Dallas Mavericks

Die (un-)erwartete Krise der Mavs

Über Gründe und Folgen des miserablen Dallas-Starts

Wie praktisch alle Beobachter waren wir in unserer Season-Preview zu Dallas verhalten optimistisch: Mal wieder hatten Mark Cuban und Co. zwar nicht den erhofften ganz großen Fisch an Land gezogen, aber dank Kevin Durants Entscheidung für die Warriors immerhin Harrison Barnes und Andrew Bogut ins Team holen können. Mit den zu erwartenden Wiederverpflichtungen von Dirk Nowitzki und Deron Williams sah das Team zumindest besser aus als die Vorjahresversion, die durch DeAndre Jordans Unentschlossenheit deutliche Lücken aufwies. Zum ersten Saisonspiel starteten, wie zu erwarten, die vier genannten plus Wes Matthews und mussten sich erst nach Overtime den Indiana Pacers mit einem hervorragend aufspielenden Myles Turner geschlagen geben.

Anschließend ging es jedoch praktisch nur noch abwärts bis auf den letzten Platz ligaweit bei einer Bilanz von 2-10. Die Playoffs sind damit wohl schon Ende November außer Reichweite: Für den Rest Jahres müssten die Mavs etwa 57% ihrer Spiele gewinnen (entspricht über die volle Saison etwa einem 47-Siege-Team) um überhaupt noch eine positive Bilanz zu erreichen – so gut hat praktisch niemand das Team vor der Saison eingeschätzt. Zudem verlor Dallas bereits gegen einige schlagbare Gegner, während in den nächsten fünf Spielen unter anderem zwei mal die Spurs sowie die Clippers und Cavaliers warten. Eine Bilanz von 2-15 oder 3-14 – mit den Pelicans wartet zumindest ein ähnlich krisengeschütteltes Team – am 1. Dezember ist also zu erwarten.

(K)eine Überaschung

Der oberflächliche Grund für die Misere ist recht schnell gefunden, wirft man einen Blick auf die Verletzungsbilanz der ersten Spiele. Nowitzki konnte bisher nur 3 von 12 Spielen absolvieren und erreichte davon höchstens im angesprochenen ersten Spiel seine Normalform. Auch Williams verletzte sich nach fünf Spielen, was durch den längerfristigen Ausfall von Devin Harris und der späteren Verletzung der positiven Überraschung J.J. Bareas zusätzliche Probleme erzeugte – Quincy Acy kosteten die fehlenden Guards den Rosterspot zugunsten Jonathan Gibsons. Doch der Ausfall Nowitzkis wiegt vermutlich schwerer und verdeutlicht das Problem, vor dem die Mavs eigentlich schon seit Jahren stehen und das auch im Season-Preview-Pod angesprochen wurde: Ohne ihren Franchise Player funktioniert wenig auf dem Parkett. Was in seiner Prime noch akzeptabel war, kann ein 39-Jähriger Nowitzki nicht mehr auffangen.

Die Krise macht somit die Fehler der vergangenen Jahre sichtbar: Den Mavs ist es nach der Meisterschaft weder gelungen, nochmals einen Contender zu formen, noch eine wirksame Verjüngung des Teams durchzuführen. Das war allerdings schon vor Jahren absehbar – Cubans Beharren auf dem immer gleichen Vorgehen sorgte dafür, dass der Absturz irgendwann kommen musste. Mit etwas mehr Glück wäre er bis nach Nowitzkis Karriereende hinauszuzögern gewesen, was jedoch mittelfristig nicht unbedingt bessere Aussichten versprochen hätte. Jetzt erhalten die Mavs bereits eine Vorschau auf das, was dann kommen wird – und sind für die Zukunft gar nicht so schlecht aufgestellt, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Die veränderte Situation

Anders gesagt: Vor genau einem Jahr wäre der Absturz tatsächlich ziemlich katastrophal gewesen. Im Kader standen genau drei Spieler mit Geburtsjahr in den 1990ern: der frisch gedraftete Justin Anderson, der mittlerweile gewaivte John Jenkins und der im Rondo-Trade erhaltene Dwight Powell. Das noch größere Problem als die fehlenden Upside-Spieler im Kader war jedoch ein anderer Teil des Rondo-Pakets: Neben Jae Crowder, der wohl wie kein anderer die vergebenen Chancen der Mavs seit der Meisterschaft symbolisiert, wurde auch ein Pick nach Boston geschickt. Ab der Saison 2015/6 war der Firstrounder nur für die Positionen 1-7 geschützt, so dass die Celtics über Jahre Hoffnungen auf einen Lottery Pick gehabt hätten – für ein Team im Rebuild eine ziemlich riskante Position, wie etwa an den Lakers seit einigen Jahren sichtbar. Dieses Problem hat sich jedoch erledigt: Dank des ziemlich überraschenden Playoff-Einzugs der Mavs in der vergangenen Saison erhielt Boston immerhin nur den 16. Pick, Guerschon Yabusele. Damit belastet der auf Jahre geschützte Pick nicht mehr die Flexibilität der Mavs: Außer zwei praktisch irrelevanten Top 55-geschützten Secondroundern hält Dallas jetzt alle eigenen Draftrechte.

In der aktuellen Saison hat sich zudem die Altersstruktur des Teams im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. Die Starter weisen zwar immer noch einen recht hohen Altersschnitt auf: Matthews, Bogut und Williams haben die 30 schon erreicht, wobei die beiden letztgenannten nach der laufenden Saison Free Agents sind. Auch die Backup-Spielmacher Harris und Barea sind ähnlich alt. Der Rest des Teams, immerhin sieben Spieler, ist jedoch nach 1990 geboren: Neuzugang Harrison Barnes ist trotz zweier Finals-Teilnahmen erst 24 und konnte den Ausfall von Nowitzki nutzen, sich als effiziente Scoring-Option vor allem als nomineller Power Forward zu zeigen (21,3 PP/G bei 106 ORtg). Der recht teuer wiederverpflichtete Dwight Powell sucht zwar (wie auch Erstrundenpick Justin Anderson) insbesondere offensiv noch seine Form, weist aber trotz seiner schon 25 Jahre noch Potential auf – er knackte erst diese Saison die Marke von 100 NBA-Spielen. In Seth Curry konnten die Mavs im Sommer zudem einen weiteren jungen Spieler günstig verpflichten. Die größte Änderung ist jedoch, dass drei Rosterspots an junge Minimum-Rookies gingen: den letztjährigen Second Round Pick A.J. Hammons sowie die beiden nicht gedrafteten Nicolas Brussino und Dorian Finney-Smith. Letzterer schaffte es sogar in die Starting Five und konnte sein Potential als vielseitiger Verteidiger andeuten.

Ab in die Lottery

Ein Blick auf die Statistiken verrät zwar, dass mit Ausnahme Barnes‘ kein junger Spieler der Mavs wirklich überzeugende Werte auflegt. Allerdings ist das angesichts der aus den Ausfällen resultierenden Struktur der Mannschaft nicht sonderlich überraschend und auch kein allzu großes Problem, wenn es sowieso in den Komplettrebuild gehen soll. Der ist die wohl vielversprechendste Perspektive: Jetzt den jungen Spielern Minuten geben, so dass sich zumindest ein oder zwei brauchbare Rotationsspieler neben Barnes entwickeln können. Wenn die übrigen nur die Bilanz nach unten ziehen, ist das mit Blick auf den kommenden Draft auch akzeptabel – schließlich haben die Mavs ihren Pick ab dieser Saison sicher. Die kommende Draftclass gilt als recht vielversprechend, so dass Cuban vielleicht durch die aktuelle Krise zu seinem Glück gezwungen wird. An sich lehnte der Mavs-Besitzer die als Tanking verschriene Strategie mehrfach deutlich ab. Eine verletzungsbedingt schlechte Bilanz lässt sich jedoch nicht mit einem gezielt verschlechterten Team gleichsetzen, was angesichts der bestehenden NBA-Regeln entgegen des schlechten Rufs seine Berechtigung besitzt.

Daher brauchen die Mavs sich auch nicht scheuen, das beste aus der Situation zu machen. Praktisch heißt das, dass außer Nowitzki alle Veteranen auf dem Trade Block stehen sollten, um wenn möglich noch einige Assets für den Rebuild zu sammeln. Falls sich für Bogut und Williams kein Trade ergibt, ist das angesichts der auslaufenden Verträge kein Problem. Zumindest Matthews sollte trotz schlechter Effizienzwerte und seines hohen Vertrags für ein Team attraktiv sein, das Defense und Erfahrung sucht. Damit würde zwar Nowitzki auf eine Abschiedstour ohne sportliche Relevanz gehen – was aber nach solch einem Saisonstart nicht mehr sinnvoll zu verhindern ist.

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26 comments

  1. Sebastian Hansen

    Die Frage ist imo vor allem, wie es mit Dirk im Sommer weitergeht. Davon sollte die Strategie der Mavs abhängen. Hört er sicher auf? Dann wäre eine Abschiedstournee wahrscheinlich genau das richtige und der Lottery-Pick, den man dabei mitnimmt, erleichtert den Neuanfang, der dann über einen klassischen Rebuild auf dem Fundament Barnes/Anderson/Powell/alles was man für Matthews kriegt laufen sollte. Oder will Dirk noch ein Jahr dranhängen? Das würde die Situation kompliziert machen, denn ob Cuban Dirk noch eine Saison im Keller zumuten will ist die andere Frage. Was meint ihr?

  2. RXTMAVS

    Ich denke es liegt ganz klar an der offensive. Bogut zieht die Offensive brutal runter und ist auch defensiv noch nicht der erhoffte Anker. Er kann bis jetzt weder sein playmaking auf dem hPost, noch seine screens gut enbringen.Hätte auch erwartet das Wes mehr zeigt, aber aktuell gehört er zu den schlechtesten 5 Startern, aber er denkt dass er KD wäre. Auch enttäuschen die jungen Spieler (Anderson, Powell) , Anderson spielt zwar über weite Strecken gute D aber sein 3 er ist nicht annähernd verbessert. Powell ist ganz solide aber wenn du ihn so einen Vertrag hinlegst, dann lass ihn auch spielen. Lichtblicke sind Barnes, aber auch Finney Smith, der so starke D spielt und zeigt,das er dir auch mal einen 3 er reinschießen kann. Er braucht aber definitiv noch zeit, passt aber jetzt schon in Manche kleine lineups. Auch wenn es weh tut wäre tanken gescheid. In die PO kommen sie nicht mehr und mit einem 10-11 platz wäre echt wenig anzufangen. Der Rookiejahrgang soll stark sein warum nicht auch mal gut drahten und seine jungen Spieler Erfahrungen sammeln lassen

  3. Julian Lage

    |Author

    So sehr ich es bedauern würde: Die Kombination aus Bilanz und Verletzungsproblemen spricht fürchte ich ganz stark dafür, dass Nowitzki nach dieser Saison aufhört. Abgesehen von persönlichen Rekorden und ein paar Lottery-Bällen ist es vermutlich auch nicht so wichtig, weil das Team schlecht bleiben wird. Falls Nowitzki Lust auf noch ein Jahr hat, kann man schön so tun als ob man um die Playoffs spielt – Barnes wird ja eh da sein, dann hat man vielleicht nen Playmaker in der Top5 gedraftet, verpflichtet noch ein paar mittelprächtige Lückfüller und ‘wundert’ sich dann, wieso trotzdem ein guter Pick draus wird ;)
    Kleiner Punkt noch, der vielleicht auch eine Rolle spielt (nur nicht direkt für die sportliche Situation): Die Mavs haben eine der bestbesuchten Arenen der Liga, was Nowitzki vermutlich auch (oder gerade) in seinem Abschieds-Jahr aufrechterhalten könnte. Wenn man eh kaum den Salary Floor erreicht, ist das ein Argument für einen Verbleib.

  4. Fabian Thewes

    Ich stimme dir zu, dass die Offensive der Mavericks das Problem ist (bei nur 95.5 Punkte pro 100 Ballbesitze kein Wunder, #30 NBA-weit). Allerdings denke ich nicht, dass Bogut das große Problem der Mavericks allgemein ist. Denn sein Impact in der Defensive ist klar höher als sein negativer Einfluss auf die Offensive. Die Ergebnise zeigen beispielsweise, dass die Mavericks insgesamt mit ihm positiv (!) abschneiden (Mavs +2 mit ihm auf dem Feld), d.h. sie gewinnen im Schnitt Spiele. Ohne Bogut schneiden sie klar negativ ab, wobei insbesondere die Defensive absolut misberal wird, wenn Bogut nicht auf dem Feld ist. Insofern würde ich sagen, dass Boguts Nutzen für das Team vorhanden ist. Ohne Bogut würde man defensiv überhaupt nichts auf die Kette bekommen.

  5. D41

    Ich würde auch nicht Bogut als Problem der Offense sehen. Eher die Balance aus Drive, Midrangegame/Postplay und Dreiern.
    Einzig Barnes hat alles halbwegs effizient im Programm. Wirklich furchtlos zum Korb ziehen können kaum Spieler der Mavs, dadurch werden auch wenige Fouls gezogen (30 in der Liga mit 30 FTA pro Spiel). Barnes und Barea führen da mit 4,5 bzw. 3,1 FTA, zum Vergleich Harden 9,5 pG.
    Da wird man jetzt Barea und Harris weiter stark vermissen. Dadurch ist es für die gegnerische Defense zu einfach den Dreier zu verteidigen. Sobald das Problem mal annähernd gelöst wird, wird auch wieder der Rest der Offense leichter.

    Zu schwarz würde ich Dallas Zukunft nicht malen. Man wird hoch picken können und hoffentlich einen guten PG picken, der Zug zum Korb hat. Markelle Fultz, Frank Ntilikina oder De’Aaron Fox wären da gute Kandidaten.

    Aktuell hätte ich gerne Dennis Schröder im Team, aber da hätte man sich vor einem Jahr bemühen müssen.

  6. Benchplayer

    Ich persönlich hoffe das die Mavs jetzt tanken. Dann einen starken PG draften und in die nächste Saison gehen. Würde jetzt aber nicht unbedingt wieder auf die besten FA gehen. 2018 ist nochmal ein starker Draftjahrgang, sodass man in den nächsten beiden Jahren starke Spieler ziehen kann und dann richtig angreifen kann.

  7. D41

    Wer steht denn im Schaufenster und würde was bringen?

    Bogut könnte sicher einem Contender helfen. Z.b cavs, gsw (:-D), houston. Aber wäre er wert.
    Ähnlich Matthews. Beide könnten einen späten Firstrounder wert sein.
    Deron Williams sollte auch weg, aber da fehlt wohl ein Abnehmer.

    Was glaubt ihr wie viele Picks oder junge Talente (welche?) rausspringen können?

  8. Julian Lage

    |Author

    Der Wert wird vor allem aus dem eigenen Pick kommen müssen, der ja tendenziell ein Top 5-Pick sein sollte. Weder die jungen Spieler im Team noch die, die sich irgendwie ertraden ließen, dürften den Unterschied machen. Barnes ist da ausgenommen, den sehe ich als Fixpunkt an, auch wenn er wohl kein Franchise Player-Potential hat. Stand jetzt gibt es aber keinen richtig guten Grund, ihn abzugeben.

    Für alle Fans der Trade Machine sind die Mavs auf jeden Fall für sehr unterhaltsam. Ich denke, Williams (wenn wieder einigermaßen fit) und Bogut dürften keinen echten Pick oder so bringen, aber zumindest kleinere Assets. Für einen auslaufenden Vertrag sollte niemand mehr bezahlen, aber einfach als Tanking-Maßnahme wird Cuban sie auch nicht abgeben. Außerdem wird Cuban vermutlich nächstes Jahr noch mal Flexibilität haben wollen.

    Das Schema für die beiden wäre also denke ich: Bogut/Williams gegen Expiring+kleines Asset. Eventuell auch beide zusammen, falls es sich anbietet.
    Ich habe den Vorschlag Rose gegen beide gesehen, was zwar sinnvoll aussieht, aber imo aus zwei Gründen nicht passieren wird: Jackson müsste damit gleich zwei Fehler auf einmal zugeben (Rose und Noah) und Cuban tanken wollen.
    Im Chicago-Pod habe ich ja schon einen Rondo-Trade vorgeschlagen, vielleicht bietet sich da was mit Williams an (Rondo würde dann sofort gewaived werden, Jahr zwei ist nur teilweise garantiert). Dafür müssten die Bulls aber zu dem Schluss kommen, dass Williams besser ist/passt.
    Die Bucks würden einen sinnvollen Tradepartner abgeben, aber ich kriege zumindest mit zwei Teams die Teile nicht ganz zusammen. Vaughn würde für mich in die Kategorie Pseudo-Asset fallen…

    Matthews ist schwieriger, weil er recht teuer bei schlechten Quoten. Ich habe ja im Artikel geschrieben, dass er trotzdem positiven Wert haben müsste. Seine Defense stimmt, wenn er wieder bessere Würfe nimmt, geht auch die Effizienz hoch, und als Veteran/Locker Room-Persönlichkeit ist er sicher gefragt. Im OKC hat Simon einen nicht ernst gemeinten Trade mit Payne, Singler und Fillern gepostet, der mir von der Richtung her gefallen hat.
    Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass ein Team wie die Pacers, Wizards oder Pelicans verzweifelt in die Playoffs will.

  9. Smido83

    Würde ich sofort so unterschreiben. Nur glaube ich eben nicht, dass Cuban dies machen wird. WENN überhaupt, dann erst im Februar. Dann auch nur, wenn man immer noch zu den 5 schlechtesten Teams gehören sollte. Ich wüsste aber aktuell auch kein Team welches als Trade Partner Sinn ergeben würde. :?

    Matthews hat aktuell, bzw. seit er in Dallas ist, ein Problem. In Portland war er klar die 3. Option hinter Lillard und Aldridge. Genau diese Rolle ist perfekt für Ihn. 2 dominante Scorer auf die sich die Defense konzentrieren muss und er kann sich seine offenen Würfe aussuchen. Er nimmt ja aktuell nicht mal wirklich mehr Würfe als vor 2 – 3 Jahren. Das Problem ist, dass er Sie aktuell fast ausschließlich aus Isolationen oder in den letzten Sekunder der Clock nimmt! Das kann er halt einfach nicht. Aber ein gutes Team, welches auf dem Flügel, bzw. in der Perimeterdefense, noch Bedarf hat kann Ihn sicherlich gut gebrauchen. Er ist halt das Musterbeispiel eines “3&D” Spielers.

    Mal als Beispiel: http://www.espn.com/nba/tradeMachine?tradeId=jq9od39 + Pic für Dallas
    Matthews kann die Defense von Allen und das Shooting von Carter neben Conley/Parsons/Gasol ohne weiteres ersetzen und würde wieder seine beste Rolle einnehmen können. Obendrein könnte Mejri 10-15 Minuten hinter Gasol mit ordentlicher Defense abdecken. Einen echten Backup Center hat Memphis ja aktuell nicht… Und Dallas hätte nächste Saison 10 Mio weniger in den Büchern stehen und würde Assets sammeln.

    Glauben tue ich aber an keines der Szenarien. Leider glaube ich, dass Dallas wie immer versuchen wird bis zum letzten Tag den Rückstand aufzuholen um Dirk noch mal 4 PO Spiele zu bieten… Am Ende wirds aber wohl diese Saison nicht mal im Ansatz reichen.

  10. Arne Cas

    Was haltet ihr Bogut gegen Monroe und etwas aus Vaughn/ Brogdon / Pick. Man müsste noch Devin Harris hinzufügen um die Gehälter halbwegs auszugleichen. Ich weiß nicht wie viel Milwaukee drauflegen muss um Monroe loszuwerden.
    Dallas würde mit Monroe seine Bilanz nicht verbessern und bekäme zusätzlich ein wenig Talent. Genügend Geld haben sie auch um Monroe zu bezahlen. Mit dem Trade würde man aber glasklar den Rebuild einleiten, es ist die Frage ob das Cuban macht.
    Milwaukee wird den hohen Vertrag von Monroe los. Dieser hat in letzter Zeit kaum Spielzeit bekommen und belastet stark den Cap. Bogut kommt zurück zu der Franchise die ihn einst gepickt hat, gibt Ihnen ein wenig Defense und ist wahrscheinlich zum Saisonende weg. Vom Fit wesentlich besser als Monroe. Hier ist wie erwähnt die Frage wieviel Milwaukee bereit ist zu zahlen…

  11. kdurant35

    Bucks hab ich auch auf meiner Liste. Weiß aber nicht ob die Tatsache das er bereits dort war eher dafür oder dagegen spricht. Denn mMn wird Dallas abgesehen von Monroe nicht viel bekommen wenn Bogut nicht bleiben will. Wenn die Bucks einen Assett abgeben dann fänd ich eigentlich hier das Duo Bogut/Williams interessant für Milwaukee.

    Kandidaten für Bogut wären mMn noch Portland (Paket um Ezeli falls er viel länger ausfallen sollte), Charlotte (Lamb, Hawes und Pick), Boston (Zeller + Clippers Pick 2019 oder Young/Jackson) oder NO (Evans + Diallo + Zweitrundenpick).

  12. D41

    Bucks finde ich interessant.
    Monroe+Maker für Williams und Bogut.

    Maker ist sicher ein Spieler mit upside aber aktuell eher noch gar kein Faktor. Mit Plumlee, Parker und Henson haben die Bucks auch noch lange Bigs mit größeren Verträgen.

  13. Julian Lage

    |Author

    Maker würde ich aus Bucks-Sicht für zu viel halten, selbst wenn (oder auch: weil – alle anderen Teams sehen ihn vermutlich schlechter als die Bucks) er nicht mehr den Wert des Picks hat. Monroe ist ja irgendwie doch ein auslaufender Vertrag, ich würde die Chance für ein Opt-Out auf ca. 75% schätzen. Vielleicht bekommt man ihn sogar dazu, für nen Trade auf die Option verzichten, wenn ihn die Rolle bei den Bucks nur genug nervt. Vaughn und Snell sind denke ich die realistischeren Assets, evtl. noch Seconds dazu oder so.

  14. D41

    Was müsste dallas für Maker noch drauflegen? Glaube, das snell und co nicht wirklich Potenzial haben.

  15. Smido83

    Wüsste nicht was Dallas dieser Trade überhaupt bringen sollte. Monroe wird wohl kaum auf sichere 18 Mio verzichten, wenn nicht mal klar ist ob Ihn irgend ein Team nochmals für mehr als das Minimum nen Vertrag geben würde. Ergo verbaut sich Dallas mit dem Trade nur die Flexibilität im nächsten Sommer.

    Maker, so interessant der Spielertyp auch ist, sehe ich nicht als zukünftigen NBA Starter. Er als Asset ist klar zu wenig für 2 Veteranen mit auslaufenden Verträgen. Wenn die Bucks noch Ihren 1st Rounder drauf legen… ;)

    Bogut und Williams sind für mich wie gesagt nicht die Spieler deren Trade Dallas groß weiterhelfen würde. Die richtig guten Teams haben keine passenden Verträge die auslaufen und die schlechteren teams brauchen Sie nicht um zum Kontender zu werden.

    Ich hatte noch diese wilde Idee… http://www.espn.com/nba/tradeMachine?tradeId=jsdpabt + Pic

    Dallas hätte damit nächsten Sommer nur rund 50 Mio (+ die Team Option bei Dirk) in den Büchern und könnte so einigen Free Agents Angebote machen die interessant sind.

  16. D41

    Na, der Trade wäre für Maker wäre für Dallas ein klarer Schritt zum Rebuild. Zwei Spieler, die man nicht braucht gegen ein Prospekt mit jeder Menge upside. Williams und Bogut sind sonst nach der Saison weg und man hat nichts in der Hand außer vllt. 2-5 schädlichen Siegen mehr. Würde eher zu Julian tendieren, dass die beiden nicht genug wären, aber man nimmt ja auch noch Monroe auf.

    Dazu noch Matthews verschiffen für z.B. Rubio (dem würde ein Wechsel wohl sehr gut tun) und man hat einen jungen Kern um Barnes, Rubio und einigen Talenten und hohem Pick in 2017.
    Wichtig wäre mir, dass man nicht wie in Philly einen 10 jährigen Rebuild eingeht, sondern eher ein ganz schwaches Jahr und dann wieder angreifen.
    Dallas ist und bleibt durch Carlisle und Cuban ein attraktives Ziel für Spieler.

    Deine Tradeidee für Evans und co. verstehe ich noch nicht ganz. Man wird zwar den Vertrag für Wes los, aber für nichts. Wes könnte aus meiner Sicht einen Firstrounder (Bucks, OKC (mit Kanter und einem dritten Team wie Portland)) wert sein.

  17. Arne Cas

    Was wollen die Mavs denn mit Capspace nächsten Sommer? Als würden die in dieser Situation einen guten Freeagent anlocken…. Sie sollten lieber die Veteranen verscherbeln und ein paar Assets einsammeln. Maker wäre interessant (high Risk/ high reward) aber anstelle der Bucks würde ich es nur für Bogut nicht machen. Matthews könnte langfristig vll sogar in das Team passen. Giannis, Mathews, Middleton, Parker + Henson/Plumlee – so eine Lineup würde mir gefallen, Bogut wäre im Sommer weg. Der Cap wäre dann aber für die nächsten Jahre voll und das wäre das Team der Zukunft. Was haltet ihr von diesem Bucksteam?
    Die Mavs würden dieses nur tun, wenn sie den Rebuild wollen. Wie wahrscheinlich dies mit Dirk im Team ist sei mal dahingestellt….

  18. kdurant35

    Der Cap ist nach der vorzeitigen Vertragsverlängerung doch eh schon fast zu. Dürfte sich so im Bereich der MLE abspielen. Was also nix bringt, da man die eh hätte. Wenn die Bucks ihr Team verstärken wollen ist der Vertrag von Monroe noch eine gute Chance um mit einem Assett ein Loch zu schließen.

    Für Bogut und DWills auslaufende Verträge würde ich Maker aber nicht abgeben. Zumindest wenn man nicht die Meinung über ihn in einem halben Jahr geändert hat. Denke Monroe plus Vaughn und einen gut geschützen Pick (vielleicht Top 20 2018) wäre fair. Um solch eine Position zu erreichen wäre der Verbleib von einem oder far beiden hilfreich. So könnte man sicher stellen das der Pick auch nur abgegeben wird wenns kein unnützes rental war. Sonst könnte er sich z.B. in Zweitrundenpicks umwandeln.

  19. Simon

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Bucks Maker für Williams und Bogut abgeben. Obwohl Monroe inzwischen fast schon ein reiner Salary-Dump wäre, da muss man natürlich noch ein Asset drauflegen. Aber ein Lottery-Rookie wäre wohl zuviel, was auch immer man von Maker halten mag. Ich persönlich finde ihn sehr spannend und traue ihm immer noch zu, irgendwann Starter zu werden.

    Matthews wäre für die Bucks dagegen richtig interessant. Er bringt (aktuell nicht, aber theoretisch) alles, was die Bucks brauchen. Da fände ich das Paket Monroe/Maker sogar ziemlich günstig und könnte mir vorstellen, dass die Mavs noch zusätzlich z.B. Vaughn oder einen geschützten Pick verlangen. Außerdem wäre Dallas (falls sie sich endlich für den Rebuild entscheiden) keine schlechte Adresse, weil ihnen Monroes Option für die Saison 2017/18 weniger weh tut als vielen anderen Teams. Im kommenden Sommer sind die Mavs, wie Arne sagt, sowieso nicht interessant für Free Agents…

    PS: Dass die Legende des 10jährigen Sixers-Rebuilds selbst hier noch existiert… :stupid: Die Sixers waren 2012 in der zweiten Playoff-Runde (7 Spiele).

  20. Smido83

    Mit dem steigenden Cap könnte Dallas 2 restricted Free Agents Max Veträge anbieten. Hier mal eine Liste: Noel, Caldwell-Pope, Mirotic, Plumlee, Olynyk, Otto Porter

    Mal angenommen man bietet Noel und Porter gleich am 1. Juli 2 Max-Verträge an. Dann wird es schon interessant ob beide Teams matchen. Ich glaube eher nicht. Welche anderen Teams hätten denn genug Cap Space um den RFA richtig was zu bieten? Ein Frontcourt aus Noel, Barnes, Porter würde mir für die Zukunft durchaus gefallen… Dazu mit dem hohen eigenen Pic noch nen guten Jungen PG ziehen, sowie mit dem Pic aus New Orleans nen weiteren Guard und das Gerüst für die Saison 2017 und die Zukunft sieht durchaus vielversprechend aus.

    PG: Rookie / Barea
    SG: Anderson / Curry / Rookie
    SF: Porter / Finney-Smith
    PF: Barnes / Powell
    C: Noel / Mejri / Hammons

    Funktioniert so natürlich nur, wenn Dirk die Schuhe nicht wieder schnürt. Sonst wäre ein Max natürlich schon über seine 25 Mio weg.

  21. Simon

    Ist trotzdem populistischer Quatsch, das ständig überall zu erwähnen. Ist ja inzwischen auch so ausgelutscht, dass man es nicht mal mehr als mittelmäßigen Witz nehmen kann.

    Die Sixers waren jetzt 4 Jahre nicht in den Playoffs, genauso wie die Jazz (nur dass die 2012 ohne Sieg in der ersten Runde rausgeflogen sind). Bei den Kings sind es 10, bei den Wolves 12 Jahre. Die Lakers haben in den letzten drei Jahren insgesamt um die 70 Spiele gewonnen… Keine Ahnung, mich persönlich nervt dieses substanzlose Sixers-Bashing einfach. Allein dafür würde ich ihnen schon Markelle Fultz und den einen oder anderen Titel in den nächsten Jahren gönnen.

  22. Simon

    Zwei aus dieser Liste plus Barnes mit Max-Verträgen, das klingt irgendwie nicht sehr verlockend…

    Dieses Team

    PG: Rookie / Barea
    SG: Anderson / Curry / Rookie
    SF: Porter / Finney-Smith
    PF: Barnes / Powell
    C: Noel / Mejri / Hammons

    ist dann richtig teuer und ziemlich sicher nicht gut genug für die Playoffs. Klar haben da die meisten Spieler noch Upside, aber aus wem kann ein Star werden? Vielleicht Barnes? Aber danach wird es schon düster.

  23. kdurant35

    @simon

    Da gehst du aber davon aus das WM als Rollenspieler wieder deutlich besser agiert. Derzeit würde ich niemals einen 10ten Pick für ihn hergeben. Es ist sogar ein ggamble wenn man ihn ohne großen Gegenwert aufnehmen würde (was ich ohne zukünftige Flexibilität aber eingehen würde). Aber niemals würde ich einen 10ten Pick für ihn verwenden. Denn zumindest für die Bucks war er den ja wert. Deshalb halte ich dieses Szeanario für sehr unwahrscheinlich

  24. Simon

    Du hast wahrscheinlich Recht. Ich mag Matthews und sehe in ihm immer noch mehr, als er in dieser Saison zeigt. Ich glaube, dass sein großes Problem zur Zeit seine Rolle ist. Er muss zu viel selbst kreieren und außerdem viele schwierige Würfe am Ende der Shotclock nehmen. In einem besseren Team traue ich ihm zu, wieder deutlich effizienter zu werden. Dann hätte er auch wieder mehr Kraft in der Defensive übrig, er könnte sowohl neben Middleton spielen (vor allem, wenn Antetokounmpo nomineller PG ist) oder der erste Backup auf beiden Flügelpositionen sein. Bei den Mavs muss er ja auch oft größere Flügelspieler verteidigen und macht das relativ gut. Zum Ende seines Vertrages ist er 32 oder 33, das geht auch gerade noch, obwohl er natürlich schon jetzt relativ teuer ist.

    Aber ich bin wie du der Meinung, dass ein Lottery-Pick eigentlich zu viel ist. Die Frage ist aber natürlich auch, wie dringend die Bucks Monroe loswerden wollen.

  25. kdurant35

    Aus rein Captechnischen Gründen müssen sie ihn ja gar nicht loswerden. Ob man 8 Mio unter dem Cap liegt oder 10 drüber (ohne Snell) ist ja von der Flexibilität fast egal. Deshalb würde ich keinen Assett abgeben um Monroe zu traden.
    Vor allem im Hinblick auf die Möglichkeit das er FA wird wenn er unzufrieden mit der Spielzeit in Milwaukee ist. Ansonsten könnte man ihn wohl auch kommende Saison als auslaufenden Vertrag billiger traden. Und von der Bank find ich ihn auch ganz OK (vom Preis abgesehen).

    Der einzige Grund ihn wirklich mit Beigabe zu traden ist mmn Chemieprobleme oder ein Besitzer der das Geld nicht zahlen will. Aber das kann man von Außerhalb kaum beurteilen. Angeblich gabs in der Offseason Angebote von Teams. Bucks wollten ihn jedoch nicht verschenken sondern gar was für haben


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