3-on-1 Fastbreak, Oklahoma City Thunder

Die vorzeitigen Vertragsverlängerungen bei den Thunder

3-on-1 Fastbreak #13

Bis zum 31. Oktober hatten die Franchises Zeit, die Verträge der Rookies vorzeitig zu verlängern, die im kommenden Sommer zum ersten Mal in Ihrer Karriere Free Agent geworden wären. Sam Presti, der General Manager der Oklahoma City Thunder, machte gleich zwei Mal Nägel mit Köpfen und verlängerte die Verträge von Guard Victor Oladipo und Center Steven Adams vorzeitig. Während Oladipo, der in der vergangenen Offseason von den Orlando Magic zu den Thunder wechselte, ab der Saison 2017-18 84 Millionen USD für die dann folgenden vier Jahre bekommen wird, wird sein Bigman aus Neuseeland in der gleichen Zeit 100 Millionen USD erhalten.

Haben die Thunder mit diesen vorzeitigen Verlängerungen den richtigen Weg eingeschlagen oder hätte man besser bis zum nächsten Sommer abwarten sollen? Sind die zukünftigen Gehälter überhaupt angemessen? Unsere Redakteure Sebastian Hansen, Sebastian Seidel und Marc Petri haben sich mit diesen Fragen beschäftigt.

Sebastian Hansen: 184 Millionen $ – eine stolze Summe, die sich Thunder-GM Sam Presti die Dienste von Victor Oladipo und Steven Adams für die Jahr 2017-2021 kosten lässt. 100 Millionen bekommt Steven Adams, seit 2014 Starting-Center der Thunder, 84 Millionen Guard Victor Oladipo, der im Juni im Zuge des Ibaka-Trades von Orlando nach Oklahoma wechselte. Beide Spieler wären im nächsten Sommer Restricted Free Agents geworden; die Thunder hätten also bei jedem Angebot eines anderen Teams mitziehen und somit die Spieler halten können.

Im Vorfeld, besonders nach dem Abgang Kevin Durants und der Verlängerung Russell Westbrooks, war eher erwartet worden, dass die Thunder die Verträge ihrer drei Restricted-Free-Agents-in-Spe – neben Oladipo und Adams ist das noch Andre Roberson, der noch keinen neuen Vertrag erhielt – eher nicht vorzeitig verlängern würden. Zu sehr spekulierte man darauf, dass die Thunder im Sommer 2017 versuchen würden, einen dicken Fisch in der Free Agency zu landen; Blake Grifffin und Gordon Hayward wurden immer wieder genannt. Doch Sam Presti bewies einmal mehr, dass er gewillt ist, seinen eigenen Weg zu gehen – und er hat dafür gute Gründe.

Für Presti war es schon immer wichtig, Spieler langfristig an die Franchise zu binden, gerade wenn es um Core-Spieler wie Adams und Oladipo geht. Auf einen Bieterwettstreit um die Dienste der beiden begehrten Youngsters wollte er sich verständlicherweise nicht einlassen, zumal er in Vergangenheit mit der Restricted Free Agency im Fall Enes Kanter schon schlechte Erfahrungen gesammelt hatte. Und auch wenn es angesichts der riesigen Summen komisch erscheint: beide Spieler haben einen Paycut genommen. Sowohl bei Oladipo und Adams war man im Sommer davon ausgegangen, dass sie jeweils einen Maximalvertrag bekommen würden, der je nach tatsächlichem Salary-Cap bei jeweils ca. 106 Millionen $ gelegen hätte. Diese Prognose wäre im nächsten Sommer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch eingetreten, wenn man bedenkt, was für Verträge Spieler wie Allen Crabbe oder Tyler Johnson in diesem Sommer bekommen haben. Der neue Fernsehvertrag macht es möglich. Presti spart durch die Verlängerungen also insgesamt rund 28 Millionen $ – Geld, das er für andere Spieler ausgeben kann – und bindet zwei seiner wichtigsten Spieler über lange Zeit.

Der einzige Nachteil der Verlängerungen: die Thunder verlieren fast jede Möglichkeit, im nächsten Sommer einen Max-Vertrag anbieten zu können. Dabei geht es um die Verlängerung von Steven Adams. Dessen Cap Hold hätte nach den im neuen CBA wahrscheinlich implementierten Regeln (Cap Hold = 300% des Rookie-Salaries für Spieler nach dem vierten Jahr) ca. 10 Millionen Dollar betragen. Die Thunder hätten somit über 10 Millionen Dollar mehr Cap Space gehabt, den sie vor einer Verlängerung von Adams hätten ausgeben können. Victor Oladipos Cap Hold dagegen wäre mit gut 19 Millionen Dollar höher gewesen als sein neuer Vertrag im ersten Jahr wert ist. Diesen Nachteil geht Presti jedoch ein. Zu unattraktiv ist Oklahoma City für Free Agents in den letzten Jahren gewesen, fast nie konnte Presti einen seiner Wunschspieler (bspw. Pau Gasol, Shane Battier oder CJ Miles) davon überzeugen, bei den Thunder zu unterschreiben. Die Sicherheit, Schlüsselspieler langfristig zu binden, ist für ihn wichtiger als die vage Aussicht auf einen Free Agent. Presti wählt den Spatz in der Hand anstatt der Taube auf dem Dach.

Bleibt die Frage, ob die Verträge sportlich gerechtfertigt sind. Beide Spieler haben unbestritten enorm hohes Talent und vor allem Adams hat in den letzten Playoffs bewiesen, dass er einer der drei besten Defensivcenter der Liga werden kann. Adams zeichnete sich in der Offensive zudem als kongenialer Pick-and-Roll-Partner von Superstar Russell Westbrook aus. Oladipo hat dagegen sein Talent bisher lediglich aufblitzen lassen können, beispielsweise gegen Ende der letzten Saison. Doch er gilt jetzt schon als Two-Way-Wing mit riesigem Verbesserungspotential. Auch wenn die Sample-Size für Top-Leistungen der beiden Spieler bisher nicht riesig ist: das Investment in ihre Zukunft und ihr Potential ist absolut richtig, auch in dieser Höhe. Beispiel Adams: der Center ist jetzt schon nicht so viel schlechter als DeAndre Jordan – und der Clippers-Big erhält seit 2015 ca. 20 Millionen Dollar pro Jahr. Mit dem damaligen Salary Cap ist das prozentual ca. das, was Adams jetzt in OKC verdient. Natürlich, die Gehälter sehen zurzeit astronomisch aus, die Fans sind sie noch nicht gewöhnt. Aber die Preise sind jetzt nun mal so – irgendwer hätte beiden Spielern im nächsten Sommer sicher einen Maximalvertrag angeboten. So spart Presti Geld und sichert sich beide Spieler für einen langen Zeitraum. Nachteil ist die aufgegebene Flexibilität, doch die fällt aufgrund der Eigenschaft OKCs als Small Market nicht so sehr ins Gewicht. In der Gesamtabwägung deshalb: alles richtig gemacht.

 

Sebastian Seidel: Durch den astronomischen Fernsehvertrag und dem daraus resultierenden enormen Anstieg des Caps, schossen die Gehälter im letzten Sommer scheinbar unbremsbar in die Höhe. Die Bewertung eines Vertrages gestaltet sich schwierig, da es kaum Maßstäbe gibt. Auch der Querverweis zu anderen Spielern, muss immer mit Vorsicht betrachtet werden. Denn ein schlechter Vertrag kann nicht einen anderen Vertrag rechtfertigen.

Wird der Blick auf den kommenden Sommer geworfen, so fällt auf, dass den Teams verhältnismäßig deutlich weniger Geld unter dem Cap zur Verfügung stehen wird. Dies liegt zum einen daran, dass der Anstieg des Salary Caps vermutlich nur sehr moderat sein wird (von 94 Millionen auf 102 Millionen) und zum anderen daran, dass nahezu jedes Team im letzten Sommer kräftig investiert hat. Nach aktuellem Stand wären nur 7 Teams in der Lage überhaupt einen 25%-Max-Contract anzubieten und das auch nur sollten sie alle Capholds fallen lassen. Auch wenn sich die Payrolls der Teams bis zum nächsten Sommer durch Trades und Optionen mit großer Wahrscheinlichkeit noch ändern werden, deutet dies doch an, dass der Markt an potentiellen Konkurrenten und die absolute Menge an verfügbaren Capspace deutlich kleiner sein wird. Dies ist also der genaue Gegensatz zur letzten Offseason, wo es viel Capspace und viele verschiedene Bieter gab. Dies könnte dazu führen, dass die Verträge im kommenden Sommer etwas moderater sein werden. Das Team mit den Birdrechten kann aufgrund des langfristigen Cap-Anstiegs zwar deutlich über den Cap gehen, wird dies bei einer schwachen Angebotslage in vielen Fällen jedoch nicht müssen.

Vor allem die vorzeitige Vertragsverlängerung von Steven Adams ist für mich deshalb kritisch zu betrachten. Selbst wenn ein Team im Sommer Adams einen Max-Contract angeboten hätte, könnten die Thunder das Offer Sheet matchen und Adams würde über die vier Vertragsjahre insgesamt nur sechs Millionen Dollar mehr verdienen. Die Thunder wären also wenig Risiko eingegangen, wenn sie den Wert von Adams im nächsten Sommer auf dem freien Markt getestet hätten. Zudem schätze ich die spielerische Qualität und das Upside-Potential von Steven Adams auch deutlich geringer ein als Sebastian Hansen. Adams hat sich in den letzten Jahren zu einem absolut soliden Starting Center entwickelt. Vor allem in der Defensive bringt er sehr brauchbare Qualitäten mit sich. Adams bewegt sich solide im Pick&Roll und ist auch nach Switches gegen kleinere Gegenspieler nicht völlig aufgeflogen. Zusätzlich kann er den ein oder anderen Abschluss am Ring verändern, auch wenn seine Ringbeschützerqualitäten noch deutlich von einem wirklich elitären Niveau entfernt sind. In der Offensive hat Adams seine Qualitäten als Offensivrebounder, Blocksteller und Roll-Man und wird durch den Abgang von Ibaka sicherlich noch häufiger im Pick&Roll mit Westbrook eingesetzt. In meinen Augen wird Adams mit diesem Skillset aber auch immer ein klassischer Rollenspieler bleiben. Eine Entwicklung zu einem der besten drei Defensivcenter finde ich ebenfalls relativ unwahrscheinlich. Zusammenfassend halte ich weder den Zeitpunkt noch die Höhe des Vertrages von Adams für richtig.

Das Vorgehen des Managements bei Victor Oladipo finde ich deutlich nachvollziehbarer. Wie Sebastian Hansen schon richtig darstellt, hätte ein Abwarten auf die Free Agency 2017 den Thunder keine zusätzliche Flexibilität gegeben. Zudem ist der Vertrag deutlich weiter von einem Max-Contract entfernt. Sollte im Sommer also ein Team tatsächlich auf die Idee kommen Oladipo einen Maximalvertrag anzubieten, dann müssten die Thunder, über die vier Vertragsjahre, Oladipo 22 Millionen Dollar mehr auszahlen. Aus den oben genannten Gründen empfinde ich dieses Szenario auch hier unwahrscheinlich, die finanziellen Folgen wären jedoch deutlich fataler als bei Adams.
Zudem glaube ich, dass Oladipo noch ein größeres Upside in seinem Spiel hat. Sein Wurf hat definitiv noch Potential und auch sein Playmaking und seine Wurfauswahl sollten sich noch verbessern.

Abschließend möchte ich noch festhalten, dass ich es auch richtig finde einen jungen Spieler wie Adams langfristig an sich zu binden, notfalls auch zum Maximalvertrag. Nur denke ich, dass der Preis auf dem freien Markt im nächsten Sommer deutlich billiger geworden wäre.

Marc Petri: Die Intention auch in Zukunft auf Steven Adams und Victor Oladipo zu setzen ist richtig, hier dürfte es eigentlich keine zweite Meinung geben. Beide sind schon jetzt absolute Leistungsträger, bieten zudem aber noch genügend Upside, um in Zukunft noch größeren, positiven Impact zu generieren. Gerade Steven Adams machte in der vergangenen Saison einen großen Schritt nach vorne und gilt als ein Center, der in den kommenden Jahren einen großen, positiven Einfluss auf beiden Seiten des Courts haben wird. Offensiv harmoniert er sehr gut im Pick and Roll mit Russell Westbrook, zudem stellt er offensichtlich gute Screens, die es den Ballhandlern der Thunder immer wieder erlaubt entweder selbst zum Korb zu ziehen oder freie Spot-up-Schützen zu finden. Defensiv beschützt er den Korb und ist zudem mobil genug, um im Pick and Roll auf den Ballhandler zu switchen. Seine positive Entwicklung war einer der Hauptgründe dafür, dass man sich in der vergangen Offseason von Serge Ibaka trennte um Victor Oladipo zu verpflichten. Hier wurde – auch wegen dem genannten Gegenwert – früh deutlich, dass man langfristig mit Oladipo planen wird.

Im Gegensatz zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung hätte man im kommenden Sommer beiden Spielern ein Arbeitspapier über fünf Jahre ausstellen können und da gerade bei Steven Adams die Frage ist, wie viele Teams im kommenden Sommer auf der Suche nach einem Center sein werden, hätte man hier durch eine Streckung des Vertragszeitraums eine Verminderung des Einstiegsgehalts bewirken können. Hätte es für Adams, der sich offensichtlich auch sehr stark mit den Thunder identifiziert, eine Alternative zu einem Vertrag gegeben, der ihm 110 Millionen über fünf Jahre einbringt? Vermutlich nicht. Sein Einstiegsgehalt in einem solchen Szenario hätte bei knapp 19 Mio. USD gelegen. Aktuell wird vermutet, dass der Caphold für auslaufende Rookie-Verträge bei 300 Prozent des letzten Gehalts liegen wird, im Fall von Steven Adams würde er somit bis zum Vertragsabschluss knapp unter 10 Mio. USD blockieren. Es wird deutlich: Diese vorzeitige Vertragsverlängerung nimmt den Thunder einiges an Flexibilität im kommenden Sommer. Gerade weil sein nun neu-verhandeltes Einstiegsgehalt für 2017-18 nicht weit von einem Max-Angebot entfernt ist, hätte man hier meiner Meinung nach aktuell noch nicht handeln sollen.

Im Fall von Oladipo schließe ich mich der Meinung meiner Kollegen an. Da sich in seinem Fall der prognostizierte Caphold und der neue Vertrag die Waage halten und zudem davon auszugehen ist, dass es in der kommenden Saison einen größeren Markt für Ballhandler und Wings geben wird, scheint der hier von Presti gegangene Weg logisch.

Abschließend stelle ich fest, dass sowohl Victor Oladipo als auch Steven Adams so gut bzw. talentiert sind, dass es sich verbietet von einer schlechten Entscheidung zu sprechen, Sam Presti setzt sich mit der verminderten Flexibilität in der kommenden Free Agency  jedoch selbst unter Druck und muss das Team nun auf anderem Wege verstärken. Denn trotz dem guten Start in die neue Saison gibt es im Team der Thunder (gerade offensiv) noch zu viele Fragezeichen um, sowohl in dieser Saison als auch mittelfristig, eine übergeordnete Rolle im Westen zu spielen.

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18 comments

  1. kdurant35

    Das Oladipos Vertrag der Flexibilität deutlich weniger schadet ist klar.

    Trotzdem find ich das ganze derzeit noch sehr schwer zu beurteilen ohne das neue CBA zu kennen.
    Angeblich sollen rFAs bereits im Moratorium einen Vertrag unterzeichnen können. Die zentrale Frage für mich ist was dann mit dem Caphold passiert. Wenn die Frist zum matchen dann ebenfalls vor der offiziellen FA ausläuft würde ja mit Ende des Moratoriums bereits ein Vertrag bestehen und die Capholds wären hinfällig. Dann wäre der Dealfür Adams z.B. ganz anders zu bewerten. Denn das Risiko das er dann einen frühen max offer sheet mit allen erschwernissen bekommen könnte wäre hoch. Das ist für mich der Knackpunkt bei allen Kalkulationen mit den Capholds.

  2. Simon

    Trotzdem find ich das ganze derzeit noch sehr schwer zu beurteilen ohne das neue CBA zu kennen.
    Angeblich sollen rFAs bereits im Moratorium einen Vertrag unterzeichnen können. Die zentrale Frage für mich ist was dann mit dem Caphold passiert. Wenn die Frist zum matchen dann ebenfalls vor der offiziellen FA ausläuft würde ja mit Ende des Moratoriums bereits ein Vertrag bestehen und die Capholds wären hinfällig. Dann wäre der Dealfür Adams z.B. ganz anders zu bewerten. Denn das Risiko das er dann einen frühen max offer sheet mit allen erschwernissen bekommen könnte wäre hoch. Das ist für mich der Knackpunkt bei allen Kalkulationen mit den Capholds.

    Das sehe ich auch so und bin deswegen eher bei Sebastian H. Ohne das neue CBA zu kennen, lässt sich das ganze zwar nicht wirklich bewerten. Aber ich halte es für wahrscheinlicher, dass die beiden Verlängerungen mit den neuen Regelungen noch besser aussehen. Ob der niedrige Caphold am Ende wirklich in der Free Agency hilft, ist unklar. Und Adams würde mit ziemlicher Sicherheit einen Max-Vertrag angeboten bekommen. Der Markt ist zwar nicht mehr so aufgebläht wie in diesem Sommer, aber das Angebot an guten Big Men ist auch winzig. Die gleichzeitigen Verlängerungen von Gobert, Dieng, Zeller und Adams rechtfertigen sich damit gegenseitig. So gibt es im kommenden Sommer kaum ordentliche Bigs auf dem Markt. Monroe, Griffin und Millsap mit Player Options; Noel, Mason Plumlee und Olynyk sind restricted; unrestricted sind die besten noch Ibaka, Bogut, Randolph, Amir Johnson… Da bekommt Adams doch mit großer Wahrscheinlichkeit seine 106 Millionen. Und dann evtl. mit Player Option im 4. Jahr und den üblichen schmutzigen Details. Und ob er dann lieber 110 Millionen für 5 Jahre unterschreibt als 106 für 4 Jahre inkl. Option…

    Und wie kdurant schon angedeutet hat: ein solches Offer Sheet könnte möglicherweise zu Beginn des Moratoriums kommen. Dann muss man schlimmstenfalls innerhalb von 48 Stunden reagieren. Ich finde es insgesamt richtig, dieses Risiko nicht einzugehen.

    Oladipo ist zu diesem Preis ein Schnäppchen. Ich bin zwar bisher kein großer Fan von seinem Spiel und finde, dass er nach aktuellem Stand selbst diese Verlängerung nicht ganz rechtfertigt. Aber auch er hätte möglicherweise sogar ein Max-Angebot bekommen (Brooklyn?!). Und er ist immer noch jung genug, um auf eine positive Entwicklung zu hoffen. Und selbst wenn er in den nächsten 1 bis 2 Jahren immer noch keine Dreier trifft, kann man ihn mit diesem Gehalt bestimmt ohne große Probleme traden. Außerdem hätte OKC auch hier im kommenden Sommer keine Alternative in der Free Agency. Hinter Hayward sind die besten Optionen (wenn ich gerade niemanden vergesse) Redick, Tony Allen und Tyreke Evans. Da hätte Presti alles matchen müssen. Oder dauerhaft mit Roberson, Abrines, Singler und Huestis auf dem Flügel zufrieden sein.

  3. Sebastian Seidel

    Und Adams würde mit ziemlicher Sicherheit einen Max-Vertrag angeboten bekommen. Der Markt ist zwar nicht mehr so aufgebläht wie in diesem Sommer, aber das Angebot an guten Big Men ist auch winzig.

    Es ist richtig, dass in diesem Sommer wenig Bigs FA werden. Aber dies bedeutet gleichzeitig auch, dass viele Bigs schon/noch unter Vertrag stehen. Ich sehe einfach keine Teams, die Capspace und Bedarf auf der Center-Position haben. Vor allem die Teams, die den Capspace vielleicht hätten sind auf den großen Positionen schon exzellent aufgestellt.

    Die gleichzeitigen Verlängerungen von Gobert, Dieng, Zeller und Adams rechtfertigen sich damit gegenseitig. So gibt es im kommenden Sommer kaum ordentliche Bigs auf dem Markt. Monroe, Griffin und Millsap mit Player Options; Noel, Mason Plumlee und Olynyk sind restricted; unrestricted sind die besten noch Ibaka, Bogut, Randolph, Amir Johnson… Da bekommt Adams doch mit großer Wahrscheinlichkeit seine 106 Millionen. Und dann evtl. mit Player Option im 4. Jahr und den üblichen schmutzigen Details. Und ob er dann lieber 110 Millionen für 5 Jahre unterschreibt als 106 für 4 Jahre inkl. Option…

    Wie gesagt: Ich halte sowohl die Wahrscheinlichkeit für deutlich geringer und selbst wenn der Fall eingetreten wäre, dann ist der Unterschied von 100 auf 106 Mio halt minimal.

  4. Fabian Thewes

    Es ist richtig, dass in diesem Sommer wenig Bigs FA werden. Aber dies bedeutet gleichzeitig auch, dass viele Bigs schon/noch unter Vertrag stehen. Ich sehe einfach keine Teams, die Capspace und Bedarf auf der Center-Position haben. Vor allem die Teams, die den Capspace vielleicht hätten sind auf den großen Positionen schon exzellent aufgestellt.

    Wir beide hatten darüber schon an anderer Stelle diskutiert, aber ich sehe schon Teams, die Adams ein Max-Angebot machen könnten. An erster Stelle wären natürlich die Nets zu nennen, obgleich sie Brook Lopez haben, da das Roster der Nets dringend Talent auf jeglicher Position bedarf. Außerdem wäre eine Kombination aus Lopez, der einen soliden Wurf hat, und Adams denkbar. Ein andere Möglichkeit wären die Celtics, die momentan Horford/Johnson starten lassen. Eine Kombi aus Horford und Adams sollte sich aus meiner Sicht sehr gut ergänzen. Ein dritter Interessent könnten die Suns sein, die momentan noch Tyson Chandler auf der 5 haben. Dieser möchte aber vielleicht wieder in einem Playoffteam spielen; oder er würde die Rolle des Backup-Bigs ausfüllen. Sonst haben die Suns auf der 5 nur Len. Insofern besteht dort sicherlich Bedarf, je nachdem was mit Chandler passiert. Ich würde nicht ausschließen, dass Chandler nächste Saison nicht mehr bei den Suns spielt.

  5. kdurant35

    Ich hab eigentlich auch keinen Zweifel daran das Adams als FA einen Max bekommen würde.

    Nets gaben selbst Crabbe einen. Dallas, Phoenix, NNOsind ebenfalls Kandidaten. Vielleicht auch Chicago. Würde eher auf ihn als auf Lopez setzten.

  6. Sebastian Seidel

    Ich hab eigentlich auch keinen Zweifel daran das Adams als FA einen Max bekommen würde.

    Nets gaben selbst Crabbe einen. Dallas, Phoenix, NNOsind ebenfalls Kandidaten. Vielleicht auch Chicago. Würde eher auf ihn als auf Lopez setzten.

    Crabbe hat doch keinen Max bekommen?!? Von 75/4 zu Max ist schon noch ein Unterschied. New Orleans müsste alle Capholds fallen lassen, damit man 3 klassische Center (Adams, Asik, Ajnca) +AD hat und dafür keinen vernünftigen Guard mehr. Bei Chicago, Phoenix und Nets müssten erst Trades passieren, was für mich nicht wirklich wahrscheinliche Szenarien sind.

  7. kdurant35

    Wieso müssen da Trades her. Nets und Suns dürften das so hinbekommen. NO kommt es drauf an was mit Holiday und Evans passiert. Ansonsten könnte das auch so funktionieren. Hab die genauen Zahlen aber grad nicht hier. Bulls kommt drauf an was mit Wade und Rondo passiert. Die könnten auch Max haben. Wer das nachher genau hat ist jetzt natürlich schwer zu beurteilen. Aber es gibt mmn genug Optionen das dieses Risiko durchaus sehr groß ist. Ein Team mit Maxangebot reicht ja aus.

  8. Sebastian Seidel

    Wieso müssen da Trades her. Nets und Suns dürften das so hinbekommen. NO kommt es drauf an was mit Holiday und Evans passiert. Ansonsten könnte das auch so funktionieren. Hab die genauen Zahlen aber grad nicht hier. Bulls kommt drauf an was mit Wade und Rondo passiert. Die könnten auch Max haben. Wer das nachher genau hat ist jetzt natürlich schwer zu beurteilen. Aber es gibt mmn genug Optionen das dieses Risiko durchaus sehr groß ist. Ein Team mit Maxangebot reicht ja aus.

    Wieso sollten Suns und Nets einen Center einen Max-Contract geben, solange sie noch einen Starting-Center unter Vertrag haben und sie auch andere Baustellen im Kader haben, an denen man arbeiten kann. Normalerweise versucht ein Team sich zu verbessern, in dem es an den Teamneeds arbeitet. Ich sehe aktuell nicht, dass die Suns unbedingt einen Rim-Protector brauchen und auch nicht, dass die Nets einen Center brauchen.
    Gleiches Bild bei den Bulls, wenn ich schon Lopez, Gibson und Portis unter Vertrag habe, dann ist das nicht meine erste Baustelle.
    Auch im Fall der Pelicans. Wenn ich Holiday und Evans nicht halten möchte und die Capholds fallen lasse, dann hole ich mir Ballhandler von dem Capspace und versuche nicht einen Spieler zu bekommen, der nicht die Schwächen meines Kaders beseitigt.

    Ihr fangt an dem Punkt an, wo könnte Adams tendentiell irgendwo unterkommen. Das ist aber nicht die Denkweise der Franchise. Die Franchise denkt: “was benötige ich, um mich zu verbessern.” Bei keinem dieser Teams ist die Center-Position aktuell eine dringende Baustelle. Warum sollten sie ihren Cap dann nutzen, um Adams signen zu wollen?

  9. Fabian Thewes

    Wie sicher bist du dir, dass sich bei den Celtics, Nets, Suns, Nets, Pelicans, Mavericks (Bogut läuft aus!) nächste Saison kein Platz auf der 5 wäre? Gerade die Dallas Mavericks könnten Adams richtig interessant finden (waren ja auch schonmal nah dran D-Jordan zu verpflichten). Dazu müsste man einfach nur die Teamoption für Dirk nicht ziehen.

  10. Sebastian Seidel

    Wie sicher bist du dir, dass sich bei den Celtics, Nets, Suns, Nets, Pelicans, Mavericks (Bogut läuft aus!) nächste Saison kein Platz auf der 5 wäre? Gerade die Dallas Mavericks könnten Adams richtig interessant finden (waren ja auch schonmal nah dran D-Jordan zu verpflichten). Dazu müsste man einfach nur die Teamoption für Dirk nicht ziehen.

    Nochmal. Ich behaupte, dass es andere Baustellen gibt an welchen die meisten dieser Teams arbeiten müssen. Wieso sollte ich Adams priorisieren, wenn ich ganz andere Probleme habe. Celtics könnten sicherlich eher nen Spieler gebrauchen, der das Shooting verbessert, als einen guten Verteidiger.

    Um es nochmal konkret am Beispiel der Pelicans zu machen:

    Die einzigen Guards, welche ich im nächsten Sommer unter Vertrag habe sind Tim Frazier und Buddy Hield. Falls ich die Capholds von Evans und Holiday fallen lasse, dann nutze ich diesen Capspace doch um einen Ballhandler zu verpflichten, der dieses deutliche Loch in meinem Kader stopft oder nicht? Warum sollte ich davon einen Center holen?

    Mavs habe ich bewusst nichts gegen gesagt. Wäre sicherlich keine sinnlose Aquisition, gerade das Alter spricht im Vergleich zu Bogut auch für Adams

  11. kdurant35

    Da z.b. Denver, Philly oder Minny in meiner Liste fehlen hab ich nicht nur die Teams mit Capspace aufgelistet. Bei jedem vorherigen der Teams sehe ich ein Loch auf C.

    Nets sind im Wiederaufbau und Lopez 18 FA. Im Gegensatz zu ihm wäre Adams ein Baustein für die Zukunft. Suns sieht es ähnlich aus. Wenn die in den Rebuild gehen dann ist Chandler auch keine Lösung. Und wenn ich Adams statt Len bezahlen dürfte würde ich das sofort tun.
    Dallas ist selbsterklärend.
    NO seh ich ebenfalls ein Problem auf der 5. Gerade wenn man AD da nicht so oft einsetzen will. Auf PG würde ohne Holiday sicher ebenfalls ein Loch klaffen. Aber es wird 2017 wohl ein PG Draft. Gut möglich das man sich da lieber von einem verletzungsanfälligem PG trennt wenns beim Draft passt.
    Uns wie die Zukunft der Bulls ab 17 aussieht steht mmn vollkommen in den Sternen.

  12. Sebastian Seidel

    Da z.b. Denver, Philly oder Minny in meiner Liste fehlen hab ich nicht nur die Teams mit Capspace aufgelistet. Bei jedem vorherigen der Teams sehe ich ein Loch auf C.

    Nets sind im Wiederaufbau und Lopez 18 FA. Im Gegensatz zu ihm wäre Adams ein Baustein für die Zukunft.

    Die Nets kann man nicht als klassisches Rebuildteam betrachten. Es macht keinen Sinn, meinen besten Spieler wegzutraden, wenn ich keinen guten Pick dadurch bekomme. Auch das Vorgehen in der letzten FA war darauf ausgelegt, Flügelspieler und Ballhandler unter Vertrag zu nehmen. Nach einer Alternative für Lopez hat man nicht gesucht.

    Suns sieht es ähnlich aus. Wenn die in den Rebuild gehen dann ist Chandler auch keine Lösung. Und wenn ich Adams statt Len bezahlen dürfte würde ich das sofort tun.

    Also muss da doch ein Trade kommen damit das Sinn macht?^^
    Und wenn Sarver nicht rebuilden will? Wäre in den letzten Jahren öfter sinnvoll gewesen, die Vets wegzutraden und zu rebuilden. Gemacht hat man es dennoch nie ;)
    Ich würde Adams mit einem Max nicht unbedingt Len mit einem sehr billigen Vertrag vorziehen.

    NO seh ich ebenfalls ein Problem auf der 5. Gerade wenn man AD da nicht so oft einsetzen will. Auf PG würde ohne Holiday sicher ebenfalls ein Loch klaffen. Aber es wird 2017 wohl ein PG Draft. Gut möglich das man sich da lieber von einem verletzungsanfälligem PG trennt wenns beim Draft passt.
    Uns wie die Zukunft der Bulls ab 17 aussieht steht mmn vollkommen in den Sternen.

    Die 5 ist vllt nicht optimal besetzt mit Asik, Ajinca, Davis – aber die Ballhandlerposition wäre katastrophal besetzt.

    Und nochmal: Das Risiko wäre im Endeffekt, dass Adams eventuell 6Mio über 4 Jahre mehr bekommt, wenn man abgewartet hätte. Das ist ein Risiko, was ich in jedem Fall tolerieren würde.

  13. Sebastian Hansen

    Und nochmal: Das Risiko wäre im Endeffekt, dass Adams eventuell 6Mio über 4 Jahre mehr bekommt, wenn man abgewartet hätte. Das ist ein Risiko, was ich in jedem Fall tolerieren würde.

    Plus halt so Dreck wie Player Option, Trade Kicker usw. Damit hat Presti im Fall Kanter schlechte Erfahrungen gemacht und das ists mir bei Adams wert, dass sowas nicht kommt.

  14. Sebastian Seidel

    Und nochmal: Das Risiko wäre im Endeffekt, dass Adams eventuell 6Mio über 4 Jahre mehr bekommt, wenn man abgewartet hätte. Das ist ein Risiko, was ich in jedem Fall tolerieren würde.

    Plus halt so Dreck wie Player Option, Trade Kicker usw. Damit hat Presti im Fall Kanter schlechte Erfahrungen gemacht und das ists mir bei Adams wert, dass sowas nicht kommt.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich dachte bisher, dass trade kicker bei max-contracts nicht möglich sind. Darf doch das max salary nicht übersteigen oder?

  15. kdurant35

    @Sebastian Seidel

    Mir gehts darum, dass ein Team reicht um ihm einen Max plus poison pills zu verabreichen. Und da sehe ich durchaus ein großes Risiko.
    Und die 6 Mio sind nach derzeitigen Prognosen schon 8 und können weiter steigen.
    Im letzten Jahr wurde im November noch mit 89 Mio Salary Cap spekuliert. 2014 waren es im November ca. 66 Mio. In der FA wurde daraus später 94 bzw 70. Keiner weiß wo der Cap 2017 wirklich liegt. Dazu ist auch meines Wissens unklar wie die Regelung mit der Ligazugehörigkeit sein soll. Gibt es die heutige 25-35% Regelung noch wie im alten CBA?
    Wie ich bereits in meinem ersten Kommtar schrieb bin ich auch nicht unbedingt ein Befürworter des Deals. Aber nach heutigem Kenntnisstand kann ich ihn einfach schwer beurteilen. Und bei den ganzen Unklarheiten kann ich OKC dann doch verstehen. Man geht halt auf Nummer sicher. Wenn zukünftig mehr Details bekannt werden ist eine Einschätzung sicher leichter.

  16. kdurant35

    Tradekicker sind möglich. Greifen aber nur wenn der Maxvertrag zum Zeitpunkt des Trades höher ist als das Gehalt des Spielers

  17. Julian Lage

    Tradekicker sind möglich. Greifen aber nur wenn der Maxvertrag zum Zeitpunkt des Trades höher ist als das Gehalt des Spielers

    Was aber zur Zeit eher die Regel als die Ausnahme ist durch den TV-Deal. Außerdem greift ja nach Jahr 6 auch das höhere Maximum, was ja an sich auch einen Kicker erlauben sollte.


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