NBA, New Orleans Pelicans, Philadelphia 76ers

The Future is now

Warum der Jrue Holiday-Trade für New Orleans einen Glücksfall darstellt

Sie versprach furios zu wurden, und sie wurde furios. Die NBA Draft 2013 entpuppte sich als genau das, was viele prognostizierten: eine Wundertüte. Nachdem Anthony Bennett von den Cleveland Cavaliers an #01 gezogen wurde, griffen die Bobcats an #04 überraschenderweise nach Cody Zeller. Phoenix entschied sich für Alex Len, und urplötzlich standen die New Orleans Pelicans vor der Chance, Nerlens Noel oder Ben McLemore – vor drei Wochen noch als konsensuale Picks #01 und #02 gehandelt – zu ziehen. Man entschied sich für Noel – und tradete den Big, zusammen mit dem Draftpick 2014, nach Philadelphia. Im Gegenzug erhielt man All Star-Point Guard Jrue Holiday und den Pick #42 der diesjährigen Draft.

Ich selbst als Horne … ähh … Pelicans-Fan erlebte eine aufregende Nacht: Das Draften von Noel. Die Vorstellung eines Frontcourts um Anthony Davis, Nerlens Noel und Ryan Andersen, die zugegebenermaßen reizvoll war. Im Anschluss an den sechsten Pick dann der Bericht über einen Trade. Dann das ungläubige Schauen beim Lesen des Namen Jrue Holiday. Schließlich die Auswahl von Pierre Jackson an #42.

Die Kritik

Bereits kurz nach der Draft ging ein Artikel von ESPN-Analytiker Kevin Pelton online, der die vollzogenen Trades der Draftnacht analysierte. Darin attestierte er den 76ers die Note „A”, wohingegen die Pelicas mit „D” recht mau abschnitten. Diese Analyse ging mit der Meinung von Hornets-Experten Mason Ginsberg einher. Nerlens Noel, ein Pick in der vermeintlich starken Draftclass 2014 und das Aufnehmen von Holidays Gehalt: Das sei zu viel als Gegenwert für den Allstar-Point Guard, so die Argumentationslogik der beiden Sportjournalisten.

Dies widersprach meiner Meinung. Ich war sehr glücklich über die Akquirierung Holidays. Das Problem New Orleans’ war nie die Anhäufung von guten Rollenspielern für wenig Geld, sondern das Unvermögen, Elite-Spieler in die Stadt zu locken. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache schien der Preis für Holiday angemessen. Zumal dieser gerade erst 23 Jahre alt wurde, langfristig gebunden wird und mit elf Millionen pro Jahr auch nicht überbezahlt ist: Schaut man sich an, was für einen Gehaltsscheck Point Guard Brandon Jennings diesen Sommer erhalten wird, erscheinen elf Millionen sehr human.

Die mich stutzig machende Kritik der Beatwriter veranlasste mich zu folgendem Gedankenexperiment:

Die Bilanz von Draftpicks

Man nehme an, die Hornets werden mit ihrem derzeitigen Kern um Jrue Holiday, Eric Gordon, Ryan Anderson, Anthony Davis und Austin Rivers nächstes Jahr eine schlechte Saison spielen und die Playoffs verpassen. Ich habe Grund genug, dies nicht anzunehmen, und ich glaube ganz im Gegenteil, dass man das Potential hat, ein ernsthafter Playoff-Anwärter zu sein, aber rein hypothetisch: Angenommen die Hornets werden das zwölftschlechteste Team im Westen und draften 2014 an der zehnten Stelle: Sind der sechste Pick der diesjährigen Draft und der zehnte Pick der Draft 2014 zu viel für einen 23-jährigen Top10-Point Guard, der letztes Jahr All-Star wurde?

Um diese Frage zu beantworten, untersuchte ich die Picks #06 und #10 der letzten Drafts. Meine Samplerate waren zehn Jahre, beginnend 2002 und endend 2012:

Draft 2002: Dajuan Wagner (#06), Caron Butler (#10)
Draft 2003: Chris Kaman (#06), Jarvis Hayes (#10)
Draft 2004: Josh Childress (#06), Luke Jackson (#10)
Draft 2005: Martell Webster (#06), Andrew Bynum (#10)
Draft 2006: Brandon Roy (#06), Mouhamed Sene (#10)
Draft 2007: Yi Jianlian (#06), Spencer Hawes (#10)
Draft 2008: Danilo Gallinari (#06), Brook Lopez (#10)
Draft 2009: Jonny Flynn (#06), Brandon Jennings (#10)
Draft 2010: Ekpe Udoh (#06), Paul George (#10)
Draft 2011: Jan Vesely (#06), Jimmer Fredette (#10)
Draft 2012: Damien Lillard (#06), Austin Rivers (#10)

Zieht man aus diesen 20 Picks Bilanz, fällt es schwer nachzuvollziehen, warum einige die Meinung vertreten, der Preis für Holiday sei zu hoch: 35% der Spieler (Dajuan Wagner, Jarvis Hayes, Josh Childress, Luke Jackson, Mouhamed Sene, Yi Jianlian und Jonny Flynn) konnten sich nicht in der Liga halten. Jimmer Fredette, Austin Rivers und Ekpe Udoh werden bestellenfalls Ergänzungsspieler. Caron Butler, Chris Kaman, Spencer Hawes und Martell Webster sind zu soliden Rollenspielern gereift. Brandon Jennings, Danilo Gallinari und Brook Lopez gelten als Borderline All-Stars. In den letzten fünf Jahren wurden drei All-Stars an #06 oder #10 gezogen: Brandon Roy, Andrew Bynum und Paul George. Hinzu kommt Damien Lillard, bei dem man annehmen kann, dass er eines Tages All-Star werden könnte. Streicht man von diesen vier Spielern Brandon Roy und Andrew Bynum, die beide zerschossene Knie haben, und entweder schon Sportinvaliden sind, oder auf dem besten Weg dahin, kommt man zum Schluss, dass Spieler von Holidays Kaliber extrem rar gesät sind. Die Empirie zeigt, dass aus den letzten zehn Drafts ein Spieler (Paul George) an den Positionen #06 oder #10 gezogen wurde.

Natürlich gibt es gerade bei den Picks #06 bis #15 eine extrem hohe Varianz. Der zehnte Pick hat nicht zwangsläufig eine bessere Karriere als der zwölfte. Doch diese Ausgangslage ist nicht erst seit heute bekannt. Die Teams, die in den letzten zehn Jahren an den besagten Stellen gepickt haben, hätten beispielsweise Luol Deng (#07, statt Josh Childress) und Al Jefferson (#15, statt Luke Jackson) nehmen können. Haben sie das? Nein. Es fällt uns aus heutiger Sicht leicht zu sagen, was man hätte tun sollen. Die Wahrheit ist aber, dass die Draft ein Glücksspiel ist und die Entwicklung der Spieler von zahlreichen Variablen abhängt.

Zusammenfassend kann man konstantieren, dass es ein Mythos ist, dass hohe Draftpicks automatisch zu Franchise Playern oder Starspielern werden. Sowohl Nerlens Noels Entwicklung dahin als auch die Verfügbarkeit solcher Athleten in der kommenden Draft, ist anzuzweifeln. An dieser Stelle möchte ich auf den Artikel „Prädikat: Seltenheitswert“ meines Kollegen Hassan Mohammed verweisen, der in aller Ausführlichkeit dargelegt hat, warum Lottery Picks kein Allheilmittel sind.

Die Analyse

Doch nun zurück zum Trade zwischen den New Orleans Pelicans und den Philadelphia 76ers. Was mir neben der weit verbreiteten Glorifizierung von Draftpicks schleierhaft erschien, war die Tatsache, dass die Draft 2014 als derart stark deklariert wurde. In vieler Hinsicht wird der nächste Jahrgang der Collegeabsolventen mit der sagenumworbenen Draftclass 2003 verglichen. Diese war aber so besonders, weil sie an der Spitze sehr viel Talent zu bieten hatte. LeBron James, Carmelo Anthony, Darko Milicic, Chris Bosh, Dwyane Wade, mit Abstrichen Chris Kaman. Gewiss ein einzigartiger Jahrgang voller Spitzenathleten, der aber nicht durch Quantität an Talenten (die Picks zwischen #07 und #17 sind ausnahmslos zu Busts oder Rollenspielern geworden), sondern durch Qualität der Spitzentalente bestach.

Ähnlich verhält es sich mit der Draftclass 2014. Es gibt ein halbes Dutzend Spieler, die das Potential zum Superstar haben: Andrew Wiggins, Jabari Parker, Marcus Smart, Julius Randle und mit Abstrichen Aaron Gordon, Dario Saric, Andrew Harrison und Glen Robinson III. Danach flacht das Talentniveau stark ab. Dario Saric ist dabei ein guter Indikator. Er belegt aktuell in Chad Fords Top100-Big Board für die Draftclass 2014 den achten Platz. In der Draftclass 2013 wurde er an Position 11 geführt. Während die viel gescholtene Draftclass 2013 also in der Breite stärker war und eine ganze Hand an soliden Rotationsspielern bereithalten sollte, ist die Draftclass 2014 mit extrem viel Talent an der Spitze gesegnet, aber nicht sonderlich stark in der Breite.

Hier schließt sich der Kreis zum angesprochenen Trade: Der von den Hornets abgegebene Draftpick 2014 ist Top5-protected. Das heißt, dass die 76ers nur die Rechte an ihm behalten, wenn der Pick nicht #01, #02, #03, #04 oder #05 wird. Sollten die Pelicans also eine extrem schlechte Saison spielen oder großes Glück in der Lottery haben und folgerichtig in den Top5 picken, behalten sie den Pick. Die Chance auf ein Elitetalent geht dabei nicht verloren. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Pelicans-Pick den 76ers die Möglichkeit bieten wird, zwischen #10 und #18 zu wählen. Ist es möglich, dass an dieser Stelle noch ein All-Star gezogen wird? Durchaus. Ist es wahrscheinlich? Auf keinen Fall.

Im Endeffekt war die Draft der Hornets die Entscheidung für den Spatz in der Hand und gegen die Taube auf dem Dach. Holiday ist gestanden, er agierte letztes Jahr als Anführer der 76ers und Floor General. Dabei erzielte er Durchschnittswerte von fast 18 Punkten pro Spiel, acht Assists und etwas mehr als vier Rebounds. Diese Werte seien nicht signifikant besser als die von Hornets-Point Guard Greivis Vasquez, so die Kritiker.

Das Anforderungsprofil passt

8525995689_80b7e767ef_mMan muss sich bewusst machen, dass diese Werte keinesfalls im Zuge einer geregelten Saison stattfanden. Viel eher glich die vergangene Spielzeit der Philadelphia 76ers einer Achterbahnfahrt. Nachdem man sich die Dienste von Andrew Bynum im vergangenen Sommer sichern konnte, stieg der Erwartungsdruck enorm. Zeitgleich verließen mit André Iguodala und Elton Brand zwei Veteranen die Mannschaft. Da Bynum aber nie im Trikot der 76ers auflief, konnte auch kein Erfolg sichergestellt werden. Fans und Medien forderten auf, die Saison zu tanken. Head Coach Doug Collons sträubte sich jedoch dagegen und verwies auf seinen “Stolz” und die “Liebe für die Stadt Philadelphia”. Er beschränkte die Rotation auf acht, maximal neun Spieler. Für Holiday bedeutete das, dass er in einer neuen Rolle eine schier unglaubliche Verantwortung tragen musste. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive war er das Herzstück der Mannschaft. Umgeben von Rollenspieler, in einer Mannschaft, die weder das Zeug hatte, einen tiefen Playoffrun hinzulegen, noch einen hohen Draftpick gewinnen konnte.

Zudem vergessen Leute, dass Holiday letztes Jahr 22 Jahre alt war, vor zwei Wochen erst das 23. Lebensjahr beendete. Es gibt viele Rookies dieses Jahr, die in späterem Alter in die Liga kommen. Der Durchschnittsrookie ist gerade mal zwei bis drei Jahre älter als Holiday. 

Dafür ist der Point Guard gestanden und hat gezeigt, dass er sich in der Liga durchsetzen kann. Klar, seine All-Star-Nominierung geht sicherlich darauf zurück, dass Derrick Rose verletzt ausfiel und Deron Williams eine schlechte erste Saisonhälfte spielte. Aber ist das seine Schuld? Williams war nun mal schlecht, Rose war nun mal verletzt, und Holiday lieferte nun mal amtlich am. Er hat sich die Nominierung und sein Standing nicht erkauft. Been there, done that.

Zum Point Guard-Profil der New Orleans Pelicans passt Holiday auch aus anderen Gründen perfekt. Monty Williams, New Orleans’ Head Coach, betonte immer wieder, dass er einen athletischen und verteidigungsstarken Point Guard wolle. Holiday ist dies zweifellos. Er ist in der Lage, permanent Druck auf den Ballführenden auszuüben und gilt als ein Spieler, der alle körperlichen und mentalen Anlagen hat, ein Lockdown-Defender auf seiner Position zu werden.

Hoop76-Beatwriter und Philadelphia-Experte Tom Sunnergreen stellt hinsichtlich Holidays Defense fest:

He’s one of the best handfuls of defensive guards in basketball, which an area of the game that the stats are still mostly mute on. (This is one of the reasons why he’s, probably, a bit underrated by measures like PER and Win Shares. Granted, the way he grades out in those systems is a little troubling.) He’s got great footwork, quick hands, is stronger than he looks, and on many nights, can guard three positions.

Zudem ist Holiday der perfekte Point Guard neben Eric Gordon. Er kann als großer Aufbauspieler mit beeindruckender Armspannweite dessen Größendefizite weitgehend kaschieren und spielt abseits des Balles gut. Die Ballhandling-Aufgaben teilte er sich bereits am College bei den UCLA Bruins (mit Darren Collison) und bei den Philadelphia 76ers (erst mit André Iguodala, dann mit Evan Turner). Abseits des Balles und neben einem balldominanten Backcourt-Partner zu spielen, ist für Holiday also kein Neuland. Passenderweise gilt Holiday zudem als hervorragender Spot-Up-Shooter, traf 48% seiner catch-and-shoot-Dreipunktewürfe im vergangenen Jahr.

Darüber hinaus war das große Problem New Orleans’ Starspieler in die Stadt zu locken. Gute und billige Rollenspieler zu verpflichten? Das zählt zu General Manager Dell Demps großer Stärke: Gustavo Ayon, Willie Green, Jason Smith, Brian Roberts, usw. – die Liste von soliden Ergänzungsspielern, die aus dem Nichts kamen, wenig verdienten, und gute Leistungen erbrachten, kann endlos weitergeführt werden. Womit das small market-Team hingegen stets große Schwierigkeiten hatte, war die Akquirierung von Starspielern. Nun hat man mit Anthony Davis und Jrue Holiday zwei solcher Spieler. Beide sind für zumindest noch vier Jahre an das Team gebunden. Ergänzt werden sie von (einem hoffentlich fitten) Eric Gordon und Ryan Anderson. Auch Austin Rivers, Robin Lopez, Quincy Miller und Jason Smith könnten Teil des nächstjährigen Pelicans-Kader sein. Geht man davon aus, dass das Salary von Greivis Vasquez „gedumpt“ wird, und man mit Al-Farouq Aminu nicht verlängert, hat man zudem die Möglichkeit, zusätzlich noch einen weiteren großen Fisch an Land zu ziehen.

Die Zukunft ist jetzt

Nachdem die US-amerikanischen Sportmedien anfangs kolportierten, dass die Pelicans André Iguodala in der diesjährigen Free Agency verpflichten wollten, wendete sich das Blatt. Weil Iggy zu teuer wurde, handelte man mit den Sacramento Kings und Portland Trail Blazers einen Sign-and-Trade-Deal aus, der Tyreke Evans (für 44 Millionen in vier Jahren) nach New Orleans beförderte. So erhalten die Pelicans neben Evans den frisch gedrafteten Kansas-Center Jeff Whitey. Portland sichert sich die Dienste Robin Lopez’. Sacramento kriegt Aufbauspieler Greivis Vasquez sowie Zweirundenpicks.

Die Verpflichtung Evans ist dabei nur logisch. Das Team ist, wie bereits oben geschrieben, im “win now”-Modus und will erfolgreich sein. Man ergänzt also den bestehenden Kern aus Davis, Anderson und Gordon mit Talent. In Person von Holiday, Gordon und Evans besitzt man nun drei Guards, die ihre Stärken im Penetrieren haben und zudem überdurchschnittlich gute Passgeber sind. Davis und Anderson hingegen besitzen die nötige “range”, um eben jene “driving lanes” zu garantieren. Die fünf Kernspieler der Mannschaft (Holiday, Gordon, Evans, Anderson, Davis) sind alle 25 oder jünger und besitzen alle drei oder vier Jahre Vertragslaufzeit. Das ist insofern bemerkenswert, dass man einerseits noch Entwicklungspotential besitzt, andererseits aber vor der Chance steht, eine Gewinnerkultur in New Orleans zu etablieren. Greifen die Rädchen ineinander, ist das Team im schlechtesten Fall ein Playoff-Anwärter. Langfristig bietet man aber Anreize, weitere Free Agents in die Stadt zu locken und gibt den Spielern das Signal, dass man hier was langfristig erfolgreiches aufbauen will.

Jrue Holiday – Austin Rivers – Pierre Jackson
Eric Gordon – Tyreke Evans – Austin Rivers
Small Forward – Tyreke Evans – Quincy Miller
Anthony Davis – Ryan Anderson 
Jeff Whitey – Jason Smith

Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Der Trade war aus 76ers-Sicht ebenso ein Erfolg. Man erhält mit Nerlens Noel den talentiertesten Big Man der Draft und schließt das leidige Andrew Bynum-Kapitel. Noel wird perfekt vom zweiten Pick, dem Syracuse-Point Guard Michael Carter-Williams, ergänzt, der in Holidays Fußstapfen treten soll. Der Kader hat in Person von Evan Turner, Thaddeus Young, Spencer Hawes oder Jason Richardson zudem auch Tradewert, der in weitere personelle Veränderungen umgemünzt werden kann. 2014 hat man mit dem eigenen Pick, der sicherlich in Top5 sein wird, und dem Hornets-Pick, die Möglichkeit, weiteres Talent hinzuzufügen. Die ersten Personalentscheidungen des neuen General Manager Sam Hinkie zeigen jedenfalls Eier und Kompromisslosigkeit. Zwar wird Philadelphia für die nächsten zwei, drei Jahre gewiss der Bodensatz der Liga sein, doch die Zeichen auf eine rosige Zukunft stehen alles andere als schlecht.

Alles in Allem muss man festhalten, dass der Trade für Jrue Holiday absolut richtig war. Der für ihn gezahlte Preis ist nicht zu hoch. Angesichts seiner Knieverletzung ist es ungewiss, wie sich Nerlens Noel entwickeln wird. Wer der Pick 2014 wird, ist ebenso unsicher wie dessen weiterer Karriereverlauf. Im Gegenzug erhält man das Puzzleteil auf der Point Guard-Position, das Anthony Davis besser machen wird und die Defensive der Mannschaft auf ein neues Level hieven kann. Dieses Puzzleteil ist gerade 23 Jahre alt geworden, verdient verhältnismäßig wenig und bringt charakterlich und gesundheitlich alle Anlagen mit, um der Baustein für eine fruchtbare Zukunft zu sein. In meinen Augen war der Trade ein Homerun, ein Selbstläufer, bei dem man nicht eine Sekunde lang zögern sollte.

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3 comments

  1. Sebastian Hansen

    Es gab in den letzten Tagen Gerüchte um einen Asik-Anderson-Trade. Die Pelicans hätten dann Holiday-Gordon-Aminu-Davis-Asik, 6thman Evans. Ich würde den Trade machen. Wie siehst du das? Ich finde es würde die bisherigen Moves konsequent weiterführen.

  2. Poohdini

    Hervorragende Analyse. Super geschrieben.

    Ich sehe die Verpflichtung von Tyreke Evans problematisch und würde an der Stelle des GMs einen Gordon Trade massiv forcieren.

    Als Sixers Fan wird es traurig sein, Jrue nicht mehr bei uns zu sehen. Der einzige, der sich letztes Jahr den Arsch aufgerisschen hat.

  3. Jan Karon

    |Author

    @Poohdini: Danke für das Lob. Einen Trade Gordons wird es (zumindest derzeit) nicht geben. Warum? Sein Marktwert ist dermaßen im Keller, dass man für seine Verletzungsvergangenheit in Verbindung mit seinem Vertrag höchstens einen Zweitrunden-Pick erhalten würde, so zumindest Insider-Berichte. Ich denke auf Dauer läuft es aber durchaus auf einen Gordon-Trade hinaus. Sollte er längere Zeit verletzungsfrei bleiben und Austin Rivers die nächsten Entwicklungsschritte machen, kann ich mir vorstellen, dass er im Laufe der Saison oder nächsten Sommer getradet wird.

    @Sebastian Hansen: Sehe ich kritisch. Würde Asik neben Davis auf C lieben und die beiden würden den vielleicht defensivstärksten Frontcourt der NBA bilden, aber Anderson ist ein hoher Preis. Er ist halt ein tödlicher Scharfschütze und damit ein Unikat im derzeitigen Hornets-Roster. Ich finde selbst MIT Ryno hat man zu wenig Spacing und Shooting Power. Sollte er jetzt zu Kosten Asiks gehen, würde dies dem Team völlig abhanden gehen, was dann im Umkehrschluss Holidays, Evans’ und Gordons Driving Lanes schlechter macht.


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