Scouting

Scouting U18 FIBA Americas 2016

Welche Spieler überzeugten bei dem U18-Turnier in Valdivia?

Das diesjährige FIBA Americas U18-Turnier stellte ähnlich wie die U17-Weltmeisterschaft 2016 keinen sonderlich spannenden Wettbewerb dar. Wie in Zaragoza pflügten die US-Boys auch in Valdivia ohne größere Probleme durch das teilweise doch sehr überforderte Teilnehmerfeld und fuhren in diesem Sommer auch mit ihrer 1998er-Spielergeneration einen Titel auf internationaler Ebene ein. Aus Draftsicht stellte diese kontinentale Meisterschaft aber ein sehr interessantes Event dar. Wir zeigen euch, welche amerikanischen Prospects in Chile besonders überzeugten.

Overall

Wer es schafft, sich einen Platz in den Jugend-Nationalmannschaften der USA zu sichern, kann sich als ungemein talentierter Basketballer bezeichnen. Auch die U18-Truppe von Headcoach Shaka Smart stellt in diesem Zusammenhang keine Ausnahme dar. Alle Spieler, die für das Team das Parkett betraten, werden von den diversen Scouting-Services mindestens als 4*-Talente eingeschätzt, was zumeist ein Ranking innerhalb der besten 50-60 Spieler des jeweiligen Jahrgangs bedeutet. Basketballern dieses Kalibers wird mit einer solchen Einschätzung zumindest eine sehr erfolgreiche College-Karriere mit Option auf eine Profi-Laufbahn in Europa prognostiziert. Deshalb lohnt es sich in unsere Datenbank zu schauen, die Einschätzungen zu den zwölf US-Boys mit den meisten Spielminuten bereithält. All diese Spieler sollten sich zu starken Basketballern entwickeln:

DATABASE

Wir haben zudem eine kleine Video-Playlist zum Event zusammengestellt:

Wer auf tiefe Scoutings steht, schaut in diese Dokumente. Dieser Artikel gibt zusätzlich einen detaillierteren Überblick über alle Spieler, denen schon zu diesem Zeitpunkt NBA-Chancen ausgerechnet werden können. (Sorry an die nächstbesten Spieler. Clifford Coleman und Paul Washington – wir mögen euch trotzdem!)

Die besten Prospects im Team USA

Jarrett Allen – Big

Allen, der in der kommenden Saison als Freshman für die Texas Longhorns auflaufen wird, überzeugte für Team USA als Starter auf der Fünf. Der Center knüpfte mit seinen guten Leistungen in Chile direkt an seine tolle Hoop Summit-Performance (9P/9R/2S/3B in 19 Mins) von vor ein paar Monaten an. Als physischster Big seines Teams verdiente er sich die meisten Minuten aller Amerikaner.

Der Center überzeugte vor allem durch seine Athletik und Energie. In der Defensive agierte er als Anker der aggressiven Press-Verteidigung des US-Teams. Hinter den trappenden Flügeln war er oft gezwungen, längere Wege zurückzulegen, um Löcher zu stopfen. Er löste diese Aufgaben aber mit Bravour. Im Halbfeld war er nur schwer aufzuposten, zeigte in der Pick’n’Roll-Verteidigung nur kleinere Schwächen und konnte teilweise sogar als Rimprotector glänzen:

Zudem tat sich Allen als bester Rebounder der Mannschaft hervor. Mit seiner Kombination aus guten Instinkten, solider Technik und starker Athletik beendete er defensiv viele gegnerische Ballbesitze und sorgte auf der anderen Seite des Parketts oft für zweite Wurfchancen seines Teams.

Offensiv ist Allen allerdings noch nicht sonderlich versiert. Er verfügt zwar über soliden Touch in Ringnähe, ist aber aus Mangel an Finesse und austrainierten Bewegungen aktuell noch fast ausschließlich auf den sehr einfach vorbereiteten Hakenwurf mit seiner starken rechten Hand beschränkt. Alle anderen Punkte sammelt er als Cutter oder Putback-Verwerter. Neben den Postmoves sind auch Passspiel und Wurf verbesserungswürdig.

Perspektivisch muss noch abgewartet werden, welche Rolle der 18-Jährige potentiell in einem NBA-Team bekleiden kann. Für die Fünf scheint er trotz seiner tollen Länge noch etwas zu schmächtig zu sein. Als Vierer wäre er aktuell, auch wenn er hier und da öfter mal einen Midrange-Jumper nahm, ein Negativ-Spacer. Dieser Eindruck bestätigt sich besonders bei einem Blick auf seine Freiwürfe (44 FT% im Turnier). Es bleibt deswegen abzuwarten, ob er trotz seines 5*-Status direkt zu einem One-and-Done-Spieler mit Erstrunden-Garantie werden kann oder erst ein, zwei Jahre braucht, um sein Erstrunden-Talent auch in Firstrounder-Qualität umzumünzen.

Hamidou Diallo – Wing

Das 5*-Talent, welches ESPN derzeit als #12 des kommenden High School-Jahrgangs 2017 sieht, konnte in Valdivia zeigen, warum ihn aktuell College-Bluebloods wie Duke, Kentucky und Arizona umgarnen. Der Flügelspieler schaffte es, in einem Team voller starker Athleten mit seiner Sprungkraft, Explosivität und Geschwindigkeit hervorzustechen:

Wie die Clips schon andeuten, nutzt Diallo seine physischen Geschenke offensiv besonders gern, um als Slasher enormen Druck auf Verteidigungsreihen auszuüben. Abseits des Balles überzeugt er als cleverer Cutter und ist dadurch für jeden Spielmacher eine dankbare Anspielstation. Aber auch mit dem Ball kann er durch einen schnellen ersten Schritt schwungvoll zum Korb gelangen. Dort angekommen, versucht er nahezu jeden Versuch zu stopfen, kann durch seinen robusten Körper aber auch schwierigere Würfe „in traffic“ effektiv unterbringen. Freiwürfe weiß er in diesen Situationen ebenfalls in einer hohen Rate zu ziehen.

Auf der anderen Seite des Feldes nutzt Diallo seine athletischen Tools auch hervorragend. Durch schnelle Fußarbeit, einen tiefen, sicheren Körperschwerpunkt und die richtige Einstellung verteidigt der Wing bereits auf einem hohen Niveau. Er mag es seine Gegenspieler auch über weite Strecken sehr eng zu decken und mit seiner bloßen, physischen Gegenwart zu nerven. Seine langen Arme bei 6‘6‘‘ Körpergröße sind nur die Kirsche auf der Sahne. Diallo könnte bei optimaler Entwicklung auch auf höchstem Niveau ein vielseitiger Flügel-Stopper werden, der sogar viele Switchmöglichkeiten bietet.

Warum Diallo dennoch nicht höher gelistet wird, lässt sich an dieser Stelle sicherlich schon erahnen. Wie bei so vielen defensivorientierten, athletischen Slashern ist auch bei Diallo der Wurf noch ein größeres Problem. In Chile traf er ein paar flüssige Midrange-Pullups, konnte aber nicht einen Dreier verwandeln. Seine Performance von der Linie spricht nicht unbedingt für sein Wurfgefühl (47,2 FT%). Doch etwas Hoffnung besteht. Die Bewegung an sich ist nicht verkorkst. Außerdem hat der 18-Jährige noch Zeit von einer negativen zu einer positiven Komponente für das Spacing seiner Teams zu werden. Er wird frühestens in der Draft 2018 verfügbar sein.

Mohamed Bamba – Big

Wenn Scouts auf eines stehen, dann ist es Wingspan. Nach dieser Logik müsste Mohamed Bamba von allen Draft-Beobachtern in den nächsten Jahren als Gottheit verehrt werden. Der 6‘11‘‘-Bigman verfügt über eine Armspannweite von 7‘9‘,5‘!

Um dieses Maß mal ins Verhältnis zu setzen: Aktuell spielt in der gesamten NBA kein Spieler, der eine solche enorme Armlänge aufbieten kann. Ajinca, Gobert, Boban oder Rookie Zhou Qi können sich alle strecken und werden in dieser Kategorie trotzdem von Bamba überragt.

Diese Tools allein würden den jungen Big schon zu einem bemerkenswerten Talent werden lassen. Doch Bamba hat mehr zu bieten, als diese sicher bald schon gern genutzte Trivia-Zahl. Abseits von seinen langen Gliedmaßen verfügt der 18-Jährige zusätzlich über eine gehörige Portion Bewegungstalent. Für einen Center bewegt er sich geradezu grazil über das Parkett. Fastbreaks zu laufen oder aktiv in der Pressverteidigung seines Teams mitzuhelfen, stellten für ihn kein Problem dar. Seine tolle Mobilität und gute Geschwindigkeit machen es möglich.

So ist es nicht verwunderlich, dass Bamba sich als Defensiv-Prospect mit hohem Ceiling aufdrängt. Von der Bank kommend, stellte er für all seine Lineups den Verteidigungsanker dar.  In der Zone veränderte er durch seine bloße Präsenz die Würfe der Konkurrenz, ließ es sich aber auch nicht nehmen, ab und an einige Versuche direkt zu blocken. Sein Verständnis für defensive Rotationen und Help-Konzepte befindet sich bereits auf einem ordentlichen Niveau. Am Perimeter wirkt er in der Pick’n’Roll-Defense oder nach Switches ebenfalls schon recht überzeugend. Ein hervorragendes Verteidigungs-Grundgerüst besteht.

Es sind nun die kleinen Dinge, an denen Bamba arbeiten müssen wird. An erster Stelle sollte der dringend benötigte Masse-Aufbau stehen. Aktuell bringt der 6‘11‘‘-Big nur knapp 210 Pfund auf die Waage. Die Arme und gerade auch seine Beine sind sehr dünn. Wir reden hier nicht von Manute Bol-ähnlichen Streichholz-Gliedmaßen, können aber Bamba auch nicht viele Level über der beliebten NBA-Fußnote ansiedeln.

Mehr Muskeln und dadurch mehr Physis werden dem jungen Center in der Postdefense und beim Rebounding ungemein helfen, indem sie seine schon jetzt recht gut ausgebildeten Instinkte mit mehr Kraft, Körperbalance und Explosivität unterstützen. Danach kann der #3-Spieler der 2017er High School-Klasse an Feinheiten, wie besserer Positionierung und Foulminimierung durch eine weniger sprunghafte Spielweise arbeiten.

Offensiv ist Bamba ziemlich roh. Postmoves konnte er noch nicht zeigen, da ihm Lowpost-Positioning noch schwerfällt. Alles scheint auf dieser Seite des Parketts noch etwas schnell für ihn abzulaufen. Doch er ist keineswegs ein untalentierter Bigman-Klotz ohne Basketball-IQ. Immer wieder blitzen kleinere, gute Aktionen auf, die Lust auf mehr machen.

Bamba verfügt über Spielverständnis und etwas Courtvision. In manchen Situationen versuchte er schon den Ball auf den Boden zu setzen und hatte damit Erfolg. Seine Wurfbewegung (besonders von der Freiwurflinie: 73 FT%) sieht sauber aus und birgt dadurch Potential. Zudem fängt er mit seinen großen, weichen Händen die meisten Bälle, die in seine Richtung fliegen und ist wenig turnoveranfällig.

So ist es vorstellbar, dass er in den kommenden Jahren mehr zu einem Angriffsspieler reift, der auch abseits von Durchsteckern und Offensivrebounds einen Wert besitzt. Zeigt Bamba in den nächsten Monaten große Fortschritte, ist er mit Sicherheit ein One-and-Done-Spieler und eines der aussichtsreichsten Talente für die Draft 2018.

Michael Porter Jr. – Wing

Die Washington Huskies haben Michael Porter Sr. vor wenigen Monaten einen Job als Coaching Assistent gegeben, um dessen Sohn Michael Proter Jr. für die Saison 2017/18 als Freshman nach Seattle zu lotsen. Dass sich diese Entscheidung für das College auszahlen wird, lässt sich schon jetzt erahnen. Porter Jr. zeigte in Chile, warum ihn die Scouting-Services als einen der besten fünf Spieler der 2017er High School-Klasse sehen.

Der 6‘9‘‘-Wing verfügt über herausragende Tools. Lange Arme, Mobilität, Agilität und Sprungkraft – all diese Fähigkeiten vereinen sich in Porter und lassen ihn zu einem spektakulären Athleten werden. Gleichzeitig war der Flügel auch was basketballerische Skills angeht einer der beiden komplettesten Spieler in Valdivia – eine extrem explosive Mischung.

Porter ist ein starkes, multidimensionales Scoring-Talent. Bekommt er den Ball, wird er in nahezu jeder Position automatisch zu einer Double- oder Triple-Threat. Durch sein solides Handling und seinen schnellen ersten Schritt kommt er am Perimeter jederzeit an seinen Gegenspielern vorbei, wenn ihn diese zu eng verteidigen. Leichte Punkte in Korbnähe sind dann vorprogrammiert. Viel Abstand lassen, ist gegen ihn allerdings auch kein probates Mittel, verfügt er doch über einen sehr ordentlichen Wurf mit guter Range.

Mit seinem interessanten Postup-Spiel kann er Verteidigungsreihen zusätzlich unter Druck setzen. Gegen viele Gegenspieler stellt er ein fieses Matchup dar. Er ist größer als die meisten reinen Flügel, gleichzeitig aber auch viel schneller als der durchschnittliche Big. So kann er je nach Situation zwischen Postup plus Abschluss über den Verteidiger sowie Faceup plus Drive-By oder schnellem Sprungwurf entscheiden.

Porter musste sich zuletzt Vorwürfe wegen seiner angeblich fehlenden Toughness anhören. Diese fiel uns nicht negativ auf. Zwar könnte der Flügel gern öfter zum Korb gehen, um mehr Freiwürfe zu ziehen. Dennoch fällt es schwer, ihn für seine Einstellung zu kritisieren, wenn man sieht, mit welcher Intensität er bspw. das offensive Brett für Rebounds attackiert. Er hat so nur wenige basketballerische Hausaufgaben zu erledingen. Es gilt lediglich den Wurf zu festigen, der teilweise recht streaky war, und die schon guten Passfähigkeiten zu einer echten Stärke auszubauen.

Defensiv birgt Porter ebenso gehöriges Potential. Auch wenn seine Armspannweite für seine Größe eher unterdurchschnittlich ist, erlaubt ihm ähnlich wie bei Ben Simmons allein schon seine Athletik zu einem potentiell positiven Faktor werden zu können. Durch seine Mobilität kann Porter am Perimeter viel switchen, in Passwegen als defensiver Playmaker agieren und mit seiner Größe eventuell sogar den einen oder anderen Big im Post verteidigen. Genug defensives Verständnis und Wille sind vorhanden.

Das Paket aus Tools und Skills lassen den talentierten Scorer schon jetzt zu einem der Topfavoriten auf einen Top 5-Pick in der Draft 2018 werden. Eine Schande, dass wir noch ein Jahr warten müssen, bis wir Porter Jr. am College sehen können. Er und unser letzter Spieler hätten ab dem Herbst wieder Teamkollegen sein können. So werden sie sich knapp verpassen.

Markelle Fultz – Playmaker

Der verdiente Tournament-MVP führte mit seinen starken Leistungen nicht nur sein Team zum Titel, sondern setzte aus Draft-Sicht ein gehöriges Ausrufezeichen. Galt der Guard lange „nur“ als potentieller Lotterypick, katapultierte sich der Playmaker durch die High School-Allstar Games und diese U18 FIBA Americas-Performance in die frühe #1-Pick-Konversation für 2017. Aus unserer Sicht gehört er in jedem Fall in die aktuelle Top 3, da der 18-Jährige bereits heute über ein unverschämt komplettes Spiel verfügt.

Fultz ist eine dieser schwer im Trend liegenden, großen Optionen für die Playmaker-Position. 6‘5‘‘-Spieler mit 6‘10‘‘ Wingspan, die auf hohem Level mit dem Ball umgehen können – diese Spieler sind selten, aber extrem gefragt. Gerade wenn sie wie Fultz, athletisch auf einem sehr hohen Niveau sind.

Der zukünftige Washington Huskie ist zwar kein Westbrook oder Rose, braucht sich aber mit seiner Kombination aus Sprungkraft, Speed und butterweich aussehenden Bewegungen vor keinem Aufbau-Talent verstecken, sondern reiht sich eher direkt auf der Stufe hinter diesen Athletik-Freaks ein.

In der Offense ist Fultz durch sein breites Skillset ungemein flexibel. Vornehmlich gab er für die Amerikaner den Ballverteiler, der den Fastbreak ins Laufen brachte oder aber im Halfcourt die Fäden zog. Allerdings zeigte der Playmaker auch die Qualität in engen Partien und schwierigen Situationen als Scorer übernehmen zu können. Neben dieser Dual-Rolle ließ Fultz seinem Coach Shaka Smart durch seine Vielseitigkeit auch in seinen Aufstellungsmöglichkeiten gehörigen Spielraum. Ob als alleiniger Initiator neben reinen Flügelspielern und Big, als sekundärer Playmaker neben einem nominellen Aufbauspieler oder komplett als Offball-Spieler – das junge Talent fand immer seinen Platz und half seinem Team durch seine Präsenz.

Den meisten Wert bietet er aber klar als primärer Ballhandler, da sein bester Skill das Playmaking ist. Seine Kombination aus Handling, Passing und Vision erlaubt es ihm, zu jeder Zeit an jede Stelle des Courts kommen zu können, seine Situation messerscharf zu analysieren und anschließend gute Entscheidungen zu treffen. Zumeist waren dies (teilweise auch technisch sehr anspruchsvolle) Pässe zu Mitspielern. Dabei spielte es keine Rolle, ob er im 1-gegen-1 kreieren musste oder Screens nutzen konnte. Er bestach durch tolles Timing und ein ausgeprägtes Gefühl für das Spiel. Jedes seiner Anspiele erreichte den Empfänger genau im richtigen Moment.

Als Scorer stehen ihm aber auch viele Türen offen. Seine Drives kann er beispielsweise ebenso gut als Finisher nutzen. Am Korb ermöglicht ihm seine gute körperliche Balance auch mit der Off-Hand, bei Absprung mit dem falschen Fuß oder aber mit Kontakt abzuschließen. Lediglich die Fähigkeit Fouls in hohem Maße zu ziehen, zeigte er nicht noch einmal gesondert. Sein Wurf ist zwar nicht auf allerhöchstem Level, fällt aber besonders in Spotup-Situationen und teilweise auch als Midrange-Pullup schon sehr gut und rundet ein sehr gefährliches Offensiv-Paket ab.

Als ob dies nicht genug wäre, ist Fultz auch defensiv ein ernstzunehmendes Talent und stellt so einen potentiellen Two-Way-Star dar. Der Guard kann ein ekliger, direkter Verteidiger sein, der mit seinen schnellen Händen immer wieder für Steals sorgt. Gegnerische Passwege antizipiert er wegen seines guten Spielverständnisses immer wieder. Teilweise konnte er durch seine Athletik gar die eigenen Gegenspieler am Perimeter blocken.

Auch in der Verteidigung hilft ihm wieder seine Größe und Vielseitigkeit. Als 6‘5‘‘-Guard sollte er zukünftig die Mehrzahl aller Perimeterspieler verteidigen können und lässt so switchfreudige Systeme zu.

 

Aktuell lassen sich im Spiel des 18-Jährigen neben den klaren Stärken im Playmaking keine größeren Schwächen finden. Dies ist bemerkenswert und auch das, was Fultz so wertvoll werden lassen könnte. Die nächsten Verbesserungssfelder sollten eine Stabilisation des Wurfes und eine weitere Absenkung seines Handlings sein.

Mit etwas Arbeit könnte er aber auch auf höchstem Level in jeder Facette des Spiels mindestens gut performen. Genau dies zeichnet Stars zumeist aus und lässt sicherlich schon jetzt NBA-Teams aufhorchen, wenn sie an die 2017er Draft denken. Alles andere als eine One-and-Done-College-Karriere scheint für Fultz zu diesem Zeitpunkt, gemessen an seinem hervorrragenden Talentlevel, unrealistisch zu sein.

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