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Sacramento Kings | NBA Previews 2017-18  

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 STAT
(@STAT)

dieses Argument des Evaluierens würde ich gerne erklärt bekommen. die Trainer sehen die Spieler doch in jeder Trainingseinheit und man kann Spieler auch in 10min Spielzeit einschätzen. läuft doch bei einem Pop oder so auch nicht anders. Spieler erkämpfen sich ein paar Minuten Spielzeit im Training, spielen ein paar Minuten und ein Coach erkennt dann die Schwächen etc. daran arbeitet der Spieler und verbessert sich hoffentlich und verdient sich dadurch weitere Minuten. das funktioniert seit Jahren so in den meisten Franchises. als ob der Coaching Staff Spieler nur evaluieren kann, wenn die Rookies 25min Spielzeit bekommen. sorry, aber das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. zumal ihr mir das mit den Minuten eh zu kritisch seht. ein Hill wird vermutlich sehr viel Spielzeit erhalten, ok, kann ich die Kritik sogar ein bisschen nachvollziehen bei den ganzen BC Talenten. dass da 30min Spielzeit für einen reinen Mentor eventuell zu viel sind. aber Z-Bo und Carter werden mMn keine 20min erhalten.
Menschen sind keine Maschinen. Wenn das so wäre, ist die Draft für alle Scouts einfach. Es würde keine Busts geben und es würde niemanden wie Dray oder Giannis geben. Entwicklung ist ein Prozess der Zeit benötigt. Theorie/Training und Praxis sind zwei komplett verschiedene Sachen. Nur auf dem Court zeigt sich letztendlich wer sich durchsetzt und wer nicht.

Je mehr Zeit ein Spieler bekommt um zu zeigen wer er ist, umso höher ist die Chance das er den Prozess der Entwicklung erfahren kann. In der Trainigshalle fehlt der Druck. Diese Situationen können überhaupt nicht miteinander verglichen werden. Wenn du deine Fahrstunden nimmst, machst du 100 Mal das Gleiche und es klappt. Wenn dann der Prüfer hinten drin sitzt vermasselst du es weil du mit dem Druck nicht klar kommst.

Wir sprechen von ausschließlich jungen Spielern die 18-23 Jahre alt sind. Hier sind wir noch in diesem Punkt an dem Entwicklung sehr stark stattfindet. Das betrifft sowohl die Persönlichkeit als auch das sportliche Talent.

Selbst Pop/Kerr und all die Scouts machen haufenweise Fehler. Niemand kann in einen Menschen hineinschauen. Diese Fehler kann man statistisch minimieren wenn man testet. Je mehr Daten von Spielern vorhanden sind, desto genauer wird das Ergebnis des Testes sein.

Es spielt einen großen Unterschied ob ein Spieler 10 Minuten oder 30 Minuten getestet wird. Hier kommen zudem unendliche psychologische Gründe dazu und das betrifft direkt ebenfalls die sportliche Entwicklung eines Menschen die vorallem in diesem Alter stattfindet.

Deshalb ist z.B. statistisch von einem 28-jährigen Spieler keine "große" Entwicklung mehr zu erwarten. Skal Labissière ist jetzt 21. In diesen Momenten entscheidet sich ob er eine NBA-Karriere haben wird oder nicht. Labissière kann trainieren bis er grün und blau wird wenn er seine Skills und sein Talent nicht in die Praxis umgesetzt bekommt. Wenn man sowieso nichts zu gewinnen hat ist jetzt die Zeit ihn zu testen um möglichst viel über diesen jungen Mann herauszufinden. Das was gestern war und der Scout gesehen hat interessiert nun nicht mehr. Labissière muss jetzt liefern.

Junge Menschen liefern dann am besten wenn man ihnen vertraut und sie Fehler machen lässt. Rückschläge hat jeder Mensch, jeder Spieler. Aber das ist vollkommen egal. Entscheidend ist die Reaktion auf den Rückschlag. Große Spieler (NBA-Spieler) kommen nach einem Rückschlag stärker zurück. Fehler machen gehört zu diesem Prozess des Lernens! Wenn du in der Trainingshalle einen Fehler machst hat das komplett andere Auswirkungen auf dich und dein Umfeld als in der Situation in der es richtig darauf ankommt.

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Was glaubst du welches ungalublich hohe Maß an Konzentration nötig ist um in der NBA spielen können? Du musst immer voll da sein. Für 10 Minuten schafft das ein Spieler vielleicht. 30 Minuten schafft er vielleicht nicht. Das muss getestet werden wenn man möglichst viele Daten möchte.

Liefert mir ein Spieler über 30 Minuten den gleichen Impact wie über 10? Wie reagiert ein Spieler auf den Stress wenn er hauptverantwortlich für Sieg oder Niederlage ist? Wie kommt er mit den vielen Spielen innerhalb kurzer Zeit klar? Wie ist die Anbindung zu seinen Teammitgliedern über eine längere Zeit? (in diesem Fall 30 Minuten) Wie reagiert der Spieler wenn es im Spiel schwierig wird? Welchen Einfluss hat er auf das Spiel und auf seine Mates?

Diese Fragen kann ich bis morgen früh weiter führen.

Vergleiche zu Win-Now-Teams sind legitim, man will auch Win-Now sein. Aber da ist die Struktur eine komplett andere. Wer soll bei GSW Durant den Platz streitig machen und warum sollen die Warriors 30 Minuten einen Rookie testen wenn man jetzt gewinnen will?

Aber auch diese Teams können aus späten Firstroundern oder Secondroundern Gold machen. Es spielen so viele Ursachen eine Rolle. Aber die Kings haben jetzt das Zepter in der Hand den jungen Spielern ein gutes Umfeld zu schaffen sodass sie Leistung bringen könnten und dazu gehört Vertrauen und Spielzeit. Das garantiert nicht das ein junger Spieler sehr gut wird, aber es erhöht die Chancen.

Das betrifft übrigens auch die Kultur. Das ist Nachhaltigkeit. Ein paar Vets verpflichten ändert nichts am Image. Du musst eine klare Linie haben und authentisch arbeiten. Das ist ebenfalls ein Prozess der Zeit benötigt. Das schafft man z.B. auch mit Öffentlichkeitsarbeit und kompletter Transparenz.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/09/2017 6:53 pm
Timo Kanbach
(@coach-k)

Je mehr Zeit ein Spieler bekommt um zu zeigen wer er ist, umso höher ist die Chance das er den Prozess der Entwicklung erfahren kann. In der Trainigshalle fehlt der Druck. Diese Situationen können überhaupt nicht miteinander verglichen werden. Wenn du deine Fahrstunden nimmst, machst du 100 Mal das Gleiche und es klappt. Wenn dann der Prüfer hinten drin sitzt vermasselst du es weil du mit dem Druck nicht klar kommst.

Eine sehr interessante Diskussion die hier entbrannt ist. Ich stehe in der Woche ca. 9 - 10 Stunden in der Halle und trainiere Spieler.
Und Druck im Training und Druck im Spiel sind zwei völlige unterschiedliche Situationen so wie es STAT beschrieben hat.

Die Dynamik im Training ändert sich komplett ob ich 1 vs 1 spiele oder 2 gegen 2.
Ab dem Moment wenn ich 3 gegen 3 kommen wieder neue Komponenten hinzu die alles deutlich komplexer machen.
Entsteht hier aber Druck, sicherlich.
Ein Coach hat Druck über den Faktor Zeit oder die Komplexität aufbauen im Training um nur mal Beispiele zu nennen.

Genauso ist es anders wenn ich Systeme über 5 gegen 0 oder 5 gegen 3.

Aber wenn ich in einem Spiel stehe muss ich die Entscheidungen die ich vorher im Training getroffen haben wahrscheinlich deutlich schneller treffen als vor. Da gegen mich ganz anders verteidigt wird. Besonders wenn es um etwas geht.
Man darf die Spielzeit auf dem Feld und damit auch die Möglichkeit Fehler machen zu dürfen nicht unterschätzen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/09/2017 7:23 pm
kdurant35
(@kdurant35)

Stimme euch bei der Spielzeit grundsätzlich zu. Aber mmn muss es deshalb nicht zwingend 35 Minuten und 82 Spiele sein. Wenn ein Rookie z.B.durchschnittlich ca 20-25 Minuten spielt find ich das OK. Da können gern mal 30+ Minuten Spiele dabei sein. Muss aber nicht regelmäßig. Als Trainer wollte ich auch mal sehen wie er reagiert wenn er in ein paar Minuten Spielzeit mal sofort liefern muss. Da kann die Intensität an beiden Enden auch mal höher sein als bei mehr Minuten.
Wenn z.B. Giles, PapaG oder Richardson auch zwischendurch G League spielen find ich das auch OK. Da lässt es sich gegen schwächere Gegner etwas Selbstvertrauen tanken oder man kann offensiv mal mehr Verantwortung übernehmen als dies sonst üblich ist.
Was da der beste Weg ist find ich schwierig. Gleiche Fragestellungen ergibt sich auch immer, ob sich junge Spieler besser in schlechten oder guten Teams entwickeln. Gab schon genug Bsp für verschiedene erfolgreiche Methoden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/09/2017 7:44 pm
STAT
 STAT
(@STAT)

@ kdurant35

Das ist dann Schritt 2. Wir führen hier eine sehr oberflächliche Diskussion. Viel mehr ist auch nicht möglich.

Wenn wir dann auf das Individuum schauen gelten pauschale Aussagen sowieso nicht mehr. Ich bin auch kein Fan davon einen 18-jährigen 30 Minunten rein zu werfen damit er gegen die Stars kein Land sieht und er dann 3 x bei Shaq in der Woche zu sehen ist. Das kommt auch darauf an ob der Spieler bereit dazu ist und wie er es verkraftet.

Spieler A benötigt mehr Spielzeit als Spieler B.
Spieler C benötigt mehr Vertrauen vom Coach als Spieler D.
Spieler E benötigt mehr Chancen als Spieler F.
Spieler G ist hoffnungslos und das beste Umfeld bringt ihm nichts, .............

Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg und das betrifft schließlich nicht nur den Basketball.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/09/2017 7:56 pm
Eisenheart
(@eisenheart)

"Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg und das betrifft schließlich nicht nur den Basketball."

mehr sage ich doch nicht. ich behaupte ja nicht, dass Spielzeit irrelevant ist. letztes Jahr hat es Skal zum Beispiel gut getan, sich erst in der D League einzuspielen und zu finden. als er dann Vertrauen und Spielzeit in guten Matchups in der NBA bekam, hat er diese nutzen können. WCS wurde in seiner Entwicklung durch die geringe Spielzeit hingegen eher behindert, weil man im Win Now war. aber man muss ja jetzt nicht so tun, als sei man das mit Z-Bo und Carter. das sind mittlerweile max. durchschnittliche Spieler, wenn überhaupt. von daher sollte es guten Talenten schon möglich sein, da gute Minuten abzugreifen. und von solchen Spielern kann man im Training halt auch viel lernen. jeden Tag mit solch erfahrenen Spielern zu trainieren und zu lernen, kann doch nur hilfreich sein. ich denke, wir sind insgesamt nicht weit auseinander. ich kotze, wenn Talente auf der Strecke bleiben, nur weil Joerger den Vets 30+ Minuten gibt. aber wenn es gut umgesetzt wird, sehe ich die Verpflichtung von Veteranen nicht negativ. ins kalte Wasser geworfen werden und jeden Tag auf die Mütze zu bekommen, birgt auch Risiken. man muss es abwarten, es gibt für beide Varianten positive und negative Beispiele. Butler ist zum Beispiel jemand, der sich anfangs alles hart erarbeiten musste und jetzt ein Star der Liga ist. man muss es abwarten. auf Z-Bo hätte ich zum Beispiel auch gut verzichten können. aber ich glaube auch, dass die Kings zeigen wollen, dass man zu ihnen kommen kann als FA, man ein gutes Umfeld bietet und so den Ruf innerhalb der Liga wieder aufpolieren wollen. deshalb kann ich mit den Verpflichtungen gut leben. ich bin wahrlich kein Fan, der alles durch die rosarote Brille sieht, aber insgesamt sehe ich die Moves des letzten Jahres doch recht positiv und erkenne einen Plan. ob der dann so aufgeht, oder Vivek und Vlade wieder Dummheiten machen, muss man abwarten. bisher ergibt alles für mich aber einen Sinn. ob man nun den Rookie oder nen anderen draftet, darüber kann man Stand jetzt halt immer streiten

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/09/2017 9:45 pm
Mr. Finger-Roll
(@mr-finger-roll_1577017241)

Ich sehe, das Thema bewegt auch andere. 🙂 Ohne sämtliche Postings gelesen zu haben (@STAT: deinen habe ich gelesen :tup:), danke für die vielen kritischen Töne im Pod gegenüber der Kings-Offseason. Diese Arien des Lobes in diversen Medien waren nicht zum Aushalten.

keine optimale Draft + miese FA-Signings = Note 4-5

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/09/2017 2:55 am
Philipp Rück
(@poohdini)

Im Grunde genommen sind wir alle gar nicht so weit weg. Wir haben ja auch im Pod darauf hingewiesen, dass die Offseason dann als mies zu bezeichnen wäre, wenn die Vets wirklich nachher zu viel spielen. Wir haben da ja noch ein wenig Raum gelassen, dass es letztlich in der Saison zu sehen ist....
Es wird sich einfach noch zeigen.

Manche empfinden es als besser, manche als schlechter. Ich bin eher auf der Seite, dass es zu viele Vets zu früh sind. Ein Jahr später hätte ich damit deutlich weniger Probleme gehabt. Aber es sind ja schon Jungs wie Temple und Koufos im Team, einfach zu viele jetzt. Isoliert wäre die einzelnen Vets auch nicht schlimm, nur in der Summe dann eben.

Wie gesagt, letzten Endes waren Aufregung und Skepsis dann vielleicht doch unnötig, wenn die Vets doch eher eine Randnotiz darstellen. Allgemein sehe ich nur nicht, warum die Offseason wirklich gut gewesen sein soll, dafür fehlen mir die Argumente. Gerade im Hinblick darauf, dass man Vlade jetzt verlängert hat.

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Veröffentlicht : 28/09/2017 1:39 pm
willis
(@willis)

Welches Team benötigt dingender einen Neustart und Talent als die Kings? Mir fallen nicht viele ein. Stattdessen macht man in der Art und Weise genau gleich weiter nur diesmal ohne Cousins. Unter der Annahme das ich dachte bei den Kings hätte es auch endlich „Klick“ gemacht ist die Offseason für mich nahezu schon wieder total unbefriedigend.

Und wer kriegt eine Vertragsverlängerung? Richtig, Vlade Divac. 🙂

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/09/2017 4:04 pm
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