Cleveland Cavaliers, Golden State Warriors, NBA

How to build a Contender?

Ist die Strategie der Warriors und Cavs überlegen?

Allerorten wurde nach dem Gewinn der Meisterschaft im letzten Juni das Team der Golden State Warriors für ihren attraktiven Offensivbasketball und ihr gut zusammengestelltes Teamgefüge gelobt. Und in der Tat waren die Leistungen – sowohl die der Mannschaft als auch die des Front Offices – beeindruckend. Das Team um Chefcoach Steve Kerr spielte eine der erfolgreichsten Saisons aller Zeiten. GM Bob Myers hat es geschafft, diese Einheit innerhalb weniger Jahre aus einem notorisch erfolglosen Lottery-Team zu formen. Dieser Aufstieg ist umso bemerkenswerter, als da die NBA über Jahre von einer kleinen Clique an Teams dominiert wurde: San Antonio, Dallas, den Lakers, Miami und in den 00er-Jahren den Detroit Pistons. Zwar konnten immer wieder auch andere Teams wie die Oklahoma City Thunder ins Finale oder Conference-Final vorstoßen, doch die Titel gingen zwischen 1999 und 2014 ausschließlich an die genannten Teams. Auch die Cleveland Cavaliers, der unterlegene Finalist, gehören nicht gerade zu diesem Club der erfolgreichen Franchises. Doch auch sie haben es ins Finale geschafft. Haben Warriors und Cavs also einfach nur Glück gehabt oder mit ihrer Art des Teambuildings Varianten gefunden, die andere um Längen schlägt? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, einen Titelaspiranten aufzubauen und was ist die erfolgversprechendste?

Was ist überhaupt ein Contender?

Unter dem Begriff wird zumeist ein Team verstanden, das in der Regular Season und in den Playoffs um die ersten Plätze mitspielen kann, also zum Favoritenkreis um den Titel zählt. Natürlich kann eine Franchise auch sozusagen über Nacht zum Contender werden und diesen Status für die darauffolgende Saison wieder verlieren, gerade in der durch Trades und Free Agency-Verpflichtungen schnelllebigen NBA. Doch ein Contender im reinsten Sinne bleibt das auch über mehrere Jahre, manchmal sogar wie die San Antonio Spurs über ganze Dekaden. Es gehört also einiges dazu, ein Contender zu sein. Ein einzelner Einzug ins Conference-Finale wie bei den Memphis Grizzlies 2013, als sie gegen die verletzungsgeschädigten Thunder gewinnen konnten und gegen die Spurs anschließend die Segel streichen mussten, reicht nicht aus.

Welche Merkmale besitzen Contender?

Natürlich braucht ein Team, das Großes leisten will, eine Ansammlung guter Spieler. Meist haben die richtig guten Mannschaften zwei Akteure aus den Top-15 der Liga oder einen der wirklich allerbesten Superstars und zwei bis drei Spieler aus den Top 40. Selten schaffen es breit aufgestellte Teams ohne klare Superstars, sich über längere Zeit in der NBA-Spitze zu halten; das einzige Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit sind die Detroit Pistons zwischen 2003 und 2008. Zu den besten, die Franchise tragenden Spielern kommt meist noch eine Armada an Rollenspielern dazu. Eigentlich alle Meister der letzten Jahre hatten ein extrem tiefes Roster. Besonders Spurs und Mavs, bei denen dann auch plötzlich Spieler wie Danny Green und Peja Stojakovic offensiv Akzente setzten, haben dieses Prinzip in ihren Meistermannschaften perfektioniert. Ein weiteres Merkmal scheint ein guter Coach zu sein. Nun ist das Wörtchen „gut“ ziemlich relativ und die Warriors konnten die Championship mit einem Rookie-Coach gewinnen (ohne die Leistung von Steve Kerr dabei schmälern zu wollen). Nichtsdestotrotz wurden die oben genannten Teams stark bis sehr stark von ihren Trainern geprägt. Leute wie Phil Jackson oder Gregg Popovich haben es immer verstanden, aus einer Menge (sehr) guter Spieler ein wirklich gutes Team zu formen.

Aspekte des Teambuildings

Nachdem wir geklärt haben, was ein Contender ist und was man braucht um einer zu sein, stellt sich natürlich die alles entscheidende Frage: Wie baue ich den Contender auf?

Spätestens hier wird es kompliziert, denn gerade in den letzten Jahren gab es dabei große Unterschiede. Fast allen Meisterteams war zwar gemein, dass ihr (zweit-)bester Spieler aus der Draft kam, doch damit endeten die Gemeinsamkeiten auch schon. Es gibt viele Wege, einen Contender aufzubauen. Auch die Einteilungsmöglichkeiten für diese Wege sind mannigfaltig, das beliebteste Maß ist jedoch der komplette Aufbau über die Draft auf der einen und der völlige Verzicht selbstgedraftete Spieler auf der anderen Seite. Beide Extreme können kaum vollständig erreicht werden, zumal das Draft-lastige NBA-System das sorgfältige Draften und Entwickeln von Spielern mit langfristiger Sicherheit für die Franchise belohnt; weil Franchise-Player dadurch am einfachsten über die Draft zu bekommen sind, haben – wie schon erwähnt – fast alle Meisterteams der letzten Jahre ihren besten Spieler so erhalten. Dennoch haben es immer wieder Teams mit sehr wenigen „eigenen“ Spielern nach ganz oben geschafft, aber auch Mannschaften, die „organisch aufbauten“, konnten Erfolge erzielen. Will man die Einteilung noch etwas feiner gestalten, so können Spieler über drei Wege rekrutiert werden: Draft, Trades und Free Agency.

Wie agierten die Warriors?

Nun kommen die beiden Finalisten des Jahres 2015 ins Spiel. Vorneweg lässt sich festhalten, dass zwischen beiden Vorgehensweisen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede bestehen. Doch der Reihe nach; beginnen wir bei den Warriors.

Stephen Curry, heute der unumstrittene Superstar des Teams, und Klay Thompson wurden 2009 und 2011 an siebter bzw. elfter Stelle von den Warriors gedraftet. Sie bildeten den Grundstock des Teamaufbaus, der an sich aber eigentlich erst am 13. März 2012 begann. An diesem Tag entschied sich GM Bob Myers, seinen bis dato besten Spieler, Monta Ellis, zu den Milwaukee Bucks zu transferieren. 
Im Gegenzug wechselte Center Andrew Bogut nach Oakland. Der Australier spielt heute als Defensivanker eine wichtige Rolle, doch auch kurzfristig erlaubte er einen Schachzug, den viele Fans als Tanking schmähen: „Dank“ seiner und der Verletzung Currys konnten die Warriors die restliche Saison abschenken und so viele Spiele wie möglich verlieren. Dies war insofern ziemlich wichtig, da ihr Pick im Jahr 2012 nach Utah gewandert wäre, wäre er schlechter als die Nummer sieben gewesen. Und wie das Schicksal – beziehungsweise das Front-Office – es wollte, landete das Wahlrecht dann auch genau an der rettenden siebten Stelle. Das erlaubte es Myers, mit Harrison Barnes einen vielversprechenden Flügelspieler auszuwählen. Zudem konnte er sich am Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Runde die Rechte an Center Festus Ezeli und Flügel Draymond Green sichern. Im Fall Greens war das damals maximal eine Randnotiz, doch der Absolvent aus Michigan State sollte sich als absoluter Glücksgriff erweisen.

Zunächst stand jedoch die Saison 12/13 an, die die Warriors mit dem ersten Einzug in die Playoffs seit 2007 beenden konnten. Dort verlor man zwar in der zweiten Runde gegen den späteren Champion San Antonio, doch die Saison konnte als voller Erfolg gesehen werden, gerade auch weil sich Spieler wie Curry, Thompson und Barnes gut entwickeln konnten. Im Sommer 2013 beteiligte Myers sich dann kurz am Wettbieten um Dwight Howard – und griff, nachdem sein Wunschspieler in Houston unterschrieben hatte, zu Plan B und verpflichtete in einem Sign-and-Trade mit Andre Igoudala einen der besten Flügelverteidiger der Liga.

Die nächste Spielzeit verlief dann besonders in den Playoffs – gemessen an den Erwartungen – eher enttäuschend, auch wenn in der Regular Season vier Siege mehr erreicht werden konnten: Die Entwicklung von Spielern wie Barnes stagnierte und in der Postseason war nach einem packenden Fight gegen die LA Clippers in der ersten Runde Endstation. Myers jedoch hatte hierfür eine Lösung parat: Als Schuldigen hatte er Coach Mark Jackson ausgemacht, der entlassen und durch Steve Kerr ersetzt wurde. Viele Kommentatoren reagierten überrascht ob dieses Schrittes, aber Myers war sich seiner Sache sehr sicher und konnte mit Shaun Livingston und Leandro Barbosa auch noch zwei Rollenspieler in der Free Agency verpflichten. Der Erfolg sollte ihm Recht geben; der Ausgang der folgenden Saison ist bekannt.

Clevelands Building-Weg

Die Geschichte der Cavs ist im Vergleich zu den Warriors etwas schneller erzählt. Nach dem Abgang ihres Superstars und Home-Town-Heroes LeBron James wurde im Sommer 2010 mit der kompletten Neustrukturierung des Teams begonnen. Dabei hatte die Franchise um Besitzer Dan Gilbert – um es böse zu formulieren – teilweise mehr Glück als Verstand. Insgesamt fünf Mal durften die jeweiligen GMs zwischen 2011 und 2014 unter den ersten vier Picks auswählen, ganze drei Mal gar an erster Stelle. 2011 kamen Kyrie Irving und Tristan Thompson nach Ohio, die heute ein Teil des Fundaments des Teams sind. Die Picks der nächsten Jahre – Dion Waiters, Anthony Bennett und Andrew Wiggins – wurden dagegen, wie die meisten anderen „Assets“ auch, abgegeben, um das Team mit erfahrenen Spielern zu verstärken. Insbesondere sind hier die Trades für Kevin Love, Timofey Mozgov, JR Smith und Iman Shumpert zu nennen.

LeBronJames2014Die größte Verstärkung erfuhr die Mannschaft freilich mit der Rückkehr des selbsternannten Kings. James unterschrieb 2014 einen zwei-Jahres-Vertrag, um in seiner Heimat endlich Titel zu gewinnen. Mit David Blatt wurde zudem – als Parallele zu den Warriors – ein Rookie-Coach verpflichtet, der allerdings durch seine Engagements in Europa schon deutlich mehr Erfahrung im Coaching hatte als Steve Kerr. Während der Teamaufbau in der LeBron-losen Zwischenzeit gar nicht von Erfolg gekrönt war, kam mit dem Signing von James auch der Verstand in die Aktionen der Cavs zurück. Die erwähnten Trades waren alles in allem sinnvolle Transaktionen, die das Team an entscheidenden Stellen verstärkten. Dass es für den ganz großen Wurf nicht reichte, lag auch an einigem Verletzungspech. Trotzdem war das Teambuilding ein Erfolg.

Die Strategien im Vergleich

Wo liegen nun die anfangs erwähnten Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Building-Varianten? Die Management-Abteilungen beider Franchises bedienten sich zum Aufbau ihrer Teams allen drei Möglichkeiten zur Spielerverpflichtung in erheblichem Ausmaß: Sowohl Trades (Bogut und Love) als auch die Draft (Curry, Green, K. Thompson und Irving) und die Free Agency (Igoudala und James) brachten jeweils mindestens einen Schlüsselspieler ein. Hierbei ist klar zu erkennen, dass die Warriors dabei stärker auf die Draft setzen, die Cavs dagegen auf Trades und einiges an Assets für Love und die Rollenspieler aufgaben. Das lag zum Teil daran, dass in Ohio im Fall von Waiters und Bennett unglücklich gedraftet worden war, aber auch die Tatsache, dass nach James’ Rückkehr sofort Siege her mussten und dem Team kaum Zeit gegeben werden konnte (anders als in Oakland) spielten eine Rolle. Die Mischung der Cavs tendierte also mehr zu nicht selbstgedrafteten Spielern, die der Warriors betonte dagegen die Draft stärker. Beide jedoch bedienten sich aus allen Building-Möglichkeiten.

Diese Strategie ist im Vergleich zu den Finalisten und Champions der letzten Jahre eine Besonderheit. Miami, Dallas, Oklahoma City und die Spurs – alle hatten eine Gemeinsamkeit: Sie setzen ihren Schwerpunkt auf eine der Möglichkeiten. Bei den Spurs und Thunder dominierte die Draft den Building-Prozess, in Miami setzte man fast komplett auf Free Agents und in Dallas auf eine Mischung aus Free Agency und Trades. Natürlich bekamen sowohl Miami als auch Dallas mit Wade und Nowitzki zwei wichtige Spieler aus der Draft. Da diese jedoch schon jahrelang für die Franchise spielten, tut dies für den für die Meisterjahre relevanten Prozess nichts zur Sache, außer dass natürlich schon eine Stütze da war.

Warriors und Cavs: Glück oder überlegene Strategie?

Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Ist die Methode der diesjährigen Finalisten den „alten“ überlegen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man zwei Aspekte auseinanderhalten: zum einen die konkrete Bewertung der beiden Building-Pläne, zum anderen der konkrete Finaleinzug im Jahr 2015.

Um zu verstehen, warum der „gemischte Aufbau“ die vielleicht beste Lösung sein kann, muss man sich zwei Dinge verdeutlichen: Das eine sind die Zwänge des Salary-Cap-Systems, das andere die Probleme, die die „reinen“ Building-Methoden bekommen können. Das CBA begünstigt nämlich durch die Festlegung der Rookie-Gehälter und durch die Restricted-Free-Agency das Draften und Entwickeln von Spielern. Deswegen ist es sehr wichtig, gut zu draften und diese Spieler auch möglichst lange zu behalten, da sie wenig kosten, aber gut spielen. So haben es Warriors und Cavs beide gemacht.

Was passiert, wenn man fast gar keine eigenen Spieler draftet und entwickelt, haben die Dallas Mavericks in den letzten Jahren erlebt. Ständig auf der Suche nach kurzfristigen Verbesserungen wurden viele Draftpicks direkt abgegeben und wenn sie behalten wurden, griff die Scouting-Abteilung des Öfteren daneben. Die Folge: Das Talentlevel des Teams trocknete aus, eine kontinuierliche Entwicklung fand über Jahre nicht statt. Deswegen (und wegen einigen anderen Managementfehlern) konnte sich das relativ alte Team nach 2011 nicht mehr wirklich in der NBA-Spitze halten.
Ein ähnliches Problem hatten die Miami Heat am Ende der James-Ära. Auch sie hatten viele Draftpicks abgegeben und über die Jahre nur einen halbwegs relevanten Spieler gedraftet: Norris Cole 2011. Vier Jahre lang konnte das Team vor allem aus guten Free-Agency-Verpflichtungen wie Shane Battier oder Ray Allen zehren, aber 2014 sah James im überalterten Fundament der Heat zurecht keine Perspektive mehr. Am Ende standen trotzdem vier Finals und zwei Titel zu Buche.

Man kann also mit einem reinen Aufbau über die Free Agency großen Erfolg haben, läuft aber Gefahr, dabei die Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren. Einige werden einwenden, warum man sich beim Aufbau dann nicht komplett an die Draft hält und nur darüber Spieler bezieht. Es gibt eine Franchise, die diese Methode fast bis zum (bitteren) Ende durchgezogen hat: Sam Presti, GM der Oklahoma City Thunder, draftete und entwickelte alle seiner Stars (Durant, Westbrook, Ibaka) und bis 2015 mit Ausnahme von Thabo Sefolosha, Kendrick Perkins und einiger Intermezzos auch einen Großteil seiner Rollenspieler (Green, Harden, Roberson, Adams, McGary, Jackson, Jones, Aldrich, Collison) selbst. Die Thunder hatten damit Erfolg, auch wenn sie über den Finals-Einzug 2012 keine weiteren vorweisen können. Dies lag zum einen an einigem Verletzungspech, das mindestens die Spielzeiten 2013 und 2015 sabotierte, aber auch an mehreren Schwächen, die diese Strategie birgt. Sie eignet sich aufgrund der günstigen Kosten des Personals zwar vor allem für kleinere Märkte, wie Oklahoma einer ist, aber durch die Unerfahrenheit der Rollenspieler kann es schnell passieren, dass die Stars in wichtigen Spielen ohne Unterstützung dastehen. Dies äußerte sich besonders im entscheidenden Spiel der Conference-Finals 2014, als plötzlich Oldie Derek Fisher mangels anderweitiger Unterstützung 32 Minuten spielen musste. Das Spiel und die Serie gingen schlussendlich verloren.
Presti erkannte das Problem anschließend und verpflichtete mit DJ Augustin und Anthony Morrow erfahrenere Rollenspieler. Warriors und Cavs dagegen hatten damit nie ein Problem – denn sie nutzten die Free Agency (im Fall der Warriors) und Trades (von den Cavs bevorzugt), um erfahrene Nebenmänner für ihre Stars an Land zu ziehen. Schlüsselspieler wie Finals-MVP Andre Igoudala oder die Superstars LeBron James und Kevin Love, aber auch Roleplayer à la Shaun Livingston, Marreese Speigths, Timofey Mozgov, JR Smith und Iman Shumpert fanden so den Weg zu den beiden Finals-Teilnehmern.

Die entscheidende Stärke des behandelten Building-Modells ist also, dass ein zumeist recht billiger Kern aus selbstgedrafteten Schlüsselspielern mithilfe von Trades und Free Agency derart verstärkt wird, dass sich damit Meisterschaften gewinnen lassen. Die so aufgebauten Mannschaften hatten sicherlich den meisten Anteil am Erfolg 2015. Hinzu kam aber auch eine gute Portion Glück, die jedoch eigentlich jeder Champion braucht. Die Warriors hatten kaum Probleme mit Verletzungen, während ihre Hauptkonkurrenten aufgrund solcher Probleme in den Playoffs entweder gar nicht dabei (Thunder) oder stark geschwächt waren (Houston). Auch in den Finals profitierten sie davon, dass bei Cleveland u. a. Kevin Love und Kyrie Irving fehlten. Die Cavs wiederum zogen aus dem extrem schwachen Osten Nutzen, da sie dort einen fast widerstandslosen Durchmarsch hinlegen konnten.

Erfolg ist in der NBA also in jedem Fall stark damit verknüpft, wie das jeweilige Team aufgebaut wurde. Cavs und Warriors haben Methoden gefunden, die sich von denen der letzten Champions abgrenzten und auch gerade deswegen so erfolgreich wurden. Glück mit den akuten Umständen in der NBA gehört jedoch immer zu einem maximal erfolgreichen Postseason-Run dazu.

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4 comments

  1. Dennis Spillmann

    Ist das Teambuilding der Cavs/Warriors denn aus deiner Sicht erfolgsversprechender als bspw. das der Heat? 2 Titel, 2 Finaleinzüge in 4 Jahren müssen die beiden erst mal erreichen.

  2. Sebastian Hansen

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    Bis jetzt sicherlich nicht. Liegt aber auch daran, dass beide erst am Anfang der Erfolgsphase ihres Prozesses stehen. Sie müssen jetzt die nächsten Jahre beweisen, dass ihr Modell wirklich taugt.

    Ansonsten haben die Heat aber auch – neben einer sehr intelligenten Vorgehensweise bei den FA-Verpflichtungen – auch ein bisschen Glück gehabt. Den besten Spieler der Welt im besten Basketball-Alter, dazu der schwache Osten. Aber natürlich, ihr Modell war schon gut gewählt und gut umgesetzt, außer den langfristigen Schwächen, die es hatte.

  3. Dennis Spillmann

    Ich denke, dass ihr Modell nicht ausschließlich auf James fußte. Ihn zu bekommen, war natürlich unglaublich wertvoll, klar. Aber man hat in Windeseile gute Rollenspieler gesigned und das Team optimiert.
    Das Fenster der Heat schloss sich doch nur, weil James wieder ging. Man hätte auch in diesem Jahr die Finals erreicht, denke ich.

  4. Sebastian Hansen

    |Author

    Da hast du Recht. Andererseits: Ohne James wäre der Erfolg so nicht möglich gewesen.
    Es kann auch sein, dass sie dieses Jahr wieder in die Finals gekommen wären, allerdings merkte man doch deutlich – wie von mir im Artikel ausgeführt – eine Austrocknung des Talentlevels. Da hätten sie wieder ein paar richtig gute Verpflichtungen tätigen müssen, um das zu beheben.


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