Warum Van-Gundy-Bal...
 
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Warum Van-Gundy-Ball nicht funktioniert  

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Julian Wolf
(@julian-wolf)

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.
Mit einer Bilanz von knapp 44% gewonnener Spiele stehen die Detroit Pistons momentan nicht auf einem Playoff-Platz im Osten. Seit Van Gundys Amtsantritt sprangen mittelprächtige Bilanzen von 32-50, 44-38 und ein 4-0 Erstrundenaus gegen die Cleveland Cavaliers heraus. Woran hakt es im Getriebe in der Motor City?

Zitat
Veröffentlicht : 01/02/2017 9:05 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Alles in Allem spielt Drummond dieses Jahr die Saison eines Rollenspieler. Im Angriff spielt er durchaus effizient (105 ORtg) in limitierter Rolle, defensiv ist er solide, ohne herauszuragen.

Ich würde ein 105 ORtg, nachdem der Ligaschnitt bei ca. 108 liegt, nicht als effizient bezeichnen.

Ansonsten guter Artikel.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/02/2017 10:48 pm
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Das dachte ich mir auch, hätte es aber wohl nicht unbedingt angemerkt, da sonst direkt wieder meine Twitter-Spezis aus ihren Löchern kriechen und sich bestätigt fühlen :mrgreen:

Ich weiß auch nicht, ob Reggie Jacksons Defense als solide bezeichnet werden kann. Mir ist er nie positiv aufgefallen, was man so hört und ließt ist er unterdurchschnittlich und auch die Tatsache, dass KCP immer den besseren Guard verteidigt, spricht auch nicht für ihn, da Crossmatching sich nur lohnt, wenn der Unterschied zwischen den Verteidigern so groß ist, dass man die Nachteile dessen in Kauf nimmt (schwierigere Orientierung in Transition/Early Offense etc.).

Ansonsten starker Artikel, der die Situation der Pistons gut zusammenfasst! :tup:

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 12:01 pm
Julian Wolf
(@julian-wolf)

Mal kurz zu den zwei Punkten: vielleicht habe ich eine zu nette Definition von solide... :mrgreen:

Also wenn ein Spieler nicht gerade ein krasser Minus-Verteidiger ala Kanter etc. ist, würde ich ihn immer noch als "gerade noch solide" bezeichnen. Jackson z.B. ist mir jetzt nie wirklich explizit negativ aufgefallen. Ein Plus-Verteidiger ist er sicher nicht, aber schon einer, den man in einer Team-Verteidigung verstecken kann, glaube ich.
EDIT: Ok, die On-off-Zahlen sind eigentlich schon deutlich: gegnerisches Ortg -> on court: 113,6 , off court: 104,6. Aber er kommt ja auch von einer Verletzung zurück...

Das gleiche gilt für Drummond. Ich wusste gar nicht, dass das League-Average beim Ortg 108 ist :stupid: . Macht seine Leistungen natürlich nicht besser, trotzdem ist er offensiv halt auch kein Minus-Spieler...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 12:38 pm
Simon Haux
(@simon)

Danke für den Artikel :tup: Die Pistons sind wirklich ein interessanter und irgendwie frustrierender Fall. Gerade die Pace und die Post-Up-Zahlen, die du am Ende nennst, sind völlig unverständlich.

Ich war noch nie der größte Drummond-Fan und sehe ihn inzwischen extrem kritisch. Auch bei den Diskussionen hier zu Wiggins/Talent/physischen Tools musste ich an ihn denken. Und auch schon bei dem Artikel zu Superstar-Skills/Rebounding, den du auch erwähnt hast.

Ich denke, dass die fehlende offensive Dominanz von Drummond auch den Zahlen der Power Forwards schadet, gerade im Vergleich zu den Magic mit Howard. Dadurch, dass Drummond im Low Post nicht unbedingt gedoppelt werden muss, bleibt den ohnehin schon nicht überragenden Schützen oft ein kleines bisschen zu wenig Platz.

Und wie du schon sagst: es gibt inzwischen viel mehr mobilere PF, die die Dreierlinie verteidigen können, als zu Howards Zeiten. Damit will ich Leuer, Harris und Morris aber gar nicht zu sehr in Schutz nehmen, sie treffen trotzdem einfach ein bisschen zu schlecht (und nehmen auch einfach noch nicht genug Dreier), um Drummond/Jackson/Smith den nötigen Platz zu verschaffen.

Naja, jedenfalls sehen auch Drummonds On/Off-Zahlen nicht gut aus.

Mit Drummond (1474 Minuten): 106,3 ORtg, 111,5 DRtg (Net -5,2)
Ohne Drummond (888 Minuten): 109,2 ORtg, 102,6 DRtg (Net +6,6)

Um das ganze besser einschätzen zu können, habe ich mir dazu noch KCP angeschaut, der wohl der beste Distanzschütze und auch der beste Flügelverteidiger im Team ist.

Mit KCP (1487 Minuten): 110,2 ORtg, 108,7 DRtg (Net +1,5)
Ohne KCP (874 Minuten): 102,6 ORtg, 107,2 DRtg (Net -4,6)

Drummond mit KCP (1150 Minuten): 108,9 ORtg, 112,5 DRtg (Net -3,6)
Drummond ohne KCP (324 Minuten): 97,4 ORtg, 108,2 DRtg (Net -10,8)

KCP ohne Drummond (337 Minuten): 114,5 ORtg, 96,4 DRtg (Net +18,1)

Besonders bitter ist, dass Drummond oft keine 30 Minuten auf dem Platz steht und häufig in der Crunchtime auf der Bank sitzt. Und er ist eben auch, abgesehen von seinem Rebounding, kein dominanter Verteidiger. Da war ihm Howard in seiner Prime meilenweit voraus und ist es wahrscheinlich selbst heute, im Herbst seiner Karriere, immer noch.

Mit Jackson müsste ich mich noch einmal genauer auseinandersetzen. Es ist jedenfalls bedenklich, dass er offensiv so ineffizient ist, obwohl er den Dreier ordentlich trifft. 3PAr und auch TS% sind ja exakt auf dem Niveau der letzten Saison. Aber er kommt einfach deutlich seltener zum Korb und dadurch auch weniger an die Freiwurflinie. Vielleicht ist er körperlich einfach noch nicht wieder bei 100%, da kann man evtl. noch auf eine leichte Steigerung hoffen.

Seine Verteidigung würde ich aber wie Jonathan zur Zeit eher nicht als solide bezeichnen, das erinnert inzwischen doch häufiger an Harden 🙄 Und um Screens kommt er sowieso nicht. Ach ja, dazu fällt mir ein: Jackson gets stuck on picks, and he's alarmingly susceptible to straight blow-bys against run-of-the-mill opposing point guards. His stance is casual, and his effort comes and goes.

Seriously: The best late-game play against Detroit might be handing the rock to Jackson's guy and clearing everyone else out of the way. Wiggle one shoulder, and Jackson will lunge that way with all his might -- leaving the other direction clear. Analysts talk sometimes about defenders "getting turned around." That happens quite literally with Jackson; he falls for some fakes so badly, he ends up spinning three-quarters of the way around and facing away from the ball for a half-second. :mrgreen:

Puh, insgesamt eine schwierige Situation.
Damit verbleiben zwei Optionen: Entweder man setzt auf das interne Wachstum des Teams plus einige Verstärkungen oder reißt das Team ein und setzt auf einen Neuanfang per Draft – der zweite Weg scheint aber unwahrscheinlich.
Ja, der zweite Weg scheint unwahrscheinlich und ist eigtl. bei einem noch so jungen Team auch nicht wirklich sinnvoll. Andererseits sind Drummond und Jackson für mich nicht nur Stand heute keine Stars, sondern werden wohl auch keine mehr. Man müsste also, selbst um dauerhaft um die zweite PO-Runde mitzuspielen, zunächst KCPs mögliche Max-Angebote mitgehen, womit man mit dem aktuellen Team bis 2019 mehr als 20 Millionen über dem Cap wäre. Um also Geld für einen guten Free Agent zu haben, müsste man schon 3 Spieler aus dem Quartett Jackson/Harris/Leuer/Marjanovic loswerden.

Wenn man KCP aber gehen lässt, kann man fast schon alles einreißen. Wenn Baynes im Sommer seine PO zieht, ist man auch ohne KCP am Cap und hat ein Team, dass wieder höchstens um Platz 8 kämpft. Wie schon gesagt, irgendwie frustrierend...

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Veröffentlicht : 02/02/2017 12:47 pm
d41
 d41
(@d41)

Ich sehe ganz ehrlich keinen Grund warum man nicht Drummond abgibt.
Vllt. wird er von einem GM völlig überschätzt und man kann so einen Trade gewinnen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 1:40 pm
Julian Wolf
(@julian-wolf)

Ja, Drummond abgeben würde aus unserer Sicht denke ich Sinn machen, gerade weil er glaube ich einen noch recht guten Ruf in der Liga hat. ABER: Er ist eben der angedachte Cornerstone von Van-Gundy-Ball und SVG müsste ihn ja selbst abgeben. D.H. ein Trade wäre das Eingeständnis, das seine Art Basketball mit diesem Personal nicht funktioniert.
Daher kann ich mir das nicht wirklich vorstellen...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 2:43 pm
Simon Haux
(@simon)

Aber das Eingeständnis wäre ja einfach, dass Drummond nicht der erhofft starke Spieler (geworden) ist, und nicht, dass SvGs Konzept/Plan/System falsch war. Grund für Kritik am GM van Gundy liefern für mich eher Spieler wie Jackson oder Harris, weil man bei denen schon vermuten/wissen konnte, dass sie nicht perfekt passen bzw. zu viele Schwächen haben. Wobei Harris so günstig geholt wurde, dass der Deal trotzdem super war.

Zurück zu Drummond: ich glaube nicht, dass sein Wert noch ähnlich hoch ist wie vor 1 oder 2 Jahren. Er stagniert mehr oder weniger seit seiner dritten Saison. Da er weder ein überragender Ringbeschützer ist noch besonders gut auf kleinere Spieler switchen kann, gehört er auch nicht zu den stark gefragten Defensiv-Bigs wie Jordan, Gobert, Noel, Embiid, Green, Thompson.

Damit ist er in meinen Augen schon fast überbezahlt und trotz seines Alters und des langen Vertrages evtl. kein besonders gutes Asset. Welche Teams könnten denn Interesse an ihm haben und auch die finanziellen Möglichkeiten, ihn aufzunehmen?

Die Sixers natürlich nicht, ebensowenig die Heat, Magic, Knicks, Wolves, Nuggets, Kings und Pelicans.

Bleiben noch...

Phoenix: Die Suns würden aber sicherlich weder Booker noch Chriss oder Bender für ihn abgeben und auch nicht ihren 2017er Pick.

Dallas: da bestünde sicher Interesse, aber Barnes oder den 2017er Erstrundenpick würden sie wohl auch nicht abgeben wollen.

Die Lakers: wenn sie ihren Pick behalten (um damit einen neuen PG zu draften), könnten sie bestimmt ein Paket mit Russel, Clarkson, Mozgov und irgendeinem zukünftigen Pick schnüren.

Brooklyn: 1 zu 1 gegen Lopez würden die Nets das bestimmt machen, aber sonst?

Das war's dann schon mehr oder weniger, und nichts davon bringt die Pistons wirklich weiter. Oder irre ich mich da komplett und ihr seht Drummonds Wert und Markt völlig anders?

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Veröffentlicht : 02/02/2017 3:29 pm
Arne Cas
(@arne-cas)

Denkst du echt die Lakers sind so dumm und geben Russel, Clarkson und einen Pick her? Das wäre viel zu sehr für einen unterdurchschnittlichen Startingcenter...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 3:47 pm
Simon Haux
(@simon)

Denkst du echt die Lakers sind so dumm und geben Russel, Clarkson und einen Pick her? Das wäre viel zu sehr für einen unterdurchschnittlichen Startingcenter...
Ich persönlich würde einen solchen Deal nicht machen. Aber zum einen sind die Lakers immer mal für eine dumme Aktion gut 😉 Zum anderen hätte das zumindest nicht nur Nachteile: man wäre Mozgovs Vertrag los. Man hätte einen PG mit deutlich mehr Potenzial als Russell, wodurch er entbehrlich wäre. Außerdem halte ich persönlich nicht übermäßig viel von Russell. Und auch Clarkson ist in einem sehr guten Team maximal ein 6. Mann.

Trotzdem wäre das kein guter Deal. Aber wie siehst du ihn, wenn es z.B. nur einer der beiden Guards wäre? Plus ein Pick 2019, wenn die Lakers vielleicht hoffen, langsam wieder die Playoffs anzugreifen.

Edit: Ich versuche doch nur verzweifelt, die Pistons irgendwie aus ihrer Sackgasse zu holen 😆

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 3:54 pm
Arne Cas
(@arne-cas)

Zum anderen hätte das zumindest nicht nur Nachteile: man wäre Mozgovs Vertrag los. Man hätte einen PG mit deutlich mehr Potenzial als Russell, wodurch er entbehrlich wäre.

Wer ist denn der deutlich bessere Pointguard als Russel im Kader? So wie ich dich verstehe willst du doch nur Drummond gegen Russel, Mozgov und Clarkson + Pick (Welcher Pick? Bis 2019 sind die 1st Rounder schon weg) traden? Ich denke Russel ist zurzeit nur für einen Star tradebar. Wir hatten das jetzt ja schon oft genug im Forum: Rookies und Sophmores, vor allem hohe Picks, werden sehr selten getradet. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass er sich woanders zu einem Star entwickelt und der GM im nachhinein den Trade deutlich verliert. Das Risiko geht Kupchak nicht ein.

Mein Trade: Drummond, Udrih und Smith gegen Mozgov, Clarkson & Young/Williams + 2 2nd Rounder
Es wäre sinnvoller statt ihm einen der Guardveteranen abzugeben (Young oder Williams). Beide treffen den Dreier sehr gut und sollten somit gut mit Jackson harmonieren bzw. eine Portion Instantoffense von der Bank. Russel neben Jackson kann ich mir nur schlecht vorstellen.

http://www.espn.com/nba/tradeMachine?tradeId=hkmag3v

Richtig weiterhelfen tut dieser Trade den Pistons aber auch nicht... Auf Guard hat man dann eine vernüftige Bank und genug Scoring aber auf Big sieht es immer noch dünn aus...

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Veröffentlicht : 02/02/2017 5:23 pm
Julian Lage
(@yul)
Admin

Ich glaube, ihr seht den Mozgov-Vertrag viel zu gut bzw. besser: viel zu wenig schlecht. Klar ist Drummond auch teuer und bringt nicht das, was man sich von ihm erhofft hat. Aber: Anders als Mozgov hat er noch Upside. Das ist auch denke ich gernerell der Vorteil der Pistons, dass man von den meisten Spielern noch ein bisschen mehr erwarten darf. Wenn man Drummonds Potential für so ein Paket aufgibt, ist das endgültig Sackgasse.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 6:52 pm
Simon Haux
(@simon)

Ich glaube, ihr seht den Mozgov-Vertrag viel zu gut bzw. besser: viel zu wenig schlecht.
Das sehe ich auch so. Deswegen müssten die Lakers in einem solchen Szenario nicht nur Gegenwert für Drummond anbieten, sondern auch noch für Mozgov draufzahlen. Da würden mir Clarkson, Young/Williams und Zweitrundenpicks nicht annähernd reichen.
Wer ist denn der deutlich bessere Pointguard als Russel im Kader?
Der 2017er Top3-Pick.
Welcher Pick? Bis 2019 sind die 1st Rounder schon weg
Wenn die Lakers den 2017er Pick behalten, geben sie auch 2019 keinen ab.

Steht auch alles in meinen beiden Posts drin 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 7:31 pm
Arne Cas
(@arne-cas)

Der 2017er Top3-Pick.

Entschuldigung. Das hatte ich irgendwie übersehen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 9:57 pm
Simon Haux
(@simon)

Kein Problem! Hätte ja auch sein können, dass ich einfach nur ein großer Calderón- oder Huertas-Fan bin 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/02/2017 10:28 pm
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