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Die zweite Liga  

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Fabian Thewes
(@irenicus)

Dies ist ein Blog Beitrag. Um den originalen Beitrag zu lesen, klicke hier »

Nach Jahren der Vorherrschaft der Westteams gegenüber den Ostteams (trotz der beiden Titel der Miami Heat) sollte endlich die Wende eingeleitet werden. Umso niederschmetternder sieht momentan die Tabelle der Eastern Conference aus. Dass im Westen der bessere Basketball gespielt wird, lässt sich auch mit Hilfe der Bilanz der Ost/West-Duelle nachweisen. Wie soll mit dem Problem nun umgegangen werden? Einige Lösungsvorschläge.

Zitat
Veröffentlicht : 08/12/2013 2:05 pm
Dennis Spillmann
(@denniss)
Admin

Ich finde gerade die Verknüpfung zwischen Draft und Ungleichgewicht interessant. Ich denke, dass man durch die Conferences eben im Schnitt dasselbe Talent nach West und Ost schickt, obwohl der Osten tendenziell viel schwächer aufgestellt ist.

Ich würde eine Kombination aus Spielplan-Umgestaltung (jedes Team spielt 3x gegen ein anderes; Auslosung entscheidet, wer nur 2x gegeneinander spielt) und Lotterie der schlechtesten 14 Teams bevorzugen, um auch langfristig dafür sorgen zu können, dass das Talent dort landet, wo es hinsoll: in die schwächere Conference.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 08/12/2013 5:51 pm
smido83
(@smido83)

Sehr interessanter Artikel, welcher ein mittlerweile ernorm großes Problem anspricht. Es war ja bereits die letzten Jahre so, dass der Osten schwächer war als der Westen, aber es war noch nie so drastisch wie momentan.

Ich habe mir heute erst die Tabellen angesehen und es ist schon fast lächerlich, dass das New Orleans als 13. platziertes Team im Westen, im Osten auf Platz 5 stehen würde! Wären sie mit Boston in einer Division hätten sie im Osten sogar Heimvorteil! 😯

Die Lösungsvorschläge finde ich daher sehr interessant. Wie schon richtig gesagt müssen DRINGEND die Divisions abgeschafft werden. Dies würde im ersten Schritt viele Probleme lösen. Mal aus einem anderen Blickwinkel. Wieso kann Miami insgesamt 12 mal gegen klar unterdurchschnittliche Teams spielen, aber Dallas/Houston/San Antonio/Memphis, allesamt klare Playoffanwärter, müssen sich untereinander schon in der reg. Season in jeweils 12 Spielen aufreiben.

Wo ist denn da die Gerechtigkeit? Der Osten ist mittlerweile so schlecht, dass dies sogesehen der einzige Weg ist generell in der Liga wieder eine halbwegs gerechte Verteilung im Schedule hin zu bekommen. Daher schließe ich mich Dennis an. Alle Teams müssen 3 mal gegeneinander Spielen. Im Osten wären dann natürlich viele Teams in der Bilanz absolut grauenvoll. Daher würden wahrscheinlich die Ost-Playofteams noch viel schlechter, die West Teams die es nicht in die Playoffs schaffen jedoch noch besser sein.

Daher habt ihr beide natürlich Recht, dass gleichzeitig die Lottery geändert werden muss. Also dass nur noch nach der Siegverteilung gezogen wird und die 14 schlechtesten Teams in der Lottery sind. Es würde wohl einige Zeit dauern, aber früher oder später würde sich die Liga dadurch wohl wieder regulieren. Man nehme nur mal den nächsten überdurchschnittlich starken Draft. Denn bis aus Sacramento und Utah wäüren wohl nur Ost Teams in der Lottery.

Also wer ruft Stein, bzw. dessen Nachfolger an? ... Ihr, oder soll ich das übernehmen? 😈

AntwortZitat
Veröffentlicht : 08/12/2013 10:51 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Meint ihr nicht, dass es ingesamt ein Wellenbewegung ist? Der Osten ist aktuell schlechter und bekommt aufgrund dessen die besseren Draftpicks. Dadurch verschiebt sich langfristig die Stärke hin in Richtung Osten, was wiederum auf die Zuteilung der Picks Einfluss nimmt. Dann ist der Osten womöglich wieder stärker.

Mit der Abschaffung der Division kann ich mich anfreunden, die anderen Ideen sind ein wenig halbgar.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/12/2013 7:25 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Meint ihr nicht, dass es ingesamt ein Wellenbewegung ist? Der Osten ist aktuell schlechter und bekommt aufgrund dessen die besseren Draftpicks. Dadurch verschiebt sich langfristig die Stärke hin in Richtung Osten, was wiederum auf die Zuteilung der Picks Einfluss nimmt. Dann ist der Osten womöglich wieder stärker.

Der Osten ist mittlerweile aber schon lange Zeit im Hintertreffen; im Prinzip seit 15 Jahren. Die Welle dauert also schon richtig lange an.

Dass das bald irgendwann wieder anders aussehen könnte, bestätigt der Artikel unter dem Punkt "Selbstregulierung", Glück (Zufall) und besseres Management vorausgesetzt. Eine Garantie gibt es nicht. Problematisch ist eben auch, dass der Osten gar nicht so hoch picken darf wie Schwäche der Teams eigentlich suggeriert, weil eben die miesen Ostteams, die aufgrund der Schwäche der EC dennoch die Playoffs erreichen, aus der Lotterie verbannt werden, obwohl sie die Auffrischung eigentlich nötig haben. Das heißt also, dass das Draftsystem nach den aktuellen Regelungen gar nicht so viel "gerade rückt" wie du es dir vorstellst.

Des Weiteren ist ein durchschnittlicher hoher Lotterie-Pick gar nicht so gut wie allgemein angenommen wird. Wahre Franchiseplayer finden sich selten - wenn sie denn überhaupt in einem Draftjahrgang vorhanden sind. Also auch aus diesem Grund ist die Lotterie kein zuverlässiges Instrument, um die Spielpläne und Ausgangspositionen in den jeweiligen Conferences anzugleichen.

Ich interpretiere deinen Beitrag einfach mal so, dass du dich einfach für den Punkt "Selbstregulierung" entscheidest? Mir gefällt dieser Weg nicht, weil man einfach unfaire und unsportliche (!) Spielpläne in Kauf nimmt. Genau genommen wird dadurch der Wettbewerb verzerrt (die guten Teams aus dem Westen werden für die Fehler der schlechten Ostteams bestraft, die guten Ostteams belohnt!). Ist das gut für die Sportart? Ich bezweifle es.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/12/2013 7:50 pm
Dennis Spillmann
(@denniss)
Admin

Mir gefällt dieser Weg nicht, weil man einfach unfaire und unsportliche (!) Spielpläne in Kauf nimmt. Genau genommen wird dadurch der Wettbewerb verzerrt (die guten Teams aus dem Westen werden für die Fehler der schlechten Ostteams bestraft, die guten Ostteams belohnt!).
Ich möchte hier ergänzend noch mal einhaken. Wir wissen bis heute gar nicht, wie groß der Abstand zwischen Ost und West wirklich ist. Wir haben zwar direkte Vergleiche zwischen Ost und West, aber im Prinzip müsste man noch die conference-internen Spiele so umrechnen, dass auch hier nur 2 Spiele stattgefunden hätten. Denn zwangsläufig müssen einige Teams auch öfter verlieren, wenn sie im Westen gegeneinander spielen. Die Kluft könnte also eigentlich NOCH größer sein als bisher durch den direkten Vergleich ausgedrückt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/12/2013 9:15 pm
Fabian Thewes
(@irenicus)

Mir gefällt dieser Weg nicht, weil man einfach unfaire und unsportliche (!) Spielpläne in Kauf nimmt. Genau genommen wird dadurch der Wettbewerb verzerrt (die guten Teams aus dem Westen werden für die Fehler der schlechten Ostteams bestraft, die guten Ostteams belohnt!).
Ich möchte hier ergänzend noch mal einhaken. Wir wissen bis heute gar nicht, wie groß der Abstand zwischen Ost und West wirklich ist. Wir haben zwar direkte Vergleiche zwischen Ost und West, aber im Prinzip müsste man noch die conference-internen Spiele so umrechnen, dass auch hier nur 2 Spiele stattgefunden hätten. Denn zwangsläufig müssen einige Teams auch öfter verlieren, wenn sie im Westen gegeneinander spielen. Die Kluft könnte also eigentlich NOCH größer sein als bisher durch den direkten Vergleich ausgedrückt.

Da hast du recht. Hatte auch schon drüber nachgedacht und ich vermute, dass die Kluft in Wirklichkeit noch größer ist.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/12/2013 10:07 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Ich verstehe trotzdem irgendwie nicht, warum der Osten so viel schlechter ist. Klar im Westen sitzen mit den Spurs, Lakers, Mavs, OKC usw. einige gut geführte Mannschaften, aber denen stehen die Pacers, Heat, Celtics doch eigentlich in nichts nach? Und von den Top-Picks gingen 7 der letzten 10 in den Osten (nur 2007, 09 und 12 nicht). Das Talent ist doch im Osten vorhanden, aber irgendwie wird es nicht genutzt. Wenn man sich die großen Trade- oder FA-Wechsel mal ansieht, dann stellt man fest, dass auch dort der Osten nicht unbedingt benachteiligt wurde. Melo, Stat, Boozer, Bynum, Garnett, Allen, Deron Williams, Tyson Chandler, Millsap und Al Jefferson gingen in den Osten, auf der anderen Seite stehen eigentlich nur Howard und Iggy. Für mich ist es teilweise verständlich, dass einige Ostteams so oft verlieren, weil sie verlieren wollen, nämlich Philly, Boston, Orlando, Toronto. Bei einigen anderen aber überhaupt nicht, vor allem die beiden New Yorker Teams. Ist das Zufall, dass das Scheiß-Management immer im Osten sitzt?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 14/12/2013 6:48 pm
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