Langeweile oder Spe...
 
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Langeweile oder Spektakel?  

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Simon Haux
(@simon)

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.
Die Warriors und Cavaliers marschieren durch die Postseason. Sind die NBA-Playoffs 2017 langweiliger als in der Vergangenheit? Ganz im Gegenteil: Auch in diesem Jahr bieten sie wieder einiges Spektakel. Und das Beste steht uns aller Voraussicht nach noch bevor.

Zitat
Veröffentlicht : 27/05/2017 6:00 pm

Danke für den Artikel, Simon! :tup:

Ich finde, dass Langeweile und Spektakel gar keine Gegensätze sind.
Ich habe lieber klare Serien und überragende Leistungen des siegreichen Teams als ein von Fehlern geprägtes, niedrigklassigeres Spiel, das dann 80:75 ausgeht, "spannend" war, aber eigentlich nicht das Niveau hatte, das man erwartet.

Ich finde "Spannung" auch nicht essentiell. Es ist ein gutes Zubrot, aber viel wichtiger ist für mich die Klasse, die die Teams haben. Wenn dies dazu führt, dass die Cavs die Celtics mit 30 schlagen: okay. Das Spiel hatte trotzdem sehr viel mehr mit Basketball zu tun als ein 79:80 in der Regionalliga in Deutschland.

Ein spannenderes Spiel würde in vielen Fällen bedeuten, dass Würfe nicht fallen, die exzellent herausgespielt wurden, dass vielleicht ein Star Foul Trouble hat oder dass es mehr Turnover gäbe. Will man das wirklich sehen, nur damit man am Ende eine enge Partie sehen kann?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/05/2017 8:58 pm
Simon Haux
(@simon)

Das sehe ich ganz genauso wie du. Aktuell wird gejammert, dass es nicht 8 bis 16 Teams auf ähnlichem Spitzenniveau gibt. Aber ich vermute, dass es das einfach nie gibt bzw. gab. Die Zeiten, als die Lakers und Celtics den Rest der Liga jahrelang komplett dominierten, werden rückblickend z.B. vollkommen glorifiziert und waren sicher nicht schlecht für den Sport und die Liga.

Jedenfalls wäre es schade, Teams wie die Warriors und Cavs und den großartigen Basketball, den sie spielen, nicht ausreichend zu würdigen und zu genießen.

Allerdings finde ich Spannung durchaus wichtig und reizvoll. Wenn wir die in den Finals bekommen, bin ich aber absolut zufrieden.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 2:51 am
Pillendreher
(@pillendreher)

Mich haben die Playoffs jedenfalls noch nie so gelangweilt wie dieses Jahr. Und dem Vernehmen nach geht es vielen Leuten so.

Sollten alleine die Finals ausreichen, um das "wettzumachen", dann kann man sich die drei Runden davor auch sparen.

Ich warte jedenfalls auf den 1.7 😀

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 12:53 pm

Wärst du gelangweilt gewesen, wenn die Thunder sich ins Finale gesweept hätten?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 12:57 pm
freiplatzzokker
(@freiplatzzokker)

Wärst du gelangweilt gewesen, wenn die Thunder sich ins Finale gesweept hätten?

Ich stimme Pille absolut zu und hätte es ebenso langweilig gefunden, wenn sich die Thunder in die Finals gesweept hätten. Dass eine solche Frage nicht zum Ziel führt, sollte auch klar sein. Die Liga braucht keine dominanten Superteams. Wenn ich mich langweilen möchte, schaue ich mir die Bundesliga mit den Bayern an. Sowas brauche ich jetzt nicht in der NBA. Habe es schon immer genossen, dass es durch den Draft etwas ausgeglichener in der Liga zugeht. Dass jetzt ein erneutes Duell der Warriors gegen die Cavaliers angeblich so viel Spannung aufkommen lassen soll, ist für euch nur Werbung in eigener Sache. Showdown auf angeblich höchsten Niveau mit zwei Hauptakteuren, die beide aus dem selben weinerlichen Holz geschnitzt sind, mag ich nicht sehen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 1:25 pm
Pillendreher
(@pillendreher)

Wärst du gelangweilt gewesen, wenn die Thunder sich ins Finale gesweept hätten?

Berechtigte Frage. Da würde sich meine Unzufriedenheit wohl in Grenzen halten.:D Ich hatte in den letzten Jahren aber immer das Gefühl, dass man sich auch für andere Teams interessieren konnte, weil man das Gefühl hatte "Jawoll, da geht was!". Man denke da an die 2010 Celtics und Suns, die 2011-2014 Pacers, etc. Selbst 2015 hatte ich das Gefühl, dass sich die Pelicans gut gegen die Warriors geschlagen haben und ihnen auch die Grizzlies gut zusetzen konnten. Man konnte letztes Jahr mit den Pacers mitfiebern, 2015 mit den Clippers.
Dieses Jahr hingegen interessiert mich das alles rein gar nicht. Ich hab zwei Spiele seit dem Ausscheiden der Thunder gesehen: LAC/UTA G7 und SAS/GSW G1.

Die Finals könnten das Ganze für mich auch nur ansatzweise rausreissen, wenn James wieder gewinnt. Aber auch das hat eher etwas mit meiner absoluten Abneigung gegenüber den Warriors zu tun und nicht weil ich plötzlich Cleveland so toll finde.

EDIT: Und eines darf man auch nicht vergessen: Es dürfte sicherlich nicht im Interesse der Liga sein, dass es so wenig Spiele gibt. Was meinst du, was da den Teams an Einnahmen verloren geht? So etwas kommt ja auch nicht von ungefähr:

http://basketball.realgm.com/wiretap/246059/Playoffs-Could-Have-Fewest-Games-In-Expanded-Format-Era-Bring-Down-Cap

Es kann ja nicht sein, dass selbst Fans von Playoff Teams einen auf Bottomfeeder machen müssen und sich praktisch nach dem Ende der RS direkt auf die Offseason freuen, weil es für sie in den Playoffs eh gar nichts zu holen gibt.

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Veröffentlicht : 28/05/2017 1:42 pm
Danny Bronson
(@danny-bronson)

Ich finde "Spannung" auch nicht essentiell. Es ist ein gutes Zubrot, aber viel wichtiger ist für mich die Klasse, die die Teams haben. Wenn dies dazu führt, dass die Cavs die Celtics mit 30 schlagen: okay.

Das widerspricht sich, Dennis, sofern du Teams und nicht Team sagst. Letztendlich kann auch ein extrem offensiver Schlagabtausch spannend sein. Das ist jedoch in dieser Liga gegen die Topteams gar nicht gegeben - außer CLE vs. GSW. Die Extraklasse hat sich aus meiner Sicht zu sehr zugespitzt. Bei deinem Beispiel ist allen absolut klar, dass die C´s nicht die geringste Chance haben. Ich möchte solche Serien wie Houston gegen SA sehen, bei dem man vorher nie weiß, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln kann. Da können auch Blowouts etwas spannendes sein.
Ein spannenderes Spiel würde in vielen Fällen bedeuten, dass Würfe nicht fallen, die exzellent herausgespielt wurden, dass vielleicht ein Star Foul Trouble hat oder dass es mehr Turnover gäbe. Will man das wirklich sehen, nur damit man am Ende eine enge Partie sehen kann?

Wieso wertest du denn Spannung mit abfallender Qualität? Wie oben erwähnt, bedeutet Spannung aus meiner Sicht, dass die Verteilung der Qualität ausgeglichener sein sollte.

Deshalb kann ich auch auf Verweise auf die alten Lakers-Celtics Duelle gar nicht nachvollziehen. Es ist doch so, dass die Liga durch Regeländerungen versucht mehr Ausgeglichenheit zu schaffen. Dafür gibt es das Draftsystem etc. Offiziell möchte man ja gerade so etwas verhindern, warum soll ich mich als Fan damit begnügen, dass es früher doch auch schon so etwas gab?
Hier liegt in meinen Augen auch das Hauptproblem, weil alle "Versuche" eine ausgeglichene Liga zu kreieren, sind bis dato gescheitert. 2008 bei den Lakers angefangen, 2010 dann der Höhepunkt, der irgendwie noch (über LeBron Rückkehr inklusive Love, über Durant bei GSW*) bis heute anhält. Und hierfür ist es legitim die Liga auch zu kritisieren.

Aus meiner Sicht ist der jetzige Zustand fatal für die NBA, da diese in Konkurrenz zur NFL, NHL steht. Schaut euch in diesen Ligen um, jede Playoffs bieten immer unfassbar attraktive Duelle, bei denen man tatsächlich noch diskutieren kann, wer weshalb besser ist. Was ist denn in der NBA? GSW sind besser als alle im Westen, weil Big 4 > als alle Big 1.... CLE ist besser weil Big 3 > Big 1,5 oder gar keine Bigs. Langweiliger geht´s kaum.

Extrem-Beispiel als Verbesserungsvorschlag:
Es ist doch so, dass die NBA Spieler teilweise als Ware behandelt (Trades ohne Mitspracherecht für Spieler), weshalb können keine Regelungen getroffen die den MVP/All-NBA Free-Agents untersagen, mit anderen MVP/All-NBA Free-Agents zu unterschreiben? Dann gäbe es exakt 15 Spieler die nicht im gleichen Verein spielen dürften - außer diese sind von einem Verein gedraftet worden. Gutes Scouting soll nämlich belohnt werden.

*ich weiß du hast hierzu einen sehr guten Artikel geschrieben. Es ist den Umständen geschuldet, dass KD in GSW landen konnte. Die Liga hätte aber damit rechnen müssen, um so etwas zu verhindern.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 2:50 pm
Pillendreher
(@pillendreher)

Eine Möglichkeit wäre, die Gehälterdeckelung nach oben hin aufzuheben. Das würde aber bei dem Gros der Liga zu Protesten führen (zahlt man schon für Superstar xy 40 Millionen oder mehr, so bleibt nicht viel für die Allen Crabbes dieser Welt) und wohl auch wieder "die Großen" bevorzugen, die sich solche Payrolls eher leisten können.

Irgendeine Reform muss aber her. Es kann nicht sein, dass Teams wie Utah jahrelang sehr gute Arbeit machen und dann nach dem ersten Jahr, in dem sie es endlich in die Playoffs schaffen, ihren halben Kern verlieren (könnten), weil ihnen das Geld nicht reicht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 3:15 pm

Vielleicht kam mein essentieller Punkt nicht heraus: Ich bevorzuge individuelle/mannschaftliche Klasse. Diese ist - aus meiner Sicht - immer interessanter als enge Spiele.
Für mich gibt es hochklassige enge Spiele und hochklassige Blowouts und im Gegensatz dazu fehlende individuelle Klasse, die Spiele enger machen, weil das Talentlevel sich eher angleicht. Ich möchte eher die 16/17-Warriors-Sweeps als sieben Spiele Boston vs. Washington sehen. Das liegt nicht daran, dass ich Warriorsfan wäre, sondern daran, dass ich individuelle Klasse - integriert in ein Team - sehen möchte. Boston gegen Washington war - bedingt durch Washingtons Bank bspw. - teilweise nicht mit anzusehen.

Ich denke, dass es mehrer Sichtweisen gibt und ich auch alle akzeptiere: 1. Franchise-Fan, Interesse sinkt gegen 0, wenn das eigene Team ausscheidet; 2. neutraler Beobachter, will möglichst Unterhaltung (enge Spiele sind wichtig); 3. neutraler Beobachter, will Basketball in Perfektion sehen (enge Spiele sind nett, aber nicht erforderlich). Basketball in Perfektion führt zu Blowouts. Das nehme ich in kauf, um zu sehen, wie defensiv wie an Fäden gezogen die Spieler richtig rotieren, den Fehler erzwingen und offensiv superb exekutieren.

Es hat auch keiner geweint, als die Spurs die Heat in 5 geschlagen haben. Genießt Greatness.

Zur Gleichstellung der Liga: Das ist ein anderes Thema, meine Meinung hast du bereits gelesen. Ich hätte es auch eher bevorzugt, dass Durant zu GSW verhindert wird (auch aus wirtschaftlichen Gründen der anderen Spieler). Die Heatles fand ich wiederum nicht schlimm. Da gab es Startschwierigkeiten, man hat den Titel in Jahr 1 gegen ein klar unterlegenes (aber eingespieltes und erfahrenes) Talentlevel-Team verloren und brauchte weitere Offseasons, um den Kader abzurunden. Bei den Warriors läuft seit Spiel 2 ( 😉 ) alles so, wie es sollte. Für die Parität war dies wirklich nicht gut - aber die individuelle Klasse sehe ich trotzdem gerne. Auch lieber als enge Spiele.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 3:30 pm
Danny Bronson
(@danny-bronson)

Es hat auch keiner geweint, als die Spurs die Heat in 5 geschlagen haben. Genießt Greatness.

Wieso hätte da einer weinen sollen? Im Jahr zuvor ging das Ding an Miami. Es waren also zwei Schwergewichte im Finale. Von diesen Duellen ist aber nicht die Rede, sondern von allen Vorspielen zuvor. Du findest solche Heatles nicht schlimm, aber genau durch solche Enthaltungen der Liga bei der Zusammenstellungen der Teams, verhindern diese ja im Prinzip tatsächliche Greatness. Ich sehe das ähnlich wie der Show-Clown bei TNT, ein Big3 oder gar ein Big4-Titel hat für mich nichts mit Greatness zu tun.

Ich möchte eher die 16/17-Warriors-Sweeps als sieben Spiele Boston vs. Washington sehen.

Das kauf ich dir für die Sweep-Serien so nicht ab. Kein Mensch guckt sich ein solches Spiel an, weil er sehen will wie Basketball in Perfektion gespielt wird - das ist spätestens nach Runde 1 langweilig. Entweder man hofft instinktiv, dass die Warriors einen schlechten Tag erwischen, oder man glaubt fälschlicherweise, dass der Gegner doch eine Chance hat - sofern man denn kein GSW-Fan ist. Letztendlich möchte jedoch jeder das höchstmögliches Niveau auf beiden Seiten sehen. Und dieses lässt sich mMn nur erreichen, wenn die Spitze reguliert wird. Außer für die Legacy von Bron/Curry/KD macht es für die Attraktivität der Liga überhaupt keinen Sinn, lediglich zwei Teams in der Liga zu kreieren, die eine Chance auf den Titel haben. Da kann der Basketball im Finale so gut sein wie er will, die Chancenlosigkeit der anderen führt dazu, dass die Liga insgesamt einfach grottig ist. Was du mit deiner Anführung der Boston-Washington Duelle übrigens gut belegt hast. Es gibt ein WC-Semi-Final (Der besseren Teams im Osten) welches ein Baskettball-Fachmann in Deutschland überhaupt nicht sehen will - ist das etwa ein gutes Zeichen für die NBA?

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Veröffentlicht : 28/05/2017 4:32 pm
freiplatzzokker
(@freiplatzzokker)

Was ist mit Franchise Fans, die auch nach dem Ausscheiden noch Spiele auf Augenhöhe oder mit Bustpotential verfolgen will? In diesem Jahr ist es echt besonders bitter, da die Gegner der Warriors und Cavs auch noch von Ausfällen geplagt wurden. Mit Lowry, Leonard, Hill und Thomas waren mit die besten Spieler draußen. Das Interesse nimmt dann umso mehr ab, da die Finalstickets direkt gebucht sind.

Wenn man früher individuelle Klasse sehen wollte, hat man das Allstar Game geguckt. Kann man leider heute auch nicht mehr, da der Kommerz im Vordergrund steht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 4:49 pm

Was möchtest du denn nun vorschlagen? Wir führen jedes Jahr einen Snake-Draft aller 30 Teams durch, damit wir auch ja 30 gleichstarke Teams in der NBA haben?
Klar kannst du fordern, dass man seine Free Agents nicht frei auswählen darfst. Heißt das dann im Umkehrschluss, dass die Warriors absolut konkurrenzlos durch die nächsten fünf Jahre laufen - selbst wenn man KD nicht hätte, weil man eben seine wichtigsten Teile zusammengedraftet hat? Tanken dann alle (das erste Mal!) um die Wette, um in der Free Agency nicht ausgebremst zu werden?

Die NBA hat schon einen extrem reglementierten Markt. Innerhalb dieses Marktes kann man sich aber frei bewegen und entscheiden. Wenn Dallas da mitspielt und sowohl Bogut als auch Barnes den Warriors abnimmt, dann sind die Mavericks eben Schuld an diesen Warriors. Wenn die Twolves lieber Flynn und Rubio als Curry picken, haben sie diese Warriors nicht verhindert. Was ich überhaupt nicht leiden kann, ist, dass exzellentes Management bestraft werden soll, nur weil der Rest der Liga nicht erkennt, welchen Spieler man wählen /in einem Trade nicht aufnehmen sollte. Die NBA ist nur so lange paritär, wie es auch die Besitzer und das Front Office sind. GSW hat eben extrem smart gearbeitet, dafür wurden sie belohnt. Auch ohne Durant.

Ansonsten schreib mir bitte nicht vor, was ich lieber sehen will. Du möchtest enge Spiele. Das ist okay für mich. Ich möchte möglichst guten Basketball sehen.

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Veröffentlicht : 28/05/2017 5:08 pm
Simon Haux
(@simon)

Wir sind uns doch vermutlich alle einig, dass eine Serie zwischen zwei sehr guten Teams, die sich auf höchstem Niveau, aber eben auf Augenhöhe begegnen, am attraktivsten ist.

Die Frage ist nur, was ist die zweitbeste Möglichkeit? Klare Dominanz eines perfekt funktionierenden Teams gegen ein mittelmäßiges? Oder zwei mittelmäßige, die sich eine enge Serie liefern?

Ich verstehe eure beiden Meinungen dazu und denke, dass eine Mischung nicht schaden kann. Basketball ist aber nun mal ein Sport, der nicht besonders gut für überraschende Außenseitersiege gemacht ist. Das ist z.B. im Fußball viel wahrscheinlicher, weil der Zufall eine größere Rolle spielt. Solange NBA-Playoff-Serien also über 4-7 * 48 Minuten und nicht 1 * 12 Minuten ausgetragen werden, wird es weiterhin kaum Upsets geben, und das trotz der vorhandenen Regularien zur Förderung der Chancengleichheit.

Noch ein kurzer Punkt. Ich bin auch nicht der Meinung, dass das aktuelle System perfekt ist. Aber ich habe bisher auch noch kaum überzeugende Ideen gelesen, wie es deutlich verbessert werden könnte. Ich denke, die NBA funktioniert relativ gut. Gerade im Gegensatz zur NFL ist sie doch auch auf dem aufsteigenden Ast, oder?

Abgesehen davon finde ich ganz allgemein das viele Gejammere zu allen möglichen Themen einfach übertrieben und unsachlich. Das überschattet häufig auch sachliche und konstruktive Kritik.

Im Fall der 2017er Playoffs gilt: In den letzten 10 Jahren gab es glaube ich nur 2 Champions, die nicht der Top-Seed ihrer Conference waren. Eines davon war das Heat-Superteam 2012, nachdem Rose, der beste Spieler des #1-Seeds und amtierende MVP, sich das Kreuzband gerissen hatte. Die einzige echte Überraschung waren also die Mavs 2011.

In 4 der letzten 10 Jahre haben die ersten 3 PO-Runden genau ein Spiel länger gedauert als 2017, 75 statt 74. Und auch die Deutlichkeit der Spielergebnisse in diesem Jahr ist kein Ausreißer nach oben.

LeBron hat seit 2011 eine Bilanz von 84-18 in den Eastern Conference Playoffs. Ich will gar nicht sagen, dass die Dominanz der Warriors und Cavs gut oder schlecht ist. Aber das Jammern darüber basiert meiner Meinung nach hauptsächlich auf einem starken Recency Bias.

Edit: Das war auch der Anlass des Artikels, nicht etwa "Werbung in eigener Sache"...

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Veröffentlicht : 28/05/2017 6:25 pm
Danny Bronson
(@danny-bronson)

Was möchtest du denn nun vorschlagen?

Wie bereits erwähnt wäre ein Vorschlag bspw. ein Veto-Recht der NBA-Leitung. Natürlich mit vorher klar festgelegten Regeln.
KD zu GSW? Nope - soll er doch zu Boston wenn er unbedingt wechseln möchte...
Love zusammen mit Bron zu Cavs, wenn bereits Kyrie da ist? Nope - same thing in Miami.
Diese extremen Reglementierungen von denen du sprichst, machen es unter Umständen etwas schwieriger Superteams zusammen zu stellen, jedoch verhindern diese dies überhaupt nicht. Das ist eben mein Punkt. Die GSW Dominanz wäre mit Sicherheit völlig in Ordnung, da das - wie in meinen ersten Post bereits erwähnt - dem guten Management geschuldet ist. Wobei ich an diese Dominanz nicht glaube, da dieses Superteam ein Jahr zuvor von OKC fast geschlagen wurde und auch schlagbar aussah.
Das Zusammenstellen von Superteams ist aus meiner Sicht nicht das Werk eines guten Managers, da Spieler als Free Agents mittlerweile nicht den Regeln des Marktes folgen, sondern einfach nur der Chance auf den Titel. Sofern KD GSW mündlich zu einem Wechsel zusagt, behaupte ich, dass jeder GM der Liga es schafft, genug Cap Space freizuschaufeln, um diesen zu verpflichten. Gleiches gilt für LeBron und Love in Cleveland. Den Zwang zu einem Trade bei Androhung einer Nichtverlängerung des Vertrages könnte man in solchen Fällen auch entgegenwirken.

Und Tanken müssten Teams mit einer solchen Regel eben auch weniger, da man Spieler wie Love, KD oder CP3 leichter halten könnte.
Wenn Dallas da mitspielt und sowohl Bogut als auch Barnes den Warriors abnimmt, dann sind die Mavericks eben Schuld an diesen Warriors.

Nein sind sie nicht. Dallas verfolgt seine eigene Strategie und hat sich eben den Wunschspieler Barnes gesichert, da man auf Free Agents wie bspw. KD nicht den Hauch einer Chance hatte.
Ansonsten schreib mir bitte nicht vor, was ich lieber sehen will. Du möchtest enge Spiele. Das ist okay für mich. Ich möchte möglichst guten Basketball sehen.
Check und High Five!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 28/05/2017 6:33 pm
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