Die Top 10 NBA Spie...
 
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Die Top 10 NBA Spieler 2017/18  

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Philipp Rück
(@poohdini)
Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

In Folge 285 steht der traditionelle Podcast an, indem die 10 besten Spieler der abgelaufenen diskutiert werden. Unter Einbezug der jeweiligen Rankings der einzelnen Mitglieder der NBA-Redaktion wurde mittels eines Punktesystems eine finale Liste erstellt. Ersatz-Host Philipp Rück bespricht mit den Redakteuren Nicholas Gorny und Patrick Preis sowohl alle Spieler, die die Top 10 verpasst haben, als auch in umgekehrter Reihenfolge schließlich die 10 Spieler mit den meisten Punkten und den sich daraus ergebend besten Spielern der Saison 2017/18.

Zitat
Veröffentlicht : 22/08/2018 2:23 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Ihr besprecht auch ALLE Spieler, die die Top10 verpasst haben :mrgreen: ? Und das in knapp 2 h. Da bin ich ja mal gespannt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/08/2018 4:20 pm
Simon Haux
(@simon)

Tolle Diskussion, danke dafür :tup:
Ich starte einfach mal mit ein paar Gedanken. Al Horford als #10 meiner Liste will ich gar nicht zu sehr verteidigen 😀 Den letzten Platz fand ich extrem schwer zu vergeben. Deswegen habe ich es per Ausschlussverfahren versucht und letztlich Playoffs (evtl. ein Argument gegen Lillard und Irving), Teamerfolg und Two-way-Impact (Jokic und Towns) stärker gewichtet. Die Plätze 10 bis 16 liegen für mich aber sehr nah beieinander. Hätte Irving in den Playoffs gespielt und seine Leistung aus der Regular Season dort auch nur annähernd bestätigt, wäre er ziemlich sicher in meiner Top-10 gelandet.

Bei eurer Diskussion über Green und später Embiid (der für mich auch ganz nah an der Top-10 ist) kam mir folgender Gedanke: Ist Embiid ein besserer Offensivspieler als Green? Und/oder ein besserer Defensivspieler? Er kreiert zwar einen etwas größeren Anteil seiner Abschlüsse selbst, aber dafür deutlich weniger für seine Mitspieler und er ist immer noch ziemlich ineffizient (101er ORtg in 278 Minuten in den Playoffs!).

Ich bin großer Embiid-Fan, sehe ihn aber (auch im Anschluss an die Star-Diskussion hier im Forum) immer noch eher als einen Spieler, der offensiv von anderen abhängig ist. Und Green hat in den Playoffs gezeigt, dass er noch immer das Zeug zum besten Verteidiger der Liga hat. Naja, beide sind denke ich relativ nah beieinander. Aber beim Hören des Pods kam es mir irgendwie so vor, als würden die Argumente gegen Green eigtl. auch sehr gut auf Embiid zutreffen. Allerdings sprechen Usage, on/off-ORtg und die Art seiner Abschlüsse natürlich sehr deutlich für Embiids größere offensive Bedeutung, also ziehe ich das Argument vielleicht doch lieber wieder zurück :mrgreen:

Eine Sache hat mich übrigens fast schon schockiert: Wie man in der Saison 2017/18 Westbrook vor Oladipo einordnen kann 😯 Ich erkenne gerne an, dass ich ihn zu hoch gerankt haben könnte (Platz 6-9 sind für mich wieder auf sehr ähnlichem Niveau). Aber er war so eindeutig besser als Westbrook, dass man das m.M.n. nicht einmal mit der Befürchtung rechtfertigen kann, dass er das Niveau des letzten Jahres vielleicht nicht halten wird (das sollte für das Ranking ja auch keine große Rolle spielen).

Hier mal ein paar Statistiken zur Offense, Oladipo vs. Westbrook (per ctg):

Usage: 31% vs. 38%
True Shooting: 58% vs. 52,7%
Assist Percentage: 21% vs. 46%
FGA assisted: 35% vs. 20%
3PA assisted: 55% vs. 43%
FG% am Ring: 67% vs. 59%
3P%: 37% vs. 30%

Oladipo trägt also auch enorme Verantwortung (natürlich nicht ganz so extrem wie bei Westbrook), ist dabei aber deutlich effizienter (auch wenn sein ORtg glaube ich nur geringfügig besser war als das von Westbrook).

Aber das ist ja nur die Offense. Defensiv dürfte unstrittig sein, dass Oladipo meilenweit vor Westbrook liegt, oder seht ihr das anders? Das DRtg der Pacers war letzte Saison mit Oladipo 7,5 Punkte besser als ohne ihn, er hat die höchste Steal-Percentage der gesamten NBA und die höchste Block-Percentage aller Guards (Roberson und Antetokounmpo sind die einzigen Wings, die einen höheren Wert haben).

Und das alles deckt sich für mich auch mit dem Eye-Test. Auch wenn mir klar ist, dass ich Westbrook schon immer etwas kritischer sehe als viele andere, haben mich die Punkte für ihn doch überrascht. Zumindest, wenn man gleichzeitig Oladipo außerhalb der Top-10 sieht.

Dazu kommt bei aller Kritik an OKCs Kader, dass George und Adams wahrscheinlich besser sind als alles, was Oladipo bei den Pacers neben sich hat.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/08/2018 4:42 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

Besten Dank für Content im Sommerloch, Männer. :tup: Für meinen Teil gibt es kaum etwas zu diskutieren, da alle Argumente Hand und Fuß haben. Sicherlich kann jeder bei bestimmten Themen anderer Ansicht sein, aber da ist die Argumentierung am Ende genauso sinnvoll. Deshalb mal wieder absolut top.

Mir tut es in der Seele weh Kawhi ignorieren zu müssen. Ich kann es eigentlich nicht.

Meine Top 10:

1. LeBron
2. Curry
3. Durant
4. Davis
5. Giannis
6. Harden
7. Paul
8. Butler
9. Embiid
10. Lillard

P.S.
Wer hat denn meinen Devin gewählt? Hatte Jonathan da etwa eine violett-orange Brille auf? :mrgreen:
Da fehlt noch ein gaaanzes Stück Impact bis zur Elite.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/08/2018 6:39 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Sehr unterhaltsam, Top :tup:

Was das Ranking angeht bin ich auf den ersten 6 Plätzen bei euch. Hätte AD zwar knapp vor Harden an 4, aber hier geht's um Kleinigkeiten.

Ab 7 find ich es kritisch. Da würde ich mich ebenfalls sehr schwer tun. CP3 wäre in einer PO Serie dort ebenfalls meine erste Wahl. Doch mein Vertrauen darin, dass er körperlich ein Team noch eine ganze Saison plus POs tragen kann, ist begrenzt. Houston und seine nicht elementare Rolle passt. Die können ihm in der RS die notwendigen Auszeiten geben.
Aber ich wäre mir z.B. nicht sicher wie sich CP3 gesundheitlich schlagen würde, wenn er über eine ganze Saison die offensive Verantwortung eines Lillards oder gar Rus (in der 16/17ner Saison) übernehmen müsste. Würde er das durchstehen?

Ähnliche Probleme hab ich auch mit Embiid. Sportlich ein klarer Top 10 Spieler. Doch da geht es mir wie zweien von euch bei Oladipo. Der muss für euer Ranking erst mal ein zweites Jahr beweisen, dass die Saison for real war. Das seh ich ähnlich. Gleiches muss mir jedoch Embiid in gesundheitlicher Hinsicht. Noch eine solche Saison mit 60+ Spielen (die Gesichtsverletzung war langfristig ja nicht besorgniserregend), dann wäre er für mich derzeit ein klarer Top10 Spieler.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22/08/2018 11:17 pm
Julian Lage
(@yul)
Admin

Ich poste auch noch mal meine Top 10, obwohl sie ja schon in die Übersicht eingeflossen ist:
1. Curry
2. James
3. Durant
4. Harden
5. Davis
6. Antetokounmpo
7. Butler
(8. Leonard)
9. Westbrook
10. Paul
Nachdem ich Kawhi rausnehmen musste, hab ich noch Towns als 10. rein. Da war ich also gar nicht so weit weg vom Konsens. Nur Towns hatte sonst niemand, glaube ich, der war aber für mich auch nur Notfallkandidat. Da könnte ich mit praktisch jedem anderen im Pod genannten leben, mich hat letztendlich das 127er ORtg letzte Saison überzeugt. Bei ihm sehe ich eigentlich auch noch die meiste Luft nach oben.

Dann zu Westbrook: Warum ich es nicht logisch finde, ihn raus und dafür Embiid reinzunehmen, habe ich ja schon länger mit Phil auf Twitter diskutiert. Vor allem, wenn Draymond nicht reinkommt, fehlt mir da irgendwie das konsequente Einhalten der eigenen Kriterien. Zu Simons Einwurf hier, dass Oladipo in jeder Hinsicht besser wäre: Erst mal ist Volumen doch noch was wert, und darin ist Westbrook kaum zu schlagen. Außerdem war Oladipo eben doch noch nicht so als Star gefragt, einfach weil die Pacers ganz anders wahrgenommen werden. Mein Hauptargument gegen ihn ist aber, dass ich diese Leistung nach einem Jahr einfach noch nicht ganz glaube. 110er ORtg ist jetzt btw. auch nicht um Welten besser als Westbrook.

Vielleicht das kontroverseste: Curry habe ich vor LBJ, weil ich seine Offense für noch weniger zu verteidigen bzw. noch wichtiger für den Rest des Teams halte. Seine Gravity ist einfach komplett einzigartig. Bei LeBron finde ich es auch extrem schwer, seine Leistungen der letzten 2 Jahre wirklich einzuschätzen. Die Teams sahen tendenziell schlechter aus, als es die individuelle Qualität annehmen ließe, die RS war extrem seltsam, und dann hat man mit Biegen und Brechen jeweils noch knapp den schwachen Osten gewonnen. Gegen die Warriors war dann aber eigentlich nichts zu holen. Ich bin extrem gespannt, wie das nächste Saison aussehen wird.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 1:27 am
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Schöner Pod, auch wenn ihr euch tendenziell meist sehr einig wart und es nicht allzu viel zu diskutieren gab. Glückwunsch an Patrick zum Einstand! :tup:

Zu Booker: Wie auf Twitter schon angemerkt, war ich das nicht STAT :mrgreen: Ich bin sehr von Bookers Zukunft überzeugt, aber er ist aktuell für mich zwar deutlich Top-30, aber noch lange nicht Top-10. In der kommenden Saison kann er vielleicht Top-20 oder so werden, wenn er so weitermacht wie bisher.

Zu Embiid über Green: Ich habe eure Diskussion nicht mitbekommen Julian Lage, aber für mich stehen Embiid und Green an entgegengesetzten Enden eines Spektrums von Offensivoptionen. Wie Poohdini im Pod ja auch sagt, läuft die Offense über Embiid und die komplette gegnerische Defense richtet sich nach ihm aus. Er kann meist nicht nur von einem Verteidiger übernommen werden und hat eine unglaubliche Gravity. Entsprechend stark verbessert er die Offense seines Teams, die einbricht, wenn er nicht spielt. Zusammen mit der Fähigkeit, eine Defense zu ankern, die ligaweit dann auf Topniveau agiert und so ein Kandidat für den DPoY zu sein, ist er für mich jetzt schon Top-10.

Green würde ich defensiv aufgrund der Vielseitigkeit noch stärker sehen, aber offensiv ist es bei ihm quasi andersherum: Die Offense läuft über seine Mitspieler und deren Gravity verschafft ihm Räume. Wenn Curry und Durant gedoppelt werden oder rotiert wird und Klays Defender an ihm kleben bleibt, wird Green zum Scoring eingeladen, was er oft nicht bestrafen kann. Auch sein sekundäres Playmaking lebt davon (und von der Transition). Keine Ahnung, wie man eine klare erste Option mit einer Vierten vergleichen will, aber für mich sind das Welten.

Zu Oladipo vs. Westbrook: Ich sehe sie auch sehr nah beieinander und hatte Westbrook letztlich auf 9 und Dipo auf 10. Wahrscheinlich ist Westbrook offensiv noch etwas stärker, aber seine Leistungen waren als er die erste, zweite und dritte Option der Thunder war deutlich besser (also höheres Volumen und höhere Effizienz) als letzte Saison, in der es scheinbar einfacher für ihn hätte sein müssen. Denke aber, dass es da bei ihm auch etwas am Gefühl für die richtige Entscheidung mangelt. Wie viel ein Spieler wert ist, der in einem Team ohne andere (offensive) Stars ofenbar am besten agiert und so auf nicht mal 50 Siege kommt, ist halt die Frage. Dann kommen wir zur Defense, wo ich (wie auf Twitter bereits argumentiert) Oladipo letzte Saison wie Simon sehr stark fand, was ihn auf eine Stufe mit Westbrook stellen kann.

Im Pod kam für mich auch nicht richtig rüber, warum man Westbrook denn noch in der Top-10 haben könnte. Es wurde eher besprochen, warum er nicht mehr Top-6 ist. Wenn Patrick96 sagt, ihm seien die Alternativen ausgegangen, dann kann man ja immerhin noch erklären, warum man ihn über dem folgenden Tier um Irving, Lillard, Towns, Jokic etc. sieht.

Butler hätte ich eigentlich über beiden haben müssen. Da hat mich die argumentation im Pod überzeugt. Ich hatte seine Impact einfach nicht korrekt im Kopf und habe ihm das Abschneiden der Wolves zu sehr angelastet, für welches er offenbar am wenigsten etwas kann.

Zu Paul: Finde den Punkt mit dem vielleicht zu zurückhaltendem Scoring sehr interessant und wichtig. Davon ab sehe ich, wie auf Twitter letzte Woche auch ausführlich dargelegt, Paul deutlich stärker als Westbrook und hätte ihn sogar noch einen Spot höher auf 7 schieben müssen, da das einzige Argument gegen ihn - seine Gesundheit - gegen Embiid nicht wirklich zieht. Ich schiebe diesen Fauxpas mal darauf, dass ich die Liste ziemlich spontan in einem Café im Urlaub angefertigt habe, nachdem ich Phils Aufruf gesehen hatte.

Zu LeBron vs. Steph: In der RS meinetwegen, aber wie man nach diesem PO-Run LeBron nicht klar an 1 haben kann erschließt sich mir nicht so ganz. Bin da voll bei Nicho: LeBron war selbst in Spiel 1 der Finals offensichtlich der beste Spieler auf dem Feld. Curry ist "nur" schwer zu verteidigen, wenn sein Wurf fällt (was meist der Fall ist). Wenn nicht, hat er es schon schwer, wie man in einzelnen PO-Spielen immer wieder sieht. Die Warriors geinnen dann halt trotzdem - auch wegen seiner Gravity, aber in erster Linie weil diese von Spielern wie Durant genutzt werden kann. Wie Phil erklärt hat, gibt es ja auch Taktiken, die funktioniert haben, um Curry einigermaßen aus dem Spiel zu nehmen. Wenn er nicht neben Klay und vor allem Durant spielen würde, würden wir das wohl noch viel häufiger sehen.

Gegen LeBron gibt es sowas einfach nicht, weil sein Inside Game kein Mensch verteidigen kann, nicht mal die Dubs oder Celtics. Wenn dann noch der Wurf fällt, macht er halt locker 40/10. Ich halte LeBron aufgrund seines Scoring-Pakets gepaart mit dem (auch Steph überlegenen) Playmaking für schwerer zu vertedigen als Curry oder sonst wen in der Liga. Die Warriors sind abseits von Curry so viel schwerer zu verteidigen als die Cavs abseits von LeBron, dass ein Vergleich eh schwer fällt. Und nein, das liegt nicht daran, dass die Cavs underperformen oder so. Ich würde sogar behaupten, dass Spieler wie JR oder TT ohne LeBron nie so performt hätten und solche Verträge bekommen hätten (mal unabhängig von Klutch Sports). Weiß nicht, ob Love bei einem Contender grundsätzlich viel besser aufspielen hätte können (was auch aufgrund seiner psychischen Probleme auch einfach nicht wirklich abzuschätzen ist). Hill scheint einfach in die Jahre zu kommen und war teilweise nicht fit, ebenso Korver und Clarkson taugt einfach nichts. Defensiv gibt es bei LeBron immerhin noch den Gang, den er manchmal hochschaltet, den Curry einfach nicht hat, auch weil er körperlich natürlich vergleichsweise stark limitiert ist.

Es ist natürlich stark hypothetisch, aber für mich spricht vieles dafür, dass ein Steph Curry mit solch einem Team nicht mehr gerissen hätte als James, oder es ähnlich weit geschafft hätte. Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Bei LeBron haben wir es gerade erst gesehen. Zudem ist Curry doch recht oft verletzt, während LeBron quasi noch nie verletzt ausgefallen ist.

Zu Kawhi: Hätte ich, wenn fit, seit einem Jahr auf 3. Offensiv gibt es da mittlerweile nichts mehr zu bemängeln und defensiv gab es das eh noch nie. Ich hoffe inständig, dass er bei den Raptors wieder auf dieses Niveau kommen kann. Dann wird auch der Osten und werden potentiell die Finals richtig spannend.

Der Vollständigkeit halber noch meine Abstimmung:

1. James
2. Durant
3. Davis
4. Curry
5. Harden
6. Antetokounmpo
7. Embiid
8. Paul
9. Westbrook
10. Oladipo

Und wie ich es nach all den Diskussionen und inkl. Leonard sehe:

1. James
2. Durant
[3. Leonard]
4. Davis
5. Curry
6. Harden
7. Antetokounmpo
8. Paul
9. Embiid
10. Butler

Was ist ein Sommerloch? 😎

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 1:36 pm
Sebastian Hansen
(@sebastian-hansen)

Westbrook hatte halt einfach ne schlechte Saison. Wenn man nur die bewertet, ist es schon gerechtfertigt, ihn aus den Top 10 zu nehmen. Bin mir aber sicher, dass das nächstes Jahr wieder anders aussehen wird.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 2:29 pm
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Westbrook hatte halt einfach ne schlechte Saison. Wenn man nur die bewertet, ist es schon gerechtfertigt, ihn aus den Top 10 zu nehmen. Bin mir aber sicher, dass das nächstes Jahr wieder anders aussehen wird.

Nicht, dass ich es grundsätzlich anders sehe, aber was macht dich da so sicher?

Und nachdem du ihn letztes Jahr an 1 hattest: Wo hättest du ihn dieses Jahr gehabt?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 2:32 pm

Nicht, dass ich es grundsätzlich anders sehe, aber was macht dich da so sicher?

Er nimmt einfach weniger Würfe, weil er jetzt neben Paul George spielt und das in der letzte ... oh, wait. Nevermind. Was macht dich da so sicher, Sebastian?

Ich hatte auf Twitter schon die Inkonsistenz bei den Verletzungen angemerkt. Vielleicht hier nur noch mal in Kürze:

Paul: 58 Spiele
Curry: 51 Spiele
Embiid: 62 (+ 8 Min vs. New York) Spiele

Entweder beachtet man die Verletzungen gar nicht. Dann gehört Paul (ohne Leonard) wahrscheinlich noch höher. Oder die Verletzungen zählen und man sieht, dass Curry fast 40% der Saison verpasst hat und er gar nicht so weit oben stehen kann. Das ist für mich einfach unschlüssig. Gerade bei Curry den benefit zu geben, obwohl er den Warriors wahrscheinlich einen Titel gekostet hat, weil er eben verletzt war UND das Verpassen der ersten PO-Runde, passt einfach kein Stück zusammen.

Was ich hier vermisse, ist ein Feature, das wir irgendwann hoffentlich selbst kreieren können: True per Game Stats. Das wäre einfach augenöffnend: Wir rechnen die per Game Stats aus, als hätte jeder Spieler wirklich 82 Spiele gemacht und können so den Einfluss in einer Saison sehr viel besser ablesen. Bei Curry vs. Harden bspw.:

Curry: RS: 16,4 PPG, PO: 18,2 PPG
Harden: RS: 26,7 PPG , PO: 28,6 PPG

Ich hab keine Lust, weiter zu rechnen. Was ich zeigen möchte, ist ersichtlich: Der tatsächliche Einfluss von Steph Curry auf game-by-game-Basis ist relativ klein im Gegensatz zu so gut wie allen anderen Spielern in der Top 10. Entweder argumentiert man nicht gegen Paul oder setzt Curry runter. Ich denke, dass es einen absoluten recency bias aufgrund der Playoffs und des Ausgangs gab. Curry war in der zweiten Runde dann irgendwann fit und konnte okay performen (PPG unter PO-Schnitt, ineffizienteste Playoffs seiner Karriere, aber immer noch besser als Westbrook :mrgreen: ), aber das hebt ihn 17/18 nicht über Harden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 3:07 pm
Rapsack
(@rapsack)

Ich möchte doch nochmal eine Lanze für AL Horford brechen.

Ich sehe ihn auf PLatz 7-10. Irgend wo da. Ich sehe Ihn auch noch vor Embiid.

Ja, er ist nicht so dominant, aber er ist einer DER Ankerspieler der Liga sowohl in der Offense als auch in der Defence.
Er hat einen zurückhaltenden Charakter und seine Spielweise ist nicht spektakulär. Aber wenn nichts mehr geht, da geht doch noch was über ihn. Er braucht keine besonderen Mitspieler. Wer mit ihm auf dem Platz ist, wird stärker. Er ist in der Lage die Schwächen seiner Mitspieler zu kaschieren und selber zu liefern. Er kann immer das geben, was gerade gebraucht wird. Im Grunde müßte er der Traum eines jeden Coaches sein.

Er mag nirgend wo, in keinem Skill absolut top sein, doch alles was er macht, macht er auf extrem hohen Niveau mit extrem hoher Vielseitigkeit. (Wo ich es schreibe fällt es mir auf) In diesem Skill (Vielseitigkeit auf höchsten Niveau) ist er absolute Topklasse. Er ist Top 3-5 der Universal-Spieler. Er kann wie kaum ein anderer ein Team anführen. In seiner Gegenwart entwickeln sich insbesondere junge Spieler in erstaunlicher weise. Die Entwicklung von Brown, Tatum, Rosier etc ist kein Zufall. Er hat daran großen Anteil, dass diese Spieler immer mehr Verantwortung übernehmen und daran nicht scheitern sondern wachsen. Er gibt dem Team wie kein 2er Sicherheit. Außer LeBron sehe ich hier keinen anderen der ein Team in allen Facetten so stärken kann.

Zuletzt möchte ich nur an die Playoffs erinnern wo er Embiid und Janis extrem gut verteidigt hat, und er selber aber offensiv, wenn es darauf ankam, problemlos liefern konnte.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 4:04 pm
Jonathan Walker
(@straw)
Admin

Ich hatte auf Twitter schon die Inkonsistenz bei den Verletzungen angemerkt. Vielleicht hier nur noch mal in Kürze:

Paul: 58 Spiele
Curry: 51 Spiele
Embiid: 62 (+ 8 Min vs. New York) Spiele

Joa, David hatte es auf Twitter schon ganz treffend ausgedrückt: Paul bricht halt jedes Jahr in den Playoffs früher oder später zusammen und ist dann in den entscheidenden Spielen nicht fit. Das ist jetzt so oft passiert, dass man es leider bei sowas auch nicht mehr komplett ignorieren kann.
Stimme dir aber zu, dass man es in der Konsequenz auch bei Curry negativ anlasten muss.
Wenn man die RS stark gewichtet, muss man auch bei Embiid beachten, dass er nicht alle RS-Spiele macht. In den Playoffs haben wir da aber bislang bei kleiner Sample Size kein Problem gesehen (außer vielleicht die mangelnde Ausdauer am Ende von Spielen).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 5:14 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Ich finde ihr habt euch mit dem Kriterium "nur letzte Saison" das Leben selbst etwas schwer gemacht.

Denn gerade was Verletzungen und Leistungen angeht ist es ja vollkommen normal, dass man bei großen Abweichungen zu den Vorjahren etwas vorsichtig ist.
Denn nimmt man nur die nackten Vorjahreszahlen dann kann Curry bei der geringen Anzahl von Spielen einfach nicht in den Top5 sein. Aber auch Irving (mit dem verpassen der wichtigsten Phase) darf dann keinen Punkt bekommen. Und die Zweifel ob Oladipo die Leistung bestätigen kann ist dann kein Argument für diesen Zeitraum. Ebenso dürften dann Lillards Heldentaten in zurückliegenden POs nicht den schlechten Eindruck der letzten POs kaschieren.

Deshalb gefällt mir das Kriterium "Prognose nächste Saison" besser. Natürlich gibt's auch da keine Musterlösung. Die Einordnung von Embiid aufgrund seiner Verletzungshistorie ist auch dann sehr schwierig. Welchen Sprung Junge a la Simmons, Mitchell, Tatum & Co machen ist immer schwer zu sagen. Aber in der Regel hat man größere sample size ob ein Spieler als verletzungsanfällig gilt oder nicht. Und auch Leistungsschwankungen wie z.B. bei Westbrook von einer Saison zu anderen können etwas relativiert werden - sofern man die letzte Saison nicht als tatsächlich ist Stand sieht. Denn gerade bei ihm verschlechtert der miese Saisonstart in den ersten Wochen den Gesamteindruck mächtig.
Aber die Kriterien sind natürlich Geschmacksache.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 7:30 pm
Julian Lage
(@yul)
Admin

Bei Westbrook war das letzte Jahr allen Anzeichen zufolgen ein negativer Ausreißer nach unten, an dem vermutlich Melo und der auch sonst unrunde Kader nicht ganz unschuldig sind. Melo ist weg, dafür Schröder da, das muss nicht unbedingt ne Verbesserung sein... Aber ich würde einfach ne Wiederannäherung an den Durchschnitt erwarten, es gibt ja z.B. keine sinnvolle Erklärung für die gesunkene FT%. Außerdem muss man denke ich seine Gesundheit schon als Vorteil gegenüber Paul und Co sehen.

Zu Embiid über Green: Ich habe eure Diskussion nicht mitbekommen Julian Lage, aber für mich stehen Embiid und Green an entgegengesetzten Enden eines Spektrums von Offensivoptionen. Wie Poohdini im Pod ja auch sagt, läuft die Offense über Embiid und die komplette gegnerische Defense richtet sich nach ihm aus. Er kann meist nicht nur von einem Verteidiger übernommen werden und hat eine unglaubliche Gravity. Entsprechend stark verbessert er die Offense seines Teams, die einbricht, wenn er nicht spielt. Zusammen mit der Fähigkeit, eine Defense zu ankern, die ligaweit dann auf Topniveau agiert und so ein Kandidat für den DPoY zu sein, ist er für mich jetzt schon Top-10.

Klar spielen die beiden unterschiedlich, aber das machen die ganzen vergleichsweise diskutierten Guards auch. Mein Problem ist wie gesagt, dass Embiids mieses ORtg ignoriert wird. Aus der Distanz war er btw. auch kaum besser als Dray. Und der war immerhin überdurchschnittlich effizient mit seiner gesamten Offense. Also mal etwas zugespitzt: Warum will ich einen High-Volume-Spieler, der ineffizienter ist als ein Low-Volume-Spieler? Das gilt eben vor allem, wenn man gleichzeitig Westbrook für fehlende Effizienz rauswirft und z.B. Paul mit rein nimmt. Da sind dann einfach die Kriterien nicht in sich konsistent.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 7:31 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Entweder beachtet man die Verletzungen gar nicht. Dann gehört Paul (ohne Leonard) wahrscheinlich noch höher. Oder die Verletzungen zählen und man sieht, dass Curry fast 40% der Saison verpasst hat und er gar nicht so weit oben stehen kann. Das ist für mich einfach unschlüssig. Gerade bei Curry den benefit zu geben, obwohl er den Warriors wahrscheinlich einen Titel gekostet hat, weil er eben verletzt war UND das Verpassen der ersten PO-Runde, passt einfach kein Stück zusammen.

Bei Paul ist es kein singuläres Problem, das ihm letzten Jahr aufgetreten ist, sondern ein wiederkehrendes Phänomen, das ihm und seinen Teams wahrscheinlich mehr Erfolg gekostet hat in der Vergangenheit und so womöglich sogar im letzten Jahr. Curry hatte seine Verletzungen, aber er war in den letzten Jahren in fast allen wichtigen Spielen dabei und meistens auch fit. Das ist eine ganz andere Dimension bei Paul.

Paul verletzte sich auch meistens dann, wenn die körperliche Belastung besonders hoch ist. Die Frage bei unserem kleinen Gedankenspiel "um wen würde ich mein Team aufbauen?" muss also auch beachten, dass Paul als erste Option mit entsprechender Verantwortung, Usage und Belastung nicht ausdauernd genug ist für einen tiefen Run. Das ist eine nicht unbedingt gewagte Behauptung, oder?

Der zweite große Punkt bei Paul ist außerdem wie im Pod angesprochen, dass er ja quasi nur die zweite Option ist. Er ist der de facto BackUp von Harden, was sich darin äußert, dass sein Anteil gegen Bench-Units deutlich größer ist. Darüber hinaus profitiert er vom Einfluss, den Harden auf die Offensive hat, wenn sie gemeinsam spielen. Die Situationen, in denen er für sich kreiert, sind an sich günstiger als es dies als 1. Option wäre.

Dass du Harden vor Curry hast, kann ich nur aufgrund der letzten Saison eindeutig verstehen. Aber Curry genießt eben wirklich neben James und Durant als einziger mittlerweile den benfit of the doubt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/08/2018 11:44 pm
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