Houston Rockets, NBA, Oklahoma City Thunder

Fear the Beard

“Fear the Beard” – das war der Spruch, der zum Leitmotiv des bärtigen Shooting Guards der Oklahoma City Thunder ausgerufen wurde. Verdient hatte er sich diesen Slogan allemal. In den letzten Playoffs feierte James Harden endgültig seinen Durchbruch, als er beispielsweise in der ersten Runde die vierte Partie in Dallas im Alleingang drehte. Jedoch war Harden zum Leidwesen der Thunder nicht mehr in der Lage, das spielerische Niveau in den Finals zu halten und agierte so schlecht wie seit seiner Rookie-Saison nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt gingen die meisten davon aus, dass der Kern der Thunder um Russell Westbrook, Kevin Durant, Serge Ibaka und James Harden noch mindestens einen gemeinsamen Angriff auf den Titel starten würden, doch das ist seit kurzem bereits Geschichte. James Harden ist kein Spieler der Thunder mehr. Er wurde zusammen mit den Bankspielern Cole Aldrich, Daequan Cook und Lazar Hayward für Kevin Martin, Jeremy Lamb und mehreren Draftpicks nach Houston getradet. Im Folgenden gibt es die Gründe, Chancen und Risiken dieser Entscheidung zu lesen.

Geld regiert die Welt

Wenn man die Entscheidung Harden abzugeben allein auf das Geld schieben würde, könnte der Eindruck entstehen, dass die Thematik zu oberflächlich behandelt werden würde. Doch hier ist es die Wahrheit. Die Thunder verloren James Harden aufgrund einer finanziellen Ausnahmesituation, hervorgerufen durch die Konstruktion der Luxussteuer im neuen CBA. Wie in einem früheren Artikel auf dieser Seite vorgestellt, müssten die Thunder für jeden weiteren Dollar an Gehaltskosten doppelt und dreifach draufzahlen. Soll heißen: Zwischen dem letzten Angebot der Thunder, angeblich 54 Millionen über vier Jahre, und der Maximalforderung von James Harden (60 Millionen) liegen für James Harden “nur” sechs Millionen, für die Thunder jedoch aufgrund der Regelung der Luxussteuer ein Vielfaches mehr.  Es ist  bemerkenswert genug, dass die Eigner der Thunder ein finales Angebot von 54 Millionen abgegeben haben, denn schon damit wären sie so tief in die Luxury Tax gelandet, dass sich die Gehaltsausgaben ab 2013 im Bereich von schätzungsweise 100 Millionen bewogen hätten (Gehaltsausgaben mit James Harden 2011/2012: 66 Millionen). So traurig es für die aufstrebende Franchise aus Oklahoma City ist, es war für die Thunder nicht mehr drin. General Manager Sam Presti ging an die absolute Grenze. Doch manchmal reicht das eben nicht und dann ist es die Aufgabe des General Managers, einen kühlen Kopf zu bewahren, weiterhin die Interesseren der Franchise im Blick zu haben und das Beste aus dieser schwierigen Situation zu machen. Die Frage ist: Ist ihm dies gelungen?

Der Gegenwert

1. Kevin Martin

Kevin Martin ist – wie James Harden – einer der effizientesten Scorer der NBA und wird in die Rolle des sechsten Mannes schlüpfen und damit Harden direkt nachfolgen. In der ewigen Liste der True Shooting Percentage, welches die Scoring-Effizienz beschreibt, belegt er Platz 22, auf einem ähnlichen Niveau wie Manu Ginobili oder Steve Nash. Keine schlechte Basis, sollte man meinen, gerade für einen Spieler, der bislang in mäßigen Teams als erste Option fungieren musste und dementsprechend nicht wenig Aufmerksamkeit der gegnerischen Teams bekam. Doch diese Qualität wird dadurch unterlaufen, dass er für andere nicht zuverlässig kreieren kann, ein schlechter Verteidiger ist und in der Vergangenheit häufiger verletzungsbedingt ausfiel (64 verpasste Partien in den letzten drei Jahren). Gerade der erste Punkt machte James Harden so wichtig für diese Thunder. In der Verteidigung ist er zwar ebenfalls nicht wirklich stark, doch zu seinem effizienten Scoring gesellen sich sehr gute Playmaking-Fähigkeiten und wenige Ausfälle wegen Verletzungen. Um dies zu illustrieren, sei auf die offensive Effizienz der Thunder verwiesen. Ohne James Harden auf dem Feld erzielte das Team im letzten Jahr nur 101 Punkte pro Spiel, mit ihm waren es 114! Die etwas schlechtere Verteidigung fiel dabei nicht ins Gewicht.

Damit steht auch fest, dass Kevin Martin die Rolle des 6th Man anders interpretieren muss als James Harden. Letzterer war in der Bank-Lineup die erste Option und der Facilitator. Er dominierte den Ball, bestimmte das Tempo, schloss meist selbst ab oder setzte seine Mitspieler in Szene. Kevin Martin wird das effiziente Scoring ersetzen können, doch das Minus in Sachen Playmaking muss durch andere Spieler ausgeglichen werden. Eine Schlüsselrolle wird dabei dem wieder genesenen Point Guard Eric Maynor zukommen, der hauptverantwortlich für den Spielaufbau sein wird. Wenn Kevin Martin mit Russell Westbrook und Kevin Durant gemeinsam auf dem Feld steht, müssen die beiden Alpha-Tiere der Thunder beweisen, dass sie das Spiel ohne James Harden entsprechend leiten können. Insofern ist es wahrscheinlich, dass Russell Westbrook wieder etwas mehr als Point Guard auftreten muss als noch im letzten Jahr, in welchem er eher die Rolle eines Shooting Guards einnehmen sollte und dies sehr gut gemacht hat.

Der langfristige Verbleib von Kevin Martin ist ungewiss. Sein Vertrag läuft aus, wodurch die Thunder nach dieser Saison sehr viel Geld sparen (Verdienst 2012/2013: 12.4 Millionen $). Wenn er überzeugt, könnte er jedoch einen (günstigeren) Anschlussvertrag erhalten.

2. Jeremy Lamb

Im Paket ebenfalls enthalten ist der 12. Pick des diesjährigen Drafts, Jeremy Lamb. Go-to-Guys hatte Lamb im Sommer in ihrem Rookie-Powerranking immerhin auf Platz 7 geführt, Einordnung als “Starter”. Im Spielerprofil lässt sich nachlesen, dass Lamb am liebsten Plays nach Cuts oder Screens abschließe. Zwar sei er noch recht schmächtig, doch mit Hilfe seiner Armspannweite und den gut herausgebildeten Fundamentals könne er einem Team auch schon als Rookie in der Verteidigung helfen. Trotz der mäßigen Quote aus der Weitdistanz im letzten Jahr sollte er keine großen Probleme haben, seinen grundsätzlich starken Wurf der NBA-Reichweite anzupassen, denn bereits am College nahm er gerne Würfe aus 23 bis 25 Fuß Entfernung. Aufgrund seiner guten Arbeitseinstellung und der Teamchemie der Thunder ist es wahrscheinlich, dass er sich schnell in das Team integrieren kann. Ob dies dann auch schon für konstante Spielzeit reicht, ist jedoch fraglich. Auf seiner Position sind die Thunder mit Thabo Sefolosha und Kevin Martin gut bestückt. Auf der Position des Small Forwards werden Kevin Durant und der in der Vorbereitung überzeugende Perry Jones III agieren. Vielleicht wird Lamb ein paar Minuten von Jones abgreifen können, falls diese auf der PF-Position eingesetzt werden sollte. Wahrscheinlich ist jedenfalls, dass Lamb (noch) keinen Einfluss auf den Teamerfolg der Thunder in dieser Saison haben kann. Lamb ist allerdings erst 20 Jahre alt. Diesen Teil des Deals wird man in einem Jahr besser beurteilen können. Talent sich zu einem soliden Rollenspieler für die Thunder zu entwickeln, hat er jedoch zweifelsohne. Und dass er die nächsten Jahre nur durchschnittlich etwas mehr als zwei Millionen $ verdienen wird, kommt als Bonus noch hinzu.

3. Die Draftpicks

Die Thunder erhielten von den Rockets insgesamt drei verschiedene zukünftige Draftpicks:

a) Erstrundenpick der Raptors von 2013 (geschützt)
b) Erstrundenpick der Mavericks von 2013 (geschützt)
c) Zweitrundenpick der Bobcats von 2013 (ungeschützt)

Der Pick der Raptors ist sicherlich der interessanteste im Paket, denn dieser Pick ist so konstruiert, dass er eine gewisse Qualität hat. Für die anstehende Draft ist er Top-3 geschützt, d.h. wenn er ein Top-3-Pick sein sollte, dürfen die Raptors den Pick behalten. Ansonsten bekommen die Thunder den Pick, so lange er besser als Position 15 ist. Bis 2015 ist der Pick Top-2 geschützt, bis 2017 Top-1. Da die Raptors kein richtig schlechtes Team auf die Beine gestellt haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Pick außerhalb der ersten drei Ränge landet. Falls die Raptors in dieser Saison die Playoffs nicht erreichen, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass der Pick im kommenden Draft wirklich bei den Thunder landet, zwischen Rang 4 und Rang 14. Insofern besitzt dieser Pick schon einen gewissen Wert. Sei es als Bestandteil eines zukünftigen Trades oder aber als Möglichkeit 2013 via Draft ein weiteres Talent nach Oklahoma City zu lotsen.

Der Pick der Mavericks ist bis einschließlich 2017 Top-20 geschützt, d.h. die Thunder dürfen anstelle der Mavericks nur wählen, wenn Dallas zu den zehn besten Teams gehört. Aufgrund der aktuellen Probleme der Mavericks ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Thunder ein paar Jahre warten müssen, bis sie den Pick für sich selbst nutzen können.

Der Zweitrundenpick der Bobcats ist ungeschützt. Da die Kaderqualität der Bobcats sehr zu wünschen übrig lässt, dürfen die Thunder aller Wahrscheinlichkeit nach am Anfang der zweiten Runde ein Talent auswählen. Gerade diese Picks sind für die Kaderplanung sehr wertvoll, weil die dortgewählten Spieler keinen Anspruch auf einen garantierten Vertrag besitzen. 

Ein Fazit

Wie ist der Tausch also insgesamt zu bewerten? Die Thunder waren aus finanziellen Gründen gezwungen James Harden abzugeben. Im Gegenzug bekam man einen effizienten Scorer von der Bank (Martin), dessen Vertrag ausläuft, ein Talent auf dem Flügel (Lamb), zwei wertvolle Picks (Raptors, Bobcats) und einen Pick, bei dem man abwarten muss, was bei rum kommt (Mavericks). Der Abgang von Daequan Cook, Cole Aldrich und Lazar Hayward, welche bestenfalls mäßige Rollenspieler waren, ist in der Gesamtbetrachtung zu verschmerzen. Der aktuelle Kader sieht folgendermaßen aus:

PG: Russell Westbrook, Eric Maynor, Reggie Jackson
SG: Thabo Sefolosha, Kevin Martin, Jeremy Lamb
SF: Kevin Durant, Perry Jones III, DeAndre Liggins
PF: Serge Ibaka, Nick Collison
C: Kendrick Perkins, Hasheem Thabeet

Während die Aufbau- und Flügelpositionen sowohl in der Breite als auch in der Spitze erstklassig (talentiert) besetzt sind, sieht es auf dem ersten Blick auf der Centerposition mau aus. Perkins ist verletzungsanfällig, Cole Aldrich war als Backup eingeplant, Thabeet übernimmt jetzt den Backup-Posten, zumindest auf dem Papier. In Wirklichkeit ist jedoch davon auszugehen, dass die Thunder ihr Spiel noch mehr auf die Smallball-Philosophie ausrichten werden. Kevin Durant wird einige Minuten auf der Power Forward-Position sehen, Serge Ibaka und Nick Collison temporär auf die Fünf rücken. Perry Jones ist auf der Vier denkbar. Und auch die Guards sind flexibel einsetzbar. Da die Thunder nun wieder zwei offene Rosterspots besitzen, ist eine weitere Verpflichtung für den Frontcourt denkbar und wahrscheinlich.

Wichtig wird dieser Tausch auch für Serge Ibaka. Hardens offensiver Output muss ersetzt werden und Ibaka ist einer der Spieler, der davon profitieren könnte. In der Preseason war ‘Air Congo’ bereits der Topscorer (16 Punkte pro Spiel in durchschnittlich 25 Minuten), traf gar den Dreipunktewurf aus der Ecke recht zuverlässig. Es wird spannend sein zu beobachten, wie Ibaka mit der größeren Verantwortung zurecht kommen wird.

Wenn man sich anschaut, welches Theater andere Franchises erleiden mussten, als der Verbleib von Schlüsselspielern unsicher war (siehe bspw. Orlando und Dwight Howard), ist es alleine aus diesem Grund sinnvoll gewesen, James Harden abzugeben. Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man nicht bis zur Trading-Deadline hätte warten sollen, doch auf welche Kosten? Eine Hoffnung, dass James Harden im nächsten Sommer doch noch eine günstige Vertragsverlängerung absegnet, war illusorisch. Hätte James Harden sein spielerisches Niveau in Anbetracht der Unsicherheit gehalten? Und wäre im Frühjahr ein ähnlich gutes Angebot noch verfügbar gewesen? Nun haben die Thunder den Vorteil, dass sich das Team einspielen und auf die neue Situation einstellen kann. Anderenfalls wäre es kurz vor den Playoffs auseinandergerissen worden. Erstklassige Bedingungen für eine erfolgreiche Postseason sähen wahrlich anders aus.

Ferner lässt sich sagen, dass die Thunder durch diesen Tausch ihrer eigenen Philosophie treu bleiben. Während andere Franchise ältere, gestandene Spieler verpflichten, die noch einen Ring abgreifen wollen, wählt das Front Office um Sam Presti den umgekehrten Weg: weiterhin junges, vielversprechendes Talent ansammeln (Jeremy Lamb, Perry Jones, zukünftige Picks) und auf Spielerentwicklung setzen. Ein aus meiner Sicht sehr sympathischer Weg.

Insgesamt ist der Tausch aufgrund der Unsicherheit und in Anbetracht der Notwendigkeit, einen der Big 4 in spätestens zwei Jahren eh abgeben zu müssen, nachvollziehbar. Viel mehr als das Angebot der Rockets hätte Sam Presti nicht rausholen können. Wenn eine Franchise gezwungen ist, einen Spieler der Marke James Harden aus finanziellen Gründen abzugeben, hat man kaum die Möglichkeit, dass das Team nach dem Tausch besser ist als vorher. Gewisse Qualitätseinbußen sind nicht zuverhindern. Es ist ein Weg, der die kurzfristige Konkurenzfähigkeit des Teams gewährleistet und zugleich die mittel- bzw. langfristige Erfolgsaussichten sichert und nicht fahrlässig aufs Spiel setzt.

Insofern: Gute Arbeit. 

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6 comments

  1. Anonymous

    Wie groß schätzt du die Chancen ein Martin zu halten? Weil Martin ist auf jeden Fall ein sehr excellenter Scorer mit sehr ansehnlichen Quoten. Meinst du die Thunder können ihn nach der Saison im MdE Bereich halten können? Und wenn nicht, wie weit werden sie gehen um ihn zu halten?

  2. Julian Lage

    Erstmal: Schöner Artikel, hat mich noch mehr davon überzeugt, dass es eine richtige Entscheidung war. Vor allem, dass der Trade auch positiv für die Teampsychologie sein könnnte, meistens waren es ja eher umgekehrte Befürchtungen (in etwa “junge Wilde auseinandergerissen”). Dass man sich zwei Jahre ständiger Diskussionen sparen will, ist eigentlich logisch.

    Zu Kevin Martin: Es ist erstmal abzuwarten, ob die Thunder ihn überhaupt behalten wollen. Das dürfte sowohl von seiner Entwicklung dieses Jahr als auch gleichzeitig von der Lambs abhängen. Und wie ich schon im Diskussions-Thread angesprochen habe: Es ist nicht unmöglich, dass Martin und einige der Picks (fremde und eigene) z.B. zur Deadline noch mal weitergetraded werden. Martin wird sicher nur bleiben, wenn er in einem neuen Vertrag klar auf Gehalt verzichtet.

    Zu Kenyon Martin: TPEs gehen nur für Trades, die Thunder haben aber sowieso noch einen Teil (3,3 Mio) der MLE sowie die Biannual Exception (knapp 2 Mio). (siehe: http://www.hoopsworld.com/oklahoma-city-thunder-team-salary) Nachdem sie noch knapp 10 Mio vom Apron weg sind, wäre es auch vermutlich kein Problem, die MLE voll zu vergeben. Wollten die Thunder also noch die letzten verbliebenen FAs signen, sind sie da noch ziemlich flexibel.
    E: Hier eine Liste der FAs, da wird kaum jemand mehr als das Minimum verlangen können. (http://hoopshype.com/free_agent_rankings.htm) Kenyon Martin wäre vermutlich der einzige, der den Thunder wirklich ein paar Minuten geben könnte, auf SF+kleiner sind sie sowieso dich genug besetzt. Evtl. hoffen sie ja auch wie letztes Jahr bei Fisher wieder auf Buyouts.

  3. Fabian Thewes

    |Author

    Wie groß schätzt du die Chancen ein Martin zu halten? Weil Martin ist auf jeden Fall ein sehr excellenter Scorer mit sehr ansehnlichen Quoten. Meinst du die Thunder können ihn nach der Saison im MdE Bereich halten können? Und wenn nicht, wie weit werden sie gehen um ihn zu halten?

    Momentan finde ich sehr schwierig diese Frage vernünftig zu beantworten. Aktuell verdient Martin 12.4 Millionen. Wenn er eine grundsolide Saison spielen sollte (14-16 ppg mit anständiger Effizienz) sollte er schon 6-8 Millionen p.a. verlangen können. Günstiger wird man ihn wohl nur verlängern können, wenn er eine schlechtere Saison spielen sollte. Dann ist es aber fraglich, ob er für diesen Posten wirklich der richtige ist.

    Im folgenden mal eine aktuelle Salary Chart der Thunder (basketball-reference.com ist wirklich flott :D ):

    Image

    Die Verträge von Rautins, Orton, Thompson waren nicht garantiert und man müsste sie rausrechnen. D.h. ohne Kevin Martin und Eric Maynor würden die Thunder für die nächste Saison 2013/2014 bei 66.8 Millionen $ stehen. Stand jetzt würde ich sagen, dass die Thunder beide gemeinsam (!) nicht verlängern würden, sondern sich für einen entscheiden würden. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie überzeugt Maynor nach der Verletzung? Wie gut trumpft Martin auf? Kann Reggie Jackson der Fulltime-Backup auf der 1 sein, so dass man Maynor langfristig nicht benötigt? Was passiert mit Kendrick Perkins? Wenn die Thunder ihn nach der Saison via Amnesty clause cutten würden, wäre mehr Geld für die anderen beiden Spieler frei. Fragen über Frage… ;) Deswegen ist es wirklich schwer einzuschätzen…

    @Bartek:
    Zum Thema TPE hatte ich mich offenbar vertan. Die Thunder bekommen nach aktuellen Stand im Trade doch keine TPE weil sie ja das Team, welches mehr Gehalt aufnimmt und nicht abgibt (der kleine Absatz ist im Artikel rausgenommen worden). Aber das ist wie gesagt nicht weiter schlimm, weil die Thunder – wie Julian Lage gerade erklärt hat (Danke an dieser Stelle) – offenbar noch andere Exceptions nutzen könnten.

    Kenyon Martin finde ich eine klasse Idee für die großen Positionen als zusätzliche Versicherung; obwohl Ben Wallace auch was hätte (ich weiß; unrealistisch). :mrgreen:

  4. Avatar

    bartek

    Zu Kenyon Martin: TPEs gehen nur für Trades, die Thunder haben aber sowieso noch einen Teil (3,3 Mio) der MLE sowie die Biannual Exception (knapp 2 Mio). (siehe: http://www.hoopsworld.com/oklahoma-city-thunder-team-salary) Nachdem sie noch knapp 10 Mio vom Apron weg sind, wäre es auch vermutlich kein Problem, die MLE voll zu vergeben. Wollten die Thunder also noch die letzten verbliebenen FAs signen, sind sie da noch ziemlich flexibel.
    E: Hier eine Liste der FAs, da wird kaum jemand mehr als das Minimum verlangen können. (http://hoopshype.com/free_agent_rankings.htm) Kenyon Martin wäre vermutlich der einzige, der den Thunder wirklich ein paar Minuten geben könnte, auf SF+kleiner sind sie sowieso dich genug besetzt. Evtl. hoffen sie ja auch wie letztes Jahr bei Fisher wieder auf Buyouts.

    Mein Fehler :oops:

    die TPE mit der BIE verwechselt. Das OKC noch ein Stück der MLE übrig hat wusste ich nicht. Würde wenn es ein Spiel wäre Kenyon Martin für 3Mio holen und Birdman für das Minimum. :mrgreen: Könnte nicht schaden.

    Bin auch mal gespannt ob von Thabeet, wie Daniel Orten, irgendwas kommt :shock:

  5. Hassan Mohamed

    Wie groß schätzt du die Chancen ein Martin zu halten? Weil Martin ist auf jeden Fall ein sehr excellenter Scorer mit sehr ansehnlichen Quoten. Meinst du die Thunder können ihn nach der Saison im MdE Bereich halten können? Und wenn nicht, wie weit werden sie gehen um ihn zu halten?

    Der Marktwert von Kevin Martin sollte eigentlich nicht ausufern. Er wird demnächst 30 und hat in seiner ganzen Karriere bewiesen, dass sein Wert für eine schwache Franchise ziemlich gering ist, sodass eigentlich keine solche Franchise auf die Idee kommen sollte, ihn mit Dollars zu zuschütten. Wieviel genau er verdienen wird, lässt sich aber natürlich schwer sagen.


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