Tournament 2012

NCAA-Tourney-Preview: South

Nachdem am Vortag bereits das East-Bracket aus Boston vorgestellt wurde, geht es nun in die nächste NBA-Stadt: In Atlanta wird ein weiterer Final Four-Teilnehmer ermittelt. Welche sechzehn Teams sich darum bewerben und wie sich im Bracket angeordnet sind, kann man zunächst diesem Spielplan entnehmen:

Bracket


Quelle: ESPN

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Strength & Seeding

Der Süden ist namentlich durchaus als stärkstes Feld anzusehen. Dies liegt unter anderem natürlich auch am overall #1-Seed Kentucky, der trotz eines äußerst ansprechenden Non-Conference-Schedules nur zwei Mal unterlag. Bis zum Selection Sundy hatten nur die Indiana Hoosiers die Wildcats geschlagen – und dieses Team findet sich als #4-Seed auch gleich im Süden wieder. Auch Baylor als #3 hätte in allen anderen Bracket-Vierteln größere Chancen auf einen Final Four-Einzug gehabt, wenn Kentucky nicht der zugeloste #1-Seed gewesen wäre.
Relativ schwach ist hier hingegen vor allem der #2-Seed. Duke ist ein tolles, elitäres Basketballprogramm mit einer unheimlich beeindruckenden Historie, aber ob das Team um Coach K wirklich zu den acht besten des Landes zählt, darf bestritten werden. Experten hätten auch keinen Einspruch erhoben, wenn Duke nur ein #4-Seed geworden wäre.

Ansonsten ist das Feld aber sehr renommiert und – jedenfalls den Namen nach – als sehr stark einzuordnen. VCU als #12-Seed war im letzten Jahr die Cinderellastory des Turniers, als man bis ins Final Four kam. Dazu ist der letztjährige Champion – die Connecticut Huskies – im Bracket. Gesetzt wurde er nur an #9, weil man eine sehr unglückliche Saison spielte – wir hatten zuletzt schon darüber berichtet. Dazu kommt mit Xavier an #10 noch ein ganz gefährliches Team um Tu Holloway, dem durchaus auch zuzutrauen ist, dass es nicht nur #7 Notre Dame, sondern auch in Runde 2 Duke schlagen könnte.

Top Two

Kentucky Wildcats

Der Top-Favorit. Der Weg zum Titel sollte eigentlich nur über die Kentucky Wildcats mitsamt Trainer John Calipari gehen. Dabei ist Calipari noch immer ohne Titel, weil seine Recruitingstrategie primär gar nicht darauf angelegt ist, nachhaltig ein Championship-Team aufzubauen, sondern Spitzentalent zu versammeln und diesem den Sprung in die NBA zu ermöglichen. So hatte man in den Vorjahren immer Lottery-Picks im Kader (Brandon Knight im letzten Jahr, davor waren es John Wall und DeMarcus Cousins sowie Patrick Patterson), die aber zumeist als One-and-Done das College nach einem Jahr wieder verließen – Patrick Patterson bildet hier die Ausnahme. Das bedeutet für Calipari, dass er nach einem Jahr wieder mit neuen Rekruten eine völlig neue Mannschaft formen muss. Was hat sich also geändert? Zum einen sind die Spitzenrekruten, die Calipari verpflichtet hat, nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich weiter als der gewöhnliche Freshman. Zum anderen kann Calipari aber auch auf einen Stamm zurückgreifen. Lottery-Talent Terrence Jones entschied gegen die Draft und für den Verbleib in Kentucky. Ebenso verblieben Doron Lamb und Darius Miller am College. Calipari hatte das erste Mal wichtige Rotationsspieler im Kader behalten und zudem – wie immer – sehr stark rekrutiert.

Spielerischer Mittelpunkt der Wildcats ist der kommende #1-Pick in der Draft: Anthony Davis. Wie wir auch schon in unserem Podcast berichteten, ist Davis der große Favorit darauf, als erster am Drafttag aufgerufen zu werden. Der schlaksige Center mit den Krakenarmen ist schon jetzt ein überdurchschnittlicher Verteidiger – nicht nur auf dem College-Level. Er kann sowohl seinen Gegner im 1-on-1 verteidigen als auch eine unglaublich gut getimete Help-Defense spielen. Er pulverisierte den Rekord Kentuckys für geblockte Würfe in einer Saison bereits frühzeitig. Davis bringt es auf 4,6 Blocks – pro Spiel! Dabei ist es nicht pures Gambling auf den Block von der Help-Side, Davis blockt auch seine Gegenspieler im 1-on-1. Ermöglicht wird ihm dies durch seine Größe, seine unglaublich langen Arme und nicht zuletzt durch sein sehr gutes Timing. Davis wird auf NBA-Level eventuell im 1-on-1 Probleme bekommen, weil sein Körper noch nicht ausgefüllt ist, er also noch einige Zeit in den Fitnessräumen verbringen müsste. Ansonsten ist Davis aber bereits ein kompletter Verteidiger, der auch bereits auf dem College-Level sehr gut reboundet.
Anders sieht dies offensiv aus, wo Davis noch recht roh wirkt und meist durch Abschlüsse nah am Ring operiert. Ein Go-to-Move sowie Low-Post-Bewegungen fehlen ihm bisher. So ist es nicht verwunderlich, dass er auf eine sehr gute Feldwurfquote von 64% kommt.

Als vocal leader des Teams hat sich zudem Michael Kidd-Gilchrist etabliert, der zunächst nur als biestiger Verteidiger und Athletikmonster bekannt war, aber vor allem mental ein sehr reifer Freshman zu sein scheint. Kidd-Gilchrist wird in einigen Mock Drafts gar direkt hinter Anthony Davis gehandelt. Der Small Forward bringt neben der richtigen Einstellung vor allem überbordende Athletik mit, die er vor allem zum Drive nutzt. Dies ist deshalb auch nicht unwichtig, weil Kidd-Gilchrist der Wurf fehlt. 26% College-Dreier sind kein Ruhmesblatt. Allerdings ist er insgesamt doch ein effizienter Scorer, wenn er den Weg zum Ring findet. Das könnte in der NBA, die immer mehr auf Spacing setzt, jedoch zum Problem werden. Kidd-Gilchrists großes Plus ist jedoch sein unbändiger Motor, der kein Play verloren gibt.

Dazu hat Kentucky noch Marquis Teague rekrutiert, der als Top-Freshman-Point Guard gehandelt wurde. Dies ist in diesem Fall aber kein großes Gütekriterium, weil nicht nur die Freshmen-Class sehr Point-Guard-arm daher kam, sondern auch die gesamte Draftclass 2012 kein Spitzentalent hervorbringt. Der jüngere Bruder von Hawks-Guard Jeff Teague ist auch mehr ein Scorer als Floor General. Ebenfalls ohne überzeugenden Dreier ausgestattet, verlässt sich Teague – wie auch Kidd-Gilchrist – auf seinen Drive. Zu Saisonbeginn sah dies ziemlich kopf- und erfolglos aus, aber Teague hat sich gefangen und seine Rolle im Team besser verstanden. Mittlerweile spielt der pfeilschnelle Guard mannschaftdienlicher und konnte in den letzten zehn Spielen knapp 6 Assists pro Spiel verbuchen. Offensiv ist er aber weiterhin überaus streaky.

Wie die Wildcats zu schlagen sind, haben bisher nur Indiana und Vanderbilt gezeigt. Grundsätzlich muss man offensiv über Potenzial im Low-Post verfügen, das Anthony Davis überpowern kann. Hier dürfte man auf das Duell mit Andre Drummond gespannt sein, sollte es in der zweiten Runde des Turniers dazu kommen. Zudem muss man defensiv eine flexible Zone spielen können, die den Drive Teagues und Kidd-Gilchrists eliminiert. Mit Doron Lamb haben die Wildcats genau einen guten Dreierschützen, den man notfalls sogar in einer Box-and-1 sonderbewachen könnte. Das Problem daran: Das Rezept ist ja nicht neu oder bisher nicht ausprobiert worden. Das pure Talent Kentuckys hat bisher fast immer gereicht.

Baylor Bears

Nein, hier finden sich nicht die Duke Blue Devils wieder. Das zweite Top Team kommt aus Baylor. Der #3-Seed ist dabei ein untypisches College-Team, das sein ganzes Talent im Frontcourt versammelt. Dies ist deswegen ungewöhnlich, weil ein guter Point Guard ein Team im College auf ein ganz neues Level heben kann. Mit Pierre Jackson und AJ Walton ist dies nicht der Fall. Die Point Guards verlieren zusammen fast 6 Mal den Ball während eines Spiels. Dabei ist Pierre Jackson aber eigentlich die erhoffte Verstärkung für das Team. Der 1,80m kleine Transferstudent versuchte die Scoringlücke von LaceDarius Dunn zu schließen, der vor der Saison sein letztes Collegejahr absolviert hatte.  Vor allem seinem guten Outside-Shooting hat es Jackson zu verdanken, dass er ein so wichtiger Teil des Teams wurde. 43% seiner Dreierversuche fanden das Ziel – und dies bei über 140 Versuchen. Die 20 Punkte pro Spiel, die Dunn auflegte, konnte Jackson nicht alleine auffangen, aber 13,3 sind es in seiner ersten Spielzeit für Baylor geworden.

Dunn hat zudem den Titel des Mittelpunkts der Bears an Perry Jones übergeben. Der für fünf Spiele am Saisonbeginn gesperrte Jones zeigte sich im Gegensatz zum Vorjahr verbessert, wenn auch nicht so stark, dass er sein gesamtes Potenzial ausgeschöpft hätte. Jones überzeugt weiterhin zumeist mit seiner unglaublichen Athletik und ermöglicht so einfache Punkte für sein Team. Mittlerweile führt er die Bears im Scoring an, hat sich zum Vorjahr aber nicht darin verbessert. Vielmehr wird seine Wurfauswahl eher schlechter als in der Freshman-Saison. Jones gönnt sich zudem nun einen Dreipunktwurf pro Spiel, obwohl dieser nur zu 29% fällt. Dies spricht nicht gerade für den Reifeprozess des Prospects. Für Jones spricht, dass er in drei Minuten weniger Einsatzzeit dieselben Statistiken anbieten kann, im Rebounding hat er gar zugelegt. Er begeht weniger Fehler auf dem Feld, stiehlt öfter den Ball und findet den besser postierten Nebenmann vermehrt. Allerdings fehlt bei Jones weiterhin die Konstanz, um ihn auch wirklich als kompletten Spieler wahrnehmen zu können und nicht nur auf sein Potenzial zu verweisen. Defensiv sieht er noch immer nicht wie ein guter Verteidiger aus und bereitet somit hin und wieder Probleme.

Hinter Jones und Jackson bekommen Quincy Acy und Brady Heslip die meisten Minuten im Team. Acy hat ein sehr gutes Inside-Spiel, was ihn hochprozentig abschließen lässt und verzichtet deswegen komplett auf den Dreier, wo er nur fünf Versuche in dieser Saison nahm. Er konzentriert sich zudem defensiv auf die Drecksarbeit und hilft als klassischer Frontcourt-Spieler beim Rebound und vor allem beim Blocken der gegnerischen Würfe. Acy fungiert als glue guy, der das Team zusammenhält und dort ausbessert, wo Lücken entstehen.
Heslip ist dafür zuständig, dass auf dem Parkett genügend Platz vorherrscht und sorgt dafür, indem er neben Jackson als zweiter richtig guter Dreierschütze aufläuft. Heslip nahm in der Saison über 190 Würfe von Downtown und traf ebenfalls über 43%. Das Team benötigt Heslip – wie auch Jackson – dringend, da es sonst von dem Attackieren des Korbes lebt. Jones, Acy und AJ Walton nehmen den Wurf nicht oder beherrschen ihn auch gar nicht, einzig Freshman Quincy Miller ist noch ein ganz passabler Schütze. Miller versucht in dem Team das Mädchen für Alles zu sein, scort recht durchschnittlich, erarbeitet sich Freiwürfe, reboundet und trifft den Dreier. Aber auch von ihm hatte man sich in Baylor wohl etwas mehr erhofft.

Baylor ist vor allem deswegen so gefährlich, weil sie groß und sehr athletisch sind. Sicherlich ist das Point Guard-Play zu hinterfragen. Jackson wirkt noch immer etwas chaotisch, aber findet durch seine explosiven Drives auch oft genug eine Lücke, um selbst zu scoren oder den Mitspieler zu bedienen. Jones und Miller sind weitere Athleten, die für einfache Punkte sorgen können, dazu hat man mit Acy einen Arbeiter und Heslip einen weiteren Schützen. Die Mischung könnte in diesem Fall stimmen.
Dennoch hat das Team natürlich Schwächen. Es ist zu Teilen streaky, man trifft vielleicht zu viele falsche Entscheidungen. Wenn man Jackson und Walton kontrolliert bekommt und sie gar übers gesamte Feld verteidigt, wird Baylor große Probleme bekommen, weil der gut besetzte Frontcourt nicht in Szene gesetzt werden kann.

NBA-Prospects

Austin Rivers – Duke Blue Devils

Der Starspieler des #2-Seeds ist zudem der Sohn von Celtics-Coach Doc Rivers. Zu Saisonbeginn wurde Rivers in allen Mockdrafts hoch gehandelt, sollte er doch als Shooting Guard bei so einem renommierten College auf sich aufmerksam machen können. Mittlerweile wird er als Borderline-Lotterypick angesehen. Rivers hat zweifellos das Talent und Potenzial, um in der NBA Fuß zu fassen und eine gute Rolle spielen zu können. Eine Sensation ist der Guard bisher aber nicht gewesen, auch wenn er bewiesen hat, dass er die ganz großen Würfe treffen kann. Seine 29 Punkte gegen UNC mitsamt Game-Winning-Three haben gezeigt, dass er abliefern kann, aber er kann es nicht auf konstanter Basis und vor allem nicht an der Freiwurflinie. Die 65% sind für einen Guard nicht zu entschuldigen. Dabei kommt Rivers gut an die Linie und nimmt über 5 Würfe von dort. Zudem fällt sein Dreier ordentlich (knapp 37%). Seine Feldwurfquote von 43,6% zeigt dann aber an, was für Probleme Rivers hat. Am Anfang der Saison war es noch die Wurfauswahl ingesamt, zum Ende hin hat sich dies etwas gebessert. Aber Rivers ist und bleibt streaky. In den letzten fünf Spielen traf er auch nur noch 5-26 Dreiern.
Dabei muss man zudem sehen, dass Rivers in einem Duke-Team spielt, das in diesem Jahr nicht mit weiteren Superstars oder guten, alten Systemspielern gespickt ist. Die Freiheit zu übernehmen – wie dies Kyrie Irving in seinen wenigen Collegespielen tat – hätte Rivers gehabt. Er bleibt weiterhin ein interessantes Prospect, der auch andeutet, durch Einstellung und Willen an sich zu arbeiten, aber nur ein richtig überzegendes Turnier könnte Rivers’ Draftstock noch erheblich verbessern.

Jeremy Lamb – Connecticut Huskies

Vor Rivers rangiert auf der Shooting Guard-Skala noch immer Jeremy Lamb. Nachdem dieser im letzten Jahr im Turnier seinen Durchbruch neben Kemba Walker und in der U21 feierte, erhoffte man sich Großes. Lamb hat sich im Vergleich zur Freshman-Saison auch merklich gesteigert und scort sechs Punkte mehr, ohne dabei deutlich an Effizienz eingebüßt zu haben. Der Dreier fällt nicht mehr ganz so gut wie im ersten Jahr, was aber auch daran liegt, dass Lamb das Volumen dort verdoppelt hat.
Lamb hat zudem alle Voraussetzungen, um ein guter Shooting Guard in der NBA werden zu können. Er ist recht groß für die Position, hat aber zudem noch richtig lange Arme. Diese helfen ihm in der Offensive, seinen Wurf loszuwerden, während sie defensiv den Gegenspieler empfindlich stören können. Seine Athletik und seine Bewegung ohne Ball verhelfen ihm dazu, immer in die richtigen Positionen zu kommen, um seinen Wurf loszuwerden. Gerade die Fähigkeit, dass er nicht balldominant sein muss, kann ihn für viele Teams interessant machen. Dazu ist Lamb nicht nur ein Sniper, sondern beherrscht das Midrange-Game.
Probleme ergeben sich vor allem bei seinem Körper. Lamb muss hier eindeutig am meisten Arbeit hineinstecken, um in der NBA zu bestehen. Dabei ist das Gleichgewicht zwischen Wurftechnik und Fitnessraum nicht zu vernachlässigen. Lamb wird kein Superstar in der NBA, weil ihm dazu ein zweiter Eliteskill neben dem Shootingtouch fehlt, aber er kann ein wertvolles Puzzleteil für viele Teams darstellen, die Spacing und Scoring auf dem Flügel brauchen. Wenn Lamb die defensiven Anlagen zudem ausnutzen kann, steht ihm die NBA-Tür weit offen.

Andre Drummond – Connecticut Huskies

Andre Drummond ist wahrscheinlich das zweitgrößte Talent der Draft nach Anthony Davis. Die etwas wankelmütige Geschichte Drummonds hatten wir ja bereits vor einigen Monaten skizziert. Nachdem er sich den Huskies angeschlossen hatte, wollte Drummond auch direkt auf Titeljagd mit diesen gehen. Dazu hatte er auch allen Grund, denn Drummond bringt eine Vereinigung aus Skill und Länge mit, die ihn zu etwas Besonderem macht. Leider konnte er dies in Connecticut nicht auf konstanter Basis aufs Parkett bringen. Seine 10 Punkte und 7 Rebounds lassen keinen Scout so richtig aufhorchen, einzig die drei Blocks pro Spiel, die Drummond produziert, deuten an, was in dem Center wirklich steckt. Ausgebremst wird Drummond jedoch von seiner unterirdischen Freiwurfquote. Knapp 30% trifft er von der Linie, das ist inakzeptabel und ermöglicht es den gegnerischen Teams auch recht schnell, ein probates Mittel zu finden: Einfache Punkte werden durch Fouls unterbunden. Drummond muss sich die Punkte an der Linie verdienen. Wie auch bei Perry Jones blitzt das Talent eines NBA-Stars auf, verschwindet aber auch wieder viel zu schnell. Symptomatisch ist auch das Untertauchen Drummonds in der schwachen zweiten Hälfte der Saison.
Dabei hat Drummond alles, was ihn zu einem NBA-Star machen könnte. Er ist ein exzellenter Rebounder und Shotblocker, er ist groß, athletisch und besitzt schon jetzt einen NBA-Körper. Diese Kombination macht ihn zu einem guten Verteidiger, der darüber hinaus noch einen hohen Basketball-IQ vorweisen kann und ein recht ordentlicher Passer für einen Big ist.
Dies alles kann Drummond aber nicht konstant abrufen. Manchmal erwischt man ihn dabei, dass er nicht in den Post geht, sondern lieber Jumper nimmt. Es fehlt letztlich der Motor, der unbändige Wille. Hoffentlich können wir im Turnier zumindest 1-2 Highlights von Drummond sehen. Ein NBA-Top 5 Pick ist er trotzdem noch.

Games to watch

In der ersten Runde sollte man sich Notre Dame gegen Xavier ansehen, denn hier herrscht Upsetpotenzial. Tu Holloway könnte hier groß aufspielen. Ansonsten bietet die erste Runde keinen großen Platz für Überraschungen.

Generell sind die beiden Pfade, die die ersten beiden Seeds beschreiten, sehr interessant zu verfolgen: Ab der zweiten Runde wird es für den Topfavoriten bereits richtig ungemütlich. Sollte Connecticut – wieder mit Calhoun auf der Bank – in die alte Spur finden, dann haben die Fans einen richtigen Knaller vor sich, wenn UConn und Kentucky aufeinander treffen. UConn könnte der mit Abstand beste #9-Seed des Turniers sein. Hier treffen bereits in der zweiten Runde wohl drei Top-5-Picks der nächsten Draft aufeinander, Jeremy Lamb gäbe es als Dreingabe gratis dazu. Dies sollte ein wirkliches Pflichtprogramm sein. Aber auch der Weg danach ist interessant, wenn Kentucky wirklich auf Indiana treffen würde: Das Team, das sie bereits geschlagen hat.
Beim Bracket aus Sicht Dukes schwebt immer der Upset-Gedanke mit, bereits ab Runde 2. Sollte Xavier sich gegen Notre  Dame durchsetzen, ist dem Team auch zuzutrauen, dass es Duke zu Fall bringt. Sollte dies nicht der Fall sein, lauert mit Baylor ein sehr unangenehmes Team für Duke. Hier wären mit Perry Jones, Austin Rivers, sowie Quincy Miller und den Plumlees zudem weitere NBA-Prospects auf dem Parkett.

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