Wired

Die besten Offseasons 2016

Go-to-Guys Wired #119

Zur 119. Ausgabe haben sich Host Jonathan Walker und Chefredakteur Dennis Spillmann Artur Kowis eingeladen und über die besten Offseasons gesprochen. Sie analysieren und argumentieren für die besten Moves des diesjährigen Free Agency.

Wer keine Folge des Podcasts verpassen will, abonniert diesen einfach auf itunes.

Ihr könnt den Podcast entweder über unseren youtube-Channel oder direkt unter diesem Post hören. 

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

12 comments

  1. kdurant35

    Wieder sehr interessante Diskussion. Abgesehen von den LAC find ich alle Offseasons der besprochenen Teams ebenfalls gut. Die Clippers hab ich jedoch unter den schwächsten 5.

    Der Gesamteindruck ist mMn furchtbar. Ihr hattet das ja schon mit dem Pick im Green-Deal angesprochen. Das ist aber ja nur die Spitze des Eisbergs. Denn angefangen hat das ja alles mit Dudley. Um den im Redick-Paket mitzubekommen gab man Bledsoe ab. Um die volle MLE für Hawes zu haben musste Dudley PLUS Pick getradet werden. Den verschickte man dann mit dem wohl besten SF der letzten Jahre für Lance zu den Hornets. Und um Green für ihn zu bekommen wieder einen Pick verschwendet. Und jetzt Green ohne Gegenwert verloren. Dazu unterschreibt der auch noch einen Einjahresvertrag, was als Übergangsjahr auch perfekt für die Clippers gewesen wäre. Denn dann laufen ja auch die Verträge dreier Starter aus und man wird sehen wohin die Reise geht.

    Mir hat auch der W.Johnson Deal gar nicht gefallen. Nicht vom reinen Preis her, aber die Clippers mussten die volle MLE nutze und sind jetzt bis Saisonende hard capt. Das find ich sehr fraglich, wenn man bedenkt, dass es zu einigen Trades kommen könnte wenn jemand wie CP3 andeutet, nicht bleiben zu wollen. Schon in der Vergangenheit musste man einige Spieler strechten um unter dem hard cap bleiben zu können. Die Flexibilität ist da schon sehr eingeschränkt.

    Dagegen fand ich die schlechten Verträge von Crawford und Rivers sogar verkraftbar. Hier besteht immerhin die Chance, dass die Clippers das Team zusammenhalten und dann ab 2017 eh so weit über dem Cap und Apron sein werden, dass die Mio nur dem Besitzter “weh” tun. Deshalb sehe ich grundsätzlich einige größere und isoliert betrachtet miesen Verträge etwas entspannter (z.B. auch die angeschnittenen der Blazers ;) ).

    Die kleinen Verträge waren sicher solide. Hier schleppt sich LA jedoch gefühlt von Saison zu Saison. Da machten uns die Clippers zu oft Hoffnung (siehe Pierce). Manchmal klappte es. Dann fehlten aber die Birdrechte und die Spieler zogen in der nächsten Saison weiter (siehe Aldrich). Diese positiven Nachrichten gehen aus meiner Sicht im Gesamtbild unter. Gerade da man z.B. bei Felton nie weiß was man bekommt.

  2. Julian Lage

    Ich hab so das Gefühl, ihr wolltet ihnen und den Pelicans ein Preis dafür geben, dass sie es zur Abwechslung nicht komplett versaut haben ;) Aber selbst das finde ich diskutabel…

    Das einzig wirklich Positive für die Clippers ist, dass 2 der 3 besseren Teams im Westen sich klar verschlechtert haben. Die Vet Min/Exception-Signings waren die letzten Jahre auch auf den ersten Blick ok. Aber so richtig überraschend ist nicht, dass jemand bei nem Playoffteam in LA unterschreiben will… In jedem Fall sind das nur Ein-Jahres-Lösungen, die z.B. im Fall von RLMM auch noch nächstes Jahr schaden, weil die BAE erst mal verbraucht ist. (Ich sehe den Hard Cap durch Wes Johnson als relativ unkritisch, sind doch noch ~4 Mio?)
    Wenn man sich noch anschaut, dass z.B. Farmar und Josh Smith keine Saison durchgehalten haben, ist das alles noch weniger rosig. Felton wäre in die Richtung auf jeden Fall auch ein Kandidat.

    Die Verträge von Crawford und Rivers sind denke ich vor allem in Kombination fragwürdig, wobei eindeutig Crawford das Problem ist. Der Vertrag ist auf jeden Fall einfach viel zu hoch, und wozu braucht man überhaupt zwei Combo Guards mit fragwürdiger Effizienz… Rivers kann man noch Jugend und Defense zugute halten, Crawford wäre mit der vollen MLE noch überbezahlt.

    Mit der Trennung von Green habe ich auch kein so großes Problem. Der Fehler ist zumindest nicht in dieser Offseason passiert, das war einfach von Anfang miserabel. Dann ist es wichtig, nicht auf einen Fehler einen weiteren folgen zu lassen, wie es z.B. die Nets mit Wallace’ Vertrag gemacht haben. 15/1 wäre allerdings ok gewesen…

    Wie schon angesprochen sehe ich es bei den Pelicans ähnlich, da ist zumindest auch nichts weltbewegendes passiert. Hill und Moore könnten brauchbar sein, hatten aber beide noch keine solide Starter-Saison. Da muss sich also erst zeigen, ob das wirklich Steals sind. Wie Dennis glaube ich auch schon angesprochen hat, wird außerdem das Center-Problem nicht gelöst. Ähnlich wie bei den Clippers sind auch einige der Spieler nur kurzzeitige Lösungen (Galloway + Jones v.a.).

    Allerdings muss ich zugeben, dass mir auch nicht viel mehr klare Gewinner einfallen würden. Trotz der teuren Verträge und der Verletzungssorgen würde ich die Grizzlies zumindest den beiden Teams vorziehen.

  3. Dennis Spillmann

    Ich bin sowohl bei Sven als auch bei Julian, hatte ich im Pod aber auch angesprochen. Clippers fand ich eher schlecht als gut.

    Die Pelicans-Offseason mag ich aber wirklich. Keinen injury-prone-Ballhandler überbezahlt (hey, RONDO war auf dem Markt. Den hätte man auch jagen können) oder ehemals großen Namen geholt; Hill und Moore sind okay, Galloway und Jones sehr gut, auch wenn zu kurz.
    Ich hoffe einfach, dass Asik sich verletzt (nein, wünsche ich ihm natürlich nicht) und das Team wird doch ganz ordentlich performen können.

  4. Dennis Spillmann

    Bei den Grizzlies habe ich Angst, wie das Team 2018/19 aussieht. Das war keine gute Offseason, auch wenn man konkurrenzfähig bleibt.

  5. kdurant35

    Mir hat der Sommer der Grizzlies ganz gut gefallen. Auch wenn ich sie nicht ganz weit vorn sehen würde. Ich kann deine langfristigen Bedenken gut verstehen, Dennis. Ich Frag mich jedoch nach den Alternativen in diesem Sommer. Denn ohne zwei Picks in den nächsten Jahren ist ein Rebuild mmn keine Alternative. So ist man vielleicht noch ein paar Jahre Konkurrenzfähig. 2020 bzw. 2021 laufen die drei Dicken Verträge aus und man kann sich dann neu ausrichten. Spätestens 21 hat man dann auch den letzten Pick abgetreten und zukünftig eine reine Weste. Dazu gefallen mit Baldwin und Davis gut. Endlich mal Talent für die Zukunft. Denke die können sich hinter Conley und Gasol gut entwickeln. Und da die vermutlich keine 82 Spiele und 35 Minuten mehr reißen werden werden sie auch ihre Chance bekommen. Gemessen an der Ausgangssituation passt das.

  6. Julian Lage

    Praktisch genau meine Überlegung… Conley zu verlieren wäre ein echtes Problem gewesen, weil die Situation einfach nicht zum Rebuild gepasst hätte. Top 5 wären sie für mich v.a. nach Ausschlussprinzip.

    Parsons und Conley sind dann gerade 30, mit Blick auf seinen Bruder könnte man auf ein gutes Altern von Marc Gasol hoffen. Das setzt natürlich voraus, dass keiner dauerhaft Verletzungsprobleme hat, aber das Risiko mussten sie denke ich eingehen. Abgesehen von gesundheitlichen Überlegungen find ich Conley, Parsons und Gasol einen interessanten Core, der mit steigendem Cap finanziell akzeptabel sein könnte.

  7. kdurant35

    Für Top 5 reichts auch nach dem Ausschlussverfahren nicht. Da hab ich GS, Utah, Boston, Philly und Denver. Top 10 hätte ich sie schon.

  8. Julian Lage

    Bei den ersten drei ist das keine Frage, denke ich, aber Sixers und Nuggets finde ich interessant. Klingt für mich wieder nach ‘nichts wesentliches falsch gemacht-Awards’ ;)
    Mir gefällt bei beiden nicht, dass sie ihre ‘Baustellen’ nicht lösen konnten… Die Nuggets haben generell viel zu viele Spieler, die irgendwie Minuten bekommen sollten, die Sixers zumindest zu viele Bigs. Bei den Nuggets hängt da auch noch mit dran, dass die weitere Route des Teams deswegen völlig unklar ist. Was genau macht waren da für dich die Faktoren, sie auf die Liste zu setzen?

    E: Um die Top5-Frage noch mal deutlicher zu machen: Ich sehe keine eindeutigen Kandidaten für die Plätze 4-10 oder vielleicht sogar bis 15. Da ist ne Menge Teams mit Licht und Schatten, wobei dann ziemlich schnell der Schatten anfängt…

  9. kdurant35

    Erstmal zu den Sixers: langfristig haben sie sicher die größten Baustellen noch nicht gelöst. Aber wenn wirklich nur schlechte Angebote für Noel oder Okafor vorlagen kann ich ihnen das nicht zum Vorwurf machen. Am Drafttag war man ja angeblich sehr aggressiv. Die Verträge von Henderson, Rodriguez und Bayless gefallen mir. Die werden die größten Problemzonen stablilisieren und dem Team helfen. Alle drei solide Schützen mit kurzfristigen Verträgen. Ich gehe davon aus das Philly frühestens 2018 wieder interessant für gute FAs ist. Dazu top das Saric 2016 zu günstigen Konditionen 4 Jahre gebunden ist. Und auch die beiden späten Erstrundenpicks find ich interessant. Beide haben Potenzial und spielen auf Positionen die schwach besetzt sind. Mmn wurden die Erwartungen übertroffen.

    Denver ist sicher etwas kniffliger. Murray passt mmn gut zum Team und Mudiay. Und Arthurs Vertrag gefällt mir. Wichtigster Punkt sind aber zwei andere. Zum einen wurde insgesamt deutlich mehr investiert wie erwartet. Denver hat unzählige gute Verträge und wird in den nächsten Jahren davon profitieren, dass weniger Teams Cap haben. Zweitens glaube ich daran das Teams mit vielen Assetts von KDs Entscheidung profitieren werden. Einige Teams werden aufgrund der Erfolgsaussichten entweder sehr agressiv nach Verstärkungen suchen (heißt überbezahlen) oder eher den Kern aufbrechen. Für beides ist Denver gut gerüstet. Mit Gallo kann man einen einen Spieler zu guten Konditionen zu einem Contender im win now Modus traden. Sollte ein Team die Chsnce zum Rebuild nutzen hat man ebenfalls viele Assetts um sich einen guten Spieler zu holen. Um so mehr Teams Titelchancen haben, um so mehr halten sie ansonsten an diesen Spielern fest

  10. Julian Lage

    In den einzelnen Punkten würde ich dir recht geben, mir gefällt aber bei beiden Teams die Summe, d.h. in erster Linie das Stillhalten bei den Logjams, einfach nicht. Das Problem ist imo, dass sie dadurch jedes Jahr die Entwicklung und den Wert ihrer Spieler schädigen. Hat man ja z.B. bei Okafor und Noel gesehen, die vor einem Jahr sicher deutlich besseren Gegenwert erzielt hätten als jetzt. Klar, deswegen sollte man nicht zwanghaft irgendeinen schlechten Trade machen, aber für eine wirklich gute Offseason hätte es in der Richtung bei beiden Teams Lösungen gebraucht.

    Noch mal etwas konkreter: Philly hat jetzt die 5 (!) wertvollsten Spieler eigentlich auf den beiden großen Positionen. Vielleicht klappen Simmons und Saric auch zusammen, oder Noel+Embiid, um zumindest etwas auf Center Platz zu schaffen. Auch passende Signings und Picks wie Bayless oder Luwawu lösen dieses Problem nicht annähernd. Mal ein nicht ganz unrealistisches Szenario: Embiid ist fit und bekommt einigermaßen Minuten, Noel ist der beste (auch, weil älteste) Big. Bekommt Okafor dann 10 MPG, und dann soll er noch sinnvoll vertradet werden?

    Bei den Nuggets sehe ich das Problem ähnlich, aber etwas verschoben: Sie haben eigentlich zwei Teams, ein schlechtes Win Now (Nelson, Chandler, Gallo, Faried, Arthur) und ein recht interessantes junges (Mudiay, Murray, Harris, Jokic, Nurkic). Barton hängt irgendwo dazwischen. Das wären schon mal mehr Minuten, als sie eigentlich zu vergeben haben – die Vets steigern ihren Tradewert ja auch nicht, wenn sie auf der Bank sitzen.
    Außerdem gibt es noch ein weiteres Dilemma: Wie du schon richtig ansprichst, sind die Verträge größtenteils ganz brauchbar. Aber sie nähern sich auch immer weiter ihrem Ende, Gallo hat z.B. nach diesem Jahr ne Spieleroption. Will da jemand zur Deadline für drei Monate einen sinnvollen Preis hinlegen? Doc Rivers müsste ja mittlerweile alle Assets verbrannt haben… Deine Überlegung trifft denke ich v.a. auf Faried, Chandler und Arthur zu, aber die sind alle drei nicht so wahnsinnig attraktiv für Trades. Außerdem blockieren sind so noch ein Jahr mehr die Entwicklung der jüngeren Spieler.

    Daher wäre meine Einschätzung für die beiden Teams, dass die fehlende größere Linie die kleinen guten Entwicklungen überschattet… Für mich sind sie nur im Pulk der Geht-so-Offseasons.

  11. kdurant35

    Ich versteh deine Punkte. Das diese Problematik besteht war ja vor der Saison klar. Es wäre gut gewesen wenn man das gelöst hätte. Aber wie bei Okafor/Noel schon angesprochen scheint man einfach kein gutes Paket bekommen zu haben. Gabs keine guten Optionen kann ich dafür keine Negativpunkte verteilen.
    Gibt es keine Abnehmer kann ein schlechter Deal beider Teams natürlich noch folgen. Und es würde mich auch nicht wundern. Das war aber bereits schon vor der Offseason eine große Gefahr. Aber die gesamte Offseason hat sich so entwickelt, dass ich die Chance darauf die Assetts sinnvoll nutzen zu können mmn erhöht. Deshalb seh ich bei beiden Teams eine deutlich bessere Ausgangssituation als vor wenigen Wochen. Und du hast es ja selbst geschrieben. Ab 4 gibt es keine glasklaren Kandidaten. Deshalb reicht mir das im Vergleich zu den anderen Teams

  12. Sebastian Hansen

    Gallinari hätte ich gerne in OKC. Klar, der Preis sollte nicht zu hoch sein, aber wenn Russ bleibt und wir was reißen wollen, brauchen wir noch einen Scorer auf dem Flügel.


Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben