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Phoenix Suns  

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STAT
 STAT
(@STAT)

Jetzt bezeichnen übrigens die zwei Superspezialisten Ayton als schlechtesten Defender seiner Position. Was ist mit all den Ursachen und Argumenten die ich z.B. hier vorgebracht habe? Was ist mit seiner Onball Defense? Was mit seiner Perimeterdefense? Was ist mit der eindeutig erkennbaren Entwicklung? Der Spielertyp hat für die heutige NBA ohne Ende Value, auch wenn er noch viele Schwächen hat. Wen juckt's. Völlig überbewertet.

…und selbst wenn man den Rook schon wieder so kritisiert, was ist mit Spielern wie Cousins und Co.? Tut mir wirklich leid. Da geht jegliches Verständnis verloren. Wenn sie sich auf ihre National TV Teams konzentrieren und allgemeine Themen ansprechen, mag ja vielleicht was dabei rauskommen, aber Talentevaluierung und Teamanalysen von miesen Teams sollten sie wirklich weglassen. Help - und P&R Defense kann man völlig zurecht kritisieren und wunderbar analysieren. Ausboxen auch. Aggressivität auch. Und viele andere Sachen auch. Aber...ach nö lieber nicht.

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Veröffentlicht : 07/04/2019 1:43 am
Philipp Rück
(@poohdini)

Das Hauptproblem hierbei ist nicht ihre PHX-Bias oder dass sie keine Ahnung haben davon haben, wie man Spieler evaluiert etc.

Das Problem ist das, das ich schon bestimmt tausend Mal angesprochen habe: Solange es keine Metriken gibt, vergleichbar zuverlässige wie für die Offensive von Spielern, mit denen wir Spieler defensiv bewerten können, solange ist eine solche Übung wie die von Duncan und Leroux völlig sinnlos. Ich hab aus diesem Grund den Pod bewusst nicht gehört.

Wir können Spieler grob einordnen in Tiers; wir können bei bestimmten Spielern durch repetitive Leistungen über Jahre hinweg wahrscheinlich sogar genau differenzieren. Aber alles andere ist deshalb einfach Schwachsinn. Wie will man bspw. belegen, dass Bledsoe eher ins Defense First Team gehört als Holiday? Wie will man den schlechtesten C-Verteidiger küren? Diese Aufgabe ist schlicht unmöglich!

Für Defensive gibt es nach wie vor fast nur den Eye-Test. Aber selbst da haben wir das Problem, dass man bei 10 verschiedenen Rezepienten wahrscheinlich 7 verschiedene Aussagen darüber bekommen, was gute Defensive wirklich ist. Und dann spielen die Samples eben sehr wohl eine Rolle. Wenn man ein Drittel aller Suns Spiele schauen würde, wäre es sehr gut möglich, relativ viele davon zu sehen, in denen Ayton defensiv Trash war. Dann verfestigt sich ein Bild.

Ich würde mir wünschen, dass auch die nationalen Medien weniger über die genauen Einordnungen defensiver Leistungen reden würden. Es reicht IMO, wenn man Defender von mir aus in 5 Kategorien einsortiert, von gut bis schlecht. Aber alles andere ist Quatsch. So etwas wie All NBA Defense Teams oder der DPOY.

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Veröffentlicht : 07/04/2019 1:53 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Ihr schafft es doch auch und ihr habt nicht den ganzen Tag dafür Zeit. Ihr seid so gut und bereitet euch gewissenhaft vor und arbeitet mit viel Argumentation. Natürlich seid ihr nicht 100% objektiv, aber das ist nicht zu erreichen. Selbstverständlich ist nicht immer alles richtig, aber im Großen und Ganzen hat alles Hand und Fuß. Es ist auf einem soliden Fundament aufgebaut, auch wenn ihr nicht so viele Spiele schauen könnt.

Jemandem wie Tobias Berger kann ich von Anfang bis Ende folgen. Selbst wenn er in irgendeinem Punkt nicht recht haben sollte, spielt das keine Rolle, weil man merkt er bereitet sich vor und versucht so objektiv wie möglich zu sein. Das Gleiche gilt für Jonathan und auch für dich, Julian und den Rest. Mir fallen auch mehr als genug andere in den USA ein. Die sind auch nicht immer perfekt, aber man kann schließlich folgen. Es geht nämlich nicht um recht haben oder falsch liegen, sondern um Argumentation.

Die Takes von Leroux und Duncan sind dagegen zum Teil vogelwild und es betrifft nicht nur Suns. Ich finde deren Arbeit nicht gut und Nahrung liefern sie mehr als genug, was sie nun wieder gemacht haben.

Um es in den Worten von Kevin O’Conner zu sagen:
The "Deandre Ayton can't play defense" stuff is quickly becoming a thing of the past.

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Veröffentlicht : 07/04/2019 2:36 pm
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Ich fand den Scouting Report über Ayton da gar nicht so falsch, im Gegenteil. Duncan erwähnt seine Stärken und Leroux, dass er sich über die Saison verbessert hat. Was mir nicht in den Schädel will: WIE zur Hölle kann man Ayton dann zum schlechtesten Defensivspieler der Liga küren? Wenn es spieler gibt, die gar keine Stärken haben und sich auch seit Jahren nicht verbessert oder gar verschlechtert haben? Das Hauptargument scheinen dann plötzlich die Minuten gewesen zu sein, die Ayton gespielt hat. Bitte was?

Ich finde den Defense-Pod immer gut, eben wegen der Scouting Reports. Davon gibt es für das defensive Ende des Feldes einfach viel zu wenig. Ich respektiere auch den Versuch, die Spieler irgendwie einzuordnen, aber die Argumente hierfür kann/darf man halt teilweise nicht wirklich ernst nehmen. Dass Leroux und Duncan trotzdem immer wieder zu denselben Schlüssen kommen, zeigt übrigens auch ganz nett, in was für einer Echo Chamber die beiden sich befinden.

@STAT: Antwort kommt noch, wenn ich Zeit finde :mrgreen:

Wie du weißt, wenn ich etwas lese und verstehe vergesse ich es normalerweise nicht mehr. Du hattest das bezüglich deiner „Josh Jackson-Evaluierung“ auch gesagt. Diesmal kommst du aus der Nummer nicht mehr raus. Ich werde dich daran erinnern. 😀

Kommt auch noch :mrgreen:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 07/04/2019 3:45 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Das Hauptargument scheinen dann plötzlich die Minuten gewesen zu sein, die Ayton gespielt hat. Bitte was?
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...aber die Argumente hierfür kann/darf man halt teilweise nicht wirklich ernst nehmen. Dass Leroux und Duncan trotzdem immer wieder zu denselben Schlüssen kommen, zeigt übrigens auch ganz nett, in was für einer Echo Chamber die beiden sich befinden.
Genau das meine ich. Von "Experten" erwarte ich eine bessere Qualität. Wenn das Hobby Basketballfans wären, so wie (ich) wir, ist es etwas ganz anderes.
Kommt auch noch :mrgreen:
😯 :tup:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 07/04/2019 7:09 pm
Simon Haux
(@simon)

Das Minuten-Kriterium fand ich an dieser Stelle auch unsinnig. Im Gegensatz zum MVP, bei dem es ein Qualitätsmerkmal sein kann (für mich zwar nicht so sehr, aber ok...), viele Minuten gespielt zu haben, ist das beim "LVP" umgekehrt völliger Quatsch. An der einen oder anderen Stelle haben sie sich da mit Aussagen wie "if he were so good, the coach would have played him more minutes" (beim 6th man war das glaube ich) oder eben "at least he got to start" auch selbst widerspochen.

Ayton ist doch nicht mal der schlechteste Defensivcenter der Suns 🙄
Von mir aus könnte man diskutieren, ob er der schwächste defensive Big war, der Starter-Minuten bekommen hat. Aber bei den Backups und auf anderen Positionen gibt es sicherlich schlimmeres.

Allerdings spielte bei dieser Bewertung ja auch eine Rolle, dass der durchschnittliche Wert bzw. das Replacement Level bei Centern defensiv natürlich deutlich höher ist. Die beiden haben also als Ausgangsfrage nicht gehabt: Wer war der schlwchteste Verteidiger der Saison? sondern: Wer hat seinem Team defensiv über die ganze Saison insgesamt (nicht per possession) am meisten geschadet, relativ zu einem Durchschnittsspieler auf seiner Position? Damit hat man als Rookie-Center mit großer Rolle natürlich schlechte Karten...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 08/04/2019 8:01 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Das Minuten-Kriterium fand ich an dieser Stelle auch unsinnig. Im Gegensatz zum MVP, bei dem es ein Qualitätsmerkmal sein kann (für mich zwar nicht so sehr, aber ok...), viele Minuten gespielt zu haben, ist das beim "LVP" umgekehrt völliger Quatsch. An der einen oder anderen Stelle haben sie sich da mit Aussagen wie "if he were so good, the coach would have played him more minutes" (beim 6th man war das glaube ich) oder eben "at least he got to start" auch selbst widerspochen.

Ayton ist doch nicht mal der schlechteste Defensivcenter der Suns 🙄
Von mir aus könnte man diskutieren, ob er der schwächste defensive Big war, der Starter-Minuten bekommen hat. Aber bei den Backups und auf anderen Positionen gibt es sicherlich schlimmeres.

Allerdings spielte bei dieser Bewertung ja auch eine Rolle, dass der durchschnittliche Wert bzw. das Replacement Level bei Centern defensiv natürlich deutlich höher ist. Die beiden haben also als Ausgangsfrage nicht gehabt: Wer war der schlwchteste Verteidiger der Saison? sondern: Wer hat seinem Team defensiv über die ganze Saison insgesamt (nicht per possession) am meisten geschadet, relativ zu einem Durchschnittsspieler auf seiner Position? Damit hat man als Rookie-Center mit großer Rolle natürlich schlechte Karten...

Ohne jetzt Aytons Defense zu bewerten. Doch wenn die Ausgangsfrage war, wer über die gesamte Saison der D am meisten geschadet hat, machen die Minuten doch wieder Sinn.

Ein C, der 80 Spiele a 30 Minuten absolviert hat, kann einer D dich mehr schaden als einer, der 70 Spiele mit jeweils 15 Minuten auf dem Court steht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 08/04/2019 9:19 pm
Simon Haux
(@simon)

Klar, das meinte ich auch so. Aber sie dürfen dann eben nicht den Eindruck erwecken, als würden sie so den "schlechtesten Defensivspieler" der Saison finden. Das war glaube ich ein Auslöser für die Kritik/Diskussion hier.

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Veröffentlicht : 08/04/2019 10:00 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Eigentlich wurde zu dieser Saison alles gesagt, aber da es inzwischen Tradition hat, frage ich trotzdem. Ist eine Saisonzusammenfassung OHNE GEHEULE erwünscht oder machen wir einen Haken an diese Saison?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/04/2019 9:40 pm
Timo Kanbach
(@coach-k)

Eigentlich wurde zu dieser Saison alles gesagt, aber da es inzwischen Tradition hat, frage ich trotzdem. Ist eine Saisonzusammenfassung OHNE GEHEULE erwünscht oder machen wir einen Haken an diese Saison?

Zusammenfassung ist erwünscht.

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Veröffentlicht : 09/04/2019 9:58 pm
Zaubervogel
(@zaubervogel)

Eigentlich wurde zu dieser Saison alles gesagt, aber da es inzwischen Tradition hat, frage ich trotzdem. Ist eine Saisonzusammenfassung OHNE GEHEULE erwünscht oder machen wir einen Haken an diese Saison?

Zusammenfassung ist erwünscht.

Ja bitte. Man kommt nicht umher mit den Suns in gewissem Rahmen mitzufühlen, wenn man hier regelmäßig mitliest 😉

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Veröffentlicht : 09/04/2019 10:27 pm
Mabusian
(@mabusian)

Ich würde mich auch sehr freuen.

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Veröffentlicht : 10/04/2019 1:04 am
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Eigentlich wurde zu dieser Saison alles gesagt, aber da es inzwischen Tradition hat, frage ich trotzdem. Ist eine Saisonzusammenfassung OHNE GEHEULE erwünscht oder machen wir einen Haken an diese Saison?

Immer! Besonders ohne Geheule... :mrgreen:

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Veröffentlicht : 10/04/2019 2:02 am
STAT
 STAT
(@STAT)

Saisonzusammenfassung:

Folgender Satz schwebte über der letzten Saison:
Es kann nur noch besser werden.

Ja, das hat leider nicht ganz so gut gekappt. Nehmen wir es nun mit Humor. Mein Urlaub von den Suns hat mir extrem gutgetan und ich kann diese Saison inzwischen deutlich entspannter betrachten. Mit ein wenig Abstand ist es fast schon amüsant wie man die Saison so an die Wand fahren konnte. 😀

Im letzten Sommer wurde in ganz Phoenix vom Turnaround geredet und viel positive Energie verbreitet. Alles sollte für den nächsten Schritt vorbereitet werden. Der erste Pick war natürlich bereits alleine dafür verantwortlich, dass endlich Optimismus einkehrte. Die Suns wollten das League Pass Team der Liga sein und ehrlich gesagt, habe ich mir das inständig erhofft. Deshalb war auch der Fall so hoch und die Enttäuschung so groß.

Bereits vor der Saison kehrte Ernüchterung ein. Der allseits beliebte Besitzer Robert Sarver schmiss kurz vor der Saison Ryan McDonough mitsamt Stab raus und wir wurden alle erneut damit konfrontiert, wie die Realität in dieser Franchise aussieht. Die Saison begann schon wieder mit einem großen Knall. Man fühlte sich an Watson und Bledsoe erinnert.

Der Post # 2850 hier im Thread fasst beispielweise 20 Ereignisse nochmal auf einen Blick zusammen. Die Franchise sah leider wieder mehr wie ein führungsloser Zirkus aus, als wie ein professionelles Wirtschaftsunternehmen. Viele Fans, ich auch, haben sich immer sehr an den Faktor „Talent“ geklammert und gehofft, dass Spieler wie Booker und Ayton die geliebte Franchise retten. Die Realität sah anders und das Geheule war dementsprechend groß.

Es entbrannten heiße Diskussionen, auch hier. Suns-Reporter Kellan Olson hatte die Führung der Franchise vor der Saison scharf kritisiert und gemeint, sie können nicht ernsthaft mit Canaan als Starter in die Saison gehen. Das man solche Experimente nicht machen sollte, hatte man ein Jahr zuvor in Phoenix deutlich gesehen. Da hießen die Jungs Tyler Ulis, Shaq Harrison, Mike James und Elfrid Payton. Ich bin sicher, deshalb war der Aufschrei vor der Saison so groß, weil man diesen Fehler einfach nicht wiederholen durfte. Man tat es trotzdem. Die ganze positive Energie schlug leider vor der Saison schon wieder um und dann folgte die Entlassung von Ryan McDonough. Danach kam das fragwürdige Radio-Interview von Sarver, seltsam schlechte Auftritte in der Preseason und eine immer lauter werdende Kritik wegen den Point Guards.

Nach einem überraschend positiven ersten Spiel, welches ich dreimal angeschaut habe, nahm danach alles seinen inzwischen normalen Verlauf. Jonathan und ich sind nach dem Mavs Spiel gleich auf die Bremse getreten. Man konnte schon sehr deutlich erkennen, dass die Mavs einen richtig miesen Tag erwischt hatten und es benötigte einen Booker in Überform, ansonsten wäre das Spiel trotz schwachen Mavs gekippt. Ariza sah wie LeBron James aus und Josh Jackson spielte als wäre er ein kommender Star. Es war also Vorsicht geboten und leider sollten wir Recht behalten. Es war nur ein Spiel.

Natürlich verletzte sich Booker gleich zu Beginn der Saison und das nahm vielen von uns sehr viel Wind aus den Segeln. Es ging wieder nahezu alles schief was schiefgehen konnte. Große Teile der Fanbase gingen bereits wegen der völlig dubiosen Point Guard Situation auf die Barrikaden. Auch ich gehörte dazu und sprach davon, dass die Suns schon wieder mit Anlauf ins offene Messer laufen. Am Ende hießen die „Lösungen“ Isaiah Canaan, Jamal Crawford, Jimmer Fredette und Zweitrundenrookies.

Erschwerend kam die Verpflichtung von Ayton hinzu, auf den wir später eingehen. Hätten die Suns Trae Young oder Luka Doncic gezogen, wäre es mMn okay gewesen, nochmal mit einem Rookie auf Tauchstation zu gehen. Die Frage, die ich mir bis heute stelle: wie kann man einen so talentierten Big wie Ayton ziehen und das Playmaking gleichzeitig so vernachlässigen? Das gesamte Jahr war dieses Thema überall Thema Nr. 1 und es nervte nur noch. Auch jetzt nervt es. Ich hatte hier geschrieben, dass ich mir schon selbst auf die Nerven gehe. Aber was will man machen, wenn das so eine Mega-Baustelle ist und der GM deswegen entlassen wird? James Jones, der nächste Rookie, sollte den fehlenden Playmaker besorgen. Es kam Jamal Crawford. Was wie ein Aprilscherz aussieht, ist deren Ernst gewesen. 😆

Igor Kokoskov:
Bevor man über den Coach spricht, muss man nochmal auf dieses Umfeld eingehen. Das gilt auch für alle Spieler. Wie will ein Rookie Head Coach mit so einem Kader erfolgreich arbeiten? Es gibt einfach viel zu viele Schwachstellen und Defizite, um wirklich ein seriöses Fazit zu seiner Arbeit ziehen zu können. Mit der Zeit hatte sich dann herausgestellt, dass Igor mehr als genug Probleme mit sich selbst hatte. Relativ schnell wurde klar, dass er Rollen für Spieler falsch einschätzte und seine Rotationen waren zum Teil ungefähr so wie Sarver’s Führungsstil. Die Kritik nahm mit der Zeit zu und das mMn zurecht. Viele seiner Entscheidungen waren überhaupt nicht nachvollziehbar und viele Probleme waren hausgemacht. Trotzdem hatte er nie wirklich mehr wie fünf NBA-Spieler zur Verfügung. Das muss immer erwähnt werden! Es wurde viel experimentiert und im Grunde ging es mehr oder weniger in die Hose. Erschwerend kamen sehr viele Lustlos-Auftritte hinzu und das sind dann Dinge, die man nicht mehr akzeptieren kann. Besonders die Lustlos-Heimniederlagen zu Beginn der Saison gegen die Nets und Spurs waren ein Dolchstoß in den Rücken. Kellan Olson und viele andere Suns-Insider sprachen vom größten Tiefpunkt seit sie die Suns begleiteten. Die Fans pfiffen erstmals (!) das Team aus der Halle und das Internet drehte durch. Das Team konnte die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen.

Grundsätzlich glaube ich, Igor muss eine weitere Saison mit einem NBA-Roster bekommen. Man kann nicht jedes Jahr den Trainer wechseln. Ohne Stabilität geht gar nichts. Das Problem ist, Sarver stellt von Anfang an häufig die falschen Leute ein. So hat Stabilität halt auch keinen Wert. Vor allem die Beziehung Kokoskov-Ayton (kommt später) macht mir persönlich große Sorgen und ich weiß nicht ob Igor der richtige Coach ist.

Relevante Spieler:

Devin Booker

Nüchtern betrachtet hat er einen weiteren Schritt in seinem Spiel gemacht. Booker’s Talent und Skills sind abartig gut. Das stand eigentlich nie zur Debatte. Für mich ist er weiterhin ein potentieller Top 15 Spieler und nach oben nahezu ohne Grenzen. Er kann ein elitärer Scorer und mindestens ein „guter“ (überdurchschnittlicher) Playmaker werden, sofern er das nicht schon längst ist.

Trotzdem fehlt mir noch etwas:
=> bessere Defense, besseres Decision Making, mehr Leadership, mehr Vorbild und mehr Konstanz

Es ist mMn noch nicht endgültig zu sagen, ob Booker die erste Option, 1b oder eine zweite Option ist. Dafür ist es zu früh. Bei Kyrie weiß ich es z.B. heute noch nicht…oder bei Dame…oder bei Paul. Das sind alles elitäre und geile Spieler, aber ich hätte sie alle lieber als 1b oder 2, wie man es eben definieren möchte.

Booker würde ich ungefähr in dieser Kategorie für die Zukunft einschätzen und das ist kein MVP-Level. Bei Prime Paul kann man den MVP Case natürlich machen, aber er war mMn trotzdem nie eine klare erste Option. Genauso wenig wie Steve Nash. Das sind andere Spielertypen und so ein Typ wird Booker nie werden, d.h. wir definieren uns hier nicht über elitäres Playmaking, einzigartige Court Vision oder überragendes Decision Making, sondern erst einmal über Scoring. Deshalb habe ich Paul extra hier mitreingenommen.

Ich finde Lillard überragend und Kyrie mag ich inzwischen auch, aber ich weiß wirklich nicht was ich mit den Beiden als 1a anfangen soll. Das sind zwar mit die besten Spieler der Liga, aber mir fehlt irgendetwas. Das fehlt mir auch bei Book. Wie will man Booker wirklich seriös bewerten? Es gilt das Gleiche wie für Kokoskov auch. Book hatte jetzt in vier Jahren vier Coaches, ca. 70 Mitspieler und steht häufig alleine da. Man darf nicht vergessen, dass die Gegner sich hauptsächlich auf Booker fokussieren und er einfach nie NBA-Mitspieler an seiner Seite hatte. Kein Spieler kann so ein Team zum Erfolg führen.

Fakt ist aber auch, dass die Suns ein 19-Siege-Team sind und Booker ist das Gesicht davon. Das ist brutal unfair ( :!:), aber so ist es halt im Sport. Er kann zwar am wenigsten dafür, aber er ist der Max-Spieler im Team. Am Ende würde ich eher soweit gehen und behaupten, die Suns hätten ohne ihn keine 10 Siege geholt.

Ein weiterer Negativpunkt: seine Verletzungshistorie
Es war noch nicht die Mega-Verletzung dabei, aber er hatte ständig etwas anderes. Das muss man im Auge behalten und ich rechne das bei Spielern mittlerweile ein. Ich finde zum jungen Kyrie gibt es schon krasse Parallelen.

=> potentiell elitäres Scoring, solides Playmaking, keine Defense, ohne Zugpferd und Team erfolglos, immer mal wieder gerne verletzt.

Deandre Ayton
Ganz ehrlich: ich bin froh das die Saison zu Ende ist und die Leute nächstes Jahr über Zion sprechen können. Bereits vor der Draft war ich von den ganzen Diskussionen um Ayton/Doncic sehr ermüdet. Bekanntlich war ich stets auf Ayton und Doncic Island. Als die Suns Ayton gezogen haben, war für mich klar, dass sie das Langzeitprojekt nehmen, d.h. eine Bewertung macht nicht nur wegen dem Zirkus in Phoenix weniger Sinn, sondern auch weil der Big viele Schwächen hat. Das wusste man vorher und das Ayton Stand heute hinter Doncic/Young stehen sollte, ist keine Überraschung. Es war zu erwarten.

Viel eher bin ich überrascht was Ayton bis jetzt gezeigt hat. Kokoskov hat es trotzdem vorgezogen ihn „langsam aufzubauen“, was auch immer das heißen soll. Zu was Ayton vor allem offensiv bereits in der Lage ist, hat er mehrfach gezeigt. Doch plötzlich war dies sehr offensichtlich nicht mehr erwünscht und es war wichtiger das Jamal und Co. ihre Touches bekamen. Das ist eine Geschichte für sich und Ayton’s Rolle ist der Hauptgrund warum ich Kokoskov nicht mehr mag. Kokoskov setzt mMn Ayton so ein, wie wenn Carlisle unseren Luka als Spot-Up-Schützen nutzen würde…

Ayton kann mMn eine erste Option eines sehr guten Teams sein, mindestens 1 b oder 2. Davon bin ich mehr denn je überzeugt.

Aber:
Es war von Anfang klar das man ihn ausbilden muss. Er war und ist nicht ansatzweise so weit wie z.B. Doncic. Hier schließt sich nun der Kreis. Ist Kokoskov der richtige Coach und ist Phoenix das richtige Umfeld? Ayton ist ein riesiges Talent, welches Zeit und Hilfe benötigt. Einige Probleme sind erneut hausgemacht. => Spielsystem, zu wenig Playmaker, keine defensive Hilfe, dysfunktionaler Kader. Den anderen Teil muss Ayton selbst liefern. Es gilt diesen Sommer ohne Ende zu arbeiten.

=> Defense, Playmaking, Dribbling, Dreier, Ballhandling, Mentalität.

Ayton’s Floor ist für mich KAT. Ceiling: KAT mit besserem Playmaking und besserer Defense.

Hätte Kokoskov ihn machen lassen, was zu Beginn der Saison richtig toll funktionierte, dann würden wir bereits über ganz andere Boxscore Zahlen sprechen. 4 + Assists halte ich nach wie vor für seine Rookie Saison für überhaupt kein Problem, vor allem in diesem Kader. Als Kokoskov noch nicht dazwischen grätschte, hatte der Rook das nahezu aufgelegt. Ich halte sein Playmaking für extrem unterbewertet. Irgendwann wurde es sehr offensichtlich das er nicht mehr darf, sondern man arbeitete mit ihm nur noch am Perimeter, damit er den anderen den Ball in die Hände drücken konnte. Das er noch nicht dribbeln kann, schränkt ihn natürlich extrem ein. Auch sein Ballhandling reicht für eine große Rolle noch nicht. Aber eines ist sicher: wenn der Rook den Ball im Post bekommen hat, dann kam häufig was sehr Gutes dabei raus. Entweder schloss er selbst auf elitärem Niveau ab oder er löste die Situation mit vielen guten Pässen an den Perimeter. Auch hier ist mir völlig rätselhaft warum dies nicht länger verfolgt wurde und stattdessen lief man irgendwelche Systeme, worin Ayton nicht wirklich stattfand.

Auch seine defensiven Tools halte ich für unterbewertet. Es ist nämlich nahezu alles da. Das Fundament steht und das ist eine gute Nachricht. Ob man nun was daraus macht und wie er sich weiterentwickelt, steht auf einem anderen Blatt.

Mikal Bridges
Eine auf den ersten Blick unauffällige Saison. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass jedes Team ihn sofort mit Handkuss nehmen würde. Für mich gehört er spätestens nächste Saison zu den besten Defender der Liga. Seine langen Arme sind weltklasse und sein defensives Decision Making ist sehr überzeugend. Er macht viele Dinge, die ein Team benötigt und die nicht im Boxscore stehen. Mikal entwickelte sich, wie auch Ayton, während der Saison weiter, d.h. dies muss man Kokoskov unbedingt anrechnen. Bridges zeigte in der zweiten Saisonhälfte offensiv deutlich mehr Moves, er hat sein Playmaking erstaunlich schnell verbessert und sein Passing auf ein neues Niveau gehoben. Auf dem Papier war Bridges vor der Saison neben Ayton/Booker ein großartiger Fit und nach der Saison ist er es umso mehr. Bridges muss Teil der Zukunft sein. Er ist der typische Advanced Stats Liebling. Der Dreier muss besser werden!

Kelly Oubre
Es ist Liebe. Große Liebe. ♥ Wenn Kelly bleibt und ich dabeibleibe, dann wird er mein Nachfolger für Nash und Dragic. Sollte diese Franchise wieder in Spur kommen und Ayton/Booker/Bridges qualitativ der Kern sein, wofür ich ihn halte, dann ist Kissy Kelly die Kirsche auf der Torte.

Plan:
Ayton: 1a => Two-Way
Booker: 1b => 1,3-Way 😆 (ein bisschen Defense muss drin sein.)
Bridges: 3&D mit etwas Playmaking => Two-Way
Oubre: 6th Man, Energizer, Mentalitätsspieler, Scorer, Defender => Two-Way

Das ist natürlich Wunschdenken. Trotzdem ist dieses Szenario mit dem heutigen Wissen nicht aus der Luft gegriffen, im Gegenteil. Oubre, Booker und Bridges würde ich fast schon als „safe“ einschätzen. Es wird hauptsächlich an Ayton liegen wie gut die Suns werden können. Er muss als Big mittelfristig defensiv abliefern! Das ist alternativlos und in Sachen Playmaking, Ballhandling und Dribbling draufpacken.

Dazu ein NBA-Playmaking Point Guard, ein solider NBA-Power Forward und 2-3 NBA-Rotationsspieler. Da wir es mit Humor nehmen und nicht rumheulen, möchte ich nochmal darauf hinweisen, wie fürsorglich ich ständig das Wort „NBA“ nutze. Ich glaube das sagt schon alles. :mrgreen:

Das wäre mein Ansatz. Kelly ist mittlerweile ein wichtiger Leuchtturm von diesem Plan. Ich glaube die Suns brauchen ihn und ich glaube wir Fans brauchen ihn auch. Es ist zu viel in den letzten Jahren kaputtgegangen, auch emotional. Wing Tzun Kelly ist endlich wieder ein Spieler mit dem man sich identifizieren kann. Sowas ist für mich fast komplett neu. Dafür opfere ich gerne meine Zeit. Ich schaue 0,0 TV und wenn dann nur Streaming. Die Serien-Guckerei mit Anhang geht mir jetzt schon auf die Nerven, also müssen die Suns unbedingt wieder NBA-Basketball spielen und Kelly soll dabei sein.

TJ Warren

Warren wurde leider auch Opfer des Kaders. Anfangs bekam Ryan Anderson den Vorzug, was für viele Fans, mich eingeschlossen, ein Affront war. Das Ende ist bekannt. Kokoskov ist quasi in jedes Fettnäpfchen getreten, in welches er treten konnte. Warren war für mich der klare SF und Ariza das wofür er geholt wurde, ein Veteran der defensiv neben Ayton helfen sollte. Gut, heute wissen wir alle wie es (nicht) funktioniert hat.

Was meine ich mit Opfer?
Eigentlich denke ich nicht mehr in Positionsbezeichnungen, sondern nutze Playmaker, Wings und Bigs. Diese Saison hat mich gelehrt das Wort Power Forward doch wieder aus der Schublade zu holen. Warren ist kein Vierer, zumindest nicht gegen Starter und Stars. Von der Bank kommend ist das auf der 4 okay, aber mehr nicht. Die Suns haben Warren auch keinen Gefallen getan ihn nur als nomineller Vierer ranzulassen. Leider gab es keine anderen Optionen und so wurden seine defensiven Schwächen zur Last. Seine Stärken/Schwächen deckten sich mit denen von Booker/Ayton. Gerade Ayton brauchte am Anfang defensive Hilfe, aber die war nicht da. Viel schlimmer: ich finde es geht nicht schlechter als mit Anderson und Warren.

Lineups wie Canaan – Booker – Ariza - Warren - Ayton waren schlimm anzuschauen. Canaan war defensiv die größte Grütze, Booker auch, Ariza hatte keine Lust, Warren konnte nicht und all das bekam der Rook dann ab. Man nehme noch Jamal, Okobo und Jackson in die Rechnung und das Ding kann nicht ansatzweise funktionieren. Dementsprechend hat das Spiel der Suns ausgesehen. Warren ist für mich ein guter 6th Man oder ein solider Small Forward als Starter im richtigen (!) Team. Den Fit zu Ayton und Booker sehe ich nicht mehr. Hier hat ihm Oubre eindeutig den Rang abgelaufen und so muss man sich zwangsläufig zwischen TJ Warren und Josh Jackson entscheiden. (oder nicht?)

Ein weiterer Negativpunkt: auch er scheint sehr verletzungsanfällig zu sein, weshalb ich nicht weiß was ich mit seinem Vertrag anfangen soll. Jemand der für sich selbst kreieren kann ist sicherlich immer interessant, aber dann sollte es in der Kaderstruktur irgendwie passen. Ich finde bei den Suns passt es nicht. Übrigens würde ich zum gleichen Ergebnis kommen, wenn die Suns Young oder Doncic gezogen hätten. Warren sollte in ein Team spielen, welches instant Scoring benötigt und wo seine Schwächen besser kaschiert werden.

Es gibt ja diesen Spruch, man könne nie genug Wings im Kader haben. Ich würde da nicht mehr uneingeschränkt mitgehen. Ein „richtiger“ Power Forward hat genauso wie ein Point Guard an allen Ecken und Enden gefehlt. Auf der anderen Seite ist TJ Warren ein NBA-Spieler. Was brauchen die Suns? NBA-Spieler. Das macht es total kompliziert, weshalb ich keine Ahnung habe was man machen soll. Warren traden nur damit er weg ist, geht auch nicht. Da muss unbedingt ein NBA-Spieler zurückkommen.

Josh Jackson
Tief durchatmen. Für Jackson gilt auch das Argument „Umfeld“, aber nun mache ich eine Einschränkung. Um Himmels Willen was geht manchmal in seinem Kopf vor sich? Völlig aus der Verantwortung dürfen wir die Spieler trotz Umfeld nicht nehmen. Was Jackson da größtenteils abgeliefert hatte, war wieder eine Katastrophe.

Der Kansas-Josh ist überragend. Der Archie-Josh bringt binnen Sekunden alles zum Einsturz. Er hat das Talent das gesamte Team komplett runter zu ziehen. Auf jedes gute Spiel folgte die totale Ernüchterung. Bei so gut wie allen Spielern gibt es eine große Grauzone. Bei Jackson gibt es nur schwarz und weiß. Jonathan meinte mal „Hit oder Miss“ und das trifft exakt.

Interessant:
wie in der ersten Saison zeigte die Formkurve von Jackson im Verlauf der Saison stark nach oben. Sein Dreier wirkt mittlerweile relativ stabil, was sich auch in den Quoten bemerkbar macht. Seine Wurfform hat sich geändert. Er scheint also wenigstens an seinen Schwächen zu arbeiten. Ich habe schon länger den Verdacht, dass Jackson als erste Option am besten funktioniert. Das beschreibt bereits die komische Situation. Seine besten Spiele hat er ohne die Alphas rausgehauen.

Auch vor kurzem erst:
35/9/5 oder 19/10/4 mit 5 Blocks kann er dir mit soliden Quoten auflegen. Er verfügt über interessante Skills…und dann im nächsten Spiel geht wieder alles den Bach runter => Quoten sind richtig schlecht und Decision Making ist grausam.

Das Nächste:
Die besten Saisonleistungen kommen wieder nach dem All-Star-Spiel. Viele Teams werfen das Handtuch, häufig sind die Spiele nicht mehr so intensiv, die Qualität der Gegenspieler nimmt ab, es geht um nichts mehr, ihr wisst was ich meine.

Auch Tyler Ulis und Marquese Chriss hatten nach der Pause eine überragende Phase. Ich frage mich: welchen Wert hat das jetzt? Ist Josh Jackson langfristig nun doch der Knaller oder ist er es nicht und was will man mit einem Typen anfangen, der offensichtlich eine große Rolle benötigt, aber diese nicht verdient? Jackson ist keine erste Option, keine zweite und auch keine dritte. Wie funktioniert er als Komplementärspieler, als vierte oder fünfte Geige?

Josh Jackson oder TJ Warren? Überhaupt einer von davon? Upside/Risiko oder Qualität/Schwächen? Die Suns stehen vor ganz schwierigen Entscheidungen.

Elie Okobo
Bei Melton wird das Gleiche wie hier stehen. Keine Ahnung wie ich das bewerten soll. Statt die Point Guards hinter einem Veteranen auszubilden, wurden sie ins kalte Wasser geworfen und Spieler wie Chandler, Ariza und Anderson waren die Leader. Ja was soll man dazu noch sagen?

Mit Chriss/Bender hatte es nicht funktioniert, also macht man das Gleiche auf der 1 nochmal? Mir ist völlig schleierhaft was die Verantwortlichen sich dabei gedacht haben. Es ist akzeptabel, wenn es eine Struktur gibt. Es ist okay, wenn kein Rookie Coach den Laden schmeißt. Aber unter diesen Umständen? Okobo war total überfordert und wie soll das mit so einem Kader sonst aussehen?

DeAnthony Melton
siehe Okobo. Raus, rein, raus, rein, raus, rein, G-League, NBA, G-League, NBA, raus, rein. Ich finde man hat den Rookies keinen Gefallen getan und über das Ergebnis braucht man sich nicht wundern. Das gesamte Jahr über habe ich den Finger in die Wunde gelegt und diese Saison ist das Ergebnis davon. Ich bin der Überzeugung, man muss sich für einen entscheiden und ihn dann als dritten Playmaker/Point Guard ranführen und ausbilden. Stattdessen wurden sie Starter und waren überfordert. Nun mag man sagen:
Ja aber he, das ist doch nicht schlimm. Die Suns sind eh schlecht und im Rebuild.

Nein, nein, nein ❗ ❗ ❗ Ich halte das für ein komplett falsches Gedankenmuster. Die anderen Jungen brauchen nämlich Hilfe, allen voran Deandre Ayton und Devin Booker! Ist es wirklich wert, ihre Entwicklung zu riskieren, nur um Secondrounder auszuprobieren? Das ist okay, wenn man am Anfang oder in der Mitte des Rebuilds ist und keinerlei Talent im Kader hat. Die Suns haben Talent, also lasst es uns nicht mehr verschwenden!

Tyler Johnson
Kann ich im Grunde nichts dazu sagen, weil ich zu diesem Zeitpunkt total enttäuscht ausgecheckt hatte. Jedenfalls brachte Johnson wesentlich mehr Stabilität und Erfahrung. Zusammen mit meinem Herzblatt „Karate Tsunami Papi“, einem verbesserten Bridges, einem verbesserten Ayton und einem fitten Booker konnte man zunehmend erkennen, was in diesen Jungs steckt.

Für die Suns war es schon ein Upgrade, nur dass Jackson und Melton nicht mehr auf der Platte waren. Das muss man sich mal vorstellen. Es geht gar nicht um Johnson, Kelly oder Booker, sondern nur um die Tatsache, dass es bereits ein Upgrade war, bestimmte Spieler nicht mehr oder weniger zu spielen zu lassen. Johnson verletzte sich, King Kelly verletzte sich und alles stürzte schon wieder ein.

Die Sample Size ist klein, aber ich schließe einen Zufall komplett aus. Mit einem soliden NBA-Cast kann diese Franchise mit Ayton/Booker/Bridges/Oubre wieder scheinen. Das Problem dabei ist, ich weiß ich nicht wer diesen Cast erfolgreich zusammenstellen soll und ich weiß nicht ob der Coaching Staff dafür geeignet ist. Tyler Johnson ist sicherlich eine cooler Teammate und passt ganz gut, aber ob er die Dauerlösung ist, weiß ich nicht. Wie bereits gesagt, ich würde mir z.B. Picks + Johnson + Warren für passendere Spieler wünschen, áka PG und PF. Johnson mit fairem Vertrag als Bankspieler mit solider Rolle, warum nicht! Da bin ich sofort dabei.

Richaun Holmes
Holmes wurde von mir mit Lob überschüttet, weil er bedingungslosen Einsatz gezeigt hatte. Machen wir uns nun nichts mehr vor. Das zeigt wie die Saison gelaufen ist. An solchen Dingen mussten wir uns hochziehen, um diese Saison zu überstehen. Ich würde ihn gerne halten, aber bitte bitte bitte schließt zuerst die Baustelle auf der 1 und 4! Erst danach spreche ich über andere Spieler. Wenn Geld übrig ist und Holmes bleiben will, alles gut.

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Über die anderen Spieler möchte ich nichts mehr sagen. Ich halte es für notwendig, dass die Schonzeit jetzt endgültig zu Ende ist, d.h. keine Ausreden mehr. Die Verantwortlichen müssen in der Offseason eine Punktlandung hinlegen und die Spieler müssen dann liefern. Bis Ende der Offseason bleibe ich bei der Stange. Danach werde ich entscheiden ob ich mir den LP wieder kaufe.

Fazit
Bis zu meinem Ausstieg habe ich jedes Spiel aufgesaugt und alle Informationen inhaliert. In Phoenix ist so viel falsch gelaufen, dass man nicht weiß wo man anfangen und wo man aufhören soll. Aufgrund dieser Tatsache und all den Ereignissen, ist es sehr schwer sich vorzustellen, wie die Verantwortlichen den Bock umstoßen sollen. Statt auf einen hohen Pick, hoffe ich dieses Mal auf nachhaltig gute Arbeit, Kompetenz, Sachverständnis, kluges Management, sinnvolle Trades und Stabilität. Vielleicht sind dann auch nicht ständig hohe Picks notwendig, um wieder auf die Beine zu kommen.

Sarver ist jetzt in der Pflicht den jungen Spielern ein harmonisches Umfeld zu bieten. Wie sich das anhört. 😀 Wenn Spieler wie Josh Jackson dann nicht funktionieren, hat das einen ganz anderen Geschmack, als wenn die Young Guns aktuell scheitern. Wir werden uns immer fragen, was wäre passiert, wenn…

Phoenix war so eine attraktive, stolze und beliebte Franchise. Was daraus geworden ist, kann ich immer noch nicht richtig begreifen. Die Jüngeren unter uns kennen diese Suns vielleicht gar nicht mehr.

Was macht mich zuversichtlich?

Die Ausgangsposition könnte natürlich besser sein, aber ich halte die Situation immer noch für attraktiv. Man hat wieder einen hohen Pick und sie besitzen immer noch alle eigenen Picks. Der Kern ist mMn sehr viel besser als er teilweise gemacht wird. Ich kann total verstehen, wenn man von außen Zweifel hat, die hätte ich auch, wenn ich keine oder wenig Spiele gesehen hätte. Zwischenzeitlich hatte ich ja sogar selbst Zweifel. Trotzdem ist ein fitter Booker eine Naturgewalt und Ayton ein schlafender Riese. Igor muss liefern. Sarver muss liefern. Ich bin sicher, dann liefern auch die Alphas und es wird sich im Record widerspiegeln.

1. Kelly verlängern
2. Point Guard(s)
3. Power Forward
4. mehr Shooting
5. Valley Boyz rollen die Liga von hinten auf
6. Diesmal aber wirklich


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AntwortZitat
Veröffentlicht : 10/04/2019 6:50 am
sidney95
(@sidney95)

Bin froh, dass wir in Oklahoma City euch bei Punkt 2 helfen können. Dennis kommt zu euch in die Wüste und Warren wird bei uns 6ter Mann und gibt uns endlich einen starken Wing.
Deal?
DEAL!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 10/04/2019 3:11 pm
Seite 191 / 203
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