Draft, Tournament 2015

NCAA Tournament-Preview ´15 – Part III

Players to Watch

Fast ist es soweit! Der letzte Teil unserer NCAA Tournament-Preview leitet den Beginn der zweiten Runde ein und damit den inoffiziellen Start der March Madness! An dieser Stelle soll es um die wichtigsten und besten Akteure gehen. Auch wenn der College Basketball sehr vom Team-Basketball geprägt ist, haben Spieler wie Stephen Curry, Kemba Walker, Shabazz Napier & Co. bewiesen, dass Einzelspieler einen gehörigen Impact haben können.

1a und 1b

Das Rennen um den Player of the Year-Award war lange spannend, jedoch ein reiner Zweikampf. Auch wenn es noch nicht offiziell ist, kann man sich fast sicher sein, dass Frank Kaminsky von den Wisconsin Badgers die Auszeichnung bekommen wird. Hauptkontrahent und Freshman-Superstar Jahlil Okafor war zum Ende des Jahres nicht ganz so konstant wie der College-Veteran Kaminsky. Und trotzdem sollte er mindestens genauso viel Beachtung im Verlaufe des Tournaments bekommen. Auch wenn Duke in den letzten Jahren des Öfteren für Enttäuschungen im März gesorgt hat, gelten sie in diesem Jahr als Contender.

Der potentielle Lottery-Pick Kaminsky steht in der West-Region vor einer ganzen Menge Arbeit. Im Sweet Sixteen könnte eine extrem starke Frontcourt-Garde der North Carolina Tar Heels aufwarten, die mit Brice Johnson, Kennedy Meeks und Isaiah Hicks viel Potential mitbringt. In einem potentiellen Elite Eight Matchup wären die Arizona Wildcats mit Brandon Ashley und Kaleb Tarczewski eine realistische Option. Dies wird von Kaminsky, der vor allem durch seine Effektivität überzeugen konnte, alles abverlangen. Auch wenn Wisconsin auf einen tiefen Kader zurückgreifen kann, muss Bo Ryan auf seinen Starspieler hoffen.

Okafor (GTG-Draftradar-Profil) hat ebenfalls keinen einfachen Stand und das liegt insbesondere an einem möglichen Elite Eight Matchup mit Gonzaga. Abgesehen von einer vielseitigen Identität, können die Bulldogs mit Sabonis, Karnowski und Wiltjer einen überragenden Frontcourt aufbieten. So richtig aufhalten konnte den zukünftigen Top 2-Pick bisher aber niemand. Nur in einer Partie blieb er bisher bei einer einstelligen Punkteausbeute und das lag auch an den wenig gespielten Minuten (19) in einem Blowout-Win. Mit Blick auf die NBA Draft gibt es aber kaum etwas, was ein frühes Ausscheiden noch an seiner Elite-Position verändern könnte. Alle Scouts sollten sich mittlerweile klar darüber sein, dass es schon seit langem keinen solch versierten Offensiv-Big Man mehr gab. Einzig ein Final Four-Matchup mit Kentucky könnte für ein direktes Matchup mit seinem Konkurrenten um den Nr. 1 Pick sorgen. Das wäre sicherlich für die Scouts aller Lottery Teams eine hervorragende Sache und würde den Druck auf Okafor erneut erhöhen.

Kentucky’s Block Maschine

Dieser Kontrahent heißt Karl Anthony Towns und hat sich über die Saison zur echten Bedrohung für Okafor entwickelt. Dass er defensiv eine Macht ist, war von Beginn an klar und die 2,4 Blocks in durchschnittlich 20 Minuten zeigen dies eindrucksvoll. Doch auch offensiv hat Towns (GTG-Draftradar-Profil) einen erheblichen Sprung nach vorne gemacht. Der Hook Shot ist mittlerweile eine echt Waffe und wenn er sich am Low Post gut positionieren kann, ist es für kaum einen Big Man im College Basketball möglich, ihn ohne Foul zu stoppen. Es ist also nicht ganz unwahrscheinlich, dass Towns derjenige sein könnte, der Okafor am Ende aufhält. Dabei ist das Risiko für den 19-Jährigen recht gering. Im Regelfall wird er nicht mehr aus der Top 2 rutschen und mit einer Bestätigung der offensiven Fähigkeiten ist es durchaus möglich, dass ihn die Draft-Experten vor Okafor auf die Nr.1 der Mock Drafts setzen.

Besser als Kentucky’s Starpower

Sicherlich hat Bobby Portis davon profitiert, dass bei den Wildcats kaum jemand mehr als 20 Minuten im Schnitt auf dem Spielfeld stand. Doch trotz alledem hat der Big Man der Arkansas Razorbacks den SEC Player of the Year-Award gewonnen und das zu Recht! Abgesehen davon, dass Arkansas eines der spannenderen 5-12-Matchups gegen Wofford hat, sollte sich jeder NBA-Fan dieses Spiel wegen Portis anschauen. Als sehr beweglicher Big hat er viele interessante Tools, die ihn zu einem Spieler machen, dem man gerne beim Basketball spielen zuschaut. Zu Beginn der Saison noch als verweichlichter Midrange-Spieler verschrien, ist der potentielle mittlere Firstrounder tougher geworden. Natürlich gehört der Mitteldistanzwurf noch immer zu seinen Stärken und das ist auch gut so. Doch man sieht immer häufiger, wie er physisch zum Korb geht und Fouls zieht. In einem Team, dass eine gefährliche Press-Defense spielt, ist er die mit Abstand wichtigste Offensiv-Option. Das muss er aber verinnerlichen und den Ball noch mehr fordern. Zwar war das SEC Tournament-Finale gegen Kentucky keine leichte Partie für ihn, aber sieben Würfe sind in solch einem Spiel zu wenig. Wenn ihm dies gelingt, kann er schnell zu einem der Stars des Turniers werden. Zu Beginn des SEC Tournaments hat er das schon beweisen können und in drei aufeinanderfolgenden Spielen über 20 Punkte erzielt.

Bester Spieler der besten Conference?

Keine Conference war in diesem Jahr so gut, wie die Big 12. Sieben Teams haben es ins NCAA Tournament geschafft und das Niveau der Spiele war konstant erstklassig. Das erklärt auch, waurm die Oklahoma Sonners satte sechs Partien im Conference Play abgeben mussten. Das Komitee hat sie aber nicht bestraft und als einen #3-Seed richtig bewertet. An dieser Stelle kommt Flügelspieler Buddy Hield ins Spiel. Ohne den 17-Punkte-Mann stehen die Sooners nämlich niemals dort, wo sie jetzt stehen. Hield konnte seine Leistung des vergangenen Jahres noch einmal verbessern und wurde zu Recht zum Big 12-Spieler des Jahres gewählt. In zehn Partien erzielte die Nummer 24 mehr als 20 Punkte und erwischte gegen Kansas State einen ganz besonders guten Tag (31 Punkte, 5-9 3P). Hield ist einer dieser Spieler, die in einem solchen Turnier den Unterschied ausmachen können, auch aufgrund seiner Vielseitigkeit. Egal, ob in Transition, per Catch & Shoot oder aus dem Dribbling, Hield beherrscht offensiv fast alles und muss von seinen Gegnern auch so behandelt werden. Oklahoma wird im Tournament weiterhin Spaß machen und das liegt zu einem großen Teil an ihrem Superstar Buddy Hield.

One-Man-Show

Doch wenn wir schon von Spielern reden, die ihr Team tragen und ein Spiel alleine entscheiden können, dann sollten wir Ohio State-Sensation D’Angelo Russell nicht auslassen. Sechs Mal gelang es ihm in dieser Spielzeit, mehr als 25 Punkte zu erzielen. Nur eine Partie davon wurde verloren. Ohio State hat sicherlich kein gutes Jahr erwischt, doch Head Coach Thad Matta kann sich bei seinem Jungspund bedanken, dass es immerhin in einem NCAA Tournament-Bid geendet hat. Von nun an ist (fast) alles möglich, denn Russell ist einer dieser Spieler, der sein Team durch Scoring tragen kann. Doch das Top 5-Draft Talent überzeugt nicht nur durch das Sammeln von Punkten. Jedem, der schon einmal ein Spiel von ihm gesehen hat, wird es beobachtet haben. Seine Übersicht auf dem Feld ist überragend und das macht es für seine durchschnittlichen Mitspieler viel einfacher, gut auszusehen. Mit VCU bekommt man direkt keinen leichten Gegner vor die Nase gesetzt, aber die eine oder andere Runde sollte drin sein, gerade wenn man in Russell (GTG-Draftradar-Profil) einen solch spannenden Spieler aufbieten kann.

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Kentucky-Bezwinger?

Die gesamte Welt des College Basketballs ist sich unentschieden, ob es nun wirklich ein Team gibt, was mit der Big Blue Nation mithalten kann. Auf diese Unsicherheiten werden auch wir an dieser Stelle keine Antwort finden. Wenn es jedoch ein Team gibt, dass Kentucky schlagen könnte, dann die Arizona Wildcats. Das liegt aber nicht nur an der Leistung, die das Team von Sean Miller in den letzten Wochen gezeigt hat. Ohne Probleme konnte man die Pac-12 für sich entscheiden und hat dies mit beeindruckender Leichtigkeit getan. Für Kentucky muss man aber das richtige Spielermaterial im Kader haben. Top 10-Draft Talent Stanley Johnson (GTG-Draftradar-Profil) und Rondae Hollis-Jefferson könnten dazu gehören. Die beiden Flügel/Big Men sind sehr variabel und Schlüsselspieler im System von Miller. Außerdem überzeugen sie beide mit hoher Intensität, physischem Spiel und einer überdurchschnittlichen Athletik. Sie könnten eines der wenigen Duos sein, die den Frontcourt Kentucky’s vor Probleme stellen. Auch für sie wäre es eine Mammutaufgabe, doch wer solche Dunks bringen kann, sollte zumindest als ernsthafter Kontrahent in Betracht gezogen werden.

 

Historisch gut

Nein, an dieser Stelle ist ausnahmsweise nicht die Defense der Wildcats aus Kentucky gemeint. Es geht um Jerian Grant und die Notre Dame Fighting Irish. Noch nie haben sie eine solch gute Saison gespielt und nebenbei verleihen wir ihnen noch den inoffiziellen Titel für den schönsten Basketball.

Jerian Grant ist der Ausgangspunkt und Katalysator dieser phänomenalen Offense, die sie zum ACC Tournament-Titel tragen konnte. Sowohl Duke, als auch UNC konnten besiegt werden. Grant hat dabei erneut seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt und war der Matchwinner im Finale mit 24 Punkten und zehn Assists. Mit dieser Kombination aus Übersicht, Athletik und Vielseitigkeit kann Grant jedes Team in Schwierigkeiten bringen. Was dieses Programm jedoch so gut macht, ist die Tatsache, dass er seine Mitspieler einbindet und als Floor General agiert. Seine Mitspieler danken es ihm mit der zweitbesten Feldwurfquote der Nation. Ohne großartige Big Man-Power leben die Fighting Irish zwar von ihrer Offense, doch die hat sie weit gebracht. Nun liegt es an Grant, ob man die schier unlösbare Aufgabe in der Midwest Region überwinden kann und für eine weitere Überraschung sorgen kann. Zu wünschen wäre es ihm ja.

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