madness verschaffen.

Kemba Walker und seine Mannschaftskollegen haben mit dem Sieg bewiesen, was sie können und jeder sollte mit ihnen rechnen. Wie weit sie schlussendlich kommen werden, hängt von der Tagesform und Matchup ab, jedoch können die Connecticut Huskies den einen oder anderen Favoriten gehörig ärgern. Sie haben es ja schon einmal getan.

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