Draftprofile 2015

Jahlil Okafor

Datenblatt

Name: Jahlil Okafor

Geburtsdatum: 15.12.1995

Größe: 6‘11‘‘

Gewicht: 270 lbs

Spannweite: 7‘5‘‘

Position: Big

Team: Duke Blue Devils

Überblick

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Stärken

Schwächen

+ Scoring
+ Back-to-the-Basket-Spiel
+ Fußarbeit
+ Hände
+ Basketball IQ

– Explosivität
– Face-Up-Spiel
– Defensivanlagen

Scouting – Logbuch

Update 05/06/2015

Nachdem ich mich in den vorangegangenen Beiträgen ausführlich mit Scoring, Playmaking und Defense auseinandergesetzt hatte, fällt es im letzten Update vor der Draft sehr schwer zu seinem Spiel noch neue Facetten zu beschreiben. Okafor, als das Talent, das schon seit dem Saisonbeginn als potentieller #1 Pick voll im Fokus stand, scheint der am meisten gescoutete Spieler aller Draftexperten zu sein. Jetzt noch einmal das Rad neu zu erfinden, scheint nicht möglich. Deshalb soll zum Abschluss nur noch einmal eine genaue Einordnung seiner Leistungen erfolgen.

Aktuell wirkt es so, als wäre der Draftstock des jungen Bigman auf einem absteigenden Ast. Karl-Anthony Towns überholte den Favoriten auf den Toppick mit grandiosen letzten 10-15 Partien auf den letzten Metern. D’Angelo Russell könnte mit seinem extrem ästhetischen Spiel als sexy Pick in der Draft letztlich auch vor Okafor landen. Trotz gewonnenem Titel mit Duke und einer Nominierung für das All American First Team machte sich zum Center etwas Ernüchterung breit. Die Medien kritisierten ihn für eine Statline von 15 PpG / 5,6 RpG / 1,6 BpG / 63 FG% und dichteten Okafor teilweise einen Abwärtstrend an.

Das wirft bei uns vor allem eine Frage auf: Warum eigentlich? Dass Okafor von Towns überholt wurde, lag an den tollen Leistungen des Kentucky-Bigs und nicht der plötzlich schwindenden Qualität des Blue Devils-Freshman.  Vor der Draft wollen wir deswegen noch einmal daran erinnern, wie gut sich Okafor wirklich präsentiert hat und warum sich jedes Team über ihn als „Trostpreis“ freuen sollte.

Offense:

Kurzübersetzung: Okafor war offensiv ein nicht zu stoppendes Monster in der Zone. Nicht umsonst stellen O’Neal, Oden und Randolph im Angriff den besten statistischen Vergleich zu seiner Offensiv-Saison dar.

Allen visuellen Typen wird diese Shotchart eine aussagekräftige Hilfe sein:

shotchart okafor

Im der näheren Vergangenheit gab es keinen Freshman, der mit dem Rücken zum Korb auch nur ansatzweise so gefährlich war, wie Okafor. Trotz wahnwitziger 8,2 Postups pro Partie schaffte es der Center auch in den reinen Effizienzzahlen in dieser Disziplin rund 80% aller Spieler der NCAA hinter sich zu lassen (55,8 FG%, 0,93 PPP). Hinzu kommt, dass er durchschnittlich bei jeder fünften Post-Possession entweder zwei Freiwürfe oder And1s provozierte. Ein hervorragender Wert, der noch besser aussehen würde, wenn er von der Charity-Stripe noch hochprozentiger treffen könnte (54 FT%).

Okafor ist aber bei weitem kein eindimensionaler Wühler. So gehörte er in Sachen Cuts beispielsweise zum Topprozent aller CBB-Athleten (90,4 FG%, 1,63 PPP, 1,6 Cuts pro Spiel), deutete immer wieder seinen Jumper als Waffe im Faceup an und erwies sich auch als Ballhandler als durchaus passabel. Dies gibt ihm auch etwas Isolation-Potential für die NBA:

Auch sein Passing/Playmaking wird jeder NBA-Coach nutzen wollen. Wie Zach Lowe letztens in einem Artikel beschrieb, ist es für Offenses sehr wertvoll einen Postup-Spieler zu besitzen, der sowohl Mismatches auszunutzen, als auch eventuell entstehendes Doppeln mit Pässen zu bestrafen weiß. Zwar war in dem Piece von Wings die Rede, allerdings sollte sich auch Okafor als hervorragender Postup-Ballverteiler als nützliche Komponente einer Offense herausstellen.

Zudem scheint Okafor gerade das offensive Glas härter als so mancher als besserer Rebounder verschriene Top-Big der letzten Jahre zu attackieren. Seine 14,8 ORB% platzieren den Dukie bspw. vor Joel Embiid, Julius Randle, Nerlens Noel oder aber auch Karl-Anthony Towns.

Defense:

Was Okafor in der Verteidigung leistet/nicht leistet, hatte ich in diesem Video schon einmal zusammengefasst:

Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diesen Eyetest auch noch einmal sehr schön. Er lässt gegen seine direkten Gegenspieler 0,92 PPP und 42 FG% zu. Dies ist unterdurchschnittlich. Aufgedröselt nach verschiedenen Situationen zeigt sich, dass Okafor besonders in der Isolation (meist gegen Guards) besonders mies agiert, da laut Synergy 70 Prozent aller anderen NCAA-Basketballer in solchen Situationen besser verteidigen. Besser verhält er sich bei Postups und in Spotup-Situationen gegen ihn. Hier ist er jeweils im 40th Percentile zu finden, was deutlich näher an der magischen 50%-Grenze liegt.

Wirklich interessant erscheint allerdings eine Statistik aus diesem Artikel von Vantage Sports. Okafor zeigte sich in deren Metriken als hervorragender Help-Verteidiger, der auf 100 Hilfe-Situationen nur 6,1 Punkte erlaubte. Ein starker Wert, wenn man bspw. Towns als Vergleich heranzieht, der bei eigener Hilfe rund 10 Zähler mehr auf gleichviele Ballbesitze zulässt.

Dies und die Meldung, dass Okafor seit Saisonende wohl schon 12 Pfund Fett verloren haben soll, spielt sehr gut in die Beobachtungen herein, die wir Ende Februar zu eventuellen versteckten Potentialen in der Okafor Defense angestellt hatten:

Mehr Explosivität durch weniger Masse könnte auch seinem Defensivrebounding zugutekommen. Einzig an eine starke Verbesserung als Shotblocker sollte nicht unbedingt erwartet werden. Dafür scheinen Okafor teilweise die Instinkte zu fehlen.

Dennoch muss der blutjunge Center noch immer als super ausgebildeter, extrem talentierter Spieler gelten, der sowohl NBA-ready ist, gleichzeitig aber auch noch genügend Luft nach oben hat. Noch immer sehen wir ihn als All Star-Talent, das langfristig die Chance hat, als bester Spieler dieser Klasse gelten zu können.

Towns überholte ihn vor allem aus einem Grund. Es ist bei etwa gleichem Talentlevel etwas leichter ein Team um ihn zu bauen bzw. er bietet durch sein weniger spezielles Skillset mehr Möglichkeiten beim Teambuilding, da er weniger klare Schwächen mitbringt. Trotzdem könnte Okafor in den Feldern seiner Stärken (Postscoring, Playmaking) ein höheres Level als Towns erreichen, was einem Team auch einen enormen Wert bieten und zu einem ähnlichen Gesamtimpact führen könnte.

Update 25/2/2015

Zu diesem Zeitpunkt haben wir offensiv nahezu jede Facette des Spiels von Okafor abgearbeitet. Da der junge Center auch im Februar keine Anzeichen für einen Leistungsabfall auf dieser Seite des Feldes gab (16,4 PpG bei 64 FG%), konnten wir uns ganz ausführlich seiner meistdiskutierten Schwäche widmen – seiner Defense. Nach nunmehr 27 Spielen unter dem Mikroskop erntet Okafor für seine Leistungen in der Verteidigung sehr viel Gegenwind. Teilweise sehen die Medien sogar seinen bisher ziemlich unangefochtenen #1-Pick-Status wackeln und springen wegen Potential und angeblich viel besserer Defense auf den #TeamTowns-Bandwagon auf. Schauen wir uns doch einmal genau an, was Okafor als Verteidiger alles falsch macht und in welchen Bereichen er eventuell Potential besitzt.

Beginnen wir mit den Schwächen, denn vorweg lässt sich klar sagen, dass Okafor bisher keine gute Verteidigungssaison spielt. Schaut man seine Spiele, fallen sofort mehrere große Punkte auf. Als alles überragendes Thema muss aber eine allgemeine Beobachtung angeführt werden:

Okafor wirkt in der Mehrheit der Verteidigungssituationen seiner Blue Devils einfach passiv. Der junge Big bewegt sich nur lethargisch und verpennt es, die einfachsten, defensiven Fundamentals zu bringen. Er verpasst es die Würfe seiner Gegenspieler entscheidend zu stören, da er für seine Wurf-Challenges nicht abspringt oder gar nicht erst die Arme hebt. Er ignoriert Boxouts, weil er sich teilweise schon auf dem Weg zur anderen Seite des Parketts befindet oder nimmt klare Help-Aufgaben nicht wahr. Zu oft sieht man gegnerische Guards, nachdem sie ihren Mann geschlagen haben, ziemlich oft widerstandslos an ihm vorbeiziehen.

Konkret lassen sich zwei klare Bereiche ausmachen, an denen Okafor in der Zukunft am meisten arbeiten müssen wird, um ein ansehnliches Verteidigungslevel zu erreichen. Er wirkt besonders verloren, wenn er vom Korb weggezogen wird. Zwei, drei Schritte weg vom Ring ist plötzlich seine Beweglichkeit und laterale Schnellligkeit gefragt. Was er offensiv als gute Fußarbeit anbringen kann und ihn dort gemessen an seiner Größe zu einem der flinkesten Bigmen des Collegebasketball macht, kann er in der Verteidigung zumeist nicht umsetzen. Sein massiger Körper scheint ihn daran zu hindern, für Helpdefense zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein oder Midrange-Würfe seiner direkten Gegenspieler jedes Mal stören zu können. Besonders laut werden deswegen seine Fähigkeiten als Rimprotector  bzw. Shotblocker kritisiert:

Abenteuerlich sehen auch die meisten seiner Versuche aus, Ballscreen-Action zu verteidigen, weshalb ihn gegnerische Offenses ihn zu gern auf diese Weise attackieren. Den Ballhandlers schenkt er gern entweder zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit, was dann entweder in recht freien Pull-Ups oder nicht mehr aufzuhaltenden Drives endet. Probleme bereiten ihm zusätzlich die Screener, wenn es sich um Pick’n’Pops handelt, da er auch in diesen Fälle die weiten Wege zum Stören der Würfe nicht geht. Abrollende Bigs verteidigt er noch am besten, aber sicherlich auch noch nicht zufriedenstellen.

Ich habe dies videotechnisch hier einmal zusammengefasst:

All diese Probleme waren schon in den Anfangsspielen abzusehen. Interessant ist, dass sich mittlerweile sagen lässt, woher diese Schwächen rühren. Okafor hat derzeit ein paar körperliche Limitationen. Seine 270 lbs erlauben es ihm nicht, die Explosivität zu haben, die es in vielen Sitationen brauchen würde, um die korrekte Verteidigungsaktion zu bringen. Zusätzlich scheint es etwas an Kondition zu fehlen, um über seine 30 MpG auf beiden Seiten des Feldes vollen Einsatz bringen zu können. Wie ein James Harden in der vergangenen Spielzeit, will sich auch Okafor oft seine Energie für die Offense wahren und schaltet deshalb in der Verteidigung klar einen oder zwei Gänge zurück. NBA-Conditioning könnte ihm perspektivisch sehr helfen. Neben den körperlichen Ursachen lassen sich aber auch mentale Defizite finden, die seine Schwächen teilweise erklären. In vielen Situationen merkt man, dass Okafor nicht immer weiß, was um ihn herum passiert. Er kann nicht immer alle Informationen in Echtzeit verarbeiten und dadurch nicht entsprechend schnell reagieren. Hinzu kommt (noch) fehlendes Wissen zu komplexeren Verteidigungssystemen, was ihm besonders zu schaffen macht, wenn er defensiv rotieren muss. Er trifft dabei sehr oft falsche Entscheidungen. Diese Probleme sind nur durch fortschreitende Erfahrung und Arbeit in den Trainings inklusive Videostunden zu lösen.

Zuletzt kann man aber auch ein paar der Okafor-Probleme auf sein Team abwälzen, da auch individuelle Verteidigung nicht im Vakuum betrachtet werden kann. Auf der einen Seite besitzen die Blue Devils am Perimeter mit Winslow nur einen überdurchschnittlichen Verteidiger. Dies sorgt vermehrt für Drives schnellerer Ballhandler, die Okafor ausbügeln müsste. Die Schwächen seiner Mitspieler lassen ihn also in einem noch schlechteren Licht dastehen. Auf der anderen Seite scheint sein Coach ihm auch die klare Anweisung gegeben zu haben, in der Verteidigung nicht jeden Wurf stören zu müssen, um Foultrouble zu vermeiden. Das Angriffssystem steht und fällt mit dem Center als einzigem Spieler mit einem gefährlichen Inside-Game. Alle Schützen im Kader sind ohne seine Präsenz unter dem Korb nur nur noch die Hälfte wert. Genau dies weiß Coach K und hat es deswegen im System verankert, teilweise freiwillig auf die Help-Verteidigung seines Bigman-Talents zu verzichten. Diese Freiheit nutzt Okafor klar für sich aus – eventuell sogar mehr, als dies seinem Coach lieb ist. Dennoch muss der Center nie Angst um seine Spielzeit haben. Auf dem nächsten Level könnte er vom System um ihn herum mehr gefordert werden, da sein Foultrouble nicht mehr das gleiche Gewicht mit sich bringt.

Vielleicht kam jetzt Okafor mit diesem langen Erklärungsparagraph noch zu gut weg und es sieht ein bisschen so aus, also ob ich ihn verteidigen möchte. Dies ist nicht der Fall. Gerade in Sachen Blocks gibt die Grafik oben einen klaren Überblick zu seinen Mängeln im Defensivspiel. Ein Spieler seiner Klasse, Ausmaße und auch Athletik müsste ganz einfach mehr Würfe verändern, ganz klar. Aber ich möchte entgegen der derzeit landläufigen Meinung zu ihm unterstreichen, dass er meiner Meinung nach in Zukunft mehr Potential mitbringt, mittelfristig auf annehmbaren Level zu verteidigen, als das aktuell viele Möchtegern-Experten annehmen.

Hinweise dazu habe ich in mehreren Bereichen gefunden:

Der Eyetest zeigt, dass Okafor ein anderes Intensitätslevel besitzt, das er in bedeutsamen Spielen herausholen und so Partien auch in der Defense beeinflussen kann. In Partien gegen gute Gegner, wie UNC, Wisconsin oder Virginia, steigerte er seine Aktivität in der Verteidigung merklich und hatte damit Erfolg. Ich unterstelle Okafor eine sehr berechnende Seite. Auch von Coach K beeinflusst, verteidigt er nur, wenn er das Gefühl hat, dass das andere Teams ihn potentiell unter seinen Normalmöglichkeiten (16 Punkte bei 60 FG%) halten könnte. Nur dann ist er angewiesen, seinen Gegenspieler durch bessere Verteidigung auch zu schlechten Werten zu zwingen. Bisher gibt ihm ein 24-3 Record Recht. Zudem ist es wohl auch eine Motivationsfrage bei ihm. Wenn man ihn in den Rivalry-Games der ACC oder dem Matchup gegen PotY-Konkurrent Kaminsky sieht, merkt man ihm mehr Feuer an. In der NBA wird er wohl öfter sein A-Game bringen, da er immer gefordert sein wird.

Als offensivem High-IQ-Player traue ich es ihm zu, mit mehr Arbeit auch mehr Defensivwissen anzueignen und schematisch sauberer zu spielen. In der Hinsicht könnte ihm ein Führungsspieler neben sich, der die Defensive auf dem Feld koordiniert, sehr helfen, wenn er ihn in der neuen Situation vorfindet. Bei Duke gibt es einen solchen Teamkollegen nicht. Auch sehe ich ihn nicht in jeder Verteidigungsfacette als richtig schlecht an. Seine Postdefense könnte man schon jetzt mit dem Prädikat solide versehen. In Ringnähe kann er seine großen Stärken besser einsetzen. Natürlich gibt es auch hier noch Verbesserungspotential, gerade was das Erlauben von Position gegnerischer Bigmen angeht, aber Okafor weiß sich in der Zone sehr gut zu behaupten. Seine 270 lbs geben ihm eine Masse, mit der gegen jeden Collegebasketballer gegenhalten kann. Dazu vergessen viele Fans, dass der Bigman mit 7‘6‘‘ über eine längere Armspannweite als bspw. Towns verfügt, die es ihm erlaubt auch mit nur durchschnittlicher Sprungkraft sehr viel Raum abzudecken. Seine SportsVU-Rimprotection-Zahlen haben mich im Bezug darauf positiv überrascht und zeigen, dass er keineswegs grottenschlecht ist:

Am spannendsten werden aus NBA-Sicht seine Fortschritte als P’n‘R –Verteidiger zu beobachten sein. Theoretisch ist er zwar in seiner lateralen Geschwindigkeit körperlich etwas beschränkt und hat damit nicht das höchste Upside als Defender in Screening-Situationen. Allerdings verfügt er in der Offense über flinke Füße, die er auch manchmal auf die Verteidigung übertragen kann, um vor Guards zu bleiben. Schafft er dies öfter, könnte er sich allgemein in Richtung Durchschnitts-Verteidiger bewegen, der in einem System, nach seinen Stärken eingesetzt, ein solides Puzzleteil sein kann.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Okafor derzeit ein schlechter Verteidiger ist. Da führt kein Weg drumherum. Allerdings sehe ich den Big aus den aufgeführten Gründen als nicht komplett aussichtslos an, was seine NBA-Perspektive als Defender angeht. Er wird kein All-League-Defender werden, aber muss auch nicht für ein definitives Minus einer Teamdefense gehalten werden. Einzig seine eventuellen körperlichen Limitationen in Explosivität und Schnelligkeit bereiten etwas Sorgen. Sie schränken ihn in seiner defensiven Vielseitigkeit nachhaltig ein. Auch wenn er sich gut entwickelt, wird man ihn nicht in jeder Bigmen-Kombination spielen lassen können. Dies ist jetzt schon abzusehen und schadet ihm in einer Liga, die immer mehr Wert auf defensive Vielseitigkeit legt, nachhaltig.

Update 14/01/15

Egal, ob wir über den Titel Player of the Year der Saison 14/15 oder den Status als #1 Pick für die kommende Draft reden – Okafor ist in den vergangenen Wochen beidem ein gutes Stück näher gekommen. Wie im ersten Saisonmonat, war der Center auch im Dezember/Januar eine nicht aufzuhaltende Offensivmacht, die den im November schon beachtlichen Output noch einmal leicht steigern konnte:

Ihm halfen sicherlich zwei eher leichte Spiele gegen Wofford und Toledo, in denen er seine sowieso schon anstronomischen FG%-Stats noch weiter aufblasen konnte (23-28 FG gegen diese beiden Mid Major). Aber auch gegen die UConn und die Gegner aus der eigenen Conference ACC wusste der Bigman zu dominieren. Seit dem 22.11.2014 überzeugte Okafor bis zum gestrigen Spiel gegen Miami immer mit einer Feldwurfquote von über 57 Prozent. Dies unterstreicht seine herausragenden Scoringfähigkeiten. Noch immer lässt er jeden Gegenspieler im Eins-gegen-Eins mit unzähligen Moves wie Schuljungen aussehen. Drei neue Career Highs innerhalb von fünf Spielen sprechen Bände. Allerdings muss sein Punkten höchstens alle paar Spiele gelobt, aber nicht mehr weiter analysiert werden. Okafor ist in dieser Hinsicht, wie eben schon angeschnitten, extrem zuverlässig und beständig. Noch nie konnte ihn eine College-Defense zu einer einstelligen Zählerausbeute zwingen.

Spannend sind allerdings ein paar andere Beobachtungen. Der Blue Devil tritt beim Rebound etwas engagierter auf. Er hat sein Timing beim Absprung und seine Ausboxbemühungen leicht verbessern können. Vier Double-Doubles inklusive eines 20 Rebound-Spiels an seinem 19. Geburtstag gegen Elon, sowie 8+ Bretter in jedem Spiel seit dem Matchup gegen Wisconsin stehen zu Buche. Ihn in dieser Kategorie nach einem holprigen Start auf einem soliden Niveau zu sehen, sollte NBA-GMs freuen. Mit einer TRB%, die der von Julius Randle aus dem vergangenen Jahr gleicht, kann Okafor nicht mehr als reiner Offensiv- Finesse-Spieler gelten. Er hat mittlerweile bewiesen, dass er sich Abpraller sichern kann, wenn es darauf ankommt.

Fragen zu seiner oft lustlosen Defense wird Okafor sich dennoch gefallen lassen müssen. Zwar zeigte er mit drei 3+ Block-Partien, dass er nicht komplett unathletisch und als Ringbeschützer nicht gänzlich unbrauchbar ist. Als Teamverteidiger, der seine Masse im Post durchaus klug einzusetzen weiß und seinem Schema im Rücken, dass ihn verstecken kann, könnte er irgendwann einmal als Defender auf ein durchschnittliches Level kommen. Trotzdem verwickeln ihn gegnerische Trainer noch immer mit Vorliebe in Pick’n’Roll-Action, um seine fehlende laterale Geschwindigkeit auszunutzen. Flinke Perimeterspieler schlagen ihn dabei außerhalb seiner Comfort-Zone nahezu immer. Einmal an ihm vorbeigezogen, müssen sich Flügel/Playmaker kaum noch Sorgen machen. „Recovery“ scheint für Okafor ein Fremdwort zu sein. Dies muss ihm unbedingt angekreidet werden und wird ultimativ sein NBA-Ceiling senken.

Was ihm allerdings sehr positiv angerechnet werden muss, sind zwei Entwicklungen in seiner Offense. Eine kann ganz kurz beschrieben werden. Okafor hat endlich begonnen Freiwürfe zu ziehen. Ob nach Shotfakes, gelungenen Insidemoves oder beim Kampf um Postposition – der Freshman versteht es besser an die Linie zu kommen. Nachdem er in den ersten acht Spielen nur einmal mehr als viermal an die Linie kam, durfte er seit dem Wisconsin-Spiel in jeder Partie mindestens fünfmal an die Charity Stripe. Krönung war das Heimspiel gegen Boston College, in welchem er 14-17 FTs einnetzte und damit seine Freiwurfquote der gesamten Spielzeit mit nur einem Spiel um acht Prozent hob – natürlich ein Fluke-Game. Dennoch vielleicht auch ein Fingerzeig darauf, dass seine wirkliche FT% nicht, wie zuerst befürchtet, bei 50 Prozent liegt, sondern bis Saisonende eher in Richtung 65 Prozent laufen könnte. Damit scheint sich eine ziemlich böse, vermutete Schwäche („Hack’a’Jahlil”) nicht zu bewahrheiten.

Abschließend muss in diesem Update nur noch sein Passing/Playmaking besprochen werden, da dieses unterschätzt werden könnte, wenn man sich nicht seine Spiele ansieht. Der Bigman ist ein unglaublich guter und vor allem williger Passer:

“The main thing was, I was looking for my teammates. They were talking to me the entire game, and I was just trying to find them,” Okafor said. “That’s just part of my game. In high school, I was always double- or triple-teamed. I was always passing out of the post.”

Coach K: “[…], he was a facilitator — and he still got a double-double. … As long as he’s a scoring threat, it helps our other guys.”

http://www.usatoday.com/story/sports/ncaaf/2014/11/23/duke-freshman-jahlil-okafor-ability-to-adapt/19446841/

1,7 Ast/40 zeigen dies vielleicht nicht unbedingt, aber Okafor ist der Dreh- und Angelpunkt der Blue Devils-Offense, die gemessen am AdjO eines der beiden besten Angriffssysteme des Landes ist. Erster Grund dafür ist selbstverständlich die Effizienz, mit der Okafor seine eigenen Punkte bringt, weil er im Eins-gegen-Eins nicht zu stoppen ist. Jedes Team muss ihn doppeln. Aber auch diese Situationen weiß er nur zu gut auszunutzen. Freie Schützen am Perimeter, Cutter im Post oder den Ball vor dem Assists – Okafor kann nahezu jeden Pass spielen und sich zu sehr auf ihn konzentrierende Defenses bestrafen. Diese Fähigkeit unterscheidet ihn von reinen Postscorern und bringt ihn in eine etwas andere, noch wertvollere Spielerkategorie. Da man dies, wie schon beschrieben, gesehen haben muss, habe ich ein kleines Video vorbereitet:

Sehr auffällig ist, dass Coaches in der ACC seit zwei, drei Spielen ihren Gameplan zumeist darauf ausgelegt haben, Okafor weder Isolation-Situationen im Post noch viel Zeit zum Passen zu geben und so versuchen, ihm seine zwei Lieblingssituationen zu nehmen. Okafor kam in der Folge im Conference-Play besonders als Playmaker nicht mehr zur vollen Entfaltung, auch wenn er als Individualspieler kaum an Effizienz einbüßte. Duke nahm beispielsweise gegen NC State trotz einer 23/12-Performance des Centers seine erste Saisonniederlage hin, da sein Passing (0 Assists) und damit der Flow der Duke-Offense gut unterbunden wurde. Auch in dem Loss gegen Miami konnte Okafor keine direkte Korbvorlage geben. Es ist am Duke-Coaching-Staff Wege zu finden, auf die Adjustments der Gegner zu reagieren und ihm über mehr Movement seiner Mitspieler wieder mehr Passoptionen zu geben. 

Update 07/12/14
Seit dem letzten Update sind nur drei Spiele vergangen. Dennoch kann schon wieder etwas über Okafor geschrieben werden. Dies liegt sicher nicht an den zwei Blowout-Siegen gegen Furman und Army. Beide Teams konnten zusammen gerade einmal einen Spieler über 6‘10‘‘ aufbieten. So war es für den Duke-Center leicht gegen kleinere und weniger talentierte Gegenspieler in den zwei Partien jeweils über 20 Punkte bei herausragenden Quoten (20-28 FG) aufzulegen. Allerdings stand unter der Woche das vielleicht schwierigste Spiel des gesamten Jahres für den in wenigen Tagen 19 Jahre alt werdenden Bigman an. Das Duell beim letztjährigen Final Four-Teilnehmer Wisconsin stellte nicht nur wegen der Rankings der Teams (#2 gegen #3), den beiden Records der Mannschaften (beide bis dahin mit 7-0) oder dem Fakt, dass die Partie Okafor‘s erstes echtes College-Auswärtsspiel war, eine absolute Besonderheit dar. Die Badgers können mit Bigman Frank Kaminsky das wohl schwierigste Matchup für den jungen Blue Devil auf Collegelevel stellen. Der Senior aus Madison, der als Player of the Year-Kandidat gilt, forderte Okafor auf vielen Ebenen heraus. Bis dato sah sich Duke noch keinem Spieler von dieser Länge und Klasse gegenüber. Sevenfooter Kaminsky ist einer der vielseitigsten Scorer der NCAA (16,6 PpG bei 60 FG%@rim, 42 3P%), der am College zudem als überdurchschnittlicher Rebounder und Verteidiger gelten muss (8,8 RpG, 2,1 BpG).

Interessanterweise sorgte Coach K schon nach kurzer Zeit dafür, dass das Aufeinandertreffen der beiden Bigs kein richtiges Privatduell werden konnte. Nach einigen Fehlern von Okafor, die Kaminsky einfache Punkte erlaubten, stellte Krzyzewski die eigene Verteidigung um und ließ den Badgers-Center abwechselnd verteidigen. Es wurden in der Folge viele Switches erlaubt, die es sogar zuließen, dass Guards an Kaminsky hängenblieben. Okafor wurde eine sehr freie Rolle zuteil, die er gut auszufüllen wusste. Wohl mit dem Auftrag immer dort zu helfen, wo er gebraucht wurde, schaffte es der Center oft durch kluges Rotieren und Reagieren Löcher in der Defense zu stopfen, auch wenn er noch immer kein angsteinflößender Rimprotector mit herausragender Shotblocking-Fähigkeit ist. Nachdem er in den vergangenen Spielen oft isoliert angegangen wurde, konnte Okafor in der nun etwas versteckteren Position seine Stärken ausspielen und oft mit intelligentem Positioning glänzen. Dazu bestätigte er gezeigte Ansätze aus den Spielen gegen Furman und Army. Er wirkte in der Verteidigung wacher und engagierter. Nach Lustlosigkeit in den Eingangspartien scheint für ihn nun auch diese Facette des Spiels wichtiger geworden zu sein. Die defensive Leistungskurve steigt an. Dies gilt es im Auge zu behalten.

In der Offense wurde er nahezu ausschließlich von Kaminsky verteidigt. Alle anderen Spieler strafte er sofort ab. Gegen den Sevenfooter hatte er zunächst einige Probleme. Ryan hatte Kaminsky mit auf den Weg gegeben, Okafor nicht in seine Sweetspots am Low-Block kommen zu lassen. Um dies zu verhindern, wurde er recht viel gefrontet und in die Mitte des Courts drängen, um leichter bei ihm aushelfen zu können. Dies funktionierte zunächst sehr gut. Der Dukie tat sich schwer gute Anspielpositionen für sich zu finden und hatte Probleme durch Länge und Traffic abzuschließen. Doch dies veränderte sich während des Spiels. Okafor arbeitete besser für seinen Raum und die Blue Devils blockten ihn gezielter für Lowpost-Isolations frei. An seinen Lieblingspositionen angekommen, konnte Okafor auch gegen ein NBA-Talent in Kaminsky nahezu die volle Offensivpalette zeigen. Er hatte die Stärke ihn zum Korb zu schieben, die Moves, um ihn teilweise auszutanzen, und sogar die Ruhe auch gegen einen Sevenfooter einen Wurf aus der Mitteldistanz zu treffen. Einzig sein Passing blitze kaum auf, da sich Wisconsin dafür entschieden ihn nicht vermehrt zu doppeln. Die Badgers wollten lieber von ihm, als von freien Schützen an der Dreierlinie geschlagen werden.

Da das Matchup ein so guter Test für die NBA-Tauglichkeit von Okafor war, war es an der Zeit ein erstes ausführliches Scouting-Video zu Okafor zusammenzuschneiden. Es werden die gezeigten offensiven sowie defensiven Probleme als auch Stärken thematisiert:

Nach einem leichten Spiel gegen Elon wird Okafor erst am Donnerstag wieder ernsthaft getestet, wenn die angeschlagenen Connecticut Huskies (3-3) nach Durham kommen. Coach Kevin Ollie wird den Duke-Center wohl von Sevenfooter Amida Brimah verteidigen lassen. Der explosive Ghanaer gibt zwar gegen Okafor rund 40 Pfund ab, aber gilt dennoch als einer der Elite-Shotblocker (2,8 BpG) der NCAA.

Update 23/11/14
#1 High School-Prospects haben es nicht leicht. Über Jahre aufgebaute Erwartungen sollen sie in ihren ersten Spielen möglichst sofort gerecht werden. Dass dies bei einer immer größer werdenden medialen Hype-Maschinerie nicht ganz einfach ist, bewies im letzten Jahr Andrew Wiggins, der die breite Öffentlichkeit eher enttäuschte. Jahlil Okafor scheint dies allerdings nicht zu kümmern. In seinen ersten fünf Spielen am College konnte er bisher vollends überzeugen. Er zeigte drei Spiele (Presbyterian, Fairfield, Michigan State mit 25-30 FG), in denen er offensiv nicht zu stoppen war, eine Bad-Shooting-Performance gegen Temple (7-20 FG) und ein dazugehöriges Bounce-back-Spiel innerhalb von 24 Stunden, in dem er klar auf den Vortag reagierte. Im Finale des Coaches vs. Cancer-Turniers gegen den klaren NCAA-Tournament-Aspiranten Stanford agierte Okafor nach den vielen Fehlwürfen am Tag zuvor eher als Passgeber und forcierte den eigenen Abschluss nicht. Aber er ließ es sich nicht nehmen, in den Clutch-Situationen auch als Scorer zu glänzen. Acht seiner zehn Punkte in dieser Partie kamen in den letzten 9 Minuten des Spiels. Duke gewann alle fünf Spiele.

Offensiv ist der College-Center, wie angepriesen, eine nicht zu verteidigende Punktemaschine, die über großartige Fundamentals und ein nettes Arsenal an Bewegungen verfügt. Selbst die körperlich und erfahungstechnisch gut ausgestatteten Frontcourts von Michigan State und Stanford konnten den 6‘11‘-Mann nicht wirklich stoppen. Auch wenn noch Partien gegen absolutes NBA-Talent fehlen, kann wohl dennoch jetzt schon gesagt werden, dass Okafor offensiv nahezu über das komplette Paket verfügt. Beispielhaft kann dafür eine circa fünfminütige Anfangssequenz aus dem Spiel gegen die Spartans genommen werden.

Okafor ist in erster Linie ein klarer Post-Up-Big, der sowohl am rechten als auch am linken Block extrem gefährlich ist. Ihm fällt es leicht über gutes Positioning seine eigenen Spots zu finden und agiert nach dem Erhalt des Balles sehr geduldig. Er scheint das Spiel schon sehr gut zu verstehen und weiß Fehler seiner Gegenspieler wunderbar zu bestrafen. Kommt ihm sein Gegenspieler zu nah, kommt er mit seinem extrem schnellen Spinmove ohne Probleme vorbei.

 

 

 

 

 

Erhält er Platz, hat er genug Touch, um in Korbnähe abzuschließen. Dabei zeigte er bisher wenig mit der linken Hand und nutzt anscheinend recht gern diesen unkonventionellen, aber bisher sehr effektiven Abschluss mit der rechten Hand über die rechte Schulter.

 

 

 

 

 

Der junge Blue Devil besitzt ein hohen offensiven Basketball IQ, den er immer wieder durch sein Näschen für Raum/ Positioning und vor allem beim Timing seiner Angriffsaktionen beweist. Dabei war es dem jungen Mann aus Chicago bisher egal, ob er sich gegen Zonen- oder Mann-Mann-Verteidigung gegenübersah. Er konnte sich immer gute Situationen bringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mal abgesehen vom Temple-Spiel, präsentierte sich Okafor auch nicht als offensives „Schwarzes Loch“, sondern nahm seine Würfe ausschließlich aus dem Fluss der Duke-Offense heraus. Er weiß, was gute Würfe für ihn sind und wann er den Ball aus schwierigen Situationen (wie z. B. Double-Teams) heraus an die Mitspieler abgeben muss. Bisher zeigte er sich besonders aus dem Low-Post heraus als überdurchschnittlicher und sehr williger Passgeber.

 

 

 

 

 

Auch im Fastbreak ist der Bigman entgegen seines Rufs sehr gut zu gebrauchen. Er kann diese nach eigenem Defensivrebound selbst einleiten und ist trotz seiner Masse ein gefährlicher Trailer. Wird die erste Welle abgewehrt, ist sein Quick-Posting eine von Coach K gern genutzte Waffe.

 

 

 

 

 

Als erste Scoringoption der bis dato besten Offense des Landes legte der bald 19-Jährige einen Effizienz-Traumstart (121,7 Ortg bei 29,2 USG%) hin, den er in den kommenden Spielen mit Konstanz bestätigen muss. Allerdings offenbarte Okafor in den ersten Partien auch schon einige klare Schwächen, die es im Auge zu behalten gilt. Er blieb athletische „Above-the-Rim-Plays“ schuldig und war auch noch nie gezwungen seinen Mitteldistanzwurf aus dem Face-Up zu zeigen. Okafor stand in seinen Partien noch nie öfter als viermal an der Freiwurflinie – ein Unding für einen Low-Post-Bigman seiner Klasse.

Zudem muss er sich in der Defense als auch im Rebound erheblich verbessern, um auch auf dem neuen Spielniveau als kompetent zu gelten. Gegnerische Coaches attackierten ihn bisher in der Verteidigung mit Pick’n‘Rolls sehr gern und waren damit oft erfolgreich, da er zumeist einen oder gar zwei Schritte zu langsam war. Beide Kategorien könnten für Okafor größere Probleme darstellen. Es gilt in den kommenden Spielen zu beobachten, was die Ursachen für seine offenbarten Schwächen sind. Reichen etwas weitere Eingewöhnungszeit am College, eine etwas verbesserte Kondition, etwas mehr Wille zur Dominanz auch auf dieser Seite des Parketts und leichte Upperbodystrength-/Timing-/Technikverbesserungen aus, um seine Defensiv/Rebounding-Qualität nachhaltig zu steigern oder leidet Okafor unter echten körperlichen Limitationen, die sein Verteidigungs-Ceiling herunterziehen?

Update 13/11/14
Okafor geht als bestes Bigman-Talent der Draftklasse in das Jahr und wird von den meisten Experten als der zukünftige #1 Pick der Draft 2015 gesehen. Als „bester echter Post-Spieler seit Jahrzehnten“ angepriesen, überzeugte der junge Mann aus Chicago bisher auf jedem Level und ließ eine Gewinner-Aura um sich herum entstehen. State-Championships, Goldmedaillen mit den Jugendnationalmannschaften, HS-National Player of the Year 2014, erfolgreiche Auftritte bei Hoop Summit und Co. – Okafor ließ bis dato kaum einen Titel oder eine Auszeichnung aus und erhielt so in seinem Senior-Jahr ziemlich klar den Status des besten HS-Talents seines Jahrgangs. Auch von Baylor, Kansas und Kentucky heiß umworben, entschied sich der Bigman gemeinsam mit seinem engen Freund Tyus Jones (#1 PG der ‘14er Klasse) im vergangenen Sommer seine Collegezeit in Durham zu verbringen. Coach K wird die Offense seiner Blue Devils um den begnadeten Freshman-Scorer aufbauen und ihm die Möglichkeit geben, als klare erste Scoringoption zumindest im Angriff seine Gegner zu dominieren. Schafft er die Umstellung auf das neue Spiellevel lückenlos, besteht für ihn die Chance der erste Freshman-Player of the Year nach Kevin Durant ’07 und Anthony Davis ’12 zu werden. Über diese Möglichkeit unterhielten wir uns bereits in diesem NCAA-Preview-Podcast:

In den Vorbereitungsspielen zeigte sich Okafor als bester Spieler seiner Mannschaft und konnte dabei sogar die Kritiker verstummen lassen, die ihm Konditionsschwierigkeiten vorhergesagt hatten. Mit einer etwas breiteren Statur ausgestattet, hat Okafor im Sommer hart gearbeitet und vor seinem ersten Collegejahr fünf Kilogramm abgespeckt. Alles scheint angerichtet, jetzt muss er nur noch liefern. Nach zwei eher einfachen Partien gegen Presbyterian und Fairfield ohne ernsthafte Konkurrenz auf seiner Position, wartet bereits im dritten Spiel der Saison mit den Michigan Spartans um Junior-Big Branden Dawson ein echter Test gegen NBA-Talent auf ihn.

Spielervergleich

Update 13/11/14
Okafor selbst gibt an, Tim Duncan und Hakeem Olajuwon nachzueifern. Dies ist seinem Spiel auf offensiver Ebene mit vielen Throw-Back-Moves auch anzumerken. Um aber einmal auf deren Level zu kommen, muss er sich als besserer Passer und vor allem auch viel besserer Verteidiger beweisen. Bisher hat sich der neuste Schützling von Coach K allerdings „nur“ als hervorragender Back-to-the-Basket-Spieler präsentieren können, der in Sachen Kreieren für die Mitspieler, Defense und Rebounding nur unterdurchschnittlich bis solide ist. Dies lässt bisher nur Spielervergleiche zu, die ein (Al Jefferson) oder zwei Ebenen (Jared Sullinger) unter den oben genannten Hall of Famern anzuordnen sind.

Videos

Preseason-Scouting von Draftexpress:

Fox-Feature:

Wichtige Spiele mit aufschlussreichem Matchup

18.11. vs. Michigan State mit Bigman Branden Dawson
03.12. @Wisconsin mit Bigman Frank Kaminsky
18.12. vs. Connecticut mit Bigman Amida Brimah
17.01. @Louisville mit Bigman Motrezl Harrell
18.02. vs. North Carolina mit den Bigmen Brice Johnson und Kennedy Meeks
07.03. @North Carolina mit den Bigmen Brice Johnson und Kennedy Meeks

Artikelempfehlungen

“With Jah, you’ll see,” Krzyzewski said. “He’s good. And he’s been accepted pretty much right away [by his teammates] … because there’s nobody like him. There’s no comp.”

Capel went on to explain that, in all his years, he’s only ever sat two players down and told them, face-to-face, that they have a chance to be an NBA great. One is Blake Griffin, whom Capel coached at Oklahoma. The other is Okafor, whom Capel helped recruit to Duke.

Jahlil Okafor — CBSSports.com’s Preseason Player of the Year

He didn’t have to face up in high school, but he can. And he will for Duke, which sees value in being unpredictable with its prized freshman, especially because he’s a deft enough passer to allow the offense to flow through him.

Off the court, he’s equally as generous. Instead of ignoring the cleaning staff at Cameron Indoor Stadium, he makes small talk, asks them how they’re doing, offers a high five.

But don’t confuse kind with passive. He is highly competitive. His team’s loss to Currie High, led by now-Kansas freshman Cliff Alexander, in last year’s city 4A championship “still hurts,” he says.

“It’s made me attack basketball harder than I would have,” Okafor says of his mother’s death. “When it first happened, the thing I relied on was basketball. I remember going outside, shooting all night, going back inside and crying right away. Every time I would go outside to shoot, I would just forget about everything. Ever since then, that’s been my breakaway, what I use if I’m thinking about too much stuff. Basketball was my thing I was always able to use to forget everything.”

The summer before his senior season, Okafor was on the USA Basketball Under-19 team that won the 2013 FIBA World Championship in Prague. Florida’s Billy Donovan coached the team, and after the title game, Donovan offered Okafor one final piece of advice. “He said I was the best 17-year-old he’s seen in the post,” Okafor recalls, “and the one thing that would stop me is my conditioning.”

Next in line: Freshman Jahlil Okafor ready to take mantle as Duke’s star

Statssektion         

College:

College SportsVU von Draftexpress:

sportvu

International:

High School:

Senior-Saison – 24,1 P / 11,3 R
Hoop Summit 2014 – 14 P / 10 R / 1 STL / 4 TO bei 6-11 FG in 27 Mins
McDonalds All-American Game 2014 – 17 P / 7 R bei 8-15 FG in 22 Mins
Jordan Brand Classic – 29 P / 9 R / 1 A / 1 TO bei 13-17 FG in 23 Mins

Awards:

National Player of the Year (2014)
IHSA Class 4A state champion (2014)
Illinois Mr. Basketball (2014)
McDonald’s All-American Game co-MVP (2014)
FIBA Under-17 World Championship MVP (2012)

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Draft2015StatsBigs

Trivia

Twitter

@BigJah15

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