Draft

Lotterie ohne Hauptgewinn?

Photo: NBANets (Lizenz)

Ende Januar. Die NBA bereitet sich innerlich mehr auf das All-Star-Game als auf die Playoffs vor, in der NCAA laufen momentan die Conference-Games und March Madness scheint noch weit entfernt. Eigentlich eine unspektakuläre Phase des nordamerikanischen Basketballs. Eigentlich. Denn spätestens ab diesem Zeitpunkt im Jahr sollten alle NBA-Scouts ihre Arbeit intensivieren, reisen und beobachten, um ihre Teambesitzer auf die bevorstehende Lottery vorzubereiten. Welche Talente können denn die Franchises von David Kahn und Mikhail Prokhorov im Juni verstärken? Go-to-Guys analysiert die momentanen Kandidaten für den ersten Pick der Draft 2011.

Kyrie Irving, Duke University

Zum ersten Mal seit der Saison 99/00 startet wieder ein Freshman auf der Aufbauposition der Duke Blue Devils und tritt damit in die Fußstapfen von Jay Williams. Dieses hoffnungsvolle Pointguard–Talent hört auf den Namen Kyrie Andrew Irving. Der 18-Jährige galt seit langer Zeit als einer der besten Spieler seines Geburtsjahrgangs 1992 und spielte deswegen schon im U18-Nationalteam der USA, war McDonalds All-American und nahm im letzten Sommer am Nike Hoop Summit teil.

Kyrie Irving ist 1,87m groß und bringt um die 80kg auf die Waage. Diese Werte zeigen, dass er nicht unbedingt ein Kraftprotz ist wie es etwa seine NBA–Kollegen Rose oder Westbrook sind. Dennoch ist der Freshman ein sehr robuster Aufbau, der immer mit heruntergedrücktem Gaspedal spielt und eine Vorliebe für den gepflegten Schnellangriff besitzt. Sein Spiel basiert auf seinem unwiderstehlichen Zug zum Korb. Dabei lässt er seine Gegenspieler regelmäßig durch seinen schnellen ersten Schritt stehen oder erwischt die Verteidigung durch geschickte Geschwindigkeitsveränderungen und Verzögerungen auf dem falschen Fuß. Hat Irving seinen Gegenspieler geschlagen, ist der Guard kaum noch aufzuhalten, da sich ihm wegen seines hohen Basketball-IQs eine Menge Optionen auftun, die er alle zu nutzen weiß. Durch sein klasse Ballhandling immer unter Kontrolle bleibend und nie die Übersicht verlierend, findet Irving mit Leichtigkeit zum Korb schneidende Mitspieler oder den freien Schützen an der Dreierlinie. Mustergültig bedient werden seine Kollegen dann per Lob, Durchstecker oder Kick-Out, da er alle Varianten des gehobenen Passspiels beherrscht. Oder aber er geht selbst durch zum Korb und schließt hochprozentig in Brettnähe ab. Hier gehören verschiedene Floatervarianten und eine Reihe von oft spektakulär aussehenden Korblegern zu seinem Waffenarsenal. Gern bringt er diese auch, den direkten Körperkontakt suchend, gegen die unter dem Korb stehenden, gegnerischen Bigmen an und zieht so überdurchschnittlich viele Fouls. Dementsprechend oft steht Irving an der Freiwurflinie. Sein Sprungwurf sieht ordentlich aus und hat sogar eine Reichweite bis zur Dreierlinie. Allerdings benötigt sein Schuss für die NBA noch einen kleinen Feinschliff, damit man Irving auch als Schützen wirklich respektieren muss. Einzig seine Turnover-Rate ist etwas zu hoch. Seinem geringen Alter und damit fehlender Erfahrung geschuldet, begeht Irving manchmal einfache Fehler und beendet überhastete Aktionen mit einem Ballverlust für sein Team. Auch muss er erst noch lernen, ein verlässlicher Strippenzieher in einer langsamen Halfcourt Offense zu werden. Dafür ist Irving ein überdurchschnittlicher Verteidiger. Wieder mit viel Energie spielend, ist er ein guter On-Ball-Verteidiger, der seinem Gegenspieler das Leben schwer macht. Oft steht er auch in den richtigen Passwegen und kann Steals für seine Mannschaft verbuchen. Nur die Verteidigung abseits des Balles offenbart einige Schwächen.

Charakterlich gibt es bei dem jungen Aufbau keine Bedenken. Er scheint sich mit der Rolle des Anführers zu identifizieren und wirkt sehr erwachsen für sein Alter. Dennoch ist er dem einen oder anderen Spaß im Umkleideraum nicht abgeneigt. Außerdem scheint sich Irving gegen gute Konkurrenz besonders motivieren zu können. Seine zwei besten Spiele lieferte er diese Saison gegen die klangvollen Namen Pullen (Kansas State) und Lucas (Michigan State) ab.

Wo Irving nun gedraftet werden wird, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Eine komplizierte Knochen- und Bänderverletzung am rechten großen Zeh wird ihn diese Saison kein Spiel mehr bestreiten lassen. Dies nimmt Irving die Chance, sich auf der großen Bühne des NCAA-Tournaments präsentieren zu können. Dennoch sollten ihm die gezeigten Leistungen aus seinen acht Spielen einen Platz in der Top 5 garantieren. Eine Zukunft als Top-Pick muss er sich in den Draftworkouts erarbeiten.(tb)

Perry Jones III, Baylor University

Perry Jones III. gilt als einer der Topkandidaten auf den ersten Pick der NBA Draft 2011. Der Student der Baylor University geht als Power Forward/Center für die Baylor Bears auf Korbjagd. In seinem ersten Jahr am College drückt er dem Spiel schon seinen Stempel auf, überzeugt aber noch nicht auf ganzer Linie. Warum er trotzdem noch ein ganz heißer Kandidat auf den First Pick ist, wird im Folgenden erläutert.

Mit 100 Kilo verteilt auf 2.11 Meter besitzt der 19-Jährige Gardemaß. Seine große Stärke ist der Zug zum Korb, der ihm durch sein gutes Ballhandling und die bemerkenswerte Athletik vereinfacht wird. Der Sprungwurf gehört ebenfalls zu seinem Offensiv-Repertoire. Während sein Mitteldistanzwurf regelmäßig fällt, hat er noch Probleme mit seinem Distanzwurf. Der Wurf an sich sieht aber sauber aus und kann mit intensivem Training noch optimiert werden. Dies würde seinem Spiel einen großen Vorteil verschaffen, da er diesem eine weitere Komponente hinzufügen würde und im Zweikampf gegen seine Gegenspieler wesentlich schwerer auszurechnen wäre. Im Post-Up hat der Youngster aber noch Schwierigkeiten, da seine Skills an diesem Punkt noch nicht ausgereift sind und noch viel Arbeit benötigen. Am College hat Jones damit noch nicht so viele Probleme, jedoch wird das in der NBA nicht mehr klappen. Insbesondere die Vielseitigkeit der Bewegungen lässt zu wünschen übrig und aufgrund seines Körperbaus und Gewichts muss der gebürtige Texaner aufpassen, dass er nicht nur herumgeschubst wird. Ein positiver Aspekt hingegen ist, dass die Point Guards der NBA Freude haben werden, ihm mit Alley-Oops anzuspielen. Gute Hände gepaart mit einem Spieler seiner Größe und Athletik sind selten zu finden. Außerdem kann er mit dieser Spielweise einige Schwächen kaschieren. Auch mit Kontakt von mehreren Gegenspielern kann er am Korb abschließen. Um zu einem guten Spieler zu reifen, wird Jones aber noch einige Aspekte seines Spiels auf ein höheres Level heben müssen. Insbesondere sind hier sein Basketball-IQ und die Fähigkeit, abseits des Balls zu agieren, hervorzuheben. Mit dem Ball in der Hand kann er einen großen Einfluss auf das Spiel haben, was ihm „off-the-ball“ aber noch recht selten gelingt. Viel schwerwiegender ist aber sein Rebounding bzw. Blocking. Mit einer Größe von 2.11 Meter muss ein Akteur stärkere Auswirkungen auf das Spiel haben. Dieses Jahr blockt Jones 0.9 Würfe seiner Gegenspieler. Das sind deutlich zu wenig! Vor allem sollte es mit einer Armspannweite von ungefähr 2.20 Meter kein Problem sein, mehr als einen Wurf pro Spiel zu blocken. Ansonsten ist seine Defense aber zufriedenstellend, keinesfalls außergewöhnlich, man muss sich aber keine Sorgen machen. Schlussendlich macht das Potenzial den Unterschied. Die Scouts und Experten erwarten, ähnlich wie bei Derrick Favors, eine deutliche Leistungssteigerung. Wann diese eintreten wird, ist jedoch unklar.

Auf dem Feld legt Perry Jones eine auffallende Aggressivität an den Tag. Seine intensive Spielweise und das Auftreten spiegelt seinen Charakter sehr genau wieder. Er scheint den Fokus auf dem Basketball zu haben und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Perry Jones hat vielleicht sogar das größte Potenzial der drei vorgestellten Spieler. Dadurch, dass seine Konkurrenten aufgrund verschiedener Faktoren ausfallen, hat er als einziger die Möglichkeit, den Scouts zu zeigen, was in ihm steckt. Das war bisher aber noch nicht überzeugend genug, um schlussendlich auch wirklich als Nummer Eins gezogen zu werden. Die Expertenmeinungen gehen bei Jones zum Teil weit auseinander. Keiner weiß so richtig, was für ein Spieler Jones nun wirklich ist. Ist er jetzt ein Point Forward, der teilweise sogar den Ball bringen kann, also eine Mischung aus Lamar Odom und Tracy McGrady? Oder eher der Power Forward, dem die Post Moves fehlen? Es ist schwierig zu sagen, da für beide Positionen sowohl  Argumente als auch Gegenargumente vorhanden sind. Eins ist aber auf jeden Fall sicher: Wenn sich einer der General Manager entschließt, Jones auszuwählen, wird immer ein gewisser Rest an Risiko übrig bleiben. Am Ende ist und bleibt er eine athletische Wundertüte.(jb)

Enes Kanter, University of Kentucky

Als dritter und letzter Kandidat für den ersten Pick des Draftjahrgangs 2011 muss Enes Kanter gehandelt werden. Der 18-jährige in der Schweiz geborene Türke sollte eigentlich für die Kentucky Wildcats in diesem College-Jahr auflaufen, wurde aber von der NCAA ausgeschlossen (Go-to-Guys berichtete). Das letzte Spiel vor der Draftnacht vor einer größeren Öffentlichkeit bleibt also das Nike Hoop Summit im April 2010, bei dem Kanter mit 34 Punkten den bisherigen Rekord von Dirk Nowitzki übertraf und zusätzlich noch 13 Rebounds (davon acht am offensiven Brett) einsammelte. Zudem übernahm Kanter in einer Phase, wo die Internationals mit zehn Punkten zurücklagen, und bescherte seinem Team fast eigenhändig die Führung.

Kanter misst ungefähr 2,10m und bringt knapp über 120 Kilogramm auf die Waage. Wie man bei seiner Statur vermuten kann, ist Kanter ein relativ klassischer Big Man, der sich im Low Post behaupten kann und sich hier auch wohl fühlt. Sein Körper scheint NBA-ready zu sein, auch wenn man erst die korrekten Maße beim Draft Measurement abwarten muss. Seine Härte und sein physisches Spiel zeichnen ihn aus. Dabei hat Kanter gute Hände für einen Mann seines Körperbaus, was sein Spiel enorm begünstigt. Wenn Kanter den Ball in aussichtsreicher Position im Low Post erhält, kann er sich immer einen guten Wurf kreieren und somit hochprozentig punkten. Zudem bewahrt Kanter die Ruhe, sobald er den Ball erhält, und trifft keine schnellen, möglicherweise schlechten Entscheidungen. Er hat ein Auge dafür, was die Defense ihm anbietet, und nutzt dies konsequent aus. Dabei hilft ihm vor allem, dass er seinen Wurf nun auch aus dem High-Post treffen kann. Dabei ist er gar kein so überragender Athlet, sondern profitiert viel mehr davon, dass er weiß, wie er seinen Körper einsetzen muss. Defensiv kann Kanter stellenweise für Stopps sorgen, dies aber wiederum durch sein gutes Positionsspiel, nicht durch Athletik bedingt. Generell ist es schwierig, sein Reboundspiel aus dem NBA-Blickwinkel zu bewerten, weil Kanter auch immer von seiner Masse profitierte und auch hier bisher nicht dafür bekannt war, die Rebounds „in high traffic“ einzusammeln. Verglichen wird Kanter mitunter mit Luis Scola, der zwar ein wenig beweglicher scheint und bisher über eine größere Range verfügt, allerdings könnte Kanter mit seinen Stärken einen ähnlichen Einfluss auf ein Team haben.

Ein weiterer Vorteil scheint bisher der Charakter Kanters zu sein. Er scheint der ruhige, hart arbeitende Spieler zu sein, der auch schon in seinem jungen Alter eine Professionalität an den Tag legt, die NBA-Neulingen wie DeMarcus Cousins noch immer fehlen. Als weiteres Indiz ist dafür anzuführen, dass Kentucky-Coach John Calipari darauf besteht, dass Kanter weiter mit dem Team reist, auch wenn er nicht spielberechtigt ist.

Kanters Draftstock richtet sich – im Unterschied zu vielen anderen Spielern – nicht nach den Leistungen des Türken, sondern vor allem auch nach den Leistungen der anderen Kandidaten. Einerseits schadet dies seiner Draftposition, weil er nicht mehr vorspielen kann. Ein sehr gutes Jahr in Kentucky, wo er dominiert hätte, würde vielen NBA-Scouts die letzte Bestätigung geben, dass Kanter einen sehr hohen, wenn nicht höchsten Pick wert wäre; andererseits kann er seinen Wert – bedingt durch eine mittelmäßige College-Saison – auch nicht nach unten schrauben. Sein 34/13-Spiel beim Nike Hoop Summit ist das letzte Lebens-, vor allem aber Ausrufezeichen, was für ein Prospect Kanter wirklich sein kann.(ds)

Warum Harrison Barnes kein potenzieller #1-Pick ist

Neben den drei bisher genannten Kandidaten, die realistisch gesehen die größten Chancen auf den obersten Platz in der nächsten Draft haben, gehörte Harrison Barnes ebenfalls lange Zeit zu den heißesten Anwärtern. Die Mischung von guten, wenn auch nicht überragenden, athletischen Fähigkeiten und seinem technisch sehr reifen Spiel verhalf dem Small Forward zu Bestplatzierungen im Ranking der besten Rekruten 2010 und in frühen NBA Mock Drafts. Was ist passiert, dass er nun nicht mehr als oberster Pick in Betracht gezogen wird?

Der Start der neuen Tar Heels in die NCAA-Saison war enttäuschend. Barnes wurde als erster Freshman überhaupt ins Preseason-All-American-Team gewählt, wodurch Erwartungen entstanden, dass Barnes North Carolina nach einer schwachen vergangenen Saison wieder an die Spitze des College Basketball führen könnte. Nach der Hälfte der zu absolvierenden Spiele konnte sich weder das Team zu den Besten des Landes zählen, noch konnte Harrison Barnes einen entscheidenden Beitrag zum Teamerfolg beitragen. Zu der Bilanz von 13 Siegen zu 5 Niederlagen lieferte er pro Spiel 11,8 Punkte, bei 37% aus dem Feld und produzierte mehr Turnovers (2,3) als er Assists spielen konnte (1,5). Zwar muss der Small Forward damit zurechtkommen, dass seinem Team ein Spielmacher fehlt, der das Spiel strukturiert und ihn einsetzen kann, jedoch lassen ihm die hohe Pace der Tar Heels und das Zusammenspiel mit zwei produktiven Big Men wie Zeller und Henson auch einige Möglichkeiten, gut auszusehen. Sein Wurf, der am College als einer seiner Stärken galt, scheint aber einfach nicht fallen zu wollen. Trotz einer sauberen Wurftechnik verfehlt er das Ziel bei seinen Dreiern (31%) und kann auch aus seiner Comfort Zone, der Mitteldistanz, keine Konstanz finden. Dabei verlässt er sich zu häufig auf den Midrange Wurf aus dem Dribbling, anstatt den direkten Weg zum Korb zu suchen. Doch auch in diesem Teilaspekt offenbaren sich Schwächen, die auf der High School nicht ersichtlich waren. Er hat keinen besonders schnellen, ersten Schritt, kann weder explosiv in der Zone abschließen noch übermäßig viele Freiwürfe ziehen und lässt sich durch Körperkontakt zu leicht aus dem Rhythmus bringen. Seine Wurfauswahl leidet etwas an seinem mangelnden Wurferfolg, denn gelegentlich neigt Harrison dazu, schlechte Würfe aus Verunsicherung zu nehmen, bei denen er sich erhofft, seinen Touch zu finden.

Ein Freshman, der Schwierigkeiten hat, ist nun nichts Besonderes. Der Punkt bei Barnes ist, dass wohl keiner der Experten damit rechnete, schließlich galt der Tar Heel als sehr reif für sein Alter, mit einem hohen Basketball-IQ ausgestattet. Dazu bringt er Attribute mit sich, durch die ihm das Spiel auf College-Ebene eigentlich leichter fallen sollte. Als großes Problem stellt sich auch der langsame erste Schritt heraus. Wenn Harrison Barnes schon Probleme hat, an den langsameren Verteidigern auf dem College vorbeizukommen, wie sieht das dann erst mit NBA-Athleten aus? Sollten dann seine Würfe nicht fallen, bringen auch die Wurffinten keinen Platz, wodurch Barnes offensiv zum Statisten werden kann, eben so wie es derzeit auf College-Niveau geschieht. Sein Talent allein macht ihn weiterhin zu einem Lottery Pick, der noch Luft nach oben hat, jedoch ist Barnes als #1 Pick durch die genannten Probleme eher unwahrscheinlich.(dg)

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4 comments

  1. Amar'e

    wow krass das harrison barnes momentan so schlecht spielt, ich hoffe er findet wieder zu seinem flow und zu alter stärke. ich denke eine athletiktraining (russel westbrook) würde ihn sehr viel weiter bringen und vorallem beim ersten schritt weiter helfen. selbst ohne athletik kann man n brillianter baller sein (steve nash, larry bird…). das habe ich echt nicht erwartet, er war ja n sicherer Nr. 1 Pick, eine feel good story aus north carolina und “auf jordans spuren” bei den tar heels…

    hmm die drei vorgestellten spieler klingen alle sehr verheißungsvoll. enes kantar ist mir bereits ein begriff unf schon längere zeit beobachtungsobjekt der scouts. wenn ich draften würde, dann würde ich die spieler in dieser reihenfolge draften:

    #1 Enes Kantar. Das Hoop Summit game spricht bände, würde vielleicht noch ein jahr am collage oder eventuel sogar in der euroleauge spielen, um sein game auszubauen. point guards wie kyrie iving gibt es schon viele in der nba. aber richtige brauchbare center mit echtem potential nur sehr sehr wenige. bekanntlich “you can’t teach high”. und mit dem skillset, dem character und dem potential ist enes canter defenitiv der nummer 1 pick meiner meinung nach.

    je nach dem, was die mannschaft an zwei beötigt, würde ich wahrscheinlich kyrie iving bevorzugen. den parry jones scheint mir etwas zu riskant zu sein. ich denke das wenn kyrie sein game auf die nba übertragen kann. das wird er. er ein star werden kann. und ein guter on ball verteidiger ist immer gefragt. nur die schlechten entscheidungen und das aufbauspiel könnten ihm probleme bereiten, aber das kann er ja lernen.

    zu guter letzt belibt parry jones an drei. da muss aufjedenfall ein workout mir hakeem the dream olujawon her… und masse, viel eisen futtern an seinen postmoves arbeiten. aber ein spieler bei der größe mit dem ballhandling ist gold wert. das bringt enormes potentail. vielleicht ein durant light, oder ein offensiver kevin garnett oder auch bloß ein andre blatch…

    was ist mir der highschool sensation KEMBA WALKER??? oder spielt der schon auf dem collage? the next big thing! ich hoffe das aus diesem new yorker PG ein krasser superstar wird, der hoffentlich nicht scheitert wie telfair, marbury oder tinsley…

  2. Harrison Barnes sollte aufjedenfall noch ein weiteres Jahr ans College gehen. Es kann ihm nicht schaden.

    Ich würde derzeit wohl Perry Jones III an #1 ziehen, das ist die moderne NBA lange, bewegliche Pont Forwards. Er wird ohnehin an seinem Postgame arbeiten müssen. Aber was der Junge mit 6.11 macht ist schon außergewöhnlich und sollte für jedes Team Matchup-Nightmares verursachen. Ein wenig wird er aber noch auf der Hantelbank verbringen müssen um wirklich effektiv in der NBA zu sein.

  3. Nachtrag

    @ Amare

    soweit ich weiss spielt Walker auch schon am college bei UCONN 😉

    Ich glaube seine Draftvalue ist nicht sonderlich hoch. Da viele GM’s dieser Tage die alljährlichen Iverson-verschnitte meiden. Walker ist ein Scorer vor dem Herren, aber er ist einfach undersized und momentan auch uneffektiv.

    Ich als New Yorker würde es natürlich auch begrüßen, wenn der New York Native mich eines besseren belehrt. Aber wirklich glaube, muss ich ehrlich gestehen, tue ich nicht.

  4. Guwan

    Hi Julian,

    ich finde deinen Artikel wirklich klasse. Seit dem vergangenen Jahr interessiere ich mich immer mehr für die NCAA und mein Lieblingsteam Louisville Cardinals 😉

    Freut mich immer was darüber zu lesen, vor allem wenn es so ausführlich und exzellent geschrieben ist wie hier. Ein sehr schöner Einblick in die NCAA für Laien wie mich 😉

    An dieser Stelle auch ein großes Kompliment an das gesamte Team von go-to-guys.de, ihr leistet wirklich tolle Arbeit!

    Würde mich freuen auch in Zukunft so schöne Artikel über die NCAA zu lesen und eventuell auch einen über Russell Westbrook 🙂

    Salve, Guwan.

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