Hustle Rating inter...
 
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Hustle Rating interessanter Ansatz oder Schmu??  

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lemanu
(@lemanu)

How Do You Measure Hustle in the NBA? There’s a Stat for That
http://grantland.com/the-triangle/how-do-you-measure-hustle-in-the-nba-theres-a-stat-for-that/

Grantland mit einem interessanten Artikel wie in Zukunft Einsatz und Hustle etwas besser gemessenw erden könnte.
Was ist eure Meinung dazu?

Zitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 3:14 am

Die Frage ist hierbei für mich, was genau Hustle ist.

Das Aufgeführte (contest FGs, Deflection, Charge) sind leider kaum aussagekräftige Werte, vor allem, da man durch Charges den Großteil des Hustle-Ratings bestimmt (ist auch klar, weil das ein garantierter Ballgewinn ist). Trotzdem stimmt aus meiner Sicht das innere Verhältnis der Werte nicht. Man muss 17 2P-Würfe eng verteidigen muss (ist es nicht auch clever, Rondo einen offenen Wurf abseits des Korbes zu geben?), um auf ein Charge zu kommen. Allerdings kommt der Charge-Spitzenreiter (DeMarcus Cousins in der letzten Saison) auch nur auf 34 Charges pro Saison.

Mein größtes Problem mit der Statistik ist aber, dass bspw. Steals (= erfolgreiche Deflections!) und Blocks gar nicht in der Statistik auftauchen. Man könnte hier natürlich sagen, dass das nicht unbedingt Hustle ist, aber das ist nah am Mann verteidigen auch nicht unbedingt.

Ich verstehe nicht, wieso man das wieder in eine Ein-Zahlen-Metrik packen muss. Und wie unterscheiden sich eigentlich gute Defense und Hustle?

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 9:48 am
Julian Lage
(@yul)
Admin

Allerdings kommt der Charge-Spitzenreiter (DeMarcus Cousins in der letzten Saison) auch nur auf 34 Charges pro Saison.

Ich verstehe nicht, wieso man das wieder in eine Ein-Zahlen-Metrik packen muss.

In der Kombination dieser Aussagen sehe ich einen gewissen Sinn. Bei vielen der so speziell erhobenen Stats ist einfach die Sample Size zu klein, um sinnvolle Aussagen zu treffen. Außerdem fehlt die Erfahrung mit solchen Zahlen, so dass die Einordnung extrem aufwändig ist. Dazu kommen noch evtl. Probleme in der technischen Erfassung...

Von dem her sehe ich eine grundsätzliche Berechtigung darin, Tracking Stats zusammenzufassen. Das kann ihre Sichtbarkeit und Verständlichkeit erhöhen und umgekehrt Cherry Picking ('X ist bester Guard unter 6'4 in Charges pro Minute, wenn man Spieler mit weniger als 34 Spielen und/oder 400 Minuten rauslässt'...) verhindern.
Und wie unterscheiden sich eigentlich gute Defense und Hustle?

Da würde ich sagen: Hustle kann auch negativ sein. Mein Lieblingsbeispiel ist die Szene, in der Beverley Westbrook verletzt hat - es war tendenziell unnötig, ihn so zu verteidigen, völlig unabhängig vom unglücklichen Ergebnis. Von einer optimalen Hustle-Stat würde ich mir daher auch erhoffen, dass sie Spieler identifizieren kann, die nur heiße Luft erzeugen.

Die von Dennis angeführten Probleme berührt das nicht direkt, aber an sich finde ich das einen beachtenswerten Ansatz. Besser als die 10. Metrik, die aus +/- eine eierlegende Wollmilchsau basteln will...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 10:42 am
Timo Kanbach
(@coach-k)

Und wie unterscheiden sich eigentlich gute Defense und Hustle?

Für mich unterscheiden sich gute Defense und Hustle schon um einiges.
Wir setzten mal voraus das jeder Spieler versucht gute Defense zu spielen, damit sein Gegenspieler sich an ihm aufreibt.

Wie schon geschrieben wurden ist, gibt eine gut verteidigende Manschaft vielleicht lieber einen "schlechten Wurf ab" (Rondo einen 3er oder Payton) um den Rebound zu bekommen als auf einen Steal zu gehen und dann sich vom Gegenspieler ausspielen zu lassen.

Hustle ist für mich auch mehr, halte ich einen Angriff am Laufen wenn ich den Ball vor dem aus rette, oder werfe ich mich auf den Boden um an den Ball zu kommen.

Wir wissen alle das sowas Momentum schaffen kann. Leider ist sowas sehr schwer in Stats zu packen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 11:33 am
lemanu
(@lemanu)

Und wie unterscheiden sich eigentlich gute Defense und Hustle?

bei der frage sehe ich corey brewers gesicht vor mir 😀

ja ich seh das zum teil auch schwierig. was ist zum beispiel wenn ein spieler seinen gegner so gut verteidigt, dass er überhaupt keinen wurf sieht und den ball rauspasst.
gäbe es z.B. keine möglichkeiten eine statistik wie "drives verhindert" zu erstellen, bei der gemessen wird wie oft ein gegenspieler zum drive ansetzt und wie tief er jeweils penetrieren kann (müsste ja möglich sein mit player tracking oder?

wen man es schaffen würde, das sinnvoll hinzukriegen hätte man schon einen ganz wichtigen aspekt der perimeter verteidigung deutlich besser erfasst. denn jeder weiß penetration führt zu hilfe führt zu offenen würfen. das ist heute einfach die wichtigste grundlage einer jeden nba offense seitdem die "penetration per post up" an bedeutung verloren hat.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 5:09 pm

Wie Julian hier schon fragte: Wie gut ist Hustle denn überhaupt?

Bevor wir das gar nicht abschließend beantworten können, ist die Frage nach einer Statistik ja fast unwichtig.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 5:38 pm
Timo Kanbach
(@coach-k)

Wie Julian hier schon fragte: Wie gut ist Hustle denn überhaupt?

Bevor wir das gar nicht abschließend beantworten können, ist die Frage nach einer Statistik ja fast unwichtig.

Finde ich auch, was bringt Hustle einem Team überhaupt? Bzw. was bringt es nicht. Wenn man dies weiß kann man auch über Statistiken sprechen. Ich denke aber das nicht so einfach zu klären ist.
(sehr sehr weiche Faktor).

Dies wird das Hauptproblem sein.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 5:49 pm
Philipp Rück
(@poohdini)

Wir wissen alle das sowas Momentum schaffen kann. Leider ist sowas sehr schwer in Stats zu packen.
Argghh. Bitte nicht über Momentum reden. Da kriege ich die Krise.

Ob Hustle den Teams was bringt oder nicht, ist ja erstmal zweitrangig. Das könnte man ja immer noch untersuchen. Das Problem, das Dennis meint, ist wohl eher, wie definiert man Hustle überhaupt sinnvoll?

Grundsätzlich finde ich die Idee ganz dufte, immer mehr Facetten des Spiels zu erfassen, zu messen und darzulegen. Insbesondere, wenn man es schafft, damit bisher wichtige, aber kaum belegbare Dinge ins Auge zu rücken.

Wieso man aber jetzt direkt versuchen will, dies zu werten oder gar als gewinnbringende Metrik zu verkaufen, weiß ich nicht. Die Zahlen kann man sich ja auch mal so, rein isoliert zu Gemüte führen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/07/2015 6:42 pm
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