Dallas Mavericks, Oklahoma City Thunder, Playoffs

Turning Point

Bis Donnerstag Nacht gewannen Dallas Mavericks sieben Playoffspiele in Folge. Nach dem wohl überraschenden Sieg der Oklahoma City Thunder ist diese beeindruckende Serie nun Geschichte und man fragt sich, in welche Richtung sich diese Serie entwickeln wird. Können die Thunder jetzt die Kontrolle über die Serie übernehmen oder war die erste Playoffheimniederlage der Dallas Mavericks nur ein böser Ausrutscher, der nicht wieder vorkommt? Um dies zu bewerten, schauen wir uns an, wie die Thunder es überhaupt geschafft haben, die Mavericks zu schlagen.

Die ersten zehn Minuten

In den ersten knapp zehn Minuten ging das Spiel so weiter wie Spiel 1 beendet wurde: Die Dallas Mavericks dominierten die Thunder. Sie trafen ihre 3er, Kidd glänzte als Vorbereiter, Dirk Nowitzki machte nebenbei seine 6 Punkte. Im Gegensatz dazu lief bei den Thunder (defensiv und offensiv) wenig zusammen. Schön zu sehen an der Tatsache, dass Coach Scott Brooks innerhalb von etwas mehr als einer Minute gleich zwei Auszeiten nahm, als die Thunder Jason Kidd zwei erfolgreiche Alley Oop-Anspiele auf Tyson Chandler schenkten. Nach einem erfolgreichen Dreipunktewurf von Peja Stojakovic führten die Mavericks mit neun Punkten, 26:17. Die Dallas Mavericks waren ohne Frage auf Kurs zum zweiten Sieg im zweiten Spiel. Scott Brooks  wechselte dann den keineswegs schlechten Russell Westbrook aus und brachte Backup-Pointguard Eric Maynor; ein eigentlich ganz normaler Wechsel, der bei den Thunder immer am Ende des ersten Viertels stattfindet.

Brooks’ Adjustments

Dieser Wechsel sollte sich jedoch schnell als exzellente Entscheidung von Scott Brooks herausstellen. Die Thunder kämpften sich zurück in die Partie und führten nach einem 23:9 Lauf wenige Minuten später plötzlich mit fünf Punkten. Diese Entscheidung von Scott Brooks sollte nicht die einzig richtige in dieser Partie bleiben. Gregg Doyel von CBSSports.com schrieb am Freitag, dass Scott Brooks der “MVP” der Thunder gewesen sei. Welche Adjustmens vom Coach der Thunder dafür sorgten, dass diese Ansicht richtig ist, wird im Folgenden besprochen:

1. Verteidigung gegen Dirk Nowitzki

48 Punkte aus nur 15 Würfen und 24 getroffenen Freiwürfen. Effizienter geht es kaum. Wenn ein Spieler eines gegnerischen Teams so ein unglaubliches Spiel hat, ist es wohl fast unmöglich, eine Partie für sich zu entscheiden. So auch für die Thunder. In Spiel 1 versuchten sie Dirk Nowitzki Eins gegen Eins zu verteidigen und das ging gründlich daneben. Dirk Nowitzki hatte keine Probleme, seine Sweetspots zu erreichen. Sie foulten Dirk viel zu häufig, auch weil sie versuchten, ihm den Ball aus der Hand zu schlagen. Bei einem so guten Freiwerfer und Ballhandler wie Nowitzki ist das ohne Frage tödlich. Einzig Nick Collison stellte sich gegen den großen Blonden besser an (dass er +7 in seiner Einsatzzeit war, überrascht dann nicht), und gerade dieser Collison nahm am Donnerstag eine Schlüsselrolle in der Verteidigung gegen Dirk Nowitzki ein.

Der von Scott Brooks ausgerufene Gameplan sah vor, dass man das Anspiel auf Dirk unter allen Umständen verhindern soll. Dies gelang am Donnerstag die ersten drei Viertel exzellent, denn Nowitzki nahm bis zum vierten Viertel nur sieben Würfe. Die Thunder schafften esm die Anspiele auf Dirk zu verhindern, indem man ihn gefronted hat oder er sogar gedoppelt wurde, bevor er den Ball überhaupt bekam. Nick Collison erkämpfte sich gegen Dirk einige Male günstige Verteidigungspositionen, um Dirk Nowitzkis “Sweet Spots” zu blockieren. Weniger Abschlüsse als in Spiel 1 waren die Folge, welches sich auch statistisch belegen lässt. Während in der ersten Partie Dirk Nowitzki 32.1% der Ballbesitze von Dallas direkt selbst abschloss, waren es in Spiel 2 “nur” noch 28.5%, obwohl er im letzten Viertel noch 16 Punkte machte und zehn Würfe nahm. Zwar agierte Nowitzki wieder gewohnt effizient (133 Punkte auf 100 Ballbesitze), doch waren die Werte nicht mehr so irreal wie in Spiel 1 (damals 185 Punkte pro 100 Ballbesitze). Ein Grund dafür ist auch, dass Dirk Nowitzki nicht so viele Freiwürfe zugesprochen bekam wie noch in Spiel 1. Die Thunder versuchten mehr, seine Würfe zu contesten und ihn weniger zu attackieren. Zehn Freiwürfe sind immernoch noch zu viel, aber eine positive Entwicklung ist sichtbar.

2. Smallball im vierten Viertel

Scott Brooks startete das letzte Viertel (Stand 77:76 für die Thunder) mit der Lineup Maynor/Cook/Harden/Durant/Collison und ließ diese bis kurz vor Schluss auf dem Feld. Das Schöne an dieser Formation ist, dass sie die Zone der Dallas Mavericks, die diese zwischendurch immer wieder auspackten, auseinandernehmen kann, weil so viele Shooter auf dem Feld sind. Die Thunder erzielten, angeführt von Eric Maynor und James Harden, 29 Punkte im letzten Viertel. Defensiv sah die Aufteilung so aus, dass zunächst Kevin Durant Dirk Nowitzki verteidigte (mit Hilfe in Form von Doppeln von Collison). Nachdem dieser jedoch von Barea sein viertes Foul angehängt bekam, ließ Coach Brooks Durant und Collison die Gegenspieler switchen. Durant sollte jetzt den offensiv limiterten Haywood verteidigen, während Collison Dirk Nowitzki versuchte zu verteidigen.

Selbst als Tyson Chandler von Rick Carlisle eingewechselt wurde, änderte Brooks die Zuteilungen nicht. Die Dallas Mavericks machten gar keine Versuche, Kapital aus diesen Mismatch Tyson Chadler / Kevin Durant zu schlagen. Vielleicht kommt OKC auch zu Gute, dass Chandler nachweislich keine Lowpost-Option ist. Als langer, athletischer Spieler macht er seine Punkte meist “nur” nach Alley Oop-Anspielen oder Offensivrebounds. Der Ball ging jedoch fast nur zu Dirk und bei Fehlwürfen schaffte es Durant, Tyson Chandler auszublocken. So konnte man das ganze Viertel über offensiv von Smallball profitieren ohne defensiv auf verlorenem Posten zu sein. Zwar drehte Dirk gegen Collison und Durant im vierten (endlich?) auf, jedoch kam vom Rest nur noch wenig. In Anbetracht der defensiven Probleme gegen die Lineup der Thunder reichte das dann nicht.

3. Eric Maynor für Westbrook

Wie ich oben bereits andeutete: Dies war der Schlüsselwechsel der Partie. Als Ende des dritten Viertels wieder der obligatorische Wechsel Maynor zu Westbrook stattfand, konnte wohl niemand damit rechnen, dass Russell Westbrook nicht wieder das Feld als Spieler betreten würde. Normalerweise kommt Westbrook irgendwann in den ersten sechs Minuten des Viertels zurück ins Spiel, doch Scott Brooks ließ weiterhin Maynor spielen. Warum? Die Lineup Maynor/Cook/Harden/Durant/Collison (siehe unter Punkt 2.) funktionierte einfach. Dabei sollte man beachten, dass Westbrook keineswegs so schlecht in der Partie war. Man könnte sagen, dass es keine Entscheidung gegen Russell Westbrook, sondern für Eric Maynor war. Coach Brooks bestätigte dies:

“The decision, really, was (because) Eric was playing well. It had nothing to do with Russell. Eric was playing good basketball, solid basketball for us. We were increasing the lead.”

Interessant ist diese Entscheidung auch, wenn man sich Teile der Halbzeitansprache von Scott Brooks anschaut (an dieser Stelle Danke an die Kollegen von dailythunder.com):

Er sagt am Ende ganz deutlich: “Every one of you guys has it in you. I would not put you on the floor if I didn’t think you could do the job.”

Er vertraute im letzten Spielabschnitt Eric Maynor, die gefordeten Aufgaben zu bewältigen, also ließ er ihn auf dem Feld. Es liegt wohl ziemlich nahe, dass dieser Schachzug auch die Dallas Mavericks ziemlich überraschte. Wäre es in die Hose gegangen, hätte die ganze Welt Scott Brooks kritisiert und zum Sündenbock gemacht, denn wer setzt einen All-NBA-2nd-Team-Spieler auf die Bank, wenn die Curnchtime anfängt? So aber überzeugte der 23-jährige Maynor auf ganzer Linie und Scott Brooks wurde für diesen Mut und dieses konsquente In-Game-Coaching belohnt.
Kommen wir zum nächsten Punkt:

4. Konsequentes Attackieren von JJ Barea

JJ Barea erwischte offensiv abermals einen guten Tag und erzielte am Donnerstag nach seinen 21 Punkten in Spiel 1 immerhin 11 Punkte (darunter 3-5 von Downtown). Dass der etwas “kleinwüchsige” Energizer der Mavericks heiß laufen kann, weiß mittlerweile jeder in der NBA.

Jedoch muss es das Ziel des gegnerischen Teams sein, dass er hinten mindestens so viel kassiert, wie er vorne macht – und das gelang den Thunder ziemlich gut, indem sie ihn immer wieder konsequent attackierten. Insgesamt 19 Punkte erzielten die Thunder, wenn Barea attackiert beziehunsweise ein Abschluss gegen ihn versucht wurde. Barea ist defensiv ein riesiges Mismatch zugunsten der Oklahoma City Thunder, das konnte man deutlich sehen. Sei es durch schlechte Pick & Roll Defense, schlechtes Ausblocken beim Rebound, den Shootern zu viel Platz lassen oder die Tatsache, dass Barea seinen Gegenspieler nicht vor sich halten kann. Diese 19 Punkte kamen übrigens durch 11 Angriffe zustande. Das bedeutet, Barea ließ selbst mehr als 171 Punkte pro 100 Possessions zu, wenn er attackiert wurde. Gerade Maynor spielte das ein oder andere Mal Katz und Maus mit den Puerto Ricaner (9 Punkte gegen Barea). Da überrascht es auch nicht, dass die Mavericks mit Barea auf dem Feld mit -12 im Hintertreffen waren (schlechtester Wert aller Spieler der Dallas Mavericks) und Eric Maynor auf Seiten der Thunder den besten Werte hatte (+18).

Gespannt darf man sein, wie es jetzt mit Barea weitergeht. Er wird nicht immer so tolle Quoten wie in Spiel 1 oder Spiel 2 auflegen. Falls es Brooks wie in Spiel 2 schafft, ihn defensiv konstant in Bedrängnis zu bringen, könnten die Thunder weiterhin Kapital aus diesem Mismatch schlagen.

Der Wendepunkt?

Was nimmt man aus Spiel 2 mit?  Die Thunder können Dirk Nowitzki jedenfalls nicht stoppen. Ein wenig limitieren (insbesondere weniger Touches forcieren), so dass auch seine Mitspieler mehr bringen müssen, ist jedoch durchaus möglich. OKC hat in Spiel 2 gemerkt, welche Adjustments gegen Dallas unter Umständen funktionieren können. Smallball scheint gegen einen Nowitzki/Chandler Frontcourt defensiv weniger Probleme zu haben als gedacht, während die Thunder offensiv von den Shootern profitieren können. Barea ist offensichtlich ein Mismatch zugunsten der Thunder, das ausgenutzt werden muss.

Zwei Dinge fallen noch besonders auf:

Erstens: Bis zur Thunderserie gewannen die Mavericks fast immer die letzten Viertel einer Partie. In beiden bisherigen Spielen entschieden jedoch die Thunder jeweils den letzten Spielabschnitt für sich. Ein Zeichen dafür, dass die Thunder gegen Ende der Partie doch besser agieren als bisher angenommen?

Zweitens: Aus Sicht der Mavs bereitet die Defense Sorgen. In beiden Partien ließ man jeweils über 124 Punkte pro 100 Possessions zu, ein miserabler Wert.  Die Thunder haben mit Westbrook, Maynor, Harden und Durant ihre Stärken am Perimeter. Kidd, Terry, Barea, Stevenson oder Marion schaffen es noch nicht, die gegnerischen Guards und Wings zu limiteren. Gerade von Shawn Marion wurde deutlich mehr erwartet, doch ist er momentan außerstande Durants Kreise in irgendeiner Form zu beschränken (Stevenson machte diesbezüglich noch den besten Job).

Spannend wird sicherlich, wie Russell Westbrook mit der (harten) Entscheidung umgehen wird. Ich erwarte heute Nacht jedenfalls ein großartiges Spiel von ihm.

War die Niederlage ein Ausrutscher? Ich denke nicht. Man verteidigt ähnlich schlecht wie in Spiel 1, machte offensiv zwar eine gute, jedoch keine überragende Partie. Der Schlüssel der Mavericks ist offensichtlich die Verteidigung. So lange die Mavericks diese Defensivprobleme nicht abstellen können, sehe ich die Thunder vorne. Rick Carlisle muss sich etwas einfallen lassen, sonst fährt man plötzlich mit einem 1-3 Rückstand nach Hause.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu Scott Brooks: Wie Go-to-Guys bereits berichtete, machte der junge Coach der Thunder in den diesjährigen Playoffs den ein oder anderen Fehler, gerade gegen die Memphis Grizzlies. Umso verdienter ist das Lob, wenn man solch eine riskante, aber richtige Entscheidung trifft, wie er es am Donnerstag mit Maynor und Westbrook getan hat. Große Coaches treffen große Entscheidungen – das war schon immer so. Scott Brooks mag noch kein großer Coach sein, aber dass er entwicklungsfähig ist, zeigte er am Donnerstag. Man darf gespannt sein, wie das Coaching-Duell zwischen Rick Carlisle und Scott Brooks heute Nacht ausgehen wird.

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7 comments

  1. Amar'e

    dankeschön für den großartigen artikel… ihr haut immer super gute dicke analysen aus…mir gefiel auch die zu chicago sehr…dickes lob!

    ich denke die thunder sind trotz ihrer “zwei-scorer-starting-five” nicht so limitiert wie man denkt. in dieser serie sehe ich okc vorne, da sie variabler sind in bezug auf die schnelligkeit, jugend, athletik und “frische”…damit will ich sagen, die thunder sind zu schnell und athletisch gegen die alten mavs..dazu machen sie trotz 2 scorern zu viele punkte gegen eine hilflose defense… ich denke das duell durant und nowitzki ist ausgeglichen, jedoch ist der rest der thunder defenseive und offensive besser als die restlichen mavericks…

    spiel 3 wird ganz wichtig, carisle muss barea wieder effektiv einsetzten können und nowitzki besser freispielen, dazu müssen die mavericks einen weg finden, mit den anderen spielern außer dirk gefahr auszustrahlen und das doppeln zu bestrafen…

    sollte das sich nicht änder, werden die thunder die serie gewinnen..

    die mavs müssen deutlich bessere defense spielen

    gruß Amar’e

  2. tj

    Ich glaube Spiel 2 war der Knackpunkt in dieser Serie. Der Dunk von Durant hat die Thunder zurück ins Spiel und in die Serie gebracht. Das Westbrook im 4. Viertel komplett draußen saß, wird sein Selbstvertrauen deutlich mindern. Erst ein scheiß Spiel in Spiel 1 und dann lässt dich der Coach in Spiel 2 trotz guter Vorstellung im entscheidenen Viertel draußen. Gerade bei einem so jungen Spieler wie Westbrook wird das nicht unbeschadet vorbei gehen, wenn er einen schlechten Start in Spiel 3 erwischt, dann war es das für die Thunder. Denn dann wird er nicht mehr in diese Serie zurück finden und ein Maynor und die restliche Bank wird nicht immer so stark spielen wie in Spiel 2. Da ja auch die anderen Starter von dieser Aktion betroffen waren. Ich bin sehr gespannt wie das Spiel in 4 Stunden beginnt, wenn die Thunder ihre S5 Mental nicht frei bekommen, war es das für sie.

  3. Smido83

    Tja… endlich kommt der Artikel raus und ich bin übers WE vom I-Net abgeschnitten! 🙁

    Nun zum Artikel selber! Es hat sich wirklich gelohnt darauf so lange zu warten. Ich finde es immer wieder erstaunlich,was ihr alles an Fakten und Erklärungen beieten könnt! Respekt und ein großes Dankeschön an Fabian Thewes und die anderen Redakteure für diesen Artikel und die viele Arbeit die ihr euch immer macht!

    jedoch sehe ich einiges troz allem etwas anders. Worauf ich hier nochmal eingehen würde! Klar sind 106 Punkte sehr sehr viel für Oklahoma, aber darin sehe ich nicht wirklich das größte Problem! Was Marion(4/13)/Chandler(5/10)/Stevenson(1/6)/Terry(3/9) offensiv liegen gelassen haben war einfach zum Haare raufen! Wenn ich da alleine an diesen einfachen Korbleger von Marion denke den er ohne Bedrängnis daneben legt. Wo landet der Rebound? Bei Chandler, welcher auch den einfachen Leger nicht rein bekommt! Das war für mich im Spiel 2 symptomatisch! Dirk hat ne Trefferquote von rund 60 %, der Rest des Teams von 40%! Die Thunder waren insgesamt bei überdurchschnittlichen 55%!

    Wie gesagt, da ich das Ergebnis des 3. Spiels kenne muss ich dazu nun auch noch was sagen! Wie man dort gesehen hat, es steht und fällt nicht alles mit Nowitzki! Das wahr wohl offensiv so ziemlich sein schlechtestes Spiel der Season 7/22 getroffene Würfe, 1 Assit bei 7 Turnovern… viel schlechter gehts kaum noch… und 4 Rebounds? Ne, das war anscheinend ein gebrauchter Tag für Dirk! Da ichs leider diesmal nicht sehen konnte, kann ich erstmal nur die Zahlen nehmen! Daher war viel wichtiger, dass die anderen (hier vor allem Marion) mal wieder offensiv überzeugen konnten! Dadurch müssen die Thunder ihre Defence wieder von Dirk abziehen. Also die Guards oder Center können ihre Gegner zum Double-Team an Dirk nicht verlassen, wenn diese Treffen! Wenn also Kid/Stevenson/Stojakovic ne ordentliche Quote von Außen haben UND Marion/Chandler ihre Möglichkeiten und Abschlüsse unterm Korb vollenden, dann bieten sich einfach auch wieder mehr Möglichkeiten und offene Würfe für Terry und natürlich Dirk!

    Wiederum kann man nun natürlich sagen, im 3. Spiel wurde der Sieg durch eine anscheinend gute Defence gewonnen! Nochmal, ich habe nur die Stats, ABER die Thunder werden kaum wieder eine solch mieserable Wurfquote haben! Das muss ja abenteuerlich auf dem Feld zugegangen sein! Durant 7/22, Westbrook 8/20, Ibaka 4/11, Harden 2/9 und insgesamt 1/17 von der 3er Linie… viel schlechter gehts ja kaum noch, wenn die 4 besten Offensivwaffen insgesamt ne Quote von 34% haben, dann ist das einfach NICHT normal. Hatten die alle den gleichen Tag wie Dirk? Egal wie gut vieleicht die Defence war, so wirds nicht nocheinmal laufen!

    Zusammengefasst: Die Thunder werden demnächst wieder mehr als 36% ihrer Würfe treffen. Das bedeutet, Kid/Stevenson/Stojakovic/Chandler und vor allem Marion müssen weiterhin in der offensive ordentliche Spiele abliefern! Dirk wird nicht nocheinmal so nen rabenschwarzen Tag haben, und Terry würden sich dann auch wieder mehr einfache Würfe bieten! Dadurch könnten dann die Thunder auch wieder 10, 15 oder gar 20 Punkte mehr machen, ohne dass die Mavericks in größere Gefahr kommen sollten!

    Habe ich Spiel 3 richtig interpretiert, oder seht ihr die Gründe für den Erfolg der Mavs tatsächlich alleine in der Defensive?

  4. Smido83

    Alter… wenn dieses Spiel gestern den Thunder nicht den letzten Nerv gezogen hat, dann weiß ich auch nicht! Einfach nur legendär was die Mav’s da in den letzten 5 Minuten und der OT gespielt haben!

  5. Fabian Thewes

    |Author

    Und von den Thunder legendär schlecht. 😉 Echt schade, wie man den Mavericks den Sieg praktisch geschenkt hat. Ich konnte nicht glauben, was ich da letzte Nacht sehen “musste”. Die Thunder verkaufen sich offensichtlich unter Wert, waren nicht so krass schlechter, wie das 1-3 suggerriert.

    Schon ein wenig Ironie, dass ich oben schrieb, dass die Mavericks aufpassen müssen, nicht mit einem 1-3 nach Hause zu fahren, falls die Defense nicht wieder in Schwung kommt. Jetzt steht es 1-3 aus Sicht der Thunder. Scheinbar haben sie meinen Artikel gelesen.

    Glückwunsch an Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks für das wahrscheinliche Weiterkommen und das Einziehen in die Finals 2012.

  6. tj

    meine Glaskugel funktioniert also doch. Ich bleib dabei Spiel 2 war der Schlüssel zum Erfolg für die Mavs. Krass schwaches Spiel von Westbrook. Perkins übernimmt das Coaching äh das Auszeit nehmen. Spiel zwei war ein Phyrossieg wie man so sagt, dass wars für die Thunder. Spätestens nach dieser Aufholjagd der Mavs sind sie durch und die Mavs wären nach dieser Playofferfahrung, wenn wir jetzt nochmal die 2006er Finals spielen dürften mit Sicherheit Meister geworden, also warum jetzt nicht diese wäre aufs heute übertragen?

  7. Smido83

    Fabian Thewes schrieb:
    Und von den Thunder legendär schlecht. Echt schade, wie man den Mavericks den Sieg praktisch geschenkt hat.

    Tja… als schade würde ich das nun nicht bezeichnen, aber Recht hast du schon! ^^
    Ich glaube Terry wars der frei übersetzt gesagt hatte: ” Ich kenne dieses Gefühl. Ich weiß wie es ist mit 20 Punkten V orsprung im letzten Viertel noch zu verlieren. Ich weiß aber auch wie es ist 10-15-20 Punkte aufzuholen! Wir haben schon so oft in wichtigen Spielen genau soetwas erlebt, daher haben wir einfach weiter gespielt und immer an uns geglaubt!”

    Es war mehr als eindeutig, das ALLE Thunder auf dem Feld zuerst etwas zu siegessicher vieleicht sogar arrogant waren! Zack ging der Wurf daneben, Zack wurde Dirk etwas zu viel Platz gegeben, Zack foult sich Harden aus! Was haben die Mavs gemacht? Hart verteidigt, vorne übernahm ihr Leader, ihr bester Mann und so kam man dann Stück für Stück heran! DANN als es nochmal knapp wurde hast du genau gesehen was sich diese leichte Arroganz in Angst verwandelte! Offensiv wollte KEINER den Ball, und defensiv bekam man die Mavs (vor allem natürlich Dirk) auch nicht mehr zu fassen!

    Moral? Die 4 wichtigsten Spieler dieses Teams sind 21 bzw. 22 und haben zwei, drei Jahre Erfahrung, also eigentlich keine! Die Mavs bestehen eigentlich nur aus Erfahrung und DA liegt momentan noch der Unterschied! An sich, also vom Talent und vor allem von den physischen Voraussetzungen her, müssten die Thunder diese Serie klar mit 4:0 gewinnen! Aber Erfahrung und der absolute Siegeswille haben für mich den Ausschlag gegeben, weshalb die Mavs sich durchsetzen werden!

    In zwei, drei oder vieleicht auch schon nächste Saison werden die Thunder, sofern sie zusammen bleiben, die neue Macht im Westen werden! Spurs Lakers Mavericks alle Topteams sind Teams mit “alternden” Stars. Für mich können diese Thunder eine Era prägen, denn sie haben alle Voraussetzungen!

    Nach heute Morgen noch schnell was zum wahrscheinlichen Finale:
    Schade, dass die Heat jetzt schon einfach alles besitzen! Größe, Stärke, Schnelligkeit, Talent UND Erfahrung! Gegen die Bulls hätte ich durchaus mehr Chancen für die Mavericks gesehen! So sehr sie es auch wollen, aber Dirk und die anderen Veteranen werden es wohl wieder nicht schaffen! Wüsste nicht wie man James/Wade/Bosh über einen längeren Zeitraum ausschalten sollte, wenns schon das beste Defensivteam der Liga nicht hinbekommt! Obenderein sind sie auch, im Vergleich zu den Thunder z.B., defensiv ein Macht, die JEDEN Spieler (außer his Dirkness himmself vieleicht) ausschalten kann!

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