Alltimers, NBA

Loyalität oder Pragmatismus?

Wie sollen NBA-Franchises mit alternden Franchise Playern umgehen?

Nicht nur im Basketball, sondern in fast jeder Mannschaftssportart, ist das Bild des loyalen Sportlers ein Image, welches vor allem bei den Fans sehr beliebt ist. Gerne wird es als Symbol gegen die immer weiter voranschreitende Kommerzialisierung des Sportes interpretiert. Sportler, die ihren Verein oder ihre Franchise nach längerer Zeit verlassen, werden oft als geldgeizig dargestellt. Vergessen wird dabei aber gerne, dass die Beziehung zwischen Sportler und Team eine zweiseitige ist. Für das Sportteam oder die Franchise gibt es neben dem Symbolcharakter eines solchen Sportlers oft auch einen finanziellen Anreiz in Form von Merchandising. Auch wenn der Sportler nicht mehr auf dem früheren Niveau performt, lässt sich durch seinen Symbolcharakter noch viel Gewinn machen. In der abgelaufenen Saison gehörten die Jerseys von Dwyane Wade (12.) und Derrick Rose (10.) immer noch zu den am meistverkauftesten Jerseys der NBA. Die sportliche Leistung der beiden war dagegen, vor allem bei Rose, ernüchternd.

In der NBA sind es überwiegend Superstars, die ihre komplette Karriere oder nahezu ihre komplette Karriere bei einer Franchise verbringen. Bei Rollenspielern wie Udonis Haslem oder Nick Collison ist dies eher ungewöhnlich. Tim Duncan (19 Saisons), Dirk Nowitzki (18 Saisons), Kobe Bryant (20 Saisons) und Dwyane Wade (13 Saisons) zeigen die unterschiedlichen Wege, wie schwierig es sein kann, wenn das Gesicht der Franchise älter wird und wie verschieden die Franchises mit den alternden Superstars umgehen.

Kobe Bryant – fehlende Selbstreflexion

Kein Spieler hat in den letzten 20 Jahren in der NBA so polarisiert wie Kobe Bryant. An fünf Titeln war er als bester oder zweitbester Spieler seines Teams beteiligt. Selbst zu seinen erfolgreichsten Zeiten gab es Kritik an seiner Wurfauswahl und seinem Egoismus. Als er sich dann zum Ende der Saison 2012/13 die Achillessehne reißt, beginnt der vermutlich schwierigste Part in Bryants Karriere. In der folgenden Saison kehrt Bryant zwar im Dezember zurück, doch absolviert nur sechs Spiele, bevor er sich den Schienbeinkopf im linken Knie bricht.
Bryant kann bekanntlich in den nächsten 2 Saisons nicht einmal mehr annähernd an seine bisherigen Leistungen anschließen. Dennoch hat Bryant weiter das Wurfvolumen eines Superstars. Seine Usage liegt in der Saison 2014/15 bei 34.9%. Nach Russell Westbrook nimmt Bryant damit ligaweit prozentual die zweitmeisten Abschlüsse seines Teams. Seine Effizienzwerte (ORtg 95, TS 47.7%) sind katastrophal. Bryant schadet von diesem Zeitpunkt an seinem Team mehr, als er ihm hilft.

Es fehlt ihm an der Selbstreflexion, dass er nicht mehr der Spieler vergangener Tage ist und er kann sich in keine neue Rolle einpassen, um für die Lakers auf dem Feld weiter nützlich zu sein.
Dennoch steht er, obwohl er 36 Jahre alt ist und zwei schwere Verletzungen in den vergangenen zwei Saisons hatte, immer noch knapp 35 Minuten pro Abend auf dem Feld. Die Saison endet für Bryant mit einer Schulterverletzung schon im Januar.
Auch das Verhalten der Lakers ist in der Offseason 2015 kaum zu verstehen. Mit Jordan Clarkson und dem Nr.2-Draftpick D’Angelo Russell haben die Lakers eigentlich zwei hoffnungsvolle junge Combo-Guards. Anstatt die beiden lernen zu lassen und ihnen viel Verantwortung mit dem Ball in der Hand zu übergeben verpflichten die Lakers Lou Williams. Einen weiteren Ballhandler und Scorer, welcher die Spielanteile von Russell und Clarkson weiter verkürzt.
Auch in seiner Abschlusssaison kann Bryant sich kaum anpassen und findet keine Rolle im Team. Bryant schadet in diesen zwei Jahren seinem Team mehr als er ihm nutzt. Das Karriereende von Bryant kommt gerade noch rechtzeitig, um die jungen Talente der Lakers wie Russell, Randle und Ingram jetzt langfristig aufbauen zu können.

Dirk Nowitzki – schadet zu viel Loyalität zwischen Spieler und Franchise?

Sportlich gesehen kann ein Superstar nicht viel besser altern als Nowitzki es tut. Noch nie von seiner Athletik lebend, ist er zumindest offensiv, auch im hohen Alter, ein extrem produktiver Spieler. Zudem hat er es auch verstanden, sich zurück zu nehmen und agiert in einer kleinereren Rolle als früher, sehr effizient. Er verbringt auch in der Offensive immer mehr Spielzeit abseits des Balles, kann so Kraft sparen und hat dennoch als guter Schütze und Stretch Vierer einen positiven Einfluss auf sein Team.

Wieder einmal hat es das Front Office der Dallas Mavericks geschafft, ein konkurrenzfähiges Team um Dirk Nowitzki, den Fixpunkt der Franchise, aufzubauen. Im Gegensatz zum letzten Jahr wurde das Team zwar nicht komplett neu aufgebaut, aber doch auf zwei Positionen deutlich verändert. Mit Zaza Pachulia und Chandler Parsons wurden zwei Starter ziehen gelassen. Dafür konnten die Mavericks Harrison Barnes mit dem Maximalvertrag nach Dallas locken und sicherten sich mit Andrew Bogut einen legitimen Starter auf der Centerposition, ohne Gegenwert im Trade abgeben zu müssen.  Zudem wurden die Verträge von Dwight Powell und Deron Williams zu fairen Konditionen verlängert. Im Groben und Ganzen steht der Kader der Mavericks, lediglich kleinere Moves um den Kader abzurunden werden wohl noch folgen. Doch die Dallas Mavericks sind weit davon entfernt, noch einmal um die Meisterschaft zu spielen und Erfolg ist der einzige wirkliche Anspruch, den Nowitzki zu diesem Zeitpunkt in seiner Karriere laut eigener Aussage noch hat. Wäre es nicht für beide Seiten besser, wenn Nowitzki, in beidseitigem Einvernehmen, in den letzten Jahren getradet oder in der Free Agency gewechselt wäre? Dallas könnte einen vernünftigen Rebuild durchziehen und Nowitzki könnte nochmal bei einem erfolgreichen Team spielen.

Schon nach der misslungenen Saison nach der Meistersaison wäre es für die Mavericks vermutlich am besten gewesen in den Rebuild zu gehen. Mit Dirk Nowitzki (34), Jason Terry (35), Shawn Marion (34), Jason Kidd (39) und Vince Carter (35) waren die fünf Spieler mit den meistgespielten Minuten alle deutlich über 30.
 Nach dem konsequentialistischen Sinnspruch “Der Zweck heiligt die Mittel” hätten sie sich hier auch von Nowitzki trennen müssen, um einen kompletten Rebuild durchführen und außerdem so in einem Trade weitere Assets zu bekommen.
Stattdessen wurde das Team mit mittelklassigen Free Agents so gut es geht konkurrenzfähig für den Playoffkampf gehalten. Dazu wurden unter anderem O.J. Mayo und Darren Collison verpflichtet. Die Playoffs wurden in dieser Saison jedoch knapp verpasst.
Auch in den folgenden Jahren weigerte man sich den Weg des Rebuildes einzuschlagen, sondern versuchte es weiter über die Free Agency. Im Sommer 2013 versuchte man es bei Dwight Howard, musste sich aber mit Monta Ellis, Jose Calderon und Samuel Dalembert zufrieden geben. Die Mavericks erreichten als Achter knapp die Playoffs und konnten danach die Serie gegen die Spurs sogar überraschend knapp gestalten. Erst in Spiel 7 musste man sich geschlagen geben. In der folgenden Offseason verzichtete Nowitzki auf Gehalt, damit die Mavericks Chandler Parsons aus Houston loseisen konnten. Auch Tyson Chandler konnte durch einen Trade für Calderon, Larkin und Draftpicks zurückgeholt werden. Der Trade für Rajon Rondo zwei Monate nach Saisonbeginn entwickelte sich zum Debakel für die Mavs. Letztendlich beendeten die Mavericks die Saison als Siebter und schieden chancenlos mit 1:4 gegen die Rockets in der ersten Runde aus.
Auch im letzten Sommer hätte der Rebuild dann endlich eingeleitet werden können und wieder versuchten die Mavericks unbedingt im Playoffkampf zu bleiben. Wes Matthews und Deron Williams wurden in der Free Agency verpflichtet, Zaza Pachulia für einen Zweitrundenpick aus Milwaukee geholt. Trotz acht Siegen weniger als im Vorjahr belegten die Mavericks den sechsten Platz im Westen und erreichte knapp die Playoffs. Dort schieden sie mit 1:4 gegen die Oklahoma City Thunder aus. Auch mit einem DeAndre Jordan, der sich nach Zusage doch noch gegen die Mavericks entschieden hatte, wäre die Saison vermutlich nicht erfolgreicher verlaufen.

Letztendlich müssen am Ende natürlich immer der Sportler und die Franchise wissen, was für sie am Wichtigsten ist. Die Loyalität von Nowitzki und Dallas zueinander scheint so groß zu sein, dass beide auf die rational sinnvollere Möglichkeit verzichten.
Dennoch sollte Dallas für die Zeit nach Nowitzki vorsorgen und anfangen junge entwicklungsfähige Spieler endlich mehr zu fördern. Fast alle Draftpicks der letzten Jahre bekamen kaum Spielzeit und konnten sich erst richtig beweisen, als sie nicht mehr bei den Mavericks spielten.

Dwyane Wade – die Trennung vom ehemaligen Franchise Player

Der Weg den die Miami Heat und Dwyane Wade gegangen sind, ist sicherlich der radikalste. Dennoch ist dieser Schritt logisch nachvollziehbar.
Das Team hat eine solide Saison absolviert und ist im Osten immerhin in die zweite Runde eingezogen. Der vorhandene Kader war in großen Teilen jedoch zu alt, um noch besser werden und eine wirkliche Chance auf eine Meisterschaft zu haben. Dwyane Wade und Joe Johnson gehen auf das Ende ihrer Karriere zu, Luol Deng hat die 30 ebenfalls bereits überschritten und der Gesundheitszustand von Chris Bosh ist immer noch nicht geklärt. Um mit Deng, Johnson und Wade zu verlängern hätten die Heat in diesem Sommer eine Menge Geld investieren müssen. Vor allem da durch den Maximalvertrag von Whiteside und die langfristigen Verträge von Bosh und Dragic schon drei Spieler für längere Zeit unter Vertrag stehen, welche zusammen über 60 Millionen verdienen und deren Gehälter zudem noch ansteigen werden. Den Kader komplett, also neben Wade auch Joe Johnson, Tyler Johnson und Luol Deng, halten zu wollen, hätte die Heat auch bei ansteigendem Cap langfristig unflexibel gemacht.
Also wurde der Kader neu ausgerichtet. Um wirklich komplett zu rebuilden, ist der vorhandene Kader zu gut, hat aber mit Justise Winslow, Hassan Whiteside und Tyler Johnson bereits Entwicklungspotential in den eigenen Reihen.
Die Heat machten Wade ein Angebot von knapp 40 Millionen Dollar für zwei Jahre und waren nicht bereit mehr Geld in die Hand zu nehmen, um mit dem Angebot von Chicago für Wade gleichzuziehen.

Auch weil Wades Leistungen sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich verschlechtert haben, kann man Rileys Handeln nachvollziehen. Die nachlassende Athletik ist mittlerweile deutlich zu spüren. Vor allem ersichtlich wird dies an seiner Wurfauswahl. Früh in seiner Karriere schloss Wade noch deutlich über 40 Prozent seiner Abschlüsse direkt am Ring ab und auch in der Big-Three-Ära waren dort immer  noch zwischen 35 und 37 Prozent seiner Abschlüsse. Doch in den letzten beiden Jahren fanden nicht einmal drei von 10 Abschlüssen aus dem Feld in der Zone statt. Stattdessen verlagert Wade sein Spiel immer weiter in die Mitteldistanz, wodurch er deutlich ineffizienter geworden ist (ORtg 103).
Wade verlässt Miami und bekommt noch einmal einen etwas besser dotierten Vertrag, bei einem, wie vermutlich zumindest er glaubt, guten Team.  Die Heat bewahren ihre Flexibilität und können um ihren neuen Kern bauen. Beide Seiten profitieren im Endeffekt von der Trennung.

Tim Duncan – beständig erfolgreich

Neunzehn Spielzeiten absolvierte Tim Duncan für die San Antonio Spurs. In jeder der neunzehn Saisons gewannen die Spurs immer mindestens 50 Siege. Nachdem David Robinson im Jahr 1989 in die Liga kam, schafften die Spurs das außergewöhnliches Kunststück, in 27 Spielzeiten nur ein einziges Mal die Playoffs zu verpassen. Es war die Saison 1996/97, in dem David Robinson nahezu die komplette Saison ausfiel, die Spurs in den Tanking-Modus schalteten und am Ende dadurch Tim Duncan mit dem ersten Pick der Draft zogen.

Schon damals schafften es die Spurs ihren nächsten Franchiseplayer zu bekommen, noch während der aktuelle Franchiseplayer sich in seiner besten Zeit befand. Duncan hatte das Glück, von Anfang an bei einem Team zu spielen, welches direkt um die Meisterschaft spielen konnte. Schon in seinem zweiten Jahr holte Duncan seinen ersten Titel.
Ähnlich wie Robinson, war auch Duncan das ungewöhnliche Glück vergönnt, dass der nächste Franchiseplayer des Teams schon während seiner aktiven Zeit zur Franchsie kam. Während Duncan immer älter wurde und zumindest sein offensiver Einfluss deutlich nachließ, wurde Kawhi Leonard immer besser. Dadurch schafften es die Spurs auch weiterhin ein beständiger Anwärter auf den Meistertitel zu bleiben. Im Gegensatz zu Wade, Bryant und Nowitzki konnte Duncan so auch noch im hohen Basketball-Alter um Titel bei seiner Franchise spielen.

Was ist Loyalität?

Wade, Nowitzki und Bryant zeigen sehr gut, welche unterschiedlichen Probleme es mit alternden Superstars gibt. Im Fall Wade ist es der hohe eigene Gehaltsanspruch, der zum Problem wird, im Fall Bryant die fehlende Reflexion, dass die frühere Leistung nicht mehr abgerufen werden kann und im Fall Nowitzki steht der Spieler dem eigentlich notwendigen Rebuild im Weg. Duncan kann hier als Sonderfall betrachtet werden, da es ihm auch im hohen Alter vergönnt war, ein Team an der Seite zu haben, was seinen Leistungsabfall auffangen konnte.
Wie soll eine Franchise in diesem Fällen mit ihren ehemaligen Superstars umgehen? Ist die Trennung der richtige Weg, wie es jetzt bei Wade und den Heat passiert ist? Oder sollte weiter aneinander festgehalten werden, wie es die Mavericks und Nowitzki machen?

In der allgemeinen Wahrnehmung ist es in der Regel der Spieler, der sich loyal zu einer Franchise verhält. Über die Rolle der Franchise wird dagegen in der Regel weniger gesprochen.
Dabei ist es vor allem sehr abhängig von der Franchise, ob ein Spieler seine komplette Karriere bei einer Franchise verbringt. Damit ein Spieler langfristig bei einer Franchise bleibt, muss diese es schaffen, dem Superstar in seiner Karriere ein konkurrenzfähiges Team an die Seite zu stellen. Schafft die Franchise dies nicht, führt dies in der Regel dazu, dass der Spieler in der Free Agency abwandert oder einen Trade fordert. Prominente Beispiele aus jüngerer Vergangenheit sind Kevin Garnett (Minnesota-Boston), Kevin Love (Minnesota-Cleveland), LeBron James (Cleveland-Miami) oder Dwight Howard (Orlando-Los Angeles Lakers). Auch Bryant forderte 2007 einen Trade, bevor die Lakers es schafften Pau Gasol nach Los Angeles zu holen. Sowohl Bryant, als auch Nowitzki, Duncan und Wade hatten das Glück, dass ihre Franchise es schaffte, ihnen nahezu ihre komplette Karriere ein konkurrenzfähiges Team an die Seite zu stellen.
Spieler sind also in der Regel auch nur dann loyal, wenn die Situation ihnen Erfolg garantiert. Warum sollten Franchises nach anderen Kriterien handeln?

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9 comments

  1. Avatar

    STAT

    Super interessantes Thema. Ich glaube das richtige Wort wäre in diesem Zusammenhang die Balance. Eine gesunde Mischung aus Loyalität und Pragmatismus! Beides schließt sich nicht aus.

    Generell bin ich der Ansicht, dass eine Franchise über einem einzigen Spieler stehen muss. Das Wohl der Franchise sollte über allem stehen. Hier sollten romantische Gefühle nicht im Weg stehen. Alles sollte irgendwann ein Ende haben und zwar rechtzeitig!

    Den Weg der Mavs sehe ich vor allem seit diesem Jahr sehr kritisch und hier sehe ich keine gesunde Mischung. Es ist nachvollziehbar, dass Dirk und Cuban nach dem Meistertitel weiter alles versucht haben, um ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Das hat aus unterschiedlichen Gründen eher schlecht als recht funktioniert. Bei kaum einem Team sehe ich ein Rebuild für so sinnvoll an, wie bei den Mavs. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mavs kurz – bis langfristig (!) in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, sehe ich als höher an, als das sie im gleichen Zeitraum wieder oben angreifen können. Es muss ja kein radikaler Rebuild sein, aber irgendwie fehlt mir bei den Mavs ein langfristiger Plan. Dirk ist für die Entwicklung der Franchise – so leid es mir tut – eher ein Bremsklotz. Aber offensichtlich will man das so haben.

    Die Heat haben mMn aus sportlicher Hinsicht dagegen alles richtig gemacht. Wade kann sicherlich in einzelnen Spielen noch den Unterschied machen, aber die Trennung kam zur rechten Zeit. Das Problem dabei ist, dass auch hier keine richtige Mischung gefunden wurde. Die Art und Weise der Trennung wirft ein schlechtes Licht auf Miami und Riley. Im Gegensatz zu den Mavs wurde mir nach außen hin zu wenig Loyalität gezeigt. Riley hätte eine Möglichkeit finden sollen, dass man sich im „Guten“ trennt und diese Entscheidung der Fanbase und Co. offen und transparent erläutern sollen. So bleibt ein fader Beigeschmack.

    Bei den Lakers finde ich es fast gleich wie bei den Mavs. Wer weiß, vielleicht wären die Lakers ohne Kobe heute schon wieder ein mega talentiertes Team auf dem Weg nach oben? Vielleicht hätten sie schon einen guten Kern zusammengehabt um bei Durant eine Chance zu haben?
    Aber wenn man diesen Hype um Kobe gesehen hat, dann wird man feststellen, wie schwer es ist, Identifikationsfiguren loszulassen. Ich konnte aus neutraler Sicht nie verstehen warum Kobe diesen Monstervertrag bekommen hatte. Das ist in meinen Augen brutal schlechtes Management. Wenn so Loyalität aussieht, dann wäre es vermutlich besser, auf Loyalität zu verzichten und damit den einen oder anderen Fan zu verlieren. Auch wenn das in meinen Augen dann keine Fans sind.

    Solange eine Franchise inkl. Fans in der Vergangenheit leben, braucht man sich auch nicht wundern, dass man dann auf Jahre unten rumkrebsen muss oder eben keinen Schritt weiter kommt.

    Über die Spurs sind alle Zweifel erhaben. Sie werden wohl auch noch Contender sein, wenn Kawhi auf die 40 zu geht. :mrgreen:

  2. pitschini99

    Puhh gewagte Thesen!

    Sobald ich dieses Wort Rebuild höre, bekomme ich einen Brechreiz! Die Mavs haben in den 90ern vor Dirk 12 Jahre einen ewig währenden Rebuild vollzogen, ohne das Glück mit Dirk und dessen Entwicklung zum Superstar würde in Dallas wahrschl. noch Heute ein ewig fortwährender Rebuild vollzogen.

    Letzlich geht es im Sport ums gewinnen und man sollte immer versuchen das best mögliche Team zusammen zu bringen um zu gewinnen.
    Manche Teams rebuilden ganze dekaden und verkommen damit zur Lächerlichkeit! So wie die Mavs der 90er, so wie die 76ers und Wolves der Neuzeit. Spätestens wenn diese jungen Spieler entwickelt sind, stellt sich die Frage wo sie dann ihre Talente hinbringen.

    Veränderung ja, rebuild nein, solange ein Spieler einem Team hilft zu gewinnen, wie TD, wie Dirk und auch wie Wade, solange möchte ich diesen Spieler auch im Team haben. Kobe hat tatsächlich niemanden mehr geholfen, das ist aber ein völlig anderes Thema.

    Dirk aber steht den Mavs ja nicht im Weg, sondern mit und um Dirk kann man ein durchaus sehr starkes Team bauen, bei dem Dirk die Rolle annimmt, die das Team von ihm benötigt, besser geht es in meinen Augen nicht.
    Keiner in Dallas, mag die nächsten 10 Jahre anderen Teams in den PO´s zusehen, keiner. Und das ist auch gut so und hebt diese wie auch viele andere Franchises von denen der Verlierer ab.

    Gruß Pit

  3. Avatar

    STAT

    Letzlich geht es im Sport ums gewinnen und man sollte immer versuchen das best mögliche Team zusammen zu bringen um zu gewinnen.

    Das ist in der NBA aber auch nur in der Theorie möglich. Innerhalb von diesem geschlossenem System mit all den Regeln, mit dem Draftsystem, dem Cap etc. ist das für alle 30 Teams nicht realisierbar. Dafür fehlen schlicht und ergreifend genügend Spieler mit genug Talent und Klasse. Es kann bei dem vorhandenen Spielerpool keine 30 Gewinnerteams geben. Wenn dir die Klasse im Kader fehlt, ist es viel zu schmackhaft um zu rebuilden. Was bleibt dir auch anderes übrig wenn die Ausgangsituation nichts anderes hergibt?

    Wenn ein schlechtes Team über die Free Agency und Trades versucht besser zu werden und dabei scheitert, bleiben viele Möglichkeiten nicht mehr übrig. Was würdest du dem schlechten Team empfehlen? Rollenspieler massiv überbezahlen das man anstatt auf Platz 15 auf Platz 12 eintrudelt? Hauptsache man gewinnt ein paar Spiele mehr?

    Veränderung ja, rebuild nein, solange ein Spieler einem Team hilft zu gewinnen, wie TD, wie Dirk und auch wie Wade, solange möchte ich diesen Spieler auch im Team haben.

    Solange “alte” Spieler wie TD und Dirk auf Geld verzichten, nachvollziehbar. Wade hat längst nicht mehr die Klasse früherer Tage und jetzt will er den großen Zahltag. Da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht. Trotz des großen Capsprungs finde ich Wade krass überbezahlt. Warum sollte man Wade aufgrund der Vergangenheit Geld hinterherwerfen um sich selbst die Flexibiltät zu nehmen?
    Wade hatte in der Vergangenheit auf Geld verzeichtet, ja. Ist das jetzt ein Grund ihm im Nachhinein das Geld zu geben? Nein. Wade hat u.a. auf Geld verzichtet weil er mit seinen Buddy’s Titel holen wollte und hat trotzdem noch sehr gut verdient. Aus reiner Loyalität und Herzensgüte hat er dies sicherlich nicht getan.

    Aus sportlicher Sicht ist Wade das Geld niemals wert. Das die Bulls sehr häufig andere Interessen verfolgen (z.B. Trikotverkäufe) relativiert das Ganze ein bisschen.

  4. pitschini99

    Das ist in der NBA aber auch nur in der Theorie möglich. Innerhalb von diesem geschlossenem System mit all den Regeln, mit dem Draftsystem, dem Cap etc. ist das für alle 30 Teams nicht realisierbar.

    Das ist Sport, sobald ich mehr als einen Teilnehmer habe, ab dem Moment gibt es Verlierer. Egal wie groß oder klein die Anzahl der Teilnehmer ist. Und eigentlich auch egal, welches Transfersystem es gibt, in dem Moment, wo ich nicht an den Sieg glaube und alles für den Sieg tue, ab dem Moment verliere ich. Und wenn einer besser ist, egal was ich tue, werde ich immer versuchen den besseren zu schlagen. Am Ende muss ich in den Spiegel schauen können.

    Wade hat längst nicht mehr die Klasse früherer Tage und jetzt will er den großen Zahltag. Da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht. Trotz des großen Capsprungs finde ich Wade krass überbezahlt. Warum sollte man Wade aufgrund der Vergangenheit Geld hinterherwerfen um sich selbst die Flexibiltät zu nehmen?

    Stimmt, er hat nicht mehr die Spritzigkeit vergangener Tage, aber er hat Erfahrung und er hat das, was ich gerne als das Siegergen bezeichne. Es werden mir zu oft nur die nakten Zahlen zu Rate gezogen. Ist ein schlechter Wurf immer ein schlechter Wurf? Auch wenn z.B. mein Teammate, ein vlt. sogar sehr starker Rebounder, die beste Position für einen Rebound hat in diesem Moment? Im Basketball gibt es so viele Dinge, die auf und außerhalb des Platzes gemacht werden müssen, die man nicht in Zahlen verpackt, verpacken kann. Und es gibt Spieler die einfach auch immer dafür sorgen, dass diese gemacht werden, ob persönlich oder durch ihre Autorität. Ich bin der Überzeugung, dass die Heat weniger Siege holen werden, als letzte Saison, mit Glück schaffen sie es knapp in die PO´s. Während die Bulls ziemlich sicher mehr Siege holen werden auch wegen Wade.

    Aus sportlicher Sicht ist Wade das Geld niemals wert. Das die Bulls sehr häufig andere Interessen verfolgen (z.B. Trikotverkäufe) relativiert das Ganze ein bisschen.

    Wade hat jetzt keinen Kobe Bryant Vertrag im Verhältnis, sein Vertrag wirft eine Franchise nicht um Jahre zurück. Und im Verhältnis zu seiner Leistung letzte Saison und vielen anderen Verträgen, ist dieser Vertrag durchaus ok. Klar, Geld spielt immer eine Rolle, aber ich denke die Rolle des Geldes spielt in den “fast” kommunistischen Systemen der US Profiligen, deutlich geringere Rollen, als in den “freien” europäischen Profiligen. in den US Ligen haben alle Teams annähernd das selbe zur Verfügung in Europa ist das völlig anders. (Egal welche Sportart)

    Gruß Pit

  5. Avatar

    STAT

    Und eigentlich auch egal, welches Transfersystem es gibt, in dem Moment, wo ich nicht an den Sieg glaube und alles für den Sieg tue, ab dem Moment verliere ich. Und wenn einer besser ist, egal was ich tue, werde ich immer versuchen den besseren zu schlagen. Am Ende muss ich in den Spiegel schauen können.

    Korrekt! Aus langjährigen eigenen Erfahrungen bin ich der Überzeugung, dass Glaube und Mentalität in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch unterschätzt werden. Hier ist allerdings ein deutlicher Trend erkennbar das sich dies ändert. Psychologie (Körper, Geist und Seele) nehmen immer wichtigere Rollen ein und da stehen wir in allen Sportarten auch erst am Anfang.
    Trotzdem benötigst du auf diesem hohen Level ein Mindestmaß an Talent und Klasse. Wenn dir die Starspieler fehlen kannst du das auch mit Glaube und Mentalität einfach nicht auf Dauer ausgleichen. In einzelnen Spielen gelingt das, nachweislich. Aber nicht über eine ganze Saison.

    Letztendlich stehen i.d.R. immer die Teams an der Spitze, die das meiste Talent bzw. die besten Spieler haben!

    Also muss das Talent ja irgendwo herkommen. LeBron ist auch noch der bessere Spieler wenn er keinen Bock hat sich anzustrengen. Wie kommst du also an Starspieler wenn es weder über die Free Agency oder Trades gelingt? Alleine mit Training und Mentalität funktioniert das leider auch nicht. Außerdem bedeutet Tanking nicht unbedingt das gleich eine Verliermentalität entstehen muss. Ist allerdings ein schmaler Grat.

    Und wenn einer besser ist, egal was ich tue, werde ich immer versuchen den besseren zu schlagen. Am Ende muss ich in den Spiegel schauen können.

    Bedeutet Rebuild für dich automatisch “absichtliches Verlieren”? Meine Suns mussten aus unterschiedlichsten Gründen auch ein Tanking-Jahr eingelegen. Bis zum Schluss haben sie versucht Spiele zu gewinnen. Während wo anders Spieler nicht mehr eingesetzt wurden, war das in Phoenix anders. Selbst gegen den direkten Konkurrenten (Lakers) wurde nicht abgeschenkt. Ob das jetzt gut oder schlecht war, wage ich nicht zu beurteilen. Rebuild und “absichtliches Verlieren” stehem mMn nicht unbedingt immer in direktem Zusammenhang. Manchmal geht es einfach nicht anders und deshalb finde ich es auch nicht schlimm, wenn eine Franchise aus Alternativlosigkeit es über den Draft versucht.

    Wade hat jetzt keinen Kobe Bryant Vertrag im Verhältnis, sein Vertrag wirft eine Franchise nicht um Jahre zurück. Und im Verhältnis zu seiner Leistung letzte Saison und vielen anderen Verträgen, ist dieser Vertrag durchaus ok.

    Andere Verträge die genauso fragwürdig sind, rechtfertigen deswegen nicht automatisch diesen Vertrag. Das kann und darf von einem GM kein Argument sein. Wenn die Bulls der Überzeugung sind, das Wade dieses Geld wert ist, ok. Allerdings glaube ich das da Marketing ein große Rolle mitspielt. Das in diesem Sommer einige Spieler nicht leistungsgerecht bezahlt werden würden, war klar. Aber das macht es in Bezug auf die strategische Ausrichtung der Franchise nicht besser oder legitimiert gar schlechte Verträge.

    Klar, Geld spielt immer eine Rolle, aber ich denke die Rolle des Geldes spielt in den “fast” kommunistischen Systemen der US Profiligen, deutlich geringere Rollen, als in den “freien” europäischen Profiligen. in den US Ligen haben alle Teams annähernd das selbe zur Verfügung in Europa ist das völlig anders. (Egal welche Sportart)

    Ich würde das nicht unterschätzen. Den meisten Stars dürfte es egal sein, ob sie am Schluss 180 oder 200 Mio auf dem Konto haben. Das Gehalt steht in solchen Sphären eher für Status/Anerkennung innerhalb der Franchise. Dazu habe ich mal hochinteressante Interviews von Dirk Nowitzki und Toni Kroos gelesen, die das bestätigt haben.
    Also es geht im Grunde nur noch darum, damit das Ego gestreichelt wird. Riley ist ein Fuchs. Er wird seine Gründe haben warum er Wade ziehen lies und ich kann sie verstehen.

  6. pitschini99

    Aber Starspieler wurden schon auf 1-30 gedraftet und manche sogar später. Auch wurden schon oft genug Flops auf der 1 gedraftet. –> Die Draftposition allein sagt noch gar nichts.
    Natürlich kann man sich Talent nicht schnitzen. Es gibt nur einen LeBron und es gibt auch nur einen Messi etc …, die Aufgabe der anderen ist nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern trotzdem Wege zu finden um zu gewinnen.

    Es gibt genug Champs mit weniger Talent. als ihre Gegner. Die Mavs 2011, Pistons 2004, Pistons 88-89, und einige andere. Die Wahrscheinlichkeit mit Talent zu gewinnen ist mathematisch die Höhere. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Chance habe ich in dem Moment wo ich nicht glaube oder nicht will. Und deswegen finde ich den Weg der Niederlage so gefährlich, weil er jungen Spielern lehrt, wie bequem das Leben mit verlieren ist, sie lernen die kleinen Dinge nicht, die so wichtig zum Siegen sind, aber auch so weh tun. Und trotzdem muss man diese kleinen Dinge tun um zu gewinnen, auch wenn ich LeBron im Team habe. Aber auch ein LeBron im Team würde niemals zulassen, das die kleinen Dinge nicht getan werden. LeBron will gewinnen. Spieler wie Wade, Duncan, Nowitzki wollen das auch, das macht diese Spieler auf dem Niveau so wertvoll.

    Junge Spieler die lernen wie toll ihre Stats sein können, egal was das Team tut, werden niemals zu Spielern, die ein Team zu einer Championship führen können. Warum z.B. hat ein Spieler von Minny solch große Porbleme diese Mentalität zu übernehmen? Warum sind, waren die Cavs zeitweise mit K. Love so unzufrieden?
    Mentalität allein macht dich nicht zu einem Sieger, Talent allein aber erst recht nicht. Gibt man mir die Chance zwischen 2 Spielern zu wählen, der eine hat nur Mentalität, der andere nur Talent, ich weiß für wen ich mich entscheide.

    Gruß Pit

  7. Avatar

    STAT

    Aber Starspieler wurden schon auf 1-30 gedraftet und manche sogar später. Auch wurden schon oft genug Flops auf der 1 gedraftet. –> Die Draftposition allein sagt noch gar nichts.
    Natürlich kann man sich Talent nicht schnitzen. Es gibt nur einen LeBron und es gibt auch nur einen Messi etc …, die Aufgabe der anderen ist nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern trotzdem Wege zu finden um zu gewinnen.

    Ich frage gerne nochmal. Was machst du wenn du unten drin steckst und keine Spieler bekommst, die dir weiter helfen? Ein Rebuild ist doch nicht automatisch die Flinte ins Korn werfen. Es gibt doch verschiedene Formen von einem Rebuild. Die Draftposition sagt nichts, aber du hast die höhere Chance ein gutes Talent zu bekommen und um nichts anderes geht es. Du sagts es selbst!

    “Die Wahrscheinlichkeit mit Talent zu gewinnen ist mathematisch die Höhere.”

    Junge Spieler die lernen wie toll ihre Stats sein können, egal was das Team tut, werden niemals zu Spielern, die ein Team zu einer Championship führen können. Warum z.B. hat ein Spieler von Minny solch große Porbleme diese Mentalität zu übernehmen? Warum sind, waren die Cavs zeitweise mit K. Love so unzufrieden?

    Das auf Kevin Love umzumünzen ist aber schon gewagt. Woher kannst du beurteilen welche Mentalität Love hat? Das hat ja nicht nur etwas mit Minny zu tun, sondern vor allem auch mit seiner eigenen Persönlichkeit.

    Love hat offensiv großes Potential. Er muss offensiv mindestens die zweite Option in einem Team sein, um effektiv zu spielen. Die Probleme von Love führe ich eher auf das System der Cavs zurück als auf seine Mentalität. Warum? Das Love’s Potential nicht richtig ausgenutzt wird, ist eindeutig erklärbar und auch wissenschaftlich nachvollziehbar. Das andere nicht. Im Übrigen hat es mit Love zu einer Championship gereicht und er war ein wichtiger Teil davon. So ganz verkehrt kann er also nicht sein.

    Mentalität allein macht dich nicht zu einem Sieger, Talent allein aber erst recht nicht. Gibt man mir die Chance zwischen 2 Spielern zu wählen, der eine hat nur Mentalität, der andere nur Talent, ich weiß für wen ich mich entscheide.

    Hier gibt es allerdings einen elementaren Unterschied. Talent hat man oder man hat es nicht. Mentalität kann man lernen.

  8. pitschini99

    Auch Skills kann man trainieren, so ist es nicht. Beides kann man trainieren und beides ist ein langer anstrengender Weg.

    Bei Love hast du mich falsch verstanden, der hat zuletzt in den PO´s tatsächlich den Switch geschaft.
    Aber davor war man mit ihm unzufrieden und das hatte definitiv was mit seiner Mentalität zu tun.
    Aber ja Mentalität bringt man mit und man kann dran arbeiten, bei den Skills auch.

    Gruß Pit

  9. Poohdini

    Aber davor war man mit ihm unzufrieden und das hatte definitiv was mit seiner Mentalität zu tun.

    Woher willst du das wissen? Du schreibst die ganze Zeit zwar nette Romane, kannst aber keine deiner Behauptungen auch nur annähernd beweisen.

    Das Problem ist doch, dass wir alle wissen, wie Stat schon sagt, dass das Mentale, die psychologische Komponente eine riesige Rolle spielt, aber wir nicht den geringsten Schimmer haben, es überhaupt zu erfassen. Wir können es nicht sehen, nicht messen, nicht anfassen, nichts. Solange das so ist (was ich glaube, wohl immer so sein wird), müssen wir uns auf die Dinge beschränken, die wir eben objektiv erfassen können.

    Um beim Beispiel Kevin Love zu bleiben. Es gibt bestimmt 5 Gründe, die wir sportlich auf dem Platz sehen und statistisch auswerten können, warum er solche Probleme bei den Cavs hat. Wir können aber auch spekulieren, dass es an seiner Mentalität lag. Wir werden aber für letzteres niemals einen Beweis haben.
    Ist es wahrscheinlich, dass es im Locker Room eines Contenders um LeBron anders zu geht als in Minnesota? Ja, natürlich.

    Aber auch Gewinner- und Verlierermentalitäten müssen erst aufgebaut werden. Die existieren ja nicht einfach. Sobald man anfängt zu gewinnen, bildet sich auch eine “Gewinnermentalität”.


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