Advanced Stats, NBA

Allstar Snubs

Die Posse um Lillard und ein Blick zurück auf die letzten 15 Jahre

Jedes Jahr aufs Neue erwartet die Basketball-Welt Ende Januar gespannt die Nominierungen für das All-Star Game. Während die Wahl der Starting Five wegen des Fan-Votings seit jeher in Frage gestellt wird, ist direkte Kritik an der Wahl der Bankspieler durch die Coaches selten zu hören. Dennoch gibt es fast jedes Jahr Diskussionen um sogenannte All-Star-“Snubs”. Auch wenn Lillard mittlerweile für den verletzten Blake Griffin nachnominiert wurde, ließ er seiner Unzufriedenheit über die Entscheidung für die Reservisten freien Lauf. Dementsprechend postete er bei Instagram einen Kommentar, welchen er wenige Stunden später wieder löschte,  bei dem er sich darüber beschwerte, dass er übergangen wurde.

I just want to thank the coaches who feel I wasn’t good enough, the fans that didn’t think I was good enough , and Adam Silver also for not thinking I was good enough. This isn’t unfamiliar territory for me , it’s actually what my life has been inspired by. I’d be lying if I said I wasn’t disappointed or that I don’t feel disrespected but it’s not too much to handle. Not the first or last guy to be snubbed. “You should have been there” isn’t good enough for me. But anyway, The reason I’m in these shoes is because I’ve always use the hand I was dealt to my advantage… A wise man once told me… ” it ain’t always gone be peaches and cream but somebody has to pay for the reason it’s not … One way or another ” … #ImThankful #Real #NonAll-Star #RipCity #YellowTape

Die Enttäuschung von Lillard ist leicht herauszulesen und natürlich kann man ihn verstehen, schließlich ist das All-Star Game ein Highlight für jeden Spieler. Allerdings macht man mit einer solchen Aussage nicht nur auf die eigenen Leistungen aufmerksam, sondern sagt mehr oder weniger direkt, dass ein anderer Spieler den Platz im All-Star Game nicht verdient hat. Bevor jedoch die Leistung der diesjährigen All-Stars näher betrachtet wird, lohnt sich ein Blick auf vergangene Entscheidungen der Coaches.

 All-Star Snubs: 2000-2014

Jedes Jahr gibt es immer 2-3 Spieler, bei denen die Fans von All-Star-Snubs sprechen und die “offensichtlich” ins All-Star Game gehören. Im Zuge dessen wird vor allem oft die Wahl der Starting Five kritisiert. Dieses Jahr hatten wir mit Kobe Bryant einen solchen Fall. Aufgrund seiner Popularität wurde er ins All-Star Game berufen, obwohl seine Leistungen dies in keinster Weise rechtfertigten. Kobe verletzte sich jedoch, sodass stattdessen ein “verdienter” All-Star nominiert wurde – DeMarcus Cousins. Kobe ist natürlich kein Einzelfall und in den letzten 15 Jahren hatten vor allem gestandene Stars den Vorteil, dass sie nicht zwangsläufig All-Star-like performen mussten, um in die Starting Five zu rutschen. Dazu kam dann 2003 noch das Phänomen Yao Ming aus China in die Liga, dem es in seiner Rookie-Saison gelang, Shaq den Starterposten zu entwenden. Yao schaffte es sogar 2005 und 2006 die meisten Stimmen aller Spieler zu erhalten und wurde durchgängig bis 2009 durch die Fans ins All-Star Game berufen. Obgleich die Nominierung in der Rookie-Saison etwas früh kam, sind die restlichen Jahre, wenn man Verletzungen ausblendet, durchaus gerechtfertigt, da zu der Zeit die Centerposition im Westen nicht sehr breit aufgestellt war.

Doch nicht nur die Fans treffen ihre Wahl vorhersehbar, auch die Coaches scheinen bestimmten Mustern bei ihrer Stimmabgabe zu folgen. Bevor jedoch darauf eingegangen wird, lohnt es sich die Roster der All-Star Games anzuschauen und nach Snubs Ausschau zu halten und dementsprechend nach groben Fehler bei den Nominierungen zu suchen. Dabei muss man die Starting Five außer Acht lassen, denn die Coaches können dieses Jahr zum Beispiel nichts dafür, dass Kobe statt Lillard nominiert wurde. Lediglich die anderen Reservisten können als Vergleich herangezogen werden. Da die Nominierungen nicht nach festen Regeln, wie etwa bestimmten Stats oder Teamrecord geht, lässt sich unmöglich beweisen, dass Spieler X reinmusste, trotzdem lohnt es sich bei der Suche nach Snubs in den letzten 15 Jahren  verschiedene Stats zu analysieren. Um diese Spieler zu finden, werden folgende Statistiken herangezogen: All-NBA first, second and third Team, RPM, PER, Teamrecord. Taucht ein Spieler in den Top 15 beim All-NBA Team, Top 10 RPM oder Top 10 PER auf, werden die anderen Statistiken des Spielers angeschaut, um zu sehen, wie in der Saison performte. Spieler, die aufgrund von Verletzungen zu wenig Spiele gemacht haben, werden in der Regel nicht berücksichtigt, wie z.B. Kirilenko im Jahr 2005. Er spielte eine fantastische Saison, war jedoch den kompletten Dezember bis Ende Januar verletzt.

All-NBA Team: Die All-NBA Teams werden am Ende der Regular Season von verschiedenen stimmberechtigten Journalisten gewählt. Im Gegensatz zu den Coaches ist die einzelne Stimme jedes Journalisten weniger Wert, sodass die Entscheidung von einer größeren Gruppe getragen wird. Dennoch gibt es natürlich viele biased Journalisten, die gerne mal ihrem (Franchise-)liebling die Stimme geben oder einfach nur das Potential bewerten, so wie es gerne im All-Defensive Team gehandhabt wird, bei dem Kobe Bryant trotz fragwürdiger Leistung in der Defensive, aufgrund seiner Fähigkeiten immer wieder hereingewählt wurde. Natürlich ist diese Wahl nicht objektiv, aber wer am Ende der Saison zu den 15 stärksten Spielern (bzw. zu den drei besten Centern, sechs besten Forwards und sechs besten Guards) gehört, der dürfte einen Platz im All-Star Game auch verdient haben.

RPM: Einige schwören auf die Real-Plus-Minus (RPM)-Stats, andere stellen sie extrem in Frage, dennoch dürfte es aktuell wohl die beste Methode sein, um den Impact eines Spielers im Vergleich zum Ligadurchschnitt in Zahlen zu erfassen. Auch hier werden die besten 10 Spieler unter die Lupe genommen und geschaut, ob sie es ins All-Star Game geschafft haben. Da auch Rollenspieler mitunter bei der Statistik sehr gut abschneiden, werden nur die Spieler als potentielle Snubs berücksichtigt, die mindestens 30 Minuten pro Spiel sehen.
Mehr Informationen darüber, wie sich der RPM zusammensetzt und was die Statistik abbildet, findet man im Artikel von Artur Kowis, der sich vergangenen September intensiv mit dem RPM auseinandersetzte.

PER: Das Player efficiency Ranking (PER) war vor einigen Jahren das, was RPM heute ist: Die Vorzeigestatistik für Advanced Stats Freunde. Trotzdem ist die PER Statistik ein gutes Werkzeug, um die offensive Effektivität  zu erahnen, dabei kommen aber natürlich defensivstarke Spieler schlechter weg, aber auch hier lohnt sich ein Blick auf die Top 10 der Liga für das jeweilige Jahr.

PPG/RPG/APG: Die nackten Zahlen sagen zumeist wenig über einen Spieler aus, denn diese kann man sich auch mit schlechter Effizienz erkaufen und damit dem Team mehr Schaden als zu helfen. Dennoch wird zumindest geschaut, ob die Top 5 der Punktesammler dabei sind.

Teamrecord Ende Januar: Basketball ist immer noch ein Teamsport und deshalb ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man mit einem besseren Record eine deutlich bessere Chance hat als bei einem Lottery Team. Da die All-Stars im Januar nominiert werden, wird immer der Teamrecord vom 28. Januar als Vergleichswert herangezogen.

Insgesamt wurden 22 Spieler zwischen 2000 und 2014 gefunden, die in die oben genannten Kategorien vertreten waren, aber nicht eingeladen wurden. Al Jefferson, Ginobili, Anthony,Camby, Kidd, Brand sowie Ben Wallace haben es sogar jeweils zwei Mal in die Liste geschafft. Doch obwohl diese Spieler entweder in All-NBA Teams berufen, Top 5 im Scoring oder Top 10 im RPM oder PER waren, so kann man keineswegs bei allen von Snubs sprechen. Denn bei vielen gibt es plausible Gründe, weshalb es für das All-Star Game nicht gereicht hat, obgleich eine Statistik Vielversprechendes vermuten ließ.

Die gerechtfertigten Snubs

Schwacher Record

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Stephon Marbury (NJN)20003rd+1.8 (42.)20.7 (15.)22.2/3.2/8.4

Jan: 17-26
(12. East)
End:31-51
(12.East)

Ben Wallace (DET)2001+6.8 (5.)14.8 (>150.)6.4/13.2/1.5Jan: 16-28
(10. East)
End: 32-50
(10. East)
John Stockton (UTA)20025.7 (8.)21.9 (13.)13.4/3.2/8.2Jan: 23-22
(8. West)
End: 44-38
(8. West)
Elton Brand (LAC)20024.3 (13.)23.2 (6.)20.0/10.3/3.3Jan: 19-24
(12. West)
End: 28-54 (14. East)
Elton Brand (LAC)2005+5.9 (9.)22.4 (17.)20.0/9.5/2.6Jan: 20-23
(10. West)
End: 37-45
(10. West)
Carmelo Anthony (DEN)20063rd-0.1 (>100)22.0
(21.)
26.5/4.9/2.7Jan: 25-21
(7. West)
End: 44-38
(7. West)
Marcus Camby (DEN)2007+6.4 (10.)19.1
(43)
11.2/11.7/3.2

Jan: 22-19
(7. West)
End: 45-37
(6. West)

Deron Williams (UTA)20082nd+2.2 (>60.)20.8 (25)18.8/3.0/10.5Jan: 27-18
(7. West)
End: 54-28
(5. West)
Al Jefferson (MIN)2009+2.5 (45.)23.1
(10.)
23.1/11.0/1.6Jan: 16-28 (10. West)
End: 24-53 (11. West)
Jason Kidd (DAL)2009+5.6 (8.)16.9 (>90.)9.0/6.2/8.7Jan: 26-19
(8. West)
End: 50-32
(6. West)
Andrew Bogut (MIL)20103rd+5.5 (8.)20.7 (21.)15.9/10.2/1.8Jan: 19-25
(9. East)
End: 46-36
(6. East)
Marcus Camby (LAC-POR)2010+5.8 (6.)17.9 (>60.)7.5/11.8/2.5Jan: 20-25
(12. West)
Feb: Trade
Nene (DEN)2011+5.5 (10.)20.4 (28.)14.5/7.6/2.0Jan: 28-18
(6. West)
End: 50-32
(5. West)
Zach Randolph (MEM)2011

3rd

+3.2 (33.)22.6 (14.)20.1/12.2/2.2Jan: 23-24
(9. West)
End: 46-36
(8. West)
Tyson Chandler (NYK)20123rd+4.6 (17.)18.7 (>60.)11.3/9.9/0.9Jan: 7-13
(11. East)
End: 36-30
(7. East)
Paul Millsap (UTA)2013+5.4 (7.)19.8
(30.)
14.6/7.1/2.6Jan: 24-21
(7. West)
End: 43-39
(9. West)
Al Jefferson (CHA)20143rd+2.1 (67.)22.7 (14.)21.8/10.8/2.1Jan: 19-27
(8. East)
End: 43-39
(7. East)
DeMarcus Cousins (SAC)2014+0.7
(>120.)
26.1 (5.)22.7/11.7/2.9Jan: 15-29
(15. West)
End: 28-54
(13. West)
Goran Dragic (PHX)20143rd+3.4 (39.)21.4 (19.)20.3/3.2/5.9Jan: 26-18
(6. West)
End: 48-34
(9. West)

Die oben genannten Spieler hatten zwar individuell eine gute Saison, allerdings waren die Teams entweder sehr schwach oder vergleichsweise zu schwach, sodass die Kandidaten, die es geschafft haben, meist eine ähnlich gute individuelle Performance ablieferten, aber einen deutlich besseren Record innehatten. Bei Stephon Marbury ist die Nichtnominierung auch äußerst verständlich, allerdings überrascht eher, dass er 2000 ins All-NBA-Third Team berufen wurde, obgleich sein Team die Saison nur auf Platz 12 abschloss.
Elton Brand hatte sowohl 2002 als auch 2005 das Problem, dass die Clippers als Mannschaft einfach zu schwach waren. Das gleiche Schicksal musste auch Al Jefferson in seinem ersten Jahr in Minnesota erleben.
Deron Williams schaffte sogar das Kunststück ohne ASG 2008 ins All-NBA Second Team berufen zu werden. Trotzdem war es in Ordnung den gleichaltrigen Roy ihm vorzuziehen und auch die Wahl Pro Boozer aus dem Jahr ist nachvollziehbar.
Cousins 2014 ist ein letztes gutes Beispiel, der lediglich ein gutes PER auflegte, jedoch stand sein Team zum Votingzeitpunkt nur auf Platz 15 im Westen.

Auffällig bei den Spielern, die wohl wegen ihres Records nicht gewählt wurden, ist die Tatsache, dass es sich zumeist nicht um gestandene Stars handelt. Die Verbindung von schwachem Record und fehlender Lobby als Star führt dazu, dass es kaum ein Spieler unter diesen Bedingungen zum All-Star Game schafft. Im Gegensatz dazu sieht man dieses Jahr gut, dass es die Heat geschafft haben mit einem negativen Record gleich zwei Spieler zum All-Star Game zu schicken, nämlich Chris Bosh und Dwyane Wade, wohingegen ein Brandon Knight oder Kyle Korver zu Hause bleiben mussten.
Dennoch bleibt festzuhalten, dass die hier genannten Spieler allesamt nicht als All-Star Snubs gesehen werden müssen. Zwar waren überzeugende Leistungen dabei, aber vor allem auch bessere Alternativen vorhanden.

Verletzungen

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Jason Kidd
(NJN)
2005+6.5
(8.)

19.5
(43.)

14.4/7.4/8.3Jan: 17-26
(11. East)
End: 42-40
(8. East)
Tracy McGrady (HOU)20083rd+2.7 (41.)18.4 (>50.)21.6/5.1/5.9Jan: 24-20
(10. West)
End: 55-27
(4. West)
Carmelo Anthony (DEN)20093rd+2.4 (47.)19.0 (42.)22.8/6.8/3.4Jan: 30-16
(4. West)
End: 54-28 (2. West)

Wie man dieses Jahr bei Westbrook und Durant gesehen hat, sind verletzungsbedingte Ausfälle kein K.O.-Kriterium, allerdings haben Westbrook und Durant auch hervorragend ihre Qualität nachgewiesen, dies gelang nicht allen Spielern.
Jason Kidd betrat 2005 erst Anfang Dezember das Parkett und hatte zu Beginn erhebliche Probleme. Nicht nur der Record der Nets war schwach (17-26), sondern seine Stats im Dezember waren mit 8/6 überschaubar, sodass es hier ausnahmsweise einen Star traf, der zugucken musste. Erst nach dem All-Star Game steigerte er sich und führte die Nets in die PO. Beim All-Star Game wurde er zu Recht übergangen.
McGrady schaffte es 2008 auch nicht ins All-Star Game, obwohl er schlussendlich sogar ins All-NBA Third Team gewählt wurde. Snub? Mitnichten! Er verletzte sich Ende Dezember und fiel einen Monat aus und war zuvor spielerisch nicht (gewohnt) überragend und die Rockets waren nur Zehnter im Westen. Die Nominierung Ende der Saison lässt sich dennoch erklären, denn die Rockets schafften es nicht nur in die Playoffs, sondern legten nach dem All-Star Break den damals zweitlängsten Winning Streak der NBA hin – 22 in a row.
2009 verletzte sich Carmelo Anthony im Januar und macht es daher den Coaches leichter ihn nicht zu nominieren, obwohl die Nuggets mit 30-16 gut da standen, jedoch schafften sie auch ohne ihn eine 6-4 Bilanz. Zusammen mit den nicht überragenden Advanced Stats ist der Verzicht auf Anthony in diesem Jahr vertretbar. Trotzdem wurde der Vorzug von David West zuungsten von Anthony als fragwürdig erachtet, natürlich vor allem von den Verantwortlichen in Denver. Zu dem Zeitpunkt der Wahl hatte David West den Vorteil, dass die Hornets knapp vor den Nuggets standen. Schaut man sich die Zahlen von David West an, dann kommt man zum Schluss, dass es durchaus eine fragwürdige Nominierung war, denn sein RPM (+1.0) war nur leicht überdurchschnittlich und sein PER (19.0) quasi gleich zu dem von Anthony. Auch das ORtg, DRtg und WS/48 schreien nicht nach All-Star, da gab es in Denver deutlich bessere Zahlen.
Daher waren die Beschwerden aus Denver bzgl. David West im All-Star Game richtig, allerdings hatte die Kritik einen Haken. Nicht Anthony hätte das All-Star Game eher verdient, sondern der oft übersehene Nene! Das liegt sicherlich auch daran, dass 14 Punkte und 7 Rebounds pro Spiel nicht überzeugend erscheinen, aber insbesondere sein Ortg/Drtg von 120 zu 105 (Anthony 105 zu 107, West 109 zu 107) sowie die Win Shares per 48 Minutes (Nene .177, West .125, Anthony .105) sprechen eine deutliche Sprache zugunsten von Nene.
Im Endeffekt verpasste Anthony wohl wegen der Verletzung seine All-Star Teilnahme, allerdings bliebe das Ergebnis selbst bei einer Nominierung von Carmelo aus Sicht der Nuggets das gleiche. Ohne es zu wissen, hätten sie so oder so einen All-Star Snub in ihren Reihen gehabt.

Die tatsächlichen All-Star Snubs

Obwohl viele Spieler trotz ansprechender Leistungen zu Recht nicht zum ASG durften, gibt es aber auch Spieler, welche leistungstechnisch dorthin gehörten. Wobei es nur wenige eindeutige Fälle gibt und viele Entscheidungen durchaus nachvollziehbar sind, obgleich der verschmähte Spieler bessere individuelle Leistungen erbrachte oder sein Team zu mehr Siegen führte.

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Dirk Nowitzki (DAL)20013rd+5.4 (9.)22.8 (12.)21.8/9.2/2.1Jan: 28-18
(6. West)
End: 53-29
(5. West)

Dirk Nowitzki hätte durchaus schon 2001 Ansprüche für eine Teilnahme am ASG stellen können. Statt ihm wurde jedoch unter anderem Antonio McDyess gewählt. Dieser hat ohne Frage als Topscorer der Nuggets sein Team zu einem fast identischen Record Ende Januar geführt. Trotzdem schneidet Nowitzki in allen Advanced Stats (WS/48, Ortg, Drtg, RPM, PER) für diese Saison, zum Teil extrem deutlich, besser als McDyess ab. Die Belohnung dafür konnte er sich schließlich am Ende der Saison mit der Wahl ins All-NBA Third Team abholen. Die Entscheidung pro McDyess lässt sich auf zwei oft zu betrachtenden Phänome zurückführen: Einerseits ist McDyess schlicht der Ältere gewesen und diese bekommen meistens den Vorzug, da sie in der Regel schon länger gute Leistungen liefern und die Coaches dies gerne belohnen. Andererseits wurde schon Michael Finley von den Mavs berufen. Es kommt selten vor, dass zwei Spieler eines Teams ins ASG berufen werden, wenn ihr Team nicht auf Kurs zum HCA für die Playoffs ist.

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Ben Wallace (DET)20023rd+7.4 (3.)18.6 (50.)7.6/13.0/1.4Jan: 21-20
(5. East)
End: 50-32
(2. East)

Ben Wallace im Jahr 2002 dürfte der größten All-Star Snubs der letzten 15 Jahre sein. Der Begriff wurde für seine Saison im Jahr 2002 praktisch erfunden. Knappe 8 Punkte pro Spiel hören sich natürlich nicht prickelnd an, aber sein Spiel lebte natürlich von der Defensive. Trotzdem schaffte er es mit seinen limitierten Möglichkeiten in der Saison Platz 50 im Offensivranking PER einzunehmen. Dazu holte er die meisten Rebounds aller Spieler und wurde zusätzlich dazu zum Defensive Player of the Year gewählt. WS/48 von .199 (Platz 11), ein phänomenales Ortg und Drtg runden den Eindruck ab. Nun liegt die Vermutung nahe, dass andere Big Men einfach offensiv besser performten, und durch den Teamerfolg gestärkt, vor ihm standen. Weit gefehlt! Shareef Abdur-Rahim und Alonzo Mourning wurden ins Team berufen, wobei ihre Teams mit negativem Record zu dem Zeitpunkt Platz 12 und 13 im Osten belegten. Mourning legte auch nur 15/7 auf und stach in keiner Statistik wirklich heraus, sodass seine Nominierung eher einen Bonus für die Karriere widerspiegelt. Die Berücksichtigung von Abdur-Rahim lässt sich in keinster Weise rechtfertigen, auch wenn 21/9 auf dem Papier schön aussehen mag. Kurzum: Shareef ist der Inbegriff eines Empty Stats Spielers. Zusammen mit dem schlechten Record ist die Entscheidung für Shareef und gegen Ben Wallace unverständlich und man muss sich schon fragen, wie es sein kann, dass sich selbst Trainer davon blenden lassen. In dem Fall haben die Journalisten Ende des Jahres mehr Fachwissen bewiesen und wählten Ben Wallace ins NBA Third Team und zum DPOY.

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Manu Ginobili (SA)20083rd+6.9 (5.)24.3 (7.)19.5/4.8/4.5Jan: 28-15
(4. West)
End: 56-26
(3. West)

Manu Ginobili erging es 2008 nicht besser. Überragende Advanced Stats und auch die “normalen” Zahlen klangen mit gerundeten 20/5/5 sehr gut und waren mit denen von Brandon Roy identisch. Er überragte in sämtlichen Statistiken den nominierten Brandon Roy, dem zugute kam, dass er Portland schon in seiner zweiten Saison Richtung Playoffs führte und Ginobili aufgrund seiner Rolle als Sixth Man chronisch unterbewertet worden ist. Bei den damals biederen Spurs zu spielen, war sicherlich auch kein großer Vorteil… 

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
LaMarcus Aldridge (POR)20113rd+3.2 (34.)21.5 (20.)21.8/8.8/2.1Jan: 25-22
(6. West)
End: 48-34
(6. West)

Aldridge hätte 2011 eine Nominierung verdient, vor allem hatte der Commissioner die Chance ihn nachzunominieren, jedoch entschied er sich für Kevin Love, der bereits seine Zeit am College in L.A., verbrachte. Damit fiel die Entscheidung für die individuelle Performance von Love, der mit Minnesota bei 10-36 stand, und gegen den erfolgreicheren Aldridge, der sein Team zu einer Bilanz von 25-22 führte. Im Endeffekt lässt sich an dieser Stelle vortrefflich darüber streiten, ob und vor allem wie stark die Performance des Teams berücksichtigt werden sollte, aber aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Love kann man verstehen, dass er genommen wurde. Ähnlich wie bei der Entscheidung 2001 bei Nowitzki vs McDyess geht es hier sehr eng zu.

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Josh Smith (ATL)2012+6.2 (6.)21.1 (30.)18.8/9.6/3.9Jan: 16-9
(5. East)
End: 40-26
(4. East)

Aufgrund des Lockouts begann die Saison 11/12 erst nach Weihnachten und die Reserve wurde erst in der zweiten Februarwoche bekanntgegeben. Zu dem Zeitpunkt hatten die Teams lediglich 25 Spiele gemacht, sodass sich die Trainer wohl dafür entschieden auf Altbewährtes zu setzen. Dabei hätte Josh Smith 2012 eine Nominierung verdient gehabt, auch wenn dies heute komisch klingen mag. Stattdessen setzten die Coaches aber lieber auf Chris Bosh als dritten Heatspieler, der keineswegs eine bessere Spielzeit hatte. Noch fataler für Smith dürfte jedoch gewesen sein, dass sein Teamkollege Joe Johnson abermals zum ASG nominiert worden ist, obgleich Josh wichtiger für das Team war. Die Coaches setzten also lieber traditionell auf Joe Johnson, den sie schon mehrmals berufen hatten, statt den aktuell stärksten Spieler der Hawks zu wählen.

SpielerSaisonAll-NBARPMPERPPG/RPG/APGTeamrecord
Marc Gasol (MEM)20132nd+6.0 (5.)19.5
(34.)
14.6/7.2/3.6Jan: 29-15
(4. West)
End: 56-26
(5. West)

Nachdem Marc Gasol im Jahr zuvor noch mitwirken durfte, reichte es 2013 nicht mehr für das ASG, was bei näherem Blick auf die Nominierten unbegreiflich scheint. Golden State wollten die Coaches wohl mit einer Nominierung für die gute Leistung des Teams belohnen, doch diese Stimme wäre schon damals bei Curry deutlich besser aufgehoben gewesen und erst Recht bei Marc Gasol. Ähnlich wie bei Josh Smith im Jahr zuvor trafen die Coaches auch 2013 eine komische Entscheidung, indem Zach Randolph statt Marc Gasol gewählt wurde, obwohl Randolph hinter Conley erst auf Platz 3 der internen Rangliste steht.

DNP – CD: Die Gründe

“Did not play – Coach’s decision” liest man im Verlaufe einer Saison oft, aber im Bezug aufs ASG ist es natürlich sehr bitter. Im Endeffekt sind bei der Analyse der Snubs sechs Spieler übrig geblieben, wobei man nur bei vier von klaren Snubs sprechen kann: Ben Wallace 2002, Manu Ginobili 2008, Josh Smith 2012 und Marc Gasol 2014. Nowitzki 2001 und Aldridge 2011 lassen sich auch noch als Beispiele heranziehen, aber sind bei weitem nicht so deutlich wie die anderen vier. Die restlichen potentiellen Snubs sind allesamt zu Recht nicht nominiert worden, da es sich nicht um No-Brainer handelte. Dennoch wäre es nicht verkehrt gewesen, wenn sie dabei gewesen wären, denn eine Leistung auf All-Star-Niveau lag zumeist vor.
Allerdings entscheiden die Trainer zwar nach keinen festen Regeln, trotzdem kristallisierten sich einige Faktoren heraus, die als besonders wichtig angesehen werden.

1. Gestandener Star > Newcomer

Hat sich ein Star etabliert, so muss er nicht unbedingt bessere Leistungen als die anderen Kandidaten liefern. Ein gutes Beispiel dafür ist Joe Johnson, der es in seiner Karriere auf 7 Einladungen gebracht hat. Ohne Frage ist er ein guter Spieler, aber in einigen Jahren hätten auch andere Spieler eine Nominierung verdient gehabt.

2. Schwacher Record ohne Lobby –> Keine Chance

Die Coaches tun sich schwer dabei, neue Spieler zu benennen, sofern diese ihr Team nicht in die Playoffs führen. Cousins 2014 und auch Love 2011 sind gute Beispiele dafür. Love rutschte 2011 erst durch die Nachnomierung rein und hätte sonst trotz herausragender Einzelleistung das ASG verpasst.

3. Einfache Stats und Offense >Defense

Ein guter Record allein reicht nicht aus. Man muss die Coaches auch durch Simple Stats wie PPG überzeugen, sonst hat man wenig Chancen, wie Ben Wallace im Jahr 2002 deutlich machte. Das führt auch dazu, dass gute Defender im ASG massiv unterrepräsentiert sind. Ein Camby schaffte es trotz großartigem Impact auch nicht zum ASG, nur weil sein Statsbogen mit 11/11 nicht sofort auf einen All-Star hinwies.

4. Überragender Teamrecord (im Osten)

Dieser Punkt steht etwas konträr zu dem Verweis auf die PPG, aber die Coaches honorieren regelmäßig Teamleistungen, wenn die Teams einen absolut überragenden Record aufweisen. Dementsprechend wurden dieses Jahr gleich drei Hawks-Spieler als Anerkennung für ihren Lauf ins ASG berufen, und mit der Nachnominierung von Korver sind es jetzt sogar vier. 2011 wurden sogar direkt vier Spieler der Celtics reingewählt (Rondo, Allen, Pierce, Garnett).
2006 wurden auch vier Pistons (Prince, Hamilton, Billups, Wallace), dank einer Bilanz von 36-5 und 12(!) Spielen Vorsprung auf Platz 2 im Osten, zum ASG berufen.

Damian Lillard 2015: Der “Quasi” Snub

Auch wenn Lillard nachnominiert wurde, bleibt die Entscheidung der Coaches stehen: Lillard war in ihren Augen kein All-Star. Für Cousins gilt das gleiche. Kann man dem zustimmen oder hätte Lillard es verdient gehabt? Zunächst ein Blick auf die Zahlen der Nominierten und potentiellen Kandidaten, welche auf diversen Seiten diskutiert wurden:

SpielerRPM               PER        P/R/AWS/48  OrtgDrtgTeamrecord
        
All-Stars       
Harden +7.4 (2.)27.8 28/6/7 .284 120102 32-14
Durant+2.8 (46.)28.2 26/7/4.25712010323-23
Thompson +3.7 (28.)21.3 22/3/3 .184 113103 36-7
Westbrook+5.7 (10.)28.526/6/8.21811010123-23
Paul +5.4(13.)24.8 18/5/10 .243 124106 32-14
Aldridge +3.1 (40.) 22.724/10/2 .172 108100 32-14
Duncan+4.5 (20.)21.8
15/10/3.1761079630-17
        
Snubs?       
Lillard+5.8 (8.)21.421/5/6.19411410332-14
Cousins+5.6 (11.)24.124/12/3.13310310116-28
Conley+2.2 (59.)19.617/3/5.16111210433-12
DeAndre
Jordan
+3.0 (42.)20.610/14/1.21013110032-14
Tyson
Chandler
+5.7 (9.) 21.411/12/1.23813810230-17
Draymond
Green
+5.1 (16.) 15.811/8/4.1611099736-7
Randolph+3.6 (29.) 21.117/12/2.17411010033-12
Leonard+6.2 (5.)19.915/8/2
.175
1099730-17
Hayward+4.8 (19.) 20.720/5/4.15111410916-30
Ellis+1.6 (77.)18.520/2/5.09710410730-17

Harden als legitimer MVP-Kandidat gehörte natürlich ins ASG, ebenso sollte klar sein, dass das beste Team der Liga mehr als einen Spieler schicken wird. Man könnte sogar darüber diskutieren, ob nicht sogar noch Draymond Greene zusätzlich dazu eine Nominierung verdient hätte, in den erweiterten Kreis gehört er definitiv. Aber mit einer Nichtberücksichtigung steht er in guter Tradition mit den übrigen defensivstarken Spielern, welche Jahr um Jahr ignoriert werden.
Hinter den Warriors ging es eng zu: Grizzlies, Rockets, Blazers und Clippers waren im Gleichschritt unterwegs. San Antonio und Dallas mit etwas Abstand dahinter. OKC nur mit einer ausgeglichenen Bilanz, aber seit der Rückkehr von Durant und Westbrook spielten sie auf dem Niveau der anderen. Beide zeigten sofort starke Leistungen und sind deshalb trotz der geringen Anzahl an Spielen No-Brainer für das ASG. Ihr Wert in diesem Jahr wurde nach ihrer Rückkehr offensichtlich und noch viel mehr, bevor sie zurückkehrten, als die Thunder große Probleme ohne sie hatten. In diesem Fall ist es gerechtfertigt, dass gestandene Stars gewählt wurden, denn sie zeigten auch ansprechende Leistungen.
Tim Duncan hatte dieses Jahr sicherlich den Bonus des Meisterteams, trotzdem ist die Wahl nicht nur eine Belohnung für die tolle Karriere, denn insbesondere in der Defense agiert er in diesem Jahr wieder fantastisch. Trotzdem spielen DeAndre Jordan und der oft übersehene Tyson Chandler auf einem ähnlich hohem Niveau, sodass eine Wahl der beiden sicherlich auch nicht verkehrt gewesen wäre. Und von Duncan hätte es dann sicherlich keinen “Jammerpost” gegeben…
Die größten Diskussionen löste die Nominierung von Paul aus, obwohl ein anderer Spieler in den Fokus gehört hätte. Charles Barkley dürfte der bekannteste Kritiker der Wahl von Paul in diesem Jahr gewesen sein und er machte auch schon vor der Verkündung der Reservisten keinen Hehl daraus, dass er Lillard vor Paul sieht.

“Chris Paul doesn’t deserve to make the All-Star team. I love Chris. I’ve said that he’s the best leader we’ve got in the NBA now, but he’s not an All-Star this year. There are too many guys head of him. Steph Curry is the MVP probably, so far this year in the NBA. You’ve got Klay Thompson too.

“Steph is the leading vote-getter, and he’s best the best PG in the NBA this year. Kobe’s there, and that’s going to be the big decision, but then you’ve got James Harden , Klay Thompson, Damian Lillard…. It’s going to be very difficult for Chris to make the team this year.”

Zwar ist Barkley jemand, der seine Meinung gerne laut und oft herausschreit, allerdings sagt dies noch nichts über die Qualität dergleichen aus. Er hat dahingehend Recht, dass Lillard eine starke Saison spielt und dieses Jahr ist er sogar der wichtigste Spieler der Blazers, aber bei der Einschätzung von Paul macht er einen Fehler: Er hat sich schlicht an das Niveau von Paul gewöhnt. Zwar sind die absoluten Zahlen geringfügig runter gegangen, aber Chris Paul perfomt immer noch auf MVP-Level wie in der Tabelle nachzulesen ist und demnach ist er selbstverständlich ein legitimer All-Star. Die Kritik von Charles erinnert an die Stimmen, die Anfang der Saison LeBron James einen groben Leistungsabfall attestierten, ohne zu merken, dass er immer noch locker Zahlen auflegte, von denen die meisten Spieler träumen können. Das gleiche Problem hat auch Sir Charles, wenn er über Paul spricht, der verdient beim ASG auflaufen wird; und trotzdem bleibt Lillard ein “Quasi Snub”.

Lillard spielte eine bessere Saison als sein Teamkollege Aldridge und trotzdem stand er nicht im All-Star Game. Allerdings kann man den Coaches keinen Vorwurf machen, denn von ihren sieben Stimmen müssen zwangsläufig drei an Big Men und zwei an Guards gehen; die letzten beiden dürfen sie frei vergeben. Nun war es dieses Jahr so, dass mit Harden, Paul, Thompson und Westbrook bereits vier Guards berechtigterweise vor Lillard standen. Zwar gehört er zu den Top 7 Reservisten, den Coaches waren aber die Hände gebunden, weswegen seine Kritik an den Trainern falsch war.

Fazit

Damian Lillard sieht sich zu Recht als All-Star 2015, denn er gehörte zu den zwölf stärksten Spielern im Westen. Sowohl Kobe Bryant, der aufgrund der Fan Votes vor ihm steht, als auch Teamkollege Aldridge haben weniger geleistet. Positionsbedingt konnten die Coaches aber nicht Lillard für Aldridge nominieren, sodass Kritik an ihnen nicht angebracht ist. Das große Problem ist schlicht, dass die Fans Kobe reinwählten und Lillard dadurch der Weg zunächst versperrt worden war. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kobe Bryant spekulierten die meisten darauf, dass Lillard nachnominiert wird, jedoch entschied sich der Commissioner der NBA dazu, DeMarcus Cousins den Vorzug zu geben, welcher es aufgrund seiner individuellen Performance durchaus verdiente.
Die Entscheidung von Silver pro Cousins und gegen Lillard als ersten Ersatz steht übrigens in einer interessanten Tradition. Schon 2011 entschied sich der damalige Commissioner Stern dazu mit Kevin Love einen Spieler von einem Lottery Team nachzunominieren. Genau wie Lillard heute der Leidtragende dieser Entscheidung ist, war es damals auch schon ein Blazer – LaMarcus Aldridge.

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Blake Griffin nahm die Geschichte für Lillard dann doch noch eine gute Wendung für ihn und er darf zu Recht am ASG teilnehmen. Die Frage bleibt natürlich bestehen, ob er auch ohne seine öffentliche Kritik nominiert worden wäre. Verdient hat er den Platz aber definitiv.

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2 comments

  1. Smido83

    Einen hast du in deiner Liste der klaren Snubs für mich vergessen:

    Monta Ellis in der Siaon 2010/11:
    FG% .451 – 3P% .361 – FT% .789 – RPG 3.5 – APG 5.6 – SPG 2.1 – PPG 24.1

    Dafür war diesmal Ginobili dabei:
    FG% .433 – 3P% .349 – FT% .871 – RPG 3.7 – APG 4.9 – SPG 1.5 – PPG 17.4

    Ellis könnte man zu Golden Sate Zeiten übrigens noch öfter erwähnen… in der Saison wars aber wirklich auffällig!

  2. Martin Sobczyk

    |Author

    24/3/6 sieht natürlich auf den ersten Blick schöner aus als 17/5/4. Aber es sprechen viele Argumente gegen Ellis, weswegen ich ihn für 2011 rausgelassen habe:

    – Ellis mag zwar der GtG seines Teams gewesen sein, aber er hat ihm schlicht geschadet. Sein RPM in diesem Jahr liegt bei -1,1. Pro 100 Possesions auf dem Court kassierte man mit Ellis 6,6 Punkte mehr als man erzielte! Es gibt auch keine Einzelstatsitik bei der er überragt hat, bis auf die simplen Punkte.

    – San Antonio war das Überteam in der Saison bis zum All-Star Break. 39-7 (33-14 hatte der zweitplatzierte im Westen) und daher hat man es auch verdient mindestens zwei Spieler zum ASG zu schicken. Gino neben Duncan war die logische Wahl.
    Dazu kommt noch, dass die Bilanz der Warriors nicht wirklich Werbung für ihn machte mit 19-27.


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