Tournament 2011

NCAA-Tourney-Preview: East

Es weiter mit unserer großen NCAA Tournament Preview. Heute, am Tag der ersten Play-in-Games,  haben wir uns dem Osten des Brackets rund um den Overall #1Seed Ohio State Buckeyes gewidmet. Übersteht man hier das erste Turnierwochenende, darf man zum Sweet Sixteen nach Newark reisen. Das Selection Committee legte folgende Paarungen fest:

Bracket

Quelle: ESPN Bracket

Macht auch mit und tippt euer Bracket. Tretet gegen die Redaktion und die Fans von Go-to-Guys an und beweist euer Wissen – oder strapaziert euer Glück!

Strength & Seeding

Der Osten ist nominell wohl die am stärksten besetzte Region. Angeführt wird das Feld vom Overall #1 Seed, den Ohio State Buckeyes. Diese bekamen allerdings nicht ihrer dominierenden Leistung in Saison und Conference Tournament entsprechend einen schwachen #2 Seed zugelost, sondern müssen sich wohl mit dem gefährlichsten an Nummer zwei gesetzten Team des Turniers messen. North Carolina scheint eine viel schwerer zu lösende Aufgabe zu sein, als es Notre Dame, Florida oder San Diego State in den anderen Teilen des Brackets sind.

Aber auch dahinter verbergen sich Teams, die mindestens Sweet Sixteen Potential haben. Syracuse unter dem Erfolgscoach Jim Boeheim kam in den letzten zwei Jahren immer unter die letzten 16 Teams. John Caliparis Wildcats mögen zwar im Sommer fünf Spieler an die Profiliga NBA verloren haben, dennoch hat Kentucky auch in diesem Jahr wieder genug Talent an Bord, um einen längeren Run zu starten. Mit den West Virginia Mountaineers steht ein Final Four Teilnehmer bereit, eine eher mittelmäßige Saison doch noch erfreulich ausklingen zu lassen.

Außerdem gibt diese Region auch durchaus noch weitere, brauchbare Teams her. So wird Xavier von vielen Experten als potentieller Sleeper gesehen, obwohl sie in der ersten Runde mit Marquette keine leichte Aufgabe zugelost bekommen haben. Dennoch, zu gut waren Musketeers dieses Jahr in der eigenen A10 Conference unterwegs (15-1) und zu erfolgreich schloss man in der näheren Vergangenheit im Tournament ab (2x Sweet Sixteen, 1x Elite Eight), als dass man die erfahrene Truppe aus Ohio nicht auf der Rechnung haben sollte.

Die – vom Talentlevel her – sicherlich zu niedrig gesetzten, Villanova Wildcats könnten auch für die eine oder andere Überraschung sorgen, auch wenn sie dieses Jahr von der ungewohnten Position #9 in das Turnier starten.

Man merkt, dass sich in der Region East einige Teams tummeln, denen man tiefere Ritte zutrauen kann. Obere und untere Hälfte des Brackets scheinen recht ausgeglichen zu sein. Deswegen sind spannende und hochklassige Paarungen zu erwarten, bis entschieden ist, welches Team den Osten des Turnierbaumes im Final Four vertreten darf.

Top Two

Ohio State Buckeyes

Nach einer dominanten Saison, die eine Siegesbilanz von 29-2 und eine Big Ten Championship enthielt, wurde das Team von Coach Thad Matta vom Selection Committee am Sonntag mit dem Overall #1 Seed belohnt. Hoch dekoriert schauen die Buckeyes nun ihren Aufgaben für einen Run ins Final Four entgegen. Gleich fünf Spielern wurden verschiedene Conference-Ehren zuteil. Sullinger wurde als Freshman of the Year ausgezeichnet. Aaron Craft durfte sich über die Trophäe als bester SixthMan freuen, während es David Lighty, Williams Buford und Jon Diebler alle in das All Second bzw. Third Team der Big Ten schafften.

Einen ausführlichen Teamcheck der Buckeyes haben die Go-to-Guys schon vor ca 2 Wochen veröffentlicht, weswegen sich der Rest dieses Abschnitts etwas genauer mit den Chancen Ohio States auf ein Final Four oder gar der Championship beschäftigen und deren Auslosung etwas näher beleuchten soll.

Zunächst kann man sich einmal ansehen, was man für einen längeren Tournamentaufenthalt überhaupt braucht. Ohne wirkliche Reihenfolge sind dies neben weniger beeinflussbaren Faktoren wie Glück oder Momentum, eine funktionierende Verteidigung, gute Overall Size, Erfahrung, ein Go-to-Guy und die Fähigkeit, auch in mehr oder minder neutralen Hallen seine Leistung bringen zu können.

Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass die Buckeyes eine klasse Defense spielen. Man hält den Gegner bei unter 60 Punkten im Schnitt während man selbst 77,1 erzielt. Aus dem Feld treffen Teams gegen Ohio State nur 42% ihrer Würfe und gar nur 33% ihrer Dreier. Auch holt die Squad von Thad Matta pro Spiel rund 4,5 mehr Rebounds als die gegnerische Mannschaft. Gepaart mit dem Fakt, dass die Buckeyes kaum Fouls begehen, führt dies im Defensive-Efficency-Rating zu einem Platz unter den ersten zehn Teams. Punkt eins scheint also erfüllt.

Punkt 2 ist die Overall Size. Hier gibt es für die Jungs aus Columbus leider zwei Seiten der Medaille. Auf den kleinen Positionen kann man mit überdurchschnittlich großen Spielern auftrumpfen. Craft, Thomas, Diebler, Buford und Lighty besitzen alle Gardemaß für ihren jeweiligen Job auf dem Feld und können daraus Kapital schlagen. Allerdings sind Sullinger und Lauderdale, als einzige Bigmen mit Einsatzzeit, etwas zu kurz geraten. Beide sind „undersized“ für ihre Position und könnten gegen längere Frontlines im Turnierverlauf arge Probleme bekommen.

An Erfahrung mangelt es hingegen im Kader Ohio States nicht. Coach Thad Matta kann drei Seniors und einen Junior in der Startformation aufbieten und hat selbst schon einmal ein Team bis in das Championship-Game geführt. Lighty als Fifth-Year-Senior hat schon alle Höhen und Tiefen in seiner Karriere erlebt. Aber auch Diebler, Buford und Lauderdale haben schon einmal ein Sweet Sixteen erreicht.

Der Go-to-Guy der Buckeyes ist ganz klar Jared Sullinger. Der Freshman hat sich während seiner ersten Collegesaison zu einer kaum zu stoppenden Lowpost-Präsenz entwickelt. 53% seiner Würfe trifft der Topscorer Ohio States und ist somit eine gute Option für Late-Game-Situation, weil man ihn auch nicht ohne Bedenken an die Freiwurflinie schicken kann (70%FT). Allerdings ist es in Clutchmomenten immer etwas problematisch, den Ball erst zu einem Bigman bringen zu müssen. Ein Spieler im Backcourt, der sich seinen eigenen Wurf kreiieren kann, ist schon etwas vorteilhafter, wenn man mit noch 3 Sekunden zu spielen einen Gamewinner einstreuen will. Diesen Spielertyp gibt es in Buford nur bedingt. Lighty und Diebler könnten zwar einen letzten Wurf nehmen, aber müssten erst freigespielt werden, da sie sich eher weniger eine eigene Schussmöglichkeit erarbeiten können.

Für den letzten Punkt reicht ein Blick auf die Auswärtsbilanz. Hier steht Ohio State bei 9-2. Die einzigen beiden Niederlagen (der Saison) musste man in Wisconsin und bei Purdue einstecken. Dies sind zwei der toughesten Plätze der Nation, um einen Auswärtssieg zu holen. Von daher ist sind diese Spielverluste nicht überzubewerten. Dass man in diesem Jahr auf neutralen Plätzen gewinnen kann, hat man mit dem Erlangen des Big Ten Conference Titels nach der regulären Spielzeit bewiesen. Die „anonymeren“ Hallen des NCAA Turniers sollten also kein Problem darstellen.

Zum Abschluss kann man noch einmal einen Blick auf den bevorstehenden Weg der Buckeyes werfen. In Runde 1 warten Texas San Antonio oder Alabama State. Dieses Spiel kann als Aufwärmen für größere Aufgaben gesehen werden. Noch nie verlor ein #1 Seed seine erste Partie. Runde 2 hält mit Villanova aber schon einen stärkeren Gegner bereit, der fehlende Konzentration und Fokus schon bestraft. Danach würde man auf Kentucky treffen. Dieses Team ist vom Talentlevel her ebenbürtig und müsste über Erfahrung geschlagen werden. Allerdings hat man mit Lighty und Craft tolle Verteidiger für die beiden besten Wildcats Knight und Jones. Ob Calipari eine passende Antwort auf Sullinger hat, kann man noch nicht sagen. Im Regionalfinal sollte man dann auf North Carolina treffen. Diese sind wohl das schlimmste Matchup für die Buckeyes in diesem Arm des Brackets. Henson und Zeller könnten die fehlende Länge im Frontcourt von Thad Mattas Team bestrafen und Sullinger mit Foultrouble auf die Bank schicken. Passiert dies, sind die Buckeyes ein reines Jumpshooting-Team ohne Zonenpräsenz, die Platz für die Schützen schafft.

North Carolina Tar Heels

Nachdem man im letzten Jahr den Big Dance nur aus der Ferne betrachten konnte und nach einer verkorksten Saison im NIT antreten musste, ist dieses Jahr alles anders. Die Truppe von Coach Roy Williams meldete sich nach der Seuchenspielzeit 2009/10 eindrucksvoll zurück und wurde vom Selection Committee mit einem #2 Seed belohnt. 24-6 lautete die Bilanz am Ende dieser Saison. Außerdem steht die Meisterschaft der regulären Spielzeit auf der Habenseite der Tar Heels, die man in der letzten Partie des Jahres gegen den Rivalen Duke gewinnen konnte. Dabei war es anfangs gar nicht so gut um UNC bestellt. Der Start mit 9 Siegen bei 4 Niederlagen war eher mäßig und sorgte für harsche Kritik bei den Experten, die besonders auch von Superfreshman Harrison  Barnes enttäuscht waren.

Im Februar kam dann aber die Kehrtwende. Der etatmäßige Point Guard Larry Drew II wurde nach schlechten Leistungen gegangen und durch den Freshman-Aufbau Kendall Marshall ersetzt. Seitdem rollte der Tar Heel – Express durch die eigene Conference und fuhr 10 Siege aus 12 Spielen ein. Im Finale des ACC-Turniers musste man sich am Wochenende allerdings gegen die Duke Blue Devils geschlagen geben.

Photo: romec1 (Lizenz)

Die Achterbahnfahrt North Carolinas lässt sich auch individuell am Beispiel von Freshman Harrison Barnes nachvollziehen. Vor der Spielzeit wurde er als erster Ligafrischling in das Preseason-All-American-Team gewählt und ihm damit fast nicht zu erfüllende Erwartungen entgegengebracht. Barnes konnte zunächst mit dem Druck nicht umgehen und reagierte mit einem zitternden Wurfhändchen (35%FG in den ersten 10 Spielen). Allerdings scheint auch er sich durch den Wechsel auf der Eins stabilisiert zu haben. Der Forward trifft wieder die Reuse und scheint den wichtigsten Monat im Collegekalender zu mögen. Er legte im März bisher 22 Punkte im Schnitt auf inklusive einer 40-Zähler-Performance gegen Clemson. Er scheint endlich sein Potential abrufen zu können, das ihn zu einem Top 5 Pick in der Draft 2011 machen könnte. Endlich kombiniert der Freshman of the Year der ACC seine gute Athletik mit seinem sauberen Wurf mit Reichweite bis hinter die Dreierlinie. Auch gelangt er durch seinen patentierten Spinmove immer öfter zum Korb und kann Freiwürfe provozieren. Dennoch ist besonders noch defensiv Raum für Verbesserungen vorhanden, hat der 18-Jährige mit seiner Länge und Armspannweite die Chance zu einem herausragenden Verteidiger zu werden. Durch den nun fallenden Wurf wird im Turnier das Passing von Barnes mehr in der Vordergrund rücken. Über die Saison kam er nur auf 1,4 Vorlagen im Schnitt. Durch die neue Scoringstärke wird er mehr Doubleteams sehen als zuvor. Es wird also elemtar wichtig für die Tar Heels, dass der Freshman öfter den freien Mitspieler findet.

John Henson ist ein weiterer potentieller Lottery Pick in der Squad von North Carolina. Der Sophomore ist ein extrem athletischer und agiler Bigman, der jeden Fastbreak mitrennen kann. Seine langen Arme, kombiniert mit guter Sprungkraft, helfen ihm dabei, 10 Boards im Schnitt abzugreifen und damit zu einem der besten Rebounder des Landes zu machen. Er ist der größte Faktor dafür, dass UNC die meisten Abpraller aller Mannschaften im Division-I-Basketball einsammelt. Seinen größten Wert besitzt Henson aber als Verteidiger und speziell als Shotblocker. Gute Fußarbeit erlaubt es, nahezu jeden Bigman angemessen zu verteidigen und pro Spiel im Schnitt 3 Würfe zum Absender zurückzuschicken. Offensiv ist der Sophomore allerdings keine verlässliche Option. Zu oft punktet Henson (durchschnittlich 11,4 Punkte) nicht zweistellig, weil im Angriff die Skills noch nicht wirklich ausgereift sind.

Dritte Kraft im Tar Heels Team ist der Junior Tyler Zeller. Auch er ist ein sehr mobiler Bigman, der allerdings mal ein paar Wochen im Kraftraum eingeschlossen werden müsste. Er ist offensiv mit 14,5 Punkten im Schnitt hinter Barnes die zweite Option im Angriff. Er ist eine gefährliche Lowpost-Option. Aus dem Postup agierend kann er mit seinem guten Touch über verschiedene Hakenwurfvarianten einiges an Schaden verursachen. Defensiv muss aber Henson zu oft Zellers offensichtlichen Schwächen ausbügeln. Auch im Rebound fehlt dem Junior ein wenig die Toughness, um eine für seine Größe von 2,11m angemessene Zahl an Boards abzugreifen. Er holt nur 7,2 im Schnitt.

Wie im oberen Teil schon beschrieben, spielt UNC sehr schnell. Nun angeführt vom pfeilschnellen Aufbau Marshall, nimmt man den Fuß kaum noch vom Gaspedal und agiert mit einer der höchsten Paces des Landes, um leichte Punkte im Schnellangriff zu generieren. Defensiv gehört man wegen Shotblocker Henson auch zu den Topteams. Ähnlich wie bei Ohio State hält auch Coach Roy Williams seine Schützlinge an, möglichst wenig zu foulen und dadurch Freiwurfchancen für die Gegner zu minimieren.

Will man die Tar Heels schlagen, sollte man am besten deren Tempo drosseln und sie in eine Halbfeldoffense zwingen. Von den 24 Spielen, in denen UNC 70 Punkte oder mehr erzielt hat, gewannen Barnes und Co. 91%. Erreichte man die 70 Punktemarke nicht (9 Spiele), sorgte dies für eine Siegquote von 44%.

NBA-Prospects

Brandon Knight und Terrence Jones, Kentucky Wildcats

Die wohl beste Freshman-Combo des Landes? Die spielt wohl wie schon im letzten Jahr in Lexington, Kentucky! Nur hört sie nicht mehr auf den Namen John und DeMarcus, sondern heißt jetzt Brandon und Terrence. Die beiden angehenden Lotterypicks Brandon Knight und Terrence Jones konnten den Abgang der beiden ehemaligen Wildcats John Wall und DeMarcus Cousins bei den Kentuckyfans fast vergessen machen, gewannen sie doch am Wochenende den SEC-Conference-Titel gegen Florida.

Terrence Jones ist ein extrem talentierter Bigman, der auf Collegelevel die Positionen 1-4 bekleiden könnte, aber bei den Profis auf der Drei sein Zuhause finden wird. Sein tolles Ballhandling und guter Basketball-IQ lassen den jungen Forward überall auf dem Feld produktiv sein. Seine Zahlen von 16,5 Punkten und fast 9 Rebounds im Schnitt untermauern dies. Der Linkshänder besitzt überdurchschnittliche Scoringfähigkeiten, ist ein toller Passer und ein klasse Rebounder. Immer wieder werden Vergleiche mit Lamar Odom laut. Der 18-Jährige ist eventuell nicht ganz so talentiert (und vor allem nicht so groß) wie der Bigman der Lakers, aber hat dennoch einiges an Upside, um sich zu einen tollen Pro entwickeln zu können. Dieses Potential und dominierende Performances im Tournament könnten Jones zu einem legitimen Top 5 Picks dieses Drafts machen.

Die größten Fußstapfen hatte Brandon Knight zu füllen. Er ist nun der nächste talentierte Aufbau, den Trainer Calipari nach Derrick Rose, Tyreke Evans und John Wall unter die Fittiche nimmt. Auch er ist wieder ein Guard mit Gardemaß, den Coach Cal ausbilden soll. Ein wahrer Floor General ist er aber nicht, dafür wirft der 18-Jährige zu gern. Der wieselflinke Knight ist mit 17,5 Punkten im Schnitt Topscorer der Wildcats und kann durch seine enorme Wurfreichweite aus nahezu jeder Lage abdrücken und punkten. Aber er schlägt auch gern seinen eigenen Gegenspieler aus dem Dribbling heraus und bahnt sich dann den Weg zum Korb. Wirkliche Spielmacherfähigkeiten müssen sich allerdings noch entwickeln, da er noch die für einen Aufbau nicht akzeptable Assist-to-Turnover-Ratio von 1,3 aufweist. Momentan wäre er in der NBA in einer ähnlichen Rolle wie Jason Terry wohl am besten aufgehoben. Sein momentaner Draftstock sollte ihm einen Platz am Ende der Lottery sichern.

Rick Jackson, Syracuse Orange

Den ganzen Sommer arbeitete er hart und speckte 30 Pfund ab, um seinem großen Traum von der NBA etwas näher zu kommen und es scheint sich gelohnt zu haben. Rick Jackson, seines Zeichens Senior für die Syracuse Orange, tat dieser Gewichtsverlust mehr als gut. Er konnte sich in nahezu allen wichtigen Kategorien verbessern. Der bullige Power Forward wirkt nun viel mobiler auf dem Feld, was ihm hilft, mehr Putbacks und einfache Würfe in der Zone hochprozentig einzunetzen, als ihm dies in den vergangenen Jahren gelungen ist. 13 Punkte bei einer Feldwurfquote von knapp 59% sind das Resultat. Auch hat sich sein Spielverständnis weiterentwickelt. Wird er nun unter dem Korb gedoppelt, findet er nun den freien Mitspieler und spielt für einen Bigman mit einem Wert von 2,3 übermäßig viele Assists.

Photo: glenn (Lizenz)

Dies ist allerdings alles nur Beiwerk zu dem Skillset, welches ihn für die NBA relevant werden lässt: Jackson hat sich in diesem Jahr zu einem der Top-Rebounder der Big East gemausert und greift im Schnitt 10,6 Boards ab. Solche Zahlen lassen NBA-Scouts immer aufhorchen, da schon seit langem gepredigt wird, dass Rebounding die Fähigkeit sei, die sich am einfachsten vom Uni- auf den Profilevel übertragen ließe. Auch defensiv steht Jackson seinen Mann. Er ist ein guter Shotblocker (2,5 Blocks im Schnitt) und hat auch ansonsten gute Instinkte, um ein ordentlicher Verteidiger zu werden. Allerdings wird er sich nach Jahren in Boeheims berüchtigter Zonenverteidigung erst einmal wieder an normale Man-to-Man-Matchups gewöhnen müssen. Dennoch scheint Jackson wie geschaffen dafür zu sein, von der Bank kommend, auch in der NBA einiges an Drecksarbeit unter den Körben zu verrichten. In einer Rolle als reboundender Energizer könnte man ihm sicher 12 Minuten auf Profilevel geben. Dies sollte dem Bigman der Orange einen Platz in der zweiten Draftrunde sichern.

Games to watch

Die erste Runde in der Ost-Region bringt leider nicht so viele wirklich interessante Partien hervor. Einzig das Spiel #7 Washington und #10 Georgia kann als Treffen auf Augenhöhe bezeichnet werden, da davon auszugehen ist, dass Villanova zur Normalform zurückfindet und dann wenig Probleme mit George Mason haben sollte. Ansonsten gibt es nur eine Partie mit Upsetgefahr und das ist #5 West Virginia gegen #12 Clemson, die ihr Play-in-Spiel diese Nacht recht klar gewinnen sollten. Die Tigers waren zuletzt in toller Verfassung und konnten im ACC Tournament North Carolina in eine Verlängerung zwingen.

Wirklich aufregende Partien warten allerdings erst in der zweiten Runde. Im unteren Teil des Brackets dürfte #6 Xavier, angetrieben durch den Heimvorteil in Cleveland, #3 Syracuse alles abverlangen, um das zweite Turnierwochenende zu erleben. Und auch in der oberen Hälfte steht mit dem Matchup #5 West Virginia gegen #4 Kentucky potentiell eine hitzige Partie bevor, konnten die Mountaineers im letzten Jahr gegen die Wildcats das Ticket für das damalige Final Four buchen.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

1 comment

  1. Hassan Mohamed

    Ohio State, North Carolina und Kentucky in einer Region gefällt mir nicht. Naja, lässt sich nicht mehr ändern. Dann muss UNC die guten Teams halt vorher schon besiegen. 😉

    Go Harrison, do the ‘Melo!

Schreibe einen Kommentar