Redaktions-Roundup

Redaktions-Roundup #2

Go-to-Guys heißt Euch zur zweiten Runde des Redaktions-Roundups willkommen. Diese Artikelreihe wird sich immer wieder mit aktuellen Themen rund um die NBA und NCAA beschäftigen, die keinen ganzen Artikel wert sind, aber Erwähnung finden sollten. Unsere Redakteure kommentieren das zeitnahe Geschehen kritisch und geben mitunter einen Ausblick, was sie von dem behandelten Thema erwarten.

D-League – Schande oder Chance?

Hassan Whiteside, der Rookie-Center aus Sacramento, ist einer von bisher 13 NBA-Spielern, die von ihren Teams in die Development League, die Entwicklungsliga der NBA, geschickt wurden. Neben Jonny Flynn (Minnesota Timberwolves), der nach seiner Verletzung dort wieder zu seiner Form finden soll, sind Patrick Patterson (Houston Rockets), Cole Aldrich (Oklahoma City Thunder), Dominique Jones (Dallas Mavericks) und Craig Brackins (Philadelphia 76ers) die bekanntesten Namen. Die größte Überraschung stellt die Abstellung von Terrence Williams (New Jersey Nets) dar. Nach der vielversprechenden Rookie-Saison konnte sich der vielseitige Flügelspieler unter dem neuen Coach der Nets – Ex-Trainer der Mavericks Avery Johnson – bisweilen nicht durchsetzen.
Zur Hinabsendung von Whiteside äußerte sich Kings-Trainer Paul Westphal wie folgt:
“Ich denke, dass er enttäuscht ist, aber wir haben ihm erklärt, dass es keine Degradierung ist.” Steve Kerr (Phoenix‘ letztjähriger General Manager) und Lionel Hollins (Coach der Memphis Grizzlies) schlugen im letzten Jahr in dieselbe Kerbe und betonten, dass der erste Buchstabe in „D-League“ für „Development“ (Entwicklung) und nicht für „Demotion“ (Degradierung) stehe.

Hassan Mohamed: Ich stelle mir die Frage, ob diese Aussagen bloß Gerede sind, da eigene Spieler betroffen sind bzw. betroffen waren (Earl Clark bei Kerr und Hasheem Thabeet bei Hollins), oder ob es ernst gemeinte Worte sind. Meiner Meinung nach wären wirklich vielen Parteien geholfen, wenn die Wahrnehmung der D-League eine positivere Entwicklung nehmen würde. Je besser der Status der Liga ist, desto mehr NBA-Spieler würden Einsätze bekommen, was wiederum dazu führen würde, dass das Niveau steigt und die dort gezeigten Leistungen mehr Gehalt hätten. Zusätzliche Spielzeit unter Wettkampfbedingungen – selbst gegen ein vergleichweise geringeres Talentlevel als in der NBA – schadet jungen Spielern nicht. Sei es nur, um Vertrauen in den Wurf zu bekommen oder bestimmte Aktionen in richtigen Spielsituation einzuüben. Den Spielern muss nur verdeutlicht werden, dass die Leistung auch wahrgenommen wird. Selbstredend sollte die D-League einen Zusatz und keinen Ersatz für Spielzeit in der NBA darstellen, daher gefällt mir die Einschränkung nicht, dass Spieler pro Saison nur maximal dreimal der D-League zugewiesen werden dürfen – für mehr Flexibilität/Spontanität sollte diese Regelung gelockert werden.
Entmutigen lassen sollten sich Whiteside, Williams & Co. nicht. Mit Shannon Brown und Matt Barnes hat der amtierende Meister aus Los Angeles zwei Spieler mit D-League-Erfahrung in der festen Rotation. Aaron Brooks (Houston Rockets) wurde in der letzten Saison zum Spieler mit der besten Entwicklung gewählt. Auch er hat D-League in seiner Basketball-Vita stehen. Andray Blatche (Washington Wizards), Dorell Wright (Golden State Warriors) und Marcin Gortat (Orlando Magic) sind weitere D-League-Alumni – keine Stars, aber Spieler mit festen Rollen in der besten Basketballliga der Welt.

Landry Fields for ROY

Julian Barsch: Jeder von uns kennt diese Überraschungen, doch trotz alledem sind alle Fans und Experten etwas geschockt von einem Spieler, den niemand auf dem Zettel hatte: Landry Fields, Rookie und Starter bei den Knicks, ruft beeindruckende Leistungen ab. Gut, das war auch schon vor einer Woche bekannt. Doch jetzt wurde der 22-Jährige zum Rookie des Monats der Eastern Conference gewählt! Nur um einmal zu zeigen, wie sensationell der Absolvent der Stanford University spielt: Mit 7.2 Rebounds im Schnitt ist er der beste Rebounder unter den Guards. Und das nicht nur in seinem Team oder seiner Division. Nein, in der gesamten NBA. Nach ihm kommen Namen wie Andre Igoudala, Dwyane Wade, Kobe Bryant, Russell Westbrook, usw. Auch wenn seine Leistungen in der Preseason bereits auffallend gut waren, hat niemand mit solch einer Explosion gerechnet. Im Vergleich zu Spielern wie Amaré Stoudemire und Raymond Felton sehen seine Statistiken zwar in keiner Form spektakulär aus, aber genau das zeichnet ihn aus. Er schafft es immer wieder, mit kleinen, vielleicht sogar unauffälligen, Aktionen dem Team enorm weiterzuhelfen. Beispielsweise in der Begegnung gegen die Detroit Pistons, die nach doppelter Verlängerung gewonnen wurde. Am Ende der ersten Verlängerung zieht Point Guard Felton in die Zone, kann aber den Floater nicht im Korb unterbringen. Doch Fields kommt angeflogen und rettet die Punkte mit einem Putback-Korbleger. Genau diese Aktionen sind bezeichnend für sein Spiel. Er gibt dem Team, was es braucht, um zu gewinnen.
Wenn der Shooting Guard es schafft, konstant auf diesem Level zu spielen, werden die Knicks noch sehr viel Freude mit ihrem Zweitrundenpick haben. Insbesondere Spieler wie Fields werden benötigt, um einer Mannschaft die nötige Toughness zu geben. Ich bin mir sicher, dass er nicht umsonst mit Wall zusammen auf dem zweiten Platz der Rookies steht. Natürlich hat Wall andere Fähigkeiten und auch mehr Talent, allerdings heißt das nicht, dass ein Spielertyp, wie Fields es ist, seiner Franchise weniger helfen kann. Amaré Stoudemire kann sich glücklich schätzen, dass er einen solch eifrigen und hart kämpfenden Kameraden im Team hat. Landry Fields hat eine große Karriere vor sich. Auch durch seinen Charakter wird er sich etablieren und festsetzen. Zusammen mit den bereits genannten Felton und Stoudemire, aber auch mit Gallinari & Co., läutet er eine neue Ära im Big Apple ein.

Russell Westbrook – der (neue) MVP von Oklahoma City?

In den letzten zwei Wochen bekam Russell Westbrook so viel Aufmerksamkeit wie noch nie in seiner noch jungen NBA-Karriere. Angefangen mit der Auszeichung als Spieler der Woche, zeigte er im Anschluss noch beeindruckende Vorstellungen gegen die Indiana Pacers (43/8/8) oder gegen die New Jersey Nets (38/15/9). Von den letzten elf Spielen gewannen die Thunder acht, wovon drei Siege ohne Durant und Dank eines überragenden Westbrook eingefahren wurden. Diese famosen Auftritte animierten dann auch ESPN-Statistik-Guru John Hollinger zur These, dass mittlerweile Westbrook dem eigentlichen Franchiseplayer der Thunder, Kevin Durant, den Rang abgelaufen hat. Hat Hollinger recht? Ist Russell Westbrook der neue MVP der Thunder?

Fabian Thewes: Aus meiner Sicht ist das eine ganz schwierige Frage.  Zunächst muss man einfach anerkennen, dass im bisherigen Saisonvorlauf Westbrook der klar wertvollere Spieler ist, der nicht nur auf dem Papier glänzende Zahlen auflegt (knapp 24/6/8 über die Saison) sondern – gerade wenn es eng wird – Verantwortung übernimmt und als unglaublich effektiver ‘Clutchperformer’ auftritt. Allein seine 21-Punkte-Vorstellung in den drei Verlängerungen gegen die Nets (davon 13 in der Dritten) soll nur als ein Beispiel von vielen gelten. Von der Partie bei den Celtics, denen er 31 Punkte einschenkte und die erste Heimniederlage bescherte, ganz zu schweigen. Seine Crunchtime-Statistiken bei 82games.com gehören zum Besten, was die NBA zurzeit zu bieten hat. Seine diesjährigen Werte würden für Platz 2 der letzten Saison reichen. Verlangt man nicht unter anderem genau das von einem MVP? Die Fähigkeit, das Spiel zu übernehmen, wenn das Spiel im letzten Viertel auf der Kippe steht? Diesbezüglich tut sich Kevin Durant bis heute sehr schwer. Seit er in der NBA ist, hat er gerade mal einen Gamewinner versenkt und auch seine clutchstats sind alles andere als überragend.
In Sachen Leadership gehen die beiden ebenso unterschiedliche Wege. Kevin Durant sagt man nach, dass er ein “natural leader”, ähnlich wie Tim Duncan sei; keineswegs extrovertiert, sondern eher still und eine natürliche Autorität. Westbrook würde ich dagegen als reines Energiebündel beschreiben, der seine Emotionen in der Partie nicht immer unter Kontrolle hat. Er pumpt sich und seine Mitspieler nach spektakulären  oder wichtigen Aktionen auf, sei es durch Mimik, Gestik oder Gebrüll. Das kann in der Regel das ganze Team mitreißen. Nachteil ist jedoch, dass er manchmal (wenn auch diese Saison erheblich seltener!) dazu neigt, zu überdrehen und dem Team durch eine fragwürdige Wurfauswahl mehr schadet als hilft.
Des Weiteren muss man Kevin Durant ein wenig in Schutz nehmen. Er startet traditionell eher schlecht in die Saison und fiel bisher aufgrund kleinerer Blessuren (Knöchel, Knie) bereits vier Partien aus. Dann sei noch erwähnt, dass Durants Körper bisher mehr beansprucht worden ist als es bei Westbrook der Fall ist. Bei der WM sah er die meisten Minuten im Team-USA und auch sonst ist er – im Gegensatz zu Russell – ein Spieler, der in der NBA im Schnitt 40 Minuten eingesetzt wird. Diese (Mehr-)Belastung könnte Auswirkungen auf die diesjährigen Leistungen von Kevin Durant haben.

Fazit: Wenn ich heute entscheiden müsste, würde ich aufgrund des Formtiefs von Durant und der Entwicklung von Westbrook Letzterem die Stimme geben. Dies aber unter der Prämisse, dass sich dies in der restlichen Saison nicht mehr fundamental ändert. Letztes Jahr steigerte sich KD von Monat zu Monat. Warum sollte das diese Saison nicht wieder so sein? Eines sollte aber klar sein: Egal wie das Rennen zwischen den beiden ausgeht, letztendlich profitiert davon am meisten die Franchise selbst. Die Oklahoma City Thunder können sich freuen, gleich zwei ‘MVP-Kaliber’ in ihren Reihen zu haben.

Fragwürdiges Wechselspiel

Nachdem die Portland Trail Blazers zum dritten Mal in Folge verloren hatten, entschied Head Coach Nate McMillan am 29. November, im folgenden Spiel Wesley Matthews anstelle von Nicolas Batum starten zu lassen: „Wesley hat gut gespielt, wenn er mehr Minuten bekam. Also werden wir Nic[olas] in die zweite Fünf stecken und sehen, was passieren wird.”

Christian Neumann: Passiert ist ein Schnitt von 84 Punkten über die vergangenen drei Partien, die ebenfalls allesamt verloren wurden, darunter Niederlagen gegen die schlagbaren Teams der Sixers und Wizards. Matthews hat seitdem zwar einen Schnitt von 18 Punkten, aber Roy erzielt nur noch 15 bei mäßigen Quoten. Batum hat in der Summe sogar nur 17 Zähler erreicht, weshalb Portlands Bank-Produktion mit einem Durchschnitt von 18 Punkten in den letzten drei Spielen auch sehr bescheiden ausgefallen ist.
Glaubt man McMillan, konnten die Trail Blazers nur auf einer Position etwas ändern. Dass Marcus Camby, LaMarcus Aldridge und Andre Miller in Portland als Starter gesetzt sind, ist nachvollziehbar, aber bei Roy hört das Verständnis auf. Der Star-Spieler des Teams plagt sich mit Knieproblemen herum und ist eigentlich auf verringerte Minuten angewiesen, um diese Saison durchstehen zu können. Trotzdem hält McMillan an Roy als Starter fest, und Roy scheint seinen Platz in der ersten Fünf als ebenso selbstverständlich anzusehen wie 35 Minuten pro Partie.
Roy und Matthews brauchen beide den Ball, um effektiv zu sein, und behindern sich also gegenseitig. Batum, der durch seine Harmonie mit Miller und seine Offensivrebounds auch abseits des Balls wertvoll ist, sitzt hingegen zwei Drittel der Zeit auf der Bank. Wenn er dann spielt, darf er trotzdem den Ball nicht dominieren, wie Matthews es als Bankspieler durfte, weshalb Batum auch als Reservist nicht produktiver geworden ist – er spielt einfach nur weniger. Das wiederum schwächt Portlands Verteidigung, die in Matthews und Batum zwei ihrer Stärken, in Roy aber eine wohlbekannte Schwäche hat.

Fazit: Der sinnvolle Wechsel würde sein, Roy weniger, aber dafür gezielter einzusetzen: als Offensivwaffe für 20 bis 25 Minuten von der Bank. Das Gros der Einsatzzeit sollte stattdessen an die gesunden Spieler gehen, die gut verteidigen können und sich offensiv ergänzen – an Matthews und Batum. Da Roy unter McMillan jedoch Vorzugsbehandlung genießt, selbst wenn es dem Team-Erfolg schadet, scheidet diese Variante aus. Portlands anhaltender Abwärtstrend hat darin einen seiner (vermeidbaren) Gründe.

There is no ‘D’ in Phoenix

Die Suns belegen dieser Tage in allen relevanten Statistiken zur Erfassung der Defensive einen der hintersten Plätze, meist sogar den 30. und somit letzten Platz der Liga. Dies ist der Fall in Sachen gegnerische Trefferquote aus dem Feld (49.1%, Platz 30), gegnerische Punkte pro Spiel (110.5, Platz 30), gegnerische Punkte in der Zone pro Spiel (49.9, Platz 30) und der daraus folgenden ‚Defensive Efficiency‘ (Platz 30). Dazu kommt miserables Rebounding, was dem Gegner die Möglichkeit bietet, im Schnitt beinahe jeden dritten Rebound am Brett der Suns einzusammeln (32.4% opponent offensive rebounding, Platz 30). Das heißt, dass selbst wenn die Suns es einmal schaffen sollten, das gegnerische Team am Treffen zu hindern, in einem von drei Fällen der Gegner direkt noch eine Chance erhält, oftmals gar eine hochprozentige direkt am Korb. Woher kommt das – und kann ein Team so überhaupt Spiele gewinnen?

Jonathan Walker: Der Eine oder Andere mag sich jetzt vielleicht denken: „Das ist doch schon seit Jahren so bei den Suns, die konnten doch noch nie verteidigen“. Doch dieser weitverbreitete Eindruck trügt. In den Jahren unter Mike D’Antoni standen immer fähige Verteidiger im Team (Shawn Marion, Raja Bell, Kurt Thomas, Grant Hill), welche die offensivlastige Philosophie des Trainers ausglichen, ja teilweise erst ermöglichten. Denn ein zügiger Angriff lässt sich nach einem Ballgewinn oder Rebound sehr viel einfacher gestalten als nach einem gegnerischen Korb und Einwurf an der Grundlinie. Nach dem Abgang der besten Verteidiger in den Reihen der Suns, löste eine effektive, von Headcoach Alvin Gentry installierte Teamdefense die auf Individuen basierende Defense ab, auch wenn mit Hill noch immer ein guter Flügelverteidiger und mit Robin Lopez und Jared Dudley aufstrebende, energiegeladene Defender im Kader standen (und noch immer stehen). So fanden sich die Suns in vergangen Jahren immer im Mittelfeld (früher im oberen, zuletzt im unteren), was die statistische Erfassung der Verteidigung abseits von kassierten Punkten pro Spiel angeht.
Warum die Suns in der bisherigen Saison noch weit von einer annehmbaren Teamverteidigung entfernt sind, hat unter Anderem einen auf den ersten Blick verblüffenden Grund: Amar’e Stoudemire steht nicht mehr im Team. Sicher, der 2,08 Meter große Athletikfreak blieb Zeit seines Aufenthalts in Phoenix weit unter seinen defensiven Möglichkeiten und ist in der Liga als mieser Verteidiger verschrien. Und doch stellt er im Gegensatz zu dem, was ab dieser Saison auf den großen Positionen für die Suns aufläuft, eine gewisse Präsenz in der eigenen Zone dar. Auch wenn er das häufige Würfeblocken immer mehr zu Gunsten der ehrlichen Defense am Mann vernachlässigte (was er gerade in New York wieder aufgibt), war er kein so leicht überwindbares Hindernis wie es der spindeldürre und, trotz kranker Sprungkraft, Anti-Shotblocker Hakim Warrick ist (Karriere: 0.3 Blocks pro Spiel). Ebenso verhält es sich im Vergleich zu Hedo Türkoglu, der eigentlich auf der Position des Small Forwards zuhause ist und in Phoenix nur gezwungenermaßen den Power Forward mimt. Zudem fehlen Amar’es neun Rebounds pro Spiel dann eben doch, auch wenn ihm immer vorgeworfen wurde, er müsse mit diesen Anlagen locker zehn pro Spiel holen. Ebenso war Louis Amundsons Einsatz an beiden Enden des Feldes ein Plus gegenüber der Produktion von Spielern wie Earl Barron und Garret Siler.
Dazu kommt die nicht minder schwerwiegende Verletzung von Robin Lopez. Die Knieverletzung beraubt Phoenix seines einzigen echten Centers. Auch wenn Frye in den vergangen Spielen immer mehr zum echten Center zu werden versucht (2.8 Blocks über die letzten fünf Spiele), kann er den körperlich imposanteren, defensivorientierten Lopez einfach nicht ersetzen.
Der dritte Grund ist der, dass eine Defense, die in Ermangelung defensiv individuell herausragender Akteure hauptsächlich auf Teamarbeit basiert, Zeit zum Einspielen braucht. Und diese Zeit hatten die Suns bisher noch nicht. Zum Einen, da sich fünf neue Spieler (Turkoglu, Childress, Barron, Siler und Lawal) im Team befinden und sich erst im sowieso schon komplexen Angriffssystem zurechtfinden müssen. Zum Anderen, da der bisherige intensive Schedule kaum Trainingseinheiten zuließ. So war zum Beispiel von der in der letzten Saison effektiv praktizierten Zonenverteidigung der Suns in dieser Saison noch überhaupt nichts zu sehen. In der vergangenen Saison steigerte sich die Mannschaft in der Defense von Monat zu Monat bis hin zu den fabelhaften Playoffs, initialgezündet durch die Rückkehr des ebenfalls zu Beginn der letzten Spielzeit verletzten Centers mit dem Afro. Ein Werdegang, der sich wiederholen könnte.
Aber auch ohne solide Verteidigung besteht zu diesem Zeitpunkt kein Grund zur Panik. Man steht bei einer Bilanz von 10-9, was derzeit immerhin noch den 8. Platz in einer hart umkämpften Western Conference bedeutet. Trotz eines Spielplanes, in welchem die Clippers und Kings die einzig leichteren Gegner darstellten. Und eben trotz der oben erläuterten Probleme am defensiven Ende des Feldes. Wie das möglich ist? Nun, dem Angriff hat der Abgang Stoudemires kaum Abbruch getan, in den relevanten Statistiken stehen die Suns abermals auf den vorderen Plätzen, was die Offensive betrifft. Da dies hauptsächlich der Klasse Steve Nashs und der tatkräftigen Hilfe durch Jason Richardson und Grant Hill geschuldet ist, wird sich daran vorerst auch nichts ändern, im Gegenteil. Ist Neuzugang Türkoglu erst einmal in der Offense integriert und Lopez sowie Childress, der zur Zeit noch in Bryant-Manier mit gebrochenem Finger spielt, wieder fit, kann es mit diesem Team eigentlich nur noch den Weg nach weiter oben geben.

Redaktions-Roundup

Ihr habt selbst auch eine Frage zum aktuellen Geschehen in der NBA oder NCAA? Euch interessiert unsere Meinung zu einem Thema oder ihr wollt etwas erläutert haben? Dann fragt einfach nach. Unsere Redakteure werden versuchen, jede Frage – so sie denn ernstgemeint ist – zu beantworten. Ihr werdet namentlich in einer der nächsten Ausgaben des Redaktions-Roundups erwähnt. Ihr erreicht uns über die „Fragen und Vorschläge“-Funktion, sowie auf den Pinnwänden von Facebook oder studiVZ.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

2 comments

  1. Julian Barsch

    @Christian Neumann: Also ich widerspreche dem vollkommen. Ich denke zwar auch, dass Batum spielen sollte, aber ich sehe keinen Grund Roy von der Bank kommen zu lassen, Er ist der Franchise Player und hat die Verantwortung. Zwar ist er momentan nicht in seiner besten Form und kämpft mit Verletzungsproblemem, aber ich denke nicht, dass das der Grund für die Niederlagen ist. Im Frontcourt sehe ich eher die Problematik. Außer Alridge scort kaum einer der Big Men und die Punkte von ihm sind auch meist nicht in der Zone. Somit strahlt Portland kaum Gefahr unter dem Korb aus. Natürlich kann man das wieder mit dem Ausfall von Oden begründen, aber das geht so auch nicht, da er auch noch kein Spiel in 2010/11 absolviert hat.
    Auch die Tatsache, dass Portland allgemein zu viel vom Sprungwurf lebt, passt dazu.

    Ich denke, es wäre der komplett falsche Schritt, Roy aus der Starting Five zu nehmen.

  2. Guter Beitrag. Sicher nicht verkehrt, sich mit der Thematik im detail auseinander zusetzen. Ich werde gewiss die weiteren Posts verfolgen.

Schreibe einen Kommentar