New Orleans Pelicans

Eine Sommeranalyse – Teil 2

Ein Team, das letztes Jahr nicht willkürlich Spiele verlor, um seine Draftposition zu verbessern, wurde belohnt: Die Hornets gewannen die Draft-Lottery und waren berechtigt, an erster Position zu draften. Plötzlich präsentiert die einst zerbrechliche Franchise der New Orleans Hornets eines der interessantesten Zukunftsmodelle der Liga. Teil 2. 

Noch ungewiss hingegen war die Frage, wie die Hornissen nach der Draft ihren Kader komplettieren werden, um eine möglichst vielversprechendes Team in der kommenden Spielzeit ins Rennen zu schicken.

Keine großen Fische 

Der Free Agent-Markt gab nicht sonderlich viel her und große Fische wie Nicolas Batum (46 Mio./4 Jahre), Roy Hibbert (58 Mio./4 Jahre) oder Omer Asik (25 Mio./3 Jahre) waren den Hornets nicht soviel Geld wert, wie andere Teams bereit waren, auszugeben. So fiel die Wahl auf einen ganz anderen, auf jemanden, mit dem die wenigsten der Hornets-Fans gerechnet haben: Ryan Anderson.

Der Most Improved Spieler der letztjährigen Saison wurde für etwas mehr als neun Millionen von Orlando verlängert und im Anschluss für Gustavo Ayon in die Stadt des Mardi Grass getradet. Dabei fällt es nicht schwer, Argumente zu finden, weshalb Anderson nicht sonderlich gut ins Teamgefüge der Hornets passt: Ein Stretch Four, der selbst neben einem dominanten, raumöffnendem Center nur 43% aus dem Feld schoß und dessen Leistungen nach der Verletzung Howards rapide sanken? Der lediglich durchschnittlich reboundet und miserabel verteidigt? Als Ergänzung neben Anthony Davis, der, nach Aussagen Monty Williams’, keinesfalls auf der Center-Position spielen soll und somit einen nominellen Innenspieler neben sich gebraucht hätte? Die Gemüter im Lager der Hornets-Fans erregten sich.

Bei genauerer Betrachtung könnte das Signing Andersons jedoch Gold wert sein: Es gab fünf Spieler in der vergangenen NBA-Saison, die im so genannten Simple Ranking besser abschneiden konnten als Anderson. Wer das waren? LeBron James, Dwyane Wade, Kevin Durant, Chris Paul und Dwight Howard. An sechster Stelle folgte schon die Neuverpflichtung der Hornets. Das Simple Ranking vergleicht dabei die eigene Performance mit der des Gegenübers auf der gleichen Position. Das wiederum sagt aus, dass Anderson mit seiner unkonventionellen Spielweise als Power Forward nahezu jede Nacht seinen Gegenspieler dominieren konnte. Wenn Anderson auf dem Feld war, scorten die Magic durchschnittlich 14 Punkten mehr, als wenn er auf der Bank saß. Zum Vergleich: Mit Kevin Love auf dem Feld konnten die Timberwolves lediglich 8 Punkte mehr erzielten im Vergleich zu der Zeit, wenn Love auf der Bank saß. Das verdeutlicht schon: Der Einfluss Andersons ist immens.

Auch im Sinne der Kaderplanung ist die Verpflichtung von Anderson auf den zweiten Blick sinnvoll. Zwar ist Anthony Davis kein typischer Innenspieler, dennoch wird er im nächsten Jahr non-stop das Pick-and-Roll mit Rivers (und hoffentlich Gordon) spielen, wodurch zwangsläufig die gegnerische Zone attackiert wird. Die Verteidigung des Gegners wird sich in Folge dessen zusammenziehen, erst Recht wenn man bedenkt, dass der Small Forward der Hornets, Al-Farouq Aminu, in Korbnähe agieren soll. Mit Anderson jemanden auf dem Feld zu haben, der das Spiel der Mannschaft auseinanderzieht und einen großen Verteidiger an die Dreipunktelinie lockt, könnte sich auszahlen. Wenngleich Anderson wie auch Davis kein Spieler mit dominanten Bewegungen im Lowpost sind, werfen beide extrem gut Freiwürfe, was zum nächsten Vorteil führt: Die Hornets werden in der Endphase des Spiels zwei Big Men auf dem Feld haben, die es sich nicht zu foulen lohnt. Wie wichtig das sein kann, sah man an den Oklahomy City Thunder und Miami Heat letztes Jahr, die in entscheidenden Spielsituationen keine schlechten Freiwurfschützen auf dem Feld ließen und die Teams mit den besten Freiwurfquoten der vergangenen Playoffs waren.

Kommen wir zum letzten Kritikpunkt an Anderson: seine Defense. Und um es vorwegzunehmen: Ja, sie ist alles andere als gut. Sie ist nicht mal solide. Aber ist das zwangsläufig ein Nachteil? Wenn Anderson auf Grund von Match-Up-Problemen nicht starten sollte, hatte man mit Jason Smith einen weiteren, hart spielenden Big Body, der Fouls sammeln und gegen kräftigere Gegenspieler dagegen halten kann. Es ist auch nicht schlimm, wenn Anderson das Spiel nicht beginnt, denn entscheidend wird sein, wer zum Ende der Partie auf dem Spielfeld steht, und das werden zweifellos Davis und Anderson sein. Davon abgesehen: Wie viele Teams mit dominanten und schweren Big Mmen, also Spielern, die sowohl Anderson als auch Davis Probleme machen können, gibt es noch in der NBA? Eine Handvoll. Wie viele der Teams, die in den vergangenen Jahren Erfolg hatten, besaßen tatsächlich kräftige Innenspieler? Keine. Gegen Spielertypen wie Roy Hibbert oder Tim Duncan wird Davis im Laufe der Jahre lernen zu verteidigen, die Zeit der dominierenden massigen Center ist aber vorbei. Es ist kein Genickbruch für die Hornets, neben Davis einen Ryan Anderson zu stellen, zumal dieser ja selbst auf der anderen Seite des Spielfelds ebenfalls Probleme bei wenig beweglichen Frontcourt-Spielern generieren wird.

Zu guter letzt ist die Verpflichtung Andersons (34 Mio./4 Jahre) auch perspektivisch ein Volltreffer. Vergleicht man seine Bezahlung zu anderen Free Agents seiner Güteklasse wie Nicolas Batum (46 Mio./4 Jahre) oder Ersan Ilyasova (45 Mio./4 Jahre), kommt man fast zum Schluss, dass er ein Schnäppchen war. Mehr noch: Das Signing Andersons verbaut auch keineswegs die Capsituation New Orleans’. Selbst mit ihm war man in der Lage, mit Eric Gordon zu verlängern UND nächstes Jahr einen Maximumvertrag anzubieten. Das erste Puzzlestück neben Davis und Rivers war also gefunden. Andersons Akquirierung muss weiterhin bezüglich anderer Personalentscheidungen gedeutet werden: Einerseits war seine Verpflichtung eine Absage an Chris Kaman und Carl Landry, die in den Planungen um den neuen Frontcourt keine Rolle einnahmen, andererseits stellte seine Verlängerung einen Wink mit dem Zaunpfahl für Eric Gordon dar, der damit demonstriert bekam, dass die Hornets versuchten, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.
 

Die Hängepartie

Nachdem Anderson geholt wurde, war der restliche Juni geprägt von den Verhandlungen mit Shooting Guard Eric Gordon. Diese entwickelten sich zu einem Spagat auf Messers Schneide. Gordon war zwar Restricted Free Agent, sodass die Hornets jedes ihm vorgelegte Angebot matchen konnten, signalisierte jedoch plötzlich, New Orleans verlassen zu wollen.

Stattdessen brachte er zum Ausdruck, in der kommenden Saison gerne bei den Phoenix Suns spielen zu wollen. Die Gründe hierfür erschienen klar: sein ihm sehr nahe stehender Bruder lebte in Phoenix, dazu könnte das Team aus Arizona dem verletzungsgeplagten Guard ein Medizinpersonal zur Seite stellen, das bereits Grant Hill fit trainieren konnte. Des Weiteren erschien auch logisch, dass nach dem Draften von Davis der mediale Fokus in New Orleans auf diesem liegen würde, wohingegen in Phoenix Abwanderungsgerüchte um Ikone Steve Nash lauter wurden, sodass Eric Gordon potentiell das neue Aushängeschild der Franchise werden könnte.

Trotz der Sympathiebekundungen Gordons gegenüber Phoenix, ließ General Manager Dell Demps seinen Worten Taten folgen und zog mit dem Angebot der Suns gleich, was den Hornets automatisch den Zuschlag gab. Dieser gab sich, nachdem sicher war, dass er auch im nächsten Jahr in New Orleans spielen würde, überraschend professionell gegenüber dem Sportnachriten-Sender ESPN:

There is always a business element to the NBA when dealing with contracts, but I never lost my appreciation for the New Orleans Hornets. I look forward to going on the court this season to make our team successful.

Damit war das Kapitel Eric Gordon vorzeitig geschlossen und rein sportlich der wichtigste Schritt des Wiederaufbaus getan: Die erste Scoringoption kehrte zurück und konnte gemeinsam mit Davis, Rivers und Anderson als vorläufiger Teamkern der sich im Rebuild befindenden Franchise bilden.

Jarrett Jack – Greivis Vazquez
Eric Gordon – Austin Rivers – (Marco Belinelli) – Xavier Henry
Al-Farouq Aminu – Quincy Miller
Ryan Anderson – Jason Smith
Anthony Davis

Die letzten Schritte

Was folgte, waren zwei Trades, die zusammengefasst werden können als Transaktionen, die dazu dienten, den Kader zu optimieren und/oder weitere Bestandteile anzuhäufen, die für spätere Personalentscheidungen noch nützlich werden könnten.

Zuerst wurde überraschenderweise Starting Point Guard Jarrett Jack in einem Trade zwischen drei Teams zu den Golden State Warriors geschickt. Die Hornets erhielten nichts weiteres als Cap Space, was angesichts der Tatsache, dass Jarrett Jack letztes Jahr die beste Hornisse und unangefochtener Leader des jungen Teams war, ein eher dürftiger Gegenwert erscheint.

Warum entschließt sich eine Franchise, ihren Anführer für quasi nichts ziehen zu lassen? Zu der Zeit des Deals für Jack wurden die Hornets als heißer Anwärter für die amnestierten Elton Brand und Brandan Haywood gehandelt. Ebenso war ein Trade mit den Clippers im Gespräch, der per Sign-and-Deal-Trade Marco Bellinelli zu den Kaliforniern schicken würde und den Hornets ein Paket um Ryan Gomes und Picks im Gegenzug zusichern würde. Für diese Neuverpflichtung hätte man durch Jarrett Jacks Gehalt einsparen können. Abgesehen davon verhält es sich bei Jack ähnlich wie bei Okafor und Ariza: Man war gewiss dankbar für die abgelieferten Leistungen, alle drei waren gewiss wichtige Stützen und man war zu keiner Zeit mit ihnen unzufrieden, aber ihr Abgang bedeutet auch eine Zäsur: Man räumt Spielzeit für Vazquez, Rivers und Gordon frei und signalisiert ihnen ferner, dass man auf sie baut.

Darüber hinaus gilt Dell Demps als ein Manager, der langfristig plant. Was das bedeutet, möchte ich an einem Beispiel demonstrieren: 2011 verkaufte er einen 2nd Round-Pick, um dieses Geld dafür zu benutzen, Gustavo Ayon aus seinem Vertrag bei CB Fuenlabrada herauszukaufen. Gustavo Ayon wechselte zu den Hornets, entwickelte sich prächtig und wurde in letzter Konsequenz dafür benutzt, Ryan Anderson zu verpflichten. Das heißt freilich nicht, dass Jacks Abgang zwangsläufig dazu führen wird, dass die Hornets daraus Kapital schlagen werden, aber gerade solches vermeintliche Verscherbeln von Stammkräfte sollte man in langfristigem Kontext bewerten.

Im Anschluss darauf einigten sich die Hornissen auf einen Trade mit den Minnesota Timberwolves: Diese wollten Gehälter einsparen und tradeten den auslaufenden Vertrag von Brad Miller und zwei Zweitrundenpicks für einen Zweitrundenpick der Hornets. Miller wurde aus seinem Vertrag herausgekauft, seine Exception konnte aber als Tradegegenstand verwendet werdet.

Was fehlte, war der oben angesprochene Big Man, der den bisher relativ schmächtigen und eher aus der Halbdistanz agierenden Frontcourt ergänzte. Die meisten Free Agents waren schon vom Markt und amnestierte Spieler wie Darko Milicic, Elton Brand oder Brandan Haywood konnten von den Hornets in letzter Konsequenz nicht ersteigert werden.

Wenngleich nicht bezüglich Eric Gordon, so wurden die Hornets trotzdem mit den Phoenix Suns einig: Für Brad Millers Vertrag und zwei Zweitrundenpicks kam Center Robin Lopez im Paket mit Power Forward Hakim Warrick per Sign-and-Trade-Deal: Ein solider Deal, der den Hornissen den dringend gesuchten Center in Brettnähe verschaffte. Zu Konditionen von 15 Millionen über 3 Jahre war dieser auch zu einem angemessenen Preis gekommen. Mit Warrick und Lopez wurde der Frontcourt der Hornissen komplettiert.

Was sonst noch so geschah

Damit war die Kaderplanung der New Orleans Hornets weitestgehend beendet. Das Team stand, bis auf zwei, drei unbedeutende Ergänzungen, fest. Was die Sommerpause sonst noch brachte?

  • Der ehemalige Bamberger Guard Brian Roberts konnte sich in Form von sehr soliden Summerleague-Performances ins Team spielen.

  • Gemeinsam mit dem zusätzlich gesignten Guard Roger Mason jr. wurden damit auch die Arbeiten im Backcourt fertig gestellt. Mason kann verteidigen, offene Würfe verwerten und bringt als Spurs-Spieler und NBA-Wandervogel wertvolle Erfahrung mit. Mit Roberts und Mason haben die Hornissen nochmals zwei kleine Spieler verpflichtet, die dem Kader bei Ausfällen von Rivers, Vazquez, Gordon und Henry eine Absicherung gewährleisten.

  • Die Sommerpause war neben all’ dem Personalkarussel von vielen Verletzungen geplagt: Anthony Davis verstauchte sich den Knöchel, sodass sein Einsatz für die USA bei den Olympischen Spieler auf dem Spiel stand, Xavier Henry unterzog sich einer OP am rechten Meniskus im Knie, ebenso musste Robin Lopez einen Eingriff am Knie vornehmen, Austin Rivers legte sich wegen seines rechten Knöchels unters Messer. Nach Medienberichten sind alle Operationen erfolgreich verlaufen, sodass die Hornets pünktlich zu Beginn des Trainingcamps im September komplett und genesen sind.

  • Bei den Olympischen Spielen kamen zwei Hornets-Spieler zum Einsatz: Anthony Davis fuhr mit der Nationalmannschaft Amerikas nach London und ergatterte dort seinen zweiten Titel binnen eines halben Jahres. Wenngleich er lediglich Spielzeit in der Garbage Time sah, dürfte sich die gesammelte Erfahrung auszahlen. Als Teil der Mannschaft trainierte Davis über mehr als einen Monat mit der Elite der NBA, erhielt dabei viel Zuspruch. Kobe Bryant sagte, er habe ihn „unter seine Fittiche genommen“ und halte ihn für ein „großartiges Talent“.
    Al-Farouq Aminu hingegen kam in fünf Spielen für die Auswahl Nigeriens auf durchschnittlich knapp acht Punkte, sechs Rebounds und drei Assists. Bemerkenswert jedoch die Feldwurfquote, die bei 23% lag und somit gelinde gesagt eine Katastrophe sind. Die fehlende offensive Potenz bescheinigt Aminus Unfähigkeit als Scoringstütze zu agieren, was auch den Hornets klar machen sollte: Das ist ein wertvoller Spieler, er bringt Einiges ins Spiel ein, wird von seinen Nebenleuten profitieren und sich auch noch entwickeln, eine tragende Rolle sollte man ihm jedoch nicht zumuten.

  • Wie bereits erwartet, verlängerte New Orleans den Vertrag mit dem Trainer Monty Williams um vier Jahre. Dieser machte in seiner Debütsaison als Headcoach einen sehr guten Eindruck. General Manager Dell Demps soll ebenfalls gehalten werden und wird bald einen Vertrag vorgelegt bekommen.

Ein Ausblick

Greivis Vazquez – Austin Rivers – Roger Mason jr.
Eric Gordon – Austin Rivers – Xavier Henry
Al-Farouq Aminu – Quincy Miller
Anthony Davis – Ryan Anderson – Hakim Warrick
Robin Lopez – Jason Smith – Anthony Davis

Ein furioser Sommer also in New Orleans. Nach all’ diesen Änderungen, was kann man von den New Orleans Hornets erwarten im nächsten Jahr? So sehr dieser Artikel Erwartungen weckt und hungrig macht, so schwer wird die nächste Spielzeit dennoch für die Hornissen.

Mit den Abgängen von Jarrett Jack, Trevor Ariza, Emeka Okafor, Marco Bellinelli oder Gustavo Ayon verließen viele der Stützen das Team. Zwar ist die neue Garde um Anthony Davis, Austin Rivers, Ryan Anderson oder Robin Lopez nicht minder talentiert, doch es wird seine Zeit brauchen, bis die blutjungen Rookies sich entwickeln und das Team sich einspielt.

Es ist folgerichtig davon auszugehen, dass man nächstes Jahr vor einer schweren Saison steht. Offensiv besitzt das Team, das bereits letztes Jahr zu den fünf schlechtesten Offensivmannschaften gehörte, noch weniger Feuerkraft. Gerade Davis und Rivers, die zweifellos das Zeug zu Superstars haben, werden ihre Dominanz aus dem College nicht auf die NBA übertragen können. Viel eher wird ihnen schnell bewusst werden, wie roh und unfertig ihr Spiel auf professionellem Niveau ist. Sie werden die Realitäten des NBA-Alltags zu spüren bekommen.

Gleichwohl ist New Orleans nach diesem Sommer zu einer der interessanten Franchises der NBA aufgestiegen. Der Teamkern um Davis (19), Rivers (20), Gordon (23) und Anderson (24) ist noch sehr jung, ergänzt wird er durch solche „Veteranen“ wie Henry (21), Lopez (24), Vazquez (25) oder Aminu (21). Der Altersdurchschnitt pendelt sich bei verrückten 22 Jahren ein und ist der jüngste der Liga.

Man sollte die nächste Saison folgerichtig als Chance begreifen. Man hat nichts zu verlieren, weiß aber, dass die Spieler im Kader das Zeug dazu haben, in den nächsten Jahren zu Anführern heranzureifen. Gerade das junge Alter, die fehlende Qualität und Monty Williams’ Feingespür für den Umgang mit jungen Spielern werden die Hornets nahezu dazu zwingen, ihre Talente ins kalte Wasser zu schmeißen und ihnen bereits an diesem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere Verantwortung zu übergeben.

Als ob das nicht genug ist, kann es nur bergauf gehen: Selbst wenn man dieses Jahr erneut ein Kellerkind der Liga wird, wovon auszugehen ist, weil nur die Charlotte Bobcats und Orlando Magic ersichtlich schlechter sind, hat man die Chance ,den vielversprechenden Teamkern nächstes Jahr punktuell zu ergänzen. Ein weiterer Top10-Pick im Draftjahrgang 2013 und ein Maximumvertrag der extrem interessanten Free-Agent-Klasse 2013 könnte die Hornets vor völlig neue Möglichkeiten stellen. Mit dem talentierten Kader und weiteren Ergänzungen könnten die New Orleans Hornets zu einem der interessanten Neuaufbau-Modelle der NBA werden, die ihren Weg irgendwo zwischen Oklahoma Citys Sam Presti und San Antonios R.C. Buford gehen werden.

Es geschieht etwas in New Orleans. Man darf gespannt sein.

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1 comment

  1. Smido83

    Zuerst mal ein Lob für diese 2 sehr ausführlichen und interessanten Artikel. Schön zu sehen, dass auch mal die “kleinen” ihre Erwähnung finden. Wie ich es schon öfters gesagt habe könnte NO in 2-3 Jahren ein klarer Anwärter für die PO werden.

    Nun muss ich aber nochmal fragen wie du auf das Alter der jeweiligen Spieler gekommen bist… das hat mich schon im ersten Teil verwirrt.

    Der Teamkern um Davis (21), Rivers (21), Gordon (24) und Anderson (24) ist noch sehr jung, ergänzt wird er durch solche „Veteranen“ wie Henry (25), Lopez (25), Vazquez (26) oder Aminu (23). Der Altersdurchschnitt pendelt sich bei verrückten 22 Jahren ein und ist der jüngste der Liga.

    Davis ist noch blutjunge 19 und keine 21.
    Rivers ist auch erst vor anderthalb Monaten 20 geworden und ist nicht 21.
    Gordon wird erst im Dezember 24 Jahre alt.
    Henry ist gar erst 21 und nicht wie von dir geschrieben 25.
    Genau wie auch Aminu erst 21 ist (auch wenn nur noch ein paar Tage) und keine 23 wie oben geschrieben.
    Auch Lopez ist erst 24 und keine 25.
    Ach ja, und Vasques wird auch erst im Jannuar 26…
    Einzig bei Anderson stimmt das von dir angegebene Alter.

    Entweder hast du da eine vollkommen falsche Quelle herangezogen, oder ESPN.com und NBA.com haben keine Ahnung.

    http://espn.go.com/nba/team/roster/_/name/no/new-orleans-hornets
    http://www.nba.com/hornets/roster/2012

    An sonsten gibts aber nix auszusetzen! Schöne und sinnvolle Erläuterungen die genau meine Meinung wiederspiegeln.


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