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Lonzo Ball  

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Philipp Servatius
(@philipp-servatius)

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.
Wir präsentieren mit Lonzo Ball den ersten einer Reihe von Prospects, die wir bis zum Draftabend im Juni begleiten. Vorhang auf für den UCLA Bruin!

Zitat
Veröffentlicht : 22/01/2017 8:00 pm
Simon Haux
(@simon)

Interessante Analyse, danke dafür! Ein guter Start in die Draft-Saison :tup:
Ball ist ein spannender Spieler, hoffentlich schaffe ich es bald mal, einen etwas ausführlicheren Kommentar zu schreiben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/01/2017 12:47 am
Simon Haux
(@simon)

Jetzt versuche ich's mal. Ball gefällt mir wirklich sehr gut.

Seine Entscheidungen und seine Übersicht vor allem in Transition sind überragend und die Range wirklich beeindruckend. Seine 43% Dreier können sich nicht nur sehen lassen, bei dem Volumen und den vielen extrem langen Dreiern ist das sogar hervorragend.

Allerdings sehe ich doch noch manches etwas weniger positiv, als im Artikel beschrieben. Vor allem sehe ich in der NBA seine Fähigkeit, den eigenen Wurf zu kreieren, als mögliches Problem. Durch seine komische Wurftechnik ist sein Release ziemlich niedrig. Das könnte es ihm in der NBA schwer machen, seinen Wurf loszuwerden. Vor allem im Halbfeld kann das trotz seiner Range auch seinem Distanzwurf schaden. Er ist da möglicherweise nicht schnell und explosiv genug, sich ausreichend Platz zu verschaffen. Im College reicht sein Stepback dazu aus, gegen bessere Verteidiger könnte das ein Problem sein.

Außerdem ist sein Zug zum Korb nicht explosiv genug, sodass sich Defenses auf seinen Sprungwurf konzentrieren können. Seine Athletik finde ich insgesamt nicht herausragend, das bereitet ihm in der Defense und in der Offense Schwierigkeiten. Dass er aufgrund seiner Länge auch mal über Ringniveau abschließen kann, sollte darüber nicht hinwegtäuschen.

Dadurch kann es sein, dass seine Anziehungskraft als primärer Ballhandler nicht ausreicht, um im Halbfeld Platz für Mitspieler zu schaffen und für andere zu kreieren, weil man ihn ohne großes Risiko 1 gegen 1 verteidigen kann. Ich traue ihm deswegen nicht unbedingt zu, eine erste Option zu werden. Am liebsten würde ich ihn neben einem weiteren Playmaker sehen, mit dem er sich das Ballhandling teilen kann. Am besten natürlich in einem Team, dass gerne auf's Tempo drückt, sodass seine überragende Übersicht in Transition und seine Fähigkeit, aus dem Dribbling abzudrücken (wenn er Platz hat) zur Geltung kommen. Außerdem kann er auch als Spotup-Schütze extrem gefährlich sein. Im besten Fall sollte der zweite Guard dann auch PG verteidigen können.

Von den Teams, die wahrscheinlich in den Top10 draften, würde er m.E. deswegen in einige sehr gut passen. Neben Simmons, Embiid, (Noel) und vielleicht einem athletischen 3&D-Guard/Wing (KCP! :mrgreen: ) könnte er seine Stärken hervorragend einbringen, das Team könnte richtig Gas geben und unterhaltsam anzuschauen sein.

Neben Dunn auf der 2 in Minnesota würde er mir auch gefallen, gerade weil Wiggins und Towns auch oft den Ball in der Hand haben und das Duo Dunn/LaVine wohl trotzdem nicht genug Playmaking im Backcourt liefert.

Auch neben Booker, einem Playmaking-Forward wie Bender und einem Athleten wie Chriss könnte das offensiv richtig gut passen, auch wenn es defensiv ein kleines Risiko darstellt. Aber zumindest wäre der Backcourt lang, mit einem ordentlichen, mobilen Ringbeschützer ließe sich sicher eine gute Team-Defense aufbauen.

Naja, wir werden sehen. Es würde mich auf jeden Fall wundern, wenn er aus der Top6-8 herausfallen würde. Aber ich sehe ihn wie gesagt nicht als erste Option, sondern eher als Teil einer Offense mit mindestens einem zweiten starken Playmaker. Ich hätte auf jeden Fall Bock auf die 5-Seconds-or-Less-Suns mit Chriss und Bender auf der 4 und 5. Oder die Sixers mit vier Spielern zwischen 6-6 und 6-11 und Embiid als Center 😀

AntwortZitat
Veröffentlicht : 26/01/2017 4:26 pm
Philipp Servatius
(@philipp-servatius)

Erstmal natürlich vielen Dank für deine Anmerkungen.

Gerade bei der Athletik sprichst du einen wunden Punkt an - Gerade im Vergleich mit Fox, Smith und Fultz hinkt Ball da schon hinterher. Die Abschlüsse auf Ring-Level und seine Fullcourt-Bullet-Pässe täuschen darüber aber immer wieder hinweg. Das ihn dieser Aspekt auf NBA-Niveau einschränken kann stimmt.

Ein mobiler Ringbeschützer wäre fast schon ein muss, bei den von mir angedeuteten defensiven Problemen (vielleicht gibt es davon beim nächsten mal mehr).

Allerdings sehe ich ihn deutlicher als primären Ballhandler und sehe nicht wirklich die Notwendigkeit einen zweiten dominanten Ballhandler an seiner Seite zu etablieren. Klar sollte es jemanden geben der Abschlüsse in Halbfeldangriffen kreieren kann. Aber einen Dunn oder Simmons muss es eben nicht sein.

Ansonsten: schön das du auch in die Tiefe gehst und Teamneeds mit einbeziehst. Vom Ersten Eindrucken, und vielleicht habe ich da den Nash-Bias, würde ich ihn auch gerne bei den Suns.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 31/01/2017 6:36 pm
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